Erste Noten in der Grundschule - Tipps für Eltern

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  • Erste Noten in der Grundschule - Tipps für Eltern Beitrag #21
Hallo

Vielen Dank für deinen Beitrag, der hat mir sehr geholfen dass ganze besser zu verstehen und mich selbst hab ich sehr angesprochen gefühlt... Mein Sohn kam letztes Jahr in die Schule und meine Tochter kommt dieses Jahr in die Schule, von Anfang an war ich sehr streng mit meinem Sohn und dass obwohl er so gut liest wie ein 3 Klässler und schreibt wie ein 2 Klässler... Eigentlich konnte ich stolz auf Ihn sein nur leider war es bei mir zu Hause auch immer sehr streng was ich bisher immer dachte der Grund ist warum ich es "zu etwas gebracht habe". Nun wurden mir doch deutlich die Augen geöffnet und ich werde versuchen im neuen Schuljahr mich zu bessern und einfach lockerer zu sein und meinen stolz auch bei einer 3 zeigen, ja obwohl er die noch nie mit nach hause gebracht hat, ja ja ich weiss so eine von den mamas bin ich , wie oben beschrieben :D ... Vielen Vielen Dank für diesen Beitrag ich habe nun ein ganz anderes Bild von dem was mein Sohn eigentlich kann und wie gut er ist und kann es nun bei meiner Tochter die nun in die 1 Klasse kommt deutlich besser machen !!!

Nochmals Danke
 
  • Erste Noten in der Grundschule - Tipps für Eltern Beitrag #22
und meinen stolz auch bei einer 3 zeigen

Hey,

ich denke nicht, dass man "stolz" sein soll, wenn er sonst bessere Noten heimbringt. Das Kind kann schon eine gewissen Ehrgeiz entwickeln und nach 1en streben.
Aber eben nicht strafen (das fördert nur Prüfungsangst), sondern tröstend mitteilen, dass es kein Weltuntergang ist und man mit mehr Üben auch besser werden kann.
Ich würde auch nach jeder Arbeit das Kind fragen, wie es gelaufen ist. Wenn es schon am Tag sagt, dass es sich nicht gut gefühlt hat (Wenn das Kind am nächsten Tag fiebert, erwarte ich auch keine Bestleistung bei der Arbeit. Wir wissen ja selbst, dass man gern schon am Tag vor den deutlichen Symptomen etwas neben der Spur ist.), nicht alles wusste etc. dann kann man auch eher darauf eingehen, warum die Note "schlecht" geworden ist. Dann kann man auch gezielter mit dem Kind üben, Lernmethoden anpassen etc. Wir reden hier ja von Grundschülern, mit denen auch die Eltern lernen und üben zusammen sollten. Dann merkt man als Mutter oder Vater auch selbst, wenn ein Fach dem Kind Schwierigkeiten macht und dann schraubt man seine Ansprüche zurück und erwartet dann statt einem "Gut" oder "Sehr gut" nur noch, dass das Kind in den Arbeiten plus minus genauso gut ist wie beim Üben. Und dann kontaktiert man die Lehrer und fragt, wie man am besten beim Üben helfen kann, sodass das Kind am Ende mit der eigenen Leistung auch zufrieden sein kann - die haben schliesslich studiert, wie man anderen was beibringt und bei Lehramt Grundschule erwarte ich kindgerechte Lernmethoden in den Pädagogikvorlesungen. Hilft ja auch nichts, wenn man das Kind zuhause mit Diktaten quält und dann kommt die Arbeit mehr Rot als Blau zurück, weil es nicht geholfen hat. Das frustriert die Kleinen ja auch.
 
  • Erste Noten in der Grundschule - Tipps für Eltern Beitrag #23
Ich möchte gerade mal ´ne Runde schreiend im Kreis rennen, wenn ich darf :silence::shock::angel:
Midori, ich danke Dir! Genau so sieht es aus. Die Kinder werden immer jünger, sie kommen mit immer weniger Voraussetzungen in die Schule - und sollen dann das volle Programm leisten. Das GEHT NICHT!
Natürlich ist es gut, wenn das Kind einen gewissen Ehrgeiz hat und nicht sagt: "Schule interessiert mich nicht, Noten interessieren mich nicht" - davon habe ich derzeit in meiner Klasse keinen, aber im 2. Schuljahr sitzen einige, die sagen: "Ist mir doch egal, hab´ kein´ Bock." Die sind durch NICHTS zu motivieren (die Klasse, die ich davor hatte, bestand zu 80% aus solchen Kindern...)

