Hundevermittlung aus Spanien

Diskutiere Hundevermittlung aus Spanien im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo Forum:D ich bin ganz neu in diesem Forum bzw. das ist mein erstes Forum überhaupt. Ich beschäftige mich zur Zeit mit der Anschaffung eines...
  • Hundevermittlung aus Spanien Beitrag #1
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sue1963

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Hallo Forum:D
ich bin ganz neu in diesem Forum bzw. das ist mein erstes Forum überhaupt.
Ich beschäftige mich zur Zeit mit der Anschaffung eines eigenen Hundes. Im Internet gibt es tausende von Junghunden aus dem Ausland.
Die gängige Praxis dabei ist, dass man seinen Hund aufgrund von Fotos, Videos und Textbeschreibungen auswählt und dieser kommt dann mit einem Transport irgendwo in Deutschland an. Dort übernimmt man seinen Hund. Man hat ihn nie gesehen, nicht gestreichelt und weiß nicht, ob die Chemie stimmt. Ob ein Funke überspringt. Wer hat Erfahrung mit dieser Art einen Hund zu bekommen und kann mir seine Erfahrung dazu mitteilen.
Ich möchte keinen Welpen vom Züchter und in den deutschen Tierheimen sind zu 90% Problemhunde ( ich arbeite ehrenamtlich in einem Tierheim, daher habe ich diesbezüglich Erfahrung)
Über Zuschriften würde ich mich sehr freuen.
eine hoffentlich baldige , glückliche Hundebesitzerin
 
  • Hundevermittlung aus Spanien Beitrag #2
Huhu,

ich habe meinen Hund so ausgesucht, aber ganz unproblematisch ist das natürlich nicht ;).
Den berühmten Funken braucht es m.E. nicht unbedingt, man muss sich ja auch aneinander gewöhnen. Allerdings ist es auch schwer, einen Hund nur anhand von Eckdaten auszuwählen. Bei mir kam der Funke über das Bild, der Rest hat dann schon gepasst :lol:. Ganz wichtig dabei ist, flexibel zu sein. Selbst bei seriösen Organisationen (und eine solche sollte es unbedingt sein, ich verweise dazu mal auf unsere Zeitschrift: , da gibts auch Erfahrungsberichte und Tipps zur Auswahl einer Orga) können die Mitarbeiter nicht immer sagen, wie genau der Hund sich verhalten wird, wie groß er wird usw.. Wir hatten hier auch schon einen Fall, wo der Hund dann abgegeben wurde, weil er ein paar Zentimeter größer wurde als erwartet, mit sowas muss man aber einfach rechnen.

Zum Thema Problemhund: Auslandshunde sind zwar nicht immer total verstört, aber auch da gibt es Problemhunde, ich würde sagen fast öfter als im deutschen TH. Nur weil in deinem TH scheinbar so viele sitzen ist das nicht immer der Fall, vl lohnt sich eine etwas weitere Fahrt? Ich bin ja der Meinung, dass man durchaus auch für einen TS-Hund ein Stückchen fahren muss, um den passenden zu bekommen (bei mir waren es etwa 300km). Also ganz abschreiben würde ich die Sparte nicht. Es gibt auch (Auslands-)Hunde auf deutschen Pflegestellen, das würde ich mir auch noch anschauen.

Wie gesagt: Wer einen Auslandshund nach Bild nimmt muss auf Überraschungen gefasst sein und darf sich dann auch nicht beschweren. Meist hat man in dem Fall mit fehlender Sozialisierung und Ängsten zu kämpfen, auch damit sollte man umgehen können. Einen unkomplizierten Hund bekommst du dort also vermutlich statistisch gesehen seltener als aus einem deutschen TH, zumal die Hunde sich dort unter dem großen Stress meist ganz anders verhalten, als sie es Zuhause tun würden.

