Yentl ohne Leine ...

Diskutiere Yentl ohne Leine ... im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, Yentl ist unsere erste Fellnase, sie ist knapp acht Monate alt und das beste, was uns in letzter Zeit passiert ist Sie ist sowas von...
  • Yentl ohne Leine ... Beitrag #1
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Agrippina

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Hallo,

Yentl ist unsere erste Fellnase, sie ist knapp acht Monate alt und das beste, was uns in letzter Zeit passiert ist

Sie ist sowas von lieb, kann die wichtigsten Dinge; kurz: sie macht uns eigentlich nur Freude.

Nun brauche ich aber mal einen Rat - Hundeschule ist zur Zeit nicht möglich, das vorweg:
Also, wenn wir gassi gehen, war es bisher so, dass sie ohne Leine laufen konnte. Sie war abrufbar, auch ohne Leckerli. Wir wohnen sehr ländlich, Grundstück grenzt an den Wald.
Nun, plötzlich ist es so, dass, sobald ich die Leine abmache, sie mich ignoriert. Also sie haut nicht ab oder so, aber zum Beispiel frisst sie Ka***. Normalerweise hat ein "Pfui" gereicht und sie ließ davon ab. Oder sie rennt auf das Grundstück von Gegenüber (die lassen immer die Einfahrt offen). Im Großen und Ganzen kann ich den Affen machen - die Dame ignoriert mich. Gestern rannte sie kurzerhand auf den Spielplatz und spielte da mit den Nachbarskindern und dachte gar nicht dran, mit mir ins Haus zu gehen. Danach verfolgte sie die beiden Schafböcke, die meine andere Nachbarin immer frei rumlaufen lässt.
Bin ein bisschen traurig, weil ich Yentl nun anleinen muss. Dann ist sie wieder die bravste und teilt mir mit bedeutungsschwerem Blick mit, dass ich ihr ruhig vertrauen könne...............Nee, kann ich grad nicht.

Könnt ihr mir einen Tipp geben, wie ich sie wieder abrufbar bekomme? An der Leine läuft sie 1A locker bei Fuß ... Ach ja, Leckerli ziehen auch nicht

Danke und liebe Grüße
 
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  • Yentl ohne Leine ... Beitrag #2
Hallo Agrippina, willkommen im Forum ;)

Deine Hündin ist in der Pubertät und jeder hier der schon mal einen Welpen hatte weiß wie taub und stur die Lieben da auf einmal werden können und wird Verständnis für dich haben.

Ihr Verhalten ist also relativ normal, sie wird erwachsen und will ihre Kräfte ausprobieren und dabei testet sie auch dich.
Wichtig ist in diesen Phasen, dass du sehr konsequent bist und sehr gut aufpasst, im Idealfall sollte sie niemals die Erfahrung machen könnten wie leicht es ist einfach abzuhauen, wie viel Spaß sie alleine haben kann und wie machtlos du dabei bist.

Das Zauberwort heißt in den meisten Fällen Schleppleinentraining und verbesserte Konditionierung des Rückrufs.
Da ich nicht weiß wie viel du schon über die beiden Themen weißt schreibe ich mal hier erstmal keinen Roman darüber ;)

Pubertätsphasen kommen übrigens immer mal wieder, oft bis die Hunde etwa 2-3 Jahre alt sind, dann hat man plötzlich das Gefühl sie hätten alles erlernte vergessen, aber keine Sorge, sobald die Hormone wieder etwas tiefer fliegen kommen auch die Hunde in der Regel wieder auf den Boden der Tatsachen. Bis dahin ist allerdings verstärktes Erziehungstraining angesagt ;)
 
  • Yentl ohne Leine ... Beitrag #3
Hallo und willkommen im Forum,
Yentl ist ein echt toller Name!Was für einen Hund habt ihr denn, ich meine Rasse, Größe etc.....

Ich schließe mich Kompassqualle an. Das Schöne ist, daß ihr es erreicht habt einen Welpen zu einem neugierigen, fröhlichen und selbst sicheren Jung Hund groß zu ziehen. Ich finde man muss erst mal die positiven Seiten einer Medaille sehen. Desweiteren scheint Yentl sich eurer so sicher zu sein, daß er eben Neues ausprobiert und ja in der Pubertät schlagen halt alle über die Stränge:mrgreen:

Schleppleine ist eine sehr gute Möglichkeit....lies dich da mal ein, nach und nach bekommt Yentl mit dieser Methode immer mehr Freiheit zurück ohne dass ihr Stress oder Angst haben müsst.Das ist allerdings ein Trainingsgerät und keine verlängerte Leine....

