Therapiehundeausbildung?

Diskutiere Therapiehundeausbildung? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Huhu! Eine Gassifreundin von mir macht mit ihrem Mali eine Therapiehundeausbildung. Sie ist glaube ich Heilerziehungsplegerin. Von dem, was sie so...
  • Therapiehundeausbildung? Beitrag #1
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Kiwi

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Huhu!
Eine Gassifreundin von mir macht mit ihrem Mali eine Therapiehundeausbildung. Sie ist glaube ich Heilerziehungsplegerin.
Von dem, was sie so erzählt, habe ich das Gefühl, dass Mo sich von seinem Wesen her extrem gut zum Therapiehund eigenen würde.
[VERSTECK]Er ist extrem nervenstark, lässt sich (außer von Korrekturen von mir) nicht leicht erschrecken, hat eine hohe Reizschwelle, was Stress und Lärm angeht, würde niemals in irgendeiner Situation aggresiv reagieren und liebt es, von so vielen Leuten wie möglich beknuddelt zu werden und dazu schon fast nen Schäferhund-WTP[/VERSTECK]
Nun frage ich mich, ob das überhaupt sinnvoll ist, wen man keinen Job in diese Richtung hat (ich studiere ab nächstem Jahr wieder Gymnasiallehramt).
Kann man auch Theraphiehundeführer sein, ohne das Hauptberuflich zu machen? Also nur so als Ehrenamt?
Wer was weiß, möge mich mit seinem Wissen überschütten, vielleicht führt diese fixe Idee von mir ja irgendwo hin :mrgreen:
 
  • Therapiehundeausbildung? Beitrag #2
Ich kann Dir nur sagen wie es in NRW ist. In NRW muss der Hund zunächst eine Beglethundeprüfung machen, dann kannst Du den Hund zum Therapiehund ausbilden lassen, wenn Du selbst in einem therapeutischen Beruf tätig bist. Die andere Möglichkeit, wäre den Hund zum Besuchshund ausbilden zu lassen. Er darf dann in Schulen und Altenheimen arbeiten. Die Ausbildung kann extrem teuer sein.
 
  • Therapiehundeausbildung? Beitrag #3
Von Ausbildung etc, hab ich leider keine Ahnung.

Ich hab auch direkt an Schulhund gedacht:eusa_think:.
Wenn du Lehrerin wirst- an der Schule meiner Tochter ist auch ein Schulhund.
Alle sind begeistert davon.
 
  • Therapiehundeausbildung? Beitrag #4
Nur bis ich Lehrerin bin, ist er für die Ausbildung zu alt :lol: Aber auch als Schulhund tät er sich bestimmt eignen. Einfach, weil man ihn auch problemlos mal ablegen kann und er bleibt gechillt liegen, auch wenn Leute umherlaufen.
Aber danke schonmal für die Antworten^^
 
  • Therapiehundeausbildung? Beitrag #5
Hey;)
Ich kann Dir nur sagen wie es in NRW ist. In NRW muss der Hund zunächst eine Beglethundeprüfung machen, dann kannst Du den Hund zum Therapiehund ausbilden lassen, wenn Du selbst in einem therapeutischen Beruf tätig bist. Die andere Möglichkeit, wäre den Hund zum Besuchshund ausbilden zu lassen. Er darf dann in Schulen und Altenheimen arbeiten. Die Ausbildung kann extrem teuer sein.

Dem muss ich leider widersprechen.

Es gibt absolut gar keine Vorgaben für diesen Bereich und eine Begleithundeprüfung ist definitiv keine "Zulassungsgarantie". Das gilt nur bei einigen Vereinen. Persönlich finde ich das recht bedenklich, da ein Hund da schließlich nur zeigt, dass er "Sitz" machen kann- nichts was man in der Arbeit jedoch wirklich braucht;)

Wenn du in diese Richtung gehen willst dann stell´dich darauf ein, dass es schwer wird eine gute Ausbildungsstelle zu finden. Die meisten Ausbildungen umfassen max. ein paar Wochenenden und sind meist nur am Menschen orientiert und fast nie sind Kynologen involviert.

Bei den Kosten stell´dich ruhig auf > 3000,-.

Im Prinzip könntest du sogar jetzt schon losgehen und deinen Hund als Therapiebegleithund "vermarkten", da es da höchstens ein paar Orientierungsleitlinien der ESAAT etc gibt und selbst die sind nicht am Hund, sondern nur am Menschen orientiert.

