Widersprüchliche Tipps für das "Stubenreintraining" im Winter

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  • Widersprüchliche Tipps für das "Stubenreintraining" im Winter Beitrag #1
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the_korben

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Liebe Community!

Ich habe jetzt schon seit längerem anonym mitgelesen und auch selbst nach alten Threads zum selben Thema gesucht, weil
wir vor kurzem einen nun fast 10 Wochen alten Cocker Spaniel in unsere Familie aufnehmen durften. Leider haben wir da aber soviel Widersprüchliches gefunden, dass ich nun noch viel verwirrter bin. Ich habe schon seit meiner Kindheit eigentlich viel Erfahrung mit (erwachsenen) Hunden, und wir haben auch viele Bücher zum Thema "Wie gehe ich mit meinem Welpen um?" gelesen, aber ich werde irgendwie aus allem nicht ganz schlau. Und zwar geht es um die Problematik beim Gassi gehen.

Unser kleine Purzel ist eigentlich schon recht weit, was das Vertrauen zu uns betrifft. Er kann schon an der Leine gehen und fürchtet sich eigentlich vor kaum irgendetwas. In den ersten Tagen, nachdem er bei uns eingezogen ist, hat auch beim Gassi gehen alles ganz gut geklappt. Wir waren alle 2 Stunden draußen, und er hat sich schon am zweiten Tag fast immer lösen können (wir haben das natürlich jeweils mit viel Lob quittiert). Dann hat er allerdings aus irgendeinem Grund damit aufgehört und geht jetzt partout nicht mehr draußen.
Natürlich gehen wir nicht davon aus, dass man den Welpen so mir nix dir nix stubenrein bekommt, und wenn er sein Geschäft einmal drinnen macht, geht die Welt auch nicht unter. Unser Problem ist nun eher, dass wir so viele widersprüchliche Ratschläge gefunden haben, dass wir einfach Angst haben, irgendetwas falsch zu machen.

Das Ausgangsproblem ist also folgendes:

1.) Der Hund hat nach den ersten zwei Tage brav draußen gemacht. Seit ein paar Tagen danach allerdings geht er nun überhaupt nicht mehr draußen (weder groß, noch klein). Er sitzt einfach auf dem Platz, wo er vorher hingemacht hat und wartet, bis wir ihn wieder heim bringen. Dabei ist zu erwähnen, dass wir in einer Großstadt wohnen. Und obwohl gleich neben der Wohnung eine kleine Grünfläche ist, gibt es natürlich ständig irgendetwas zu sehen, teilen sich sehr viele Hunde die selbe "Toilette", und so weiter.

2.) Er geht stattdessen in der Wohnung so gut wie immer am selben Platz und so gut wie immer gleich direkt nach dem wir wieder heimgekommen sind. Wir haben jetzt einmal begonnen, ihn auf saugfähige Welpen-Unterlagen zu setzen, damit das Wegräumen wenigstens einfacher ist. Wir sind aber nun ratlos, wie wir darauf reagieren sollen, dass er lieber drinnen geht.

Jetzt haben wir aber das Problem mit den widersprüchlichen Ratschlägen:

-) Manche sagen "Warte draußen bis er sich gelöst hat, egal wie lange es dauert". Das ist aber bei den jetzigen Temperaturen eine Tortur für den kleinen. Nach 10-15 Minuten beginnt er lautstark zu protestieren und drängt nach Hause. Eher wird er alles Vertrauen zu uns verlieren, bevor er da draußen geht. Wir haben da auch die Bedenken, dass er dann überhaupt nicht mehr rausgehen will, oder auf die Leine negativ zu reagieren beginnt, weil ja "rausgehen -> nutzlos lange rumstehen bis mir so kalt ist, dass wir wieder reingehen". Andere sagen "Ein Welpe darf nicht zu lange draußen bleiben. Lieber wieder nach Hause gehen, wenn ihm kalt wird." Dann aber wird er ja nie die Verbindung zum Pieseln herstellen, oder?

-) Manche sagen "Wenn er reingemacht hat, wische es kommentarlos weg". Andere sagen "Wenn er reingemacht hat, sag laut "Nein!"". Wieder andere sagen "Wenn er reingemacht hat, nimm ihn sofort und trag ihn nach draußen". Letzteres ist natürlich aber wieder wenig fruchtbar, weil er ja draußen gar nicht gehen will und es ihn wieder nur friert. Und wenn man dann wieder heimkommt, ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass er erst recht gleich wieder reinmacht. Ein Teufelskreis?

