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Diskutiere Was tun? im Ratten Gesundheit Forum im Bereich Ratten Forum; Hallo fellow-Rattenmamis und -papis, ich stehe wahrscheinlich vor einer schweren Gewissensentscheidung und brauche dringend ein paar Meinungen...
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  • Was tun? Beitrag #1
Chipi

Chipi

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Hallo fellow-Rattenmamis und -papis, ich stehe wahrscheinlich vor einer schweren Gewissensentscheidung und brauche dringend ein paar Meinungen. Meine derzeit älteste Ratte ist seit ca. 1/2 Jahr mein Sorgenkind. Sie ist mittlerweile über 3 1/2 Jahre alt, könnte auch schon fast 4 sein (ich habe sie nicht als Baby bekommen und kenne ihr genaues Geburtsdatum nicht) - jedenfalls ist sie eine alte Rattendame.
Im Herbst letzten Jahres wurde der erste, daumennagelgroße Tumor entdeckt, meine Tierärztin riet mir aber aufgrund des Alters von einer OP ab. Leider ist der Tumur dann schlagartig gewachsen, mittlerweile wiegen die Tumore sicher so viel wie der "Rest" der Ratte.
Abgesehen davon ist sie aber fit. Sie kann zwar nicht mehr richtig laufen (die Tumore blockieren die Hinterbeine so, daß sie sie nicht mehr unter den Bauch bringt, daher wackelt sie mehr, als daß sie läuft), aber sie frißt, putzt sich und ist so verspielt wie eh und je. Da sie eine zeitlang Atemprobleme hatte, war ich mir ihr ein paar Mal bei der TA, die mir den Tip gab, die Haut der Tumore mit Panthenol- oder Aloe-Salbe einzureiben, damit sie nicht spannt oder reißt und die Ratte nicht darunter leiden muß. Seither wasche ich ihr regelmäßig ihren Bauch, weil sie da selber nicht mehr rankommt, und creme die Tumore ein. Ratte putzt mich dann immer "zurück" und schleckt ausgiebig meine Hände und Arme ab.

Da die TA ihr bereits letzten Herbst nur mehr 3 Monate gab rechne ich fast jeden Tag damit, daß sie stirbt. Eine grauenhafte Vorstellung - aber immer noch besser, als sie einschläfern zu lassen, solange sie abgesehen von den Tumoren noch so aktiv ist. Natürlich tut sie mir unendlich leid, wenn ich sehe, wie sie sich mit ihrem Tumoren abquält. Aber ich bringe es nicht fertig, sie einschläfern zu lassen, weil sie mich dann wieder mit ihren Knopäuglein anschaut und aus dem Käfig genommen werden will, um bei mir auf dem Sofa rumzueiern und durch die Kissen zu robben (ihr Lieblingsspiel). Würde ich sie jetzt einschläfern lassen käme ich mir schäbig vor, als würde ich ihr den immensen Lebenswillen, den sie offenbar hat, wegnehmen...

Versetzt euch bitte in meine Lage - was würdet ihr tun?
 
  • Was tun? Beitrag #2
Wenn der Tumor wirklich schwer ist das nicht mehr richtig gehen kann würde ich sie einschläfern.
Hatte das gleiche mal mit na Maus und habe mich obwohl es ihn noch gut ging für einschläfern entschieden, weil sie nicht mehr richtig laufen könnte und den Tumor hinter sich hergezogen hat.
Aber das musst selbst entscheiden.
In jeden Fall solltest du die Ratte mal beobachten wenn sie glaubt du bist nicht da, da zeigen sie oft erst wie schlechts ihnen geht, sie verstecken das sehr gut.
Ich würde nicht wollen das mein Tier an nen Tumor stirbt vorher würde ih sie einschläfern.
 
  • Was tun? Beitrag #3
Hallo,

ich war bis vor 3 Tagen in der selben Lage.
Allerding mit ner Maus, das tut aber nichts zur Sache.Ich musste sie einschläfern lassen und kam mir wie die letzte Schänderin vor. Aber im Grunde, das sagte auch die TA,konnte ich nichts tun und sie selbst nicht.

Nun zu dir: Ich weiß also wie du dich fühlst, aber hat die Ratte schmerzen? Ich würde, wenn es nicht anders geht, sie einschläfern lassen. Hat sie aber den Willen noch zum leben und laut TA keine schmerzen sei einfach für sie weiterhin da!

Hilft dir das was?

