- verrückte zwergpinscher-dame Beitrag #1
louiss
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ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, aber heute war ich echt am verzweifeln.
ich selbst habe einen prager rattler und gehe seit ein paar wochen mit einer zwergpinscher-dame gassi. sie geht mit uns die große runde (drei stunden täglich), da die halterin, eine ältere dame mit arthrose, sich nicht um den auslauf kümmern kann. die zwergpinscherin ist vier jahre alt und wurde die letzten zwei/drei jahre nicht wirklich gassi geführt, also nur um ihr geschäft zu verrichten und sonst nicht. dementsprechend anstrengend verhält sie sich.
"normales" an der leine gehen ist nicht drin, entweder sie geht hinter mir permanent im zickzack, oder sie geht rechts von mir immer vor und zurück, wenn ich stehen bleibe dreht sie sich fiepend im kreis. das nächstliegende freilaufgebiet ist ca. 20 minuten fußweg entfernt, mit ihr dauert es ungefähr eine stunde. wenn sie zu sehr in der leine hing bin ich anfangs drauf gestanden und hab gewartet bis sie sich abreagiert hat (ansprechbar ist sie dann nicht, entweder macht sie den "engel" und steht mit ausgebreiteten "armen" auf den hinterbeinen, oder sie macht den "taucher" indem sie ganz dicht über dem boden mit den vorderbeinen nach vorne rudert), weiß nicht ob das richtig war, aber es ist besser geworden. sie macht es zwar immer noch, aber nicht mehr so lange und nicht mehr so oft.
in den letzten jahren leinenzerren hat sie echt auch muskelmasse aufgebaut, sie ist unglaublich stark, ich will auch garnicht an ihr reißen, deshalb halte ich sie einfach fest bis sie von selbst nachgibt. wenn sie beim spazierengehen zieht und ich sie abdränge, damit meine ich, wenn sie mich überholen möchte und ich schieb sie mit dem fuß zurück, dann klemmt sie den schwanz ein, dabei berühr ich sie nicht mal, also habe ich diese methode wieder verworfen. ich glaube zerren kommt daher, dass sie ständig irgendwo mit ihrer nase hinmöchte, oft kriecht sie dicht überm boden, wenn ich sie am halsband etwas hochziehe geht sie wieder ein paar schritte normal und dann ist das zerren auch nicht so schlimm, aber ich kann sie doch nicht ständig alle fünf schritte hochziehen??? mir tut ihr hals echt leid wenn sie sich ständig in die leine hängt. mein eigener hund trägt immer ein geschirr, falls er mal ziehen sollte. sie bekommt kein geschirr, weil sie so zieht und sich das fell bis auf die haut abreibt.
jedes mal wenn sie nun zieht bleibe ich stehen und guck in den himmel bis sie sich abreagiert hat (weil sie versucht mich anzukucken und rumfiept). je länger man die leine lässt desto mehr würde sie einem den arm ausreißen, deshalb nehm ich die leine ziemlich kurz, sie ist dann in ihrer bewegungsfreiheit ziemlich eingeschränkt, was ja auch nicht richtig ist. ich bleib dann manchmal stehen und lasse die leine lang, damit sie schnüffeln und entspannen kann, aber da reisst sie dann wieder an der leine, dreht sich im kreis, stellt sich neben mich und fiept weil sie weiter möchte. ich warte bis sie fertig ist mit fiepen und gehe dann weiter. heute beim spazieren gehen hat sie mich so genervt, dass ich den blick permanent in den himmel gerichtet hatte und stehen blieb wenn ich die leine gespannt wurde, habe ruhig durchgeatmet bis sie wieder locker war und bin weiter gegangen... aber das ging eeeeeeewig. mein hund muß dann die ganze zeit neben dran stehen. ich weiß nicht mal ob das richtig ist, dass wir mit ihr stehen bleiben, aber ich denke, dass sie vielleicht erstmal alle informationen verarbeiten muß.
man kann mit ihr ca. 5 schritte normal gehen. im freilaufgebiet nehme ich sie manchmal an die leine um mit ihr ein paar schritte "normal" an der leine zu gehen und belohne sie mit streicheleinheiten.
