Ich möchte noch nicht aufgeben

Diskutiere Ich möchte noch nicht aufgeben im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; aber so langsam weiß ich nicht weiter. Immer wenn ich denke, es wird besser, dann kommt wieder ein Problem. Pennys Leinenagression ist nun...
  • Ich möchte noch nicht aufgeben Beitrag #1
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Penelopeblue

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aber so langsam weiß ich nicht weiter. Immer wenn ich denke, es wird besser, dann kommt wieder ein Problem.
Pennys Leinenagression ist nun deutlich besser. Ich werde ruhiger und Penny läuft neben mir her. Sie zieht nicht
mehr und sobald sie andere Hunde fixiert, wird sie von mir abgelenkt.
Am Wochenende war sie mit uns und ein paar Freunden campen und war wirklich ein 100% perfekter Hund. Ich habe
sie beinahe selber nicht wiedererkannt, doch seit dem macht sie wieder jede Nacht groß wie klein im ganzen Haus, wenn
wir schlafen und kann nicht mal mehr 10 Minuten alleine bleiben, ohne die Nachbarschaft mit lautem Jaulen und Bellen zu
beehren.
Wir hatten sie schon auf 30 Minuten und das mit viel Mühe und Not, weil ich zwei kleine Kids habe. Kinder sind zwar kein Grund,
einen Hund nicht zu erziehen, aber ich kann leider nicht 20 mal am Tag mit den Kids für ein paar Minuten vor die Tür.
Naja ich dachte halt es wird besser und nu macht sie wieder jede Nacht rein und alleine bleiben geht nicht mehr als 10 Minuten.
Das Unrein sein stört mich wegen der Kids sehr und ich muss auch mit ihnen zum Arzt, wo Penny nicht mit darf. Auch einkaufen
geht nicht mehr. So ist das kein Familienleben. Nichts ist mehr möglich, nicht mal mit meinem Mann zum Nachbarn auf ein Glas Wein
(der hat ne Katze, die panische Angst vor Hunden hat). Penny macht uns das Familienleben schwer und weil ich mit den beiden Kleinen
ihr einfach nicht so viel Erziehung geben kann, wie jemand ohne Kids, überlege ich nun doch sie zur Vermittlung ins Tierheim zu geben.

Hattet ihr auch so extrem harte Phasen mit euren Hunden?
 
  • Ich möchte noch nicht aufgeben Beitrag #2
Hallo,
ohjeh da höre ich die Verzweiflung pur. Da ist wohl so einiges im Argen.

Kannst du noch mal ganz kurz angeben, was für ein Hund du hast und wie alt er ist - wie alt deine Kinder sind, ob dein Mann den Hund auch wollte/ will....und wo der Hund her kommt, seit wann ihr ihn habt nur Stichworte.... sonst muss ich jetzt das ganze Forum durchforsten.

LG Suno
 
  • Ich möchte noch nicht aufgeben Beitrag #3
Klar gerne, Penny ist ca. 2 jetzt und von einer sehr guten Freundin, die im April verunglückte. Sie vererbte Penny uns quasi, weil wir schon Hunde vorher hatten und Penny auch ab und zu hatten, wenn sie im Urlaub war für ne Woche.
Sie ist ein Jack Russel Münsterländer Mix.
Mein Mann wollte Penny nicht, aber er konnte verstehen, dass ich sie nicht ins Heim gehen lassen konnte.

Meine Kids sind 4 und 2. Wir haben auch noch zwei Katzen aber mit denen versteht Penny sich super. Sie pennen sogar mit ihr auf der Decke, im Korb oder auf dem Sofa.
 
  • Ich möchte noch nicht aufgeben Beitrag #4
Hallo,
Na da habt ihr aber viele Baustellen :-/

Erstmal finde ich es toll,das ihr den Hund deiner Freundin aufgenommen habt. Nur müsst ihr gucken,ob ihr das schaffen könnt. Wenn nicht,dann ist die Vermittlung in eine passende Familie sicherlich das beste.
Aber vielleicht bekommt ihr die Kurve ja noch :)

Wie sieht denn euer Alltag mit Penny aus? Wie lastet ihr sie aus,was unternehmt ihr in Sachen Erziehung? Wäre eine Hundetrainerin/ein Hundetrainer mal was für euch?

Jack Russel/Münsterländer klingt nach eine anspruchsvollen Mischung die viel Beschäftigung braucht. Dass das mit zwei kleinen Kids nicht einfach ist,kann ich mir vorstellen..
 
