Parvovirus Erkrankung trotz Impfung möglich?

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  • Parvovirus Erkrankung trotz Impfung möglich? Beitrag #1
Elkecita

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Unser letzter Familienzugang, der Dackel von meiner Schwägerin, Bruno, ist schwerkrank. Er wurde gestern nach einer durchkotzten Nacht in die Tierklinik eingeliefert. Befund: Parvovirus.

Nun meine Frage: anscheinend war der 8-Monate junge Hund laut Impfpass gegen Parvo geimpft. Kann er dann doch die Krankheit bekommen, trotz Impfung?

Tags zuvor bekam Bruno wohl die letzte Impfung. Ob das damit zusammenhängt?

Hoffe ja so, dass der kleine Bursche durchkommt.

Elke
 
  • Parvovirus Erkrankung trotz Impfung möglich? Beitrag #2
Huhu,

dass die Impfungen die Krankheiten auslösen halte ich immer noch für ein Gerücht. Es werden abgetötete Erreger für die Impfung verwendet, die zwar eine Immunreaktion auslösen können, aber für einen Ausbruch der Erkrankung dürfte das nicht reichen.
Allerdings wird es besonders bei Impfungen wie Borreliose interessant, wenn der Hund bereits erkrankt ist. Aus diesem Grund darf z.B. Borreliose auch nicht geimpft werden, wenn der Hund nicht zuvor negativ getestet wurde. Es soll auch nicht bei geschwächtem Immunsystem (Durchfall, andere Erkrankungen) geimpft werden, zum einen wegen der Krankheit selbst, zum anderen weil dann das Immunsystem bereits beschäftigt ist und die Wirkung daher nicht so eintreten kann wie bei einem gesunden Hund.

Wann wurde er denn geimpft, also insgesamt alle Impfungen? Wie kommt es, dass er jetzt mit 8 Monaten nochmal geimpft wurde? Das ist ein ungewöhnliches Alter dafür.
Wie sicher ist denn der Befund? Oder ist es nur ein Verdacht?
Parvo ist eine der wirksamsten Impfungen, in manchen Studien waren wirklich alle richtig geimpften Hunde immun. Allerdings kann keine Impfung wohl immer zu 100% schützen...
Bleibt auch die Frage, ob er zuvor schon infiziert war oder die vorherige Impfung wirklich stattgefunden hat?

Ich drücke jedenfalls die Daumen, dass er es schafft!
 
  • Parvovirus Erkrankung trotz Impfung möglich? Beitrag #3
Hallo MIschling, ich nehme an, dass die letzte der Impfungen (soweit ich mich erinnern kann, musste ich mit Luna auch insgesamt 5 Mal zum Tierarzt, bis alle Impfungen abgeschlossen waren) noch nicht verabreicht worden war. Und mein Verdacht liegt nun darin, dass ausgerechnet die LETZTE der Parvo-Impfungen dabei war. Also, die Familie, die den Hund vorher hatte, hatte wohl die Impfungen begonnen, aber nicht abgeschlossen, es war noch eine zu machen.

Und nun mein Verdacht: Bruno hat sich bei einem der Spaziergänge im Park (oder vielleicht ist er schon mit dem Virus von Santander gekommen) angesteckt, und als er die letzte Impfung bekam, war er bereits infiziert.

Kann das sein?

Auf alle Fälle scheint die Diagnose EINDEUTIG zu sein.

Ich danke Dir fürs Daumen drücken. Ich halte Euch auf dem Laufenden.
 
