Angst vor dem Tod meines Hamster

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  • Angst vor dem Tod meines Hamster Beitrag #1
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Tierfreund 310

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Hallo
so blöd das auch klingt. Ich habe täglich Angst, das ich meine Hamsterdame mal tot auffindenwerde:(
sie ist ca 10-11 Monate alt. Ist das normal ? Ich gehe täglich zum Käfig weine fast weil ich denke das meine Sunny am nächsten Tag tot sein könnte :-(. Sunny ist topfit und zeig KEINERLEI alterszeichen. Neulich ist der hamster meiner Freundin gestorben :-( Das hat mir noch mehr Angst gemacht, das Sunny irgendwann Tot ist :-(. Ja jeder muss gehen, aber ich gehe Täglich davon aus, das ich Sunny tot auffinden könnte :-(.

Ist das bei euch auch so ?
Ist das normal ?

Lg
 
  • Angst vor dem Tod meines Hamster Beitrag #2
Huhu,

mit 10-11 Monaten ist deine Hamsterdame noch nicht so alt, aber ich kann dich trotzdem verstehen. Ich denke jeder von uns hat Angst das irgendwann der Tag des Abschieds kommt. Auch ich werde traurig wenn ich sehe das meine Tierchen immer älter werden, erste Alterswehwehchen bekommen, etc... Aber ich halte mir immer vor Augen das die Zeit die wir hatten uns keiner nehmen kann und auch die Zeit die kommen wird die schönste und beste sein wird und sie uns ebenfalls keine nehmen kann. Wie du sagtest, der Tod gehört zum Leben.

Was genau macht dir denn solche Angst sie irgendwann tot aufzufinden? Klar die Angst vor dem Verlust, aber hast du Angst das sie irgendwie komisch aussieht? Das lange gelitten hat? Etc.? Vielleicht können wir dir diese Angst nehmen
 
  • Angst vor dem Tod meines Hamster Beitrag #3
Sunny ist echt Mega zahm, wenn ich nur in den Raum kommt "hüpft" sie schon im Käfig rum, wenn ich den Käfig auf Mache und die Hand rein Strecke sitzt sie schon auf meiner Hand und klettert auf mir herum :)
wenn sie Auslauf hat kommt sie währenddessen auch zu mir und klettert auf mir herum :) das macht mich so glücklich.

Ich hab Angst das alles zu verlieren.
ich möchte nach Sunny keinen neuen hamster, denn das würde mir so falsch vorkommen, das würde mir so vorkommen, als wenn ich sie ersetze :-(
 
  • Angst vor dem Tod meines Hamster Beitrag #4
Zum Thema Ersetzen kann ich dir eine eigentlich recht schöne Geschichte erzählen...

Im Sommer wurde mein Kater Clarence plötzlich sehr krank. Ich habe 5 Tage gekämpft und mir bis zur letzten Nacht gesagt das ich bis zum äußersten gehen werde, ich könnte nicht ohne ihn... Eigentlich auch das mein Leben ohne ihn keinen Sinn hat. In der letzten Nacht mussten wir mit ihm zur Tierklinik als es ihm schlecht ging und die Tierärztin war sehr freundlich zu mir obwohl ich zu ihr sehr barsch war und auch pampig (ich habe mich nachher bei ihr versucht zu entschuldigen, da ich die letzten Tage max. 3h geschlafen hatte und solche Angst hätte, sie hat mir dann gesagt das es keiner Entschuldigung bedarf) und hat sich Zeit für mich und Clarence genommen. Sie konnte mich gut verstehen und fand es auch gut das ich mich eingesetzt habe ihn weder da zulassen noch ihn in der Tierklinik einschläfern (ich habe kein Problem damit Tiere einschläfern zu lassen wenn sie krank sind, kann auch bis zum Schluss bei Ihnen bleiben ohne Angst zu bekommen) zu lassen sondern am nächsten Tag bei unserer Haustierärztin wo er sich wohl fühlte und einen gebührenden Abschied bekam. Nach der Tierklinik fuhren wir nach Hause und ich wusste einfach der Zeitpunkt des Abschieds war gekommen. Wir hatten am nächsten Tag eh einen Termin bei unserer Tierärztin. Ich fuhr einfach etwas früher los und genoss einfach nochmal jede Minute mit Clarence, den Spaziergang, den Bahnhof, die Zugfahrt (auch wenn wir beide vor Erschöpfung mehr am dösen waren), jede Minute... Und es war okay... Im Wartezimmer mussten wir nicht lange warten... Drinnen sagte unsere TÄ gar nicht viele Worte sondern wir waren uns direkt einig das es keinen Sinn mehr machte ihn noch länger zu quälen.

