Welpe beißt und nichts hilft!

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  • Welpe beißt und nichts hilft! Beitrag #1
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Susanne_und_Anton

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Hallo,

auch ich habe das schon oft gelesene Problem, dass unser kleiner Mischlingswelpe beißt. Oftmals ist es so, dass er abends seine dollen 5 Minuten bekommt, beispielsweise sauer ist, dass er nicht auf´s Sofa darf - dann schubse ich ihn sanft runter und sage streng "nein", das spornt ihn in kürzester Zeit so an, dass er immer wieder in meine Richtung springt und schnappen will. In die Hände, die Füße oder ins Gesicht. Ihn ignorieren geht auf dem engen Sofa nicht, da er ja immer wieder an mich heran kommt. Dann habe ich Gelsen, dass man ihm eine Auszeit geben soll, also schnappe ich ihn mir und setze ihn ins Bad und schließe die Türe hinter ihm. Nach kurzer Zeit fängt er an an der Tür zu Kratzen. Erst wenn er damit wieder aufgehört hat und zusätzlich etwas mehr als eine Minute herum ist, lasse ich ihn wieder heraus - und dann ist alles genauso wie vorher! Er schnappt direkt nach meinen Füßen. Ihn zu irgnorieren interessiert ihn überhaupt nicht.

Dann hat uns die Tierärztin geraten, ihn auch mal anzuknurren und mal kurz in die Seite zu zwicken (was ich auch völlig ok finde, das machen Hunde untereinander ja auch). Wenn ich oder mein Freund ihn anknurren, guckt er uns an und knurrt sofort mit gefletschten Zähnen zurück! Er lässt sich überhaupt nicht beeindrucken! Und Zwicken spornt ihn nur nochmehr an. Bei beidem fängt er dann an zu bellen und zu knurren und geht in Angriffstellung und springt uns beißend an.

Man kann vorwegnehmend sagen - ein strenges Aus hilft nie. Ein strenges Aus und ignorieren hilft nicht. Ein strenges Aus und die Auszeit hilft nichts. Quieken und au sagen und ein strenges Aus und ignorieren hilft nicht. All die Tipps die immer gegeben werden, helfen einfach nicht.

Dann habe ich hier gelesen, dass ein Mann sich wie bei einem Kind wegdreht - also erst "Au" ausruft, dann Schmerzen zeigt und sich wegdreht. Das habe ich auch versucht, dann springt mir der Kleine auf den Kopf und beißt überall hin.

Dann habe ich es damit probiert, dass ich in ein anderes Zimmer gehe. Also ich sage laut und schmerzerfüllt "au" und aus, er hört nicht auf, ich stehe auf, ignoriere den mich in die Waden beißenden Hund und gehe hier ins Esszimmer. Das habe ich heute morgen bereits 30 Mal gemacht. Wenn ich herauskomme fängt alles wieder von vorne an. Ich sitze hier echt und heule. Ich bin krank und heiser (ja, eine Runde Mitleid) und ich bin echt langsam mit den Nerven fertig. Er scheint null Respekt zu haben. Kein Tipp hilft.

Mein Freund kennt von seinen Eltern eher die alten Erziehungsmethoden und ist der Meinung, dass man sich das alles nicht gefallen lassen darf, dass man den Hund anschimpfen soll und ihn auf den Boden drücken soll. Und er hat das auch schon mal gemacht. Das wirkt dann nach dem 20sten Mal. Ich will das aber nicht! Ich will nicht, dass der kleine Hund am Ende Angst vor uns hat! Und ich will dem kleinen nicht weh tun! Andererseits beißt der Kurze uns ohne Ende und lässt sich durch nichts beeindrucken und tanzt uns auf dem Kopf herum. das will ich aber auch nicht.

Und da meine Erziehungmethoden null anschlagen, hängt mir mein Freund immer mehr im Nacken, dass seine Ansichten ja wohl die richtigen sind. Und nur um das klar zu stellen: mein Freund ist kein brutaler Machotyp. Der ist auch ein ganz lieber, er sagt aber, dass wir am Ende einen Problemhund haben, wenn wir ihm nicht ausreichend Grenzen aufzeigen. Und da stimme ich ihm ja zu - aber ich finde keine Möglichkeit, diese Grenzen aufzuzeigen.

Ansonsten überfordern wir den Hund nicht, wir unterfordern ihn auch nicht, wir gehen 20 - 30 min mit ihm spazieren, wir toben mit ihm draußen auf einer Wiese (nie zu lange) oder lassen ihn mit anderen Hunden toben, so denn mal welche dort sind, die das auch dürfen (was leider nicht so oft vorkommt), wir spielen ca 3 Mal am Tag für 3 - 5 Minuten zuhause mit ihm. Wir machen Suchspiele, auch mal kurz Bällchen werfen oder Stofftierjagen. Wir bringen ihm Kommandos bei wie "Sitz", "Platz", Stups", "Pfötchen", "das andere Pfötchen"... Wir loben ihn wie Bolle, wenn er was toll macht. Wir lassen ihn in Ruhe schlafen. Und er ist auch oft ein lieber, begeisterter Hund. Aber oft auch wirklich nicht.

Ich habe mir das mit einem Welpen so echt nicht vorgestellt. Man liest ja viel. Und ich dachte - ja gut - mit Konsequenz und klarere Linie bekommt man das alles ganz gut geregelt. Klappt aber leider überhaupt nicht.

Hat jemand noch eine Idee? Woran kann das alles liegen? Was kann man anders oder besser machen? Vielen Dank schonmal im Voraus.
 
