- Kastration bei Häsinnen Beitrag #21
Q
Quantenbit
Guest
Liebe biggi h
was Du da verlinkst ist ein Artikel, nicht etwa die Studie... sondern nur ein Artikel der von jemandem geschrieben wurde, der offensichtlich auch vieles nicht richtig verstanden hat.
Ebenso in den Foren - das sind nach wie vor Einzelfälle die aufgebauscht werden und es ist unglaublich, wie viele Halbwahrheiten da verbreitet werden, nur weil sich Tierschützer gern wichtig machen. Es gibt ein erhöhtes Karzinomrisiko bei Kaninchenweibchen, das ist bestätigt und das will ich auch nicht bestreiten, aber so dramatisch wie es oft hingestellt wird ist es nicht. Es gibt auch ein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei Menschenweibchen - und, sollen wir nun alle unsere Brüste amputieren lassen? Wohl kaum.
Himmel dass immer alle so gern ihre Tiere metzeln ohne jeden Grund nur weil ein paar Leute laut schreien und die Orginalstudien nichtmal kennen ist erschreckend.
Ich möchte anraten, den von mir verlinkten Artikel zu lesen und dazu ggf noch die zugezogenen Orginalstudien, die leicht über jede Unibibliothek zu bekommen sind.
Ich möchte außerdem von einer Panikmache, wie sie im Internet leider nun weit verbreitet ist, abraten. Es ist nicht nötig, jede Häsin kastrieren zu lassen. Die meisten Tiere bleiben ein Leben lang befundlos und eine Gebärmutterentfernung ist nicht risikolos.
Wann eine Hysterektomie angezeigt ist:
Beginnende Gebärmutterveränderungen und Veränderungen an den Eierstöcken (diese sind der wichtigere Teil bei der OP, den die Hormone und die Hormonellen Veränderungen sind es, die den Krebs begünstigen) sind meist früh am verändertem Verhalten der Kaninchen zu erkennen:
- Scheinschwangerschaften
Kaninchen die mehr als zwei Scheinschwangerschaften durchmachen mußten, sind Karzinomgefährdet und es sollte über eine entsprechende OP nachgedacht werden.
- massive Agressivität
Kaninchen die extrem agressiv auf ihre Umwelt und auf Artgenossen reagieren haben meist Hormonprobleme die ihren Ursprung in den Eierstöcken nehmen und dann im weiteren Verlauf auch Karzinome begünstigen.
Ich will nicht verschweigen, dass es Tierärzte gibt, die sich massiv dafür einsetzen, alle Kaninchenweibchen vor dem vollendeten 2. Lebensjahr kastrieren zu lassen, einer von ihnen ist der (von mir sehr geschätzte) Dr. Lazarz. Einen seiner Artikel dazu findet ihr hier:
http://www.vet-dent-lazarz.de/kaninchen.htm
Ich bin allerdings nicht seiner Ansicht, dass jedes Kaninchenweibchen kastriert werden sollte. Denn, die meisten TAs (er selbstverständlich ausgenommen) können es schlicht nicht und so ist die OP selbst dann gefährlicher, als die Karzinomgefahr. Ohne entsprechende Diagnose würde ich also nicht kastrieren lassen. Allerdings: damit das Kaninchen rechtzeitig kastriert wird, bevor ein Karzinom ausstrahlt, muss der Halter schon bei leichten Verhaltensänderungen zum TA gehen... und hier liegt das Problem, denn genau das passiert selten und deshalb sterben immer ncoh Kaninchen an Gebärmutterkrebs, obwohl es einfach vermeidbar wäre wenn Halter rechtzeitig handeln würden.
Noch ein Mytos: Die Inhalationsnarkose... diese war vor 10 Jahren eine gute Alternative zu der in erster Linie verwendeten Ketaminnarkose. Aber die neuen drei Stufen Narkosen (meist zwar mit Ketamin, dazu aber oft mit Dormitor, Diazepam etc.) werden besser vertragen und können genauer dosiert werden, als Inhalationsnarkosen. Vor allem die Antagonisten nach dieser Narkose sorgen dafür, dass die Kaninchen genauso schnell wieder fit sind, wie nach einer Isoflorannarkose.
LG
Christine
was Du da verlinkst ist ein Artikel, nicht etwa die Studie... sondern nur ein Artikel der von jemandem geschrieben wurde, der offensichtlich auch vieles nicht richtig verstanden hat.
