Junghund in der Pupertät - ich weiß nicht mehr weiter

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  • Junghund in der Pupertät - ich weiß nicht mehr weiter Beitrag #1
Swissydog

Swissydog

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Guten Morgen,

muss hier wieder mal was loswerden und vl. hat ja jemand einen Tipp für mich:
Mein 7 Monate alter Schweizer Sennenhund macht mich wahnsinnig.

Am Tag ist er der liebste Hund und am Abend dreht er völlig durch. (macht er aber nur bei mir)
Er springt mich an, halt mich an der Kleidung fest, zwickt auch manchmal ziemlich heftig zu usw.
macht es aber nicht boshaft sondern wendelt aufgeregt mit dem Schwanz.

Wenn ich ihn dann beruhigen möchte iwrd es nur noch heftiger.
Habe auch schon versucht mich wegzudrehen -> zwickt er in den Allerwertesten,aus dem Raum zu gehen und ihn ignorieren -> guckt momentan etwas doof aus der Wäsche und dann gehts wieder von vorne los, in seinen Korb zu schicken (und ihn mit der Leine dort festmachen)...

Das ganze drauert so ca eine Stunde und dann ist er wieder der liebe kleine Racker....

Hab mir schon gedacht, dass er vl geistig zu wenig ausgelastet ist?!

Bin über jeden Tipp dankbar (auch vl wie man ihn drinnen geistig auspowern kann?), denn schön langsam verzweifle ich.

Vielen Dank
Lg,
Swissydog
 
  • Junghund in der Pupertät - ich weiß nicht mehr weiter Beitrag #2
Hallo, der Hund kontrolliert Dich und spielt Machtspiele mit Dir. Das er mit dem Schwanz wedelt heißt nicht, dass er es nett meint oder spaßig meint. Hunde Wedeln vor Aufregung mit dem Schwanz, aber das kann auch kurz vor einem Kampf sein. Du solltest ihm klar machen , welches Verhalten Du von ihm erwartest- springt er, schnappt er - muss er sofort ein klares Nein Kriegen und für erwünschtes Verhalten eine Belohnng. Wie ist es den sonst mit Gehorsam? Sitz, Fuß, Leinenführigkeit? Drinnen geistig fordern; Mein Hund kann; Rolle, Toter Hund, Schubladen öffnen, Schubladen schliessen, auf Kommado sein Schwein quietschen lassen, Kreise drehen, um Hindernisse laufen, Pfötchen geben, gib Five, Küsschen geben, jeden Tag 10 min reichen..... ;)
 
  • Junghund in der Pupertät - ich weiß nicht mehr weiter Beitrag #3
Wie lastet ihr den Hund die Woche über aus?

Wenn er das nur bei dir macht läuft da zwischen euch beiden irgendwas noch nicht so rund. Bist du seine Hauptbezugsperson? Oder eine davon? Nimmt er dich sonst ernst?
Hast du vielleicht die Möglichkeit, das abends mal filmen zu lassen? Die Frage ist ja dann auch, was machst DU anders als alle anderen, bei denen er es scheinbar nicht so zeigt? Bist du vielleicht sonst nicht immer ganz so konsequent und machst immer mal wieder Ausnahmen? Dann hätte er nämlich gelernt, dass er bei dir nur hartnäckig sein muss bis er sich aufführen kann wie er will... Oder hast du eine unklare Körpersprache?
Da einfach mal nen Blick drauf behalten.

Ansonsten natürlich wie die Vorgänger schon sagen: Da muss richtig konsequent gesagt werden, dass das nicht geht. Wenn Nein nichts bringt und dein Hund einigermaßen stabil im Kopf ist kannst du auhc einfach mal das Knie heben wenn er ansetzt hochzuspringen. Ist nicht ganz angenehm, weder für dich noch für den Hund, aber wenn man es richtig macht reichen 1-2 mal auch aus :)
 
  • Junghund in der Pupertät - ich weiß nicht mehr weiter Beitrag #4
Also Grundgehorsam funktioniert ziemlich gut. Abrufen üben wir gerade intensiv. Ansonsten alles paletti.

