Bevor ich was zum Test sage oder ihn auch nur ansehe erstmal meine Erfahrung mit Fressnapf (Futterhaus gibt es hier erst gar nicht):
Sortiment: Bei unserem Fressnapf durchaus gut, hängt aber generell von der Filiale ab. Was mich stört ist das Rohfleischangebot, weil die Qualität sowohl der Verpackung als auch vom Innenleben mehr als fragwürdig aussieht. Deswegen habe ich dort bisher auch nie was mitgenommen. Der Vorteil ist hier aber klar der Onlineshop, wo ich unabhängig von der Filialgröße auf das gesamte Sortiment zugreifen kann.
Beratung: Bisher konnte man mir nicht helfen, das einzige mal, dass ein Verkäufer länger mit mir gesprochen hat (mit der Ausnahme die meinte, Fressnapf vertreibe generell kein Granatapet :eusa_eh

war äußerst angepisst, weil ich eine Autorampe zurückgeben wollte, die viel zu spät geliefert wurde, weswegen ich inzwischen Ersatz beschafft hatte.
Preis: kann ich nichts zu sagen.
Qualität: Beim Futter für mich unwichtig, da sie kaum was führen, was ich kaufen würde.
Geschmack: Leo hat bisher weder noch probiert, daher kann ich dazu auch nichts sagen. Wobei er als Leckerli sicher beides nehmen würde, weil er in der Situation auch von Fremden schlicht nahezu alles nimmt.
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Sortiment: Finde ich gut gemacht. Mal schauen, ob die Regale voll sind, alles grundlegende da ist usw.. Die Kategorie ist in jedem Fall sinnvoll.
Beratung: Die Kriterien finde ich gut angesetzt (also was in Grundausstattung empfohlen werden sollte).
- Fressnapf: Das kleine Hundebett finde ich nicht so prickelnd, beim Geschirr kann ich aber nachvollziehen, dass die Verkäuferin da nicht schätzen will. Allerdings musste auch ich schon einen Blindeinkauf was das angeht für Leo machen. In dem Fall hätte ich gut gefunden, wenn sie zu einem günstigen, etwa passenden Geschirr geraten hätte, das man eben erstmal benutzen kann. Zum einen muss man den Hund mit etwas abholen, zum anderen wächst er da eh schnell wieder raus. Die 10 Euro hätten nicht weh getan und ein gut sitzendes Geschirr hätte man dann ja mit Welpe noch kaufen können. Was mich massiv stört ist der Zusatzverkauf, weil der gerne versucht wird und es meist nur Mist ist, den man da bekommt. Aus Unternehmenssicht aber natürlich gut gemacht, da mehr Geld verdient (wobei sich das vermutlich mit dem Geschirr wieder aufrechnet).
- Futterhaus: Die Beratung hätte mich glücklich gemacht, wenn ich ehrlich bin. Großes Bett, Geschirr zur Not umtauschen – sehr schön.
Preis: Es wurden zumindest dieselben Produkte getestet, sodass man vergleichen kann. Allerdings wird nicht einberechnet, dass der eine vll bessere Angebotspreise oder günstigere Hausmarken hat. Bei den normalen Marken hier war der Unterschied auch nicht so groß, dass das für mich eine Rolle spielen würde (immerhin nur etwa ein Euro bei einem Einkauf von 28 Euro).
Qualität: Ist halt eine rein ernährungsphysiologische Untersuchung, wobei u.a. Stiftung Warentest immer wieder beweist, dass auch das sich mal lohnen kann. Das Ergebnis verwundert allerdings nicht, das meiste ist zu hoch dosiert.
- Fressnapf: Die Erklärung mit der Leber ist gut und schön, was der Herr nicht sagt (allerdings Respekt an Fressnapf für die gekonnte Reaktion) ist, dass die Leber vermutlich aus Kostengründen verarbeitet wird, dann halt zu Lasten des Vitamin-A-Gehaltes.
- Futterhaus: Die Reaktion ohne Interview ist aus Unternehmenssicht echt peinlich. Das geht im PR-Bereich so gar nicht. Es wird halt leider auch nicht ernst genommen, denn über »Für gesunde Hunde kein Problem« lässt sich streiten, vor allem bei dauerhafter Fütterung. Vom Welpen im Wachstum gar nicht zu reden.
Geschmack: Da hat Pewee eigentlich schon alles gesagt, was mich daran stören würde. Besonders das ranführen an der Leine würde ich als hinderlich empfinden, weil man dem Hund u.U. unabsichtlich eine Richtung vorgibt. Außerdem wissen wir ja, dass Geschmack allein kein gutes Futter macht, auch wenn es dazu gehört

. Ich wüsste ehrlich gesagt nicht, wofür meiner sich da entscheiden würde. Ob er in beides erst reinriechen oder vll auch gar keines nehmen würde.
Alles in allem fand ich das recht interessant, aber wie so oft ein wenig oberflächlich. Die Qualitätstests sind immer so eine Sache, weil sich das in so einer Reportage gar nicht so ausführlich machen lässt. Was ich für mich mitnehmen würde wäre vor allem der Test der Beratung. Viele gehen halt doch in solche Läden, um sich zumindest erste Infos zu holen. Ob man dann alles immer dort kauft oder manches wie das Futter mangels guter Alternative im Laden bestellt ist ja wieder was anderes. Aber beim Futterhaus wäre man dem Test nach wenigstens besser beraten. Das Problem: Es wird eine Verkäuferin getestet. Das ist in keinster Weise repräsentativ. Da mal ein Mystery Shopping machen, richtig angesetzt, wäre aber sicher interessant. Denn das ist es ja, was der Laden dem Internet voraus haben sollte: Gute Beratung.