Ihr könnt aber (wenn es wirklich ungefährlich bei euch ist) mal etwas ausprobieren. Am Besten geht das zu Zweit und mit einer Person die nicht zum Haushalt gehört...z.B. eine nette Freundin Freund.

Du geht mit Yentl raus (versicherst dich dass keine Gefahren drohen) und läßt sie von der Leine....Yentl "haut" ab bzw sucht sich eine andere Beschäftigung ...du rufst sie 1x klar laut und eindeutig.....sie hört nicht und du drehst sofort um und rennst weg, und suchst die ein-adäquates Versteck (hinter einem Baum.....)
Die andere Person ist nur zur Sicherheit da und beobachtet Yentl. Lass sie da einfach mal "alleine" stehen und schau was passiert. Sobald sie dein Fehlen bemerkt sollte sie recht verwirrt anfangen nach die zu Suchen....warte auf einen Moment in dem sie NICHT in deine Richtung schaut....dann trittst du aus deinem Versteck und rufst sie ganz normal. Sie sollte angefetzt kommen - und du belohnst sie dafür....

Ich habe das 2 Mal mit meinen Schäferhunden gemacht als sie so 5 / 6 Monate alt waren....- die haben erst mal weiter gemacht - was auch immer und dann DEN SCHRECK ihres Lebens bekommen....seit dieser Zeit drehen sie sich konsequent alle 20 Schritte zu mir um - ob ich auch noch da bin...selbst aus vollem Spiel heraus. Allerdings sind es halt auch durch und durch Schäferhunde die zu 100% alle Cliches des WTP erfüllen,

Nach und nach ist daraus ein seht nettes Speil geworden...und schließlich zum Hundesport geworden (Fährte)

Kot fressen, ist so eine Angelegenheit...manche Hunde machen es mit voller Leidenschaft...andere gar nicht. Angeblich hilft es wenn man dem Hund immer mal wieder grünen Pansen zufüttert....im Sommer auch gerne schön stinkig.
Bei meinen hilft das gegen Tierkot...aber wenn sie :evil:an menschliche Fäkalien kommen , hilft nur der Abruf. (im übrigen der einzige Moment, wo es mich vor meinen Hunden ein bißchen ekelt)

LG Suno
 
  • Yentl ohne Leine ... Beitrag #4
Vielen Dank für euren Willkommensgruß :D

Also Yentl ist eine Golden-Retriever-Hündin. Ich hab versucht, ein Profilbild zu erstellen - geht irgendwie nicht. Will sagen: ich finde "Benutzerbild" nicht.

Ich hab jetzt eine Schleppleine bestellt. Mal sehen, ob ich mich da einarbeiten kann, werden bestimmt einige Fragen kommen. Das mit dem Verstecken hab ich schonmal gemacht (war aber allein mit ihr, bei uns ists so ruhig, dass wir den Wald für uns allein haben), sie hat einen Schreck bekommen, ja - aber dann wars wieder gut. Vorhin ist sie vier Rehen hinterhergehatzt und war kurz weg :shock: Da hatte ich einen Schreck. Sie kam dann wieder, wie so ein Schneehase angehoppelt und sah sooo glücklich aus, ich konnte gar nicht schimpfen mit ihr. Sie hätte es vermutlich eh nicht verstanden..............
Nun liegt sie total erschöpft vorm Kamin - ich lieb sie so, und Konsequenz ist nicht eine meiner Kernkompetenzen:roll:

Aber ab morgen gehts nur noch mit leine in den Wald. Tut mir leid, Yentl, da müssen wir jetzt durch!

Was denkt ihr, ich möcht meit der Schleppleine eine neue Art des Abrufens einführen - was ist besser: Klicker oder Pfeife?

LG
Agrippina

edit: Suno, wie kommt dein Hund an Menschenkot:shock:? Yentl "nascht" immer bei den Pferden. Vorhin gabs Pansen nach unserem Waldspaziergang, mal sehen, obs hilft:cool:
 
  • Yentl ohne Leine ... Beitrag #5
Hey,

mit dem Clicker ruft man nicht ab;)
Nieeeeee.
Der Clicker ist ein Kommunikationsinstrument (als sekundärer Verstärker), der zum AUFBAU von Verhaltensweisen genutzt wird und sonst gar nicht:)

Also: Pfeife:mrgreen:

Weißt du grundsätzlich wie man mit einer Schlepp arbeitet?
 