Hauptbezugsperson bin auch ich, von mir bekommt er sein Futter, ich geh mit ihm in die Hundeschule, übe Tricks mit ihm usw. Und was das konsequent sein angeht :) muss ich meinen Freund miterziehen... er lässt ihm beinahe alles durchgehen... wenn Herr Hund nicht sitzen möchte, dann muss er auch nicht (kleines Beispiel)

Ich kann mir echt nicht erklären, was ich falsch mache.

Vl liegts wirklich an meiner Körpersprache.....
 
  • Junghund in der Pupertät - ich weiß nicht mehr weiter Beitrag #5
Auch ich schließe mich an.
Konsequent klar machen, was geht und was nicht geht.;)

Wir haben in der Nachbarschaft auch eine junge Sennenhündin ( gss ) sie ist im selben Alter.
Was ich da so mitkriege ist schon heftig,wie sie pubertiert.:roll: Allerdings ist da auch keiner der Konsequent handelt...
Problem dort- sie hat schon Probleme mit den Gelenken und darf nicht lange laufen nicht toben etc.

Womit wir wieder beim Thema wären,was macht ihr den so mit ihm?

Edit, unsere Beiträge haben sich überschnitten.:D

Mit Körpersprache kann man viel machen, aber hier kann dir keiner Sagen obs daran liegt, wir sehen dich ja nicht :)

Schreib doch mal genauer was ihr so macht? Wie lange geht ihr raus.
Wie oft Unterordnung etc.
 
  • Junghund in der Pupertät - ich weiß nicht mehr weiter Beitrag #6
Also grundsätzlich hat er freien Zugang zu Gerten und Haus, wo er ach schon mal seine verrückten 5 min Runden dreht. Gelich hinter unserem Haus ist ein Wald in den wir eigentlich jeden Tag gehen. Dort kann er Zeitung lesen und Grundgehorsam wird geübt (Sitz, Platz, Bleib, Hier usw. das übliche eben). Weiters gehen wir Abends immer eine große Runde. So ca. 1 Std. länger sollen wir lt. Züchterin nicht gehen.
Zuhause wird dann nochmal Grundgehorsam und Tricks geübt. Körperlich denke ich mal nicht das er unterfordert ist. Nur Suchspiele und dergleichen machen wir überhaupt nicht. Das hab ich etwas versäumt und nun kapiert er nicht wirklich, dass er seine Leckerlies suchen muss ^^
 
  • Junghund in der Pupertät - ich weiß nicht mehr weiter Beitrag #7
Ah Ok...
Körperlich ist ok denke ich.
Wobei ich immer etwas Bauchweh habe, wenn der Hund alleine rein und raus kann wie er will und viel alleine im Garten ist.
Aber gut, muss jeder selber entscheiden.

Suchspiele sind eine schöne Sache zur geistigen Auslastung.
Hast du mal daran gedacht vielleicht was mit dem Futterbeutel zumachen?

Mit den Leckerchen Suchen, wie hast du das gemacht? Ist ja schon seltsam das er darauf nicht anspringt:eusa_think:
 
  • Junghund in der Pupertät - ich weiß nicht mehr weiter Beitrag #8
ok... dazu hat jeder eine andere Meinung :D aber nachdem unser kleiner genug Zuwendung und Erziehung bekommt (und natürlich nicht immer alleine ist) finde ich das ok... hab ja leider auch noch andere Sachen zu erledigen^^

hmmm.... ich hab ihm das Leckerchen gezeigt, ihn sitz mach lassen und es dann vor seinen Augen versteckt, so dass er eigentlich sieht wo ich es hingebe. Dann hab ich mehrere versteckt. Er sucht sie zwar aber wenn er sie nicht gleich findet, interessiert ihn das ganze nicht mehr. Da muss ich ihm dann helfen.
 
  • Junghund in der Pupertät - ich weiß nicht mehr weiter Beitrag #9
Das ist klar. Hunde müssen ja erst lernen was du meinst :)
Also langsam einsteigen! Erstmal das Kommando üben. Heißt, du legst es quasi irgendwo auf den Boden, aber noch gut sichtbar. Dann gehst du zu ihm hin, lässt ihn mal kurz an der Hand schnüffeln in der du das Leckerlie hattest und gibst das Kommando.
Dann kannst du das LANGSAM steigern. Hinter Sachen legen, die auf dem Boden sind (Tischbein o.ä.), aber immer noch so dass er zukucken kann. Wieder wie oben.
Die Nase will auch erst geübt werden.

