Rüde kastrieren - ja oder nein?

Diskutiere Rüde kastrieren - ja oder nein? im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo zusammen :) ich frage mich seit längerem, ob man einen Rüden kastrieren lassen sollte oder nicht. Für meinen ists zwar bis zur...
  • Rüde kastrieren - ja oder nein? Beitrag #1
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Hallo zusammen :)

ich frage mich seit längerem, ob man einen Rüden kastrieren lassen sollte oder nicht. Für meinen ists zwar bis zur Geschlechtsreife etwas hin, aber so viel Zeit sollte ich auch nicht verplempern..

Ich tendiere eigentlich zu nein, er sollte seine Bömmel behalten. :lol: Ich würde ihn nur kastrieren lassen, wenn ein "Problem" (Gesundheitlich,..) da sein sollte. Aber wie sieht das mit dem Verhalten aus? Rennen unkastrierte Rüden jeder heißen Hündin nach oder wie sieht das aus? Muss ich ihn dann ständig an der Leine halten?
Kann man Rüden beibringen, nicht bei anderen Hunden aufzureiten? Das wäre bestimmt echt stressig...

Wie sieht das aus, wenn ich hn doch kastrieren lassen würde? Ab welchen Alter, wie würde sein Sozialverhalten drunter "leiden"? Habe mal gehört, kastrierte Rüden werden öfter "gemobbt"...

Danke schon mal :)
 
  • Rüde kastrieren - ja oder nein? Beitrag #2
Einen Rüden würde ich nur dann kastrieren lassen, wenn er übertrieben auf läufige Hündinnen reagiert.
Einige Rüden verweigern das Futter, jammern die ganze Zeit und sind nur gestresst. In solchen Fällen KANN eine Kastration helfen - muss aber nicht.
Ob eine Kastration sinnvoll ist oder nicht kann man heutzutage gut austesten indem man dem Rüden einen Kastrationschip im Nacken unter die Haut spritzt.
Nach etwa 6 Wochen ist die Hormonkonzentration so, dass man sehen kann, ob eine operative Kastration den gewünschten Erfolg bringen wird. Meist ist nach der Chipkastration das Verhalten des Rüden deutlich entspannter. Er ist nicht mehr übertrieben sexuell getrieben, frisst wieder sein Futter und jammert nicht permanent hinter läufigen Hündinnen her.

Sofern ein Rüde keinerlei übersteigerte Reaktionen zeigt, wenn er läufige Hündinnen wittert und er "führig" bleibt. - Das bedeutet, dass er auch abrufbar bleibt, wenn er eine läufige Hündin riecht sehe ich persönlich keinerlei Veranlassung einen Rüden kastrieren zu lassen.
 
  • Rüde kastrieren - ja oder nein? Beitrag #3
Hallo Picco,
na hast du mal wieder ein Thema aufgerissen an dem sich die Geister scheiden und die Forler entzweien:mrgreen:

Ich kann nur aus meiner Erfahrung hier sprechen - keine meiner Hunde waren/sind kastriert - und ich habe m/w Schäferhunde.

Jimmy ist schon interessiert an Rosi, wenn sie Läufig ist und ein wenig aufdringlich - aber er flippt auch nicht aus. Ich lass sie aber auch nicht unbeobachtet - besonders natürlich nicht in der Stand-hitze....

Die beiden Vorgänger (RIP - ich denke an euch) waren der Hit - Blitz hat Babe, glaube ich als Neutrum angesehen und nicht einmal versucht an sie ran zu kommen - naja Babe war aber auch ein echtes Kaliber:mrgreen:

Fremde heiße Hündinnen sind für den Bub hier kurz interessant - aber da paßt man halt auf und geht weiter..er tickt weder aus noch nimmt er auffallend Spur auf.

Meine Freundin hat einen kastrierten Rüden - und der ist der Liebling aller Hunde Damen und alles andere als "nett" zu anderen Rüden...verhält sich also wie ein un-kastrierter...

Es kommt wohl auf den Hund an - und wie gesagt ich würde meine nur im Falle einer Krankheit beschneiden.

