Wohnungskater will ständig nach draußen

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  • Wohnungskater will ständig nach draußen Beitrag #1
nastia89

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Hallo an alle!

Ich gebe es gleich zu: Mein Mann und ich haben vielleicht einen großen Fehler begangen.
Unser 5-jähriger Thaikater Rooney war bisher ausschließlich in unserer Wohnung. Sein Alltag war sicher nicht so abwechslungsreich wie der anderer Katzen, aber wir haben uns immer viel um ihn gekümmert, mit ihm gespielt, gekämpft etc.! Er ist auch super umgänglich, fühlt sich sofort in fremden Wohnungen wohl, wenn wir die Verwandtschaft länger besuchen und würde nie ernsthaftkratzen o.ä.!
Nun zum Problem: Die letzten Tage waren so schön sonnig, also haben wir nach langem Hadern eine Katzenleine gekauft und ich bin an 3 darauffolgenden Tagen mit Rooney in unseren Vorgarten gegangen. Er schien nicht völlig außer sich vor Freude, aber beschnupperte alles und fand die Umgebung spannend. Kaum sind wir wieder in der Wohnung miaut er nun und kratzt an der Haustür. Er versuchte sogar schon an der Türklinke hochzuspringen.
Wir wollen nicht, dass er (Rassekater und nie auf der Straße gewesen) freigängig wird. Aber, es tut mir auch so leid, wenn er miaut und nach draußen möchte. Hätten wir ihm erst gar nicht den Garten zeigen dürfen??
Hat jemand noch ähnliche Erfahrungen gemacht und weiß nun Rat?

Dankeschön, Katharina
 
  • Wohnungskater will ständig nach draußen Beitrag #2
Hallo und Willkommen im Forum :).

Ja, das war wohl tatsächlich ein Fehler. Man kann Katzen durchaus an Geschirr und Leine gewöhnen. Nur leider ist es dann fast immer so, dass die Katze dann täglich (zur gleichen Zeit) ihre Runde draußen einfordert, wenn man einmal damit angefangen hat. Das sollte man sich vorher also gut überlegen.
Eine Lösung wären eventuell gesicherte Frischluftplätze (Fenster, Balkon, Terasse), zu denen er regelmäßig Zugang hat.

Lebt Rooney denn als einzige Katze alleine bei euch?
 
  • Wohnungskater will ständig nach draußen Beitrag #3
Hallo,

um euch erst einmal zu beruhigen ihr habt keinen Fehler begangen, ihr wolltet ihm etwas gutes tun.
Jetzt ist es für Rooney natürlich furchtbar nur noch drinnen zu sein, da er womöglich ein neues Revier für sich entdeckt hat und möchte dieses nun erkunden und darauf achten, dass bloß keine andere Katze dieses ihn wieder weg nimmt.
Ähnliche Erfahrungen machte ich mit meinen Kater. Bei seiner Vorbesitzerin und wo ich noch bei meiner Mutti lebte, konnte er jederzeit raus auf dem Balkon. Doch die "Probleme" fingen erst an, als ich umzog und kein Balkon mehr da war, wo er raus konnte. Er stand regelmäßig vor der Wohnungstür, ich wusste zunächst nicht was er wollte, doch irgendwann begriff ich es. Ich ließ ihn raus auf dem Flur (was schon ausreichte und er glücklich war) und gewöhnte ihn an regelmäßige Zeiten. Er gewöhnte sich dran, manchmal saß der kleine auch schon eine Stunde früher vor der Tür. :mrgreen: Jetzt darf ich es nicht mehr auf dem Flur, da sich meine Nachbarin über das angeblichen Fell aufregte. Für ihn ist die Situation schrecklich und deswegen suche ich jetzt eine Wohnung mit Balkon.
Jetzt stellt sich mir die Frage, ist euer Rooney eine reine Wohnungskatze? Es gibt Katzen die sind es gewöhnt drinnen zu leben, doch andere wiederrum wollen auch raus, zumal wenn sie was neues entdeckt haben.
Mein Vorschläge wären: Ihr könntet Rooney an Zeiten gewöhnen oder ihr baut, falls möglich, eine Art Katzenhaus an und ihr könntet an der Tür eine Katzenklappe einbauen, wo er von dort aus ins Katzenhaus jederzeit kann. So kann er raus, zwar nicht im kompletten Vorgarten, aber er ist draußen und ihr braucht euch keine Sorgen um ihn machen. Rooney und ihr werdet glücklich sein. ;)
 