Liebe Grüße
 
  • Hundevermittlung aus Spanien Beitrag #3
Hallo, ich finde es gut, dass Du Dir einen Hund aus dem Tierschutz holen möchtest, ich habe auch einen Hund aus einem deutschen Tierheim und ich würde es immer wieder machen
. Ich kann allerdings nicht verstehen, warum Du kein Hund aus dem deutschen Tierschutz, sondern ein Hund aus dem Auslandstierschutz haben möchtest.
Du beschreibst die Prozedur ja richtig. Du bekommst einen Hund aus einem fremden Land , hoffentlich von einer seriösen Organisation und bist für ihn verantwortlich. Bei deutschen Tierheimen erwartest Du zu 90% Problemhunde.
In der Hundeschule wo ich mitarbeite erlebe ich allerdings häufig, dass die Hunde aus dem Auslandstierschutz in der Regel mit viel mehr und eben oft unbekannten Problemen behaftet sind.
Ein seriöses Tierheim wird dir immer sagen, wo die Probleme des Hundes liegen. Trotz aller Bewunderung für die Leute, die im Auslandstierschutz arbeiten ( allerdings tummeln sich auch hier viele Schwarze Schafe) würde ich nach meinen vielfältigen Erfahrungen nur im allergrößten Notfall einen Hund direkt aus dem Ausland nehmen. Laut Anzeige sind diese Hunde fast alle kinderlieb, sozialverträglich mit allen Hunden, mit anderen Tieren, stubenrein und haben ein liebes Wesen.
Warum sollte der Hund, der in Spanien ausgesetzt würde oder auf der Strasse gelebt hat, dann von Menschen gejagt wurde und schließlich unter schlechten Bedingungen in einer Tötungsstation gelebt hat kein Problemhund sein, während es der im deutschen Tierheim ist?
Die Hunde, die ich bisher aus dem Ausland erlebt habe, waren meist extrem ängstlich besonders gegenüber Kindern und haben aus ihrer Angst gebissen, waren nicht stubenrein, viele haben sich nicht mit anderen Hunden vertragen, sie möchten nicht Autofahren , hatten Futteraggressionen oder andere Resourcenverteidigung.
Das alles habe ich bei Tierheimhunden auch gesehen, aber notfalls hat das Tierheim den Hund dann auch zurückgenommen oder Hilfe angeboten. Der Auslandshund kann nicht zurück.
 
  • Hundevermittlung aus Spanien Beitrag #4
Ich möchte keinen Welpen vom Züchter und in den deutschen Tierheimen sind zu 90% Problemhunde ( ich arbeite ehrenamtlich in einem Tierheim, daher habe ich diesbezüglich Erfahrung)

Und nur weil du in einem Tierheim arbeitest, sitzen jetzt automatisch in allen Tierheimen Deutschlands Problemhunde? Also sorry, so langsam kann ich dieses "Argument" nicht mehr hören :roll: das ist schlichtweg nicht wahr! Davon abgesehen ist das Risiko einen Problemhund zu bekommen in meinen Augen genauso hoch, wenn man den Hund aus dem Ausland bekommt und diesen noch nicht einmal persönlich kennt.
 
  • Hundevermittlung aus Spanien Beitrag #5
Ich stimme Mischling zu.
Du kannst halt tatsächlich alles bekommen ;) Du kannst einen total verängstigten Hund bekommen der sich vor Aufregung selbst einpinkelt. Du kannst einen Hund bekommen, der in leichten Bedrängungssituationen vorgeht und beißt, du kannst einen Hund bekommen der zwar verträglich ist, dafür aber schon ängstlich ist.
Du kannst einen "Familienhund" bekommen oder ein Arbeitstier, einen Jäger oder einen pphlegmatischen Zeitgenossen... Da ist einfach alles dabei :D

Wenn dir das zu unsicher ist (die Chance auf einen Problemhund hast du bei Auslandshunden noch mehr als im TH, würde ich jetzt mal sagen), kannst du einfach auch bei der Auslandsorga deines Vertrauens kucken, ob die eine Pflegestelle haben. Viele Hunde sitzen in Pflegestellen in Deutschland, wo man sich die Hunde ankucken und kennenlernen kann bevor du ihn dir ins Haus holst. Der Vorteil: Du kannst den Hund kennenlernen, er kennt im Normalfall schon Familienanschluss und mit ihm wurde schon gearbeitet und die PS kann dir natürlich auch wesentlich mehr über den Hund erzählen, als es irgendeine Einrichtung könnte.
 