LG Suno
 
  • Rüde kastrieren - ja oder nein? Beitrag #4
Ich schließe mich Para und Suno mal vollständig an, möchte nur noch ergänzen, dass es besonders wichtig ist nicht zu früh zu kastrieren oder den Chip setzen zu lassen.

Sexualhormone beeinflussen nun mal auch maßgeblich den geistigen Reifeprozess (neben den ganzen körperlichen Attributen wie z.B. das Wachstum etc.) und da sollte man schon warten bis der Hund so knapp 18 Monate alt ist. Dann ist nämlich meistens der Prozess der sozialen Reife abgeschlossen.
Setzt man vorher den Chip oder kastriert kann das durchaus gutgehen, aber es gibt genug Fälle in denen dann Verhaltensauffälligkeiten auftreten, die sich einem verbleibenden infantilen Verhalten des Rüdens zuschreiben lassen.
Testosteron z.B. steuert auch durchaus das Selbstbewusstsein eines Hundes um es mal vereinfacht zu formulieren.
Ergo würde ich einen sowieso schon unsicheren Hund nicht kastrieren lassen, weil dadurch die Unsicherheit im Zweifelsfalle noch verstärkt wird.


Mal ganz abgesehen davon, dass es durchaus problematisch werden kann, wenn man einen Rüden kastrieren lässt im Zusammenhang mit anderen intakten Rüden.
Mein (intakter) Rüdling ist z.B. der Meinung, dass man kastrierte Rüden prinzipiell erstmal für Weiber halten muss;)
Für einen eig. selbstbewussten Rüden jetzt nicht so witzig, wenn da ständig andere Rüden versuchen ihn zu begatten.
 
  • Rüde kastrieren - ja oder nein? Beitrag #5
Picco, nach meiner Erfahrung mit hunderten (Tierschutz)hunden kann ich Dir nur empfehlen, bei gesundheitlichen oder anderen Problemen, die durch Hormone auftreten, den Hund homöopathisch behandeln zu lassen (Tierheilpraktikerin).

Ich habe zur Zeit hier einen unkastrierten Rüden und eine läufige Hündin zusammen.
Seit 40 Jahren halte ich unkastrierte Rüden und Hündinnen in einem Haus - ohne Nachwuchs. Man kann das wirklich händeln.

Nun habe ich meinem Rüden das erste Mal ein homöopathisches Mittel gegeben, weil jetzt 2 Hündinnen nacheinander läufig wurden.
Es ist unglaublich, wie entspannt das hier ist.

Die Mittel helfen wirklich gut, auch bei vergrößerter Prostata, Vorhautkatarrh und was es sonst noch so gibt an Problemen.

Textauszug:
Seien Sie einmal ehrlich zu sich selbst. Soll ein gesunder Hund kastriert werden, nur weil die Erziehung nicht funktioniert hat? Kastration führt bei Rüden zu mehr Unsicherheit, weniger Souveränität und Verlust von Selbstbewusstsein. Deshalb wäre eine Kastration vor allem bei angstaggressiven Rüden kontraproduktiv. Außerdem muss ganz ehrlich gesagt werden, dass dem Hund durch die Kastration viel von seiner Lebensqualität genommen wird. Er wird von anderen Hunden, egal welchen Geschlechtes, nicht anerkannt und bekommt das täglich zu spüren. Kastraten sind weder Fisch noch Fleisch und werden von den "vollständigen" Hunden oft regelrecht gemobbt.



Das kann ich nur bestätigen. Mein Rüde ist der absolute "Kavalier" bei Hündinnen, immer rücksichtsvoll, die Damen haben immer Vorrang. Kastrierte Hündinnen hingegen kann er nicht leiden, denen wird auch mal das Futter geklaut und sie werden gemobbt.

Genauso ist es bei kastrierten Rüden, die werden hier von meinen Hündinnen nicht für voll genommen und von anderen Rüden bestiegen. Das ist für einen Hund sehr demütigend.
 
  • Rüde kastrieren - ja oder nein? Beitrag #6
Picco, nach meiner Erfahrung mit hunderten (Tierschutz)hunden kann ich Dir nur empfehlen, bei gesundheitlichen oder anderen Problemen, die durch Hormone auftreten, den Hund homöopathisch behandeln zu lassen (Tierheilpraktikerin).

