Kastration bei Häsinnen

Diskutiere Kastration bei Häsinnen im Kaninchen Gesundheit Forum im Bereich Kaninchen Forum; Liebe biggi h was Du da verlinkst ist ein Artikel, nicht etwa die Studie... sondern nur ein Artikel der von jemandem geschrieben wurde, der...
  • Kastration bei Häsinnen Beitrag #21
Liebe biggi h

was Du da verlinkst ist ein Artikel, nicht etwa die Studie... sondern nur ein Artikel der von jemandem geschrieben wurde, der offensichtlich auch vieles nicht richtig verstanden hat.

Ebenso in den Foren - das sind nach wie vor Einzelfälle die aufgebauscht werden und es ist unglaublich, wie viele Halbwahrheiten da verbreitet werden, nur weil sich Tierschützer gern wichtig machen. Es gibt ein erhöhtes Karzinomrisiko bei Kaninchenweibchen, das ist bestätigt und das will ich auch nicht bestreiten, aber so dramatisch wie es oft hingestellt wird ist es nicht. Es gibt auch ein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei Menschenweibchen - und, sollen wir nun alle unsere Brüste amputieren lassen? Wohl kaum.

Himmel dass immer alle so gern ihre Tiere metzeln ohne jeden Grund nur weil ein paar Leute laut schreien und die Orginalstudien nichtmal kennen ist erschreckend.

eine amerikanische studie belegt, dass 80% der häsinnen ab ZWEI jahren!an gebärmutterveränderungen,vergrösserungen und tumoren erkranken.
Das stimmt einfach nicht. Die ursprüngliche (und auch neuere Studien) zeigen, dass diese 80 % der Kaninchen die Karzinome bekommen haben zu einer Zuchtlinie gehörten. Andere Zuchtlinien haben eine weit geringere Karzinomrate und außerdem waren es Amerikanische Zuchtlinien und Stämme - und ja, die unterscheiden sich von unseren Zuchtstämmen. Die Studien stammen aus den fünfziger Jahren und auch da haben sich die Zuchtlinien heute weiter entwickelt, bisher konnten die Ergebnisse von damals hier nicht reproduziert werden (siehe meinen verlinkten Artikel). Des weiteren heißt es nicht, dass die Tiere mit 2 Jahren anfangen Karzinome auszubilden, sondern dass sie vorher kaum welche haben. Die meisten Karzinome bilden sichallerdings erst wenn die Kaninchen um die 5 - 6 Jahre alt sind.

Ich möchte anraten, den von mir verlinkten Artikel zu lesen und dazu ggf noch die zugezogenen Orginalstudien, die leicht über jede Unibibliothek zu bekommen sind.

Ich möchte außerdem von einer Panikmache, wie sie im Internet leider nun weit verbreitet ist, abraten. Es ist nicht nötig, jede Häsin kastrieren zu lassen. Die meisten Tiere bleiben ein Leben lang befundlos und eine Gebärmutterentfernung ist nicht risikolos.

Wann eine Hysterektomie angezeigt ist:
Beginnende Gebärmutterveränderungen und Veränderungen an den Eierstöcken (diese sind der wichtigere Teil bei der OP, den die Hormone und die Hormonellen Veränderungen sind es, die den Krebs begünstigen) sind meist früh am verändertem Verhalten der Kaninchen zu erkennen:
- Scheinschwangerschaften
Kaninchen die mehr als zwei Scheinschwangerschaften durchmachen mußten, sind Karzinomgefährdet und es sollte über eine entsprechende OP nachgedacht werden.
- massive Agressivität
Kaninchen die extrem agressiv auf ihre Umwelt und auf Artgenossen reagieren haben meist Hormonprobleme die ihren Ursprung in den Eierstöcken nehmen und dann im weiteren Verlauf auch Karzinome begünstigen.