  • Yentl ohne Leine ... Beitrag #6
ich lieb sie so, und Konsequenz ist nicht eine meiner Kernkompetenzen:roll:
Verwechsel nicht Konsequenz mit Härte, das beste Training ist immer das bei dem Hund und Besitzer Spaß haben ;)
Gut aufgebautes Training fördert demnach nicht nur den Gehorsam, sondern auch die Bindung, denn jedes positive, gemeinsame Erlebnis schweißt zusammen.

Verstecken kann wirklich ein gutes Mittel sein, meinen Hund hat es allerdings früher immer nur mäßig interessiert, frei nach dem Motto "Ach, die Alte ist weg, dann kann ich ja endlich ungehindert machen wozu ich Lust hab." :lol:
Aber der hatte auch einen unglaublichen Freiheitsdrang und dank halbwilder Kindheit als Straßenhund eine absolut miese Bindung zu Menschen.
Ein Hund der von klein auf Menschen kennt für den ist es natürlich schon mal ein Schock wenn "seine" Menschen plötzlich weg sind, von daher glaube ich schon, dass Verstecken helfen kann.
Genau wie weglaufen, für viele Hunde ist es unwiederstehlich wenn die Menschen davonrennen und sie lassen alles stehen und liegen um mit ihren Menschen zusammen zu laufen :)

Vorhin ist sie vier Rehen hinterhergehatzt und war kurz weg :shock:
Das ist natürlich nicht gut. Wie gesagt, es ist absoult wichtig, dass sie nach Möglichkeit niemals die Erfahrung macht wie toll es ist einfach abzuhauen und wie machtlos du dann bist. Jedes mal, dass sie alleine Spaß hat wird sich in ihr mehr und mehr die Gewissheit einprägen, dass Weglaufen etwas ganz, ganz tolles ist, was sie in Zukunft öfter machen will.
Deswegen ab morgen und für die nächste Zeit: Leine dran! (Ist ja auch zu ihrer eigenen Sicherheit).
Und zwar so lange, bis der Rückruf absolut sicher sitzt!
 
  • Yentl ohne Leine ... Beitrag #7
Verstecken kann wirklich ein gutes Mittel sein, meinen Hund hat es allerdings früher immer nur mäßig interessiert, frei nach dem Motto "Ach, die Alte ist weg, dann kann ich ja endlich ungehindert machen wozu ich Lust hab." :lol:
Damit produziere ich im Zweifelsfalle astrein Trennungsangst. Das Ganze funktioniert ja nur, weil ich meinem Hund Angst mache- nicht mehr und nicht weniger.
Würde ich sein lassen.

Das ist dann nämlich kein freudiges Folgen, sondern schlicht Kontrollverhalten, weil ich ja sonst wieder abhauen könnte. Uncool.

Deswegen ab morgen und für die nächste Zeit: Leine dran! (Ist ja auch zu ihrer eigenen Sicherheit).
Und zwar so lange, bis der Rückruf absolut sicher sitzt!
Jap.
Sonst ist sie bald nicht nur kurz weg.
 
  • Yentl ohne Leine ... Beitrag #8
Sonst ist sie bald nicht nur kurz weg.
:shock: - heißt das, wir sind ihr egal?

Nein, wie gesagt kenne ich das Schleppleinentraining nur vom Lesen bzw. von Videos. Ich muss mal das erst ausprobieren. Was ich weiß, ist, dass hier der Hund sich frei bewegen können soll, aber durch plötzliches Wechseln der Richtung zB. einen kurzen Ruck bekommt, wenn er nicht auf den Leinenführer achtet.
Ich vermute jedoch, dass Yentl mit Leine bei Fuß laufen wird, das hat sie so gelernt. Also wollt ich ihren Dummy mitnehmen, werfen und apportiern lassen mit der Leine. Ich weiß nicht, obs so funktioniert.......... Sie würde dann jedenfalls den Bewegungsradius an der Leine vergrößern, dann erst kann ich mit dem Abruftraining beginnen - so meine Vorstellung.

