Welpe - wie "richtig" Gassi gehen?

Diskutiere Welpe - wie "richtig" Gassi gehen? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo :) ich bin neu hier im Forum und werde euch bald auch meinen kleinen Fiffi Chester vorstellen. :) Wir haben den Kleinen jetzt seit zwei Tag...
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Hallo :)

ich bin neu hier im Forum und werde euch bald auch meinen kleinen Fiffi Chester vorstellen. :) Wir haben den Kleinen jetzt seit zwei Tag - läuft alles super ! Er ist wirklich mein Traumhund. Jetzt sind aber doch noch ein paar Fragen aufgetaucht. Ich hoffe, ihr könnt mir hier etwas helfen.

Ich gehe mit Chester (Wolffspitz - 8 Wochen) immer nur bis zur Wiese, hmm, lasst mich lügen, etwa 20 Meter ? (ist aber nicht sehr weit), Gassi. Bei der Wiese stoppen wir dann, ich spiel etwas mit ihm bis er sich dann löst, was zum Teil auch schon gut klappt. Danach gehen wir auch wieder zurück zum Haus. Ich lasse ihn den Weg eigenständig gehen, außer die Treppe runter, da trage ich ihn noch. Manchmal aber bleibt er einfach sitzen oder er legt sich hin. Habe total Angst, ihn zu überfordern. :( Er macht jedoch keine Anzeichen..glaube ich. Er ist auf keinen Fall erschöpft oder so, er legt sich einfach nur mal hin und schaut sich die Welt an, ist das in Ordnung? Wenn ich ihn mit Leckerchen locke, kommt er auch sofort gerannt. Wir gehen dann ein Stück weiter und er legt oder setzt sich wieder hin.

Die Züchterin hat uns ans Herz gelegt, jeden Tag was Neues zu machen - das machen wir auch.
Gestern z.B. war ich mit dem Kleinen am See (natürlich im Schatten bei dem Wetter !)- kein Spielen, einfach nur sitzen und ihn machen lassen. Er hat nicht viel gemacht, einmal um uns rum gelaufen, Wasser angeguckt und dann hat er gedöst. Meint ihr, das ist schon zu viel??
Heute bin ich mit ihm zu einen "Kinderort" gegangen und ganz viele Kinder durften ihn mal streicheln. Er freut sich wirklich über jede neue Sache - aber ist es wirklich gut, jeden Tag was neues zu erleben oder eher nicht? Ich meine, manchmal ist weniger mehr... in dem Falle auch?
Zwischen den Aktivitäten hat er auch reichlich Zeit, zu schlafen. Wir lassen ihn dann in Ruhe, bis er von sich aus zu uns kommt. Meistens dann nehm ich ihn wieder und geh mit ihm raus zum lösen.

Wenn es ok ist, "viele" Dinge, auch wenns nur kleine Sachen sind, jeden Tag zu erleben, würdet ihr an meiner Stelle auch mal auf das Feld gehen (direkt hinter unserem Haus) und ihn mit älteren Hunden vertraut zu machen? Ehrlich gesagt habe ich da etwas Angst vor, Welpenschutz gibts ja nicht. Verstecken kann ich ihn auch nicht, wär ja auch nicht so toll...
Wenn ja, wie würdet ihr das anstellen? Ich wäre vllt mit ihm dort hingegangen und hätte mich irgendwo hingesetzt - sobald ein Hund vorbeikäme, würde ich das Herrchen schon von weitem fragen, ob er Welpenvertraut ist. Aber meistens sind diese ohne Leine und stürmen einfach drauf los. :(
Oh man, so viele Fragen. Ich hoffe, das waren nicht zu viele :D

Liebe Grüße :)
 
  • Welpe - wie "richtig" Gassi gehen? Beitrag #2
Er ist auf keinen Fall erschöpft oder so, er legt sich einfach nur mal hin und schaut sich die Welt an, ist das in Ordnung? Wenn ich ihn mit Leckerchen locke, kommt er auch sofort gerannt. Wir gehen dann ein Stück weiter und er legt oder setzt sich wieder hin.