  • Wohnungskater will ständig nach draußen Beitrag #4
Ja, Rooney ist unsere einzige Katze. Wir haben nur noch einen Hamster, den er gerne beobachtet (=
Wir haben einen großen Balkon. Von dort aus sieht Rooney den Garten. Ich hätte nicht gedacht, dass er es draußen gleich SO toll findet, weil er wirklich 5 Jahre lang fast nur in der Wohnung war. Ich hab jetzt einfach immer ein schlechtes Gewissen, denn ich bin gerne mit ihm in den Garten gegangen, will aber nicht, dass er irgendwann ausbüchst oder sogar auf die Straße läuft. Wird er sich denn bald damit abfinden, nicht mehr raus zu dürfen? Oder wäre das zu quälend und ich solle bei gutem Wetter doch mit ihm an der Leine in den Garten?
Ich versuche jetzt ihn noch mehr auszupowern, aber, ich kann schon verstehen, dass sich eine Katze schnell in die Natur verliebt.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ich denke schon, dass ich es schaffe, zumindest 3-4mal in der Woche mit ihm für 30 Minuten in den Garten zu gehen. Er ist auch sehr lieb, trotz dass an der kurzen Leine kaufen muss. Vielleicht sollte ich erstmal weiter beobachten, ob das Miauen nachlässt. Eventuell versteht er ja wirklich irgendwann, dass er nur nach draußen darf, wenn ich und die Leine dabei sind. Aber, er ist auch noch sehr verspielt.
 
  • Wohnungskater will ständig nach draußen Beitrag #5
Ich versuche jetzt ihn noch mehr auszupowern

Die beste Lösung wäre wahrscheinlich ein Katerkumpel, dann müsstest du ihn auch nicht ohne Ende auspowern :eusa_shhh:. Auch wenn sich dieses Gerücht hartnäckig hält sind Katzen keine Einzelgänger sondern sehr soziale Tiere.
 
  • Wohnungskater will ständig nach draußen Beitrag #6
Die beste Lösung wäre wahrscheinlich ein Katerkumpel, dann müsstest du ihn auch nicht ohne Ende auspowern :eusa_shhh:. Auch wenn sich dieses Gerücht hartnäckig hält sind Katzen keine Einzelgänger sondern sehr soziale Tiere.

Wobei ich befürchte, dass es mit einem 5 jährigen Thai-Kater äußerst schwierig sein dürfte, den noch zu vergesellschaften, da muss man äußerste Sorgfalt auf die Wahl der Partnerkatze legen und damit rechnen, dass es Monate dauert und ich würde auf jeden Fall zu einer langsamen Zusammenführung raten.

Ich würde zu einem super gut sozialisierten Kater raten, am besten die gleiche Rasse oder auf jeden Fall ein Kater mit ebenfalls orientalischen Einschlag, im Alter von 3-6 Jahren und eurem Kater vom Wesen, Charakter und Temperament möglichst ähnlich. Er sollte mindestens 13-16 Wochen bei der Katzenmutter und den Geschwistern aufgewachsen sein und anschließend immer in Gesellschaft von anderen Katzen gelebt haben und natürlich kastriert.

Wie alt war euer Kater beim Einzug und wann wurde er kastriert?
 
  • Wohnungskater will ständig nach draußen Beitrag #7
Rooney war erst 8 Wochen alt. Und kastriert wurde er nach 8 Monaten. Naja, ein weiterer Kater, das sagt sich so leicht. Sobald wir ein Haus haben, können wir darüber nachdenken. Aber nicht so lange wir in unserer Wohnung wohnen. Man liest so viel im Internet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass gerade eine Rasse wie die Thaikatze (sehr menschenbezogen und anhänglich) nur mit einer Partnerkatze glücklich sein kann. Bisher hatte Rooney (meines Erachtens) ein tolles Leben. Manchmal hatte ich sogar das Gefühl, er ist genervt VON MIR und will seine Ruhe (=
 
