Ratte Flankenatmung/Asthma/Allergie?

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Hallo,

ich habe mal wieder eine Frage und hoffe, dass ihr mir helfen könnt.
Unsere Ratte ist jetzt 25 Monate alt und hatte in den letzten Wochen ab und an "Anfälle".
Zuerst dachten wir, sie verschluckt sich nur. (Flankenatmung und Speichelfluss) Wir sind direkt zum Nottierarzt gefahren, die ein Röntgen gemacht hat, Entwässerung und Cortison gespritzt hat. Ihre Diagnose: Wasser in den Lungen.
Am nächsten Tag waren wir bei dem Tierarzt unseres Vertrauens mit den Röntgenbilder, der meinte, er könne nichts auffälliges feststellen.
(Er hat mir extra, weil ich ein wenig verdutzt war, eine Röntgenaufnahme einer gesunden Ratte gezeigt). Seine Diagnose: Verschlucken!
Ca 6 Tage später wieder das gleiche. (Wir hatten für den Notfall eine Cortisonspritze bekommen). Wenn es Wasser in der Lunge wäre (laut Tierarzt würde allein Cortison nichts bewirken und die Ratte hätte weiter Atembeschwerden man müsste schon Entwässerung mit spritzen). Mit der Cortisonspritze wurde es auch innerhalb von 5 Minuten direkt besser. Am nächsten Tag wieder zum Tierarzt. Diagnose diesmal: Allergie/Asthma. Herzgeräusche waren normal, aber er hat bemerkt, dass sie leicht verschlechtert atmet. Falls es wieder auftreten sollte, sollten wir erneut Cortison spritzen.

Gestern Abend war es dann wieder so weit. Ich habe es direkt bemerkt, sie hat noch nicht gespeichelt, aber hatte Flankenatmung (laut dem Tierarzt, sollte ich sofort handeln, wenn ich es mitbekomme, bevor sie sich zusätzlich noch verschluckt und Essensreste in die Lunge gelangen können). Jetzt fahren wir heute wieder zum Tierarzt.. Bei dem letzten Besuch meinte er, dass man, wenn es öfter vorkommt, wir darüber nachdenken sollen, ob wir ihr langfristig Cortison verabreichen.

Momentan atmet sie manchmal etwas stärker und starrt in die Gegend, kurz darauf aber wieder normal und schnüffelt. Sie nimmt aber die ganze Zeit Fressen an und schlabbert fleißig die Finger ab, also kein weiterer "Anfall".

Was ist eure Meinung dazu? Würdet ihr langfristig Cortison verabreichen? Wenn es Asthma ist, gäbe es andere Behandlungsmöglichkeiten?
Wir benutzen kein Einstreu (nur Zeitungspapier), eine Allergie gegen irgendein Futterstück zu ermitteln scheint wohl unmöglich? Ich will nur auf den Tierarzttermin vorbereitet sein und eventuell vergesse ich dann wichtige Fragen zu stellen. Daher der lange Text.. Ich hoffe trotzdem, dass irgendjemand das Durchhaltevermögen hatte, dies hier zu lesen! :)
 
  • Ratte Flankenatmung/Asthma/Allergie? Beitrag #2
Der Tierarzt hat nun dazu geraten dauerhaft Cortison zu verabreichen, dazu noch ein Pulver, das ihre Muskeln aufbaut. Nun hatte sie heute morgen wieder einen "Anfall" hat sich jedoch nach 5 Minuten wieder selbstständig beruhigt. Würdet ihr trotzdem weiter zu Cortison raten oder schauen, wie es ihr ohne Cortison geht? Sie hat diese Anfälle (wenn wir es immer mitbekommen) alle 4-5 Tage

Ich hoffe irgendjemand kennt diese Symptome oder hat sonst eine Idee, wie man weiter vorgehen sollte.
 
  • Ratte Flankenatmung/Asthma/Allergie? Beitrag #3
Hey,

da macht deine Kleine aber Sachen :(
Ich kann mich nicht erinnern, von so einem Fall je gelesen zu haben.
Aber in Angesicht des Alters und der Zustandsverbesserung, würde ich da wohl auch lebenslang Cortison geben. Das kann man oft noch einigermassen reduzieren, nachdem es zunächst relativ hoch dosiert gegeben wurde. Und immer wichtig: Cortison MUSS langsam ausgeschlichen werden, nicht radikal absetzen!
Röntgenbild hattet ihr ja gemacht und ein Herzproblem mit Lungenödem ausgeschlossen. Das ist wichtig, wenn man Cortison gibt, weil das Wassereinlagerungen fördern kann. Bei Lungenödemen ist das dann Gift, auch wenn es zunächst die Symptome deckelt.
Klingt die Lunge denn beim Abhören frei?
Kannst du die schlechte Atmung vllt mal aufnehmen und zeigen?

Futter würde ich als Ursache fast ausschliessen. Dann hätte sie die Anfälle ja täglich, weil sie es immer um sich hat. Es sei denn, ihr gebt alle paar Tage etwas und sonst nicht.
Es wäre sowieso mal gut, ein Tagebuch zu schreiben. Was passiert an den Tagen, was die Ratten irgendwie beeinflussen kann. Und da wirklich mal ALLES aufschreiben, vom Futter, über Auslaufdauer, Auslaufbeschäftigung, Zeitdauer, die jeder der Menschen zuhause war - manchmal sind es banale Dinge, die einen starken Einfluss haben, weil es die Tiere doch unbemerkt stark stresst.
 