Genau das tut er: Er schaut sich die Welt an:)

Ansonsten klingt das doch alles sehr vernünftig wie ihr das so macht:)

Zum Thema Bekanntmachen mit erwachsenen Hunden: Je nachdem.
Anbieten würde sich eine Welpengruppe etc., aber mit erwachsenen Hunden sollte er definitiv auch Kontakt haben dürfen, da diese ihm ganz anders als Welpen zeigen wie richtiges Sozialverhalten aussehen muss.
Bei ankommenden Hunden würde ich übrigens nicht nur nach "Welpenverträglichkeit" fragen, sondern ganz besonders nach Geschlecht und Kastration oder nicht.
Hat einen ganz einfachen Hintergrund:
Eine unkastrierte Hündin, die gerade einen bösen Hormonschub nach der Läufigkeit hat, könnte durchaus deinen Welpen als Konkurrenznachwuchs einstufen.
Es wäre vollkommen normales Verhalten der Hündin mit Aggression zu reagieren - manche Hündin geht bis zur Tötung des Welpen.

Optimal ist ein gut sozialisierter kastrierter Rüde für solcherlei Kontakte.

Soll jetzt übrigens nicht heißen, dass jede Hündin so und jeder Rüde so reagiert, aber man sollte sich nicht erschrecken, wenn eine Hündin mit Knurren oder Schnappen reagiert;)
Tut sie das gilt allerdings: Welpen nehmen und weg.
 
  • Welpe - wie "richtig" Gassi gehen? Beitrag #3
Danke für deine schnelle Antwort :)
Ich werd einfach mal schauen, wenn ein Hund angestürmt kommt, nehme ich ihn am besten sofort hoch, oder? Will ja auch nicht, das er überrannt wird. Ich hatte mal einen Pflegehund hier und "kenne" deswegen die ganzen Hunde, die hier so rumlaufen. Aber nur vom groben Wesen her, sprich wer angestürmt kommt, wer gerne spielt und wer nicht. Also eher so das erste Verhalten gegenüber Anderen, wenn man das so sagen kann. :D Aber die Hündin war schon um einiges älter (knapp 10 Jahre), wäre also nicht so gut zu vergleichen mit einem Welpen.
Ah, zum Thema Welpengruppe: ich möchte da umbedingt hin! ABER: wie man mal so ist, liest man die verwirrensten Sachen im Internet. Ich weiß leider die Seite nicht mehr, aber dort wurde beschrieben, wie schlecht doch diese Gruppen sind. Ich fass das mal ganz kurz grob zusamme:
Welpen spielen dort nicht, sie verteidigen sich nur. Die Menschen machen nichts, gucken nur zu und lassen die Welpen alles regeln. Wenn dein Welpe Stress hat, "gemobbt" wird, hilft sein "Chef" nicht und er muss alles alleine regeln. So lernt er, Herrchen hilft mir nicht, ich muss alles selber regeln usw., was die Bindung nicht fördert und sie sogar zerstört. Spielende Hunde gibt es NUR in einem Rudel, da das in der Gruppe nicht der Fall ist, ist es kein Spielen sondern bitterer ernst..

Das hat mich irgendwie total verunsichert.. ist das wirklich kein Spiel? :shock: Ich war schon mal in einer Hundeschule, habe dort mal nachgeguckt (schon bevor Chester kam) und die Hunde waren alle glücklich...hm :/ was soll man denn jetzt glauben?
Den Kurs, den ich besucht habe, bestand aber eher aus spielerischem "Training", sprich auf Untergründe laufen, über eine Holztreppe und durch einen Minitunnel. Auch Rufspiele wurden mit eingebaut - Trainer hielt den Welpen solange fest, Besitzer läuft weg und ruft ihn, bis er kommt. Nach jeder "Trainingseinheit" durften sie kurz (2 Minuten) spielen. Ganz zum Schluss, ca. 5 Minuten vorher, durften sie dann auch nochmal ausgelassen spielen.
Hmm :/
 
