Probleme mit altem Rüden!

Diskutiere Probleme mit altem Rüden! im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, hab zur Zeit ein echtes Problem und weiß nicht, wie ich damit umgehen soll bzw wie ich in der Situation reagieren soll. Erst mal zur...
  • Probleme mit altem Rüden! Beitrag #1
S

Schizophrenia

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Hallo,
hab zur Zeit ein echtes Problem und weiß nicht, wie ich damit
umgehen soll bzw wie ich in der Situation reagieren soll.

Erst mal zur Beschreibung:
Schäferhund- Spitzmischling, Rüde, 13 Jahre unkastriert, sieht und
hört nicht mehr gut

Schnauzermischling, Hündin, 10 Jahre


So nun zu meinem Problem:
Also wir, die Hunde und ich gehen spazieren. Der Rüde war schon immer
bei anderen Hunden etwas dominant, andere Rüden mochte er nie, Hündinnen
mag er ;) Auf jeden Fall gibt es einen Hund, den er überhaupt nicht leiden kann.
Es ist ein Riesenschnauzer, Rüde. Wenn der uns entgegen kommt, dreht mein Rüde völlig am
Rad. Stellt die Haare, bellt was das Zeug hält, drückt sich richtig an meinen Beinen
ab, die dann zum Schluss schrecklich verkratzt sind. Wenn ich diesen Hund schon sehe,
gehe ich ihm bewusst aus dem Weg d.h. aufs Feld oder weiter weg auf die Wiese.

Er sieht ihn dann meistens nicht mehr, aber riecht ihn ja. Dann fängt er an zu knurren
und zu bellen, ich schimpfe dann eben mit ihm und sag meistens "schluß jetzt" und gib
der Leine einen Ruck. Seit kurzem knurrt er mich dann an, schimpfe ich dann wieder mit ihm,
knurrt er nochmals... das Ganze ging dann das Letzte mal so weit, dass er sogar nach mir
schnappte...

Eben war meine Mutter da (sie ist seine Bezugsperson) und was tat sie? Sie erzählte mir
genau das Gleiche. Und das gab es wirklich noch nie!, dass er meine Mutter anknurrte!!!

Ich weiß nicht, wie ich in dieser Situation reagieren muss... welche gewaltfreien Möglichkeiten
gibt es denn? Kann es evtl mit dem Alter zu tun haben? Meine Mutter meinte, dass Hunde im
Alter aggressiv werden können?! Das kann ich aber überhaupt nicht glauben...

HILFEEE :|
 
  • Probleme mit altem Rüden! Beitrag #2
Hey,
also die Aussage deiner Mutter würde ich mal in dicke Gänsefüßchen setzen. Hunde im Alter können sich natürlich verändern. Das liegt nicht selten vorallem daran, dass auch ihre Sinne sich verändern und sie evtl weniger sehen und hören und dadurch unsicherer werden. Hinzu kommt, dass Hund wie Mensch auch anderen Alterungsprozessen unterliegt. Vielleicht kommen noch ein paar andere Zipperlein hinzu, der Hund fühlt glaubt seine körperliche Gebrechen mit lautstarkem Gebelle überspielen zu müssen oder aber alte Verhaltensweisen festigen sich immer mehr und sie werden allgemein kautziger. Kann sein... Muss aber natürlich nicht.

Könnte es denn evtl sein, dass dein Hund auf euch reagiert? Sprich, du siehst den Schnauzer, wirst angespannt, evtl verändern sich deine Körperhaltung und die Ansprache an deinen Hund und du wirst ruppiger? Du schreibst ja selbst, du ruckst an der Leine und gibst ihm ein exzessives Kommando aufzuhören... Manchmal kann es auch passieren, dass ein Hund eine laute, evtl öfter wiederholte Aufforderung "still zu sein" als Mitgröhlen gehen den Fremdling empfindet. Sieht man meist gut bei Hunden, die sich beim Klingeln aufregen. Umso lauter Frauchen/ Herrchen schimpft und den Hund zum schweigen bringen will, umso mehr schaukelt sich der Hund in seine Hysterie hinein. Und wenn er dann irgendwann so hochgepuscht ist, kapiert er (evtl ebenfalls wegen seiner getrübten Sinnesleistungen) nichtmehr so genau, woher die mahnende Hand oder was auch immer ihm in Schnappweite gerät, herkommt.

Ist allerdings nur eine Theorie... Vielleicht lässt die da mal eine Profi drüber gucken. Möglichst bevor sich da ein unschönes Verhalten manifestiert. Und wenn dein Hund den anderen nicht leiden kann... Nunja. Gibt es auch bei Hunden. Ich glaube in diesem Alter würde ich die Ausweichvariante beibehalten. Und wenn es dennoch Gebrumm und Gebell gibt, dann ist der Abstand einfach zu gering.

Liebe gRüße
 
  • Probleme mit altem Rüden! Beitrag #3
Hallo,
erst mal danke für deine Antwort.
Klar wird meine Körpersprache anders, angespannter. Weil ich mich eben darauf
bereit mache, dass er gleich wieder loslegt und anders kann ich ihn ja nicht halten...

Der Abstand zu gering?! Wir gehen laufen und der Schnauzer ist weit und breit nicht
zu sehen, selbst da stellt er die Haare, weil er ihn anscheinend noch riecht. Der Hund
muss da schon ewig weg sein, man sieht weder noch hört man ihn etc. und mein
Hund dreht völlig am Rad... da ist ja meine Körpersprache auch "normal", weil ich
kann ihn ja nicht riechen ;)
 
  • Probleme mit altem Rüden! Beitrag #4
Wenn du das nächste Mal spazieren gehst einfach ne kleine Wasserspritzpistole mit nehmen und wenn er sich aufschaukel in sofor und gezielt an spritzen, er wird iritiert sein und da solltest du den Befehl "sitz" geben und ohn dann loben und ein Leckerlie hergeben. Das so oft wieder holen bis der andere weg ist oder dein Hund etwas ruhiger.
Wenn er vom Wasser unbeindruckt ist vielleicht eine Kette oder ähnliches nehmen und knapp neben ihn werfen.