  • Ratte Flankenatmung/Asthma/Allergie? Beitrag #4
Ja der Tierarzt hatte ein Lungenödem ausgeschlossen, vorallem aber, weil die Kleine sich von den Anfällen auch ohne Entwässerung wieder erholt. Bis die Kleine wegen eines Lungenödems anfängt zu sabbern, meinte er, muss die Lunge komplett volllaufen, sodass man ihr dann ohne Entwässerung nicht mehr helfen könnte. Wir geben jetzt Cortison und versuchen es stückweise herunterzustufen. Beim Abhören meinte der Tierarzt, dass die Atmung sich unregelmäßig anhört. Woran würde man ein Lungenödem denn noch erkennen? Ich vertraue meinem Tierarzt, aber ich möchte natürlich auf keinen Fall die völlig falsche Medikation geben!

Ich habe leider keine Aufnahme, aber ich kann versuchen, es genauer zu beschreiben. Ihr Kopf ruckt am Anfang sehr stark nach vorne (als müsste sie sich übergeben). Sie bleibt dann ganz starr stehen und verschafft sich einen festeren stand. Dann fängt sie mit der Pumpatmung an und meistens fängt sie dann an zu speicheln. Dabei "gurrt" sie ganz leicht. Wenn es wieder abklingt speichelt sie nicht mehr, aber atmet noch sehr stark. Nach einer Zeit fängt sie dann wieder an sich für die Umwelt zu interessieren und schnüffelt wieder, dann ist es vorbei.

Das mit dem Tagebuch ist eine gute Idee, das werde ich mal in Angriff nehmen!

Vielen Dank für deine Antwort :)
 
  • Ratte Flankenatmung/Asthma/Allergie? Beitrag #5
Irgendwie muss ich da auch an Epilepsie denken, Emely fing bei Anfällen auch zum Teil an zu sabbern. Bei den ersten Anfällen dachte ich auch, sie würde würgen, erst später kamen sehr typischen Krämpfe dazu.
Die Abwesenheit danach passt auch dazu. Jegliches Zucken sowieso. Aber Epi kann sich auf so vielen Weisen zeigen, kein Fall ist wie der andere ..

Es gibt ein deutliches Lungengeräusch bei Lungenödem und Lungenentzündung. Akustisch sind beide da wohl sehr ähnlich.
Aber das würde der Arzt dir sagen. Unregelmässige Atmung hat ja eher was mit der Frequenz zu tun, aber mit einem hörbaren Geräusch.
 
  • Ratte Flankenatmung/Asthma/Allergie? Beitrag #6
Ich werde meinen Tierarzt auf den Verdacht der Epilepsie mal ansprechen! Mir ist bisher jedoch nicht aufgefallen, dass sie diese Anfälle hat, wenn sie besonders gestresst ist oder so.
Welche Bahndlungsmöglichkeiten würde es in dem Fall überhaupt geben?
und ist es möglich, dass Epilepsie erst mit 25 Monaten auftritt?

Danke Dir! :)
 
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  • Ratte Flankenatmung/Asthma/Allergie? Beitrag #7
Emely war damals 20 Monate, als wir es diagnostiziert haben - aber da es auch enorm viele Ursachen gibt (bei Emely wohl ein Knochentumor am Kopf), kann es logischerweise erst später auftreten. Nicht jede Epilepsie ist angeboren.

Epi-Anfälle kommen auch häufig, wenn das Tier wieder zur Ruhe kommt. Können aber auch in Stresssituationen direkt auftreten. Ist unterschiedlich, auch beim gleichen Patienten.

Behandelt hatten wir mit Aphenylbarbit, das ist ein Antiepileptikum. Das hilft, die Anfallfrequenz zu reduzieren. Hat bei Emely sehr gut geholfen.
Aber nicht jeder Patient spricht auf das gleiche Medikament gleich gut an - und ob es Epi ist, ist ja auch nicht sicher.
 
  • Ratte Flankenatmung/Asthma/Allergie? Beitrag #8
Ah oke, danke für deine ausführlichen Antworten! Es ist ja leider immer sehr schwer bei so einem kleinen Tierchen eine genaue Diagnose zu stellen.
Ich weiß nicht, ob ich das schon erwähnt habe, aber sie atmet auch, wenn sie diese Anfälle nicht hat ab und zu sehr stark. Sie pumpt nicht, aber atmet schon stärker als sonst. Könnte man deswegen Epilepsie eher ausschließen oder kann diese Armung auch genau daher kommen?
 
  • Ratte Flankenatmung/Asthma/Allergie? Beitrag #9
Ob sie Epi hat, Epi und zusätzlich Atemprobleme / Schmerzen (die auch die Atmung verändern können), nur Schmerzen, nur Atemprobleme, Atemprobleme und Schmerzen, ... das kann man allein von der Beschreibung einfach nicht herausfinden. Alles ist ja auch kombinierbar.
Aber eine grundsätzliche Veränderungen der Atmung kann eine Epilepsie meines Wissens nach nicht verursachen, nur temporär während der Anfälle (wenn einfach die Nerven komplett fehlschiessen) und danach aufgrund des Erschöpfungszustands.
 
  • Ratte Flankenatmung/Asthma/Allergie? Beitrag #10
Oke, danke für deine Hilfe! Ich werde einfach nochmal mit dem Tierarzt sprechen und hoffen, dass man herausbekommt, was die Kleine hat! Danke!
 
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