Ich habe zur Zeit hier einen unkastrierten Rüden und eine läufige Hündin zusammen.
Seit 40 Jahren halte ich unkastrierte Rüden und Hündinnen in einem Haus - ohne Nachwuchs. Man kann das wirklich händeln.

Nun habe ich meinem Rüden das erste Mal ein homöopathisches Mittel gegeben, weil jetzt 2 Hündinnen nacheinander läufig wurden.
Es ist unglaublich, wie entspannt das hier ist.

Die Mittel helfen wirklich gut, auch bei vergrößerter Prostata, Vorhautkatarrh und was es sonst noch so gibt an Problemen.

Textauszug:




Das kann ich nur bestätigen. Mein Rüde ist der absolute "Kavalier" bei Hündinnen, immer rücksichtsvoll, die Damen haben immer Vorrang. Kastrierte Hündinnen hingegen kann er nicht leiden, denen wird auch mal das Futter geklaut und sie werden gemobbt.

Genauso ist es bei kastrierten Rüden, die werden hier von meinen Hündinnen nicht für voll genommen und von anderen Rüden bestiegen. Das ist für einen Hund sehr demütigend.


Oh bitte, schon wieder?

@Picco, wenn du deinen Hund kastrieren lässt bist du kein Erziehungsversager, dein Hund wird auch nicht zu einem alten, gemobbten, sozial- und geistig schwachen Opa. :roll:
Ich kann zwar nicht mit 40 Jahren Erfahrung aufwahrten (ich bin bisher nur die Hälfte alt ;)) ABER; Ich hatte eine kastrierte Hündin, die sich prima mit anderen Hunden verstand, sie war jung, immer freundlich, voller energie. Sie hat nicht gemobbt, wurde nie bestiegen, sie hat nie gemobbt und hat auch nue bestiegen. Mein kastrierter Rüde ist ein richtiges Energiebündel. jung und knackig, ist er bei allen Arten Hund beliebt, ob groß oder klein, kastriert oder unkastriert, mit keinem Hund hat er Probleme. Aufgeritten hat er nur einmal, beritten wurde er noch nie. Wenn du damit klar kommst einen unkastrierten Rüden zuhalten, der bei läufigen Hündinen evtl. leidet oder alles markiert und nur noch zu läufigen Hündinen will dann ist das genauso Ok, wie wenn du dem Hund vorbeugend die Riskien von dem was das [-]hässliche [/-]gebaumel produziert, diese wegmachen lässt. ;)
 
  • Rüde kastrieren - ja oder nein? Beitrag #7
Hallo Picco,

erst einmal würde ich warten, ob dein Hund überhaupt auf Hündinnen reagiert ;). Wir hatten nun schon drei Rüden, die alle trotz deren Anwesenheit abrufbar waren, nicht völlig durchgedreht sind und auch nichts berammelt haben, das ist also durchaus auch eine Möglichkeit ;).
Allerdings kenne ich auch die andere Seite, wo Hunde ihr Spielzeug »misshandeln« und drei Monate am Stück nur noch im Stress sind, weil ständig Hündinnen in der Nachbarschaft läufig sind. In diesem Fall würde ich dann zuerst zu einem Chip (frühestens mit einem Jahr) und dann ggf. zur Kastration raten.

Nicht jeder kastrierte Hund ist ein sozialer Krüppel. Hier gibt es fast nur kastrierte Rüden und mein intakter Rüde mobbt keinen einzigen davon, sie kommen auch untereinander gut klar. Man muss sogar dazu sagen, dass sie sich besser verstehen als die wenigen nicht kastrierten. Ob ein kastrierter Hund gemobbt wird hängt stark vom Sozialverhalten des intakten Hundes ab. Meiner ist nach wie vor fasziniert von kastrierten Hunden, weil er auf der Straße natürlich keine kennen gelernt hat und auch hier erst recht spät welchen begegnet ist. Ich würde das einfach auch rechtzeitig üben, ein Hund soll ja auch so viele verschiedene Hunde wie möglich kennen lernen.
Die einzige Möglichkeit wären Ausweichverhalten oder Unsicherheit durch die Kastration, meist wenn schon eine gewisse Tendenz zuvor vorhanden ist. Daher würde ich eben zuvor testweise den Chip setzen lassen. Ob das Sexualverhalten sich völlig legt ist auch nicht garantiert, das hängt auch stark vom Hund ab. Ein kastrierter Rüde ist eben immer noch ein Rüde :lol:.

