- Wichtig! gegen arthrose usw... Beitrag #1
Burani
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Aktion „Mr. Q“ – Helmut Fischlein erfand die „Marathons“ aus Kunstoff
Ein Kunststoffhufbeschlag geht um die Welt – erfunden, entwickelt und zum Patent angemeldet von Helmut Fischlein, vielen besser bekannt als Teil des Künstlerduos „RightSaidFred-Double“.
Rotenburg (msl) • Frodo Beutlin, Aragorn und die Orks – sie alle ritten in Neuseeland Pferde, deren Hufe Kunststoffbeschläge hatten. Und sie folgten damit der revolutionären Idee eines gedämpften Schuhwerks für Fury, Black Beauty und Co – eine Idee des Erfinders Helmut Fischlein aus Ludwigsau.
„Angefangen hat alles vor neun Jahren“, erinnert sich der 43-jährige Werbegraphiker. Sein Araberhengst Ringon lahmte. Diagnose: unheilbare Gleichbeinarthrose als Folge der starken Erschütterungendurch harte Hufeisen. „Man riet mir, das Pferd schlachten zu lassen. Das war ein Riesen-Schock für mich“, so Fischlein.
Er tüftelte und entwickelte sechs Monate lang, investierte viel privates Geld und fertigte erste Prototypen eines Hufbeschlags aus Kunststoff an, genauer: aus Polyurethan. Mehrere Monate testete er seine Beschläge an seinem zweiten Pferd „Wonne“, einer Hessenstute. Das Material durfte nicht zu hart sein, denn dann rutschten die Hufe weg, zu weiches verformte sich mit jedem Tritt. Fischlein entschied sich für einen möglichst weichen Beschlag mit stabiler Struktur. Als Profil wählte er „konische Noppen, die über Stege miteinander verbunden sind. “
Bis zu 12 Wochen hielt der Beschlag. Fischlein: „Wegen seiner Langlebigkeit nannte ich den Kunstoff-Hufbeschlag ,Marathons’“. Er beschlug auch Ringon mit seinem Produkt – der Erfolg war verblüffend: Das Lahmen war weg!
Fischlein folgerte daraus, dass mit „Marathons“ beschlagene Pferde keine Arthrose und viele andere Krankheiten bekommen können. Insgesamt 22 Vorteile gegenüber eisernen Hufeisen stellte er zusammen. Hauptvorteile sind die hohe Stoßdämpfung, das geringe Gewicht und die geringe Verletzungsgefahr. Und: „Ich bin weltweit der erste und einzige, dessen Kunststoffbeschläge klar sind und nicht milchig. Dadurch erkennt der Schmied genau, wo er nageln muss“. Zehn verschiedene Größen entwickelte der Tüftler. Überstehendes Material muss nicht mehr wie beim Eisen heiß gemacht und gebogen werden sondern wird abgeraspelt.
Doch für seine Idee fand er keine Befürworter, keine Kredite und hatte die „Eisenlobby“ gegen sich. Auf Messen und Tagungen stellte er seine Produkte vor. Er verschickte „Marathons“ an den Schmied der Queen, zum Scheich nach Dubai, nach Neuseeland, an Polizeireiterstaffeln und Berufsreiter. Distanz- und Springreiter gewannen mit „Marathons“ erste Plätze, Pferde-Kliniken berichteten von erstaunlichen Heilungserfolgen und auf der Pferdemesse Equitana sprach selbst Winnetou Pierre Brice dem 43-Jährigen sein Kompliment aus.
In der Ablehnung der Schmiede gegenüber Kunststoff-Beschlägen sieht Fischlein insbesondere einen Grund: „Die haben Angst, ihr Handwerk zu verlieren“, sagt er und prophezeit, dass das Aufnageln
Dicke Freunde: Der Kunststoff besohlte Araber Ringon und Erfinder Helmut Fischlein.
von Hufeisen verboten und nur noch mit Sondergenehmigung erlaubt sein wird.
Fischlein entwickelte keilförmige und glatte Hufeinlagen aus Kunststoff, die man zwischen Huf und Hufeisen legen kann. Außerdem erfand er spezielle Werkzeuge, Hufnägel, Stollen, anschraubbare Seitenkappen und Kunststoff-Beschläge, die angeklebt werden können.
Heute verkauft er jährlich 50.000 seiner Beschläge an Händler in der ganzen Welt. „Wenn ich hierzulande nur fünf Prozent Marktanteil hätte, wäre das schon was“, sagt er.
Zur Zeit entwickelt der Reitfan ein neues patentiertes Hufbeschlagsystem. Leider fehlen die finanziellen Mittel. Seine Patente verkaufen will er nicht: „Ich will kein Geld, damit mein Patent für immer in irgendeiner Schublade verschwindet und dafür weiter krank machende Hufeisen verwendet werden.“ Er sucht „idealistische Sponsoren“, die ihn bei den Kosten für Entwicklung und Vetrieb eines neuen, dreiteiligen Baukastensystems – insgesamt ca. 750.000 Euro – unterstützen.
Das System besteht aus einer Oberseite zum Nageln oder Kleben, einem verstellbaren Steg auf der bei Hufeisen offenen Seite und einer Unterseite für verschiedene Profile und Härtegrade je nach Reitweise, Wetter oder Untergrund. „Das spart Kosten, nur die Unterseite nutzt sich ab.“ Übrigens: Mit Ringon reitet er wieder durch die waldhessischen Gefilde.
Infos zu Helmut Fischlein und seinen Kunststoffbeschlägen unter www.marathons.de sowie www.fischlein-design.de und unter Tel.: 06623 / 919991.
