Ich kann mich den anderen nur anschließen - aus sämtlichen schon genannten Gründen.
Es reicht nicht, die Eltern zu "überreden" - sie müssen wirklich überzeugt sein und auch dahinterstehen, denn mindestens die nächsten 6 Jahre wirst Du finanziell wohl kaum für sie aufkommen können - sollten sie wirklich ernsthaft krank werden oder verletzt, dann wirst Du die Kosten nicht von Deinem Taschengeld bezahlen können. Und so Sachen wie Ausstattung (Kratzbäume, Klos, Streu, Futter) kosten eben auch. Womöglich könntest Du von Deinem Taschengeld das Futter bezahlen - mehr aber wahrscheinlich nicht - und das willst Du wahrscheinlich auch nicht, denn Du möchtest Dir ja sicher auch mal was anderes gönnen - v. a., wenn Du noch ein bisschen älter wirst. Mal ins Kino oder über die Kirmes mit Freunden oder später auch mal einfach so weggehen - das bezahlt sich alles nicht von allein, und dann bleibt für die Katzen nicht mehr wirklich was übrig.
Das war Punkt 1.
Punkt 2: Du bist 12 - Deine Interessen werden sich verändern - Du hast jetzt schon ziemlich viele Tiere - dazu noch 2 Katzen? Was ist, wenn Du in 2, 3, 4 Jahren ´ne Freundin hast und die Tiere nebensächlich werden? (Natürlich sagst Du jetzt: "Das wird nicht passieren!" - Aber Du glaubst gar nicht, wie oft das passiert. Und dann bleibt alles an den Eltern hängen, die die Tiere eigentlich gar nicht wollten.... Katzenklos und Futter machen sich nicht von allein - Streicheleinheiten und/oder spielen wollen auch die meisten Katzen und fordern das auch ein... Und wenn sie das nicht (mehr) bekommen bzw. z. B. merken, dass Deine Eltern oder Du das nur (noch) halbherzig tun - dann können sie mit Protestreaktionen wie Pinkeln oder Aggressionen reagieren - und dann?
Punkt 3 - auch ein sehr wichtiger: Die Allergie Deines Bruders. Jetzt hat er offenbar nur selten Kontakt zu Katzen, und selbst da niest er schon mehr oder weniger stark. Wie soll das werden, wenn dauerhaft Katzen bei Euch wohnen? Die Katzenhaare sind dann überall - und der Speichel, auf den man eben allergisch ist - somit auch. So eine Allergie wird im Laufe der Zeit in der Regel leider nicht besser (es gibt so seltene Fälle, aber die sind WIRKLICH selten!) - sondern im Gegenteil eben immer schlimmer und schlimmer, und ja, das kann wirklich zu Asthma führen, und damit ist nicht zu spaßen.
Ich rede aus eigener Erfahrung, ich habe eine schlimme Mäuse- und Rattenallergie, weshalb wir die Haltung dieser Tiere leider aufgeben mussten. Das wurde auch immer schlimmer und schlimmer, ich konnte nachts kaum noch Luft bekommen und habe (wenn ich es denn überhaupt konnte) im Sitzen geschlafen und hatte stets mein Notfallspray am Bett. Mäuse und Ratten werden aber nur ca. 2 Jahre alt - das konnten wir noch "aussitzen", bevor wir die letzten Tierchen in liebevolle Hände vermittelt haben. Katzen werden aber nun mal deutlich älter, da kann man nicht warten... und Dein Bruder wird auch noch mindestens 2-3 Jahre zu Hause sein, möglicherweise auch noch deutlich länger - das wird nicht gutgehen.
Mein Vorschlag wäre: Kümmere Dich gut um die Hunde, Kaninchen und den Hamster - und wenn Du später auf eigenen Beinen stehst und Dein Bruder nicht mehr in der gleichen Wohnung wohnt wie Du, dann denk nochmal über die Katzen nach. Wenn Deine Eltern sich bis zum Auszug Deines Bruders an den Gedanken "Katzen" gewöhnt haben, könntest Du sie evtl. sogar eher anschaffen - wenn Du dann immer noch möchtest - allerdings wäre auch das für Deinen Bruder dann blöd, weil er dann immer Probleme bekäme, wenn er Euch mal besuchen wollte....
(Wir haben Freunde mit Katzenallergie - die können uns nur im Sommer besuchen, wenn wir auf der Terrasse sitzen können. Im Winter muss die eine von ihnen mit Mundschutz hier sitzen, weil sie sonst nächtliche Erstickungsanfälle bekommt.... Mit Allergien ist wirklich nicht zu spaßen!)
LG, seven