-) Manche sagen "Verwende Zeitungspapier/Welpenklo/Unterlage und lobe den Hund, wenn er sich darauf löst!". Das ist eine der Varianten, die jetzt ganz gut funktionieren könnte, weil unser Purzel die Unterlage anscheinend gut annimmt, und wir sie sogar schon etwas in Richtung Tür bewegen konnten. Allerdings stellt sich dann ja die Frage: soll man mit dem Hund rausgehen, nachdem er sich auf der Unterlage erleichtert hat? Und was soll er dann draußen machen? Er muss ja nicht mehr! Wie soll er da die Verbindung zum draußen Gassi gehen herstellen? Andere halten überhaupt von so einer Lösung gar nichts, und meinen, man würde den Hund dann nie davon weg bekommen.

Könnt ihr uns vielleicht helfen, hier etwas Klarheit zu schaffen, und habt ihr ein paar Tipps parat, wie wir unserem Purzel bei seinem Problem behilflich sein können?

Vielen lieben Dank,
the_korben
 
  • Widersprüchliche Tipps für das "Stubenreintraining" im Winter Beitrag #2
1) Ist ihm kalt, zittert er? Dann würde ein Pulli/Mäntelchen wohl schon Wunder wirken.
Ansonsten könnte es sein, dass er gerade in seiner ängstlichen Phase ist. Das ist relativ oft bei Welpen, dass sie einfach die als sicher anerkannte Höhle nicht mehr verlassen wollen.
Also will er schon nicht mehr rausgehen wenn ihr an der Haustüre seid, oder erst nach 10-15 Minuten?

2) lasst das. Das Einzige, dass ihr damit trainiert ist, dass der Hund drinnen macht. Auch wenn es auf die Unterlagen ist, ist das ja wohl keine Dauerlösung und auch wirklich nichts, was man dem Hund jemals angewöhnen sollte.
Versucht mal, die Stelle wirklich sauber zu putzen, auch mit Essigreiniger und allem.
Dass er immer an dieselbe Stelle geht heißt, die Stelle riecht schon nach Klo und wurde als solches anerkannt.

Zum Training: Alle haben recht.
Ohne Kommentar wegwischen: Wenn das Unglück schon passiert ist, der Hund schon fertig ist und ihr an der Situation nichts mehr ändern könnt.

Wenn er gerade reinmacht: Nein sagen (das bringt viele Hunde dazu, ihr Geschäft zu unterbrechen) und einfach hochnehmen und raustragen. Wenn draußen noch irgendwas kommt: Loben.

Draußen bleiben und warten bis etwas kommt betrifft in den meisten Fällen eher Hunde, die zu abgelenkt sind um zu machen, weil sie gerade noch die Welt entdecken.
Wenn bei eurem besser funktioniert wenn ihr etwas geht weil er dann Wärme produziert, dann geht doch ein Stück.

Fakt ist, dass es natürlich kalt ist im Moment. Das ist aber einfach kein Grund, drin zu bleiben und dort zu machen. Das sollte man auch gar nicht extra anfangen, Hunde merken sich soetwas nämlich sehr wohl.
Sorgt lieber dafür, dass er draußen nicht friert.
 
  • Widersprüchliche Tipps für das "Stubenreintraining" im Winter Beitrag #3
Erstmal stimme ich Infano zu;)

Wenn bei eurem besser funktioniert wenn ihr etwas geht weil er dann Wärme produziert, dann geht doch ein Stück.
Ihr könnt auch mit ihm Spielen etc.
So bewegt er sich und produziert Wärme und viele Welpen pinkeln direkt nach dem Spielen auch nochmal;)

Zu der Angstphase, die Infano ansprach: Das wird euch jetzt und auch später immer mal wieder begegnen, dass euer Kleiner Angstphasen durchläuft.
Das ist bei Welpen und jungen Hunden ganz normal damit sie sich nicht vor lauter Übermut in Gefahren bringen, die sie nicht einschätzen können.
 
  • Widersprüchliche Tipps für das "Stubenreintraining" im Winter Beitrag #4
Hallo Infano!

Vielen Dank für deine Antwort.

"1) Ist ihm kalt? Zittert er?" bzw. "ängstliche Phase"

Jein. Kommt darauf an, ob er aufgelegt ist, viel herumzulaufen. Heute zum Beispiel waren wir beim letzten Mal 20 Minuten draußen
und er hat sehr viel herumgestöbert und ist herumgelaufen. Da ist ihm nicht kalt geworden. Nachts jedoch möchte er eher an einer Stelle
sitzen bleiben, und dann beginnt er schnell zu zittern. Das Hauptproblem ist tagsüber, dass er einfach nur Flausen im Kopf hat, und versucht, alles Mögliche
runterzuschlingen (Blätter, Holz, Müll ... - zu fressen bekommt er aber eigentlich mehr als genug). Ich muss dann immer höllisch aufpassen und ihm das eine oder andere aus dem Maul holen, aber wenigstens läuft er dann draußen etwas herum und will nicht gleich nach Hause.

