Kastration ja oder nein

Diskutiere Kastration ja oder nein im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Mein Paul, ein fast sieben jähriger Dackel tropft seit einigen Wochen. Der T.A. sagte mir gestern das seine Prostata stark vergrößert sei, und er...
  • Kastration ja oder nein Beitrag #1
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pinapaul

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Mein Paul, ein fast sieben jähriger Dackel tropft seit einigen Wochen. Der T.A. sagte mir gestern das seine Prostata stark vergrößert sei, und er eine Kastration empfiehlt. Ich weiß das es beim Rüden kein großer Akt ist, habe nur Bedenken wegen der Narkose in seinem Alter. Da er auch seeehr agil ist (er möchte alles besteigen was kommt) wäre er nach der Kastra vielleicht auch etwas ruhiger. Hat jemand Erfahrung??
 
  • Kastration ja oder nein Beitrag #2
Wenn der TA eine Kastraktion empfiehlt, dann hat er bestimmt seinen Grund. ich denke auch, er würde das nicht empfehlen, wenn er bedenken hätte. Aber am besten redest du nochmal mit deinem TA. :)
Dann kannst du sagen, dass du dir wegen seinem Alter unsicher bist, weil er auch sehr agil ist.
 
  • Kastration ja oder nein Beitrag #3
Huhu,

wenn du dir unsicher bist, kannst du natürlich eine zweite Meinung einholen, denn viele TÄ raten zu Kastrationen, auch wenn keine gesundheitlichen Probleme bestehen. Aber bei einer stark vergrößerten Prostata gibts natürlich nicht so viele Handlungsmöglichkeiten.

Die Entscheidung kann dir keiner abnehmen, aber mit 7 Jahren würde ich einen Dackel nicht als alt bezeichnen und wenn er noch fit ist, keine Herz- oder Gewichtsprobleme hat, würde ich die Narkose jetzt nicht als großes Risiko sehen. Wenn es dir "nur" um die Angst der Narkose geht, kannst du da m.E. beruhigt sein.
 
  • Kastration ja oder nein Beitrag #4
Ein 7jähriger Dackel ohne Vorerkrankungen ist kein Risikopatient.
 
  • Kastration ja oder nein Beitrag #5
Halloooo,

ich denke eine 2. Meinung wird nicht nötig sein. Die Prostata ist nun mal vergrößert, dies zu behandeln hilft zwar im Moment, aber bringt keine Heilung. Da Paule sonst gesund ist und recht lebendig ist werde ich mich wohl dafür entscheiden. Vielen lieben Dank für deinen Rat ;)

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Vielen Dank !;)
 
  • Kastration ja oder nein Beitrag #6
Hey,
darf ich mich mal einklinken? Wollte nicht extra ein neues Thema aufmachen, denn die Überschrift wäre die gleich, nur eine ganz andere Situation.
Wir haben eine Mischlingshündin (Schäferhund/Husky/Border Collie) die im April zwei wird. Bisher war sie zweimal läufig. Wir haben überhaupt keine Probleme mit ihr, auch nicht während der Läufigkeit. Unsere TÄ vertritt die Meinung, dass wir sie nicht kastrieren sollten bzw. müssten, solang es keine Probleme gibt, noch dazu, weil es bei größeren Hündinnen wohl oft zu Inkontinenz kommt. Ich höre aber wiederum von sooo vielen Leuten, dass sie Krebs kriegen kann, die Milchleiste sich entzünden kann, der Trieb immer stärker wird und es später zu Problemen kommen kann oder das sie scheinschwanger wird, grad weil wir mit vielen (hauptsächlich kastrierten) Rüden Kontakt haben und die zum Teil trotzdem ziemlich interessiert sind und da wir ja nicht vor haben Welpen zu bekommen, gäbe es ja keinen Grund, sie nicht zu kastrieren.

Was war denn euer entscheidender Punkt, warum ihr kastriert habt oder eben nicht? Ich bin total hin- und hergerissen... Sie ist unsere erste Hündin, die Rüden, die wir vorher hatten, waren nicht kastriert!
 
  • Kastration ja oder nein Beitrag #7
Es gibt nicht "keine Gründe nicht zu kastrieren", wenn dann gibt es "Gründe, die eine Kastration nötig machen".

