Huhu,
ich musste gerade echt schmunzeln. Große Hunde haben größere Gehirne? *lach* Da passt doch dann auch mehr Blödsinn rein
Wie so oft hängt das m.E. von der Rasse ab. Ich glaube auch bei vielen nicht mehr an das Klischee, dass Menschen mit kleinen Hunden glauben, die müsste man weniger erziehen. Die kleinen mögen viel bellen und zetern, dafür sinds zumindest in meiner Gegend immer die großen und mittelgroßen, die mehrere hundert Meter von ihrem Halter zu meinen Hunden sprinten und nicht für 10 cent hören. Da geben sich alle Größen nichts, wenn die Halter nicht richtig erziehen. Die meisten kleinen Hunde sind in ihrem Ursprungsgebrauch auf eine selbstständige Arbeitsweise getrimmt. Da musste man auch schonmal gänzlich allein gegen die Beute kämpfen. Deswegen sind diese Hunde in der Regel recht selbstbewusst und pöbeln schonmal mehr über den Hundeplatz. Mittelgroße Hunde wie der Beagle sind Meutehunde und dafür bekannt, ihre Artgenossen zu lieben. Deswegen schließen sie sich schonmal gerne anderen Hunden an. Labradore sind der klassische Kumpeltyp. Wenn der eigene Kumpel aber schonmal langweilig ist und nichts macht, sucht man sich spontan einen neuen Kumpel (siehe dritter Satz - genau die sprinten immer zu uns

).
Mein mittelgroßer Hund ist in der Tat smarter als meine kleine Hündin. Das hat aber nichts mit der Gehirngröße zu tun. Dafür ist sie geduldiger und geschickter - er ist ein totaler Trampel :lol:
Du hast einen Yorkie. Klar, ist der nicht einfach zu erziehen. Das ist ein Terrier und hatte mal einen ziemlich gefährlichen Gebrauch (z.B. als Kampfhund). Der hat ein Selbstbewusstsein, das sich viele große Hunde abgucken können. Die Intelligenz erkennt man nicht daran, wie leicht ein Hund zu erziehen ist, sondern wie gut er um die Ecke denken kann und Sachverhalte deuten kann. Mein Rüde weiß z.B., dass sich die Arbeit mit einem Labyrinthball für ihn gar nicht lohnt. Meine Hündin löst diesen, er rennt hinter ihr her und leckt die Brosamen auf, die sie übersehen hat. Mehr Effektivität geht nicht

Wenn er kein Leckerchen bekommt, weil ich mit ihr trainiere, belohnt er sich selbst, indem er an den Napf geht. Das sind so grobe Zeichen dafür, dass das Individuum nicht ganz doof sein kann, denn er verknüpft verschiedene Sachverhalte miteinander und kombiniert sich den best Case.
Ein Hund aber, der nicht gut erzogen ist, ist nicht zwangsweise doof. Gerade diese können sogar sehr schlau sein, indem sie beispielsweise jede Inkonsequenz des Halters ausnutzen

Da reicht manchmal schon ein Fehler.