@Tschuggly, ich danke Dir sehr für Deinen Beitrag, er bestätigt mich in dem, was ich geschrieben habe und versucht habe zu erklären! Danke!
Das ist genau das, was ich zu vermitteln versuche. Eine 3 ist keine schlechte Note. Auch eine 4 ist immer noch keine schlechte Note, so sehr sie hier auch verteufelt werden mag. Der Weg nach oben ist immer offen. Und manche Kinder können das einfach nicht schaffen. Das ist nun mal so... Aber wer seinem Kind sagt: "Du hast ´ne 4 geschrieben, du hast jetzt ´ne Woche Fernsehverbot und Hausarrest, nutz die Zeit zum Lernen" - ja, was bringt das dem Kind? Schulangst, Schulfrust - und dann schreibt es wieder ´ne 4 oder gar ´ne 5 - und dann? So kann das nicht laufen.
Heute hab´ ich ´ne Mathearbeit schreiben lassen... Zum Glück wieder keine 5 und keine 6 dabei, nur eine 4. Und trotzdem weiß ich jetzt schon wieder (obwohl ich´s gestern auf dem Elternabend nochmal angesprochen habe, aber keiner hat was dazu gesagt), dass Kinder mit ´ner 3 heulen werden. Das macht mich total fuchsig, ehrlich!

@Nienor: "Kindgerechte Lernmethoden in Pädagogikvorlesungen" kannst Du knicken. Zumindest in Deutschland. Von meinem gesamten Studium konnte ich eigentlich alles in die Tonne kloppen, ausgenommen 2 oder 3 Seminare "Didaktik Mathematik". Der Rest war hochtrabender Kram, den niemand hinterher noch gebrauchen kann. Wen interessiert, was ein "bijektiver Homomorphismus" ist? Wen in der Grundschule interessiert die Tautologie oder der Chiasmus? So´n Schrott lernste (bzw. hab´ ich damals lernen müssen, die Zeiten haben sich ja geändert) dann im Studium....

Wie man mit sozial schwierigen SchülerInnen oder lernschwachen Kindern umgeht, oder überhaupt, wie man mit Kindern umgeht - hat uns niemand beigebracht. Entweder Du hast die Intuition, oder Du hast verloren....

LG, seven
 
  • Erste Noten in der Grundschule - Tipps für Eltern Beitrag #24
Off-Topic
Wie man mit sozial schwierigen SchülerInnen oder lernschwachen Kindern umgeht, oder überhaupt, wie man mit Kindern umgeht - hat uns niemand beigebracht. Entweder Du hast die Intuition, oder Du hast verloren....

Das kann man mMn auch nicht von "normalen" Lehrkräften erwarten.
Grundlagen der Pädagogik: Ja.

Da sehe ich auch deutlichen Änderungsbedarf in der Ausbildung- aber gut.

Aber mit sozial sehr auffälligen Kindern zu arbeiten macht man eben nicht "nebenbei" und überfordert absolut, wenn man da einfach nicht mit rechnet.
Durch meinen Freundes- und Bekanntenkreis habe ich relativ viel mit angehenden Grundschullehrern und Sonderpädagogen zu tun- selbst die SoPäs schlucken manchmal echt während ihres Refrendariats.

Ende vom Lied ist dann oft, dass diese "Schulversager" in der 3. Klasse wissen, dass sie nie etwas sein werden oder sein können.
Trotz Inklusion und blub. Oder gerade dewegen. Wer weiß das schon:eusa_shhh:
 