Eine Kastration ist ein erheblicher Einschnitt in den Hormonhaushalt, wo mehr dran hängt als nur Sexualverhalten und Läufigkeit. Östrogen ist vor allem für den Knochen- und Mineralstoffwechsel wichtig, aber auch das gesamte Gleichgewicht des Hormonhaushaltes hängt damit zusammen. Gerade so Dinge wie die mögliche Fellveränderung nach einer Kastration zeigen doch sehr deutlich, wie viel Einfluss dieses Hormon hat, den wir eigentlich gar nicht in Verbindung gebracht hätten.
Neben den bekannten (vor allem, weil sichtbaren) Nebenwirkungen wie Übergewicht, Antriebslosigkeit, Kastratenfell, Inkontinenz etc, gibt es noch wesentlich mehr, die wir auch noch gar nicht alle erforscht haben. Es gibt mittlerweile ein paar Studien die sich damit beschäftigt haben, aber leider bei weitem noch nicht genug. Bei den Studien kamen signifikante Verschlechterungen an Gelenken, Knochen, andere Krebserkrankungen (die entfernten Teile können natürlich nicht mehr an Krebs erkranken, das ist klar) etc. zum Vorschein. Vor allem bei Frühkastrationen sind die Auswirkungen auf die Knochen und Gelenke besonders schlimm.
Die Vorbeugung gegen Gesäugetumore (die übrigens in den seltensten Fällen bösartig sind) ist allerdings nur bei einer Frühkastration gegeben. Nach zwei Läufigkeiten ist davon nicht mehr viel übrig.

Ich empfehle für weitere Einsicht das Buch "Kastration und Verhalten beim Hund".
Dieses Interview ist auch recht empfehlenswert:

Ich denke, dass es durchaus Gründe gibt, die eine Kastration rechtfertigen. Auch welche, die nicht nur medizinisch bedingt sind. Allerdings sehe ich in deinem Fall keinen davon. Ja, es ist doof, wenn man 1-2x im Jahr nicht mit den befreundeten Rüdenhaltern spazieren gehen kann, aber wenn das wirklich das einzige Problem ist, würde ich es keinesfalls als gerechtfertigt ansehen und ich bin wirklich überrascht und froh, dass dein Tierarzt das auch so sieht (viele Tierärzte verdienen lieber etwas dran und raten zu Pauschalkastrationen...).
sollte deine Hündin mal Probleme bekommen mit Scheinschwangerschaften etc. kann man immer noch eine Kastration abwägen.

Soweit zumindest meine Meinung.
 
  • Kastration ja oder nein Beitrag #8
Interresant, denn auch ich trage mich mit dem Gedanken, meine Luna (1 Jahr und 1 Monat alt) zu operieren. Eine Bekannte von mir hat ihre Mastinhündin grade vor kurzem mit 6 Monaten kastrieren lassen, weil ihr der Tierarzt dazu geraten hatte, noch vor der ersten Läufigkeit zu operieren. Damit hätte der Hund keinen Stress mit der Läufigkeit und es würden spätere Erkrankungen der Gebärmutter oder Eileiter gleich von vornherein ausgeschlossen (da sie eh nie vorhatte, Welpen zu kriegen). Nun gut, diese Bekannte hat ja auch noch einen Rüden, und damit hat sie die Gefahr einer Unfallschwangerschaft schon gleich beseitigt.
 
  • Kastration ja oder nein Beitrag #9
Ich finde so etwas von einem Tierarzt einfach nur unverantwortlich...
Natürlich können herausgenommene Körperteile nicht mehr erkranken... deswegen räumen wir uns aber auch nicht prophylaktisch aus, oder?

Sind Rüde und Hündin in einem Haushalt zusammen, dann ist die Situation natürlich auch eine etwas andere, aber eine Frühkastration hätte ich trotzdem niemals in Erwägung gezogen.

Off-Topic
Es ist wirklich sehr schade, dass man nicht jedem Tierarzt einfach vertrauen kann. Man geht schließlich dorthin, wenn man Fragen bezüglich der Gesundheit des Hundes hat. Bei vielen Tierärzten ist ein "Über-Impfen" vollkommen normal, man wird sogar von ihnen angerufen! Entwurmen, ja klar! alle 3 Monate! "Hilft das denn?" "Ja klar!" "Aber ist eine Stuhlprobe abgeben nicht wesentlich sinnvoller und nur bei positiven Befund Mittel einsetzen, die für den Hund ja auch nicht gerade gesund sind?" "Ach, warum denn. So geht es doch viel einfacher!" , bei Allergieverdacht wird natürlich das teure Futter empfohlen, welches zufälligerweise einen Vertrag mit der Praxis hat und bei Kastration heißt es oft direkt mal "Ja auf jeden Fall!". Zahnstein soll auch noch bei einem 18 Jahre alten Hund entfernt werden und egal wegen was man in die Praxis kommt, eine Spritze Antibiotika hilft bestimmt!