Ok, dies dann also mit Hundepfeife:clap:

Danke für eure wertvollen Tipps
Leah

edit: denkt ihr, ich kann trotzdem ab 27.1. den Dogdancing-Kurs belegen?
 
  • Yentl ohne Leine ... Beitrag #9
:shock: - heißt das, wir sind ihr egal?

Das nicht, aber sie hatte jetzt Jagderfolg, weil sie die Rehe gehetzt hat;)
Meistens wird das mit dem Jagderfolg so verstanden, dass der Hund etwas getötet haben muss für einen Erfolg dem ist aber nicht so. Das reine Hetzen ist bereits so hochgradig selbstbelohnend, dass der Hund das immer wieder versuchen wird.

Drum sollte man seinen Junghund auch nicht zu früh offline laufen lassen- das Jagdverhalten entwickelt sich erst richtig am dem 6. Lebensmonat.

Und was die Schlepp betrifft...Nein:mrgreen:
So wäre es nur eine lange Leine- der Hund soll gar nicht wissen wie lang die Leine ist und im Optimalfall rufst du sie schon ab bevor sie das Ende erreicht.
Sonst hat sie bald raus wie weit sie laufen kann und wird dir immer wieder ordentlich da reinknallen.

Auch beim Richtungswechsel soll sie von selbst auch euch achten und nicht erst, wenn sie den Ruck abbekommt- sonst verknüpft sie das falsch.
Ziel ist "Ich achte auf meinen Menschen" und nicht "Ich dreh´um, wenn es ruckt".;)

Mir persönlich wäre ein guter Schleppleinen-Trainingskurs vermutlich wichtiger;)
Aber Schaden richtest du damit nicht an.
 
  • Yentl ohne Leine ... Beitrag #10
Damit produziere ich im Zweifelsfalle astrein Trennungsangst. Das Ganze funktioniert ja nur, weil ich meinem Hund Angst mache- nicht mehr und nicht weniger.
Würde ich sein lassen.

Das ist dann nämlich kein freudiges Folgen, sondern schlicht Kontrollverhalten, weil ich ja sonst wieder abhauen könnte. Uncool.
Aber will man nicht genau das erreichen? :eusa_think: Dass der Hund das Gefühl hat sich am besten und am sichersten zu fühlen in der Nähe seines Menschen. Ich kenne viele Hunde die es von sich aus unangenehm finden eine bestimmte Distanz zum Besitzer auf dem Spaziergang zu überschreiten. Da muss man natürlich trotzdem am Rückruf üben, aber immerhin laufen sie nicht (weiter) weg.
Aus meiner Sicht erhöht verstecken doch eher die Aufmerksamkeit auf dem Spaziergang, genauso wie weglaufen.

Ich denke also nicht, dass der "Schock" wenn der Hund den Menschen nicht sofort sieht so groß ist, dass er zu so einer tiefen Traumatisierung führt, dass der Hund sofort tiefergehende Verlassensängste entwickelt (zumal man ihn ja nicht allein im Wald aussetzt für ein paar Stunden, sondern sich einfach mal kurz hinter einen Baumstamm stellt und die meisten Hunde ihre Besitzer doch wirklich sofort wiederfinden sobald sie es merken und sich auf die Suche machen). Ich kenne wirklich viele Hunde bei denen Weglaufen oder Verstecken als Erziehungsmethode zur Aufmerksamkeitsverstärkung benutzt wurde ohne dass diese Hunde nun heute nicht mehr in der Lage wären allein zu bleiben (Sunos Hunde sind offenbar auch ein positives Beispiel ;)).

sondern schlicht Kontrollverhalten, weil ich ja sonst wieder abhauen könnte.
Angst vor der Angst zu haben und deswegen zu versuchen Geschehnisse im Vorfeld zu kontrollieren damit die angstauslösende Situation nicht eintritt sind zwar typisches Zwangsverhalten bei Menschen mit Angsterkrankungen allerdings bin ich mir nicht sicher, ob Hunde zu solch einem komplexen Verhalten überhaupt in der Lage sind. Denn es würde ja bedeuten, dass sie bereits versuchen zu verhindern dass der Mensch aus dem Haus geht, weil sie Angst vor dem Alleinsein haben (und nicht, dass sie erst dann reagieren, wenn die angstauslösende Situation da ist und sie plötzlich alleine sind und dann z.B. aus lauter Druck die Möbel zerlegen).
Natürlich gibt es Hunde die sich z.B. auf die Koffer legen weil sie verstehen, dass diese bedeuten, dass sie nun bald allein gelassen werden, als Kontrollverhalten (bzw Manipulation) wurde ich dieses aber trotzdem nicht bezeichnen.:eusa_think:
 