  • Hundevermittlung aus Spanien Beitrag #6
Wenn dir das zu unsicher ist (die Chance auf einen Problemhund hast du bei Auslandshunden noch mehr als im TH, würde ich jetzt mal sagen)

Dem würde ich mich anschließen, je nachdem wie alt der Hund ist und wo die Orga den her hat. Ein sonst gut erzogener Hund, der mit viel Liebe und Training aufgewachsen ist, wird vermutlich in einer netten Orga untergekommen sein. Wenn sich Orgas aber nur auf Tötungen spezialisieren, kommen da viele traumatisierte Hunde raus. Und das meine ich nicht im romantischen Sinne. Ohne Hundeahnung, Gelduld, Körpersprache und extrem viel Verständnis von dem, was im Hund passiert, geht da nichts. Eine Freundin hat ihre Setterhündin daher. Sie hat - trotz wahnsinnig viel Hundeerfahrung und Können - eine Woche gebraucht, bis sich der Hund mal aus einer dunklen Kammer getraut hat. Der Hund ist bei der Ankunft da rein und blieb... viele Tage. Das war allerdings das einzig problematische. Sie biss nie, war stubenrein (von ihrem vorherigen Zuhause), war nicht aggressiv und liebte Kinder. Jetzt, nach einigen Jahren, kann man sogar ruckartig die Hand hochheben, ohne dass sie sich geduckt verkrümelt :) Eine Bekannte hat mittlerweile 3 Galgos. Die einzige Problematik ist, dass sie nicht gut von der Leine können, da sie als Gebrauchshunde gehalten wurden und dass sie sich mit anderen Hunden nicht vertragen. Ansonsten sehr liebe und nette Hunde, die fremde Menschen lieben und keinerlei Angst haben. Aber die Beispiele haben auch alle sehr kompetente Leute. Daher empfehle ich, dir genau solche Pflegestellen zu suchen, die auch schon Vorarbeit geleistet haben.

Wenn du einen Welpen willst, würde ich sagen, ists egal, ob du den aus Deutschland oder Spanien holst. Solche Hunde werden meist eh in Pflegestellen gehalten und erfahren damit schon eine recht gute Pflege, wenn die Leute es nicht völlig vergeigen. So hab ich damals meinen Jerry geholt. War zwar keine gute Orga, aber wir konnten ihn besuchen, da er schon in Deutschland auf einer Pflegestelle war. Vom Bild her hätten wir uns nie für ihn und seinen Bruder entschieden, von daher find ichs besser, sich sowas live anzuschauen.
 
  • Hundevermittlung aus Spanien Beitrag #7
@ Pewee, ich finde es auch bei Welpen nicht egal, ob man sie aus Deutschland oder aus dem Ausland holt. Wenn sie natürlich in einer Pflegefamilie gelebt haben, ist es vermutlich egal, es sei denn die Mutter war eine menschenscheue Strassenhündin.
Bei Welpen und Junghunden muss man noch mehr beobachten, ob es sich um eine seriöse Organisation handelt, weil sich viele Vermehrer und mafiöse Strukturen auf dem Welpenmarkt tummeln. ( 350 € Schutzgebühr lockt)
ich wundere mich schon sehr, dass noch viele Welpen in Schutzhäusern oder Pflegefamilien geboren werden. Warum greifen da nicht Kastrationsprogramme ?
Haben die Welpen in einer Tötungsstation oder auf der Strasse gelebt, haben sie häufig wichtige sozialisationsprozesse verpasst.
Ich habe leider auch schon viele Kranke Welpen aus dem Ausland gesehen. Welpen aus deutschen Tierheimen kenne ich nur unproblematische und gesunde..
 
  • Hundevermittlung aus Spanien Beitrag #8
Wenn ich sage, dass ich es egal finde, ob Welpen aus dem Ausland oder aus D kommen, impliziere ich damit eine seriöse Organisation. Schmuh wird auch in Deutschland betrieben, gerade was so Kleinanzeigen von vermeintlichen Tierschutzorgas angeht. Natürlich will ich damit sagen, dass jeweils eine seriöse Orga dahinter stehen muss. Bei beiden Seiten.