  • Parvovirus Erkrankung trotz Impfung möglich? Beitrag #4
Hallo MIschling, ich nehme an, dass die letzte der Impfungen (soweit ich mich erinnern kann, musste ich mit Luna auch insgesamt 5 Mal zum Tierarzt, bis alle Impfungen abgeschlossen waren) noch nicht verabreicht worden war. Und mein Verdacht liegt nun darin, dass ausgerechnet die LETZTE der Parvo-Impfungen dabei war. Also, die Familie, die den Hund vorher hatte, hatte wohl die Impfungen begonnen, aber nicht abgeschlossen, es war noch eine zu machen.
So pauschal kann man das nicht sagen. Der Hund ist nun 8 Monate. Wenn er die erste Impfung mit unter 12 Wochen bekommen hat hätte eine zweite mit 12 Wochen erfolgen müssen. Kam die nicht, könnte es den Impfschutz beeinflusst haben. Aber: Wenn er danach, also mit über 12 Wochen, auch nur einmal geimpft wurde, ist der Schutz vollständig. Es wird zwar eine Nachimpfung mit einem Jahr empfohlen, aber so weit wäre er ja noch nicht. Und die Impfstoffe in Spanien dürften dahingehend nicht sonderlich unterschiedlich zu unseren sein.

und als er die letzte Impfung bekam, war er bereits infiziert.
Das wäre jetzt eher meine Vermutung gewesen. Also dass er zuvor vielleicht sogar voll geimpft war, dann mit dem Erreger in Kontakt kam, es aber durch die Impfung keine Symptome gab und dann noch die Impfung oben drauf gehauen wurde. Oder er eben zuvor nicht richtig geimpft war, sich ansteckte und noch während das Immunsystem gekämpft und vielleicht gewonnen hätte kam die Impfung oben drauf. Eine Ansteckung ist dank der viele ungeimpften Straßenhunde vermutlich weit wahrscheinlicher als bei uns in Deutschland.

Jedenfalls weiterhin viel Glück!
 
  • Parvovirus Erkrankung trotz Impfung möglich? Beitrag #5
Daher auch immer der eindringliche Hinweis darauf, den Hund JAAAAA nicht auf die Strasse zu führen, bevor nicht alle Impfungen komplett sind.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

EDAD PRIMOVACUNACIÓNREVACUNACIÓN 8-9 sem.REVACUNACIÓN 12 sem.REVACUNACIÓN 14 sem.
6 SEM.PUPPY DPDHP+LDHP+L (R)P+KC
8-9 SEM.DHP+LDHP+LDHP+L (R)P+KC
>12 SEM.DHP+L (R)DHP+L (R)DHP+L (R)DHP+L
REVACUNACIÓN ANUAL
DHP+L, R, KC
NotaP-Parvovirosis canina, D-Moquillo cánico, H-Hepatitis infecciosa, L-Leptospirosis, R-Rabia, KC-Traqueobronquitis infecciosa.


Das ist, was ich im Moment über die in Spanien üblichen Impfungen im INternet gefunden habe.
 
  • Parvovirus Erkrankung trotz Impfung möglich? Beitrag #6
Naja, so weit würde ich nicht gehen. Der Hund würde bei normalen Ablauf mit 8 Wochen angeschafft, da hat er die erste Impfung, die ihn bis zur zweiten mit zwölf Wochen schützen sollte. Diese schützt dann wieder mindestens ein Jahr bis zur Nachimpfung usw.. Ich denke also schon, dass man mit dem Hund raus kann, wenn es jetzt nicht gerade ein 5 Wochen altes Fundtier ist (und selbst für den gäbe es Puppyimpfstoffe). Es soll ja Leute geben, die den Hund dann ein halbes Jahr nicht vor die Türe lassen und das halte ich für völlig kontraproduktiv.
Es war jetzt auch nicht so gemeint, als gäbe es das in Deutschland nicht, ich stelle mir nur vor, dass die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung egal womit bei Anwesenheit vieler ungeimpfter, nicht behandelter Straßentiere steigt. War also nicht böse gemeint, falls das so rüber kam ;).

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Hast du da eine Quelle zu? Der Kontext zu der Tabelle wäre wichtig (und die Quelle so oder so nötig) ;).
Wenn ich das aber richtig lese ist es da nicht anders: SHP und Lepto mit 12 Wochen reicht einmal.
 