Entschuldigt das OT und die überspitze Formulierung, aber alles Dinge, die ich leider schon so erlebt habe...
 
  • Kastration ja oder nein Beitrag #10
Ja, also ich würde in dem Fall - Rüde und Hündin im gleichen Haus - auch auf jeden Fall zunächst mal den Rüden kastrieren, was ja doch wesentlich unkomplizierter ist, ehe ich die Hündin operiere. Deswegen wunderte ich mich ja auch so, als ich meine Bekannte letztens traf und sie mir erzählte, dass ihr "Mädchen" schon kastriert sei.

Off-Topic
Zu der Wurmkur hätt ich noch eine Frage. Ich trage immer ein schlechtes Gewissen mit mir rum, weil ich immer vergesse, Hund und Katze regelmässig alle 3 Monate zu entwurmen - ist ja auch nicht grad immer so billig, für 4 Tabletten = Ration für Riesenhund zahlt man locker ca 50 Euro). Ich ziehe immer den Kopf ein, wenn der TA mich fragt, wann ich zum letzten Mal entwurmt habe.
 
  • Kastration ja oder nein Beitrag #11
Na das sind ja wirklich nochmal einige Argumente, die dagegen sprechen. Vom Gefühl her sind wir nämlich auch auf dem Standpunkt, dass wir sie nicht kastrieren lassen, so lange keine richtigen Gründe dafür vorliegen. Aber ich habe teilweise wirklich das Gefühl, ich müsste mich manchen Leuten gegenüber dafür rechtfertigen, warum wir sie nicht kastrieren lassen.
Was hat es denn mit dem Mythos auf sich, dass wenn wir sie nicht kastrieren lassen wollen, sollte sie wenigstens einmal Welpen bekommen? Also mal ganz davon abgesehen, dass wir keine Welpen "produzieren" wollen, macht das für mich auch nicht wirklich Sinn!?
Von einer Kastration vor der ersten Läufigkeit hat uns unsere TÄ damals auch abgeraten, sie meinte, dann würde sie vom Kopf her immer ein Junghund bleiben!
 
  • Kastration ja oder nein Beitrag #12
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Also bei dem prophylaktisch rausnehmen musste ich jetzt aber unwillkürlich auch an Angelina Jolie denken :lol::lol::lol::lol:
 
  • Kastration ja oder nein Beitrag #13
Off-Topic
Wurmkuren prophylaktisch zu geben ist einfach nur dumm, entschuldige, aber ein anderes Wort fällt mir da nicht ein. Wenn du deinen Hund heute entwurmst, kann er morgen wieder Würmer haben. Zu dem sind die Wurmmittel nicht gerade super verträglich und alles andere als gesund für den Hund. Wesentlich sinnvoller ist es alle 3-12 Monate (je nachdem wie wichtig es auch ist, kleine Kinder etc.) mal eine Stuhlprobe einzusenden und zu schauen, ob er überhaupt befallen ist. Ich habe meine Hunde seit 2-3 Jahren nicht mehr entwurmen lassen und keiner von beiden hatte in der Zeit welche.


Off-Topic
Bei Angelina Jolie wurden "nur" die Brüste entfernt. Damit ist der Hormonhaushalt noch vollkommen intakt. Selbst wenn man die Gebärmutter entfernt, gibt es dahingehend noch keine Probleme. Entscheidend sind hier die Eierstöcke. Und selbst "nur" solche Operationen würden wir bei einem Menschen niemals ohne Grund unternehmen. Auch die Brüste kann man sich nur entfernen lassen (anders machen es die meisten Ärzte gar nicht), wenn man genetisch bedingt in einer Risikogruppe steckt - von "Schönheitsoperationen" mal abgesehen.


Off-Topic
Der Mythos mit dem "einmal Welpen bekommen" ist auch Blödsinn. Es gibt keinerlei medizinische Begründung, die dahinter steht. Im Gegenteil: Eine Geburt ist wahnsinnig gefährlich für Welpen sowie Mutter.