Kastrationsprogramme greifen teilweise nicht, weil mafiartige Geschäfte damit betrieben werden (vor allem im Osten). Populationen werden von entsprechenden "Dealern" teilweise extra hoch gehalten, da sie für jedes getötete Tier Geld bekommen und damit ein Geschäft machen (kann man irgendwo bei Tasso nachlesen). In südlichen Ländern ists teilweise die "Natur" und die "Religion" oder auch die vorgeschobene "Männlichkeit", weswegen viele dort immer noch nicht ihre Tiere kastrieren lassen, ihre Hunde aber frei rumrennen und damit andere Hunde decken. Da kann die Tierschutzorga nicht einfach kastrieren, wenn der Hund im Besitz ist. Die bisherigen Kastraprogramme sind damit nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die bringen nur was, wenn die Bevölkerung aufgeklärt wird und das ist teilweise Generationsarbeit.

Ich stimme zu, dass es passieren kann, dass Auslandswelpen aufgrund der Herkunft Sozialiserungen verpasst haben können, das kann aber genauso bei deutschen Welpen passieren, die im Tierheim sitzen (was eher selten ist) oder die Pflegestellen sich nicht um die Sozialisierung kümmern, weil die Welpen den ganzen Tag im Haus gammeln (gibts leider aus falsch verstandener Tierliebe auch häufig. Nicht zu letzt behaupte ich, dass die Sozialisierung wichtig, aber nicht alles ist. Mein Rüde kam als Welpe aus dem Ausland ursprünglich von der Straße. Aufgrund seiner Erkrankung lag er dann noch mehrere Wochen beim TA. Trotzdem ist er ein lieber, sozialer Hund geworden, obwohl ich die wichtige prägende Phase nicht nutzen konnte. Meine Hündin hingegen, lebte wohlbehütet und gut sozialisiert, trotzdem hat sie aufgrund ihres Charakters und ihren Eigenschaften mehr Probleme gemacht als Jerry. Und das ist keine Seltenheit, wenn ich mir die Auslandshunde in meinem Bekanntenkreis anschaue. Da sind alle Hunde mindestens in der Tötung gewesen. Teilweise haben sie noch Jahre als Gebährmaschine oder Jagdhunde gelebt und hatten eine entsprechend schlechte Haltung. Diese Hunde haben und hatten Macken und sind in der Anfangszeit wesentlich ängstlicher, aber die waren nicht besser oder schlechter als die Macken deutscher Hunde. Dass ich davon ausgehe, dass Auslandshunde in Deutschland oft "schwieriger" sind, liegt für mich nicht zuletzt daran, dass es vor einigen Jahren diese Entwicklung des vermeintlichen Statussymbols gegeben hat, bei dem Leute meinten, aus Mitleid und ohne Hundeverstand den schlimmsten Hund zu holen und damit noch mal das Gutmenschentum zu beweisen. Sowas erleben wir hier ja hin und wieder auch im Forum, wenn die Leute sich in ein Bild verliebt haben von einem spanischen Hund, diese Verliebtheit aber vor allem auf Mitleid beruht, weil es dem Hund so schlecht geht oder er bald getötet wird. Den Druck hat man in Deutschland zum Glück nicht. Deswegen ist da auch die Hemmschwelle etwas niedriger, den Hund direkt haben zu wollen.

Dass es "nur" unproblematische Hunde in Deutschland gibt, kann ich beispielsweise nicht entdecken. Natürlich sind das m.E. häufig Macken, die man irgendwie in den Griff kriegen könnte und ich habe nur wenige Hunde erlebt, deren Macken so schlimm waren, dass sie ihr Leben lang im Tierheim verbringen mussten, aber die gibts. Ich denke sogar, dass es die nicht mehr oder weniger als in Auslandstierheimen gibt.

Ich stimme auf jeden Fall bei Auslandshunden zu, die seit vielen Jahren auf der Straße leben - teilweise in Generationen - weil gut getarnt. Die kann man schon fast als verwilderte Haushunde bezeichnen und können m.E. nicht mehr unproblematisch in eine Menschengruppe integriert werden.
 
  • Hundevermittlung aus Spanien Beitrag #9
Hallo,

es gibt Tierschotz-Orgas, bei denen Hunde aus dem Ausland hier in Deutschland auf Pflegestellen sitzen.
Da hat man dann die Möglichkeit, hin zu fahren, das Tier oder auch mehrere, die dort sind kennen zu lernen, Fragen zu stellen ect.
Vielleicht schaust Du mal nach solchen Orgas?
Meine Freundin hat ihren Hund über so eine Tierschutz-orga mit Hunden aus Griechenland und Spanien.
Sie ist zu einer Pflegestelle ins bergische Land gefahren, wo dann drei Hunde bei der Dame der Pflegestelle lebten.
Und eine Hündin davon ist es geworden.
das ist jetzt ca. 1,5 jahre her und Hund und Familie sind gut zusammen gewachsen und sie würden sie nie mehr hergeben.