  • Welpe - wie "richtig" Gassi gehen? Beitrag #4
Hey:)
Hochnehmen kann auch ein Hochspringen fremder Hunde provozieren.
Da bist du dann gefragt deinen Hund zu schützen und die anderen Hundehalter anzusprechen damit sie ihre Hunde bei sich behalten. Ganz wichtig;)

Zu den Welpengruppen: Im Prinzip hast du das Ganze schon auf den Kern getroffen.
Überlässt man Welpen sich selbst ist das Stress pur und überhaupt nicht förderlich.
Welpen müssen immer das Gefühl haben, dass "Mama" oder "Papa" ihnen sofort zur Seite stehen, wenn irgendetwas ist.
Das beinhaltet auch das Fernhalten aufdringlicher anderer Welpen. Sprich dein Hund sitzt zwischen deinen Beinen und du schiebst kleine Nervensägen weg.
Dadurch lernt dein Hund, dass er von dir beschützt wird - unermesslich wichtig.
Denn im Zweifelsfalle wendet er sich so an dich und versucht nicht seine Probleme selbst zu lösen.
Hier ist "petzen" ganz ohne Frage erwünscht;)
In vernünftigen Gruppen achtet der Trainer darauf, dass keiner gemobbt wird und unterbricht, wenn es irgendwo zu heftig wird oder eskaliert.
In wirklich guten Gruppen läuft auch ein gut sozialiserter adulter Hund mit.
Bei uns z.B. ist es eine adulte unkastrierte Hündin, die bei Streitigkeiten für Ruhe sorgt - so effizient kann das kein Mensch leisten und die Kleinen lernen direkt wie man sich als "Großer" zu benehmen hat.
Das kann man aber nur mit einem sehr, sehr gut sozialisiertem Hund machen, der die entsprechenden Anlagen aufweist...Leider gibt es sowas nur selten in Hundeschulen.

Was du von dem Training beschreibst was du dir angesehen hast: So sollten die Stunden aussehen. Der Umgang untereinander soll erlernt werden, aber besonders wichtig sind diese Mutproben wie durch den Tunnel laufen etc. für die Bindung zum Menschen.
Ergo der Welpe soll lernen, dass andere Hunde in Ordnung sind, aber Abenteuer sind am schönsten mit Mama oder Papa;)
 
  • Welpe - wie "richtig" Gassi gehen? Beitrag #5
Ich habe meinen Bolonka Zwetna Mix auch mit 8 Wochen bekommen. Natürlich war ich zum Anfang auch recht ängstlich in dieser Hinsicht und hab sie auch die ersten zwei Tage mal hochgenommen als mir ein großer Hund entgegen kam, den ich nicht einschätzen konnte.

Zum Glück hatte ich einen Halter im Haus der mir davon sehr abgeraten hat. Die Welpen würden dadurch nicht sozalisiert werden und es kann dann eher passieren, dass er Angst vor großen Hunden haben wird. Immerhin überträgst du deine Angst auf deinen Hund.

Wenn du die meisten Hunde in dieser Gegend schon kennst, ist dies für dich ja sogar ein Vorteil. Bei mir sind auch einige Hunde, die sich immer um die gleiche Zeit auf einer Rasenfläche treffen. Hier sind kleine und auch große Hunde dabei. Als ich dies erfuhr, hab ich mich dort gern angeschlossen, da es für sie gar nicht besser sein konnte. Jetzt kann sie diese Zeit gar nicht abwarten.

Mit einem kleinen Hund kam sie zum Anfang auch nicht klar. Auch hier hatte ich sie nicht hochgenommen. Sie kam natürlich sofort zu mir und versteckte sich zwischen meinen Beine. Ich habe mich dann zwischen den beiden gestellt und somit gesplittet. Genauso sollen es die Hunde im Rudel unter einander auch machen. Da ist dann der Rudelführer für zuständig und der bist du ja für sie. Als dies Anfangs nichts brachte, verließ ich die Gruppe und ging halt mit ihr woanders lang.