  • Erste Noten in der Grundschule - Tipps für Eltern Beitrag #25
Off-Topic
Trotz Inklusion und blub. Oder gerade dewegen. Wer weiß das schon:eusa_shhh:
Wieder mal kann ich Dir nur uneingeschränkt zustimmen!
Das Thema "Inklusion" ist noch wieder ein ganz anderes, das den Rahmen hier sicher sprengen würde. Ich könnte Bücher darüber schreiben inzwischen. Otto Normalmensch denkt: "Schick´ ich mein Kind in die Schule, setzt es sich hin und lernt was. Die Lehrerin wird´s schon richten."
Alltag heute: Kind X turnt von Tisch zu Tisch, kreischenderweise, reißt die Bilder anderer Kinder von der Wand und zerfetzt sie, klaut Kreide, Tesa, Stifte von meinem Pult oder Sachen von anderen Kindern, wird von der Integrationshelferin mühsam eingefangen und vor die Tür gebracht, trompetet dort auf dem Flur weiter, zieht Schlüssel aus den Fenstern (die Jalousien sind bei uns über Schlüssel automatisch regulierbar), tritt gegen Türen, Fenster, aber auch gegen Erwachsene oder Kinder...
Das war bei uns im letzten Schuljahr Usus. Inzwischen hat sich die Situation (dank Medis) gebessert, sowas kommt nur noch alle 3-4 Wochen vor. Jau - da mache man dann mal normalen Unterricht, gell?
Meiner ist da jetzt wirklich ein Extremfall, hat aber auch eine extreme Vergangenheit - und dank Medis geht´s jetzt halbwegs. Ich wollte ihn nicht weggeben und ihm den letzten Rest Normalität nehmen (ist ein Heimkind), und meine Integrationshelferin macht das total toll....
Aber meine Kollegin im 2. Schuljahr hat (ohne I-Helferin für das Kind, sie hat schon für 2 andere Kinder 2 I-Helferinnen) auch so´n Kandidaten - der schmeißt mit Stühlen, beißt und kratzt ohne Rücksicht auf Verluste... der ist meiner Meinung nach noch deutlich weniger tragbar als meiner...
Das malt sich aber kein Mensch aus. Das kann sich kein Mensch vorstellen. Alle Welt denkt, Grundschullehrer ist ein easy job, musste ja nix für können und nix für machen...
Joar... das gesamte Kollegium geht bei uns ganz easy auf dem Zahnfleisch...
 
  • Erste Noten in der Grundschule - Tipps für Eltern Beitrag #26
Grundschullehrer bekommen keine kindgerechten Lehrmethoden mit auf den Weg ?
Da wundert mich Pisa nicht mehr. Aber ich hoffe, die meisten haben noch mehr Ahnung als die Durchschnittseltern.

Midori, bei euch gibt es Inklusion von ""Schulversagern" ? Ich kenn es noch so, dass die rausgefischt und an dann anderen Schulen unter sich und anderen verhaltensauffälligen bleiben. Deswegen gibt es auch den dritten Lehrer an der Grundschule (S-A) meiner Nichte. Der sortiert die aus.
 
  • Erste Noten in der Grundschule - Tipps für Eltern Beitrag #27
Off-Topic
Ich beneide dich auch ehrlich gesagt nicht wirklich^^"
Mir reichen meine Nachhilfe-Kinder- wobei die bei mir herzallerliebst sind:eusa_shhh:

Midori, bei euch gibt es Inklusion von ""Schulversagern" ? Ich kenn es noch so, dass die rausgefischt und an dann anderen Schulen unter sich und anderen verhaltensauffälligen bleiben. Deswegen gibt es auch den dritten Lehrer an der Grundschule (S-A) meiner Nichte. Der sortiert die aus.

Ja, gibt es.
Das sind die Kinder, die bei mir landen- unter anderem.
Ich übernehme die Kiddies ja in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt usw.

Entweder Inklusion in eine Regelschule oder Beschulung in einer Tagesklinik.
 
  • Erste Noten in der Grundschule - Tipps für Eltern Beitrag #28
Off-Topic
Aus einigen Beiträgen entnehme ich, dass jetzt jedes Kind 1er schreiben soll oder wie? Also ist jeder, der ne 2 oder so schreibt dumm und auch die, die nicht aufs Gymnasium gehen auch? Also reicht es demnächst mit nem Realabschlluss nicht mal mehr zur Klofrau oder wie? :mrgreen: Tut mir leid, aber das kann doch nicht das wahre sein :eusa_think: Tut mir leid, wenn ich es falsch verstehe oder so :silence:
 