Viele Grüße, Insa
 
  • Hundevermittlung aus Spanien Beitrag #10
Ich kann allerdings immer noch die Abneigung gegen einen Hund aus einem deutschen Tierheim nicht verstehen, besonders wenn man dort ehrenamtlich gearbeitet hat. Selbst wenn es so wäre, dass 90% der Hunde Problemhunde wären, was ich nach meiner Erfahrung definitiv nicht bestätigen kann, gäbe es immer noch 10% unkomplizierte Hunde, die man aber mit mehreren Besuchen besser rausfiltern kann.
 
  • Hundevermittlung aus Spanien Beitrag #11
Huhu allerseits,

Ich kann allerdings immer noch die Abneigung gegen einen Hund aus einem deutschen Tierheim nicht verstehen, besonders wenn man dort ehrenamtlich gearbeitet hat. Selbst wenn es so wäre, dass 90% der Hunde Problem Hunde wären, was ich nach meiner Erfahrung definitiv nicht bestätigen kann, gäbe es immer noch 10% unkomplizierte Hunde, die man aber mit mehreren Besuchen besser rausfiltern kann.

Ich finde, dass jeder selbst entscheiden sollte, woher derjenige seinen Hund holen möchte.
Du hast zwar recht, dass man nicht sämtliche Tierheime über einem Kamm bürsten kann, nur weil man ein Tierheim mehrmals oder Tag täglich erlebt hat und ich kann natürlich auch verstehen, dass du an die übrigen 10% denkst.
Dennoch, was ist, wenn ihr einfach kein Hund zusagt? Soll sie dann einfach irgendjemanden nehmen, nur weil er kein "Problem Hund" ist und hier aus Deutschland kommt?
Damit wäre weder dem Hund noch der zukünftigen Halterin geholfen, denn wenn es nicht passt dann passt es einfach nicht.;)

Warum sollte der Hund, der in Spanien ausgesetzt würde oder auf der Strasse gelebt hat, dann von Menschen gejagt wurde und schließlich unter schlechten Bedingungen in einer Tötungsstation gelebt hat kein Problemhund sein, während es der im deutschen Tierheim ist?
Die Hunde, die ich bisher aus dem Ausland erlebt habe, waren meist extrem ängstlich besonders gegenüber Kindern und haben aus ihrer Angst gebissen, waren nicht stubenrein, viele haben sich nicht mit anderen Hunden vertragen, sie möchten nicht Autofahren , hatten Futteraggressionen oder andere Resourcenverteidigung.
Das alles habe ich bei Tierheimhunden auch gesehen, aber notfalls hat das Tierheim den Hund dann auch zurückgenommen oder Hilfe angeboten. Der Auslandshund kann nicht zurück.

Dem kann ich mich nicht ganz anschließen...
Entschließt man sich dafür einen Hund aus den Ausland zu nehmen, dann muss man damit rechnen, dass man eine "Wundertüte" bekommt und genau das gleiche kann auch für die Hunde in unseren Deutschen Tierheimen gelten.
Man muss vorher wissen auf was man sich einlässt und entschließt man sich dazu Hunde aus zweiter, dritter Hand oder verwilderte Hunde bei sich aufzunehmen, dann muss man nun mal mit Überraschungen und Problemen rechnen.
Ich sehe darin keinerlei unterschied zu einem Hund aus dem Ausland oder zu einem Hund der aus Deutschland stammt.
Und warum sollten die Hunde aus dem Ausland nicht wieder zurück zu ihren Pflegestellen, bzw. Tierschutzorganisationen zurück können?
Mein Hund ist ein Spanier, um ihn mitnehmen zu dürfen mussten wir einen Schutzvertrag unterschreiben in dem unter anderem drin steht, wenn der Hund nicht mehr bei uns bleiben kann, er nicht weiter gegeben werden darf, sondern er dorthin zurück gebracht werden muss, egal ob er wie jetzt 6 Jahre oder er 10 Jahre oder älter ist.