  • Welpe beißt und nichts hilft! Beitrag #2
Entschuldigung bei deiner Ausführung fehlt wie alt der Welpe ist.

Dein Programm finde ich für einen Welpen viel zu viel, du unterforderst ihn nicht du ÜBERFORDERST ihn. Es liest sich für mich als wäre er total hochgepuscht und überfordert da bekommen Welpen gerne auch ihre 5 Minuten Tobsuchtänfalle. Wie kleine Kinder die Tod müde sind, aber nicht ins Bett wollen und schreien und Sachen durch die Gegend werfen und nörgelig hoch 10 sind.

Fahrt euer Programm was runter und BITTE unterlasst so Sachen wie runterdrücke, aussperren für eine Zeit + 1 Minute, Zwicken und Schubsen und solche Annahmen das er das aus Boshaftigkeit und Tyrannei tut.
Mit so einem Verhalten verschafft ihr euch kein Respekt. (Das ist ein kleiner Welpe und kein ausgewachsener Wolf, was wollt ihr da schon mit Respekt?) ihr verschafft euch Angst. Ihr werdet unberechenbar für den Kleinen und das führt zu vertrauensverlust.

Das ist ein Welpe, ein kleines überdrehtes Etwas, was nicht weiß das es euch wehtut. So hätte es mit den Geschwistern gespielt und wenn die ihn ´schubsen´ oder runterdrücken oder auch zwicken dann fährt den das nur noch mehr hoch. Wenn seine Geschwister aber schmerzlich quitschen und dem "brutalo" die kalte Schulter zeigen hört er auf weil es ja total doof ist wenn man nicht mehr mitspielen darf.

Fahrt aber erst Mal eure Programm runter, wirklich das finde ich viel zu viel.

Wenn er zwickt quitschen, aufstehen und kurz den Raum verlassen, alternativ quitscht ihr, löst euch vom Hund und gebt ihm ne Alternative ein Zerrspiel z. B. damit er merkt das es nicht erwünscht ist in Arme oder sonstiges zu beißen aber in so ein Zerrspiel kann man dennnoch mit den Besitzern rangeln.
 
  • Welpe beißt und nichts hilft! Beitrag #3
Hallo,

der Kurze ist 12 Wochen alt.

Wir überfordern ihn wirklich nicht. Das, was ich oben beschrieben habe, machen wir ja nicht komplett jeden Tag. Wir machen mal dies und mal das. Und der Kleine Ruht und pennt bestimmt ca. 20 Stunden / Tag.

Genau, er weiß nicht, dass er uns weh tut. Deswegen probieren wir ja alles, dass er das mitbekommt. Wir quietschen und sagen aua, drehen uns dann weg. Ignorieren ihn, verlassen kurz den Raum. Aber es hilft nichts. Und ich meine, Sitz Platz und komm hat er nach drei Wiederholungen verstanden. Und das jetzt versteht er nach 14 Tagen und täglich zig Mal nicht? Dann ist es ja vielleicht doch nicht die richtige Methode. Er lässt sich ja wirklich null beeindrucken. Auch bei anderen Hunden - wenn die ihn anknurren, oder letztens, da hat ihm ein einjähriger Cocker Spaniel die Pfote ins Gesicht gehauen, ihn angeknurrt, angebellt - das juckt ihn alles nicht! Er knurrt und bellt wie verrückt zurück! Er lässt sich von nichts und niemandem beeindrucken. Weder Mensch noch Hund. Und da hätte ich noch ein paar andere Beispiele mit anderen Hunden. Bis zier 16. Woche soll er die Beißhemmung ja gelernt haben. Aber ich frage mich langsam echt: wie?!

Den Tipp mit dem Anknurren und Zwicken hatte uns die Tierärztin gegeben. ich hatte nicht vor, dies weiter durchzuziehen, weil ihn das ja auch eh nicht beeindruckt hat. Das haben wir mal an einem Abend probiert. Und auch mit dem Runterdrücken bin ich mit meinem Freund übereingestimmt, dass wir das (ich habe das ja eh nicht gemacht) in Zukunft sein lassen, weil ich eben einen anderen Weg gehen will.

Ach so - auch ihm eine Alternative zu bieten probieren wir häufig. Die Alternative möchte er aber nicht. Er möchte uns beißen.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ach so - der Welpe kommt aus dem Tierheim. Er hatte nur zwei Geschwister, was wenig ist. Zudem ist der Besitzer kein Züchter sondern ein privater Halter mit einem Rüden und einem Weibchen. Weiß nicht, ob das mit den jungen ein Unfall war... Zudem ist der Besitzer erkrankt, so dass am Ende alle Tiere im Tierheim gelandet sind. Somit hat sich der Besitzer, so denke ich mir, sich natürlich auch nicht so um die Welpen gekümmert, wie es ein Züchter täte.

Was drin steckt kann man nicht genau sagen. Irgendwas mit Labrador wohl... Also von der Gewichtsklasse her ist er mit seinen 12 - ab morgen 13 - Wochen bei 7,1 kg angelangt....

Ach ja - und der Kleine hat ja eine große Klappe, aber er hat zudem auch Angst vor fremden Menschen. Oder auch nicht mehr ganz so fremden Menschen wie meinen Brüdern, die jetzt schon ein paar Mal hier waren. Er knurrt und bellt sie an, versteckt sich hinter meinem Freund oder mir, usw. Aber das kriegen wir schon hin. Am Freitag besuche ich auch zum ersten Mal die Hundeschule. Das andere macht mir mehr Sorgen.
 
