Hallo erstmal,
das ist ja schon mal ein guter Plan und du hast dir viele Gedanken gemacht – Hut ab :clap:.
Bei der Ausstattung hast du das wichtigste denke ich schon.
Hab dir mal ein paar Themen rausgesucht mit ähnlicher Frage, vielleicht findest du da ja noch was:
https://www.tierforum.de/t169442-erstausstattung.html
https://www.tierforum.de/t152379-bekomme-einen-hund.html
https://www.tierforum.de/t159776-vorkontrolle-und-ausstattung.html
https://www.tierforum.de/t169126-was-brauchen-malteser.html
Was ich für einen Welpen immer empfehlen würde ist ein Geschirr. Zum einen kommen sie da meist nicht so schnell raus wie aus dem HB (Gott, von wie vielen überfahrenen Hunden habe ich in letzter Zeit wieder gelesen, weil sie sich »losgerissen« haben *seufz*), zum anderen tut er sich nicht so weh, wenn er doch mal reinrennt. Das ist gerade für die positive Verknüpfung der Leine und des Gassigangs wichtig, aber auch um die Verletzungsgefahr zu minimieren.
Das mit dem Anschnaller fürs Auto ist so eine Sache. Ich bin da selbst etwas uneinig, aber wenn du einen Gurt nimmst, dann einen gescheiten, der zwar auch was kostet, aber ADAC-geprüft ist und zu dem es das entsprechende Geschirr gibt (sonst bricht sich der Hund, wenn der Gurt hält, das Genick am HB).
Platinum ist durchaus ein gutes Futter, da hast du m.E. schon eine gute Wahl getroffen

. Aber ein kleiner Tipp: Nimm erst eine Probierpackung, bevor du 20kg dastehen hast und der Hund frisst es nicht. Am Anfang solltest du wegen der vielen Veränderungen auf einmal vielleicht sowieso erst ein oder zwei Wochen das Futter vom Züchter weiter verfüttern.
Prinzipiell bin ich eher Fan vom Wolfsblut, das ist dieselbe Preisklasse. Das ist aber Geschmackssache und beide Futter haben ihr Für und Wider. Wolfsblut hat allerdings mehr geschmackliche Auswahl, dafür sind aber auch nicht alle Sorten unbedingt meins (es gibt wenige, bei denen Süßkartoffel am Anfang der Deklaration steht und damit den größten Anteil ausmacht, die würde ich nicht nehmen, alle anderen schon). Ich tendiere aber sowieso eher zum Adultfutter auch beim Welpen, aber das ist schlussendlich nur eine Glaubensfrage und mit einem guten Welpenfutter machst du da auch nichts falsch

.
Das Tackenberg sieht ja makaber aus, wie Knäckebrotscheiben oO. Mich würden auch die Nudeln beim Complete stören. Die Barfmahlzeiten würde ich lieber selbst machen, d.h. Rind bekommst du oftmals günstig beim Metzger, dann noch selbst etwas Gemüse und Obst reiben, einen Schuss Öl drüber und du hast schon mal eine einigermaßen passende, frisch gemachte Teilbarfmahlzeit

. Wenn du das wirklich machen möchtest empfehle ich dir aber die Broschüre von Swanie Simon zum Barf bei Welpen und das Natural Dog Food von Susanne Reinerth, da Simon m.E. recht viele Innereien berechnet. Ein genauerer Einblick in die Thematik ist da wirklich sinnvoll, bevor man es macht (auch bei Teilbarf, ab 20% müssen die Mahlzeiten vollwertig sein), gerade auch beim wachsenden Hund. Das hier alles zu erklären würde wohl den Rahmen sprengen :lol:. Ei und Quark kannst du gerne dazu geben, das wäre dann die abgemilderte Form eines Welpenbreis, den empfiehlt gerade zum Beispiel Simon auch. In ihrer Broschüre steht da auch ein gutes Rezept für, darum solltest du dir es u.a. allein schon ansehen

.
Und welche leckerlies zum Training von Sitz etc könnt ihr mir empfehlen?
Ich würde gar nichts besonderes nehmen, sondern Trockenfutter. Zum einen musst du dann nichts vom Futter abziehen, wenn du es einfach von der Tagesration weg nimmst, zum anderen gehst du nicht das Risiko ein, dass der Hund nachher mäkelt und das Futter in der Schüssel oder auch das Leckerli gar nicht mehr will, sondern immer etwas viel besseres erwartet. Es passiert nicht immer, aber solche Besonderheiten wie Wurst würde ich mir auch für etwas besonderes aufheben und nur selten geben. Für das anfängliche Training lieber etwas schlichtes

. Und auch das ist für den Hund eine Belohnung, denn es kommt von dir und vor allem: Du lobst dazu ja auch mit Körper und Stimme, was noch viel wichtiger ist als das Leckerli, was es bei vielen Übungen sogar unnötig macht.
Wenn ich Knochen hole dann wohl vom Fleischer, wo noch bisschen was dran ist. Auch Rind
Fang lieber mit Hühnerhälsen, Hühnerkarkasse oder Hühnerschenkeln, eventuell auch Kalsbbrustbein an, die Knochen sind weicher und im Huhn ist auch weniger Kalzium enthalten, sodass es für den Anfang besser verdaulich ist. Die Knochen müssen immer roh verfüttert werden und sollten nicht länger als 3-6 Monate eingefroren gewesen sein. Außerdem den Hund dabei immer gut beobachten und keine Markknochen geben, sonst besteht Verletzungsgefahr. Sie sollten auch immer noch etwas Fleisch dran haben und nicht auf nüchternen Magen verfüttert werden (kann Erbrechen auslösen), außerdem würde ich die Mahlzeit davor auch etwas Öl übers Futter geben, zumindest am Anfang, damit du das Risiko von Knochenkot minimierst. Darum sollten die ersten Knochen auch etwas kleiner sein und seltener gegeben werden. Allerdings würde ich recht bald die ersten Knochen geben, damit der Hund sie früh kennen lernt, der Darm sich gewöhnt und er auch seine Fressgewohnheiten hoffentlich entsprechend anpasst und nicht versucht, das Ding am Stück zu schlucken

.
Was ich dir gleich noch ans Herz lege: Knabberzeug. Wenn der Hund in den Zahnwechsel kommt brauchst du das Kiloweise :lol:. Am besten nimmst du natürliche Kauartikel, die nicht bearbeitet/gebleicht oder mit Zucker überzogen sind, d.h. getrocknete Kopfhaut, Pansen, Ziemer, Hufe, Sehnen o.ä.. Du kannst im Zahnwechsel auch ab und an einen angefrorenen/gekühlten Knochen geben, das soll aut Simon das Zahnfleisch kühlen und Schwellungen durch den Zahnwechsel lindern.
So, und jetzt hoffe ich, alles beantwortet zu haben :lol:.
Liebe Grüße
EDIT (automatische Beitragszusammenführung)
Und natürlich wieder mal viel langsamer als der Rest *schäm* :uups:.