alles in allem ist es sehr, sehr anstrengend, nicht nur weil sie nicht wirklich an der leine gehen kann, sondern weil sie zu allen menschen laufen möchte und hochspringt, weil sie vorbeifahrende autos anspringen möchte, weil sie zu fremden hunden hinläuft, angst bekommt und zu mir zurück läuft (und der fremde hund dann natürlich hinterläuft und sie noch mehr angst bekommt), sie betttelnd hinläuft wenn sie jemanden essen sieht, bellend zu fremden männern läuft, alte damen anfiept weil sie hin möchte, und und und.
mein kleiner kommt dementsprechend zu kurz. letzte woche hatte er ne kurze rüpelphase, aber ansonsten hört er sehr gut. ich konnte ihn auch meist ohne leine laufen lassen, ohne dass er blödsinn macht. heute war ich dann aber so mit mit der hündin beschäftigt, dass ich überhaupt nicht auf meinen kleinen geachtet habe und prompt lief er vor ein auto! zum glück wurde er nur angeditscht, es ist also nichts weiteres passiert außer dass er kurz über den asphalt purzelte und wir nen schock hatten, trotzdem war ich natürlich den tränen nah als ich den schreck verdaut hatte. ich werde meinen hund auch nicht mehr frei laufen lassen, außer auf freilaufflächen, aber jetzt isses halt NOCH KOMPLIZIERTER, zumal die zwergpinscherin den kleinen auch oft anrempelt (nicht aus böser absicht, einfach weil sie ein kleiner trampel ist).
mein freund sagt, das ganze ist nicht mein problem, aber wenn ich nicht mit ihr gassi gehen würde, würde es niemand tun, da die halterin nur eine kleine rente hat und kein geld für gassigehservice. und wir haben ja schon fortschritte gemacht, aber halt nur ganz kleine, ich denke wenn sie ein halbes jahr lang richtig gassi geführt wird wird sie sich zu einem einigermaßen "normalen" hund entwickeln. außer dass sie nervt, ist sie ein ganz liebevoller hund, sie möchte immer kuscheln und möchte gerne gefallen.
habt ihr vielleicht tipps wie man das gassi gehen einfacher bzw "richtiger" gestalten kann, ich kann leider nicht getrennt mit den beiden gehen, weil meiner nicht alleine bleiben kann, zumindest nicht so lange. bis jetzt hab ichs immer so gehalten, dass meiner einfach so rumlief und ich mich auf die pinscherdame konzentriert habe, aber das geht ja jetzt nicht mehr. es ist wirklich zum verzweifeln *heul*
ich selbst habe einen prager rattler und gehe seit ein paar wochen mit einer zwergpinscher-dame gassi. sie geht mit uns die große runde (drei stunden täglich), da die halterin, eine ältere dame mit arthrose, sich nicht um den auslauf kümmern kann. die zwergpinscherin ist vier jahre alt und wurde die letzten zwei/drei jahre nicht wirklich gassi geführt, also nur um ihr geschäft zu verrichten und sonst nicht. dementsprechend anstrengend verhält sie sich.
"normales" an der leine gehen ist nicht drin, entweder sie geht hinter mir permanent im zickzack, oder sie geht rechts von mir immer vor und zurück, wenn ich stehen bleibe dreht sie sich fiepend im kreis. das nächstliegende freilaufgebiet ist ca. 20 minuten fußweg entfernt, mit ihr dauert es ungefähr eine stunde. wenn sie zu sehr in der leine hing bin ich anfangs drauf gestanden und hab gewartet bis sie sich abreagiert hat (ansprechbar ist sie dann nicht, entweder macht sie den "engel" und steht mit ausgebreiteten "armen" auf den hinterbeinen, oder sie macht den "taucher" indem sie ganz dicht über dem boden mit den vorderbeinen nach vorne rudert), weiß nicht ob das richtig war, aber es ist besser geworden. sie macht es zwar immer noch, aber nicht mehr so lange und nicht mehr so oft.
in den letzten jahren leinenzerren hat sie echt auch muskelmasse aufgebaut, sie ist unglaublich stark, ich will auch garnicht an ihr reißen, deshalb halte ich sie einfach fest bis sie von selbst nachgibt. wenn sie beim spazierengehen zieht und ich sie abdränge, damit meine ich, wenn sie mich überholen möchte und ich schieb sie mit dem fuß zurück, dann klemmt sie den schwanz ein, dabei berühr ich sie nicht mal, also habe ich diese methode wieder verworfen. ich glaube zerren kommt daher, dass sie ständig irgendwo mit ihrer nase hinmöchte, oft kriecht sie dicht überm boden, wenn ich sie am halsband etwas hochziehe geht sie wieder ein paar schritte normal und dann ist das zerren auch nicht so schlimm, aber ich kann sie doch nicht ständig alle fünf schritte hochziehen??? mir tut ihr hals echt leid wenn sie sich ständig in die leine hängt. mein eigener hund trägt immer ein geschirr, falls er mal ziehen sollte. sie bekommt kein geschirr, weil sie so zieht und sich das fell bis auf die haut abreibt.