Guck doch mal in den Thread von Sumo88, da sind fast die gleichen Fragen nochmal erörtert;)
 
  • Therapiehundeausbildung? Beitrag #6
Dem muss ich leider widersprechen.

Es gibt absolut gar keine Vorgaben für diesen Bereich

Jein.

Es gilt schon, dass man tiergestützte Therapie nur anbieten kann, wenn man als Therapeut ausgebildet ist ;)

Und auch tiergestützte Pädagogik muss von einem ausgebildetem Pädagogen durchgeführt werden.

Es geht dabei darum, dass die ausführende Person einfach auch weiss, was sie tut. Das kann man in den Wochenendkursen keinem Laien beibringen. Deshalb ist das ganze Tiergestützte auch eine Weiterbildung im erlernten Beruf.

Was allgemein als Therapie-Hund durchgeht und divers angeboten wird, berechtigt niemanden, eine Therapie durchzuführen.
Man kann eventuell als Teil einer Therapie unter ausgebildeter Anleitung teil nehmen, aber dann setzt der Therapeut den Hund gezielt ein und nicht der Besitzer.
 
  • Therapiehundeausbildung? Beitrag #7
Hey;)


Dem muss ich leider widersprechen.

Es gibt absolut gar keine Vorgaben für diesen Bereich und eine Begleithundeprüfung ist definitiv keine "Zulassungsgarantie". Das gilt nur bei einigen Vereinen. Persönlich finde ich das recht bedenklich, da ein Hund da schließlich nur zeigt, dass er "Sitz" machen kann- nichts was man in der Arbeit jedoch wirklich braucht;)


Ich sehe da gar kein Widerspruch. Nur die Ausbildungsstätten für Hunde die ich kenne wollen eine Begleithundeprüfung als Einstiegsvorausetzung. Ich halte das auch für sinnvoll.
Die sogenannte Bgvp, die mein Hund absolviert hat, bestand außer einer Gehorsamsprüfung ( ein bisschen mehr als Sitz war da schon nötig) die ich für sehr sinnvoll gerade in der Arbeit mit Kindern, älteren Menschen und Behinderten Menschen halte. Der Hund soll auf Rückruf kommen, er soll in Freifolge und an der Leine mitlaufen und er soll vor allem auch trotz Ablenkung Sitzen oder Liegen bleiben, halte ich bei der Arbeit für sinnvoll.
Dann bestand die Prüfung aber auch aus einem Teil Alltagstauglichkeit: ruhiges Verhalten bei Menschen mit Rollator, mit Schirmen, Kindern mit Fahrrädern, Anbinden am Supermarkt u.s.w und schließlich auch noch einer Sachkundeprüfung .
 
  • Therapiehundeausbildung? Beitrag #8
Nienor, so SOLLTE es sein, faktisch ist es aber nicht so.

Ich weiß nicht, ob in der Schweiz andere Regelungen gängig sind, aber in Deutschland darfst du auch als komplett unausgebildete Person "Tiergestützte Therapie" anbieten.
Es gibt eben einfach niemanden, der das kontrolliert, geschweige denn Richtlinien dafür aufgestellt hat bzw. werden diese kaum anerkannt.

Die einzige "Kontrollinstanz", wenn man so will, sind die Einrichtungen selbst, wenn diese nur "richtige" Therapeuten mit ihren Hunden arbeiten lassen. Gibt aber auch jede Menge "Therapeuten", die nach wie vor "nur" z.B. Bankangestellte sind um mal ein ganz plattes Beispiel zu nennen.

Es wäre eig. mehr als erstrebenswert, dass die Menschen, die das anbieten wissen was sie tun, aber das ist nur bei ganz wenigen Ausbildungen gegeben, dass da für die Praxis ausgebildet wird (abgesehen von den Studiengängen an Hochschulen, die es zu diesem Bereich inzwischen gibt).

Da ich in dem Bereich arbeite, habe ich auch schon mit allen großen Krankenversicherungen telefoniert um da abzuklären wie da der Standpunkt ist und es ist eben leider so, dass zum einen diese Sachen selten übernommen werden und zum anderen die Krankenkassen weder wissen was an Qualitätskriterien wichtig sind und wirklich jeder Anbieter pauschal akzeptiert wird bzw. die Ausbildung nicht hinterfragt werden kann/wird.