Ich will nicht verschweigen, dass es Tierärzte gibt, die sich massiv dafür einsetzen, alle Kaninchenweibchen vor dem vollendeten 2. Lebensjahr kastrieren zu lassen, einer von ihnen ist der (von mir sehr geschätzte) Dr. Lazarz. Einen seiner Artikel dazu findet ihr hier:


Ich bin allerdings nicht seiner Ansicht, dass jedes Kaninchenweibchen kastriert werden sollte. Denn, die meisten TAs (er selbstverständlich ausgenommen) können es schlicht nicht und so ist die OP selbst dann gefährlicher, als die Karzinomgefahr. Ohne entsprechende Diagnose würde ich also nicht kastrieren lassen. Allerdings: damit das Kaninchen rechtzeitig kastriert wird, bevor ein Karzinom ausstrahlt, muss der Halter schon bei leichten Verhaltensänderungen zum TA gehen... und hier liegt das Problem, denn genau das passiert selten und deshalb sterben immer ncoh Kaninchen an Gebärmutterkrebs, obwohl es einfach vermeidbar wäre wenn Halter rechtzeitig handeln würden.

Noch ein Mytos: Die Inhalationsnarkose... diese war vor 10 Jahren eine gute Alternative zu der in erster Linie verwendeten Ketaminnarkose. Aber die neuen drei Stufen Narkosen (meist zwar mit Ketamin, dazu aber oft mit Dormitor, Diazepam etc.) werden besser vertragen und können genauer dosiert werden, als Inhalationsnarkosen. Vor allem die Antagonisten nach dieser Narkose sorgen dafür, dass die Kaninchen genauso schnell wieder fit sind, wie nach einer Isoflorannarkose.

LG
Christine
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Kastration bei Häsinnen Beitrag #23
Danke biggi. Wie viel kostet denn eine weibchen kastra im schnitt?
 
  • Kastration bei Häsinnen Beitrag #24
zwischen 70 und 130 euro.


quantenbit,

vielleicht solltest du es mal etwas realistischer betrachten.
die kaninchenhalter,pflegestellen,...vom ks und der kh haben mit so vielen häsinnen,kastras,...zu tun,
dass die angaben 100% nicht übertrieben sind!

und so sehr unterscheiden sich deine und meine antworten gar nicht.
nur die schlussfolgerungen.

das problem sind die tä und die halter,
die anzeichen zu spät erkennen.

das resume aus deinem obigen link lautet:
Als Prävention einer uterinen Erkrankung sollte allen
Kaninchenhaltern die Ovariohysterektomie empfohlen
werden. Da viele Kaninchenhalter einer Kastration ihrer
Tiere kritisch gegenüberstehen, kann hier eventuell die
Aufklärung ein Umdenken bewirken. Bei Ablehnung einer
präventiven Kastration sollte der Tierhalter auf eine jährliche
Kontrolluntersuchung hingewiesen werden. Nach
eigenen Erfahrungen kann eine Veränderung des Uterus
ohne großen Aufwand diagnostiziert werden. Diese kann
bei ausreichender Größe röntgenologisch dargestellt werden,
dem Tierbesitzer wird dadurch die Entscheidung für
einen operativen Eingriff erleichtert. Die Diagnostik und
Therapie des Uteruskarzinoms und anderer Uteruserkrankungen
beim Kaninchen sollten zur täglichen Routine des
Tierarztes in der Kleintierpraxis gehören.

zu der narkose-
ich denke du meinst diese:


leider ist die viel zu wenig verbreitet,
als dass man sie empfehlen kann.
empfiehlst du diese narkoseart,
wird der halter ewig nach einem geeigneten ta suchen!​
 
  • Kastration bei Häsinnen Beitrag #25
vielleicht solltest du es mal etwas realistischer betrachten.
die kaninchenhalter,pflegestellen,...vom ks und der kh haben mit so vielen häsinnen,kastras,...zu tun,
dass die angaben 100% nicht übertrieben sind!

Jetzt werde ich mal sehr tacheles reden und ich weiß, danach werden mich wieder ein paar mehr Leute nicht ausstehen können. Zum Thema Realismus: Gerade die sogenannten Tierschützer und Kaninchenhelfer können ja leider mitunter kaum genug kriegen von den OPs von denen sie dann im Forum berichten können... von Realismus kann ich da nichts sehen.. denn:

Bedenkt bitte: In den Foren treffen wir fast nur Extremfälle an - Halter von gesunden Kaninchen ohne Auffälligkeiten haben meist keine Veranlassung zu einem TA zu gehen oder in Foren zu schreiben!