Ja, Frühkastrierte bleiben oft "unreif", auch im Kopf. Gerade in Amerika ist Kastration deswegen so im Trend, weil genau das gewünscht wird. Was für Probleme die Hunde später mit Artgenossen deswegen haben können, ist den meisten einfach egal. Wir haben hier auch so ein Fall. Junger Rüde, der sich eh noch nie durchsetzen konnte. Nach der Frühkastration ist er jetzt einfach von allen das Mobbingopfer und er hat keine Chance sich daraus zu entwickeln. Die wahrscheinlichste Folge wird sein, dass er irgendwann überkocht und aggressiv gegen Artgenossen wird. Sowas macht mich einfach wütend. Ein Grund für die Kastration gab es übrigens nicht. Außer "machen alle so und der Tierarzt meinte das wäre in Ordnung".
 
  • Kastration ja oder nein Beitrag #14
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Syn, kleine Berichtigung am Rande: Angelina liess sich auch gleich totaloperieren. Hab ich jedenfalls gelesen. Wenn schon unterm Messer, dann gleich ganz.


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Meine Tiere werden auf alle Fälle immer einmal pro Jahr entwurmt. Das macht der Tierarzt schon automatisch, wenn ich sie zum Impfen bringe. Und zwischendurch mach ich das normalerweise irgendwann mal, wenns mir einfällt. Hatte ja auch bis vor nicht allzu langer Zeit ein kleines Kind im Haus ;). Ich dachte immer, die Tabletten schützen auch 3 Monate lang gegen Neubefall.


Ich dachte immer, bei Rüden könnte man gleich kastrieren. Ist ja auch ein recht kleiner Eingriff. Gut, ich hatte nie einen Rüden, ging aber von der Erfahrung mit meinem Kater damals aus. Der wurde gleich mit 6 Monaten kastriert, bei Katzen wird das eh immer so gemacht, egal ob Männchen oder Weibchen. Ist wohl nicht vergleichbar.
 
  • Kastration ja oder nein Beitrag #15
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Habe auch nach intensiver Suche nur Informationen über die Brustoperation von Angelina Jolie gefunden. :eusa_think:


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Nein, sie sind eben nicht geschützt. Wie gesagt. Wenn du entwurmst können deine Hunde ne Woche später schon wieder Würmer haben. Entwurmen ohne Befund ist einfach unnötig und ungesund für den Hund.


Warum sollte man einen Rüden gleich kastrieren können? Er ist genauso auf die Hormone beim Wachstum, geistig wie körperlich, angewiesen.
Ja, bei Katzen ist es nicht vergleichbar. Caniden sind Rudeltiere, die von Natur aus mitgegeben haben, dass die intakte soziale Gemeinschaft wichtiger ist als der Drang sich fortzupflanzen. Für Felidae als Einzelgänger hingegen, ist der Sexualtrieb die Hauptmotivation und geht auch über fressen, schlafen etc. Zu dem sind die meisten Katzen Freigänger, wodurch natürlich unkontrolliertes Vermehren gestoppt werden muss.
 
  • Kastration ja oder nein Beitrag #16
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Hast wohl recht, aber sie sprach auch mal davon, sich die Eierstöcke rausnehmen zu lassen, da sie auch ein hohes Risiko hat, Eierstockkrebs zu erleiden


Danke für die Erklärung der Unterschiede zwischen Hunden und Katzen. Aber ich glaube, auf längere Sicht ist es vielleicht doch angebracht, auch Hunde zu kastrieren. Ich denke daran, wie kläglich unsere Pekinesin Mini an der Gebärmutterentzündung starb. Damals riet man mir, auch meine damalige Mastin-Hündin operieren zu lassen (sie war damals um die 7 Jahre alt), um so eine zukünftige Entzündung zu vermeiden. Wann ist denn für Rüden ein günstiger Zeitpunkt zu kastrieren?
 