  • Welpe beißt und nichts hilft! Beitrag #4
12 Wochen alt. Ich denke ihr habt ihn seit der 8ten Woche? Dann ist er gerade mal seit 4 Wochen bei euch und lebt seit 12 Wochen auf dieser Erde. Jetzt hat er keine vertraute Umgebung mehr, seine Mama ist weg, seine Geschwister sind weg und da seit nur noch ihr die jetzt schon hemmungslos verzweifelt sind. Das ist zwar kein Trost aber wartet mal die Pubertät ab, dann wünscht ihr euch das kleine bissige Fellknäul wieder zurück.

Ihr müsst einfach den längeren Atem haben. Nein und Aus kann er noch nicht befolgen, er kennt es nicht. Also immer wieder ruhig aufstehen und gehen, Raum verlassen, ruhig wieder reinkommen oder immer wieder Nein, Hund von euch abpflücken, wegsetzten, alternative bieten oder immer wieder aufquitschen als hätte euch gerade nen Rasenmäher überfahren und Alternative bieten wenn er aufhört.


edit: Ok, das wären Informationen die man gerne im ersten Post hätte, dann hätte ich mir den text hier gerade sparen können... ;-)
Dann ist er schlichtweg nicht sozialisiert, die Besitzer haben wohl nicht viel beigetragen, das Tierheim auch nicht, da prasseln jetzt so viele Umwelteinflüsse auf ihn ein + eure Erwartungshaltung. Das kann auch überfordern.
 
  • Welpe beißt und nichts hilft! Beitrag #5
Dann hat uns die Tierärztin geraten, ihn auch mal anzuknurren und mal kurz in die Seite zu zwicken (was ich auch völlig ok finde, das machen Hunde untereinander ja auch). Wenn ich oder mein Freund ihn anknurren, guckt er uns an und knurrt sofort mit gefletschten Zähnen zurück! Er lässt sich überhaupt nicht beeindrucken! Und Zwicken spornt ihn nur nochmehr an. Bei beidem fängt er dann an zu bellen und zu knurren und geht in Angriffstellung und springt uns beißend an.
Das interpretiert der Hund in der Situation wohl so, dass du dich auf das Spiel einlässt und zu mehr aufforderst. Dich »auf sein Niveau« begeben ist immer eine schlechte Idee. Jede hektische Bewegung, jedes vergebliche Hinterherjagen etc. pp. ist für den Kleinen nur noch mehr Ansporn, wenn er so aufgedreht ist. Bleib ruhig sitzen und lass dich nicht drauf ein.

Zu der Sache mit dem Bad:
Auch ich möchte davon dringend abraten. Ihr versaut euch sämtliches Alleinbleibentraining damit. Wenn ihr so weitermacht habt ihr u.U. irgendwann das Problem, dass man keine Tür mehr hinter ihm schließen kann. Der Hund versteht schlicht und weg nicht, wieso er jetzt weg von seinen Bezugspersonen eingesperrt wird. Er macht in seinen Augen nichts falsch und dann wird er bestraft – das geht dem so einfach nicht in den Kopf ;). Genauso wenig bringt es, wenn du dich aussperrst. Der Hund wird minutenlang hinter der Tür sitzen und voller Anspannung warten, dass du zurück kommst. Bis dahin hat sich so viel Frust aufgebaut (wie im Bad auch), dann kommt noch die Freude dazu, weil du zurück kommst – logischer Weise dreht er dann völlig ab.
Mit »Auszeit« ist eher gemeint, dass man den Hund auf seinen Platz schickt, wenn er aufdreht, oder das Spiel abbricht. Aber der Hund kann das nicht, weil er die entsprechenden Kommandos nicht kann. Deswegen bringt das strenge Aus auch nichts – was der Hund nicht kann kann er auch nicht umsetzen.


wir spielen ca 3 Mal am Tag für 3 - 5 Minuten zuhause mit ihm.
Da würde ich vielleicht ansetzen. Wenn der Hund draußen und drinnen nicht trennen kann würde ich klar festlegen, dass im Haus Ruhe herrscht. Da wird nicht gespielt oder getobt, da werden höchstens Kommandos geübt. Versucht für den Anfang vielleicht mal, jegliches Spiel nach draußen zu verlagern.

Das respektlose Verhalten gegenüber Hunden würde ich in einer Welpengruppe in Angriff nehmen. Die würde ich auch sehr zügig aussuchen, da er schon 12 Wochen alt ist. Ihr könnt auch zwei Mal die Woche in zwei verschiedene Gruppen gehen. Aber er sollte in jedem Fall regelmäßig Kontakt zu anderen Hunden haben und es sollten auch adulte Tiere in der Gruppe dabei sein. Noch hat er die Chance, dass die ihn recht »großzügig« verwarnen. Wenn er mal älter ist kann er für das Verhalten ganz schön eine drauf bekommen, wenn nicht schlimmeres.

Und jetzt mal zu eurem Problem auf dem Sofa: Wie genau läuft das denn ab? Ihr wart mit dem Hund draußen, er bekommt sein Fresschen, ihr setzt euch hin und dann gehts los?
Wie steht es mit dem Zahnwechsel? Hat der schon eingesetzt? Versucht dem Beißdrang mal mit Kauartikeln (am besten natürliches Getrocknetes wie Ziemer, Pansen, Kopfhaut oder Welpenspaghetti) entgegenzuwirken.
Wie spielt ihr sonst mit ihm, also wenn ihr es erlaubt? Wird er da auch grob und dreht auf, bis er nicht mehr ansprechbar ist? Wenn ja, brecht das Spiel früher ab, damit er lernt, dass dieses Verhalten niemals belohnt wird.
Was passiert denn, wenn du ihn vom Sofa setzt, und kurz festhältst (nicht runterdrücken oder ins Fell krallen, einfach nur vorsichtig halten), damit er kurz still halten muss und runter kommt?
Außerdem würde ich mich für eine Linie entscheiden. Ihr habt viel probiert und das in kurzer Zeit. Der Ansatz war gut, auch dass ihr euch informiert, aber leider ist es halt für den Hund auch keine klare Linie, wenn ihr alle paar Tage einen neuen Weg einschlagt ;). Sowas braucht auch einfach ein wenig Zeit.
 