Überlegt mal, wie viele Tierhalter wohl gesunde Kaninchen haben die einfach so alt werden und die darüber nicht im Internet schreiben und die in Foren nicht beachtet werden! Und auch die ganzen Kaninchen beim TA die Auffälligkeiten zeigen, sind nur deshalb beim TA, weil sie krank sind - gesunde Kaninchen landen normalerweise nicht auf dem OP Tisch! Es stellt sich also die Frage, wie viele Kaninchen wohl obduziert worden, die ihr Leben lang gesund waren. Soweit ich weiß, werden diese Tiere kaum einem TA vorgestellt und gelangen nicht in die Statisitiken.


Bei den ganzen Berichten von Kranken Tieren in den Foren wird gerade bei Forenmitlesern oft der Eindruck erweckt: alle Kaninchen sind ständig krank - aber so ist es in der Realität nicht. Und auch nicht alle Kaninchen in den Notaufnahmen sind krank - nur in denen, die bewußt gern kranke Tier aufnehmen und gern darüber berichten (aus welchen Gründen auch immer...). Ich selbst habe in letzter Zeit haufenweise Röntgenbilder von Kaninchen (und anderen Kleintieren) ausgewertet - Karzinome waren kaum zu finden. Ich habe selbst mit vielen Kaninchenkastrationen zu tun gehabt (ich rate ja selbst in vielen Fällen dazu) und komischerweise haben auch da nur wenige Tiere Karzinome (und die letzte derartige OP mit der ich zu tun hatte liegt gerade mal zwei Tage zurück - eine OP die ich empfohlen habe, weil das Tier massiv Scheinschwanger war). Es kommt zwr auch beim Kaninchen zu Gebärmutterentzündungen (die ohne OP einfach mit AB zu behandeln sind) und Veränderungen der Eierstöcken - aber auch nicht signifikant auffällig viel häufiger als bei anderen Kleintieren. Die meisten Studien zeigen deutlich auf, dass der weitaus größte Teil der von Karzinomen betroffenen Häsinnen die Krankheit frühestens mit 5 - 6 Jahren bekommen. In vielen Fällen liegen dort sogar noch div andere Krankheiten vor, so das es fraglich ist, ob die Karzinome in der Gebärmutter überhaupt etwas damit zu tun haben, dass die Tiere versterben. Übriegens ist in dem Alter Karzinomerate an der Leber höher als die Karzinomrate am Uterus.

Foren und reißerische Berichte in Foren verfälschen das Bild der wirklichen realen Situtation massiv!

Ich finde solche einseitige Berichterstattung bedenklich. Sogar von Tierärzten finde ich das bedenklich, denn auch sie bekommen ja in erster Linie kranke Tiere auf den Obduktionstisch - keine gesunden oder an alterschwäche gestorbenen Tiere. Und selbst da lies sich bisher eine Karzinomrate von 80 % nie nachweisen.

Das TAs gern zu OPs raten ist nicht ungewöhnlich - muss aber deshalb noch lange nicht der richtige Weg sein. Schon mal überlegt das die auch damit Geld verdienen und sich einen guten Ruf in Tierkreisen machen, wenn sie zu möglichst viel Behandlung raten?

Ich halte nach wie vor nichts davon, gesunde Tiere vorsorglich zu operieren - das ist überflüssig und die derzeitige Panikmache im Internet geht mir zu weit.

Der richtige Weg ist der, sein Tier gut zu beobachten und bei Anzeichen von Problemen sofort zu handeln - damit nur Tiere operiert werden, wo es nötig ist.

das problem sind die tä und die halter,
die anzeichen zu spät erkennen.

Ja, aber nur weil Halter unfähig sind, sich wirklich mit ihrem Tier zu befassen ist der richtige Weg doch nicht, die Tiere vorsorglich zu operieren! Eine solche OP ist kein leichter Eingriff und ich selber kenne div Fälle, wo die Häsinnen diesen Eingriff nicht überlebt haben - mehr Fälle übriegens, als Fälle bei denen wirklich eine bösartige Gebärmutterveränderung nachgewiesen wurde.

So lange die meisten TA s sich mit diesen OPs kaum auskennen, halte ich nach wie vor daran fest, dass eine generelle Empfehlung zur Kastration mehr Tieren schadet, als es ihnen hilft.


Im gerade überarbeiteten Standardnachschlagewerk für Kleintierärzte " Gabrisch und Zwart Krankheiten der Heimtiere; Schlütersche; Auflage 2005" finden sich allein schon 3 Vorschläge für eine vernünftige drei Stufen Narkose. Jeder halbwegs aktuell informierte TA sollte diese Narkoseform beherschen, sie wird schon seit über 8 Jahren als Standard angesehen.