  • Ich möchte noch nicht aufgeben Beitrag #5
Also aktuell sieht unser Alltag folgendermaßen aus:

7 Uhr aufstehen und um 7.30 zum Kindergarten mit Penny. Vm Kindergarten geht es dann ne Stunde Joggen durch den Wald über Stock Stein Baum und was sonst da so liegt.

Dann ab ins Büro und Penny kommt mit. Um 12 Mittagspause und mit Penny kleine Runde in den Park.

Um 14. 30 Uhr mit Kids abholen mit Fahrrad, Mittagessen kochen und dann Ruhepause für die Kids und Übungsstunde für Penny, also eine Stunde verschiedene Übungen wie Suchspiele, Tricks, Gehorsam

Danach alle in Garten und Toben oder in der Wohnung toben wenn es regnet.
Um 19. 30 Uhr Kids ins Bett und Penny und ich langer Spaziergang, so ca. 1- 1,5 Std.

Ab und zu fahren wir auch abends 1 Std. inliner und 30 Minuten spazieren.

Um 22- 23 Uhr geht es meistens ins Bett. Sie hat ihr Körbchen bei uns am Bett stehen.

Ja es ist echt ein Pensum, weil sie sehr viel Beschäftigung braucht. Sie ist SEHR verschmust und kontrolliert uns bei jedem Schritt.

Mittlerweile bleibt sie aber in ihrem Körbchen und alleine im Zimmer wenn ich Wäsche mache oder koche, etc.
 
  • Ich möchte noch nicht aufgeben Beitrag #6
Das hört sich ja nach einem sehr ausgefülltem Tag an...

meinst du nicht vllt ein wenig zu ausgefüllt? Klar, jetzt ist sie auf dem hohen Nievau das es eigentlich den ganzen Tag Aktion gibt. Sport, rennen, denken etc...
Hat sie gelernt auch mal zur Ruhe zu kommen?
Vllt ist ihr das ein wenig zu viel und wirkt deswegen so nervös?

Ärztlich ist alles abgeklärt? Nicht das sie was mit der Blase oder so hat und deswegen die das Haus voll macht?

Ich würde sie vllt einfach auch mal dran gewöhnen, das es ne Auszeit gibt. Weil ich lese nur toben, skaten, Fahrrad fahren etc.. wenn sie jetzt so in "Hochleistung" steht sag ich mal, wie soll sie da wissen, das es auch mal ruhiger zu geht?

Das sind meine Gedanken...
 
  • Ich möchte noch nicht aufgeben Beitrag #7
Also sie hat Pause zwischen 9 und 12. Da pennt die auch total entspannt und schnarcht. :)
Dann zwischen 16.30 und 19.30 macht sie auch Pause. Da pennt sie auch auf ihrem Platz im Wohnzimmer
oder im Schlafzimmer. Man muss sie auch nicht hinschicken. Sie verzieht sich dann und schnarcht gemütlich vor sich hin.
Nach dem Abendspaziergang wird auf dem Sofa relaxed und geschmust. Das brauch sie auch!

Mh sollen wir noch mehr Pausen einbauen? Wenn ja wo am besten? Leider ist der Plan wegen Arbeit und Kids sehr strikt.
 
  • Ich möchte noch nicht aufgeben Beitrag #8
Also wenn ein Hund schon stubenrein war und plötzlich nicht mehr, ist es meist aus Unzufriedenheit wenn keine Erkrankung vorliegt. Ich würde das mal von einem Hundetrainer beobachten lassen. Wenn der auch nicht helfen kann (was ich mir nicht vorstellen kann) würde ich den Hund privat vermitteln und nicht ins Tierheim geben damit ich sehe wo er hinkommt.
 
  • Ich möchte noch nicht aufgeben Beitrag #9
Hi Penelope!

Ich musste gerade schmunzeln, denn uns ergeht es im Mom gerade ähnlich. Nur macht bei uns der neue Zweithund diese Probleme. - Er war schon stubenrein und seit Einzug macht er täglich 2-3 Haufen (obwohl er draußen sein Geschäft schon macht) und Pfützen in die Wohnung.