Nach einer Weiler ist sie von der Gruppe, auch dem Rudelführer (ein Hasky) richtig schön aufgenommen und es gibt gar keine Probleme mehr. Der Hasky ist ein paar Mal dazwischen gegangen und nun ist Ruh und sie spielen sogar miteinander.

Ein Vorteil in solch einer Gruppe ist auch, dass hier die Halter die meisten anderen Hunde kennen und sofort wissen, wann wir unsere Hunde sofort anleinen müssen. Vielleicht hast du auch die Möglichkeit, dich mit einigen Haltern immer zu einer gleichen Zeit zu treffen. Die meisten werden sich bestimmt auch freuen, solch ein Vorschlag zu bekommen. Ist ja immerhin auch für den eigenen Hund ein Vorteil.

Du hast geschrieben, dass die Kinder deinen Kleinen alle streicheln konnten. Dies kann ich nicht so empfehlen, da sie dann viel zuuu zutraulich gegenüber anderen sein kann. Du willst sicher nicht, dass sie schnell auch anderen hinter her läuft und du ihr das erst wieder abgewöhnen musst.
 
  • Welpe - wie "richtig" Gassi gehen? Beitrag #6
Hallo Picco,
willkommen im Club der Hundebesitzer - und natürlich auch willkommen im Forum.

Wolfspitz?! Das sind so wunderschöne Hunde und auch sehr selten, cool.

Ich denke , nachdem was du beschrieben hast - machst du es genau richtig! Ausser dem hoch heben bei Hunde Begegnungen...aber das weißt du ja inzwischen.

Also ich habe hier neben mir eine super liebe, aufgeschlossene, sehr folgsame und feine Schäferhündin und einen wilden ebenfalls lieben Riesen- Bub - und ich bin fest davon überzeugt, daß sie so cool sind, weil ich sie von Anfang an immer und überall hin mit genommen habe.

Wenn du , wie beschrieben, an den See .... zum Picknick oder auch mal in ein Kaffee gehst - nimm deinen Hund ruhig mit....lass ihn teilhaben an deinem Leben.

Solange er noch so jung ist, kannst du ja immer eine kleine Decke o.ä. dabei haben oder ihn auch auf den Schoß nehmen- er wird schon schlafen wenn er müde ist.
Ich habe im übrigen meine inzwischen sehr große Schäferhündin z.B. am Anfang in Cafés / Restaurants....im Zug auch auf dem Schoß gehabt...und sie hat sich das mit nichten "angewöhnt" - zwar ist sie eindeutig eine Kampfschmuserin....aber auf den Schoß hüpft sie schon lange nicht mehr (leider:mrgreen:)....

Im Gegensatz zu Aimys Rat- würde ich (bzw. habe ich) netten Menschen, Kinder und Co (natürlich unter meiner Aufsicht und mit Bedacht) meine Welpen und inzwischen auch meine Erwachsenen Hunde anfassen , streicheln und bewundern lassen.

Meine Hunde sind freundlich und nett zu allen Menschen, die freundlich und nett zu ihnen kommen - und trotzdem, sie würden , da wir eine sehr tiefe Bindung haben - nicht einmal einen Schritt mit jemand fremden .- sei er noch so lieb - mit gehen.

Zu deinen Bedenken "Überfordern" - wenn du deinen Hund nicht an der Leine zerrend kilometerweit durch die Pampa ziehst - überforderst du Chester nicht.
Mein Mädel war genau einen Tag bei mir - an dem habe ich gepackt....und dann sind wir in die Wildnis zelten gefahren - für 4 Wochen....sie war also 24 h bei mir, draußen und im Freien.....im Prinzip hat sie "geforscht" - gefressen, geschlafen, pippi / stinker gemacht....geforscht, gefressen....usw. und Nachts ans Lagerfeuer und dann zu "Mama" in die Höhle....Herrlich.