Fakt ist allerdings, dass die meisten TAs keine Vorrichtungen für Isofloran oder andere Gasnarkosen besitzen (zu Recht, denn eine gute 3 Stufen Narkose ist in vielen Fällen sinnvoller).

In jedem aktuellen Fachbuch finden sich die Hinweise zu vernünftigen Injektionsnarkosen. Und im Ernst: ein TA der die nicht kennt, dem würde ich mein Tier ohnehin nicht anvertrauen. Genausowenig wie einem TA, der immer noch nur auf Isofloran schwört... Das die Inhalationsnarkose immer noch im Internet so hochgelobt wird, liegt einzig daran, dass die meisten User im Internet seit Jahren selber nicht dazu lernen und genau das dann auch von ihren TAs denken...

Das Internet verfälscht die Realität und es gibt leider zu viele Leute, die sich da viel einreden lassen, ohne wirklich zu hinterfragen.

LG
Christine
 
  • Kastration bei Häsinnen Beitrag #26
hallo,
dein post befindet sich leider auf nem niveau,
der mit sachlichkeit nicht mehr viel zu tun hat.
er ist voller „hass“ und unterstellungen.
normalerweise gehe ich auf sowas gar nicht ein.
aber
ich kann und will das nicht einfach so unkommentiert stehen lassen.
da ich was gegen romaneschreiben hab,nur kurz einige punkte

1.tierschützer und kaninchenhelfer leiden am münchhausen syndrom.:shock:
und sind auch noch "sensationslustig" und wollen sich nur wichtig machen...
das ist eine bitterböse unterstellung!!

halter von „gesunden“ tieren wissen leider oftmals gar nicht,dass ihre tiere krank sind.
und auf einmal sterben die ach so gesunden tiere völlig überraschend und unerwartet!

2.Ich kann dir gerade heute wieder von einem „fall“ berichten,
wo von 4 kastrierten häsinnen ganze VIERI stück veränderungen hatten!

"Ich habe jetzt 4 Weiber kastrieren lassen, Ergebnis: eine total veränderte Gebärmutter, aber kein Krebs, leichte Zysten, grosser bösartiger Tumor an Gebärmutter & Gesäuge, total veränderte Gebärmutter."

3. tä kastrieren des geldes wegen
geh von einer kastradauer von 1 ½ std aus.
geh von einem durchschnittspreis von 100euro aus.
und nun
während dieser zeit hätte der ta MINDESTENS 6 kaninchen a´25 euro
routineuntersuchung drannehmen können.
dazu noch ein paar medikamente,…
wo geht jetzt deine rchng auf???

4. mir ist genau EIN fall bekannt,wo die häsin die kastra nicht überstanden hat!

5. ich hoffe,dir sind die preise für narkosen bekannt.
wenn ein halter nicht bereit ist,diese preise zu bezahlen,
was soll der ta wohl deiner meinung nach machen?

6. zum thema dazulernen
auf mich persönlich bezogen-
ich gehe zu vorträgen von kaninchenerfahrenen tä!
zbsp dr.veit oder dr.drescher bei den kaninchenhilfe-„stammtischen“

ab jetzt werde ich mich hier wohl ausklinken,
weil es mir ganz einfach zu unsachlich geworden ist.

jeder kaninchenhalter hat die möglichkeit selbst zu entscheiden,
ob und wie er handelt.
jeder hat die möglichkeit,sich selbst eine objektive meinung zu bilden,
sich zu informieren,…
ich kann nur an verantwortungsbewusstes handeln appellieren.
 
  • Kastration bei Häsinnen Beitrag #27
Vielen dank für dein sachliche und niveauvolle Antwort.

Ich werde mal versuchen genauso sachlich zu antworten und deshalb verliere ich kein Wort mehr über Tierschützer - die natürlich alle ohne Ausnahme tolle Menschen sind die sich super einsetzen und nie Fehler machen und die das alles auch nur tun um Tieren zu helfen und wenn ich jemals was Anderes behauptet habe, dann tut es mir irre leid. Und auch über Tierärzte, die sich mit vielen OPs einen Namen machen und sich selbst geradezu massiv im Tierschutzbereich bewerben sage ich auch nichts mehr... natürlich lebt ein Tierarzt nicht von Eigenwerbung und Artikeln die er verfasst - auf keinen Fall kommen so mehr Patienten in die Praxis, wie kann ich nur so was Böses unterstellen... ich entschuldige mich in aller Form, alle TAs die sich einsetzen sind natürlich Heilige und agieren völlig altruistisch, ebenso wie die Tierschützer...

halter von „gesunden“ tieren wissen leider oftmals gar nicht,dass ihre tiere krank sind.
und auf einmal sterben die ach so gesunden tiere völlig überraschend und unerwartet!
Ja das kann ich nur unterschreiben.