  • Erste Noten in der Grundschule - Tipps für Eltern Beitrag #29
Off-Topic
Nienor, ich habe in meinem gesamten Studium (bis auf ansatzweise in Didaktik Mathe) keine kindgerechten Lehrmethoden gesehen. Das kam dann erst im Referendariat - und auch da nicht wirklich im Seminar, sondern eben durch "Learning by doing" in der Schule....
Und "Schulversager" werden in Deutschland nicht mehr rausgefischt, Inklusion sei Dank. Der Schüler, den ich habe, wäre vor ein paar Jahren kommentarlos zur E-Schule gegangen, den hätte ich nie zu Gesicht bekommen. Jetzt ist er da, und ich möchte auch, dass er bleibt - eben weil er sonst überhaupt nix "Normales" mehr in seinem Leben hätte. Das ist aber wirklich nur machbar mit der Integrationshelferin, und es ist trotzdem noch eine ziemliche Zumutung und ein Kraftakt.
Inklusion gut und schön - aber so, wie sie derzeit läuft, ist das alles viel zu wenig durchdacht. An unserer Schule sind inzwischen 1/4 der Kinder im GU-Status, d. h., sie wären "vor der Inklusion" auf einer Förderschule gewesen - sei es mit Schwerpunkt Sprache, Schwerpunkt Lernen, Schwerpunkt Körperbehinderung, Schwerpunkt soziale/emotionale Entwicklung, Schwerpunkt Sehen / Hören, Schwerpunkt Geistige Entwicklung (neudeutsch für "geistige Behinderung").
Alle diese Kinder haben wir nun - die meisten mit Schwerpunkt Sprache / Lernen / soziale/emotionale Entwicklung.
Nächstes Problem: Die Sonderpädagogen, die wir haben, sind auch immer nur für einen Schwerpunkt ausgebildet. Und dann steht da plötzlich ein Sonderpädagoge mit Schwerpunkt "Sprache" und soll ein Kind mit Schwerpunkt "soziale/emotionale Entwicklung" fördern. Da ist der auch nicht für ausgebildet, sondern muss erstmal gucken, wie er klarkommt... Mal ganz abgesehen davon, dass jedem dieser Kinder mit speziellem Förderbedarf gerade mal 2-3 Wochenstunden beim Sonderpädagogen zustehen. Meiner ist für 4 (!) Kinder insgesamt 7 (!) Wochenstunden in meiner Klasse.... Das ist ein Witz! Permanente Doppelbesetzung wäre nötig, um den Kindern (allen Kindern) halbwegs gerecht werden zu können.

Karamell, ich glaube, so ganz falsch (auch wenn Du es jetzt etwas krass ausgedrückt hast ;) ) liegst Du mit Deinem Eindruck (leider) nicht...
 
  • Erste Noten in der Grundschule - Tipps für Eltern Beitrag #30
So, nach langer Forumsabstinenz misch ich mich da mal ein.

Bei mir ist es so, dass mein Sohn nächstes Jahr in die Schule kommt und ich natürlich, wie jeder andere auch, Erwartungen habe.
Wenn ich ehrlich bin, ich wäre von einer Vier oder gar schlechter nicht begeistert, es würde zwar keine maßlosen Sanktionen ala "du guckst jetzt vier Wochen kein Fernsehn mehr, bei ner Fünf dann eben fünf Wochen, streng dich an" hageln, aber es wäre dann wohl an der Zeit sich mit dem Kind (noch intensiver als zuvor schon) hinzusetzen und zu pauken.
So blöd es klingt, mit einer Drei reißt man heutzutage auch nichts mehr. Ich habe es bei einigen Freunden gesehen, die eben "nur" einen mittelmäßigen Realschulabschluss gemacht haben, was ja im Prinzip nichts schlechtes ist, doch die meisten mussten an die dreißig Bewerbungen abschicken und waren für die meisten Berufe nicht "qualifiziert" genug.
Selbst ich mit einem 1,1er Abitur habe eine Absage bekommen. Klar, verkraftet man, alles kein Thema, doch man möchte sein eigenes Kind nicht in einer solchen Lage wissen.
Demensprechend und so hart es klingt: Ich würde, wenn mein Kind eine Drei schreibt, mit ihm daran arbeiten.
Keinen Streit, Stress oder gar Druck provozieren, aber trotzdem dran arbeiten.
Denn auf der weiterführenden Schule wird es im Regelfall nicht besser, eher im Gegenteil.