  • Wohnungskater will ständig nach draußen Beitrag #8
Dann war er leider von keinem seriösen Züchter, weil die geben ihre Kitten frühestens mit 12-16 Wochen ab und auch nicht in Einzelhaltung. Ich fürchte, dann ist er überhaupt nicht sozialisiert. :eusa_eh:

Es stimmt, dass Thaikatzen sehr menschenbezogen sind, sie gelten als Hund unter den Katzen, aber gerade Orientalen sind sehr sozial und lieben den Kontakt zu anderen, die sind auch meistens körperbetonter als viele andere Katzen und lieben es miteinander zu kuscheln, sind sehr verspielt bis ins hohe Alter und lieben es mit Artgenossen zu spielen, tollen und balgen und sind wie gesagt, dabei meist körperbetonter als andere Hauskatzen.

Hier ein Auszug aus Wikipedia, habe ich jetzt auf die schnelle im Internet gefunden, ist über Siams und Thaikatzen sind ja aus der gleichen Abstammung, soweit ich weiß sind Thaikatzen die ursprünglichere Form:

Aufgrund der hohen Wurfzahlen, im Durchschnitt vier bis sechs Welpen, öfters auch mehr, weisen Siamkatzen normalerweise ein ausgeprägtes Sozialverhalten auf. Sie haben, wie alle anderen orientalischen Katzen auch, ein intensives gemeinsames Gruppenleben. Gegenseitige Körperpflege, Fang- und Jagdspiele sowie gemeinsames Jagen und das gemeinsame Großziehen von Jungtieren bei mehreren Würfen gehören dazu. Siamkatzen sollten deshalb nie als Einzelkatze gehalten werden.

Siamkatzen gelten als hochintelligent, eigenwillig und trotzdem sehr menschenbezogen. Bei den Rassekatzen gehören sie zu den kommunikativsten Katzen, verbunden mit einer äußerst lauten Stimme. Ihr Spieltrieb, besonders in Gesellschaft anderer Katzen, ist sehr ausgeprägt und auch bei älteren Katzen noch vorhanden. Ihre Lernwilligkeit und Menschenbezogenheit zeigt sich beispielsweise bei der Bereitschaft, sich an einer Leine oder einem Geschirr ausführen zu lassen. Diese ist bei den Siamkatzen von allen Rassekatzen am ausgeprägtesten. Wegen des hohen Maßes an Interaktion mit dem Menschen werden Siamkatzen oft auch als die „Hunde unter den Rassekatzen“ bezeichnet.
 
  • Wohnungskater will ständig nach draußen Beitrag #9
Ich kann mir nicht vorstellen, dass gerade eine Rasse wie die Thaikatze (sehr menschenbezogen und anhänglich) nur mit einer Partnerkatze glücklich sein kann.

Ich schließe mich da Simpat an: grade die Orientalen sind untereinander sehr sozial und generell gibt kein seriöser Züchter (egal welche Rasse) seine Tiere so jung und noch dazu in Einzelhaltung ab.

Bisher hatte Rooney (meines Erachtens) ein tolles Leben.
Das habe ich bei meiner ersten Katze damals auch viele Jahre lang gedacht. Ich war wirklich null informiert und sie kam mit ca. 7 Wochen als Einzelkatze zu mir und hat 6 Jahre alleine in der Wohnung gelebt. Tisha hat das allerdings im Gegensatz zu deinem Rooney bisher deutlich zum Ausdruck gebracht, was sie davon hielt und bis auf Unsauberkeit hatte ich das volle Programm einer verhaltensauffälligen und aggressiven Katze. Das war für mich nicht schön und wie ich später rausgefunden habe für sie noch viel weniger :(.
Die Unterschiede nach der Vergesellschaftung mit Kater Sky und später Katze Pine waren unglaublich und ich bin heute sehr froh, dass ich ihr wenigstens noch 2 schöne Jahre mit Artgenossen machen konnte.

Was würde denn bei der Wohnung gegen eine zweite Katze sprechen? Hättet ihr keine Genehmigung vom Vermieter oder geht es da um den verfügbaren Platz?
 
  • Wohnungskater will ständig nach draußen Beitrag #10
Gerade Orientalen sind Katzen die Artgenossen brauchen!