  • Welpe beißt und nichts hilft! Beitrag #6
Also - ich kann mich schon in den kleinen Hund hineinversetzen. Und ich denke, man merkt auch, dass er sich hier schon sehr wohl fühlt. Und ich finde Konsequentsein und ruhig bleiben ja auch sehr gut. Aber - man müsste doch wohl mal eine kleine Besserung bemerken, oder nicht? Oder meinst Du im Ernst, dass sein Verhalten ein Ausdruck dessen ist, dass er seien Geschwister und Eltern nicht mehr um sich hat? Ich denke nicht, dass er in diesen Moment er denkt "oh, mir fehlt die Mama - jetzt beiße ich mal Frauchen ins Gesicht!" Und ich weiß auch, dass er ein kleiner, junger Hund ist und kein Erwachsener. Und wir haben wirklich der viel Geduld. Wir bringen ihm geduldig die Stubenreinheit bei, usw.

Und bei allen anderen Themenerstellern, die dieses Problem haben, liest man den Tipp: Konsequentsein, Raum verlassen, usw." - und dann liest man von diesen Leuten nach ein paar Stunden oder Tagen: "Oh ja, danke für den Tipp, jetzt ist es schon viel besser geworden." Oder man liest, dass diese auch falsche Tipps angewandt haben wie den Schnauzengriff oder Herunterdrücken, und dass diese Leute schreiben "und erst dann war Ruhe". Also - dass sie auch nicht so verfahren wollen, aber der Hund dann Ruhe gibt. Aber bei uns, gibt er eben nie Ruhe! Er lässt nie locker! Und, ganz ehrlich gesagt, wollte ich jetzt auch nicht den ganzen Winter in meinem Esszimmer verbringen, während mein Welpe im Wohnzimmer sitzt, weil er mir vorher in Fuß und Nase gebissen hat.

Du meinst, aus kennt er noch nicht? Aber Sitz, Stups, Platz usw kennt er schon? Er kennt ja auch aus, wenn er die Kabel nicht anknabbern soll. Oder wenn er meine Wolldecke nicht zerbeißen soll. Dann hört er nämlich auf. Und nur in diesem einen speziellen Fall jetzt, wo er uns körperlich attackiert - da kennt er aus nicht? Wäre das nicht ziemlich ungewöhnlich?

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Nicht, dass das hier falsch verstanden wird. Ich versuche sehr, mich in den Hund hineinzuversetzen und zu verstehen, warum er wann wie reagiert. Und da kommt mir die allseits entgegenbrachte Begründung von wegen - er weiß das ja alles noch nicht, er muss das noch lernen- sehr unlogisch vor, da er viele Dinge ja sehr schnell weiß und gelernt hat. Und man ja auch sagt, dass Welpen sehr schnell begreifen. Und hier quietschen, und zeigen Schmerzen und ignorieren, was das Zeug hält - aber nichts kommt bei ihm an. Nicht ein kleinstes Stückchen Besserung. Ist das nicht sehr ungewöhnlich?

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@Mischling: Nein, die weichgespülte Frau, die die Seite welpenerziehung24.de erstellt hat, sprach eindeutig von Auszeit im Sinne von räumlicher Trennung. Oder dem Hund sein Geschirr anlegen und auf die Leine stellen. Ihm somit also die Bewegungsfreiheit nehmen. DAS habe ich wiederum noch nicht ausprobiert.

Das mit dem Zwicken und Knurren, haben wir, wie gesagt, nur an einem Abend probiert. Zudem war es ein Tipp der Tierärztin, die wirklich sehr kompetent und lieb ist.

Deine Idee das Spielen nach draußen zu verlagern finde ich aber sehr gut. (Blöd ist halt nur, dass ich seit mehreren Tagen total krank bin, was mich echt voll nervt, weil uns die Zeit davon läuft. Ich wäre so gerne schon mit ihm in der Welpengruppe gewesen, aber alles zieht sich. Und mit der Heiserkeit kann ich auch nicht so super mit ihm Kommunizieren. Aber, wie gesagt, aber Freitag geht´s los mit der Gruppe.)

Ich würde ja gerne konsequent den richtigen Weg einschlagen und nicht immer wieder etwas neues probieren - wenn ich halt nur wüsste, was der richtige Weg ist. Das ist ja das Problem. ;) Der eine sagt eben Hiptebach und der andere Triptebach. Und jeder vertritt energisch seine Meinung - mit mal mehr, mal weniger logischen Begründungen...

Ich erkläre nochmal eben, wie das bei uns abläuft:
 
  • Welpe beißt und nichts hilft! Beitrag #7
Aus ist eine königsdisziplin. Es besagt: ´Gib das megasuperdupertolle Ding/ Hand herraus was du gerade hast, dann bekommst du Alternativen. Für einen Hund und gerade einen jungen Hund super anstrengend und wenn er es noch nicht kennt das die Alternative 1000000mal besser ist wie das was er im Maul hat erscheint ihm das ausgeben ziemlich Sinnlos. Deswegen geht man beim Aus training meistens über konsequente Widerholung und eben einer guten Alternative. Du kannst mir nicht erzählen das du den leckeren Kuchen für nen olles Salatblatt ausspuckst. Da muss dann schon nen drei Gänge Menü auf dich warten. Oder so.