Nun ist bei uns die Sachlage so, dass wir 1 Monat Zeit haben, die zwei so aufzustellen, dass sie dann in Zukunft einmal die Woche für einige Stunden allein bleiben können.
Wenn also zumindest das Stuhlgang-Problem sich nicht erledigt hat bis dahin, haben wir ein richtiges Problem an der Backe, dann kann ich den Hund nämlich nicht in unseren Alltag integrieren. :-(

Da bekommt man dann wirklich Nervenflattern, ich verstehe dich da komplett!! Vll. können wir ja auch hier eine kleine Leidensgenossenschaft bilden, ich glaube der Austausch tut wirklich gut und lässt einen die Nerven bewahren, sodass der Hund eine wirkliche Chance hat sich auch einzuleben.
 
  • Ich möchte noch nicht aufgeben Beitrag #10
Probleme mit der Stubenreinheit hatten wir mit Nando auch lange, immer und immer wieder landete ein Haufen im Haus. Am Ende stellte sich heraus, dass er eine Futtermittelallergie hat und deshalb so oft am Tag Kot absetzen muss. Kaum bekam er das passende Futter, wurde er auch stubenrein.

Ich möchte damit nur unterstreichen, dass lange Unsauberkeit auch in der Tat einen gesundheitlichen Hintergrund haben ;)

Wie stehst du denn zu einem Hundetrainer/ einer Hundetrainerin?
 
  • Ich möchte noch nicht aufgeben Beitrag #11
@Viviana:
Deshalb sind wir heut beim TA am Abend. Wir möchten das alles mal checken lassen, nur um sicher zu wissen, ob es auch keine körperlichen Ursachen hat.

Hundetrainer sind wir sehr offen: haben wir mit Ersthund auch viel gearbeitet und wir lassen uns auch im Mom mit Rat und Tat zur Seite stehen, jedoch ist es alles noch mehr als schwierig.

Wäre ich Hausfrau und immer daheim, wäre mit das auch noch weniger ein Problem - aber so stehen wir echt etwas unter Druck, dass wir das hinbekommen. Kann den Hund ja nicht einfach mit Haufen & Co allein hier lassen. (wäre nur einem die Woche notwendig - sonst hätten wir keine Hunde) Der Haufen wird nämlich dann auch gern mal durch die ganze Wohnung (oder die gerade verfügbaren Zimmer) getragen.

Ein Kennel kommt nicht in Frage - ich würde keinen jungen Hund einen Tag die Woche in einen Kennel stopfen, um ein Problem zu handlen (nicht zu lösen), dass nur durch unsere Lebenssituation wirklich eines sein könnte. - Noch haben wir ja Zeit, deshalb will ich mich ja auch austauschen. Jeder Tipp ist mir willkommen - viele Wege führen ja bekanntlich nach Rom. ;-)
 
  • Ich möchte noch nicht aufgeben Beitrag #12
Hallo,
dank dir für die Infos.

Du hast da aber einen ganz schön heftigen Arbeitstag - mit Kids, Arbeit und Hund und Mann:silence:.

Ich möchte mal bei der Ausgangssituation anfangen - und bei dem "Menschlichen".

Im Prinzip habt ihr euch ja keinen Hund "geholt" - sondern die kleine aufgrund eines tragischen Unfalls "vererbt" bekommen. Ein Stück weit, ist der Hund also eine Art letzte Aufgabe, letzer Vertrauensbeweis den ihr eurer verstorbenen Freundin erweist. Und ihr/du wollt sie nicht enttäuschen. Das ist verständlich.
Nun ticken wir Menschen so, daß wir tief im inneren eine gewisse Dankbarkeit erwarten . Du nimmst den Hund also in deiner Familie auf - gibst alles - stellst dein gesamtes Leben um - und wie dankt er es: er piselt, kotet und jault wenn er alleine ist. Auch wenn man genau weiß, daß der Hund da mal gar nichts für kann - das frustet.

Hier würde ich ansetzten. Du wirst nur "durchhalten" wenn DU / IHR den Hund als solches wirklich wirklich wollt. Ganz als Individuum losgelöst von der "Aufgabe" ihn im Namen deiner Freundin zu hegen.
Geh nochmal in dich und sprich bei einem Glas Wein in Ruhe nochmal mit deinem Mann. Eventuell, und da wäre dir niemand - weder der Hund und auch deine Freundin, nicht böse, ist die Anforderung die auf dir lastet einfach zu groß oder es paßt die Maus gar nicht zu euch etc. Wenn ihr das ehrlich und offen geklärt habt sehe ich 2 Möglichkeiten.