  • Kastration ja oder nein Beitrag #17
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Ja, das fiese ist, dass dieses "Krebsgen" nicht nur für Brustkrebs verantwortlich ist, sondern eben auch für Krebs an den Eierstöcken und dem Dickdarm. Ihr wurden, soweit ich das gelesen habe, 87% Wahrscheinlichkeit für Brustkrebs vom Arzt prognostiziert. Der Schritt vorsorglich die Brüste entfernen zu lassen ist also gar nicht so "dumm" in diesem Fall. Wir brauchen die Brüste nicht für unseren Hormonhaushalt und wir können sie der Ästhetik wegen einfach künstlich nachbauen. Die Eierstöcke ist ein weiterer Schritt... aber um einiges schwerer, weil eben daran der Hormonhaushalt hängt. Die Entfernung würde sofortigen Einsprung der Wechseljahre bedeuten mit all den dazugehörigen Risiken der Gesundheit und Veränderungen des Verhaltens. Deswegen ist eine Kastration ja auch nicht "ohne", weil eben so viel daran hängt. Zu dem müsste sie sich den Dickdarm auch entfernen lassen (was möglich ist), wenn sie ganz sicher gehen möchte... Meine Meinung dazu ist: Brüste, wenn man mag.. haben auch die höchste Erkrankungschance... alles andere würde ich persönlich eher über regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen machen, anstatt mich einfach ausräumen zu lassen, damit auch ja nichts mehr erkranken kann. Soviel zum Menschen. ;)



Wir können eine Gebärmutterentzündung heutzutage sehr gut behandeln. Dass deine Hündin daran sterben musste tut mir leid. Es ist aber wirklich die Ausnahme (so wie wir Menschen - und auch Hunde - eben auch an einer Durchfallerkrankung sterben können oder an einem Husten). Sollte eine Hündin regelmäßig unter Gebärmutterentzündungen leiden würde ich sie auch kastrieren lassen. Aber warum sollte ich eine Hündin kastrieren lassen, die damit keine Probleme hat? Dafür sind die Nachteile einfach zu groß, um es mal eben prophylaktisch für etwas zu machen, was wahrscheinlich nie eintreten wird. Und wie gesagt: Man kann an so vielem erkranken! Der Darm kann sich auch entzünden, die Lungen auch.. natürlich können wir einfach alles "nicht überlebenswichtige" entfernen und dann kann es nicht mehr erkranken, aber das ist immer mit anderen Nachteilen verbunden und sollte nur dann eingesetzt werden, wenn überhaupt wirklich Probleme vorhanden sind, oder man zumindest in einer Risikogruppe ist.

Für Rüden und Hündinnen würde ich eine Kastration erst dann in Betracht ziehen, wenn sie körperlich und geistig ausgewachsen sind. Das ist bei manchen Hunden mit einem Jahr, bei manchen mit erst mit drei Jahren. Bei Rüden würde ich generell erst mal einen Chip setzen lassen um zu schauen, wie sein Verhalten mit dem Wegfall der Hormone sein wird (das ist zwar nicht 100% akkurat, aber durchaus schon mal eine Einsicht). Zu dem werden durch den Chip die Hoden kleiner (nur solange der Chip wirkt), was eine Kastration dann vereinfacht.

Ohne Grund würde ich allerdings keinen Hund kastrieren lassen.

Wie gesagt: Es gibt kein "es gibt keinen Grund der gegen eine Kastration spricht", es gibt höchstens ein "es gibt Gründe die für eine Kastration sprechen".
Gründe dagegen gibt es nämlich immer, nur manchmal sind die Gründe dafür einfach wichtiger.
 
  • Kastration ja oder nein Beitrag #18
Hallo, ich habe bitter bereut meine Hündin nicht zu kastrieren. Sie war nach jeder Läufigkeit scheinträchtig. Mit ca. 10 Jahren hatte sie Probleme mit der Gebärmutter. Das war sicher keine leichte OP, aber sie hat es einigermaßen weggesteckt. Ich rate unbedingt nach der 1. Läufigkeit zu kastrieren!!! Alles Gute und ganz viel Freude mit ihrem Knuddel... ;)

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Habe doch eine 2. Meinung eingeholt, dieser Doc hat Ultraschall gemacht und eine 3 cm. große Zyste an der Prostata festgestellt. Daraufhin haben wir gleich einen OP Termin gemacht, und der ist am kommenden Freitag!! :(
Werde mich auf jeden Fall wieder melden! L.G.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Zur Wurmkur möchte ich mich auch äußern. habe letzte Woche eine Kotuntersuchung machen lassen, anstatt Wurmkur ( 17.50 ) Alles in Ordnung. Hätte er Wurmbefall gebabt, hätte man genau diese Art von Würmern gezielt durch eine Spritze behandeln können. Warum also eine Wurmkur, die so viel Chemie in sich trägt!!
 
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Kastration ja oder nein

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