Edit: bitte keine Züchter-Links!

meine Schwester hat einen 17jahre alten Kater namens Paul geerbt und hat selber 2 5 Jährige Kater.

ok es hat 4 Monate gedauert jedoch ist es jetzt sehr schön den alten Opa mit den beiden anderen zu sehen.

welcher Seriöser Züchter gibt gerade Siam oder Taikatzen mit 8 Wochen in Eizelhaltung ab? Ich kenne keinen!

ja Kazen und auch Taikatzen brauchen zu ihrem Glück einen Artgenossen! Denn kein Mensch auch wenn er sich noch so sehr bemüht kann einen Katzenkumpel ersetzten.

Leider hält sich dieses idiotische Gerücht hartnäckig das Katzen ( auch Taikatzen ) Einzelgänger seien. Ich finde es so Traurig...

überlege dir mal du müsstest dein ganzes Leben alleine unter Elefanten leben, die dich zwar versorgen und lieben, dich aber nie verstehen und nicht auf Menschenart mit dir umgehen können. Genau das passiert wenn man Katzen egal welcher Rasse alleine hält.

ps kannst du den Balkon nicht interessanter gestalten? Mit kleinen Bäumen einer Größen Schale voll Gras usw...
 
  • Wohnungskater will ständig nach draußen Beitrag #11
Also, erstmal vielen Dank für die anfänglich positiven Kommentare. Unser Kater war nie, in keinster Weise aggressiv. Er kann mit uns "kämpfen", sobald wir aber mit dem Gesicht in die Nähe seiner Pfoten kommen, hört er sofort auf. Er kommt viel zum Kuscheln zu uns und lässt uns nie alleine in einem Zimmer. Er ist sehr zutraulich und neugierig. Er darf fast täglich auf den Balkon, bis er freiwillig wieder reinkommt. Er geht stets auf seine Katzentoilette, ist nie weggelaufen und miaute bisher nur, wenn er Snacks wollte oder wir "mit ihm sprachen". Ob sein Züchter damals unseriös war, kann ich nicht sagen, mein Mann hat die Katze damals in die Beziehung mitgebracht. Der Züchter hat scheinbar falsch gehandelt, dennoch hat unser Kater ein liebevolles Zuhause verdient, dass wir ihm trotz, dass er keinen Partner hat, so angenehm wie möglich machen. Ich denke heute zählt die Tatsache, dass wir uns so viel wie möglich um ihn kümmern. Er hat keine Partnerkatze, das stimmt, aber ich behaupte jetzt einfach mal, dass ich meinen Kater verstehe. Deswegen vertrete ich weiterhin den Standpunkt, dass er bisher ein glückliches hatte und weiterhin haben wird.
 
  • Wohnungskater will ständig nach draußen Beitrag #12
Kein mensch versteht eine katze wirklich, wir koennen nur annehmen was sie wollen. Was die tiere aber unter sich kommunizieren kann kein mensch ersetzen...
Gerade deswegen finde ich es traurig, dass hier einfach gesagt wird ihm geht es gut, ohne sich gedanken zu machen,dass es ihm mit nem kumpel villeicht noch besser gehen wuerde...

Und zum eigentlichen problem: klar dass er jetzt raus will, er hat gesehen dass man viel erkunden kann... koennt ihr denn euren vorgarten odrr ggf wenn ihr habt einen garten ausbruchsicher machen,sodass er raus koennte aber auch nicht abhauen kann?
 
  • Wohnungskater will ständig nach draußen Beitrag #13
Ich würde niemals behaupten, dass Katzen (welcher Rasse auch immer sie angehören) Einzelgänger sind. Mit Sicherheit ist auch nahezu jede Katze glücklicher mit einer/mehreren anderen Katzen zusammen zu sein oder zu kommunizieren. Ich kann ihm auch keine Partnerkatze ersetzen. Aber mein Mann hat Rooney damals als Einzelkatze zu sich geholt. Eine weitere Katze dazu zu holen und das in einer sehr kleinen Wohnung mitten in der Innenstadt kann nicht in 100% der Fälle geraten werden. Man könnte jetzt auch sagen, dass Wohnungskatzen allgemein kein erfülltes Leben haben. Wir können ihn -als Thaikatze- aber nicht einfach durch die Straßen schlendern lassen. Die äußeren Umstände geben das nun mal nicht her.
Nun wollte ich ihm mehr Lebensqualität mit dem Gartenbesuch geben, nichts anderes.
 
