Hund bei starker Allergie?

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  • Hund bei starker Allergie? Beitrag #1
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Pepperli

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Hallo liebe Foris, ich hab da mal eine frage...es ist schon lange (seit 6 Jahren) mein größter Traum, einen Hund zu besitzen...Ich habe nur ein gewaltiges Problem: Ich gehe noch zur Schule und wohne auch noch bei meinen Eltern, und meine Mutter hat eine extreme Tierhaarallergie (ja, ich weiß mittlerweile, dass die Allergie nicht wirklich von den haaren kommt, sondern vom Speichel, Urin und von der Haut), was natürlich gegen eine Hundehaltung spricht. Und ich meine WIRKLICH EXTREM. Ich sitze in der Schule neben einem Mädchen das einen Kater hat, und ich darf mich meiner Mutter zuhause erst mal nicht mehr nähern, nicht bevor ich geduscht habe. Sie reagiert mit heftiger Atemnot, wir waren schon mal kurz davor den Notarzt zu rufen, weil dieses Mädchen mal vor unserer Haustür stand...sie ist gegen diesen einen Kater besonders schlimm allergisch, wegen anderen "Felltieren" bekommt sie nur normale Atemnot, aber wegen diesem einen Kater stirbt sie jedes mal fast. Leider hat sie zusätzlich noch Asthma, eine Haustaubmilbenallergie und etliche Lebensmittelallergien (bei den meisten dingen reicht es, wenn sie es einfach nur nicht isst, aber bei Roggen und Gerste darf die ganze Familie nichts davon essen, weil sie sonst auch Atemnot bekommt). Tja, sieht sehr schlecht aus für den Hund! Jetzt wollte ich fragen, ob es mit all diesen Vorkehrungen vielleicht doch noch möglich ist, einen Hund zu halten: 1. wenn wir eine für Allergiker geeignete Hunderasse nehmen (ich halte zwar eig. nichts von Designerhunden, aber der Labradoodle oder Goldendoodle soll ja gut verträglich sein), 2. ihm den Zugang zum 2. Geschoss verwehren (da sind bei uns nur die Schlafzimmer, ist ja auch gut wegen den Treppen, die er nicht laufen soll), 3. wir haben so eine Hightech Lüftungsanlage, die die Luft im haus rund um die Uhr "umwälzt", 4. den Hund mit mitteln wie Allerpet einreiben (hilft zwar selten, aber man kanns ja mal versuchen), 5. sein Körbchen nicht ins Wohnzimmer stellen, sondern in den Flur (wir haben da so eine abgeteilte ecke), 6. wenn wir (also wohl eher ich oder mein Bruder) den Hund 2mal (von mir aus auch mehrmals, dauert ja jetzt nicht stunden) vor der Tür ausbürsten, 7. einmal täglich feucht durchwischen, 8. den Hund einmal wöchentlich baden, 9. keine Stoffsofas, Teppiche oder Gardinen haben (wir haben Fliesenboden) Denkt ihr das könnte hinhauen? Ich muss auch sagen, weil die Allergie auch asthmabedingt ist, dass die Situation vielleicht momentan auch kritischer ist, als in ein paar Monaten, weil ich noch :)frown::089:) meinen Hamster Pepper habe und reiten gehe. Pepper ist leider schon 3 und wenn ich einen Hund hätte, würde ich auch aufhören zu reiten. außerdem haben wir noch keine Lüftungsanlage, weil wir erst in ein paar Monaten in unser neues haus umziehen. also nur damit sich alle Tierfreunde beruhigen können, unsere Lebensumstände passen auf jeden fall zu einem Hund. meine Mutter arbeitet nicht, mein Vater fast ganztags (von 8.00-17.00 Uhr), ich und mein Bruder gehen in die schule, finanziell reicht es auf jeden fall, alle aus meiner Familie wollen unbedingt einen Hund, wenn ich später ausziehe, nehme entweder ich den Hund mit (wenn's neben dem Studium klappt), oder er bleibt zuhause, Mama und Papa würden behalten wollen. wir wohnen in einer hundefreundlichen Gegend mit Feldern und kleinen Flüssen und wenig verkehr. also eigentlich perfekt. Ich bin sehr gut informiert, hatte ja 6 Jahre lang Zeit;) Denkt ihr, das könnte klappen? Wir würden den einzelnen Hund natürlich erst mal testen, aber denkt ihr, wir haben überhaupt eine Chance??? wenn ihr noch Tipps habt, was man zusätzlich noch machen könnte, sagt bescheid!! Ich würde es mir so sehr wünschen, ich weiß, es ist sehr schwierig... LG Pepperli PS: alle angaben zu unserem haus beziehen sich aus unser neues haus, wir bauen 3 Straßen weiter, der Hund würde, wenn überhaupt:089:, eh erst nach dem Umzug kommen. PPS: sorry wegen der Absätze, mein Computer bekommt das iwie nicht so gut hin ;)
 