Ich gebe dir aber recht, dass man sein Kind für Noten nicht bestrafen sollte, man sollte eine akzeptabele Lösung suchen und sein Bestes daran setzen, das Kind zu unterstützen, auch wenn es kein Überflieger wird.
 
  • Erste Noten in der Grundschule - Tipps für Eltern Beitrag #31
Ich habe ja auch nicht gesagt, dass man tatenlos gucken soll, egal, welche Note das Kind nach Hause bringt.
Eltern sollten sich durchaus mal mit ihren Kindern beschäftigen und ggf. eben auch mit ihnen üben.
Eine Drei ist nur wirklich kein Grund, in absolute Verzweiflung auszubrechen und die Kinder zu beschimpfen und zu bestrafen, wie es leider manche Eltern tatsächlich tun. Sie ist aber auch kein Hinderungsgrund, nochmal genau zu gucken, wo denn die Fehler lagen, und da nochmal gezielt dran zu arbeiten ;) Dagegen spricht ja gar nix. Es sollte halt nur so vor sich gehen, dass das Kind sich eben nicht bestraft fühlt, sondern dass es ermutigt und bestärkt wird - und das geht ja auch, wenn man sagt: "Toll, du hast schon ganz viele Sachen richtig gemacht. Lass uns mal gucken, ob wir die anderen Sachen nicht auch so gut hinbekommen können." Und dann eben gezielt übt. Damit erreicht man viel mehr, als wenn man sagt: "Schon wieder nur ´ne 3, ab in dein Zimmer und Fernsehen ist gestrichen" (Jaaaa, das gibt´s wirklich. Bei einer guten Freundin von mir damals aus der Schulzeit gab´s das sogar schon bei ´ner 2 :roll:)
Alle Eltern erwarten von ihren Kindern nur das Beste - aber nicht jedes Kind kann Professor werden.
Meine I-Helferin erzählte jetzt von einer Freundin, die schon bei der Geburt ihrer Kinder gesagt hat: "Später gehen sie dann auf das und das Gymnasium"... Ich möchte nicht wissen, unter welchem Druck diese armen Kinder gestanden haben bzw. noch stehen...
 
  • Erste Noten in der Grundschule - Tipps für Eltern Beitrag #32
Also ich wusste schon in der 5. Klasse, dass ich nicht aufs Gymnasium wollte um Abitur zu machen. Und dabei bin ich auch geblieben. Klar wäre es manchmal besser gewesen, aber es kann einfach nicht sein dass man für JEDEN Beruf Abi braucht.
Ich habe selber einen guten Realschulabschluss und habe sowohl für meine Ausbildung als auch für meinen jetzigen Job keine 30 Bewerbungen geschrieben. Also sieht man, dass man auch mit einem Realschulabschluss was reißen kann.
 
  • Erste Noten in der Grundschule - Tipps für Eltern Beitrag #33
Und "Schulversager" werden in Deutschland nicht mehr rausgefischt, Inklusion sei Dank.

Doch doch, in Sachsen-Anhalt wird noch sortiert. LB Schüler landen weiterhin bei meiner Mum an der Schule bzw. an zwei Schulen arbeitet sie im Moment. Dort wurden dieses Jahr sogar noch Schüler direkt eingeschult.
Da kommt wohl der Föderalismus in der Bildungspolitik durch.
 
  • Erste Noten in der Grundschule - Tipps für Eltern Beitrag #34
Off-Topic
Ok, ich spreche jetzt eigentlich nur für NRW, aber das greift um sich und wird auch Sachsen-Anhalt in Kürze erreichen ;)
Wie gesagt, ich habe überhaupt nichts gegen Inklusion, wenn sie gescheit geplant ist - und das ist sie eben derzeit nicht. 7 Stunden Doppelbesetzung mit 4 GU-Kindern, davon zwei mit emotional-sozialen Schwierigkeiten, zwei Lernbehinderte - ja - das kann´s nicht sein, wirklich nicht. Man kann weder diesen Kindern gerecht werden noch allen anderen, auch wenn man sich noch so viele Beine ausreißt...
 