Erstens - ihr (nicht das Tierheim) - sucht einen adäquate neuen Besitzer, den ihr auf Herz und Nieren prüft....dann ward ihr eben bisher sozusagen die liebevolle Pflegefamilie für die Kleine.

Zweitens dein Mann und Du entscheiden sich (nachträglich) einen Hund zu haben - losgelöst von dessen Vorgeschichte - und legt los.

-------------------------------------------------------

Ich habe einige Threads von dir gelesen und muss sagen du hörst/liest dich sehr reflektiert und offen an. Also wenn ihr das mit dem Hund halten durch ziehen wollt - dann wirst du/ihr das mit all den Gedanken und Arbeitsaufwand, den vor allem du betreibst auch hinbekommen.

Du schriebst sie kann schon 10 min "alleine " sein - wenn du bügelst.
Super - das ist der richtige Weg. Als nächstes solltest du (wenn die Kinder nicht da sind) und du alleine mit Penny bist (evtl auch mal im Büro) nicht nur den Raum - sondern auch das Gebäude kurz verlassen. Vor die Haustüre...ohne Gedöns und Verabschiedung ....und das gleiche beim reinkommen...ohne Begrüßung oder Ansprache.
Vermeide alles was den Hund aufregt...einfach kurz gehen, Türe zu und wieder rein kommen. Das übst du mal ..so 20 mal am tag . Du mußt zu Anfang nicht lange draußen bleiben ...erstmal 40-50 sec dann steigern....

Daß du zwei so kleine Kinder hast ist natürlich dreifach anstrengend und wird deine Erziehungs- Maßnahmen mit Sicherheit bremsen. Das macht aber nichts - du musst dir dessen nur bewußt sein und es dann ganz gechillt hinnehmen.

Die Hunde die ich kenne, die in "wilden:mrgreen:" Familien leben - soll heißen mit tobenden und lustigen Kindern (etwas sehr schönes) sind meiner Erfahrung nach natürlich immer etwas nervöser und aufgedrehter als ein Hund der in einem ruhigen 2 mann Haushalt lebt. Wenn man das akzeptiert - kann man auch super mit leben.

.....ganz liebe Grüße Suno
 
  • Ich möchte noch nicht aufgeben Beitrag #13
Hier würde ich ansetzten. Du wirst nur "durchhalten" wenn DU / IHR den Hund als solches wirklich wirklich wollt. Ganz als Individuum losgelöst von der "Aufgabe" ihn im Namen deiner Freundin zu hegen.
Geh nochmal in dich und sprich bei einem Glas Wein in Ruhe nochmal mit deinem Mann. Eventuell, und da wäre dir niemand - weder der Hund und auch deine Freundin, nicht böse, ist die Anforderung die auf dir lastet einfach zu groß oder es paßt die Maus gar nicht zu euch etc. Wenn ihr das ehrlich und offen geklärt habt sehe ich 2 Möglichkeiten.

Erstens - ihr (nicht das Tierheim) - sucht einen adäquate neuen Besitzer, den ihr auf Herz und Nieren prüft....dann ward ihr eben bisher sozusagen die liebevolle Pflegefamilie für die Kleine.

Zweitens dein Mann und Du entscheiden sich (nachträglich) einen Hund zu haben - losgelöst von dessen Vorgeschichte - und legt los.

Das ist so schön geschrieben dass ich es glatt zitieren muss!
Hab mir gestern beim durchlesen auch so etwas in der Art gedacht, wusste aber überhaupt nicht, wie ich es ausdrücken sollte.


Das mit dem Alleinbleiben: Hunde sind schlauer als man denkt ;) Die checken, dass du dich zum Bügeln ja vorher gar nicht "ausgehfein" machst, wahrscheinlich weder Jacke noch Schuhe anziehst und also gleich wieder da bist.
Das hatte meiner auch lange. Ich hätte wahrscheinlich eine Stunde im Keller Wäsche machen können, er wäre ruhig geblieben. Aber sobald ich mit Schuhen raus bin ging´s nach 2 Minuten los.