Beim Einschläfern selber habe ich geweint, danach nicht mehr. Weder als wir ihn begraben haben noch die Stunden danach, ich realisierte es vor Müdigkeit warscheinlich gar nicht. Als ich noch kurz zu Hause war mit Clarences Körper hatte ich ihn noch kurz auf dem Arm und hab mit ihm geredet... Da ich eine Erinnerung von ihm behalten wollte hatte ich noch kurz vorher einen roten Pfotenabdruck von ihm gemacht... Ein neuer Kater kam zu dem Zeitpunkt niemals in Frage, wer sollte mein Seelentier ersetzen können? Und ich weiß nicht warum, aber aus irgendeinem Grund hat sich der Satz "Auch wenn wir uns nicht wieder sehen und spüren können, Rot ist unsere Farbe, daran werden wir uns erkennen" (ich bin sonst nicht so gefühlsduselig, aber ich war total übermüdet und wusste nicht mehr so recht was ich sage). Dann wurde Clarence beerdigt, ich hab 1 Tag durchgeschlafen ohne irgendwas mitzukriegen und dann hab ich alle seine Sachen weggestellt, weil ja eh nie wieder ein neuer Kater einziehen würde...

Und dann... Ich durchscrollte das Internet auf der Suche nach nichts bestimmten, schon gar nicht Tieren/ Katzen... Ich könnte eh nie wieder glücklich werden, meinen Clarence kann eh keiner ersetzen und wenn ist es einfach nur ein Kater... Nichts weiter... Dann las ich, auf einer überhaupt nicht für Tieren ausgelegten Seite, einen Text über einen FIV positiven Notfallkater namens Oskar... Ich hatte das Gefühl ich würde von Clarence lesen... Egal weggeklickt und gut... Wird schon irgendwo einen warmen Platz vor einem Herd finden.... Ich hatte bis dato kein Bild von Oskar gesehen, am nächsten Tag googelte ich nach Oskar, da er doch in meinen Gedanken rumspukte, kam dann auf den Link des TSV der Oskar vermittelte... Ein knallroter Kater...

Ende vom Lied war: Ich wartete bis mein Freund aus dem Haus war, rief da an, die riefen mich nachmittags zurück. Mein Freund dachte schon ich hätte einen heimlichen neuen Freund weil ich mit dem Telefon stets aus dem Raum raus ging und auch jederzeit mit mir rumschleppte und 5 Tage später zog Oskar, heute Malley, von Magdeburg die 300km nach Mülheim an der Ruhr vor meinen Herd. Nicht als Clarence Ersatz sondern einfach als Malley der auch eine Chance auf ein schönes Leben verdient hatte. Hätte ich Malley nicht adoptiert wäre dies der größte Fehler in meinem ganzen Leben gewesen. Er ist Clarence in vielen Dingen so ähnlich und trotzdem nicht vergleichbar.

Von Clarence stehen meine 2 Lieblingsbilder von ihm neben meinem Bett... Inzwischen kann ich mit einem Lächeln drauf schauen.
 