  • Parvovirus Erkrankung trotz Impfung möglich? Beitrag #7
Hab grad mit meinem Neffen gesprochen.
Also, die letzte Impfung, die er vorgestern bekam, war gegen Tollwut. Mit Parvo also nichts zu tun. Der Rest der Impfungen war gemäss Impfpass alles vollständig. Wundert mich daher schon sehr. Gibt es vielleicht verschiedene Parvovirus-Stämme, wie das auch mit der Grippe passiert und dass man gegen einige durch die Impfung immun ist, gegen andere STämme aber nicht? Immerhin kommt der Kleine ja aus Santander.

Es scheint ihm ein bisschen besser zu gehen, hat nicht mehr gebrochen und eine kleine Kaka gemacht. Er war auch ein bisschen munterer. Ich nehm ja mal an, er schafft es. Dackel sind Kämpfernaturen.

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Ich habs aus Wikipedia rauskopiert, die anderen Seiten, die ich mit meinem Telefon aufmachen konnte, konnte ich am Firmen-PC nicht öffnen (Firewall), und vom Telefon runterzukopieren war mir zu kompliziert. Aber im Grossen und Ganzen stimmt es überein.

Also meine Tierärztin war entsetzt als ich ihr gestand, dass ich mit Luna täglich eine Runde um den Park mache, als die Impfungen noch nicht abgeschlossen waren. Hat mir eine schöne Standpauke gehalten. Bin aber dann TROTZDEM weiter mit ihr Gassi. Manche Dinge seh ich eben nicht immer ganz so ein. Vielleicht leichtsinnig, aber gut, bin so.

Ein Nachbar von uns hat einen Aussie-Welpen (Gott, ist der niedlich, ist weiss und hellbraun, sowas von sympathisch und schmusig, und heisst Spock - rufe ihn immer "Mister Spock"), den hat er erst im Alter von 5 Monaten zum ersten Mal Gassi geführt, vorher durfte er nur im Garten raus.
Off-Topic
Jetzt sehn wir ihn täglich und Luna und Spock haben sofort Freundschaft geschlossen, solltest mal sehen, wie die sich freuen, wenn sie sich sehen und wie sie spielen :D
 
  • Parvovirus Erkrankung trotz Impfung möglich? Beitrag #8
Die Quelle brauch ich trotzdem noch ;).

Wegen der Stämme: Es gibt eine ganze Virenfamilie, die das auslösen kann. Es sind drei Stämme bekannt, die beim Hund anschlagen, zusammengefasst als Canine Parvoviren. Nobivac verwendet zum Beispiel den Stamm 154, Virbac den Stamm CPV780916. Dr. Schulz (USA) hat in seiner Studie den CPV-2 Stamm untersucht bzw. sieht ihn als notwendig an. Das fasst im Prinzip alles zusammen. Es war der erste nachgewiesene P-Erreger, Unterformen wurden erst später entdeckt und als CPV-2a, b und c betitelt. C ist die neueste Form, erst im Jahr 2000 in Italien aufgetreten. Das A-Virus ist die Grundform, vermutlich entstanden durch Mutation des FPV (Parvo bei Katzen). B und C sind scheinbar wieder übertragbar auf und von Katzen, beide sind Mutationen der Form A. Es müsste aber eine Kreuzimmunität bestehen, wenn in den Studien nur die Rede von CPV-2 ohne a, b oder c ist. Nach der Studie beträgt die Immunität mindestens 5 Jahre im Belastungsversuch.
Quellen:




Ich hab übrigens glaube ich deine Quelle gefunden, da steht leider nur in der Diskussion ein kurzer Hinweis, dass zwischen a, b und c in verschiedenen Studien unterschieden wird:
Se determinó suficiente, el usar PCR para amplificar el gen VP1/VP2 del Parvovirus canino con los primers VPF (5"-ATGGCACCTCCGGCAAAGA-3") y VPR (5"-TTTCTAGGTGCTAGTTGAG-3") de acuerdo a la secuencia de Reed etal (1988) y RFLP"s con la enzima de restricción Rsa I para diferenciar entre los genotipos CPV-2, CPV-2a y CPV-2b, tal como lo reportó Sagazio et al., (1998) & Mochizuki et al., (1993).


