Tierheimhund-Training

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  • Tierheimhund-Training Beitrag #1
Schweinchenmädel

Schweinchenmädel

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Hallo ihr Lieben,
unsere Nachbarn wollen sich einen 5-Jährigen Rüden (Goldi-Mix) aus dem Tierheim holen. Die Familie besteht aus den Eltern, die den ganzen Tag nicht zu hause sind und den zwei Mädels (8 und 11), die in eine Betreuung nach der Schule gehen. Warum die einen Hund brauchen, naja das will doch jedes 11-Jährige Mädchen:eusa_doh:. Einen Junghund wollen sie auf keinen Fall, da sie ihm nicht beibringen können, alleine zu bleiben......Und das Beste: Die kleine hat ne Tierhaarallergie:shock:. Aber das Projekt muss jetzt sein...:?
Da ich auch einen Hund habe, mit dem ich regelmäßig auf den Hundeplatz gehe (teilweise bin ich "Trainerin", besuche aber selber den Agility-Kurs, BH hab ich seit 1 Jahr), habe ich unseren Nachbarn vorgeschlagen, den Hund zu "trainieren", also Leinenführigkeit, Abrufen, Fuß-laufen, Bleiben.....Aber iwie kommen mir Zweifel:/ Der Hund ist halt ziemlich behäbig, kann absolut Nichts und hört nicht einmal auf seinen Namen (was man der geschundenen Seele nicht zum Vorwurf machen kann:049:).
Also selbst wenn das mit dem Training nicht klappen würde, würde ich auf jeden Fall mit den beiden zusammen spazieren gehen (mit meinem muss ich ja eh raus).
Meint ihr also, ich könnte es schaffen, oder brauchen die prof. Hilfe (was sie nie einsehen würden)? Ich will halt, dass der Hund dann auch endgültig bei denen bleibt, ich habe Angst, sie geben ihn wegen seinen negativen Eigenschaften ab:x(bei der Auswahl zählte nur das Fell).
Kennt ihr das, wenn ihr genau wisst, dass ein Projekt scheitern wird? Und ihr selber fast nichts verhindern könnt? Und bitte sagt nicht, ich soll sie davon abbringen-ich versuche es seitdem sie unseren Hund das erste Mal gesehen habe (fast 3 Jahre).
Ich brauche kein Mitleid, ein paar nette Zeilen könnten mir und dem Hund helfen:)Meint ihr, ich bekomme sie doch noch von dem Gedanken weg? Oder sagt ihr, dass alles besser ist als das TH?
VLG Marie

Und meiner Meinung geht es mich schon was an, meine Eltern sagen auch immer "lass die doch, die werden das schon hinbekommen"....oder haben sie Recht??

Achso, mir fällt gerade ein, dieser Hund wäre das erste Haustier der Familie.....
 
  • Tierheimhund-Training Beitrag #2
Hallo,

ich hab ähnliches in der Familie erlebt. Der Mann meiner Tante wollte immer gern einen Hund, war dann Rentner und dann haben sie sich aus dem Tierschutz einen Welpen geholt. Kurz später war er wieder weg, weil machte Arbeit...
Aber hauptsache man lästert über meine andere Tante, deren Labbi-Mix Hündin super erzogen ist... Das das dem Hund nicht zufliegt und mit Arbeit verbunden ist, wurde nicht gesehen.

Ich seh hier aber noch ein viel größeres Problem: Die Tierhaarallergie (wobei das sicher eher gegen den Speichel ist). Kannst du nicht in die Richtung gehen? Was macht das für einen Sinn, wenn die Kinder sich an den Hund gewöhnen und die Allergie dann immer schlimmer wird. Dann muss der Hund weg und die Kids sind traurig.
Es bringt dem Hund nichts, jetzt in die Familie zu kommen und in nem halben Jahr (oder schneller) wieder im TH zu sitzen... Und in der Zeit hätte er vll. sogar ein richtiges zu Hause gefunden.

Wobei ich mich ernsthaft frage, welches Tierheim dahin vermittelt... Wir hatten vor ein paar Jahren mal bei einem Tierheim angefragt und da hieß es, dass der Hund max. 4 Std. am Tag allein sein darf, am besten gar nicht. Und damals war meine Mutter nur 3 Tage die Woche arbeiten und ich (war 13/14) auch recht früh zu Hause.
 
  • Tierheimhund-Training Beitrag #3
Ich sag ja, bei denen muss alles ausgesetzt haben:evil:. Aber wie gesagt....Das Problem ist (ich will jetzt nicht eins auf Bonze machen) aber unsere Nachbarn (und wir logischerweise auch) sind halt schon eher "wohlhabend" und wenn wir Kinder einen Wunsch äußern, dann düsen Mami und Papi los und besorgen es:roll: Und wenn Prinzesschen sich dann einen Hundi wünscht, aber ne Allergie hat, dann pumpen wir sie halt mit Medikamenten zu-macht ja nix!!
Du kannst mir glauben, ich habe schon alles versucht, aber dann kommen sie mir so, dass ich doch nur neidisch wäre.....
Ich möchte jetzt aus Daten-Gründen nicht sagen, welches Tierheim, aber die interessieren sich nen Sch****.
Die sind einmal mit dem Hund Gassigegangen und die Leitung hat ihr OK gegeben.
 
  • Tierheimhund-Training Beitrag #4
Hallo du!

Das ist ja echt eine blöde Situation und mein erster Gedanke war auch, welches TH denn wohl einen Hund in so eine Familie vermittelt ...

