Prophylaktische Kastration bei Weibchen?

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Mosaik

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Was denkt ihr über eine prophylaktische Entfernung der Gebärmutter bei Weibchen?

Bislang war ich immer dagegen, dachte, es wäre "mit Kanonen auf Spatzen schießen". Jetzt habe ich allerdings vor zwei Tagen meine süße Meggi, 3 Jahre, verloren. Sie war nie krank, es ginge ihr immmer gut. Bis Mittwoch Nachmittag. Morgens noch alles o.k., und als ich dann heim kam hatte sie massive Schmerzen. Also ab zur TÄ, OP für Do früh angesetzt. Die Gebärmutter war vergrößert und deutlich entzündet. Begleiterscheinung war eine Aufgasung im Magen, während der OP stellte sich raus, dass sie einen Pfropfen im Darm hatte, weil sie zuvor wegen starker Schmerzen nichts gefressen hatte (zugefüttert hatte ich, auch nachts). Die TÄ hat die ganze Nacht nach der OP um sie gekämpft, sie hat selber Tränen in den Augen gehabt, als ich die Maus dann abgeholt habe. Aber die Belastung war für den kleinen Körper zu groß, sie hat es nicht geschafft. :(

Ich habe sie eben beerdigt und frage mich grade, würde ich beim nächsten weiblichen Tier nicht doch eine Kastration durchführen lassen? Meggi würde dann vermutlich noch leben.

Klar gibt es immer das Risiko bei der OP, das weiß ich. Aber ich frage mich welches Risiko höher ist. In akutem Zustand ist die Gefahr viel größer als in gesundem. Ja, es ist auch nicht billig. (ich hab 123 Euro für OP gezahlt und am Tag vorher für Röntgen und Untersuchung plus Medikamente 75 Euro) Und nicht jedes Weibchen bekommt Krebs ode rEntzündungen an der Gebärmutter. Dennoch bin ich grade unsicher und weiß nicht, was ich das nächste mal tun werde.

Wie seht ihr das? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

LG Mosaik
 
  • Prophylaktische Kastration bei Weibchen? Beitrag #2
Das mit Meggie tut mir unglaublich leid. Mein Beileid :(

Ich sag dir einfach mal meine Meinung (jeder sieht soetwas ein bisschen anders):

Ich persönlich würde so einen Eingriff nicht riskieren. Klar, bei Weibchen kann eine Gebärmutterentzündung immer möglich sein, dennoch werde ich mein Weibchen nicht kastrieren lassen. Ich finde den Eingriff einfach zu risikoreich. Ich verstehe, dass du dir nach dem Todesfall deines Weibchens darüber Gedanken machst. Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt, mein Weibchen kastrieren zu lassen (aufgrund vom ständigen Rammeln).
Das hat sich nun aber durch Platz gebessert und lasse sie nicht kastrieren - auch wenn das Risiko auf Gebärmutterentzündungen besteht.

Man muss immer überlegen, wie hoch das Risiko bei einer Op oder bei einer Krankheit ist. Ich würde verstehen, wenn du dein nächstes Weibchen kastrieren lassen würdest. Aber ich finde, jeder sollte das selbst entscheiden. Meine Entscheidung steht auf jeden Fall fest: So eine Op will ich meinem Weibchen nicht antun, ich hab schon viele schlechte Erfahrungen mit Tierärzten und Op´s gemacht. Es gibt erfahrene und kompetente Tierärzte - keine Frage. Aber auch ihnen können Fehler passieren, auch sie können sich irren.

Aber ich wiederhole: Du musst das selbst entscheiden. ;) Du musst selbst entscheiden, mit welchem Risiko du besser leben kannst. Was evtl. besser für das Weibchen ist.
Es ist schwer, ich weiß.
 