Zum sozialisieren - würde ich mir ein paar nette Hundebesitzer und deren zuvor abgecheckten Hunde in deiner Umgebung suchen und mit denen gemeisam immer wieder ein Stück gehen---Hunde spielen lassen...und wieder nach Hause...etc.


Sobald dein Chester alt genug ist würde ich mich super sehr auf ein paar Bilder freuen....

LG SUNO
 
  • Welpe - wie "richtig" Gassi gehen? Beitrag #7
Gibt es nicht so eine "Regel" an die man sich recht gut halten kann bei Welpen von wegen pro Monat den er älter wird 5 Minuten mehr Gassiweg? :eusa_think:
Mein das hätt ich mal irgendwo aufgeschnappt. Könnt mir auch gern korrigieren. Aber falls ja, könnt man sich an sowas ja ganz gut halten?! :D
 
  • Welpe - wie "richtig" Gassi gehen? Beitrag #8
Hallo,
jepp die gibt es. Da hast du Recht.
Diese alte Faustregel - halte ich aber für vollkommenen Schwachsinn.

Ein Welpe liegt ja nun nicht plüschtiermäßig ausgeschaltet zu Hause herum - und mir soll mal einer erklären wo der Unterschied ist ob der Mini nun auf dem Teppich herum purzelt oder auf einer Wiese? ....und das Argument, draußen ist es aufregender ...hm,ja aber wir reden doch immer von artgerecht und so weiter...also die Ur - Hunde sprich Wölfe werden nach 6 Wochen aus dem "Bau" gebracht...zu einem sogenannten "Rendevousplatz"....kurz um - sie sind ab der 6 Woche stundenlang "draußen" am spielen, forschen und chillen.

LG Suno
 
  • Welpe - wie "richtig" Gassi gehen? Beitrag #9
Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber unsere Züchterin hat uns erklärt, dass diese 5-min-pro-Monat-Regel nur für das Laufen an der Leine gilt. Da sollte man es am Anfang nicht übertreiben, weil die Belastung sehr einseitig ist und man auch nicht unbedingt immer merkt, wenn es den Kleinen zu viel wird. Spielen, Toben, Schnüffeln etc. ist gerne auch mehr erlaubt.
 
  • Welpe - wie "richtig" Gassi gehen? Beitrag #10
Ich denke diese 5 Minuten-Regel ist eher so zu verstehen, dass du mit dem Welpen keine 40km am Stück läufst.
Das könnte die Gelenke und Sehnen überanstrengen.
Wenn du dich während eines Spaziergangs irgendwo in den Park oder ein Cafe setzt ist das völlig in Ordnung.
Und wie Suno schon schrieb, wenn der Welpe müde ist, dann schläft so ein Zwerg auch ganz schnell .. und nahezu überall.;)
Man kann natürlich lange und ausgiebige Runden drehen wenn der Welpe sich zwischendurch z.B. in einer Reisetasche oder einem Rucksack getragen ausruhen kann.
 
  • Welpe - wie "richtig" Gassi gehen? Beitrag #11
Also hier wird die Regel aber meist so geraten, dass der Welpe dann einfach nur bewusst zur Ruhe gebracht werden soll. WO das ist - also ob drinnen oder draußen - ist ja dann egal. Geht nur darum, dass man mit dem 8-Wochen alten Welpen keine 3 Stunden strammen Schrittes durch die Gegend wandert oder ihn immer wieder zum Toben anheizt. Diese Regel würde und werde ich immer wieder raten. Mir fällt - vor allem lange Zeit in diesem Forum - sehr stark auf, dass zu wenige Leute diese Regel überhaupt in Betracht ziehen und sich kleine Junkies antrainiert haben. Solche Ruhepausen kann man super nutzen, um Welpe beispielsweise ans Bürsten zu gewöhnen oder sich einfach mal mit ihm ein wenig auf die Wiese zu legen. Kauartikel werden dann sicher auch nicht verschmäht :)