Allerdings: Es ist doch überhaupt nichtmal ansatzweise bewiesen, dass die Kaninchen die Karzinome aufwiesen auch daran gestorben sind. Häufig ist die Gebärmutterveränderung ein Zufallsbefund bei Obduktionen, die Todesursache war aber in den meisten Fällen eine völlig andere.

Karzinome am Uterus als Todesursache sind selten und dann sind es fast immer Fälle, wo das Karzinom vorher schon lange bestand und eine rechtzeitige Behandlung das Tier gerettet hätte. Eine solche Erkrankung wie die Veränderung der Eierstöcke oder Gebärmutterkrebs führt normalerweise nicht zu einem überraschendem Tod - die Kaninchen sind vorher sichtbar erkrankt und im weiteren Geschehen geschwächt. Selbst dann ist es noch möglich, das Tier rechtzeitig zu behandeln.

Es ist möglich krankhafte Veränderungen an einem Organ früh zu erkennen und dann zu behandeln und jeder halbwegs vernünftige Tierhalter geht zwei mal im Jahr zum Tierarzt zum Impfen und dann kann so eine Erkrankung erkannt und behandelt werden, selbst wenn der Halter die Erkrankung nicht bemerkt hätte.

Und mal im Ernst: die Tierhalter, die dann einfach ein krankes Kaninchen im Gehege finden, die haben vorher ohnehin nicht auf das Tier geachtet, werden kaum regelmäßig zu einem Tierarzt gehen und diese Tode wird man nicht verhindern, den diese Leute werden auch die Gebärmutter ihres Tieres nicht entfernen lassen, nichtmal wenn das Tier sichbar erkrankt ist.

Und Tierärzte, die ein Tier beim Impfen nicht gründlich untersuchen und entsprechende Befunde stellen, die würde ich auch sonst nicht ans Tier lassen, schon gar nicht für eine Hysterektomie.

2.Ich kann dir gerade heute wieder von einem „fall“ berichten,
wo von 4 kastrierten häsinnen ganze VIERI stück veränderungen hatten!
Woher hast du den Fall? Wieso wurden die Kaninchen operiert -waren sie alle vorher Befundlos und total gesund und ohne Scheinschwangerschaften? Wie sieht die Gesamtgeschichte der Tiere aus?

Ich habe nie bestritten dass es Erkrankungen gibt und ich selber rate schnell zur Kastration. Worum es mir hier geht ist: ein gesundes und befundloses Tier zu opierieren finde ich nicht sinnvoll.

Zeigt mir genug gut dokumentierte Fälle von vorab gesunden Tieren die bei der OP Veränderungen zeigten und ich lasse mich umstimmen. Aber genau diese gut dokumentierten Fälle suche ich auch bei Experten vergeblich.

Ich selbst habe erst gestern mit einer der Personen gesprochen, die im Internet laut und viel darüber berichtet, dass ihre Kaninchen alle nach den OPs Veränderungen hatten... und die sich sehr aktiv für Kastrationen einsetzt. Wärend des Gespräches mußte sie aber zugeben, dass alle Kaninchen deshalb auf dem OP Tisch gelandet sind, weil sie schon Anzeichen für Erkrankungen hatten - und genau in dem Fall empfehle ich selber auch die OP. Diese Person hatte allerdings mehr als diese 4 Weibchen, die anderen kamen nie auf den OP Tisch und sind teilweise im hohen Alter gestorben...

Wie viele Leute kennst du, die ohne irgendein Anzeichen für Scheinschwangerschaften oder Erkrankungen ihr Tier haben operieren lassen und wo dann wirklich eine Veränderung gefunden wurden? Sind diese Fälle gut dokumentiert und kann ich sie irgendwo nachlesen?