  • Wohnungskater will ständig nach draußen Beitrag #14
Ich habe ja auch reine Wohnungskatzen, da ist es Aufgabe der Besitzer dafür zu sorgen, dass sie trotzdem ein erfülltes, abwechslungsreiches Leben haben. Meine 3 Stubentiger haben hier 4 Kratzbäume (3 davon deckenhoch und einer ca. 165 cm hoch) zur Verfügung, können im Flur über einen Kratzbaum auf die Gardrobenschränke, dürfen außer Küchen- und Wohnzimmertisch, Küchentheke und Meerschwein-EB überall hin, können auch auf alle Fensterbretter. Sie jagen sich gerne mal die Kratzbäume rauf und runter oder eine beliebte Rennstrecke ist auch vom Wohnzimmer, durch den Flur, übers Katzenklo ins Waschbecken und von dort in die Badewanne, dann wieder raus aus der Wanne zurück, raus aus dem Bad und auf den nächsten Kratzbaum im Flur, Schlafzimmer oder Wohnzimmer.

Sie haben auch jede Menge Spielzeug Mäuse, Bälle usw. Rondells zur Selbstbeschäftigung, das Spielzeug wird regelmässig ausgetauscht damit es nicht langweilig wird. Ich beschäftige mich auch jeden Tag mit ihnen da kommen dann Spielangeln oder der Laserpointer ins Spiel oder es wird geklickert und ab und zu stelle ich ihnen auch mal Fummelbrett oder Fummelturm hin mit Leckerlis gefüllt. So alle paar Wochen baue ich ihnen ihre Spielschiene auf und nehme die nach ein paar Tagen wieder weg, wird sonst schnell langweilig. Man kann auch prima von draußen mal Kastanien, Äste oder Tannenzapfen mitbringen, so etwas ist sehr interessant, aber einer der Dauerbrenner sind und bleiben leere Kartons. Also immer wenn ich ein Paket bekomme, stelle ich meinen Katzen den leeren Karton für 2-3 Tage zur Verfügung bevor ich den entsorge, auch Verpackungsmaterial mit so Luftpolstern finden die einfach super und am nächsten morgen kann ich dass dann schön wegräumen und es nimmt keinen Platz mehr weg, weil die ganze Luft draußen ist.

Ich denke, jetzt wo du es schon mal angefangen hast, solltest du einfach probieren ihm so oft wie möglich einen kurzen Spaziergang zu ermöglichen, mit einem Hund geht man ja auch täglich raus. Wenn dass nicht möglich ist, solltest du es ganz lassen, weil nur 1-2 mal die Woche wird ihm auf Dauer vermutlich zuwenig sein, dann musst du aber daheim für noch mehr Abwechslung sorgen und dass er regelmässig ausgepowert wird, dass ist gerade für so temperamentvolle und intelligente Katzen wie Orientalen sehr wichtig, die ja auch bis ins hohe Alter meist recht verspielt sind. ;)

Ansonsten wegen der Einzelhaltung kann ich mich nur selbst zitieren:

Nicht alle Katzen werden zu Protestpinklern oder aggressiv oder kratzen die Tapeten von den Wänden, vergreifen sich am Mobilar usw.

Viele Katzen resignieren einfach und finden sich notgedrungen damit ab, leider merken dass ihre Besitzer in den meisten Fällen nicht, weil man es den Tieren wirklich nicht ansieht. Im Gegenteil, wenn Dosine daheim ist und man sich mit ihr beschäftigt, wirkt sie in dieser Zeit natürlich sehr ausgeglichen und glücklich. Den Unterschied erkennt man als Laie eigentlich nur dann, wenn man mal einen harmonischen Mehrkatzenhaushalt erlebt hat.

Meine ersten beiden Kater vor über 30 Jahren waren auch Einzelkatzen, sorry, ich wußte es nicht besser, Internet gab es noch gar nicht und auch keine vernünftigen Bücher. Zum Glück sind die beiden Kater, welche ich nacheinander hatte, nicht als Kitten bei uns eingezogen und waren auch Freigänger, so dass sie wenigstens draußen Kontakt zu Artgenossen hatten, wenn der meist auch recht unzureichend ist.