Und Nein der Hund denkt nict ´Mama ist weg dann beiß ich frauchen mal ins Gesicht´ der Hund spielt schlichtweg mit dir so wie er es tun würde mit Artgenossen
 
  • Welpe beißt und nichts hilft! Beitrag #8
Kurz vorweg: Ich bin kein Hundeerziehungsspezialist aber die Geschichte kommt mir sehr bekannt vor. Meine Hündin hatte (so weit ich das zeitlich eingrenzen kann) in ihrem ersten Lebensjahr auch jeden Abend ihre wilden 5 Minuten.

Ich konnte beinahe die Uhr danach stellen, wann sie wie im Tobsuchtsanfall auf uns zu gesprungen ist und raufen wollte.
Ehrlich gesagt, habe ich diese Situation nicht als bedrohlich angesehen.

Da ich verständlicherweise keine Lust auf spitze Welpenzähne in meiner Haut hatte, habe ich mir ein Spielzeug ( Baja liebt ihre Plüschtiere) und die wurden dann geworfen, gezerrt etc pp. Wenn sie anfing sich alleine mit dem Spielzeug zu beschäftigen habe ich sie machen lassen. Der Focus lag jetzt nicht mehr auf mir und sie konnte ihre verfügbare Energie an etwas anderem auslassen. War mir recht. Damit hat sie sich schnell beruhigt und wir haben so erst gar keinen Frust aufkommen lassen.
Ich sah, dass sie einfach Hummeln im Hintern hatte und selber nicht so recht wusste wohin mit der ganzen Energie. Dafür bestrafe ich nicht.

Bei dieser Art des "Spielens" gehen ja die Meinungen sehr stark auseinander. Ich kann nur sagen, dass die Verlagerung dieser "Rumpöbel-Stimmung" für meinen Hund gut funktioniert hat und aus ihr kein respektloser, hibbelliger Beißer geworden ist und sie auch nicht zu einem Hyperaktiven Dauerspieler geworden ist.

Irgendwann kam einfach der Tag, an dem sie sich abends hingelegt hat und gut war. Keine Aufforderung mehr, nur ein Hund der entspannt gedöst/geschlafen hat.

Als Randbemerkung, falls das wichtig ist: es handelt sich bei meiner um einen kleinen Hund.


Bei den großen, die wir in der Familie hatten wurde als Abendritual das "gemeinsame" Knochenkauen eingeführt. Wir haben uns einen guten Kauknochen genommen, mit dem Hund auf den Boden gesetzt und der Hund konnte seinen Kauzwang an dem Knochen auslassen welchen wir ihm hinhielten. Ohne wegziehen/ Hinhalten oder anderes rumgespiele. Hat bei ihnen beruhigend und entspannend gewirkt.

Muss man einfach mal ausprobieren, welche Methode bei Deinem kleinen Querulanten am besten funktioniert :)


Und, wie ich finde, das aller wichtigste: Mach Dich nicht vollkommen verrückt, wenn mal etwas nicht klappt mit Deinem Hund. Es kann ja nicht sein, dass Du schon weinen musst wenn der Kleine mal wieder im roten dreht.

Es ist normal, dass nicht alles sofort klappt und ein Hund ( wie jedes andere Lebewesen) jeden Tag klare Fortschritte macht. Manche Dinge ( kleine Kommandos zb) klappen innerhalb kürzester Zeit, andere dauern auch mal Monate. Da braucht es auch eine gewisse Portion Gelassenheit und die Gewissheit, dass dadurch die Welt nicht untergehen wird.
 
  • Welpe beißt und nichts hilft! Beitrag #9
Also, genau. Wir waren draußen, er bekommt was zu essen, wir wollen gemütlich fernsehen und der Hund hangelt sich am Sofa hoch. Wenn er nur schnüffeln oder gucken will, lasse ich das durchgehen - weil er ja neugierig ist, als Welpe. Fängt er dann aber an, nach meiner Hand zu schnappen, sage ich aus. Hört er nicht auf, schiebe ich ihn sanft runter. Und ab da dreht er ab. Er springt Richtung Gesicht oder schnappt richtig dolle zu. Ich quieke, rufe "aua", drehe mich weg. Er wird immer wilder, will immer mehr beißen. Seit gestern wollen wir ja konsequent weggehen. Also stehen wir dann auf und gehen ins Esszimmer. Wenn wir dann herauskommen ist er für ein paar Minuten ruhig und man denkt: Aha! Hat geklappt! (Na ja, zumindest am Anfang haben wir das gedacht.) Und dann geht der ganze Schiselapeng wieder von vorne los.

Oder heute morgen - da fing er schon an, in meine Füße zu beißen, als ich nur aus dem Bett aufgestanden bin. Wieder - quietsch, au, aua, aus, ignorieren - nix. Der Hund dreht immer mehr am Rad.

Oder wir spielen. Erst jagt er nach dem Bällchen am Band. Irgendwann aus dem Nichts heraus springt er mir schnappen ins Gesicht.

Ja - und wie spielen wir... Ganz am ersten Tag habe ich in einem Buch gelesen, dass die Bindung zwischen Welpe und uns besonders dolle gestärkt wird, wenn man sich auch mal für seinen Welpen zum Affen macht, also auf dem Boden herumtollt, mit ihm herumflachst, usw. Das habe ich ziemlich schnell sein gelassen. Man kann sich denken, weshalb.