Zu den homöopathischen Mitteln: Unterdrücken die den Trieb oder ändern sie den Geruch des Hundes? Im Fall von ersterem wäre das aber auch nicht natürlich und würde ebenfalls die Hormonproduktion herunter fahren, was man bei diesem Weg ja eigentlich gerade nicht will, im zweiten Fall würde der Hund doch dann auch gemobbt werden, weil er nicht mehr nach intaktem Hund riecht?!

Das Mobbing/der Geruch kommt übrigens von der violschen Drüse am Schwanzansatz bzw. ein paar Zentimeter darunter. Sie wird hauptsächlich durch Sexualhormone stimuliert, weshalb bei einer Entzündung auch oftmals kastriert wird. Allerdings scheint sie ihre Funktion auch nach der Kastration nicht völlig einzustellen, manche behaupten sogar, der Hund würde sie selbst zuvor kaum nutzen bzw. sie wäre rudimentär (u.a. rasseabhängig) (, ).
 
  • Rüde kastrieren - ja oder nein? Beitrag #8
Oh bitte, schon wieder?

Bist Du mein persönlicher Stalker? Lass einfach mal Deine blöden Bemerkungen.

ll dann ist das genauso Ok, wie wenn du dem Hund vorbeugend die Riskien von dem was das [-]hässliche [/-]gebaumel produziert, diese wegmachen lässt. ;)

Wenn man ein Problem mit dem Körper eines Rüden hat, dann sollte man sich keinen Rüden zulegen. Man schneidet sich seinen Hund nicht zurecht, weil man etwas hässlich findet.

Rüde und auch Hündin haben Geschlechtsorgane. Es gibt kein Neutrum.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Zu den homöopathischen Mitteln: Unterdrücken die den Trieb oder ändern sie den Geruch des Hundes?

Mischling, keins von beiden. Sie wirken einfach ausgleichend.
In einem natürlichen Rudel darf auch nicht jedes männliche Tier seinen Trieben nachgehen.

Züchter und Schlittenhundehalter nutzen auch die homöopathischen Mittel.
So können Rüde und läufige Hündinnen ohne Stress zusammen sein und sogar zusammen den Schlitten ziehen.
 
  • Rüde kastrieren - ja oder nein? Beitrag #9
Mischling, keins von beiden. Sie wirken einfach ausgleichend.
In einem natürlichen Rudel darf auch nicht jedes männliche Tier seinen Trieben nachgehen.
Aber die Produktion der Hormone ist doch ein völlig natürlicher Prozess, im Rudel üblicher Weise zwei Mal im Jahr, wenn alle Hündinnen zur selben Zeit läufig werden, aber nur die Alpha-Hündin gedeckt wird. Was soll denn da genau ausgeglichen werden? Im Prinzip ist es von der Natur ja gewollt, dass vermehrt Hormone produziert werden, weshalb es da auch nichts auszugleichen gäbe, lediglich zu bremsen :eusa_think:. Wer sich fortpflanzen darf wird dann ja auch im Rudel ausgemacht, deshalb hat aber der eine Wolf/Hund nicht weniger Trieb und Hormone als der andere, nur ausgelebt werden darf er nicht.

Züchter und Schlittenhundehalter nutzen auch die homöopathischen Mittel.
So können Rüde und läufige Hündinnen ohne Stress zusammen sein und sogar zusammen den Schlitten ziehen.
Da bist du aber verdammt mutig. Einmal drauf und zack hat man Welpen, da wäre ich verdammt vorsichtig und würde bei weitem lieber zur Trennung raten, anstatt das Risiko einzugehen, ungewollte Welpen zu produzieren, die Tierheime sind leider voll genug.
 