Die Hunde die ich kenne, die in "wilden:mrgreen:" Familien leben - soll heißen mit tobenden und lustigen Kindern (etwas sehr schönes) sind meiner Erfahrung nach natürlich immer etwas nervöser und aufgedrehter als ein Hund der in einem ruhigen 2 mann Haushalt lebt. Wenn man das akzeptiert - kann man auch super mit leben.
Das kann ich allerdings nicht so unterschreiben. Gut, wir waren damals schon älter als ein Hund einzog (15,13,10), aber ruhig war es bei uns nie ;) Dieser Hund war ein Nervenbündel als er bei uns einzog, hat aber recht schnell gemerkt, dass er dabei nicht gemeint ist und blieb irgendwann sogar entspannt wenn meine Mutter mal wieder ausgerastet ist ;)
Auch BJ wird ruhiger, wenn mein Neffe (20 Monate) dabei ist.

Aber das hängt wahrscheinlich auch alles eher vom Grundcharakter und seinen Vorlieben zusammen. Einen eh schon sehr aufgedrehten Hund wird man mit Kind nie ganz ruhig bekommen, ein anderer sucht sie dann...

Das nur so am Rande ;)
 
  • Ich möchte noch nicht aufgeben Beitrag #14
@ Suno,
Ich habe jetzt erst noch deinen und den folgenden Beitrag gelesen. Vielen lieben Dank dafür. Mein Mann und ich haben uns tatsächlich hingesetzt und wir haben für uns beschlossen, ja wir wollen einen Hund und es soll Penny sein, mit allen Macken. Sie soll Familie sein und nicht nur vererbte Aufgabe und wir habe sie schon extrem lieb gewonnen.

Ich folge deinen Tipp und mittlerweile bekommen wir schon wieder ein paar Minuten hin, die sie alleine bleben kann. Ich geh raus ohne Tam Tam und komm wenige Minuten später wieder rein ohne Tamtam und Penny ist ruhig und entspannt. So werde ich das jetzt jeden Tag ein paar Sekunden ausweiten. Das wird dauern, aber ich glaube, es wird sich lohnen. Der Urlaub mit ihr und den Kids hat mir auch gezeigt, wie gut sie eigentlich zu uns passt. Sie ist Familie und ich bin schon sehr stolz auf sie. Sie macht ja echt alles mit uns mit und wenn es surfen ist oder Kutsche fahren, spazieren, Freunde besuchen, campen.

UND... ja sie ist wieder stubenrein. Jetzt bitte nicht lachen, aber ich habe ihr nachts ein kleines Glöckchen dran gemacht, damit ich wach werde, wenn sie aufsteht. So konnte ich mit ihr raus und sie hat bald gerafft, dass sie sich nur melden braucht, wenn sie muss und zack klappt es. Ab und zu, nicht jede Nacht kommt sie ans Bett und macht mich wach. Wir gehen kurz raus und fertig. Keine Unfälle nachts mehr. Anscheinend hat sie nie gelernt sich zu melden, wenn es doch mal nachts sein muss oder auch abends nach dem Gassi gehen.

In der Hundeschule werde ich sie jetzt wieder langsam an andere Hunde heran führe müssen wegen dem Biss, aber auch das werde wir schaffen. Ich habe mir früher immer einen kinderlieben, Katzenfreundlichen Hund gewünscht, der mit mir durch dick und dünn geht, Steffi hat mir durch ihr Erbe genau das gegeben, also muss ich auch mit dem Hund durch dick und dünn. Wenn ich sehe, wie glücklich alle mit ihr sind, dann sieht man richtig, dass sich die Arbeit lohnt.
 
  • Ich möchte noch nicht aufgeben Beitrag #15
Hallo,
dank dir für die Infos.

Du hast da aber einen ganz schön heftigen Arbeitstag - mit Kids, Arbeit und Hund und Mann:silence:.

Ich möchte mal bei der Ausgangssituation anfangen - und bei dem "Menschlichen".

Im Prinzip habt ihr euch ja keinen Hund "geholt" - sondern die kleine aufgrund eines tragischen Unfalls "vererbt" bekommen. Ein Stück weit, ist der Hund also eine Art letzte Aufgabe, letzer Vertrauensbeweis den ihr eurer verstorbenen Freundin erweist. Und ihr/du wollt sie nicht enttäuschen. Das ist verständlich.
Nun ticken wir Menschen so, daß wir tief im inneren eine gewisse Dankbarkeit erwarten . Du nimmst den Hund also in deiner Familie auf - gibst alles - stellst dein gesamtes Leben um - und wie dankt er es: er piselt, kotet und jault wenn er alleine ist. Auch wenn man genau weiß, daß der Hund da mal gar nichts für kann - das frustet.