Jetzt ziehen wir manchmal sein Spielzeug im Zickzack vor ihm her und lassen ihn jagen, mal verstecke ich Leckerchen und lasse sie suchen, mal legt er sich in meinen Schoß und kaut sein Kauband, ganz selten werfe ich auch sein Bällchen. Dann habe ich auch mal probiert ein bißchen Kopfarbeit mit herein zu bringen und wollte sein Leckerchen unter einem Becher verstecken. Da fand er es aber spannender, den Becher zu zerkauen... ;) Ja, und wir üben halt Kommandos...

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

@Smoothie: Wenn "aus" so kompliziert zu lernen ist, kann er das aber schon sehr gut. Er hatte zwar noch keinen Kuchen oder ein Hähnchen im Mund, aber bei allem, bei dem ich wollte, dass er es wieder hergibt, hat er dies ziemlich schnell gemacht. Spielzeug, draußen was aufgelesenes, was er auf keinen Fall fressen sollte. Sogar ohne Tauschgeschäft. Mit Leckerchentauschen geht es ruck zuck, ohne muss man manchmal etwas öfter aus sagen.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

@Trullas: "Ich konnte beinahe die Uhr danach stellen, wann sie wie im Tobsuchtsanfall auf uns zu gesprungen ist und raufen wollte.
Ehrlich gesagt, habe ich diese Situation nicht als bedrohlich angesehen.

Da ich verständlicherweise keine Lust auf spitze Welpenzähne in meiner Haut hatte, habe ich mir ein Spielzeug ( Baja liebt ihre Plüschtiere) und die wurden dann geworfen, gezerrt etc pp. Wenn sie anfing sich alleine mit dem Spielzeug zu beschäftigen habe ich sie machen lassen. Der Focus lag jetzt nicht mehr auf mir und sie konnte ihre verfügbare Energie an etwas anderem auslassen. War mir recht. Damit hat sie sich schnell beruhigt und wir haben so erst gar keinen Frust aufkommen lassen.
Ich sah, dass sie einfach Hummeln im Hintern hatte und selber nicht so recht wusste wohin mit der ganzen Energie. Dafür bestrafe ich nicht."

Wunderbar! Ich würde mich so freuen, wenn das bei uns so wäre! Niemals würde ich Anton für Hummeln im Hintern bestrafen. Und was wäre ich froh, wenn es so einfach wäre, dass er eine Alternative annehmen würde. Tut er aber nicht. By the Way will ich Anton überhaupt nicht bestrafen, sondern ihn einfach "auf Spur" bringen. Und ich will mir von ihm nicht auf dem Kopf herum tanzen lassen - besonders in Zukunft nicht.


EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

@Trullas - aber das mit dem Kauknochen ist eine gute Idee. ich habe gestern Ochsenohren gekauft, davon werde ich ihm heute Abend eins hinlegen.
 
  • Welpe beißt und nichts hilft! Beitrag #10
Quietschst du wirklich? Also schön laut und hoch? Das ist nicht unbedingt hilfreich. Manche Hunde fahren da voll drauf ab, wie auch auf Quietschspielzeug. Hast du mal versucht, mit ruhiger, tiefer Stimme Aua zu sagen? Ich meine das sicher nicht böse, aber ich fürchte, dass du irgendetwas machst, das ihn anstachelt (was u.U. als Tipp bei einem anderen Hund wunderbar funktionieren würde).
 
  • Welpe beißt und nichts hilft! Beitrag #11
Hm, ja also ich quietsche schon hoch. Aber ich muss ehrlich sagen, dass man Freund ein tiefe Stimme hat und "aus" sagt. Aber eben nicht ruhig, sondern eher streng...
 
  • Welpe beißt und nichts hilft! Beitrag #12
Wie gesagt: Da muss jeder für sich selber die passende Methode finden. Bei Baja hat diese gut geklappt ( Und ich meine damit nicht, einfach nur ein Spielzeug hinwerfen und denken "So, spiel jetzt damit." Sondern aktiv am geschehen teilnehmen)

Den Kauknochen haben wir während des kauens in der Hand gehalten. Also auch hier eine "gemeinsame Aktivität". Aber generell viele Kauartikel zur Verfügung zu stellen ist nicht verkehrt. Die Zähne müssen ja auch was zu tun haben ;)

Helles quietschen war bei unseren auch immer ein Schuss in den Ofen. Hat die Hunde nur noch mehr dazu animiert wilder zu werden.
 
  • Welpe beißt und nichts hilft! Beitrag #13
Da habt ihr ja ein tolles Energiebündel !

Meine Kleine war auch so, das ist normales Welpenverhalten. O-Ton der Züchterin : "Wenn die Milchzähne ausfallen können die Wunden an den Händen und an den Beinen verheilen".

Wichtig ist es dass der Kleine lernt runterzufahren. Das muss ein Hund aktiv lernen. Müde spielen wird nie gehen.

Alleine bleiben in einem fremden Raum in ganz kleinen Zeiteinheiten üben, als Strafe ist das vielleicht nicht so gut. Das Kratzen an der Tür hab ich sofort unterbunden. Beim Hund meiner Freundin wurde die Tür aufgemacht wenn der Hund kratzt. Jetzt kratzt er an jeder Tür wenn er die Tür geöffnet haben will (Küchentür meistens).

Meinen Wirbelwind habe ich so gezähmt : Abbruchwort beibringen (bei mir "Nein"). Dann das Spielen beenden, Hund auf Decke schicken und Abbruchwort wenn er wieder kommt. Wenn das nicht klappt Hund sofort in seine Box, Tür schließen aber Box muss neben einem stehenbleiben. Nach nur 5 Minuten war mein Welpe ruhig, dann konnte man die Tür wieder öffnen.