  • Angst vor dem Tod meines Hamster Beitrag #5
Wie du schon festgestellt hast ist der Tod ein Teil des Lebens, genau wie negative Gefühle und Trauer.
Eines Tages wird dein Hamster sterben und du wirst dich schlecht fühlen, diese beiden Dinge sind Teil eurer Beziehung zueinander. Für deinen Hamster bedeutet das dann das Ende eins schönen und hoffentlich langen Lebens, für dich bedeutet es, dass du dann lernen musst mit Gefühlen wie Trauer und Verlust umzugehen. Das ist am Anfang schrecklich, aber man lernt mit seinen Aufgaben und es wird nicht das letzte Mal im Leben sein, dass du dich traurig oder hilflos fühlst.

Hab keine Angst (und vor allem, mach dir nicht so einen Kopf) wenn ihre Zeit gekommen ist wirst du lernen sie gehen zu lassen und selbst wenn du danach noch eine Zeit lang von Trauer erfüllt bist wirst du auch von dieser irgendwann loslassen können und das Herz und den Kopf wieder frei und offen haben für Neues.

Ich weiß es ist unheimlich und niemand wischt den Verlust eines geliebten Tieres (oder Menschen) einfach so hinfort und kann am nächsten Tag weitermachen wie bisher, aber wir alle können es schaffen den Tod als Teil des Lebens zu akzeptieren und uns nicht von ihm die Freude am eigenen Leben und auch an die Erinnerung des Verstorbenen verderben zu lassen.

Genieß die Zeit die du mit Sunny erlebst, auch ihr Tod wird dir niemals eure gemeinsame Zeit und eure schönen Erlebnisse und Erinnerungen mit ihr nehmen können, so bleibt sie für immer ein Teil von dir bis ihr euch vielleicht irgendwann wiederseht.
 
  • Angst vor dem Tod meines Hamster Beitrag #6
Du wirst mit Deiner Sunny hoffentlich noch eine relativ lange und glückliche Zeit haben ("relativ" deshalb, weil Hamster ja nun leider nicht die Riesen-Lebenserwartung haben - aber ein Jahr kann es doch auf jeden Fall noch werden, vielleicht auch zwei (ich bin bei Hamstern immer nicht ganz sicher mit der Lebenserwartung, bei Farbmäusen und Ratten sind es 2-3 Jahre bei Hamstern ist es wohl ähnlich...))

Eins steht aber fest: Ein Tier kann ein anderes nie ersetzen. Jedes ist einzigartig und unverwechselbar und wird Dir auch so in Erinnerung bleiben.
Wie aber Luna schon sagte: Dein Hamster wird irgendwann gehen - das ist leider so - aber es könnte ja sein, dass Du irgendwann beschließt, dass Du doch wieder einem neuen Hamster ein gutes Zuhause geben willst - vielleicht ein Notfalltierchen, das es dringend nötig hätte. Das wäre dann kein Ersatz, sondern es wäre einfach ein armes Notfellchen, dem Du helfen könntest. Deine Sunny würde Dir das nie übelnehmen - SIE braucht den Platz in dem Moment ja nicht mehr - warum sollte ihn nicht ein anderer Hamster bekommen können?
Das ist aber natürlich letztendlich dann Deine Entscheidung, da kann Dir keiner reinreden, und wenn Du keinen neuen Hamster mehr möchtest (vielleicht eben auch genau deshalb, weil sie eine relativ kurze Lebenserwartung haben), dann ist das natürlich auch absolut verständlich und in Ordnung.... Am besten lässt Du, wenn es so weit ist, einfach Dein Herz entscheiden. Bis dahin wird es aber hoffentlich noch eine ganze Weile dauern.
Du solltest versuchen, die Zeit mit Sunny zu genießen, anstatt Dir das Leben mit dem Gedanken schwer zu machen, dass sie eines Tages gehen könnte.... Dann hättest Du doch auch viel mehr davon.
Wir hatten Mäuse und Ratten, da starben uns ständig welche (hört sich fies an, aber bei zeitweise 24 Mäusen gleichzeitig war das tatsächlich so....) - wir haben auch jedes Mal getrauert und geweint. Wir haben sie bis heute alle in unseren Herzen. Es sind dann aber auch immer wieder neue Mäuschen eingezogen - nicht als Ersatz, sondern weil sie als Notfellchen eben auch einen guten Platz verdient hatten. Wir haben uns gesagt: Egal wie kurz die Zeit mit den Tieren war - Hauptsache, sie hatten eine gute Zeit. Sie wissen nicht, dass sie vielleicht noch länger hätten leben können, wären sie nicht krank geworden. Wir haben ihnen eine lebenswerte Zeit ermöglicht, und das haben wir am Ende dann als Hauptsache angesehen...