Drüber steht übrigens auch, dass eine Impfung ab 12 Wochen reicht. Aus dem Kontext würde ich mal schließen, dass die Impfung tatsächlich alle drei Viren abdeckt, zumal die scheinbar genetisch auch sehr ähnlich sind, immerhin gehen alle auf Typ a zurück.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ok, das mit der Quelle hat sich ja jetzt erledigt :lol:.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Parvovirus Erkrankung trotz Impfung möglich? Beitrag #9
Mensch, vielen Dank für die vielen Infos. Du machst Dir wirklich Mühe.
Grad eben hat mir Alicia über Whatsapp berichtet, dass sie inzwischen auch mit unserer Cousine gesprochen hat. Die ist Tierärztin, hat ihre Praxis aber 60 km von der Stadt weg, weswegen sie nicht dorthin gefahren ist (aus Eile eben). Die wird mit der Klinik sprechen.
Die roten Blutkörperchen haben sich drastisch reduziert, anscheinend ist das aber normal. Noch 3 Tage wohl und man kann sagen, ob er es überlebt oder nicht.

Übrigens, bestätigt: es fehlte lediglich die Tollwut-Impfung, die anderen waren alle laut Impfpass abgeschlossen.

Ich bete so, dass Bruno durchkommt.
 
  • Parvovirus Erkrankung trotz Impfung möglich? Beitrag #10
Kein Thema ;).
Die Tollwutimpfung kann schon auch Einfluss gehabt haben, wenn er sich zuvor angesteckt hat. Die zusätzliche Belastung durch die Impfung hätte den Ausbruch wohl begünstigen können, aber ob das nun irgendwie damit zusammenhing oder einfach Pech war – wer weiß. Ich kenne nur einen Fall, wo Parvo trotz Impfung ausbrach (in Deutschland), allerdings war da die Impfung gefaked.

Ich drücke jedenfalls die Daumen, dass er es übersteht, allerdings sind heutzutage die Chancen wohl recht gut, wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt wird. Das war bei euch ja scheinbar der Fall, also Daumen drücken!
 
  • Parvovirus Erkrankung trotz Impfung möglich? Beitrag #11
Hey,

zum Thema impfung kann ich dir leider nicht viel sagen, aber meine Cici hatte als Junghund Staupe (frag mich nicht wie das in Ö ging). Sie hats überlebt und bis auf ein paar kaputte Zähne ("Staupegebiss") keine Schäden zurückbehalten (bis auf den Schuss den sie vorher schon hatte :mrgreen:)

Junghunde halten da einfach "mehr" aus, die packen das besser. Und Bruno ist ja kein Welpe mehr.

Also ich drück euch die Daumen *drück*
 
  • Parvovirus Erkrankung trotz Impfung möglich? Beitrag #12
Danke EUch beiden fürs Daumendrücken. Mal sehn, wie der kleine Kampfdackel das WE übersteht. Da er gut genährt war, kräftig und munter, denke ich mal, dass er er schaffen wird.
Wünsch Euch ein schönes Wochenende
Elke
 
  • Parvovirus Erkrankung trotz Impfung möglich? Beitrag #13
HILFE, grade eben rief mein Neffe an und bat mich flehentlich, auf seine Mutter (meine Schwägerin) einzureden, damit sie den Hund einschläfern lässt. Scheinbar jault er vor Schmerzen und es geht ihm sehr schlecht. Auf ihn hört sie nicht, sie will auf ihre Cousine, die Tierärztin warten, die heute nachmittag um 4 kommt, um nach Bruno zu schauen.