Hier würde ich ansetzten. Du wirst nur "durchhalten" wenn DU / IHR den Hund als solches wirklich wirklich wollt. Ganz als Individuum losgelöst von der "Aufgabe" ihn im Namen deiner Freundin zu hegen.
Geh nochmal in dich und sprich bei einem Glas Wein in Ruhe nochmal mit deinem Mann. Eventuell, und da wäre dir niemand - weder der Hund und auch deine Freundin, nicht böse, ist die Anforderung die auf dir lastet einfach zu groß oder es paßt die Maus gar nicht zu euch etc. Wenn ihr das ehrlich und offen geklärt habt sehe ich 2 Möglichkeiten.

Erstens - ihr (nicht das Tierheim) - sucht einen adäquate neuen Besitzer, den ihr auf Herz und Nieren prüft....dann ward ihr eben bisher sozusagen die liebevolle Pflegefamilie für die Kleine.

Zweitens dein Mann und Du entscheiden sich (nachträglich) einen Hund zu haben - losgelöst von dessen Vorgeschichte - und legt los.

-------------------------------------------------------

Ich habe einige Threads von dir gelesen und muss sagen du hörst/liest dich sehr reflektiert und offen an. Also wenn ihr das mit dem Hund halten durch ziehen wollt - dann wirst du/ihr das mit all den Gedanken und Arbeitsaufwand, den vor allem du betreibst auch hinbekommen.

Du schriebst sie kann schon 10 min "alleine " sein - wenn du bügelst.
Super - das ist der richtige Weg. Als nächstes solltest du (wenn die Kinder nicht da sind) und du alleine mit Penny bist (evtl auch mal im Büro) nicht nur den Raum - sondern auch das Gebäude kurz verlassen. Vor die Haustüre...ohne Gedöns und Verabschiedung ....und das gleiche beim reinkommen...ohne Begrüßung oder Ansprache.
Vermeide alles was den Hund aufregt...einfach kurz gehen, Türe zu und wieder rein kommen. Das übst du mal ..so 20 mal am tag . Du mußt zu Anfang nicht lange draußen bleiben ...erstmal 40-50 sec dann steigern....

Daß du zwei so kleine Kinder hast ist natürlich dreifach anstrengend und wird deine Erziehungs- Maßnahmen mit Sicherheit bremsen. Das macht aber nichts - du musst dir dessen nur bewußt sein und es dann ganz gechillt hinnehmen.

Die Hunde die ich kenne, die in "wilden:mrgreen:" Familien leben - soll heißen mit tobenden und lustigen Kindern (etwas sehr schönes) sind meiner Erfahrung nach natürlich immer etwas nervöser und aufgedrehter als ein Hund der in einem ruhigen 2 mann Haushalt lebt. Wenn man das akzeptiert - kann man auch super mit leben.

.....ganz liebe Grüße Suno


:clap:

*respekt

bin völlig hundefern aber das ist mal ein Hammerbeitrag!
Wo nimmt man bitte so viel Übersicht her? Ich bin völlig von den Socken, ehrlich!
 
  • Ich möchte noch nicht aufgeben Beitrag #16
Hallo,
ich freue mich , daß dir/euch mein Beitrag gefallen hat.Er war nur ganz ehrlich.

Ich habe vor Jahren einen sehr guten Freund verloren und dessen Hund "geerbt". Das Tierchen (Dackel - Mix) war aber so gar nicht mein Ding....ich hätte ihn selbstverständlich behalten, Ehrensache...aber unsere Chemie hat nicht gestimmt, ich kann es nicht erklären. Jedenfalls ist mir ein anderer Freund eingefallen, der ihn schon immer toll fand. Und so hat der Kleine ein super liebevolles und neues zu Hause gefunden...wo er noch immer glücklich herumdackelt.
Ich denke, daß man solche Verantwortung wohl reflektieren muss und dann im Sinne und zum Wohle aller beteiligten die beste Lösung sucht und findet.
-----------------------------------------------------

...und daher freue ich mich ganz besonders, daß dein Mann und Du euch entschlossen habt diesen einen besonderen Hund in eure Familie auf zu nehmen.

Das Glöckchen ist eine super Idee! Und dieses Gefühl stolz auf den Vierbeiner zu sein - ist das allerbeste Zeichen - die Maus ist bei euch angekommen....jetzt also
:pWillkommen im Club der Hundebesitzer:clap:
Gruss Suno
 
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