Cafortan - Zweifelhafte Empfehlung vom Tierarzt

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epsillon

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Hallo zusammen,

eine Freundin hat mir erzählt, dass sie ihren Hund jetzt barft, weil das sehr viel besser für Hunde seien soll. Ich hab mal mit meinem Tierarzt darüber gesprochen weil ich sowieso zum Impfen da war. Er hat mir jede Menge Material mitgegeben und auch einen Futterplan erstellt.
Das einzige was komisch war, ist dass er sehr deutlich darauf hingewiesen hat Cafortan von der Firma Fortan zuzufüttern. Hunde würden schnell Mangelerscheinungen bekommen und ich wollte doch die Gesundheit meiner Loui nicht riskieren.
Meine Fragen ist, ob er mir da nur teueres Zusatzfutter verkaufen wollte, was nicht braucht wenn man richtig barft oder ob ich das wirklich brauche.

Hier ist ein Link zu der Seite des Herstellers: edit: Link nicht nötig

Im Internet habe ich leider nicht sehr viel dazu gefunden...

Vielen Dank für euere Hilfe!
Das epsillon
 
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  • Cafortan - Zweifelhafte Empfehlung vom Tierarzt

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  • Cafortan - Zweifelhafte Empfehlung vom Tierarzt Beitrag #2
Huhu,

erstmal vorweg: Die Pulver gibt es von vielen Herstellern, CdVet und das andere heißt glaube ich Barfers Best oder so ähnlich. Es gibt seit es Barfer gibt auch eine große Menge an Mittelchen, auch verschiedene Barföle, Zusätze, Mineralmischungen, Flocken usw..

Ich selbst barfe seit zwei Jahren und das gänzlich ohne Pulver, auch mit Wissen meines TAs. Mein Hund hat übrigens auch keine Mangelerscheinungen und das Blutbild ist völlig in Ordnung. Ich sehe darin kein Problem und bin der Meinung, dass sich der Bedarf auch so decken lässt. Das werden dir auch Barfbücher (z.B. Susanne Reinerth »Natural Dog Food« oder auch Swanie Simon »BARF«) bestätigen. Wichtiger als so ein Pulver zu verwenden finde ich es, die Theorie selbst zu kennen, statt einen Plan anfertigen zu lassen. D.h. wenn du wirklich barfen möchtest und dein Hund es dann auch verträgt - lies dich in die Materie selbst ein, besorg dir Bücher, sprich mit Leuten, die es schon länger selbst machen.

Aber auf künstliche Zusätze würde ich verzichten, zumal sie auch dem Sinn des Barfens irgendwie wieder widersprechen, weil dann wieder künstliche Konservierungsstoffe und Zusätze im Futter sind. Eine Ausnahme ist das Kalziumcitrat bei Hunden, die keine Knochen fressen können oder dürfen, allerdings kann man auch da auf Eierschalenpulver zurück greifen.

Liebe Grüße
 
  • Cafortan - Zweifelhafte Empfehlung vom Tierarzt Beitrag #3
Huhu,

das Problem ist, dass sich viele Leute nicht richtig über das Barfen informieren. Da kauft man dann schnell mal Hühnerfleisch und Reis und das ist dann Barf. Die Folgen kriegen vor allem die TÄ mit, daher kann ich es in Maßen verstehen, wie dein TA reagiert, denn letztlich kann man durch solche Methoden die stärksten Mangelerscheinungen vermeiden. Barf ist nicht schwer - zumindest nicht so kompliziert, wie es sich viele denken. Aber es ist auch mehr, als ein wenig Fleisch und Gemüse zu füttern. Aber wenn man sich wirklich mal ein paar Tage an die Theorie setzt, diese verinnerlicht und ausprobiert (so schnell bekommt ein Hund keine Mangelerscheinungen), dann kriegt man dafür irgendwann ein Gefühl und Pulver muss es dann auch nicht geben.

Die Futterindustrie ist nicht blöd und riecht die neusten Trends der Tierhaltung. Aktuell ist eben eben Barf, weil man damit Schlüsselwörter wie "naturnah" und "artgerecht" verbindet. Da wollen sie natürlich einen Krümel vom Kuchen abhaben - nötig sind die meisten Produkte aber nicht.

Ich würde mir einfach mal Mischlings genannte Lektüre durchlesen, damit hast du das wichtigste im Prinzip. Das Gefühl für das Richtige Futter kommt durchs Ausprobieren und Austauschen, daher empfehle ich auch einfach mal die Diskussion hier im Forum - bei Unsicherheiten können erfahrene Leute dann doch noch ganz gut helfen, wo ein Buch vielleicht keine Auskunft mehr geben kann. Es werden auch immer mal wieder Bilder gepostet da kann man sich inspirieren lassen.

Liebe Grüße
Pewee
 
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