  • Erste Noten in der Grundschule - Tipps für Eltern Beitrag #35
ich finde auch, dass manche eltern überreagieren. Wenn sie ihr Kind schon bei einer drei anschreien? von Bestrafungen halte ich nichts, sowieso nicht bei grundschülern..ich würde dann einfach zusammen mit meinem kind üben. Ich finde auch nicht das ein Grundschulkind die eltern verstehen können warum sie das jetzt so schlimm finden, weil die kinder ja noch keine ahnung haben wie das weiter läuft z.b. mit gymnasien abbi o.ä. Ich denke auch nicht das das Kind sich gerade toll fühlt, wenn die mutter wütend ist. Als ich glaube ich einmal eine vier in der grundschule hatte, war das auch so. Ich hätte es besser gefunden, hätte sie mir es erklärt. (egal) Ich glaube eine drei war in meiner grundschulzeit in hamburg besser als in schleswig-holstein (oder andersherum?) weiss ich nicht mehr.. ja da kam schon das niveau bla bla. Ich war aber in schleswig-holstein in einer grundschule und habe auch eine real schul empfehlung bekommen, weil ich glaube ich zwei dreien im zeugnis hatte.. Auf jedenfall habe ich es trotztem auf einem Gymnasium in Hamburg versucht und es läuft.
Ja das mit der Inklusion ist schlimm. Wir hatten auch einen Mitschüler, der keine Lust hatte, Stühle, Tische umgeschmissen, rumgeschrien etc. Es wurde glaub ich auch viel auf dem elternabend darüber gesprochen. Er konnte aber nicht viel dafür, es lag auch mit an seiner Familie. Ja es sollte mehr Pädagogen? gäben die sich auf solche Gebiete spezialisieren..und nicht gleich aussortieren, das macht es dem kind auch nicht leichter. Meine freundin hat ein praktikum, auch in einer grundschule gemacht, da waren auch ein paar behinderte kinder. Sie musste sich oft um diese kümmern weil der pädagoge? nur ein paar mal die woche da war..das ist echt schade
wohnt oder kennt jemand von euch diese 'trennung' der weiterführenden schulen in hamburg? es ist nicht so richtig trennung. ich will den mund jetzt nicht zu voll nehmen. aber schreibt mal eure meinung.. das würde mich mal interessieren..

lg :)
 
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  • Erste Noten in der Grundschule - Tipps für Eltern Beitrag #36
Ich glaube, dass man kein Kind für ne 3 bestrafen sollte, da sind wir uns alle einig. Aber als Anlass zum Üben nehmen kann man das schon, wenn das Kind es eigentlich besser kann. Bei meiner ersten 4, die ich je geschrieben habe, hat meine Mutter 2 Tage nicht mehr mit mir geredet. Herausgekommen ist dann n 3,2er Abi, es bringt also nix xD Trotzdem muss ich auch sagen, dass ich locker viel besser hätte sein können und ich dann eventuell meinen Traumberuf hätte erreichen können. Leider ist mir zu spät klar geworden, was ich wirklich will. Also es ist echt nicht so, das Schulnoten unbedeutend sind ;)
Von Inklusion halte ich auch nicht viel. Die Lehrer leiden zwar sehr drunter, aber noch mehr leiden einige Schüler, die nun auf Biegen und Brechen auf einer normalen Schule mit wenigen Stunden Unterstützung klar kommen müssen, weil es keine Alternativen mehr gibt.
 
  • Erste Noten in der Grundschule - Tipps für Eltern Beitrag #37
Seven, mit den Diktaten sagst du was.. ich hab ja selbst nur sage und schreibe ein Semester lang Lehramt studiert. Auf Real, Haupt und Werkrealschule. Da waren aber die Vorlesungen für Grundschule und meine Richtung noch die selben. Auch in Didaktik.
Und das war eines der ersten Sachen, die uns die Professorin beigebracht hat: Diktate sind sch****!
Besonders auch wegen dem, was du gesagt hast. Signifikante Verbesserungen spiegeln sich oft gar nicht in der Note wieder und davon ab lösen besonders Diktate ganz enormen Lernstess und Prüfungsägnste hervor.. Das ging mir nicht anders. Die Kids, die sich darauf freuen, weil es ihnen leicht fällt, sind eher selten..