So hat es bei meinem alten Hund funktioniert und er wurde um Welten ruhiger.
lg Margreth
PS.:Alte Hunde könne ihr Verhalten verändern ,abe oft überspielen sie damit Schwächen oder Ängste. Wurde aber auch schon gut beschrieben
 
  • Probleme mit altem Rüden! Beitrag #5
Mit einer Wurfbox oder Kette wäre ich zugegeben aber sehr vorsichtig. Vorallem bei alten, ggf. senilen Hunden. Stell dir mal vor, du hörst und siehst nichtmehr richtig und dann prasselt ein schepperndes Ding neben dir nieder, mit dem du nicht gerechnet hast- vielleicht nur schemenhaft erkennen kannst. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Hund da ziemlich erhöhten Pulsschlag bekommt. Da finde ich die Wasseridee etwas angenehmer. GGf. gepaart mit einem sofortigen Kommando, dass die gewonnene Aufmerksamkeit auf den Besitzer lenkt, der dann (sobald der Hund verstummt ist) eine Portion Fleischwurst verabreicht.
 
  • Probleme mit altem Rüden! Beitrag #6
Eben, ich möchte nicht, dass der alte Kerl noch einen Herzinfarkt bekommt.
Der würde ja gar nicht sehen, was für ein Ding da auf ihn zukommt und er
hasst Wasser... Wenn ich ihn im Hochsommer etwas nass machen will,
rennt er schon xD
Außerdem hab ich zwei Hunde d.h. da ich leider nur zwei Hände habe, hab
ich keine weitere Hand frei um noch eine Pistole, Kette oder sonst was zu halten ;)
 
  • Probleme mit altem Rüden! Beitrag #7
Er sieht ihn dann meistens nicht mehr, aber riecht ihn ja. Dann fängt er an zu knurren
und zu bellen, ich schimpfe dann eben mit ihm und sag meistens "schluß jetzt" und gib
der Leine einen Ruck. Seit kurzem knurrt er mich dann an, schimpfe ich dann wieder mit ihm,
knurrt er nochmals... das Ganze ging dann das Letzte mal so weit, dass er sogar nach mir
schnappte...

Da würde ich mich der Theorie anschließen, dass er auf euch so extrem reagiert. Aus seiner Perspektive ist es nämlich so, dass der andere Hund auftaucht und WEIL der andere Hund da ist verursacht ihm etwas Schmerzen.
Denn ein Leinenruck tut verflucht weh- probier´das ruhig mal bei dir selbst aus.
Der andere Hund wird somit zum noch größeren "Hassobjekt". Und dann wird man auch noch angeschrien und bedrängt- an der Leine kann er dir schließlich nicht ausweichen.
Was würdest du dann tun, wenn dein schlimmster Feind vor dir steht, Frauchen keine Sicherheit vermittelt, sondern nur panisch wird und dir irgendetwas auch noch weh tut?
Nach euch zu schnappen ist seine Art dir mitzuteilen, dass er absolut keine Ahnung hat was Sache ist und er sich bedroht fühlt ohne ein Handlungsalternative zu sehen.
Er sieht unter Umständen eure Mimik nicht, sondern nur schemenhaft, dass ihr eine bedrohliche Körperhaltung eingenommen habt, weil ihr sauer seid.

Eine Wasserspritze halte ich für eine ebenso fatale Idee.
Er sieht den anderen Hund, bellt und kriegt dann auch noch Wasser ab ohne das zuordnen zu können- daraus wird er nur wieder lernen, dass dieser andere Hund wirklich gefährlich ist.
Entweder es tut einem was weh oder aber irgendwoher (er sieht es ja nicht mal) kommt Wasser und man erschreckt sich ganz fürchterlich.

Genau den gleichen Effekt hat man bei Wurfboxen und Ketten.
Die Hunde lernen absolut gar nichts dabei und in ganz vielen Fällen erzieht man sich so einen extrem leinenaggressiven Hund, der vorher vllt. nur unsicher gedroht hat.

Schnapp´dir den alten Herren und sobald er den anderen Hund sieht BEVOR er rumflippt gibt es die megatollste Belohnung der Welt.
Für ihn soll schlicht und ergreifend die Verknüpfung entstehen, dass Schnauzer X=Leckerchen Y bedeutet.
Und dann nach und nach den Abstand verringern und immer nur soweit mit ihm arbeiten wie er überhaupt noch ansprechbar ist.

Wenn er ein Kommando kennt, dass ihm sagt, dass er dich ansehen soll: noch besser.
Gar nicht erst fixieren lassen oder sonstwas, sondern direkt die Aufmerksamkeit auf dich umlenken.

Wenn er dich nicht hört würde ich ihm beibringen, dass er dich ansehen soll, wenn du ihm die Hand auf die Schulter legst o.ä.- da muss man dann kreativ werden;)

Wenn ihr dem anderen Hund mal gar nicht aus dem Weg gehen könnt: Rücken gerade, Leine fester nehmen und stumpf dran vorbei. Kein Kommentar, nicht hingucken- einfach dran vorbei und weg.
Je mehr Aufmerksamkeit du dem anderen Hund schenkst umso bestätigst du die Unsicherheit deines Hundes.
 
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