Bei Schulhunden ist dieser Zusammenhang nochmal etwas anders, aber auch da gilt, dass es z.B. in NRW immer eine Einzelentscheidung des jeweiligen Rektors ist, ob der Hund eingesetzt werden darf oder nicht, da der Hund als Lernmittel gilt.
Ob man Montessori-Material oder einen Hund einsetzt ist somit rechtlich gleichgestellt.
Deswegen gibt es ja auch so extrem viele "Schulhunde", die auf gut Glück eingesetzt werden.

Was jetzt übrigens nicht heißen soll, dass keiner von den Menschen, die das machen nicht weiß was er tut, aber leider ist es so, dass eben doch viele das große Geld damit wittern und ihre Hunde auf Gedeih und Verderb einsetzen bzw. vollkommen unprofessionell andere ausbilden.

Guckt man sich die Stundensätze für Therapiebegleithundeeinsätze (und auch Besuchshunden) an ist das auch fast schon zwingend logisch, dass es da viele schwarze Schafe gibt.
Wir sprechen da zur groben Orientierung von Stundensätzen, die sich zwischen 25 und weit über 100 Euro bewegen- das Maximum, das ich für ein Gruppenangebot erlebt habe waren 135,-/Std. von einer komplett unausgebildeten Person, die tierschutzrechtlich grenzwertig mit ihren Hunden gearbeitet hat und die Gesundheit der Bewohner gefährdet hat. In diesem Bereich absoluter Usus.

Ich sehe da gar kein Widerspruch
Ich halte es auch nicht für einen Widerspruch, sondern für bedenklich, wenn das als einzige Voraussetzung für die Arbeit gewertet wird. Das ist Gott sei Dank nicht überall so;)
Wollte nur darauf hinweisen, dass das kein Qualitätsmerkmal sein muss.
 
  • Therapiehundeausbildung? Beitrag #9
Off-Topic
Boah, ich will da auch Geld für :eusa_eh:
BJ macht das ja völlig unentgeltlich...
 
  • Therapiehundeausbildung? Beitrag #10
Off-Topic
Boah, ich will da auch Geld für :eusa_eh:
BJ macht das ja völlig unentgeltlich...
Ist gar nicht so einfach das durchzusetzen;)
Wir kriegen immer mal wieder Anfragen, ob wir das nicht doch umsonst machen würden, wäre ja schließlich "nur" mal kurz Hunde streicheln...Dass da noch ein riesiger Rattenschwanz mit Dokumentation, Auswertung, Sitzungsplanung, Vertragserarbeitung usw. usw. dran hängt sieht da echt keiner:eusa_doh:
 
  • Therapiehundeausbildung? Beitrag #11
Off-Topic
Das glaub ich gern :D Außerdem glaub ich nicht, dass unsere Chefs da mitziehen. Also bleibt BJ wohl Ehrenamtlicher...
 
  • Therapiehundeausbildung? Beitrag #12
Hab jetzt nicht alles gelesen aber ich finde die Idee echt spitze. ich durfte Mo ja kennen lernen und ich denke das er sich gut darin macht.

Da ich ähnliches hier grade "durch" habe kann ich bissl berichten.

Also Hier braucht der Hund auf jeen fall die BH die is generell grundvorraussetzung für jede weitere ausbildung. Danach kann man so einen Kurs machen allerdings is das verdammt teuer daher rate ich dir eher einen verrein zu haben für den du dann arbeitest der dir villt dann einen Teil der Kosten übernimmt. Oder du sparst jetzt schon.

Ach ja und zu alt sollte der Hund auch nicht sein nicht das du ihn überforderst auch pausen braucht er (und damit meine ich nun nicht mal ein par stunden oder Tage. ich "Kenne" aus nem Forum wen der is schon ein Halbes Jahr in "Pause" da der Hund das "Einforderte")

Aber wenn du das wirklich willst is das sicher ne gute sache.

Bei "uns" wurde daraus dann doch nix da der Hund 1. zu alt und 2. Doch wenn man erlich ist nicht wirklich dafür geeignet war. (ich glaube hier ginbts sogar nen Thread von mir, wenn du willst kram ich den dann mal raus)
 
  • Therapiehundeausbildung? Beitrag #13
Hi, das ist eine gute Frage! Ja, normalerweise geht das. Es wird ja nicht nur der Hund ausgebildet, sondern der Hundebesitzer muss auch Prüfungen absolvieren. Es kann sein, dass es sich von Bundesland zu Bundesland unterscheidet.
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