  • Prophylaktische Kastration bei Weibchen? Beitrag #3
Hallo Mosaik,

ich hab ja zwei Weibchen und die selben Gedanken wie du hatte ich bisher auch ganz oft.
Gerade da die zwei jetzt 5 sind und langsam aber sicher auf die 6 Jahre zugehen steigt auch bei den zweien das Risiko, dass sie etwas an der Gebärmutter bekommen könnten, zumal die zwei ja auch nicht mehr jünger werden und das Alter bei solch einer Op auch nicht außer acht zu lassen ist.

Für mich kommt so eine Op, rein nur um vorzubeugen jedoch nicht in Frage.
Jede Operation ist auch eine leichte Eintrittspforte für Krankheitserreger. Man hört schon so beim Menschen oft genug, dass sich Op Wunden danach noch heftigst entzünden und den Leuten ein sehr langer Weg bevorsteht, bis das ganze soweit wieder abgeheilt ist, dass es einigermaßen wieder gut und schmerzfrei ist.
Zudem stelle ich mir es als höllische schmerzen vor, wenn einem fast der gesamte Bauch geöffnet wurde und wieder zusammen genäht wurde und wenn ich meine schon sehe wie sehr sie unter Bauchschmerzen bei Blähbäuche leiden, ne, das mag ich ihnen nicht antun, solange es eben nicht sein muss.
Außerdem ist mir letztes Jahr eines meiner Mädels aufgrund der Narkose gestorben und das war nur um den Zahnabszess an der Wange zu spalten.... Ohne frage, die süße wahr zu schwach, eigentlich hätte der Tierarzt sie gar nicht in Narkose legen dürfen, in dem Zustand in dem sie war, doch wie gesagt... ohne, dass es unbedingt medizinisch notwendig ist, kommt es für mich für meine Tiere nicht in Frage. Da hab ich einfach zu viel angst.

Wenn eine solche Op durchgeführt werden soll, würde ich es jedoch auch nur bei einem Tierarzt machen der häufiger Weibchen Kastriert. Da würde ich mich gründlichst informieren, Notstationen kontaktieren, die ihre Häsinnen öfters von einem Tierarzt kastrieren lassen und zu not auch eine längere Strecke dafür in kauf nehmen. Mag sein, dass ich da übertreiben würde, doch liegt das auch einfach daran, dass ich bisher die Erfahrung machen musste, dass man insbesondere hier mit den Tierärztin schon aufpassen muss.

Hast du denn mal Häsinnen in betracht gezogen, die bereits kastriert sind?
Bei manchen Auffangstationen oder Tierheimen sind sie bereits kastriert. Dann könntest du dir die sorgen mit der Op sparen und bräuchtest aber auch keine Gebärmutter Erkrankungen oder ähnliches fürchten.



Liebe Grüße
Amber
 
  • Prophylaktische Kastration bei Weibchen? Beitrag #4
Meine erste Häsin hatte ich nie kastrieren lassen, sie hatte auch keine Probleme und verstorben ist sie Altersbedingt (auch wenn sie erst 6 J. war).
Meine Amy jetzt ist kastriert, seit fast 4 Jahren (kastriert wurde sie mit 5 Jahren). Sie war ständig scheinschwanger, aggressiv usw. Die Gebärmutter war auch schon verändert, was wir aber erst bei der Kastra festgestellt haben.

Ich würde keine Häsin vorsorglich kastrieren lassen. Amy hatte die OP zwar soweit gut überstanden, aber trotzdem war es ein großer Eingriff, sie wollte 3 Tage nicht fressen und ich hatte sie ca. 1 1/2 Wochen von Sunny getrennt (u.a. auch weil sie nicht fressen wollte und erstmal auch "neben" sich stand).

Es gibt allerdings auch schon Notstellen, die ihre Mädels immer kastrieren lassen, weil sie der Meinung sind, dass das besser ist... Solang ich als neuer Halter das dann nicht zahlen müsste (vorallem, wenn es als Vorbeugung ist), wäre mir das egal... Aber ich würde jetzt nicht nach schon kastrierten schauen.
 