  • Rüde kastrieren - ja oder nein? Beitrag #10
Wenn man ein Problem mit dem Körper eines Rüden hat, dann sollte man sich keinen Rüden zulegen. Man schneidet sich seinen Hund nicht zurecht, weil man etwas hässlich findet.

Rüde und auch Hündin haben Geschlechtsorgane. Es gibt kein Neutrum.

Ich kann meine ´blöden´ Bemerkungen nicht lassen, wenn du Neulingen Angst machst mit übertriebenen aufgebauschten Problemen.
Keiner, absolut KEINER der Rüden, kastriert oder unkastriert die ich bisher kennen gelernt habe, haben jemals zickig auf den kastrierten oder unkastrierten Gegenpart reagiert.
Eher noch waren es die unkastrierten Rüden, die wie eine Testosteronbombe alles angekeift hat, was bei 3 nicht weg war.

Ich komme dir in den Punkt entgegen, das man sie nichts abschnippeln muss, wenn man seinen Hund im griff hat und das Tier nicht leidet. Mehr aber auch nicht. Es steht jeden frei wie er sich entscheidet. Ich würde meine Tiere jederzeit wieder kastrieren lassen und das hat nichts damit zutun das ich die baumelnden Teile hässlich finde oder ich einen leichter Erziehbaren Hund haben will, dass ist sowieso Schwachsinn, entschuldige, mein Hund ist sicherlich nicht einfach, war er unkastriert nicht und war er kastriert nicht. Er ist nicht perfekt, aber wir arbeiten mit Erziehung daran und nicht mit wegschnippeln von Sachen die Probleme machen. :roll:
 
  • Rüde kastrieren - ja oder nein? Beitrag #11
Mal ganz abgesehen davon, ob man das jetzt selbst positiv oder negativ sieht:

Es sollte immer abhängig vom Einzelfall entschieden werden, ob eine Kastration sinnvoll ist oder nicht.

Es gibt durchaus Situationen in denen es absolut sinnvoll sein kann einen Hund zu kastrieren.
Solange der Besitzer sich darüber im Klaren ist warum und wieso und was genau dadurch sich verändern kann sollte man das Ganze nicht zu einem Glaubenskrieg erklären;)

Off-Topic
Und das von mir Anti-Kastra-Mensch:mrgreen:
 
  • Rüde kastrieren - ja oder nein? Beitrag #12
Mal ganz abgesehen davon, ob man das jetzt selbst positiv oder negativ sieht:

Es sollte immer abhängig vom Einzelfall entschieden werden, ob eine Kastration sinnvoll ist oder nicht.

Es gibt durchaus Situationen in denen es absolut sinnvoll sein kann einen Hund zu kastrieren.
Solange der Besitzer sich darüber im Klaren ist warum und wieso und was genau dadurch sich verändern kann sollte man das Ganze nicht zu einem Glaubenskrieg erklären;)

Off-Topic
Und das von mir Anti-Kastra-Mensch:mrgreen:

Damit kann ich leben. ;)
 
  • Rüde kastrieren - ja oder nein? Beitrag #13
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, zu glauben, es gäbe Hormone, die der Hund nicht braucht.
Das Testosteron beim Rüden hat vielfältige Aufgaben und ist nicht alleine nur für die Fortpflanzung zuständig. Alle Hormone im Körper haben verschiedene Aufgaben.

Es besteht ein komplexes Zusammenspiel zwischen den Hormonen. Nimmt man die Keimdrüsen beim Rüden weg, ist es möglich, dass er Schilddrüsenprobleme bekommt, weil das Hormongefüge aus dem Gleichgewicht gerät.

Auch das Risiko, an Diabetes zu erkranken, wird erhöht.
Genauso ist das Risiko für Kreuzbandrisse nach der Kastration doppelt so hoch.
(Das Kreuzband besteht aus Bindegewebe. Dies wird durch die fehlenden Hormone schlaffer.)

Testosteron:
Das Hormon besitzt positive Effekte für den Muskelaufbau, den Fettabbau, das schützende HDL-Cholesterin, die Vitalität, die Libido, die Sexualfunktion, die Psyche, das Haarwachstum, den Kollagenaufbau der Haut, sorgt für innere Dynamik und gibt Kraft und Antrieb. Für das Körpergewicht kommt diesem Hormon ausgleichende Wirkung des Fettstoffwechsels zu. Es vermindert die Neigung einer Gewichtszunahme. Es spielt außerdem eine wichtige Rolle bei der Leistungsfähigkeit, dem Fettstoffwechsel und für dir Spermatogenese.