Alles zusammengefasst: er macht mir überhaupt nicht den Eindruck als hätte er vor irgendetwas Angst. Stattdessen ist er entweder ganz still und will heim,
oder er macht Blödsinn und denkt gar nicht ans Pinkeln. Sobald wir dann aber zuhause sind, geht's natürlich ab.
Leider kann ich ihm in der Nähe hier keinen Platz bieten, wo z.B. nur langweiliges Gras wächst und nichts zu finden ist, was man sich ins Maul stecken kann.
Auto haben wir auch keines, deswegen kann man nicht eben mal schnell in den Wald fahren oder ähnliches - schon gar nicht alle 2 Stunden.

Die Ablehnung der Welpen-Unterlagen hätte ich aber gerne noch etwas besser argumentiert. Viele in meinem Bekanntenkreis haben so etwas eigentlich problemlos
verwendet, und auch Purzel ist damit nach nur 3 Anwendungen schon so weit, dass er nun nicht mehr seinen alten "Kloplatz" in der Küche aufsucht, sondern schon
direkt im Hausflur geht. Mir ist schon klar, dass das keine Lösung ist. Aber wie gesagt: er geht ja ohnehin drinnen und lässt sich draußen nicht dazu überreden. Also wieso
ist es so schlecht, ihn mit der Unterlage von einem fixen Platz in der Wohnung wegzulocken?

Ciao und noch einmal Danke!
the_korben
 
  • Widersprüchliche Tipps für das "Stubenreintraining" im Winter Beitrag #5
So eine Toilette im Haus ist deshalb nicht angebracht weil es ein Hund ist und keine Katze. Wenn ihr ein Tier wollt was euch in die Wohnung in eine Toilette pinkelt und kotet dann hätte es auch zwei Katzen sein können. ;)

Überlegt mal; wenn ihr dem Hund jetzt durchgehen lasst das er drinnen als alternative pinkeln kann auf einer hübschen Unterfläche, dann wird er es auch so immer beibehalten und ich nehme einfach mal nicht an das ihr einen Hund wollt, der wie von diesen Klischeedamen in eine Hundetoilette macht und ansonsten wie ein Modisches Highlight auf euren Armen herumgetragen wird?

Mal davon abgesehen haben sehr sehr sehr sehr sehr viele Leute vor euch es auch hinbekommen das der Hund draußen macht ohne ihn einen Drinnen- Toilette zu geben.
Meistens ist das ja auch nur ein Mittel von Menschen die einen Hund wollen aber kein Bock rauszugehen haben und dann wie gesagt, hätte es eine Katze sein sollen den mit einen Hund sollte man Gassy gehen. ;)
 
  • Widersprüchliche Tipps für das "Stubenreintraining" im Winter Beitrag #6
So eine Toilette im Haus ist deshalb nicht angebracht weil es ein Hund ist und keine Katze. Wenn ihr ein Tier wollt was euch in die Wohnung in eine Toilette pinkelt und kotet dann hätte es auch zwei Katzen sein können. ;)

Überlegt mal; wenn ihr dem Hund jetzt durchgehen lasst das er drinnen als alternative pinkeln kann auf einer hübschen Unterfläche, dann wird er es auch so immer beibehalten und ich nehme einfach mal nicht an das ihr einen Hund wollt, der wie von diesen Klischeedamen in eine Hundetoilette macht und ansonsten wie ein Modisches Highlight auf euren Armen herumgetragen wird?

Mal davon abgesehen haben sehr sehr sehr sehr sehr viele Leute vor euch es auch hinbekommen das der Hund draußen macht ohne ihn einen Drinnen- Toilette zu geben.
Meistens ist das ja auch nur ein Mittel von Menschen die einen Hund wollen aber kein Bock rauszugehen haben und dann wie gesagt, hätte es eine Katze sein sollen den mit einen Hund sollte man Gassy gehen. ;)

Hi Smoothie!