Wenn er das Kommando irgendwann kapiert hat und weiß wie er seine Nase einsetzen muss könnt ihr das dann immer schwieriger gestalten. Und keine Angst, "verpasst" hast du da noch nichts, Hunde können eigentlich in jedem Alter noch Suchspiele lernen :D

Wie wirkt er denn? Ich würde tatsächlich auch immer wieder mal länger mit ihm gehen. Nicht jeden Tag, aber so 2-3h Auslauf am Tag braucht der Hund schon. Garten zählt da nicht wirklich dazu :) Gerade in dem Alter ist es wichtig, dass der Hund die Möglichkeit hat, die Energie abzubauen.
Vielleicht fordert er dich auch nur auf diese unverschämte Art und Weise heraus, mit ihm zu spielen, das hat meiner eine Weile gemacht.
Darauf darfst du in der Situation natürlich nicht eingehen ;) Aber Spielen generell ist sehr wichtig. Heißt, mit dem Hund über die Wiese toben, je nach Hund auch mal rangeln, Zerrspiele, zusammen Plüschtiere zerfetzen... sowas brauchen sie schon.
 
  • Junghund in der Pupertät - ich weiß nicht mehr weiter Beitrag #10
Das sind Machtspielchens - da heisst es durchsetzen - durchsetzen und die Oberhand gewinnen. Du bist der Mensch und der Hund ist der Hund... Eine gute Bekannte von mir - die seit 70 Jahren mit Hunden zu tun hat - sagte mir einmal - ein Hund muss besser folgen wie Kinder - und ja - sie hat durchaus recht.

Einem Hund ist grundsätzlich Fad - wenn er in Begleitung von Menschen ist - ja und es gibt welche - die immer mal wieder austesten... sowas kann einmal vorkommen - aber es muss nicht ständig vorkommen. (auch ich als "Hundeerfahrene Persönlichkeit" hatte vor Jahren so ein Ahaerlebnis mit einem meiner Babies und meinem Hund, der Hund ist eine Seele - aber sie hat mich hektisch versucht vom dem Kind wegzuzerren, sie war sogar bereit mich zu zwicken damit ich weggehe . Sie hat mir in dem Augenblick nicht vertraut... Ich wollte das Kind wickeln - das Kind hat geschriehen und sich gewehrt - da war Feuer auf dem Dach für meinem Hund. Wir haben das für uns geregelt - sie hat das Vertrauen wieder gefunden - ich würde nie und nimmer irgendjemanden wehtun - und tja - Kinder schreien nun einmal - das hat noch lange nichts zu bedeuten).

Das Mensch-Hunde vertrauen wächst mit der Zeit - Spielen und in die Schranken weisen beschleunigt das ganze - aber wichtig - Spielen UND durchsetzen. An deiner Körpersprache arbeiten - es hilft dir nichts - wenn du hingehst in der Körperhaltung "Bitte garschön - sei doch wieder mal brav" - richtiger ist es "Nun habe ich das Ruder in der Hand und ich sage "schluss jetzt").

Arbeite an dir und mit deinem Tier - du wirst sehen - das funktioniert einwandfrei - nur darfst du keine Unsicherheit von dir aus zulassen dann weiss auch dein Hund - wann schluss ist. Es gibt sehr starke Gesten - auf die ein Hund nahezu von Geburt an reagiert - es gibt schwächere... Manche sagen kommandos - manche machen Gestiken mit den Armen und teilweise mit den Füssen - bei manchen Hunden reicht Blickkontakt... Wie du es gerne haben willst und mit einem System mit dem ihr beide gut arbeiten könnt... Es hilft dir nichts - wenn dein Hund auf Blickkontakt trainiert ist und ein Häschen auf der wiese - und der Hund ist fort... da hilft dann das beste schreien - rufen oder liebevolles "braver Hund - komm doch wieder her" nichts...
 
  • Junghund in der Pupertät - ich weiß nicht mehr weiter Beitrag #11
Hallo,
es wurde schon viel wichtiges und richtiges gesagt. Mir fehlt nur noch, die ein oder andere Erklärung warum dein Hund das macht.

Zuerst - das Verhalten deines jungen Hundes ist ganz einfach und klar: respektlos.