Ich hab lange Grundschülern Nachhilfe gegeben und viele Aufgaben kamen mir wahnsinnig stupide vor.. Immer und immer und immer wieder das selbe Aufgabenschema, damit man das Einmaleins auch bloß auswendig kann. Meine Schüler hatten da so ein kleines Matheheft, bei dem jede Seite randvoll mit Rechenaufgaben war. Da musste immer in einem bestimmten Zeitraum eine gewisse Zahl von Seiten ausgefüllt werden und das wurde dann benotet. Als meine Schülerin dann ein Mal 10 Seiten in zwei Wochen erledigen musste, gestehe ich, ich hab ihr einige Aufgaben gemacht unter der Vorrausetzung, dass sie beim nächsten Mal Nachhilfe den Rest selbst erledigt hat. Außerdem habe ich mit ihr einen Zeitplan aufgestellt. Ich finde es von einem 3.Klässler echt zu viel verlangt, dass er sich die Zeit für so eine Aufgabe selbst einteilen muss...
Der Deal hat übrigens funktioniert. Meine Hilfe hat sie neu motiviert und sie musste auch keine Albträume mehr von dem Heft haben. :shock:

Das musste ich einfach mal loswerden und bringt mich zum Punkt Unterstützung der Eltern. Denn meine Mutter hat auch oft Hausaufgaben für uns erledigt, die ihr stupide erschienen und von denen sie wusste, dass wir das können. Z.B. meinem Bruder, der im Kindergarten schon lesen und schreiben konnte, einen Buchstaben 1000Mal zu schreiben.
Ansonsten wurde uns auch sehr modern bei den Hausaufgaben geholfen. Ich hab das Einmaleins einfach nicht in den Kopf kriegen wollen, da haben wir es draußen mit Hüpfekästchen und Seilspringen verbunden.
Als meine Eltern beide arbeitstätig waren und keine Zeit hatten uns zu helfen, haben sie sich aus unserem ehemaligen Kindergarten einen Praktikaten als Babysitter geholt, den wir besonders mochten...
Damit meine ich, dass es wahnsinnig viele Möglichkeiten gibt, sein Kind zu unterstützen und jede Art von Strafe finde ich, was Noten und Schule anbelangt, fehl am Platz.

Und ich finde auch, dass man sich als Eltern mit einem Kind, das plötzlich nur noch 3en schreibt, wenn es vorher 1en waren, zusammensetzen sollte und gucken woran es liegt. Auch wenn eine 3 ja prinzipiell in Ordnung ist. So ein Knick im Notenspiegel hat ja meistens seine Ursache. Vielleicht hat es Probleme mit den Mitschülern oder lässt das Lernen schleifen.
Wenn mein Kind aber trotz bestmöglicher Förderung nichts besseres als eine 4 zustande kriegt, sollte man allein darauf stolz sein, dass es fleißig gelernt hat und vielleicht schon einen Fehler weniger hatte als beim letzten Mal!
 
  • Erste Noten in der Grundschule - Tipps für Eltern Beitrag #38
Tjaja, ich selbst stand als Kind oft unter Druck. Ich war immer schlecht in Mathe, so dass mir das Üben auch keinen Spaß machte. Meine Mutter konnte mir nie helfen, sie hat keinen Schulabschluss und das, was ich in der 9. hatte, nie gehabt. Mein Vater war immer auf Montage und meine beiden Brüder waren selbst auf 'ner Förderschule.
Und trotzdem musste ich immer gute Noten schreiben. Bei 'ner 3 ist meine Mutter halb ausgeflippt. Und durch diese Situation und durch jahrelanges Mobbing bin ich schließlich nur auf der Hauptschule geblieben. Ich habe die mit 3,5 oder so abgeschlossen, also schlecht. Und mit 18 stellte sich heraus, dass ich Dyskalkulie habe.

Ich habe es trotzdem zu etwas gebracht, bin exam. Altenpflegerin. Zwar durch mehrere Umwege, aber viele Wege führen ja nach Rom. ;)

Ich finde es falsch, ein Kind für schlechte Noten zu bestrafen. Man muss, finde ich, immer die Ursachen ergründen.
 
  • Erste Noten in der Grundschule - Tipps für Eltern Beitrag #39
Smykke , das finde ich genauso ... und wenn , es gibt auch andere nettere Erziehungs-und Lernmethoden
 
Thema:

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