Man muss die Regel nicht streng einhalten, aber ich würde sie auf jedenfall im Auge behalten. Dass ein 8-Wochen alter Hund dann nur 10 Minuten am Stück gehen soll impliziert ja nicht, dass er dann nur 3x am Tag 10 Minuten raus darf. Wir alle wissen, dass ein Welpe alle 2-3 Stunden mal raus muss und dann relativieren sich die vermeintlich wenigen 10 Minuten schon wieder :)
 
  • Welpe - wie "richtig" Gassi gehen? Beitrag #12
Hallo ihr :D

Wow..bin grade sprachlos. So ein aktives Forum - kaum bin ich einen Tag nicht da, schon so viele nette Antworten. Danke ! :clap:

Hallo Picco,
willkommen im Club der Hundebesitzer - und natürlich auch willkommen im Forum.

Wolfspitz?! Das sind so wunderschöne Hunde und auch sehr selten, cool.

Danke, jetzt endlich mal mit eigenem Hund. :) (hatte bisher nur Pflege- bzw Gassihunde)
Ja, einen kleinen Kampfschmuser :D leider doch selten geworden, versteh garnicht warum. :( Das sind so liebe Tierchen, aber das ist wahrscheinlich wegen seinem Ruf (Bellfreudiger Spitz) so gekommen. :/

Ich denke , nachdem was du beschrieben hast - machst du es genau richtig! Ausser dem hoch heben bei Hunde Begegnungen...aber das weißt du ja inzwischen.
Habe es auch deutlich gemerkt, eigentlich war es sogar nicht so geplant. :D Ich wollte mir eben noch ein Eis holen gehn mit Hund auf dem Arm, geh um die Ecke und sehe einen etwas größeren schwarzen Hund. Hab seine Rute und seine Körpcherhaltung angeschaut, nervös ? und irgendwie angespannt...- und wie er mich bzw. Chester angeguckt hat. Habe ihn dann sofort runter gesetzt und siehe da, er kam schwanzwedelt auf uns zu. :) Da ist echt einiges dran. Was denken Hunde denn? Der Kleine ist was "höheres" ? (weil er höher sitzt) Oder warum reagieren die so?

Also ich habe hier neben mir eine super liebe, aufgeschlossene, sehr folgsame und feine Schäferhündin und einen wilden ebenfalls lieben Riesen- Bub - und ich bin fest davon überzeugt, daß sie so cool sind, weil ich sie von Anfang an immer und überall hin mit genommen habe.
Da haste wohl deinen Traumhund gefunden. :041:

Das werde ich :D Chester rennt also nicht jedem einfach so hinterher - er guckt neben mir aufmerksam - checkt irgendwie die Lage :D und sobald jemand stehen bleibt und mit mir redet, freut er sich einen Ast ab und geht auch mal zu dem Fremden hin. Meistens fragen die auch höflich, ob sie mal streicheln dürfen. :D
Ich denke auch, vorallem zu Kindern MUSS er, auch wenn das egoistisch klingt, sehr guten Kontakt haben. Hier laufen soo viele Kinder rum, man kann sie kaum zählen. Über 20 ? Und vorallem wegen den ferien, die bald beginnen, sollte er vor Kindern keine Angst haben. Chester mutiert regelrecht zum Therapiehund - ein kleines Mädchen kam heute zu uns, versteckt hinter ihrer Mama und hat gesagt, sie hat Angst vor Hunden. Chester hat sich vor gesetzt und sie ganz lieb angeguckt. Er kam immer näher - immer mehr mit seinem kleinen Schwänzchen am wedeln - und siehe da, sie hat ihn sogar gestreichelt. :) Da ging mir schon das Herz auf. Solange er denen nicht hinterher rennt, ist das ok.