Den Unterschied erlebe und sehe ich heute leider deutlich und mache mir auch Vorwürfe deswegen, wenn ich meine Katzen miteinander erlebe, dass ist was ganz anderes.

 
  • Wohnungskater will ständig nach draußen Beitrag #15
Wie groß ist denn eure Wohnung?

Zwei Katzen auf wenig Platz zu halten ist besser als eine allein in einem Schloss zu halten. Ich selbst hab mit 2 später sogar mit 3 Katzen in einer 30 qm DG-Wohnung gelebt. Sicher alles andere als optimal aber besser, als nur eine Katze dort zu halten.

Hier sagt niemand, dass Freigäng prinzipiell besser ist als Wohnungshaltung. Das Thema ist nämlich nicht einfach und es gibt dabei viel zu beachten unter anderem wie Sicher die Umgebung für Freigänger ist. Da gibt es kein richtig und falsch.

Für euren Kater wäre es aber defintiv besser, wenn er einen Partner bekommen würde, dann könnte sich auch das Problem mit seinem Freiheitsdrang minimieren.
Mit 5 Jahren ist der Kerl auch noch viel zu Jung um sein Leben allein zu fristen. Leider macht es aber jeder Tag, den er länger allein ist, auch schwerer ihn mit anderen Katzen zu vergesellschaften. Das Partnertier muss da mit großer Umsicht ausgesucht werden und ihr müsstet viel Geduld mit bringen, weil sich das Ganze schon ein paar Monate hinziehen könnte.

Ich persönlich würde ihn jetzt auch nicht weiter mit nach draußen nehemn, wenn er sich noch mehr daran gewöhnt, werdet ihr das nie wieder aus ihm rausbekommen und pber ihr dauerhaft absichern könnt, dass ihr mit ihm rausgeht an der Leine, kann ja niemand wissen. Ich würde auch befürchten, dass sein Freiheitsdrang größer wird und er noch mehr Theater macht. Spätestens wenn er anfängt vor die Tür zu pinkeln wird es wirlich schwierig.
 
  • Wohnungskater will ständig nach draußen Beitrag #16
Aber mein Mann hat Rooney damals als Einzelkatze zu sich geholt.
Nur mit dem feinen Unterschied, dass Rooney damals ganz bestimmt keine Einzelkatze war, sondern ein verspieltes Kitten. Es gibt sie, die Einzelgänger unter den Katzen. Einige wenige sind es tatsächlich einfach so, der ganz große Rest ist aber vom Menschen dazu gemacht worden, indem sie als Kitten mitten in der Sozialisierungsphase ihrer Mutter und den Geschwistern entrissen wurden und plötzlich alleine ohne jegliche Kommunikation über Jahre in einer Wohnung gelebt haben. Wenn man mal darüber nachdenkt wie wichtig soziale Kontakte für uns sind und was für schlimme Konsequenzen ein jahrelanges Leben ohne jeglichen sozialen Umgang für uns Menschen hat, sollte man doch schon wenigstens bereit sein darüber nachzudenken, ob das für Katzen nicht ähnlich schlecht sein könnte.
Auch wenn sie einzeln jagen, sind sie durchaus sozial und sogar gruppenfähig. Das kann man vor allem in südeuropäischen Ländern bei den verwilderten Katzenpopulationen gut beobachten.

Eine weitere Katze dazu zu holen und das in einer sehr kleinen Wohnung mitten in der Innenstadt kann nicht in 100% der Fälle geraten werden.
Nein, pauschal kann man das sicher nicht. Aber bis auf wenige Ausnahmen ist das tatsächlich der richtige Ratschlag. Wenn eine Katze Platz hat, haben in der Regel auch zwei Platz. Es spricht ja keiner davon, dass du dir gleich ein ganzes Rudel anschaffst. In einer Wohnung kommt es ja darauf an, wie man diese katzengerecht gestaltet. 30 kreative qm können für ein Katzenpärchen deutlich besser geeignet sein, als eine sterile 100 qm Wohnung.
 