Mangelprobleme: Bei Hormonmangel kann es zu folgenden Störungen kommen: Antriebsverlust, Leistungsschwäche, Müdigkeit, Muskelabbau, Fettleibigkeit, sexuelle Störungen, Osteoporose.



Auch der Verhaltensbiologe Gansloßer berichtet, dass man bei einem kastrierten Rüden dem Muskelabbau und der Osteoporose entgegen wirken muss.

Maßnahmen nach der Kastration:
Durch die Kastration wird ein Hund schlagartig zum Senior. Die Bemuskelung der Knochen geht zurück, das Bindegewebe wird schlaffer, das Fell verändert sich. Er braucht weniger Kohlenhydrate, weil sich der Stoffwechsel reduziert, und hat einen erhöhten Bedarf an leicht verdaulichen biologisch hochwertigen Proteinen, um den Muskelaufbau anzukurbeln.



EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Da bist du aber verdammt mutig. Einmal drauf und zack hat man Welpen, da wäre ich verdammt vorsichtig und würde bei weitem lieber zur Trennung raten, anstatt das Risiko einzugehen, ungewollte Welpen zu produzieren, die Tierheime sind leider voll genug.

Erstmal habe ich noch nie!!! hier irgendwelche Uppswürfe gehabt.
Außerdem trenne ich Rüde und Hündin in der Standhitze durch ein Türgitter. Nachts oder wenn ich weg bin, schliesse ich die Tür ganz.

Obwohl mein Rüde die läufige Hündin durch das Türgitter sehen kann, ist er ruhig.
Kein Jammern, kein Jaulen, keine Futterverweigerung. Das meine ich mit entspanntem Verhalten.

Das Trennen ist nur in den 5-6 Tagen der Standhitze nötig. Davor und danach können die Hunde wieder zusammen sein. Mein Rüde bedrängt die Hündinnen nicht.
 
  • Rüde kastrieren - ja oder nein? Beitrag #14
Bubuka, es wird glaube ich auch niemand auf die Idee kommen mögliche Folgen abzustreiten;)
Off-Topic
Ich als Letzte:p


Zu der Trennung von Rüde und Hündin:
Es ist gut, wenn das bei deinen Hunden so funktioniert, aber ich würde das hier nicht als allgemeingültig darstellen;)
Auch wenn es vllt. nicht so gemeint ist, liest es sich doch sehr so als habe kein Rüde ein Problem mit einer läufigen Hündin im Haushalt.
Dem ist nun aber beileibe nicht so;)

Um Stress zu vermeiden sollte man seinen Rüden durchaus nicht ständig mit läufigen Hündinnen in Kontakt bringen, wenn man weiß, dass er "ausfliptt" oder zumindest gestresst ist.
Mein Rüde kann zwar auch mit läufigen Hündinnen außerhalb der Standhitze mitlaufen, Stress ist es aber trotzdem;)
Daher ja mein Einwand, dass man so etwas immer individuell sehen muss.


Bei einer definitiven Hypersexualität finde ich es übrigens durchaus auch sinnvoll kastrieren zu lassen.
Belastung und Gewinn von Lebensqualität sollte sich bei dieser Entscheidung immer die Waage halten.
 
  • Rüde kastrieren - ja oder nein? Beitrag #15
Um Stress zu vermeiden sollte man seinen Rüden durchaus nicht ständig mit läufigen Hündinnen in Kontakt bringen, wenn man weiß, dass er "ausfliptt" oder zumindest gestresst ist.
Mein Rüde kann zwar auch mit läufigen Hündinnen außerhalb der Standhitze mitlaufen, Stress ist es aber trotzdem;)

Erstmal ist mein Rüde nicht ständig mit läufigen Hündinnen in Kontakt.
Außerdem ist er die Tage vor und nach der Standhitze nicht im Stress.
 