  • Prophylaktische Kastration bei Weibchen? Beitrag #5
Zuerst einmal tut mir der Verlust deines Mädchens leid und ich wünsche dir viel Kraft!

Ich kann nur von mir reden, ich habe eine 13 jährige Hündin die ehestmöglich kastriert wurde und ich werde das auch bei meinen nächsten Weibchen wieder machen lassen, eine solche OP ist für den Hund jz kein Drama nachdem er Wochenlang nachversorgt werden muss od probleme damit hat, und für einen jungen gesunden hund ist das narkose risiko auch überschaubar...

Für mich kommt eine unkastrierte hündin nicht in frage schon allein wegen der läufigkeit und dem Ausfluss der damit einhergeht....
 
  • Prophylaktische Kastration bei Weibchen? Beitrag #6
Off-Topic
Wullilein, es geht hier um die Kastration von Kaninchen;) Da sieht das mit der OP-Belastung meines Wissens nach noch etwas anders aus als bei Hunden;)
 
  • Prophylaktische Kastration bei Weibchen? Beitrag #7
Hallo zusammen,

auch wenn ich jetzt mit "gegen" den allgemeinen Tenor argumentiere, ich halte sehr viel von der prophylaktischen Kastra bei Häsinnen!

Ich hatte bisher keine Häsin bei der es nicht iwelche Veränderungen an Gebärmutter oder Eierstöcken gab!
Perdi, Donna Camilla und Esmiralda waren alle über 6 Jahre als sie zu mir kamen, bei allen war es keine Kastra sondern eine Not-OP!
Bei Donna Camilla war es ein faustgroßer Tumor, bei Esmiralda und Perdi eine hochgradig veränderte und vereiterte Gebärmutter.

Okay, hier kann man noch argumentieren, dass es alle ältere Damen waren - Esmiralda z.B. ist ein ausrangiertes Zuchttier - da kann sowas schon mal vermehrt passieren. Ja.

ABER ich habe nun auch schon durch meine Tierschutzarbeit 10 Kastras erlebt bei jungen Häsinnen im Alter zwischen 3 und 6 Monaten und in 7 Fällen lagen bereits in diesem Alter erste Wucherungen, Veränderungen oder sogar Vereiterungen vor! Mein TA sagt sogar, dass Häsinnen weitaus anfälliger für Gebärmutterentzündungen und Mammatumoren sind, als Hündinnen und dass er eine prophylaktische Kastration beim weiblichen Kaninchen für sinnvoller hält, als dieselbige beim Hund.

Sicher ist es jedem Halter überlassen, dies zu entscheiden und eine Kastration mit Bauchschnitt ist natürlich keine "Mach-mal-schnell"-OP, sonder etwas worüber man sich genaustens informieren sollte und was man für sich und für das Tier abwägen sollte. Bei einem guten Narkosemanagement und einem erfahrenen TA ist die Kastra bei Häsinnen jedoch schon lange kein Sonderfall mehr, eher eine Routine-OP.

Ich werde meine Häsinnen immer kastrieren lassen. Egal ob jung oder alt. Sobald sie zu mir kommen und noch nicht kastriert sind, wird dies bei mir geschehen.
Einfach weil ich schon zuviel "ekelige Dinge" gesehen habe, die in so einem Ninebauch vor sich hin wachsen können...:roll: Und weil ich bisher nur gute Erfahrungen mit dieser OP gemacht habe.
 