  • Wohnungskater will ständig nach draußen Beitrag #17
Einige eurer Kommentare haben mir tatsächlich zu Denken gegeben. Mein Mann bereut es im Nachhinein auch sehr, Rooney damals als einzelnes Tier aufgenommen zu haben. Aber er wusste es auch nicht besser. Toi, toi, toi, bisher hat er nie absichtlich Unsinn verzapft. Ob er resigniert hat, kann ich auch nicht wissen, da er bisher nie verhaltensauffällig war. Wir haben eine knapp 60qm große Wohnung mit großem Balkon. Rooney hat alles erdenkliche an Spielzeug, auch einen riesigen Kratzbaum und natürlich darf er die ganze Wohnung genauso nutzen wie wir. Wenn wir mal am Wochenende weggehen, bekommt er sein Activity Board. Hat denn jemand Erfahrung damit einen 5 Jahre alten Kater mit einem "neuen" Kater zusammen zu bringen?! Rooney ist typisch Thaikatze, außen Katze - innen Hund, lieb, verschmust, neugierig, aufgeweckt, sucht viel unseren Kontakt, kaum ist man da, sitzt er auf meinem Schoß oder liegt unter meiner Decke.
 
  • Wohnungskater will ständig nach draußen Beitrag #18
Einige eurer Kommentare haben mir tatsächlich zu Denken gegeben.

Das finde ich große Klasse :clap:.

denn jemand Erfahrung damit einen 5 Jahre alten Kater mit einem "neuen" Kater zusammen zu bringen?!
Ja, habe ich. Meine erste Katze hatte damals 6 Jahre in "Einzelhaft" verbracht und da hat auch sehr viel Geduld dazu gehört sie erfolgreich mit einer anderen Katze zusammen zu bringen.

Ich würde das erst mal in Ruhe mit deinem Mann durchsprechen (er sollte ja auch einverstanden sein) und wenn ihr das dann wirklich möchtet, würde ich in aller Ruhe nach einem passenden Partner suchen.
Bei der Auswahl und auch bei einer späteren Vergesellschaftung bekommst du hier natürlich sehr gerne Hilfe ;).
 
  • Wohnungskater will ständig nach draußen Beitrag #19
Ich hab ja nun schon mehrmals rausklingen lassen, dass ich beide Theorien irgendwo unterstüze. Selbst, wenn ich mehrere Katzen untereinander "schöner" finde.
Aber irgendwie kommt es mir manchmal hier so vor, als wäre eine Zweitkatze bei allem und jedem Problem "das Allerheilmittel" überhaupt. :eusa_eh:
Es gibt Katzen die mega auf Menschen fixiert sind und sich n feuchten futzi für andere Katzen interessieren. Ich kenne auch eine Katze, die wie ein Hund mit dem Schwänzchen wedlet, vor Freude!

Natürlich kann es sein, dass eine zweite Katze ihm gut tun würde und mehr auslasten etc. aber die Frage, die ich mir dann stelle ist: Wieso grade jetzt nach so vielen Jahren wo du zufällig grade draußen warst?! Ich glaub das hätte sich dann schon eher und anders bemerkbar gemacht.
Wenn du die Zeit investieren kannst und willst jeden Tag mit ihm länger draußen zu sein ist das vielleicht eine Lösung?! Ich hoffe nur, dass es dann nicht schlimmer wird und er nur noch raus mag :eusa_think: Aber evtl. hast du seine Neugierde auch schon ziemlich schnell gestillt. Das weiß man so leider nicht. Beobachte ihn doch einfach mal, wenn du ihn jetzt wieder länger drinnen hälst, ob es lange anhält oder ob er nach 2-3 Tagen keinen Bock mehr hat?!
 
  • Wohnungskater will ständig nach draußen Beitrag #20
Ja, bisher hätte ich auch nie daran gedacht, dass unser Kater unglücklich aufgrund des fehlenden Kommunkationspartners ist. Sicher sind die meisten Katzen glücklich eine oder mehrere Katzenpartner zu haben. Aber, auch wenn ich keine Katze bin, glaube ich, dass es ihm bei uns sehr gut geht. Das könnte auch sein, richtig. Ich werde es wohl nochmal draußen mit ihm versuchen und evtl. schaffe ich es, ihm beizubringen, dass er sich auf diese 30 Minuten im Garten freuen kann, aber eben angeleint und mit mir zusammen. Genau, weil er nie verhaltensauffällig war, kann ich mir ebenso vorstellen, dass es ihm bisher an nichts gefehlt hat.
 
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