Sorry, da ist wohl etwas falsch rübergekommen. Es geht nicht darum, ein "Hundeklo" zu etablieren, sondern um eine Unterlage, die ihm helfen soll, dass er sich nicht drinnen an genau eine Stelle gewöhnt, weil er draußen seit ein paar Tagen einfach nicht mehr gehen will. Seine Verhaltensänderung kam vor unserem Versuch mit den Unterlagen! Auf deren Packungsrückseite steht beschrieben, dass man sie immer weiter in Richtung Haustür schieben soll, um dann schlussendlich dem Hund klar zu machen, dass er nicht mehr drinnen gehen soll. Und das scheint bisher auch gar nicht so schlecht zu klappen, weil wir es in nur einem Tag von der Küche auf den Flur geschafft haben.

Wir gehen natürlich alle 2 Stunden mit ihm raus und sind uns sichern nicht zu bequem, einen Hund so zu halten, wie sich das gehört. ;)
 
  • Widersprüchliche Tipps für das "Stubenreintraining" im Winter Beitrag #7
Hey,

das Problem bei diesen Unterlagen ist unter Anderem, dass Hunde generalisieren.
Es KANN funktionieren, dass der Hund dann irgendwann nur noch draußen geht, aber es kann auch passieren, dass der Hund lernt, dass er nur dort pinkeln darf wo so eine Unterlage liegt- oder etwas Ähnliches.

Welpen haben durchaus einfach mal Phasen in denen es draußen zu gruselig, zu kalt, zu doof oder sonstwas ist...Aber irgendwann machen sie doch draußen;)
Geht einfach wirklich nach jedem Fressen, Spielen, Toben, Schlafen etc. raus.
Babyblasen halten sich nicht zwangsläufig an die zwei Stunden-Regel:p

Mit meinem Kleinen bin ich teilweise alle 20 Minuten rausgedüst;)
 
  • Widersprüchliche Tipps für das "Stubenreintraining" im Winter Beitrag #8
Ganz einfach, weil das bei den wenigsten Hunden funktioniert ;)

Wie soll er das denn verstehen, wenn irgendwann keine Unterlage mehr da ist, er sich aber schon so daran gewöhnt hat, darauf zu gehen? Sicher, dass er nicht irgendwann ein Couchkissen dafür hält?
Oder sich schlicht und ergreifend einen neuen Ort sucht? Schließlich hat er ja gelernt, dass er drinnen auch gehen darf.

Ich sag´s nochmal: Wenn ihm zu kalt ist, spielt mit ihm oder kauft ihm ein Mäntelchen.
Wenn er zu abgelenkt ist: Geht immer dieselbe Strecke. Irgendwann kennt er da auch die meisten Gerüche und es wird ihn zumindest nicht mehr alles ablenken.

Und ansonsten: seid geduldig! Mit 10 Wochen kann das eigentlich noch gar nicht funktionieren.
Ihr macht nichts falsch wenn ihr das so konsequent weiter macht.

Ach so ja, auch ganz wichtig: Beobachtet den Hund. Wenn er unruhig wird, Runden dreht oder sich öfter umlegt als gewöhnlich - schnappt ihn und geht raus. Jegliche "ungewöhnliche" Aktivität kann anzeigen, dass er muss. Und wenn er wirklich muss wird er es auch draußen nicht ewig einhalten können :)
 
  • Widersprüchliche Tipps für das "Stubenreintraining" im Winter Beitrag #9
Vielen Dank, Infano und Midoriyuki. Was ihr schreibt gibt uns Mut. :)
Wir werden es mal weiter versuchen und ihn noch ein bisschen mehr fordern
beim Rausgehen. Die Unterlagen behalte ich mir einmal als (falsches?) Ass im Ärmel.
Klar, dass das alles nicht so schnell gehen kann. Ich halte euch auf dem Laufenden!
 
  • Widersprüchliche Tipps für das "Stubenreintraining" im Winter Beitrag #10
Oh man, wenn ich das so lese, bin ich echt froh, meinen Welpen im Sommer bekommen zu haben!

Wir hatten auch so eine Phase, wenn ich mich richtig erinnere etwa im gleichen Alter, in der klein Wauzi auf gar keinen Fall draußen machen wollte. Der hat gejammert und gewimmert, nach Hause gezogen, weil er doch soooo dringend musste. Aber draußen Pinkeln ... nee, bloß nicht! Und einhalten konnte der dann, das glaubt man gar nicht ... nur um dann unmittelbar nach der Rückkehr in die Wohnung zu pieseln :?. Anzeichen gab es meist keine, der ließ einfach laufen wo er gerade ging oder stand. Und mit ca. 12 Wochen war der Spuk auf einmal von einem Tag auf den anderen vorbei.

Ich würde auch sagen, einfach weiter konsequent mit ihm raus gehen, dort etwas laufen oder spielen, damit ihm nicht zu kalt ist und irgendwann wird er mal draußen machen. Dann natürlich ganz doll loben und bestätigen.