Nach dem Fressen hat er immer richtig aufgedreht. Da die Züchterin aber sagte dass auch Welpen Magendrehung bekommen können war dann erstmal ne Stunde Pause angesagt.

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Wenn Du Deinem Welpen zeigst wie er sich verhalten soll wird er nie Angst vor Dir bekommen. Da kann man ruhig mal fester zupacken, ohne natürlich den Welpen zu schlagen oder Schmerzen zuzufügen. Schau mal wie eine Hundemutter ihren Welpen die Grenzen aufzeigt.

Eine Welpenstunde ist wichtig für jeden Hund und auch für jeden Hundeführer !

Grüße Bernd
 
  • Welpe beißt und nichts hilft! Beitrag #14
Ich habe mir jetzt nicht alles durchgelesen und sag dir mal wies bei mir war.

Mein damaliger Welpe hat eine Verbesserung im Beißverhalten, und das er wirklich auf "Aus" oder "No" hört mit Anfang der 20. Woche gezeigt.
Du erwartest zu viel, zu schnell von einem Baby.

Wie schon jmd. geschrieben hat, wenn du jetzt schon so ungeduldig bist mit deinem Welpe, freu dich auf die Pubertät, die beginnt meistens zwischen dem 6.-9. Monat und endet mitunter erst mit 2 Jahre.

Schraub deine Erwartungen mal gehörig runter. Kindererziehung ist auch nicht mit ein paar Wochen getan.
 
  • Welpe beißt und nichts hilft! Beitrag #15
Beißhemmung muss bis zur 16ten Woche anerzogen werden? Wer sagt denn sowas? Und was passiert danach, wenn man diese "Vorgabe" nicht erfüllt hat?

Was den Rat der TÄ angeht muss ich schmunzeln. Nur weil sie studiert hat, ist sie nicht allwissend. Sie hat Tiermedizin studiert. Nicht mehr, nicht weniger. Dabei hat sie einige Semester Großtiere, vielleicht 1 Semester Exoten, einen Hauch mehr Kleintiere, und irgendwo dazwischen auch Medizin und Anatomie von Hunden und Katzen gelernt. Wieder - nicht mehr, nicht weniger. Das ebenso komplexe Thema Erziehung der verschiedenen (Haus)Tierarten war nicht dabei.
Was sie dir da geraten hat, ist also ausschließlich ihre privatentwickelte Meinung und Haltung dazu. Du musst nicht ehrfürchtig werden deswegen und diesen Rat dauerhaft annehmen oder gar verteidigen, denn du siehst doch, wie sehr sie Recht hatte bei deinem Hund. Nämlich leider gar nicht.

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Was ich damit sagen will, ist, sieh das alles nicht so eng und schwarz-weiß. Ich lese heraus, dass du ziemlich genaue Vorstellungen davon hast, was dein Hund können soll und was nicht. Und auch eine Art Zeitplan, wann was zu sein hat. Das stresst ganz doll. Nimm dir diesen Druck, indem du dir und deinem Hund mehr Zeit und auch Flexibilität zugestehst. Ja, zweifelsfrei tut es weh und ist nicht witzig, wenn kleine Welpenzähne deinen Körper äußerlich umgestalten wollen. Bitte Stress dich nur nicht, dass ihr ein Ultimatum einzuhalten habt, bis wann der Hund "auf Kurs" laufen muss. Aus diesem Druck heraus kann nur Härte entstehen. Gesteht euch Zeit zu, um Erfahrung zu sammeln, wie ihr euren Hund am besten händeln könnt.

Das wird, ganz bestimmt. Meine Rottweilerhündin hat früher als Welpe auch immer sehr hart gespielt. Ehrlich gesagt von mir gefördert, weil wir richtig gerangelt haben und sie mich dabei immer wieder in Hände und Arme gebissen hat. Ich sah aus!!! Und trotzdem wird es schwer, unter all den Hunden, die es gibt, einen sanfteren und tolleren Hund zu finden, als sie es war. Sie hat sich nicht in eine Bestie verwandelt usw. Das entscheidet sich nicht durch einen einzelnen Erziehungsaspekt, sondern wird aus der Summe geboren.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Welpe beißt und nichts hilft! Beitrag #16
Meine Güte - mache haben echt einen Ton an sich "schraub Deine Erwartungen mal gehörig runter", "... wenn Du jetzt schon so ungeduldig bist...", "... Beißhemmung bis zur 16. Woche - und wenn die Vorgabe nicht erfüllt ist?..."

Ihr Lieben, das mit der Beißhemmung habe ich in einigen Kommentaren sowie auch Büchern wiederkehrend gelesen. Sowie den ein oder anderen Tipp, die unbedingte Vorgabe, dass man dies und das nicht durchgehen lassen darf, dass man dies und das UNBEDINGT meiden muss, usw. usf. Das sind keine Äußerungen aus meinem Mund. Ich bin einfach jemand, der zum ersten Mal eine Welpen bei sich hat und alles richtig machen will. (Unser vorheriger Hund war schon alt, als er zu mir / uns kam.) Also jemand, der später keinen Hund hat, der einem auf der Nase herum tanzt, aber auch einen ausgeglichenen Hund mit einem schönen Leben.

Aber ich merke so langsam, dass viele Hundebesitzer ihre eigene Philosophie vertreten. Dass jeder dieser Mitmenschen seine Meinung als die einzig Wahre annimmt und auf´s Äußerste vertritt.