lg
 
  • Was tun? Beitrag #4
@Chipi: Ich kann Dich gut verstehen, das ist eine schwierige Situation, in der Du da steckst...
Ich schließe mich Lamia an: Wenn Du bemerkst, dass es der Ratte schlecht geht, dann geht es ihr möglicherweise schon länger schlecht, da Ratten und Mäuse das so lange wie möglich verbergen, um nicht als schwache und kranke Tiere von der Gruppe verstoßen zu werden. Daher würde ich die Ratte genau beobachten (am besten wirklich, wenn sie denkt, sie ist unbeobachtet - falls das geht...), und wenn Du merkst, sie leidet, dann lass´ sie erlösen, auch wenn es noch so schwerfällt....
Wir haben bereits zwei Mäuse mit Tumoren einschläfern lassen - bei der ersten war der Tumor noch gar nicht sooo groß, aber sie hatte ihn sich aufgeknabbert... Bei der zweiten wuchs erst ein Tumor, dann zwei, dann vier - da konnte man zugucken... als wir gesehen haben, dass der Maus das Bewegen schwerfällt und sie auch schwer atmet, haben wir sie sofort erlösen lassen...
Natürlich ist es immer schwer, ein geliebtes Tier gehen zu lassen - zumal, wenn es einen mit seinen großen Knopfaugen ansieht... wir haben auch schon eine Maus gehen lassen, die noch gar nicht gehen wollte... sie hatte sich großflächig Fell und Haut vom Hintern gefressen, und wir haben es zwei Wochen lang mit diversen Tierarztbesuchen, Salben, Tropfen etc. probiert...(und auch mal ohne Salbe, da die ja zusätzlich zum Putzen animiert...) zwischenzeitlich wurde es etwas besser, aber dann knabberte sie sich wieder alles auf und die Wunde wurde immer größer. Diese Maus war quicklebendig und putzmunter... aber wir konnten nun wirklich nicht zusehen, wie sie sich selbst bei lebendigem Leibe auffrisst... (sie war es wirklich selber und nicht die anderen, das haben wir beobachtet...) Obwohl sie erst 5 1/2 Monate alt war, haben wir sie dann einschläfern lassen...
Es ist Deine Ratte - Du musst entscheiden, ob ihr Leben noch lebenswert erscheint, oder ob sie sich quält... (Das ist verdammt schwer, ich weiß!) Ich hab´ mal irgendwo gelesen: "Das Tier weiß nicht, dass es noch ein paar schöne Tage gehabt hätte... aber es weiß sehr wohl, wenn es ein paar leidvolle und schmerzhafte Tage erlebt..." Daher würde ich sie wirklich bei den ersten Anzeichen von Schmerzen erlösen lassen, damit sie sich nicht quälen muss...
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die richtige Entscheidung!
LG, seven
 
  • Was tun? Beitrag #5
@Cleopatra:
Soweit man das feststellen kann, hat die Ratte keine Schmerzen; hätte sie welche, wäre die Entscheidung längst gefallen, das könnt ihr mir glauben, keines meiner Tiere darf Schmerzen haben, es sei denn vorübergehend bis zur Genesung. Daß man meiner Ratte eben ihre Krankheit nicht anmerkt, abgesehen von ihrem Erscheinungsbild, macht mir die Entscheidung ja so schwer.
 
  • Was tun? Beitrag #6
Du musst die Ratte wirklich gut beobachten, solange sie allein fressen kann und allein bewegen und nicht nur in einer Ecke liegt. Wenn sie aber der Tumor sosehr stört das sie das alles nimmer tun kann, dann müsste man sie einschläfern so schwer es einen fällt.
Sie ein schönes hohes Alter erreicht für eine Ratte.
Sollte der Tumor mal platzen (aufgegen) kann ich dir nur empfehlen sie so schnell wie möglich einzuschläfern.
 
  • Was tun? Beitrag #7
Um diesen Thread zu Ende zu bringen: Gestern Abend, 29.04.2007 um 20 Uhr habe ich Herbie einschläfern lassen. Ihr Zustand hatte sich am Samstag schlagartig verschlechtert, so daß ich am Sonntag, nachdem sie aufgewacht war, guten Gewissens gar nichts mehr anderes tun konnte.

Ich werde dich vermissen, Rattenspatz! Du warst doch meine Maus!:022:
 
  • Was tun? Beitrag #8
Hallo Chipi!

Das tut mir unendlich leid, ich kenne das! Wir mussten leider auch sehr viele Ratten gehen lassen :(

Fühl dich gedrückt*knuff*

Gruss Sanni!
 
  • Was tun? Beitrag #9
@sannibunny: Danke. Herbie war die erste Ratte, die ich einschläfern lassen mußte. Zudem war sie die anhänglichste Ratte, die ich je hatte, was es umso schwerer gemacht hat. Zum Glück war der Tierarzt trotz Sonntags-Schicht sehr nett und hat versucht, mir die Sache so leicht wie möglich zu machen. Nur die Spritze hat Herbie noch ein bißchen weh getan, dann konnte sie auf meinem Arm einschlafen *schnüfz*
 
  • Was tun? Beitrag #10
Ach, Chipi, das tut mir Leid!!!
Aber Du hast richtig entschieden und der Ratte weiteres Leid erspart! Es ist immer ein schwerer Schritt, aber leider ist er manchmal einfach nötig...
LG, seven
 
  • Was tun? Beitrag #11
Ich weiß. Bin mir ja auch sicher, das Richtige getan zu haben. Ihrem Zustand am Sonntag Abend nach zu urteilen wäre Herbie wohl ohnehin heute oder morgen gestorben, da war es mir lieber, dabei sein zu können und zu wissen, daß es nicht mehr übermäßig schlimm für sie war.

War eben 'ne Scheiß-Woche; am Dienstag starb mein Hamster, und gestern Herbie... da meine anderen Ratzis alle jünger sind, hoffe ich, daß ich vor solchen Schicksalsschlägen erst mal verschont bleibe... leider ist keine Knuddelmaus wie Herbie mehr dabei, die eigentlich wie ein kleiner Hund war.
 
  • Was tun? Beitrag #12
=( Das is traurig. Mein Beileid.
 
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