Und welche Jahresnebenkosten meinst du damit genau?
Ich bin nun öfter schon innerhalb eines Jahres in eine Wohnung gezogen bzw. aus einer Wohnung ausgezogen und da gab es nie Probleme, mit der anteiligen Berechnung. Müll, Grundsteuer etc. pp. wurden immer taggenau umgerechnet. Und selbst wenn diese Kosten versehentlich komplett berücksichtigt wurden, macht das noch lange keine 400 Euro für ein Jahr aus.
Das Problem sind meiner Meinung nach schlicht die Heizkosten, die in den Wohnmonaten in der Wohnung logischerweise höher waren, als der eigentliche Abschlag für die Monate, weil sich der monatliche Abschlag auf den voraussichtlichen durchschnittlichen Jahresverbrauch bezieht, was weiter oben alles schon mal besprochen wurden
Die Berechnung ist doch ganz einfach.
Wenn man von einem durschnittlichen Jahresverbrauch von 1.200 Euro ausgeht, betragen die monatlichen Nebenkosten für Heizung 100 Euro. Die 100 Euro bezahlt der Mieter von Januar bis Dezember, unabhängig davon, ob er in dem Monat heizt oder nicht.
Nun heizt der Mieter in den Monaten April bis September nicht, dementsprechend fallen da keine Heizkosten an. Dafür aber in den Monaten Oktober bis März dann Heizkosten von insgesamt 1.200 Euro (wir gehen jetzt mal an der Stelle davon aus, dass sich der durschnittliche Jahresverbrauch mit dem tatsächlichen Jahrensverbrauch deckt. Das es hier, je nach Heizverhalten, zu unterschieden kommt, ist klar

)
Aus Vereinfachungsgründen gehen wir da jetzt mal von einer gleichmäßigen Verteilung der Heizkosten innerhalb der Heizmonate aus, heißt also je 200 Euro tatsächlicher Verbrauch pro Heizmonat.
Wenn man nun aber erst im Oktober eingezogen ist, hat man für das Jahr einen tatsächlichen Verbrauch von 600 Euro, hat aber mittels der monatlichen Miete nur 300 Euro bezahlt. Folge: eine Nachforderung in Höhe von 300 Euro
Das gleiche Spiel haben wir natürlich auch, wenn man Anfang des Jahres auszieht.
Zieh ich im April in eine Wohnung ein und warum auch immer im Septermber wieder aus, hab ich 600 Euro Heiznebenkosten bezahlt, ohne tatsächliche Heizkosten und bekomme demnach 600 Euro bei der Nebenkostenabrechnung zurück.
Das ist jetzt natürlich ein stark vereinfachtes Beispiel, aber genau da liegt das Problem, wenn man innerhalb eines Jahres und ganz besonders in heizintensiven Monaten umzieht.