Apropo hinterher rennen:
eine Hundedame hats ihm wohl angetan. Der ist er hinterher gerannt - wollte spielen. Was könnte man da machen? Ich war auf einmal wie Luft :lol:


Zu deinen Bedenken "Überfordern" - wenn du deinen Hund nicht an der Leine zerrend kilometerweit durch die Pampa ziehst - überforderst du Chester nicht.
Mein Mädel war genau einen Tag bei mir - an dem habe ich gepackt....und dann sind wir in die Wildnis zelten gefahren - für 4 Wochen....sie war also 24 h bei mir, draußen und im Freien.....im Prinzip hat sie "geforscht" - gefressen, geschlafen, pippi / stinker gemacht....geforscht, gefressen....usw. und Nachts ans Lagerfeuer und dann zu "Mama" in die Höhle....Herrlich.
Oh, da lernt sie bestimmt schon richtig gut, dass sie draußen machen muss. Im Zelt geht das ja nicht. :lol: Zelten gehen wir wahrscheinlich jetzt auch mal, das hört sich ja doch zu toll an. :mrgreen:


Sobald dein Chester alt genug ist würde ich mich super sehr auf ein paar Bilder freuen....

LG SUNO

Werde ihn auch bald mal Vorstellen. :)

Habe auch mal gelesen, dass die Regel irgendwie besagt, eine Minute pro Lebenswoche. Also jetzt knapp 9 Minuten. Aber, ich muss gestehen, bin ich meist länger draußen. (von den richtigen Gassirunden her mit Leine und allem drum herum) Das hat den Grund, dass er meist an jeder winzigen Blume stehen bleibt und schnuppern muss. Wirklich gelaufen ist er in der Zeit dann nicht. Vorallem weil er gefühlte 10 Stunden zum lösen brauch - die ich ihm auch immer gebe. :lol: Sonst liegt die Pfütze ja wieder hinter der Couch, mit Würsten auf dem Teppich, weil man das ja so schön sauber machen kann :evil:

In den Ruhephasen kraul ich ihn meistens nur, betatsch ihn überall (wegen den Tierarztbesuchen später) und vorallem such ich ihn nach Zecken ab. (er hatte bis jetzt noch keine, aber sicher ist sicher) Wenn er noch wach ist, kämm ich ihn einmal pro Tag (sein Fel knotet so schnell) oder spiel mit ihm lockere Bällchenspiele. (Ball wegstupsen - er hinterher und dann wird drauf rumgekaut, wieder nehmen - wegstupsen, usw.) Er ist dann auch schnell müde und wird dann meist in den schlaf gekrault. :)
 
  • Welpe - wie "richtig" Gassi gehen? Beitrag #13
Der Kleine ist was "höheres" ? (weil er höher sitzt) Oder warum reagieren die so?

Nur ganz kurz dazu, weil ich noch schnell ein paar Dinge erledigen muss:
Viele Hunde können das einfach nicht einordnen, dass da etwas zappelndes auf dem Arm eines Menschen sitzt und reagieren unsicher bzw. drohen erstmal.
Dann ist die Körpersprache des "Obensitzers" nicht klar zu erkennen, da die Perspektive einfach verfälscht.
Und was dann auch dazu kommt: Gerade kleine Hunde fühlen sich irre mächtig, wenn sie auf dem Arm sind und moppern erstmal;)
Da haben viele Hunde entweder schon schlechte Erfahrungen gemacht oder erwarten Gekeife;)
Soll nicht heißen, dass das jeder Kleinhund tut, aber es gibt eben doch so einige "Handtaschenhunde", die durch ihre Halter so durch die Gegend geschleppt werden.
 
  • Welpe - wie "richtig" Gassi gehen? Beitrag #14
Ja, war eher auf das "Am Stück an (oder ohne) der Leine laufen" gerichtet. Wenn man den Zwerg nicht selbst bespaßt tut er das sicher irgendwann von selbst :lol:
Aber es gibt ja genügend Leute, die nen Welpen kriegen und erstmal schön "3 Stunden Marsch und ab dafür!!" wo dann Kommentare kommen wie: Der is ja nur müde....

Egal was für Babies (Mensch, Hund, Katze etc.)... die schlafen sich halt alle groß! Wachsen kann anstrengend sein!! Ob in die Höhe oder Breite. Nach dem Essen z.B. könnt ich auch immer ne Stunde pennen :mrgreen:
 
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