Es ist wichtig, dass, wenn, man zu einer seriösen Organisation kommt, die einem ausführlichst berät und Hilfe bietet, wenn auch im nachhinein noch Unklarheiten oder Fragen auftauchen.
Ich hab meinen im entdeckt und die dortige Organisation war wirklich sehr kompetent. Blinde Orgas die es manchmal in den Kleinanzeigen zu finden gibt, begegne ich sehr skeptisch gegenüber.
Wie die meisten aber auch bereits zutreffend sagten, schwarze Schafe gibt es überall, weswegen man beim Hunde kauf allerdings auch sowieso sowohl mit Herz aber noch mehr mit Verstand gegenüber treten sollte.



Liebe Grüße
Amber
 
  • Hundevermittlung aus Spanien Beitrag #12
Ich sehe darin keinerlei unterschied zu einem Hund aus dem Ausland oder zu einem Hund der aus Deutschland stammt.

Doch, den gibt es. Hunde aus deutschen Tierheimen sind wesentlich alltagstauglicher als die aus dem Ausland, weil sie das Leben hier kennen - besonders in der Stadt kommt ein Hund aus einem deutschen Tierheim besser zurecht als nen Auslandshund. Ich sehe diesen Unterschied fast täglich hier bei mir. Und ich lese wöchentlich, dass wieder ein Hund ausgebüxt ist - und das sind zu 95% Auslandshunde.
 
  • Hundevermittlung aus Spanien Beitrag #13
Hallo,

nach einer Zeit des Suchens habe ich jetzt in Deutschland einen Hund gefunden in den ich mich auf Anhieb "verliebt" habe.
Der Hund kam aus Ibiza und ist nun seit 3 Monaten auf einer Pflegestelle in Deutschland.
Vermittelt wird er über den Verein, der den Hund aus Spanien holte.
In dem "Übergabevertrag" steht, dass der Hund Eigentum des Vereins bleibt und ich der Halter nach §833BGB werde.
Ist das immer so? Eigentlich wollte ich nicht nur Hundehalter, sondern auch Hundebesitzer sein.
Nicht dass in einem Jahr der Verein kommt und sein "Eigentum" zurück haben will.
Sind solche Verträge üblich und ich mache mir zuviel Gedanken?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Hundevermittlung aus Spanien Beitrag #14
In dem "Übergabevertrag" steht, dass der Hund Eigentum des Vereins bleibt und ich der Halter nach §833BGB werde.
Ist das immer so? Eigentlich wollte ich nicht nur Hundehalter, sondern auch Hundebesitzer sein.
Nicht dass in einem Jahr der Verein kommt und sein "Eigentum" zurück haben will.
Sind solche Verträge üblich und ich mache mir zuviel Gedanken?
Das steht bei mir auch drin. Das Ding bei solchen Verträgen ist, dass sie meist nicht wirklich gültig sein, es darf auch nichts darin festgehalten werden, was nicht rechtens ist.
Du bezahlst hier für den Hund, übernimmst ihn in deine Obhut und hast nach einer gewissen Zeit auch schlicht ein Gewohnheitsrecht an dem Tier. Der Verein kann den Hund also nicht einfach mitnehmen (sofern du ihn nicht aus der Hand gibst, was ich ohne Gerichtsbeschluss sowieso nie empfehlen würde).
Die Vereine machen das, damit sie bei schlechter Haltung o.ä. den Hund zurückholen können bzw. meinen sie zumindest, ihn so eher zurück zu bekommen, weil er ja noch »in ihrem Besitz« ist. Schlussendlich ist die Übernahme eines Hundes aber immer ein Verkauf, egal wie viele Rechte der Verein sich da über den Vertrag sichern möchte.

§833 besagt übrigens nichts weiter, als dass du für Schäden haftbar bist, die der Hund verursacht:
Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn der Schaden durch ein Haustier verursacht wird, das dem Beruf, der Erwerbstätigkeit oder dem Unterhalt des Tierhalters zu dienen bestimmt ist, und entweder der Tierhalter bei der Beaufsichtigung des Tieres die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet oder der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde.