Er betrachtet und "behandelt" dich nicht als Chef / Ansager, sondern als Spielkamerad, der gefälligst das zu tun hat, was er gerade möchte. Wenn dein Freund in den ein oder anderen Momenten inkonsequent ist ist das nicht weiter schlimm, sondern führt nur dazu , daß auch er irgendwann nicht mehr "ernst" genommen wird , vom Hund. Der Hund kann dich und deinen Freund sehr wohl unterscheiden.

Fatal an dem Ganzen ist, daß man und das kenne ich selbst auch, es ja "eigentlich" ganz süß findet, wenn der Hund einen auffordert und als gleichgestellten Kamerad ansieht....und man irgendwie manchmal ein schlechtes Geisssen hat - weil man zu viel andere Dinge machen musste....bis, ja bis es genauso kommt wie du es gerade beschreibst.Und nervig und anstrengend ist sie auch, diese ewige Konsequenz - doch es lohnt sich.

Gut daran ist, daß du zu JEDER Zeit das Ruder rumreißen kannst . Das geht jetzt genauso wie in 2 jahren oder 3 wobei es jetzt (wehret den Anfängen) für alle Beteiligten einfacher ist.

Beobachte dich heute mal, was der Hund genau alles so wirklich mit dir / euch zur Auslastung gemacht hat. Und finde heraus, ob du selbst denkst es sei wirklich genug.
Beobachte was genau du in den Minuten / Sekunden bevor er aufdreht machst - wie ist deine Stimmung, wie ist die Athmo im Haus - wie bewegst du dich und wie bewegt sich dein Hund in diesen Momenten.
Versuch das mal zu analysieren und wenn es dann soweit ist - lass ihn allein im leeren stehen, verlasse das Zimmer bevor es los geht. Glaub mir er wird sich sehr wundern.....und zwickt er dich dennoch in den Po - "beiß" blitzschnell kurz zurück mit einem Schubser und leicht gekrallter Hand - das tut nicht weh sondern sagt ihm : "Stop" und gehe ....wortlos. Nicht dabei sprechen und schon gar nicht (auch innerlich nicht Lachen) - versuche in der selsbt wirklich "Ablehnung" dieses Verhaltens zu fühlen. Deine Körpersprche wird sich dem entsprechend ändern.
Sobald er aber anfängt zu entspannen - dann belobige ihn, sofort.

Ein Spiel und Such Tip:
Voller Bauch studiert nicht gerne - lass deinen Hund sein Futter erarbeiten - weg mit dem Futternapf und her mit allen Spielen / Übungen und Verstecken die dir einfallen. (Siehe "langsam" wie Infano das beschrieb) Was denkst du, wie schnell ein Hund, Sitzt, sich hinlegt oder sein Futter sucht und findet, wenn er nicht satt vom Futternapf kommt.
Mess seine Tages-Ration ab und lass sie ihn erarbeiten....das macht Spaß, bindet und strengt den Teenee an:mrgreen:

LG Suno
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Junghund in der Pupertät - ich weiß nicht mehr weiter Beitrag #12
Grundsätzlich hört Schadstoffe erst mal gut an was Du mit dem Hund machst. Ich würde ihn allerdings nicht rauslassen wann er will und auch nicht alleine im Garten stromern lassen. Da kannst Du keine Regeln überprüfen und der Hund lernt seine Dinge alleine zu regeln. Ein Hund muss ein verlässlicher Partner sein bis man die Zügel lockert. Wenn er Sitz und solche Sachen kann, dann wende Diese doch vielleicht an, wenn er an Dir hochspringt und lobe ihn wenn er gutes Verhalten zeigt. Und um solche Spielchen zu lernen ist es doch noch nicht zu spät. Er muss erst mal permanent Erfolgserlebnisse haben und zwar nach zwei- drei Sekunden und auch wenn er anfängt zu suchen wird das belohnt.
 
  • Junghund in der Pupertät - ich weiß nicht mehr weiter Beitrag #13
Super danke für eure Tipps... wird schon etwas besser. Versuche jt schon im Vorraus zu erkennen wann er diese Phasen bekommt und leite seine Energie ins schnüffeln um:clap:
Funktioniert soweit ziemlich gut^^

LG
 
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