Ebenso in den Foren - das sind nach wie vor Einzelfälle die aufgebauscht werden und es ist unglaublich, wie viele Halbwahrheiten da verbreitet werden, nur weil sich Tierschützer gern wichtig machen. Es gibt ein erhöhtes Karzinomrisiko bei Kaninchenweibchen, das ist bestätigt und das will ich auch nicht bestreiten, aber so dramatisch wie es oft hingestellt wird ist es nicht. Es gibt auch ein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei Menschenweibchen - und, sollen wir nun alle unsere Brüste amputieren lassen? Wohl kaum.
Himmel dass immer alle so gern ihre Tiere metzeln ohne jeden Grund nur weil ein paar Leute laut schreien und die Orginalstudien nichtmal kennen ist erschreckend.
Das stimmt einfach nicht. Die ursprüngliche (und auch neuere Studien) zeigen, dass diese 80 % der Kaninchen die Karzinome bekommen haben zu einer Zuchtlinie gehörten. Andere Zuchtlinien haben eine weit geringere Karzinomrate und außerdem waren es Amerikanische Zuchtlinien und Stämme - und ja, die unterscheiden sich von unseren Zuchtstämmen. Die Studien stammen aus den fünfziger Jahren und auch da haben sich die Zuchtlinien heute weiter entwickelt, bisher konnten die Ergebnisse von damals hier nicht reproduziert werden (siehe meinen verlinkten Artikel). Des weiteren heißt es nicht, dass die Tiere mit 2 Jahren anfangen Karzinome auszubilden, sondern dass sie vorher kaum welche haben. Die meisten Karzinome bilden sichallerdings erst wenn die Kaninchen um die 5 - 6 Jahre alt sind.eine amerikanische studie belegt, dass 80% der häsinnen ab ZWEI jahren!an gebärmutterveränderungen,vergrösserungen und tumoren erkranken.
Ich möchte anraten, den von mir verlinkten Artikel zu lesen und dazu ggf noch die zugezogenen Orginalstudien, die leicht über jede Unibibliothek zu bekommen sind.
Ich möchte außerdem von einer Panikmache, wie sie im Internet leider nun weit verbreitet ist, abraten. Es ist nicht nötig, jede Häsin kastrieren zu lassen. Die meisten Tiere bleiben ein Leben lang befundlos und eine Gebärmutterentfernung ist nicht risikolos.
Wann eine Hysterektomie angezeigt ist:
Beginnende Gebärmutterveränderungen und Veränderungen an den Eierstöcken (diese sind der wichtigere Teil bei der OP, den die Hormone und die Hormonellen Veränderungen sind es, die den Krebs begünstigen) sind meist früh am verändertem Verhalten der Kaninchen zu erkennen:
- Scheinschwangerschaften
Kaninchen die mehr als zwei Scheinschwangerschaften durchmachen mußten, sind Karzinomgefährdet und es sollte über eine entsprechende OP nachgedacht werden.
- massive Agressivität
Kaninchen die extrem agressiv auf ihre Umwelt und auf Artgenossen reagieren haben meist Hormonprobleme die ihren Ursprung in den Eierstöcken nehmen und dann im weiteren Verlauf auch Karzinome begünstigen.
Ich will nicht verschweigen, dass es Tierärzte gibt, die sich massiv dafür einsetzen, alle Kaninchenweibchen vor dem vollendeten 2. Lebensjahr kastrieren zu lassen, einer von ihnen ist der (von mir sehr geschätzte) Dr. Lazarz. Einen seiner Artikel dazu findet ihr hier:
http://www.vet-dent-lazarz.de/kaninchen.htm
Ich bin allerdings nicht seiner Ansicht, dass jedes Kaninchenweibchen kastriert werden sollte. Denn, die meisten TAs (er selbstverständlich ausgenommen) können es schlicht nicht und so ist die OP selbst dann gefährlicher, als die Karzinomgefahr. Ohne entsprechende Diagnose würde ich also nicht kastrieren lassen. Allerdings: damit das Kaninchen rechtzeitig kastriert wird, bevor ein Karzinom ausstrahlt, muss der Halter schon bei leichten Verhaltensänderungen zum TA gehen... und hier liegt das Problem, denn genau das passiert selten und deshalb sterben immer ncoh Kaninchen an Gebärmutterkrebs, obwohl es einfach vermeidbar wäre wenn Halter rechtzeitig handeln würden.
Noch ein Mytos: Die Inhalationsnarkose... diese war vor 10 Jahren eine gute Alternative zu der in erster Linie verwendeten Ketaminnarkose. Aber die neuen drei Stufen Narkosen (meist zwar mit Ketamin, dazu aber oft mit Dormitor, Diazepam etc.) werden besser vertragen und können genauer dosiert werden, als Inhalationsnarkosen. Vor allem die Antagonisten nach dieser Narkose sorgen dafür, dass die Kaninchen genauso schnell wieder fit sind, wie nach einer Isoflorannarkose.
LG
Christine
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