Hier wird der Unterschied zwischen Eigentum und Besitz, den die Orga hier versucht zu machen, ganz nett beschrieben:
Klaus hat Sabine sein Fahrrad geliehen. Klaus bleibt der Eigentümer des Fahrrades und Sabine die momentane Besitzerin.


Das klingt ja erstmal nett und logisch, aber hier ist von einer Leihe die Rede. Darauf will die Orga im Endeffekt auch raus: Du leihst den Hund, sie bleiben aber Eigentümer und haben somit ein Leben lang Rechte an dem Tier.

Ich hab meinen Vertrag gerade nochmal durchgelesen: Da steht allein schon Abgabevertrag, nicht Kaufvertrag drüber, dann wird auf die Formulierung Übernehmer statt Käufer geachtet usw. und trotzdem stehen Dinge drin, die du vermutlich durchklagen und dennoch verlieren könntest (seitens des Vereins). M.E. ist es im Rahmen eines Kaufvertrages – wenn dieser so ausgeschrieben ist – nicht möglich, ein Eigentumsrecht beim Verkäufer zu sichern, denn der Kaufvertrag ist schon per definitionem die Übergabe des Eigentums- und Besitzrechtes, nicht des Besitzrechtes allein. Steht etwas anderes über dem Vertrag wird es schon kniffliger, nur werden auch da Fehler gemacht. Z.B. steht bei mir drin, man wäre mir bei Wegnahme keinen Ersatz schuldig, ich wäre alleine haftbar, hätte Rechte und Pflichten des Eigentümers und ich müsse das Eigentum(!!) zurück geben, wenn ich ihn nicht mehr halten kann. Da werden Rechte und Pflichten von Eigentümer und Besitzer wild durcheinander gemischt, z.B. MUSS der Eigentümer Ersatz leisten (teils mit Zins), ansonsten hat er kein Wegnahmerecht mehr. Das ist auch gar nicht so einfach, wie man meint, hab mich gerade durch gefühlte 1000 Paragraphen des BGB gewühlt und ein paar Notarseiten gelesen. Z.B. reicht für den Übergang des Eigentumsrechtes schon das beiderseitige Einverständnis, von dem du ja sagen könntest, du hast es beim KAUF vorausgesetzt, denn ein Kauf ist immer die Übergabe von Eigentumsrechten. Und genaue Formulierungen sind ebenso wichtig, denn meinen können die viel, wenn sie den Fehler machen, mich in einem Parapgraphen als Eigentümer zu bezeichnen kannst du da schon streiten, selbst wenn der Verein dann sagt »da war Besitzer gemeint«.

Wenn es watschelt wie eine Ente und quakt wie eine Ente ist es auch eine Ente – will heißen: Wenn ich Rechte und Pflichten eines Eigentümers habe und eine einmalige Summe für den Erwerb des Eigentums bezahlt und einen Kaufvertrag darüber abgeschlossen habe bin ich auch Eigentümer, egal was die sein oder festlegen wollen. Ein Mittelklasseanwalt könnte den Vertrag vermutlich in der Luft zerpflücken. Sicher kommt es einem befremdlich vor, wenn der Verein sich den Hund im Eigentum behalten will, aber 1) zweifle ich da an der Gültigkeit, 2) kommt es stark drauf an, was noch in dem Vertrag steht (z.B. bezeichnen sie einmal sich als Eigentümer, einmal dich, wie bei mir), 3) kann dir auch mit Vertrag keiner einfach so einen Hund wegnehmen, wenn er keinen Gerichtsbeschluss hat und dann ist der Verein erst einmal in der Beweispflicht, dass er a) das Recht dazu hat und b) du gegen den Vertrag verstoßen hast.

Von dem her würde ich mir da an deiner Stelle keine Sorgen machen. Man kann nicht einfach alles in einen Vertrag schreiben und es dann als gültig und beschlossen betrachten.
 
  • Hundevermittlung aus Spanien Beitrag #15
  • Hundevermittlung aus Spanien Beitrag #16
Für mich käme das nie in Frage, eben weil die Chemie stimmen muss.
Nur, wenn du glaubst, Exstraßehunde wären frei von Problemen, irrst du dich gewaltig. Einige Probleme, die die gern mal haben: laute Geräusche, Männer, Kinder, Stadt, Jagen etc. und ppp.