  • Prophylaktische Kastration bei Weibchen? Beitrag #8
Uh sry das is jz ein bisschen peinlich das hab ich um die uhrzeit wohl übersehen ^^
 
  • Prophylaktische Kastration bei Weibchen? Beitrag #9
Hallo,

Ganz ausnahmslos kastrieren würde ich zwar nicht, tendiere aber dazu lieber vorsorglich kastrieren zu lassen als ein Unglück herauszufordern. Leider lese ich immer wieder dass Kaninchen plötzlich sterben ohne erkennbare Anzeichen bzw. sie wurden sogar von mehreren kompetenten Tierärzten untersucht und es wurde nichts festgestellt, bei der Obduktion stellte sich dann heraus dass es an der Gebärmutter lag... :(

Loretta war zickig und extrem hormongesteuert. Sie war nur noch am rammeln (sie gab ihren Kastrat kaum 5 Minuten Pause!). Bei der Kastra war ihre Gebärmutter bereits verändert. Sie hat 3-4 Tage das Essen verweigert. Damals ca 4,5 Jahre. Ihr Verhalten besserte sich schlagartig, jetzt versteht sie sich mit jeden super, egal welches Geschlecht oder Alter. Sie wird von allen geliebt :)
Pflegekaninchen Pira war nicht ganz so massiv zickig und launisch. Bei ihr war es das gleiche... Sie aß 7 Tage nichts. ca 5 Jahre. Danach war auch sie richtig ausgeglichen und VG´s stellten kein Problem dar.
Fee... ab ca 9 Monaten war sie immer entweder hitzig oder scheinschwanger. Ständig belästigt sie die anderen in der Gruppe (ganz besonders Metatron) Kaum eine Woche vergeht in der sie sich normal verhält. Das gefällt mir ganz und gar nicht... Sie wird nächstes Frühjahr kastriert sobald es warm ist, dann ist sie fast 2 Jahre.
Olwen war leider nicht lange genug hier um positiv oder negativ von einer Kastra (oder auch nicht) berichten zu können.
Andere Mädls waren noch nicht bei mir...

Sobald eine Dame vom Verhalten auffällig wird, einmal zu oft scheinschwanger ist oder sonst etwas nicht stimmt werde ich sie kastrieren lassen. Lieber wenn sie noch etwas jünger und vor allem fit sind.
 
  • Prophylaktische Kastration bei Weibchen? Beitrag #10
N'Abend!

Ich sehe es wie Zitroneneistee!

Meine Tequila ist nun 9 Monate alt und war bereits jetzt schon öfter Scheinschwanger. Das Verhalten an sich war nie aggressiv oder so aber man merkt doch, die kleine ist unter Stress. Sie redet auch sehr oft mit uns, also Sie brummt, brummt auch ihr Männchen an, rammelt ihn sehr oft. Als vor ca einer Woche alles recht heftig war mit dem Nestbau, Fell ausrupfen und sogar -wie später beim TA festgestellt- Nerventicks zum Stressabbau, war es klar: Sie wird kastriert. Laut TA können nun schon Veränderungen in der Gebärmutter aufgetreten sein und daraus kann sich was böses entwickeln. Jetzt wo sie noch jung und fit ist, denke ich ist es die beste Lösung.

Morgen ist der Termin und ich bin als "Hasenmami" total aufgeregt und kann nicht schlafen :roll:

LG Violala
 
  • Prophylaktische Kastration bei Weibchen? Beitrag #11
huhu, also ich kann auch nur raten zur vorsorglichen kastra... ich werde in meinem leben nie wieder häsinnen haben, für mich is ende... da erst letzte woche 2 unserer hasen starben... scheinbar an einer heu-vergiftung... aber ich weiß dass die weibchen bei uns früher nie lange lebten... auf einmal waren die tod, und das obwohl unser ältester männlicher hase ca 11 jahre alt wurde... also die männchen kastriert leben meiner meinung nach viel länger als die unkastrierten weibchen:?
viel glück für deine entscheidung
 
  • Prophylaktische Kastration bei Weibchen? Beitrag #12
Danke für alle Antworten. Ich glaube wenn es ein Weibchen wir, dann werde ich in Rücksprache mt der TÄ kastrieren lassen. Scheint mir irgendwie sicherer.
 
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