jedes mal wenn sie nun zieht bleibe ich stehen und guck in den himmel bis sie sich abreagiert hat (weil sie versucht mich anzukucken und rumfiept). je länger man die leine lässt desto mehr würde sie einem den arm ausreißen, deshalb nehm ich die leine ziemlich kurz, sie ist dann in ihrer bewegungsfreiheit ziemlich eingeschränkt, was ja auch nicht richtig ist. ich bleib dann manchmal stehen und lasse die leine lang, damit sie schnüffeln und entspannen kann, aber da reisst sie dann wieder an der leine, dreht sich im kreis, stellt sich neben mich und fiept weil sie weiter möchte. ich warte bis sie fertig ist mit fiepen und gehe dann weiter. heute beim spazieren gehen hat sie mich so genervt, dass ich den blick permanent in den himmel gerichtet hatte und stehen blieb wenn ich die leine gespannt wurde, habe ruhig durchgeatmet bis sie wieder locker war und bin weiter gegangen... aber das ging eeeeeeewig. mein hund muß dann die ganze zeit neben dran stehen. ich weiß nicht mal ob das richtig ist, dass wir mit ihr stehen bleiben, aber ich denke, dass sie vielleicht erstmal alle informationen verarbeiten muß.
man kann mit ihr ca. 5 schritte normal gehen. im freilaufgebiet nehme ich sie manchmal an die leine um mit ihr ein paar schritte "normal" an der leine zu gehen und belohne sie mit streicheleinheiten.
alles in allem ist es sehr, sehr anstrengend, nicht nur weil sie nicht wirklich an der leine gehen kann, sondern weil sie zu allen menschen laufen möchte und hochspringt, weil sie vorbeifahrende autos anspringen möchte, weil sie zu fremden hunden hinläuft, angst bekommt und zu mir zurück läuft (und der fremde hund dann natürlich hinterläuft und sie noch mehr angst bekommt), sie betttelnd hinläuft wenn sie jemanden essen sieht, bellend zu fremden männern läuft, alte damen anfiept weil sie hin möchte, und und und.
mein kleiner kommt dementsprechend zu kurz. letzte woche hatte er ne kurze rüpelphase, aber ansonsten hört er sehr gut. ich konnte ihn auch meist ohne leine laufen lassen, ohne dass er blödsinn macht. heute war ich dann aber so mit mit der hündin beschäftigt, dass ich überhaupt nicht auf meinen kleinen geachtet habe und prompt lief er vor ein auto! zum glück wurde er nur angeditscht, es ist also nichts weiteres passiert außer dass er kurz über den asphalt purzelte und wir nen schock hatten, trotzdem war ich natürlich den tränen nah als ich den schreck verdaut hatte. ich werde meinen hund auch nicht mehr frei laufen lassen, außer auf freilaufflächen, aber jetzt isses halt NOCH KOMPLIZIERTER, zumal die zwergpinscherin den kleinen auch oft anrempelt (nicht aus böser absicht, einfach weil sie ein kleiner trampel ist).
mein freund sagt, das ganze ist nicht mein problem, aber wenn ich nicht mit ihr gassi gehen würde, würde es niemand tun, da die halterin nur eine kleine rente hat und kein geld für gassigehservice. und wir haben ja schon fortschritte gemacht, aber halt nur ganz kleine, ich denke wenn sie ein halbes jahr lang richtig gassi geführt wird wird sie sich zu einem einigermaßen "normalen" hund entwickeln. außer dass sie nervt, ist sie ein ganz liebevoller hund, sie möchte immer kuscheln und möchte gerne gefallen.
habt ihr vielleicht tipps wie man das gassi gehen einfacher bzw "richtiger" gestalten kann, ich kann leider nicht getrennt mit den beiden gehen, weil meiner nicht alleine bleiben kann, zumindest nicht so lange. bis jetzt hab ichs immer so gehalten, dass meiner einfach so rumlief und ich mich auf die pinscherdame konzentriert habe, aber das geht ja jetzt nicht mehr. es ist wirklich zum verzweifeln *heul*