Selbst die Tierärzte, die darüber berichten haben so gut wie keine gesunden Tiere auf dem OP Tisch. Und noch keiner von ihnen konnte mir bestätigen, dass er ein vorher völlig unauffälliges Kaninchen operiert hätte, dass wirklich Veränderungen an den Fortpflanzungsorganen hatte.

Wie gesagt, glaubs oder glaubs nicht, ich kenne zig OPs die an Scheinschwangeren Kaninchen durchgeführt wurde, wo es keinen Befund gab - da war nichts! Ich kenne auch genug Kaninchenweibchen die ein normales Alter erreichten und dann mit ihrer Gebärmutter starben.. und wo die Todesursache sicher kein Karzinom in der Gebärmutter war.

Willst Du wirklich, dass alle diese lebenslang gesunden Tiere eine gefährliche und aufwendige OP über sich ergehen lassen müssen?

Willst du wirklich behaupten, eine Hysterektomie sei ein ungefährlicher Routineeingriff und schadet dem Tier gar nicht?

5. ich hoffe,dir sind die preise für narkosen bekannt.
wenn ein halter nicht bereit ist,diese preise zu bezahlen,
was soll der ta wohl deiner meinung nach machen?
Du empfielst also die Inhalationsnarkose, weil sie billiger ist, nicht weil sie besser ist? Das solltest Du dann aber dazu schreiben...

Eine teure Gebärmutter OP empfehlen, aber bei der Narkose sparen wollen finde ich nicht sehr sinnvoll wenn ich mal ehrlich sein darf.

6. zum thema dazulernen
auf mich persönlich bezogen-
ich gehe zu vorträgen von kaninchenerfahrenen tä!
Ich persönlich habe es nicht nötig fortwährend damit anzugeben, welche Experten ich kenne oder wie ich mich fortbilde...
Allerdings kannst du davon ausgehen, dass ich alle neuen Forschungsergebnisse und Vorträge zu dem Thema kenne und selbst schon Streitgespräche mit sogenannten führenden Kapazitäten dazu geführt habe.

Nach wie vor bin ich der Ansicht, dass es eine überflüssige Metzelei ist, einem gesunden Tier ein gesundes Organ zu entfernen, nur weil dieses Organ erkranken könnte. Und nach wie vor können wir hier die Aussagen über die Karzinomhäufigkeit und Veränderungen an Gebärmüttern und Eierstöcken so nicht verifizieren.

Ich bin der festen Ansicht, dass es völlig ausreicht, die Kaninchenweibchen bei den ohnehin zwei mal im Jahr statt findenden Impfungen gründlich zu untersuchen und dann ggf bei tatsächlich bestehenden Problemen zu operieren. Oder eben bei einem massivem Auftreten von Scheinschwangerschaften die entsprechende OP einzuleiten.

Und mir ist kein Fall bekannt, wo das nicht ausgereicht hätte.

Vielen Dank dass du dir trotz allem die Mühe gemacht hast das hier zu lesen, ich klinke mich nun auch aus und hoffe, dass ich vielleicht einige Leute zum Nachdenken gebracht habe.

LG
Christine
 
  • Kastration bei Häsinnen Beitrag #28
hallo,
da ich weder streitsüchtig bin
und mich nicht von bösen spitzfindigkeiten provozieren lasse,
noch provelierungssüchtig bin
und aus langeweile romane in foren poste,
werde ich nur auf folgende persönliche unterstellung eingehen:

Du empfielst also die Inhalationsnarkose, weil sie billiger ist, nicht weil sie besser ist? Das solltest Du dann aber dazu schreiben...

Eine teure Gebärmutter OP empfehlen, aber bei der Narkose sparen wollen finde ich nicht sehr sinnvoll wenn ich mal ehrlich sein darf.


zu der narkose-
ich denke du meinst diese:

leider ist die viel zu wenig verbreitet,
als dass man sie empfehlen kann.
empfiehlst du diese narkoseart,

wird der halter ewig nach einem geeigneten ta suchen!

5. ich hoffe,dir sind die preise für narkosen bekannt.
wenn ein halter nicht bereit ist,diese preise zu bezahlen,
was soll der ta wohl deiner meinung nach machen?

jemand der in den ersten 4 wochen schon 280euro beim ta bezahlt hat,
der für die notkastra mit nachsorge,..370 euro bezahlt hat,
der bei 1000euro aufgehört hat, zu zählen,
wird wohl kaum an der narkose sparen!
 
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