Das muss natürlich nicht sein, aber es kann...
 
  • Hundevermittlung aus Spanien Beitrag #17
Unsere Ranja kommt aus einem deutschen Tierheim, das mit dem rumänischen Tierschutz zusammenarbeitet.
Wir hatten sie vorher auf der Homepage gesehen, mochten sie auf Anhieb, hätten sie aber nie ohne persönliches Kennenlernen aus dem Ausland importiert. Mir ist der persönliche Kontakt und
das damit verbundene "Bauchgefühl" doch sehr wichtig....In diesem Tierheim ist eine lange Kennenlernphase mit zahlreichen Probespaziergängen/Treffen vorgesehen, bevor man den Hund vermittelt bekommt und das entsprach ganz unserem Sinne.
Wir sind sehr glücklich miteinander und sie entwickelt sich prächtig, vom Ergebnis her könnte man also sagen, hätten wir uns auch gleich anhand des Bildes für sie entscheiden können, wäre kein Unterschied gewesen.....Trotzdem würde ich mir einen weiteren Hund wieder nur nach persönlichem Kennenlernen aussuchen....oder der Hund uns...

Wir waren seinerzeit fest entschlossen, einen Hund aus dem Tierschutz zu nehmen und gerne einen deutschen Hund, zusätzliches Importieren fand ich nicht so sinnvoll.....dachte ja, es gäbe genug deutsche Hunde, die ein gutes Zuhause brauchen....im Umkreis von ca. 70km gestaltete sich die Suche jedoch schwierig....viele Hunde waren für uns zu groß oder wir konnten uns sonst einfach nicht für sie begeistern....mit einem deutschen Hund, der unter falschen Vorzeichen an uns vermittelt wurde, mussten wir sogar die böse Erfahrung machen, dass er nach einer gewissen Eingewöhnungszeit anfing, Leute zu beißen. Das verstärkt meinen Eindruck, dass deutsche Hunde mit Fehlverhalten durchaus unter falschen Vorzeichen und mit geschönten Begründungen abgegeben und dann später auch vermittelt werden, was ich in diesem Fall sträflich fand und so nicht mehr erleben möchte.
 
  • Hundevermittlung aus Spanien Beitrag #18
Hallo ich bin nicht gegen Auslandstierschutz, aber es gibt viele unseriöse Orgas die kranke Tiere vermitteln. Du solltest auf jeden Fall einen Nachweis haben, dass die Tiere frei von Mittelmeerkrankheiten und Herzwürmerns sind. Testen kann man Mittelmeerkrankheiten glaube ich erst später, also nicht bei jüngeren Welpis.

Es gibt z. B. in Antalya Gabys Tierschutz, der Flug wäre nicht so weit und du kannsti die Tiere vor Ort sehen. Alles andere ist für mich ein sehr großes Risiko. Viele Tierheime haben Hunde aus Rumänien aufgenommen, nicht jedes Tierheim hat vorgeschädigte Hunde das stimmt so auch wieder nicht. Lass dir Zeit, vielleicht findet sich in Deutschland ein Notfellchen z. B. Scheidungswaisen, Tod des Besitzers usw.

Ich finde es nicht ok, dass viele Tierschutzorgas Hunde aus dem Ausland mit Leishmaniose abgeben. Mein Hund ein Zwergdackel war auch ein Notfall aus einer Tierschutzorga und kommt aus Deutschland. Wenn ich zur Zeit Gassi gehe, begegnet mir fast kein deutscher Hund mehr auf der Strasse. Die Krankheiten wie Parvo, Leishmaniose usw. sind wieder auf dem Vormarsch in Deutschland das kommt von unseriösen Tierschutzorgas die solche Tiere nach Deutschland bringen.
 
  • Hundevermittlung aus Spanien Beitrag #19
Soweit ich es rauslesen kann, hat sich die TE schon vor 1 Jahr für einen Hund entschieden. Ich glaub nicht, dass sie noch weitere Ratschläge diesbezüglich braucht ;)
 
  • Hundevermittlung aus Spanien Beitrag #20
:eusa_shhh:psst ich habe nicht auf das Datum oberhalb geschaut, aber egal meine Meinung zum Auslandstierschutz bleibt deshalb doch bestehen:D
 
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