Grundsätzlich denke ich schon, dass du mit dem Hund was erreichen könntest, wenn du regelmäßig mit ihm arbeitest. Vielleicht taut er ja sogar etwas auf, wenn er endlich mal mehr gefordert wird. Es kommt halt darauf an, wieviel Zeit du investieren kannst und willst.

Das Problem, was ich sehe, ist eher, dass er ja eigentlich eine Bindung zu seiner neuen Familie aufbauen sollte, darum wäre es wichtig, dass die mit ihm arbeiten. Denn was nützt es, wenn er nachher auf dich reagiert, bei dir abrufbar ist, gut an der Leine läuft etc. das alles bei ihnen aber nicht klappt? Sinnvoll wäre also vermutlich, wenn sie selber z.B. eine Hundeschule besuchen oder einen Trainer nehmen.

Wobei ich nach deiner Beschreibung aber eher nicht davon ausgehe, dass da jemand großartig Arbeit investieren möchte. Vermutlich kommt er irgendwann dann einfach wieder weg, wenn er nicht so funktioniert, wie gewünscht oder die Kids das Interesse am neuen "Spielzeug" verloren haben. Armer Hund ... :(
 
  • Tierheimhund-Training Beitrag #5
Was für "negative Eigenschaften" hat der Hund denn, wo man professionelle Hilfe brauchen könnte?
 
  • Tierheimhund-Training Beitrag #6
Genau, das ist ja das Problem....Die ham kein Bock auf Nix:eusa_doh: Und wegen der Bindung...ich will halt, dass sie sehen, dass sich die Arbeit mit dem Hund lohnt und dass man mit Geduld viel bei JEDEM Hund erreichen kann.
Vielleicht merken sie es ja dann (was ich aber zu bezweifeln wage).
Aber da die Entscheidung ja eh schon ohne Rücksicht auf Verluste getroffen ist, dachte ich mir halt, den Armen ein wenig zu fordern, dass er nicht den ganzen tag allein verbringen muss.
Noch ein weiteres Problem:
Der Hund ist ja relativ dick und schwer; unsere Nachbarn wohnen in einem Mehrstöckigen Haus, und da der Hund ja unbedingt mit ins Kinderzimmer muss, wird er mehrmals täglich die Treppen hoch- und runter müssen.
Ich sehe in diesem Projekt nur Nachteile- für alle:roll:.
habt ihr vielleicht noch eine idee, wie ich sie noch davon abbringen könnte, den Kaufvertrag zu unterschreiben? Mir gehen echt die Ideen aus.-.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

na, dass er Nichts kann:/ Klar, eine negative Eigenschaft in dem Sinne ist das nicht, aber in den Auge unserer Nachbarn....wie gesagt-die haben sich den Hund eiskalt ach dem Fell ausgesucht....
Zudem haben sie keine Ahnung was da alles auf sie zukommen wird....Wo sie zu viel an Geld haben, haben sie leider zu wenig an Verstand
 
  • Tierheimhund-Training Beitrag #7
Ja mei, vielleicht bemühen sie sich ja doch. Nur weil ein Hund kein "Sitz, Platz, Fuß" kann, ist er nicht kompliziert.
Er sollte auf Diät gesetzt werden, regelmäßige Bewegung bekommen und der Rest kommt von allein. Sinnvoll wäre, der Familie Ratschläge zu geben und nicht, die ganze Verantwortung an sich zu reissen... damit ist auf DAUER auch Niemandem geholfen.

Du kannst doch das Mädchen mit einspannen. Mit elf Jahren war ich auch Feuer und Flamme für alles, was gelebt hat. Nimm sie beim Gassi gehen mit, zeig ihr, wie man dem Hund etwas beibringt und ein bisschen beschäftigt.
 
  • Tierheimhund-Training Beitrag #8
Also, du beschreibst das so, wie wenn alles total einfach wäre.....ich reiße gar nichts an mich....Wie soll er denn regelmäßige Bewegung bekommen, wenn die Mutter morgens kurz zur nächsten Ecke geht und abends dann nochmal??? Die lassen ihn nie rennen, weil er nie zurückkommt. Und diie Kleine darf nie mit ihm spazieren gehen, weil sie ihn schlichtweg nicht halten kann...
Das mit der Diät- echt? da wäre ich nie draufgekommen?! Außerdem wenn der Hund erstmal "in Freiheit" ist, dann wird der schon von ganz allein abnehmen...Und wenn jeder sich denkt, das wird sich schon mit der Zeit geben- naja da kommt man auf keinen grünen Zweig:)
Ich habe nie gesagt, er ist kompliziert. Aber ein 5-Jähriger Tierheimrüde sollte vielleicht eine konsequente Erziehung genießen können? oder nicht?
Es geht mich ja nichts an, aber der Hund auf deinem Profilbild-:roll:
 
  • Tierheimhund-Training Beitrag #9
Was ist mit dem Hund auf meinem Profilbild?

Der Hund ist doch noch gar nicht da. Du weißt doch noch nicht, wie oft und lange der Hund rauskommt und wie er sich verhält. Die Familie scheint sich doch entschieden zu haben, also lass Sie das Beste daraus machen. Vielleicht bemühen sie sich ja und entwickeln Spaß an dem neuen Familienmitglied.
Mein Tipp war, sie "an die Hand" zu nehmen und nicht selbst den Hund zu bespaßen und auszuführen. Das kann eine Notlösung sein, sinnvoll auf Dauer ist es aber nicht.

Nicht jeder Hund, der keine Fulltime-Beschäftigung genießt, wird zum Problemhund oder leidet sein Leben lang still vor sich hin.
 
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