Sollen wir den Hund jetzt bis 4 Uhr leiden lassen? Oder ist es besser, ihm noch heute morgen die Spritze zu geben? Hat es noch Sinn, Hoffnung zu haben?

Ich habe jetzt das Problem auf meinen Mann abgewälzt. Er ist nicht so sentimental und viel sachlicher als ich. Ich selbst könnte meiner Schwägerin auch nicht zum Einschläfern raten.

Bin so traurig. Und sitze hilflos im Büro und kann nichts tun.

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Bruno ist grade eben gestorben.

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Bin so traurig und zornig.
Die Vorbesitzer von Bruno haben ihm lediglich die erste Parvovirus-Impfung gegeben. Bereits im September letzten Jahres hätte er die zweite Spritze kriegen sollen. Von der dritten gar nicht zu reden. Davon haben sie meiner Schwägerin kein Sterbenswörtchen gesagt. Wäre ja wohl das normalste gewesen bei Übergabe zu sagen "die und die Impfung ist gemacht, die anderen stehen noch aus". ODER????? IST DAS ZUVIEL VERLANGT?

Und dann der Tierarzt hier in Madrid. Hätte der Idiot denn nicht auf den ersten Blick im Impfpass sehen müssen, dass die Parvo noch nicht vollständig war??? Und dann gibt er dem armen Tier, das bereits infiziert war, ohne einen vorherigen Test zu machen, auch noch die Tollwut-Impfung und die Wurmkur obendrein. Klar, dass die Abwehrkräfte von einem Tag auf den anderen schlapp gemacht haben, die weissen Blutkörperchen zunächst in den Himmel stiegen und dann bis in den Keller abfielen.

In der Klinik haben sie nichts besseres zu tun, als Bruno Interferon zu verabreichen.

Als das unsere Cousine sah: 1. Impfpass, aus dem GANZ KLAR und für sie auf den ersten Blick ersichtlich war, welche Unterlassungen da geschehen waren, 2. die Tollwutimpfung ohne Blutbild vorher und ohne zu überprüfen, dass der Hund gesund und voll geimpft war, 3. Interferon, welches sie unter gar keinen Umständen verabreicht hätte, hätte sie schreien können. (und bei den Honoraren, welche meiner Schwägerin abgeknöpft wurden, bekam sie Tränen in die Augen, als sie sie mit den eigenen verglich).

Eins weiss ich: ab sofort traue ich keinem anderen Tierarzt mehr als ihr.

Bin so sauer.

Jetzt darf auch mindestens 1 Monat lang kein Hund in die Wohnung von Alicia wegen Ansteckungsgefahr. Aber sie ist entschlossen, sich wieder einen Hund zu holen.
 
  • Parvovirus Erkrankung trotz Impfung möglich? Beitrag #14
Das tut mir leid für den armen Bruno und für deine Schwägerin.
 
  • Parvovirus Erkrankung trotz Impfung möglich? Beitrag #15
Das tut mir sehr leid, habe immer still mitgelesen. Furchtbar. Das erinnert an alte Zeiten :(

Jetzt darf auch mindestens 1 Monat lang kein Hund in die Wohnung von Alicia wegen Ansteckungsgefahr. Aber sie ist entschlossen, sich wieder einen Hund zu holen.

Eher länger. Der Parvovirus kann sich bis zu einem halben Jahr halten. Wenn man ganz sicher gehen will, wartet man das halbe Jahr ab.
 
  • Parvovirus Erkrankung trotz Impfung möglich? Beitrag #16
Hallo Pewee, hab grad erst vorhin gelesen, dass auch Du einen Hund wegen Parvo verloren hast. Das tut mir leid. Nun, so reichen wir uns die Hände. Dumme Krankheit. Ach, ist alles so traurig.