  • Hund bei starker Allergie? Beitrag #2
Hey,

ich würde sagen: Nein.
Den Hund ständig zu baden wäre für die Haut und das Fell wirklich nicht gut.

Und ganz ehrlich: Diesen Wahnsinnsaufwand zieht man nicht unbedingt immer so durch. Und egal wie viel man wischt, putzt, macht und tut- man wird nicht alles wegkriegen.
Könntest du damit umgehen, dass du jedes Mal duschen musst, wenn deine Mutter auf dich reagiert, weil der Hund deine Hand abgeleckt hat?
Was macht ihr, wenn es nicht funktioniert? Den Hund wieder weggeben?

Ich halte das für wirklich keine gute Idee bei so einer massiven allergischen Reaktion.
Zudem gehst du noch zur Schule- was ist, wenn du dann in ein paar Jahren ausziehst und der Hund bleibt zuhause, weil du ihn nicht mitnehmen kannst?
Kann deine Mutter sich dann überhaupt um ihn kümmern?

An deiner Stelle würde ich diesen Wunsch noch so lange aufschieben bis ich alleine wohnen würde und die Umstände für alle Beteiligten erträglicher sind.
Denn auch für den Hund wäre das nicht schön auf bestimmte Bereiche total begrenzt zu werden, ständig gebadet, gebürstet und quasi steril leben zu müssen.

So weh das auch tun mag, aber warte lieber noch.
 
  • Hund bei starker Allergie? Beitrag #3
Jaaa, so was habe ich mir schon gedacht...hast ja recht:089:
 
  • Hund bei starker Allergie? Beitrag #4
Stimme meiner Vorposterin zu, ein Hund ist in dieser Lage unmöglich artgerecht zu halten.
 
  • Hund bei starker Allergie? Beitrag #5
Danke für die Antworten, dann warte ich eben bis ich ausgezogen bin, wen ich dann genug Zeit für einen Hund habe...
 
  • Hund bei starker Allergie? Beitrag #6
Ich finde es übrigens super, dass du nicht auf Biegen und Brechen deinen Wunsch durchsetzen willst;)
Dass man sich einen Hund wünscht kann ich wirklich gut verstehen:eusa_shhh:

Vielleicht hast du ja die Möglichkeit in einem Tierheim mit Hunden spazieren zu gehen oder ähnliches?
Das ist zwar was anderes als ein eigener Hund, aber es hilft dir vllt. die Zeit zu überbrücken und die Hunde dort würden sich sicherlich freuen. Abgesehen davon, dass man so nebenbei noch ganz viel über Hunde lernen kann, wenn man sich da richtig hinter klemmt;)
 
  • Hund bei starker Allergie? Beitrag #7
Genau das ist ja mein Problem...ich wär schon längst mit den Hunden im Tierheim Gassi gegangen, aber meinen Mutter ist danach halt allergisch gegen mich...und selbst wenn ich duschen würde, das nächste Tierheim ist 50km entfernt, und wenn sie mich hinfahren und abholen würde, wäre unser Auto "verseucht", und sie könnte die nächste Woche nicht mehr damit fahren.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Auch Nachbarshunde gehen eigentlich nicht. Unsere alten Nachbarn hatten einen C. K. C. Spaniel, mit dem ich ein paar mal Gassi gegangen bin, und meine Mutter hatte damit kein Problem. Aber dann mussten sie sehr kurzfristig umziehen, und die anderen Hunde verträgt sie auch nicht. Außerdem würde "der" Hund (der vielleicht auch einen Ausnahme ist) aus dem Tierheim ja auch ständig mit anderen Hunden Kontakt haben, was ihn wiederrum auch allergisch macht. Das heiß: Keinen Chance fürs Gassi gehen:(
 