Wenn er inzwischen einen Platz zum Pinkeln gefunden hat (und selbst wenn das die Unterlage ist), würde ich wohl auch versuchen, ihn zu schnappen und an die Luft zu setzen, sobald er diesen Ort ansteuert.
 
  • Widersprüchliche Tipps für das "Stubenreintraining" im Winter Beitrag #11
Oh man, wenn ich das so lese, bin ich echt froh, meinen Welpen im Sommer bekommen zu haben!

Wir hatten auch so eine Phase, wenn ich mich richtig erinnere etwa im gleichen Alter, in der klein Wauzi auf gar keinen Fall draußen machen wollte. Der hat gejammert und gewimmert, nach Hause gezogen, weil er doch soooo dringend musste. Aber draußen Pinkeln ... nee, bloß nicht! Und einhalten konnte der dann, das glaubt man gar nicht ... nur um dann unmittelbar nach der Rückkehr in die Wohnung zu pieseln :?. Anzeichen gab es meist keine, der ließ einfach laufen wo er gerade ging oder stand. Und mit ca. 12 Wochen war der Spuk auf einmal von einem Tag auf den anderen vorbei.

Ich würde auch sagen, einfach weiter konsequent mit ihm raus gehen, dort etwas laufen oder spielen, damit ihm nicht zu kalt ist und irgendwann wird er mal draußen machen. Dann natürlich ganz doll loben und bestätigen.

Wenn er inzwischen einen Platz zum Pinkeln gefunden hat (und selbst wenn das die Unterlage ist), würde ich wohl auch versuchen, ihn zu schnappen und an die Luft zu setzen, sobald er diesen Ort ansteuert.

Oh, das klingt wirklich sehr ähnlich. Beim Zurückhalten ist unserer auch schon Weltmeister. Was habt ihr denn getan, als er dann drinnen gepieselt hat? Seid ihr gleich wieder rausgegangen?
Irgendwelche anderen Spezialtipps?

Wir waren übrigens gerade nach dem Fressen, eine Stunde nach dem letzten erfolglosen Ausflug, für 30 Minuten, und wieder ohne Erfolg draußen. Dann haben wir uns ein paar Minuten zu Hause aufgewärmt, bis mir aufgefallen ist, dass er nervös wird. Als er sich dann zum Pieseln niedergekniet hat, hab ich ihn erfolgreich davon abhalten können und bin wieder mit ihm rausgegangen. Natürlich spielen gerade dann ein paar Kinder mit dem Fußball auf seinem Gassi-Weg. :evil: Das war natürlich viel zu viel Action um sich an den Druck der Blase zu erinnern. Stattdessen wurde trotz vollem Magen und voller Blase wieder einmal jedes Gewächs im näheren Umkreis einer tiefgehenden Kauprobe unterzogen. 15 Minuten später war's ihm dann wieder zu viel und er hat mich nach Hause "gezogen". Dann hab ich mir gedacht - ok, versuchs ausnahmsweise im Hof, weil da ist's wenigstens ruhig. Aber er wollte nichts als ab zum Lift und in die Wohnung. *seufz*
 
  • Widersprüchliche Tipps für das "Stubenreintraining" im Winter Beitrag #12
Oh, das klingt wirklich sehr ähnlich. Beim Zurückhalten ist unserer auch schon Weltmeister. Was habt ihr denn getan, als er dann drinnen gepieselt hat? Seid ihr gleich wieder rausgegangen?
Irgendwelche anderen Spezialtipps?

Wenn ich ihn direkt beim Ansetzen zum Pieseln erwischt habe, mit "Nein" geschnappt und nach draußen gesetzt ... meist war da aber schon alles zu spät. Ansonsten habe ich darauf verzichtet, nach dem Pinkeln raus zu gehen, da wär ja doch wieder Nix gekommen.

Spezialtipps ... nicht wirklich. Ich würde einfach das ganz normale Programm (mindestens alle 2 Stunden, nach dem Fressen, Schlafen und Spielen, ...) weiter durchziehen. Wie gesagt, bei uns war Hochsommer, wir hatten fast den ganzen Tag die Tür zur Terrasse offen. Und irgendwann hatte Zwergi dann kapiert, dass wir es klasse finden, wenn er zum Pinkeln raus geht und dass es da dann auch jedes Mal einen gaaaanz tollen Keks gibt. Außerdem haben wir auch längere Ausflüge mit ihm auf die Wiese oder in den Wald unternommen, wo er dann zwangsläufig irgendwann gemacht hat (wenn auch anfangs nur unter Protest). Aber das ist im Winter halt alles etwas schwieriger.
 
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