  • Yentl ohne Leine ... Beitrag #11
Ich denke also nicht, dass der "Schock" wenn der Hund den Menschen nicht sofort sieht so groß ist, dass er zu so einer tiefen Traumatisierung führt, dass der Hund sofort tiefergehende Verlassensängste entwickelt (zumal man ihn ja nicht allein im Wald aussetzt für ein paar Stunden, sondern sich einfach mal kurz hinter einen Baumstamm stellt und die meisten Hunde ihre Besitzer doch wirklich sofort wiederfinden sobald sie es merken und sich auf die Suche machen). Ich kenne wirklich viele Hunde bei denen Weglaufen oder Verstecken als Erziehungsmethode zur Aufmerksamkeitsverstärkung benutzt wurde ohne dass diese Hunde nun heute nicht mehr in der Lage wären allein zu bleiben (Sunos Hunde sind offenbar auch ein positives Beispiel ;)).

MUSS ja auch nicht passieren, kann aber durchaus;)
Zumal es keine Erziehungsmethode ist, sondern lediglich ein Mittel um Aufmerksamkeit zu bekommen- was auch gehen sollte ohne mich erst verstecken zu müssen;)

Angst vor der Angst zu haben und deswegen zu versuchen Geschehnisse im Vorfeld zu kontrollieren damit die angstauslösende Situation nicht eintritt sind zwar typisches Zwangsverhalten bei Menschen mit Angsterkrankungen allerdings bin ich mir nicht sicher, ob Hunde zu solch einem komplexen Verhalten überhaupt in der Lage sind. Denn es würde ja bedeuten, dass sie bereits versuchen zu verhindern dass der Mensch aus dem Haus geht, weil sie Angst vor dem Alleinsein haben (und nicht, dass sie erst dann reagieren, wenn die angstauslösende Situation da ist und sie plötzlich alleine sind und dann z.B. aus lauter Druck die Möbel zerlegen).
Natürlich gibt es Hunde die sich z.B. auf die Koffer legen weil sie verstehen, dass diese bedeuten, dass sie nun bald allein gelassen werden, als Kontrollverhalten (bzw Manipulation) wurde ich dieses aber trotzdem nicht bezeichnen.:eusa_think:

Verschätz´dich da mal nicht;)
Massives Kontrollverhalten endet durchaus damit, dass ich das Haus nicht mehr verlassen kann- gab da mal einen Schäfi, der meiner Chefin herzhaft in den Hintern zwackte und mit den Vorderpfoten auf ihren Schultern dirigierte in welchem Raum sie sich aufzuhalten habe.
Und abgeschwächte Formen davon haben wir ständig im Training.

Hat dann nicht unbedingt etwas mit Angst zu tun, sondern eben mit dieser Kontrolltendenz, weil der fiese Mensch einfach so verschwindet und nicht weiß was er tut- was auch durchaus durch einfach mal verstecken verstärkt werden kann.

Ich würde das einfach nicht ungesehen bei jedem Hund bedenkenlos empfehlen- im spielerischen Kontext kein Thema, aber dieses "Schwups und weg" halte ich nicht unbedingt für sinnvoll, wenn ich den Hund nicht kenne.

Und im Zweifesfalle wird man von einem pubertären Junghund bei sowas schlicht ignoriert, weil sie hören/riechen, dass man noch in der Nähe ist und keinen Grund haben zu kommen.
 
  • Yentl ohne Leine ... Beitrag #12
edit: Suno, wie kommt dein Hund an Menschenkot:shock:? Yentl "nascht" immer bei den Pferden. Vorhin gabs Pansen nach unserem Waldspaziergang, mal sehen, obs hilft:cool:
Wirst du überall in Wald und Wiese finden. ;)
Jogger z.b. müssen sich zwischen dem Laufen oft erleichtern, da der Magen-Darm-Trakt und die Muskeln durch das Laufen angeregt werden.
Und diese erleichtern sich dann mitten im Wald. Und das nutzen die Hunde dann gerne um sich drin zuwälzen oder es zufressen.
 
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