  • Rüde kastrieren - ja oder nein? Beitrag #16
Bubuka, hier gehts aber nicht um deinen Rüden, das scheinst du zu vergessen. Nicht jeder Rüde ist wie deiner, aber du gibst hier verallgemeinernde Tipps, die bei anderen Haltern schnell nach hinten losgehen können. Nur darum gehts.
 
  • Rüde kastrieren - ja oder nein? Beitrag #17
Bubuka, hier gehts aber nicht um deinen Rüden, das scheinst du zu vergessen. Nicht jeder Rüde ist wie deiner, aber du gibst hier verallgemeinernde Tipps, die bei anderen Haltern schnell nach hinten losgehen können. Nur darum gehts.

Es ging mir lediglich darum, zu schreiben, dass man durch homöopathische Mittel einen Rüden und eine läufige Hündin entspannt sogar in einem Haushalt halten kann.

Es war nicht die Rede davon, dass man die Hunde ohne Aufsicht lässt.
In der Standhitze halte ich die Hunde getrennt.

Sicherlich wird man in einem Schlittengespann auch nicht die läufige Hündin vor die Nase eines Rüden einspannen. Aber mit etwas Abstand können beide zusammen im Gespann laufen.
 
  • Rüde kastrieren - ja oder nein? Beitrag #18
... und da das nun glücklicher Weise ausreichend betont wurde (bitte in Zukunft daran denken, dass vielleicht nicht jeder so weit mitdenkt und manche dann glauben, sie könnten Hündin und Rüde einfach so mal ohne Aufsicht in der Hitze zusammen lassen ;)) und sich das auch jeder – egal wie er das sonst handhabt – bitte zu Herzen nimmt, würde ich sagen, wir warten mal, bis Picco sich wieder meldet ;).
 
  • Rüde kastrieren - ja oder nein? Beitrag #19
Wer mit der Sexualität seines Hundes nicht klar kommt, soll sich keinen halten.

Kurt Kotrschal, Österreich. Verhaltensbiologe



tierschutzgesetz
§ 6


(1) Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres. Das Verbot gilt nicht, wenn 1.
der Eingriff im Einzelfalla)nach tierärztlicher Indikation geboten ist oder
b)
bei jagdlich zu führenden Hunden für die vorgesehene Nutzung des Tieres unerläßlich ist und tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen,

1a.
eine nach artenschutzrechtlichen Vorschriften vorgeschriebene Kennzeichnung vorgenommen wird,
1b.eine Kennzeichnung von Pferden durch Schenkelbrand vorgenommen wird,
2.ein Fall des § 5 Abs. 3 Nr. 1 oder 7 vorliegt,

2a.unter acht Tage alte männliche Schweine kastriert werden,
3.ein Fall des § 5 Abs. 3 Nr. 2 bis 6 vorliegt und der Eingriff im Einzelfall für die vorgesehene Nutzung des Tieres zu dessen Schutz oder zum Schutz anderer Tiere unerläßlich ist,
4.
das vollständige oder teilweise Entnehmen von Organen oder Geweben erforderlich ist, um zu anderen als zu wissenschaftlichen Zwecken die Organe oder Gewebe zu transplantieren, Kulturen anzulegen oder isolierte Organe, Gewebe oder Zellen zu untersuchen,

5.
zur Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung oder - soweit tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen - zur weiteren Nutzung oder Haltung des Tieres eine Unfruchtbarmachung vorgenommen wird.

Quelle:



Moinsen,

Hierunter fällt auch die Kastration. Diese wird eigentlich ein nur in einem recht engen Rahmen gebillig.
Zur Vorbeugung von evtl. Erkrankungen oder als Erziehungsersatz zu kastrieren ist dementsprechend sogar Tierschutzrelevant.
Bei der Verhütung von ungewolltem Nachwuchs steht an erster Stelle Management und sollte ein Tier Zeugungsunfähig gemacht werden müssen, gilt der Rechtsgrundsatz des geringfügigeren Eingriffs:
Dies wäre die Sterilisation.

Ansonsten schliesse ich mich meinen Vorrednerinnen an, es ist eine Einzelfall Entscheidung.

älse
 
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Rüde kastrieren - ja oder nein?

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