Quelle: www.kreisanzeiger-online.de
Zeitung Kreisanzeiger
Ein Kunststoffhufbeschlag geht um die Welt – erfunden, entwickelt und zum Patent angemeldet von Helmut Fischlein, vielen besser bekannt als Teil des Künstlerduos „RightSaidFred-Double“.
Rotenburg (msl) • Frodo Beutlin, Aragorn und die Orks – sie alle ritten in Neuseeland Pferde, deren Hufe Kunststoffbeschläge hatten. Und sie folgten damit der revolutionären Idee eines gedämpften Schuhwerks für Fury, Black Beauty und Co – eine Idee des Erfinders Helmut Fischlein aus Ludwigsau.
„Angefangen hat alles vor neun Jahren“, erinnert sich der 43-jährige Werbegraphiker. Sein Araberhengst Ringon lahmte. Diagnose: unheilbare Gleichbeinarthrose als Folge der starken Erschütterungendurch harte Hufeisen. „Man riet mir, das Pferd schlachten zu lassen. Das war ein Riesen-Schock für mich“, so Fischlein.
Er tüftelte und entwickelte sechs Monate lang, investierte viel privates Geld und fertigte erste Prototypen eines Hufbeschlags aus Kunststoff an, genauer: aus Polyurethan. Mehrere Monate testete er seine Beschläge an seinem zweiten Pferd „Wonne“, einer Hessenstute. Das Material durfte nicht zu hart sein, denn dann rutschten die Hufe weg, zu weiches verformte sich mit jedem Tritt. Fischlein entschied sich für einen möglichst weichen Beschlag mit stabiler Struktur. Als Profil wählte er „konische Noppen, die über Stege miteinander verbunden sind. “
Bis zu 12 Wochen hielt der Beschlag. Fischlein: „Wegen seiner Langlebigkeit nannte ich den Kunstoff-Hufbeschlag ,Marathons’“. Er beschlug auch Ringon mit seinem Produkt – der Erfolg war verblüffend: Das Lahmen war weg!
Fischlein folgerte daraus, dass mit „Marathons“ beschlagene Pferde keine Arthrose und viele andere Krankheiten bekommen können. Insgesamt 22 Vorteile gegenüber eisernen Hufeisen stellte er zusammen. Hauptvorteile sind die hohe Stoßdämpfung, das geringe Gewicht und die geringe Verletzungsgefahr. Und: „Ich bin weltweit der erste und einzige, dessen Kunststoffbeschläge klar sind und nicht milchig. Dadurch erkennt der Schmied genau, wo er nageln muss“. Zehn verschiedene Größen entwickelte der Tüftler. Überstehendes Material muss nicht mehr wie beim Eisen heiß gemacht und gebogen werden sondern wird abgeraspelt.
Doch für seine Idee fand er keine Befürworter, keine Kredite und hatte die „Eisenlobby“ gegen sich. Auf Messen und Tagungen stellte er seine Produkte vor. Er verschickte „Marathons“ an den Schmied der Queen, zum Scheich nach Dubai, nach Neuseeland, an Polizeireiterstaffeln und Berufsreiter. Distanz- und Springreiter gewannen mit „Marathons“ erste Plätze, Pferde-Kliniken berichteten von erstaunlichen Heilungserfolgen und auf der Pferdemesse Equitana sprach selbst Winnetou Pierre Brice dem 43-Jährigen sein Kompliment aus.
In der Ablehnung der Schmiede gegenüber Kunststoff-Beschlägen sieht Fischlein insbesondere einen Grund: „Die haben Angst, ihr Handwerk zu verlieren“, sagt er und prophezeit, dass das Aufnageln
Dicke Freunde: Der Kunststoff besohlte Araber Ringon und Erfinder Helmut Fischlein.
von Hufeisen verboten und nur noch mit Sondergenehmigung erlaubt sein wird.
Fischlein entwickelte keilförmige und glatte Hufeinlagen aus Kunststoff, die man zwischen Huf und Hufeisen legen kann. Außerdem erfand er spezielle Werkzeuge, Hufnägel, Stollen, anschraubbare Seitenkappen und Kunststoff-Beschläge, die angeklebt werden können.
Heute verkauft er jährlich 50.000 seiner Beschläge an Händler in der ganzen Welt. „Wenn ich hierzulande nur fünf Prozent Marktanteil hätte, wäre das schon was“, sagt er.
Zur Zeit entwickelt der Reitfan ein neues patentiertes Hufbeschlagsystem. Leider fehlen die finanziellen Mittel. Seine Patente verkaufen will er nicht: „Ich will kein Geld, damit mein Patent für immer in irgendeiner Schublade verschwindet und dafür weiter krank machende Hufeisen verwendet werden.“ Er sucht „idealistische Sponsoren“, die ihn bei den Kosten für Entwicklung und Vetrieb eines neuen, dreiteiligen Baukastensystems – insgesamt ca. 750.000 Euro – unterstützen.
Das System besteht aus einer Oberseite zum Nageln oder Kleben, einem verstellbaren Steg auf der bei Hufeisen offenen Seite und einer Unterseite für verschiedene Profile und Härtegrade je nach Reitweise, Wetter oder Untergrund. „Das spart Kosten, nur die Unterseite nutzt sich ab.“ Übrigens: Mit Ringon reitet er wieder durch die waldhessischen Gefilde.
Infos zu Helmut Fischlein und seinen Kunststoffbeschlägen unter www.marathons.de sowie www.fischlein-design.de und unter Tel.: 06623 / 919991.
Quelle: www.kreisanzeiger-online.de
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