  • Hund bei starker Allergie? Beitrag #8
Das ist aber ganz schön heftig! Nur mal so als Idee, ich weiß nicht, inwieweit das bei einer Allergie gegen Tiere möglich ist, aber kann man sich dagegen nicht desensibilisieren lassen? Ich meine das jetzt nicht nur in Bezug auf einen eventuellen eigenen Hund, sondern auch allgemein schränkt das ja deine Mutter unheimlich ein, denn sie kann ja immer und überall mit Tierhaaren etc. in Kontakt kommen.

Wie gesagt, keine Ahnung ob das bei der Allergie deiner Mutter funktioniert. Ich kenne das nur von anderen Allergien, dass die Leute danach dann quasi ein normales Leben führen.
 
  • Hund bei starker Allergie? Beitrag #9
Off-Topic
es wurden ja schon richtig gute Antworten geschrieben, ich würde aber noch einmal auf deine Mutter eingehen, wenn das o.k. ist.
Ich weiß wie schwer es für sie ist, mit ihren Allergien zu leben, ich leide auch seit meiner Geburt darunter.
Bei mir ist es zwar nicht so schlimm wie bei ihr, aber habt ihr schon mal eine Sensibilisierung gemacht? Man bekommt den Stoff geimpft, gegen den man allergisch reagiert. Alles wir Ärztlich kontrolliert. Meistens hat man ja erst nur eine Allergie, dann Asthma und es "entwickelt" sich immer weiter. Später kann es sogar noch schlimmer werden wenn man es nicht behandelt. Ich mache die Sensibilisierung jetzt seit knapp 2 Jahren und es ist deutlich weniger geworden, mein Asthma ist sogar weg (!) und meine Schnupfnase geht mittlerweile auch. Ich habs eher auf der Haut aber damit kann man leben.

Es ist jedoch kein "Wundermittel" und verhilft euch wahrscheinlich nicht sofort zum Hund, weil der Prozess Jahre dauert (mit 4 Jahren soll es abgeschlossen sein) aber ich wollte trotzdem mal schreiben. :D
Die Impfungen gegen Pollen usw zahlt die Krankenkasse, man selber zahlt dabei nur einen Bruchteil. Gegen Tiere ist leider nicht kostenfrei, man muss die Kosten selber bezahlen (was fast unmöglich ist, außer ihr habt einen Goldesel), außer man hat beruflich mit Tieren zu tun. (Tierarzt, Tierpfleger, ...)
 
  • Hund bei starker Allergie? Beitrag #10
Also da haben wir mit dem Arzt schon mal drüber gesprochen, er meinte, dass eine De-, bzw. Sensibilisierung vermutlich keine Früchte tragen würde, hab leider vergessen warum:uups: Nee, bei ihr kam das Asthma mit der Geburt meines Brudrs, damals hatten wir ne ganze Zeit lang mal einen Pflegehund. Doch plötzlich hat sie den Labbi halt nicht mehr wirklich vertragen, außerdem sind wir mit den Besitzern leider "entzweit". Also erst Asthma, dann Tierhaarallergie, dann Hausstaub, dann immer mehr Lebensmittelallergien, obwohl wir Tiere so gut wie gemieden haben und so...

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

PS: Und einen "Goldesel" haben wir leider nicht wirklich, also wr schwimmen jetzt nicht grade im Geld, außerdem bauen wir halt grade, das schluckt auch so einiges:roll:
 
  • Hund bei starker Allergie? Beitrag #11
Also erst Asthma, dann Tierhaarallergie, dann Hausstaub, dann immer mehr Lebensmittelallergien, obwohl wir Tiere so gut wie gemieden haben und so...

