Moment, du warst beim Arbeitsamt und hast dort dem Vorgesetzten (einen "Chef" gibt es dort nicht, weil die das Amt kein freiwirtschaftliches Unternehmen ist) einen Screenshot oder so von deiner Facebookseite gezeigt, weil eine Mitarbeiterin vom Amt dich dort angegangen hat und dir nicht geglaubt hat, dass sich dein Hund an einer Wurst vergiftet hat?
...und den "Chef" hat das interessiert? Wirklich, ich hoffe doch, der hat anderes zu tun als Online-Zickereien (sorry) zu schlichten.
so was sei ein Kündigungsgrund
Sie wird wohl vor jedem Arbeitsgericht in diesem Land recht bekommen, wenn der "Chef" (wie gesagt, den gibt es so beim Amt gar nicht) sie deswegen entlässt.
Die Mitarbeiterin kann in ihrer Freizeit machen was sie will jemanden online anzupampen zwar nicht okay ist, aber trotzdem auch nicht verboten, wenn es einen bestimmten Rahmen nicht sprengt. Den "Chef" hat das nichts anzugehen, und wenn er auch nur ein Fünkchen Professionalität besitzt geht er auf solche Anfeindungen von außen gar nicht erst ein.
Außerdem, was hast du erreichen wollen? Das sie dir jetzt glaubt? Das sie ihren Job verliert?
...ich kann das alles irgendwie nicht so recht glauben und hoffe einfach mal, dass es nicht stimmt (sorry, aber es klingt schon sehr absurd).
Publicity findet auch außerhalb der Arbeit statt. Stell dir mal vor, was bei einem Arbeitnehmer abgeht, wenn er sich in seiner Freizeit wie die Axt im Walde aufführt und jemand anderes weiß, wo er arbeitet. Zu groß das Risiko, dass er dasselbe Verhalten während der Arbeitszeiten an den Tag legt und effektiv Kunden vergrault. Das kann sich kein Arbeitgeber leisten.
Außerdienstliches Verhalten kann und darf niemals eine Kündigung rechtferigen, da der Arbeitnehmer nur in der Pflicht des Arbeitgebers steht solange er sich im Dienst befindet.
Außerhalb seiner Dienstzeiten könnte er z.B. Alkohol und Drogen konsumieren, in einer Sekte oder bei einer Partei aktiv sein, ins Spielcasino gehen, oder sich für den Playboy ausziehen, all dies darf nicht als Kündigungsgrund herangezogen werden.
Dienst ist Dienst und privat ist privat