Ja, hatte auch schon gelesen, dass es besser ist, länger zu warten. Aber eigentlich kann doch nichts passieren, wenn man sich einen voll geimpften Hund holt, zB aus dem Tierheim. Oder? Wie wäre es, wenn ich Luna mal zu meiner Schwägerin mitnehme, würde sie da irgendeine Gefahr laufen? Kann Parvo auch über die Menschen übertragen werden, die in diesem Haus wohnen? ZB, falls meine SChwägerin uns besucht und Luna streichelt ....

Fragen über Fragen
 
  • Parvovirus Erkrankung trotz Impfung möglich? Beitrag #17
Prinzipiell sind alle, die mit dem Hund in Berührung kamen, kontaminiert. Der Virus klebt an den Klamotten, an den Möbeln und an den Händen. Jedes Mal, wenn man mit diesen Klamotten rausgeht, trägt man den Virus sozusagen in die Welt und den kriegt man auch nur sehr schwer klein. Das ist das tückische daran. EIGENTLICH (Betonung auf "eigentlich") sollte nichts passieren, wenn man 100% weiß, dass der Hund korrekt grundimmunisiert wurde. Wir hatten damals öfter den Hund meiner Schwester zu Besuch, weil wir auch nicht wussten, dass der Virus sich so lange hält und Jerry kam ja auch ca. 1-2 Monate später zu uns, ohne sich neu anzustecken. Ein gewisses Restrisiko ist aber natürlich immer da. Impfungen wirken eben auch nicht 100%. Jeder normale Mensch würde wahrscheinlich sagen "da passiert nichts". Als Geschädigte ist man da natürlich vorsichtiger und würde den eigenen Hund da nur ins Haus lassen, wenn es sein muss. Lustfahrten würde ich wohl nicht machen. Rational gesehen sollte da aber eigentlich nichts passieren.
 
  • Parvovirus Erkrankung trotz Impfung möglich? Beitrag #18
Hm, als wir vorletztes Wochenende bei meiner Schwägerin im Haus waren und Bruno kennenlernten, war der Hund wahrscheinlich schon infiziert, obwohl man ihm nichts anmerkte (bzw. mir geht schon seit Tagen ein Gedanke im Kopf rum, ich hatte das GEfühl, dass Bruno sich viel zu oft hinsetzte, sah manchmal so aus, als würden seine Hinterbeine nachgeben, ob das nicht schon ein Anzeichen war?).

Wir streichelten ihn alle, herzten ihn, hatten ihn alle mal auf dem Schoss, spielten ...... Haben zwar alle hinterher die Hände gewaschen, aber die KLamotten, die wir anhatten, haben wir nicht gewechselt. Sind anschliessend nach Hause, habe mit Luna gespielt, sie gestreichelt, mit ihr Gassi gegangen, und hatte noch die gleichen Klamotten an, mit denen ich Bruno berührt hatte. Jetzt machst Du mir ja fast Angst, dass ich Luna leicht hätte anstecken können. :eusa_doh:
 
  • Parvovirus Erkrankung trotz Impfung möglich? Beitrag #19
Ich bin, wie gesagt, eine Geschädigte und daher etwas vorsichtiger :) Da sich bisher keiner der Hunde angesteckt hat und die Inkubationszeit nur ca. eine Woche beträgt, scheint ohnehin nichts passiert zu sein! Am schlimmsten ist ohnehin der Kot selbst. Solange ihr bzw. andere Hunde damit nicht in Kontakt gekommen seid/sind, ist die Ansteckungsgefahr u.U. sogar nochmal geringer.

Das Wegknicken der Beine kenne ich jetzt nicht als Symptom. Generell sind solche Hunde aber sehr lustlos und fressen nichts. Wenn das bei ihm schon der Fall war, kann das Wegknicken natürlich auch mit dem Absacken des Kreislaufs einhergehen.
 
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