Gerade dann müsste der Arzt eigentlich sein ok geben :shock:
versteh jetzt garnicht warum, meistens machen das Ärzte entweder nicht, weil der Patient zu wenig Allergien hat (was ja nicht der Fall ist), es im Moment "Pollenzeit-extrem" ist oder schwer krank ist. (ab Oktober bis Dezember ist es am besten anzufangen)
Ich würde glaub ich noch mal einen anderen Arzt fragen, vorallem weil du geschrieben hast, sie hatte erst Asthma, dann Tierhaaralergien, dann... usw. Es wird immer schlimmer und gerade da sollte man was machen, nicht das noch etwas dazu kommt. :(
 
  • Hund bei starker Allergie? Beitrag #12
Ok, muss ich sie nochmal kurz fragen, warum genau nicht.
 
  • Hund bei starker Allergie? Beitrag #13
Off-Topic
Hallo,
mal in Sache deiner Mama...mit Asthma und all den Allergien (es wird ja leider nicht besser mit der Zeit) solltest du ihr sehr beistehen und ihr auch mal die ein oder andere Behandlung nahe legen.
Gar nicht um dir deinen Traum Haustier zu erfüllen - mehr um die Lebensdqualität deiner Mutter zu steigern....weil ganz ehrlich so viele schlimme Allergien plus Asthma schränkt schon sehr ein und macht viel viel Arbeit. Zum Beispiel:

Bioresonanztherapie....da ist mit zwischen 300€ / 400€ gut beraten...dazu muss man kein Millionär sein
oder
mal ernsthaft über eine richtige, verschriebene , medizinische Kur nachdenken:


LG Suno

 
  • Hund bei starker Allergie? Beitrag #14
Danke dass ihr mir (oder wohl eher meiner Mutter;)) helfen wollt! Ich muss die Geschichte leider noch etwas schlimmer machen, sie hat zusätzlich noch Probleme mit Birken-, Gräser- und Ambrosiapollen...dieses Bioresonanzzeugs und diese andere Kur hört sich gut an, ich wird sie mal drauf ansprechen:D
 
  • Hund bei starker Allergie? Beitrag #15
Hallo Pepperli,

es ist schön, dass du es eingesehen hast, dass dein Wunsch nach einem Hund zur Zeit nicht realisierbar ist.

Die Tipps der anderen zu Kuren oder möglichen Alternativtherapien für deine Mutter finde ich sehr hilfreich.

Ein Argument, was mir beim Lesen deines ersten Posts auffiel...
Sie reagiert mit heftiger Atemnot, wir waren schon mal kurz davor den Notarzt zu rufen, weil dieses Mädchen mal vor unserer Haustür stand
kein schöner Gedanke - aber durch den Kopf gehen lassen solltest du dir folgendes: Stell dir vor, deine Mutter ist mit dem Hund alleine zu Hause und reagiert auf einmal ganz heftig auf ihn und niemand ist da, der den Notarzt holen kann.
Was machst du dann?
Wenn wirklich so stark von Allergien betroffen ist sollte alles was Haustiere angeht für die ganze Familie Tabu sein.

In einem ganz kleinen Maße kann ich dich verstehen und deine Situation völlig nachempfinden. Mein Mann hat eine Pferdehaarallergie.
Wenn ich mit meinen Töchtern vom Reiten kam hieß es erst einmal - in den Keller ausziehen, duschen - dann erst konnte mein Mann begrüßt werden.
 
  • Hund bei starker Allergie? Beitrag #16
Außerdem würde "der" Hund (der vielleicht auch einen Ausnahme ist) aus dem Tierheim ja auch ständig mit anderen Hunden Kontakt haben, was ihn wiederrum auch allergisch macht. Das heiß: Keinen Chance fürs Gassi gehen:(

Was wiederum auch nochmal ein Punkt ist, der einen eigenen Hund für euch allergisch macht. Euer Hund wird ja auch mit anderen spielen und die "fremden" Haare und Speichel auch erstmal im Haus verteilen, bevor ihr ihn unter die Dusche stellen könntet. Abgesehen davon darf man den Hund dann auch gleich 3mal am Tag duschen.
Eurem Hund den Sozialkontakt zu untersagen wäre ja auch keine Lösung. :?

Finde es aber gut dass du nicht so auf deine Meinung beharrst. Ist besser für dich, gesünder (bzw nicht lebensgefährlich) für deine Mutter und auch für den potenziellen Hund.
Danke dafür, ist auch mal schön zu lesen ;)
 
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