Ihr könnt überhaupt nicht einschätzen, ob und wie ungeduldig ich bin. Ja, ich habe heute morgen geheult, aber mir ging es wirklich sehr schlecht, ich bin mega krank, heiser (kann somit also nicht richtig mit dem Kurzen kommunizieren) und ich habe Angst, dass mir wichtige Zeit davon läuft, in der ich hier nicht so richtig mit dem kleinen raus gehen kann, was vielleicht auch dazu beiträgt, dass er undönig ist, usw. Meine Befindlichkeiten sollte ich aber vielleicht nicht so offen kommunizieren. Das ist wohl richtig.

Und ich denke bestimmt nicht, dass Leute, die studiert haben, allwissend sind. Ich habe selbst studiert. Ich bin somit auch nicht ehrfürchtig. Diese Anmaßung finde ich ganz schön frech und stellt mich ja regelrecht als naiv und doof dar. Die Tierärztin hat aber wohl unbestritten viel Erfahrung mit Tieren. Und sie macht einen sehr verständnisvollen und kompetenten Eindruck. Als wir unseren Arco einschläfern lassen mussten, weil er innerlich aufgrunde eines Karzinoms verblutet ist, war das ganze Team sehr Leib. Nach ca. 2 Montane bekamen wir eine handgeschriebene Karte mit sehr persönlichen Worten. Das ist keine Tante, die Tiermedizin studiert hat und da ihren Streifen fährt. Und jeder hier mit seiner weichgespülten Meinung sollte sich vielleicht mal merken, dass er auch nicht allwissend ist. Und dass er oder sie bestimmt nicht der einzige auf der Welt ist, der lieb zu seinen und auch anderen Tieren ist und diesen kein Leid antuen möchte.

Und: nein, ich habe keine genauen Vorstellung davon, wie mein Hund zu sein hat (obwohl ich das gar nicht schlimm fände - es ist ja wohl auch angeraten, sich die Rasse an Hund heraus zu suchen, die gut zu einem passt) und ich habe ganz bestimmt keinen Zeitplan. Ich will einfach nur nichts falsch machen, damit auch in Zukunft alles gut läuft. Damit mein Hund und mein Freund und ich gute Partner für eine hoffentlich lange Zeit sind. Damit alle glücklich und zufrieden sind und nicht am Anfang der Grundstein für später schwer auszumerzende Fehler gelegt werden. Wenn ich ich davon überzeugt wäre, dass es sich um eine absehbare Zeit handelt, in der der Hund mal ein bißchen flippt, ist es mir doch scheiß egal, ob meine Hände ein bißchen zerkratzt werden und dies auch mal weh tut.

Aber, Drin letzter Absatz klingt dennoch nett, Puschmuck. Ich schaue also mal, wie ich das hier alles so hin bekomme. Wie wir das hier hinbekommen.

Und - vielen Dank für die auch guten Tipps, die ihr mir gegeben habt.
 
  • Welpe beißt und nichts hilft! Beitrag #17
Wie kommst du immer drauf unsere Meinung als weichgespült hinzustellen? Vielleicht solltest du dir an die eigene Nase packen. Hier kommt ein großes Berg wissen durch verschiedene User zusammen und alle die sich hier gemeldet haben sagen: schraub deine Erwartungen runter.

Bisher waren alle Meinungen sehr sachlich nur eben deutlich. Wenn du mit unseren Weichspüler Gerede nicht klar kommst dann Witsch den Hund eine, wie es dir einer vom der "harten Sorte" wohl irgendwann Raten wird und schau was aus dem Hund wird.

ansonsten Geduld und Erwartungen runter Schrauben mehr sage ich dazu nicht mehr anscheinend willst du es eh nicht hören.
 
  • Welpe beißt und nichts hilft! Beitrag #18
Ich denke, du bist mit einer sehr aggressiven Grundstimmung an die Tastatur gegangen und hast unreflektiert ausgeteilt. Was genau dich speziell an meinem Beitrag so gestört hat, wo du dir so dermaßen ans Bein gepinkelt gefühlt hast...... keine Ahnung warum du so abgehen musst. Den Schuh, den du mir da hingestellt hast, lehne ich dankend ab, der stinkt nämlich.

Du möchtest keine Hilfe, ist gut. Du magst nur selektiv lesen und dich bemitleiden, ist gut.

Von mir musst du nichts mehr befürchten, ich habe dich einfach auf ignorieren gesetzt.
 
  • Welpe beißt und nichts hilft! Beitrag #19
Doch, das will ich hören und das mache ich auch so.

Weichgespült sind für mich Leute, die nur und ausschließlich positiv auf den Hund einwirken wollen. Und denen ein unfreundliches "Aus" schon zu viel ist.

Aber - das Geschriebene ist immer missverständlicher als das gesprochene Wort. Somit - nochmal vielen Dank für alle Tipps. Alles andere lasse ich jetzt mal so stehen.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Hach, ich bemitleide mich nicht.

Lasst mal gut sein jetzt. Es ist, wie in jedem Forum und somit auch keine Überraschung.
 
  • Welpe beißt und nichts hilft! Beitrag #20
Unmöglich da gibt man sich Mühe, liest sich durch grauenhafte Texte wo berichtet wird das man nen kleines Hundebaby aussperrt, runterdrückt usw. dann will man helfen und steht als Weichspüler da? In anderen Worten eigentlich bist du von deinem Programm runterdrücken und Co überzeugt hast aber mal so getan als ob nicht? Was kommt als naechste?: schnauzelgriff und alphawurf? Und irgendwann Maulkorb?
 
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Welpe beißt und nichts hilft!

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