LG, seven
 
  • Angst vor dem Tod meines Hamster Beitrag #7
Luna& Artemis :Tut mir leid mit dem Kater :-(
ich hatte einen golden Retriever, der musste wegen Krebs eingeschläfert werden ich bin ihm nicht von der Seite gewichen. Ich habe das nach einem Jahr erst verkraftet denn sie war mein liebster Hund :)
 
  • Angst vor dem Tod meines Hamster Beitrag #8
Huhu!

Ich hatte ja nun schon einige Hamster hier sitzen und sobald da einer mal seine Gewohnheiten ändert und nicht so viel frisst oder mal zwei Abende lang nicht rauskommt, sackt mir mein Herz auch in die Hose- dabei ist es ganz egal, wie alt die Tiere sind. Ich zittere und leide auch immernoch mit, wenn eine der Nasen krank ist.
Ich denke, abschalten kann (und sollte) man das nicht- man lernt mit der Zeit nur, besser damit umzugehen- hart ist es aber jedes Mal aufs neue.

Das war jetzt vielleicht nicht sehr ermutigend, aber: genieß die Zeit. 11 Monate ist noch kein Alter, sie steckt mitten im Leben und hat noch so viel Motivation und Energie. Genieß die Zeit, nutze sie vollkommen aus.
Die Zeit zum Trauern wird kommen, aber sie ist nicht jetzt. Mach dich nicht jetzt schon so fertig, nutz die Zeit für positive Gefühle und Erfahrungen. Beschäftige dich jeden Abend mit ihr, gewinn ihr Vertrauen, gib ihr Leckerlies, sie wird es dir danken und dich zum Lachen bringen.

Eines noch. Mit dem Kauf eines Nachfolgehamsters ersetzt du deine Kleine nicht. Kein Tier wird das je können, denn jedes Tier ist einzigartig im Charakter und jedes wird eine andere Beziehung zu dir aufbauen und du zu ihm. Nimm dir, wenn es soweit ist- nicht jetzt, die Zeit zum Trauern und Erinnern. Gib dir Zeit und dann schau, was passiert, setz dich nicht unter Druck, du hast alle Zeit der Welt.
Wenn bei mir ein Tier stirbt, lasse ich das Gehege auch immer für ein paar Tage stehen. Ich räum es nicht gleich aus. Und irgendwann schau ich mir all die armen Notfellchen an, die bei den Hamsterhilfen sitzen und auf ein neues zu Hause warten und freue mich, dass ich einem dieser Hamstern ein wunderschönes Leben bieten kann.
Das macht mich glücklich und bringt mich wieder zum Lächeln. Das heißt aber nicht, dass ich all meine vorherigen Hamster vergesse. 2011 ist mein allererster Goldhamster gestorben und ich vermisse ihn heute noch manchmal. Dann schau ich mir alte Fotos an und muss über all seine Dummheiten lachen und dann gehts mir wieder besser. Er ist in meinem Herzen und nur das zählt.

Natürlich gehört es auch zur Tierhaltung dazu, sich mit dem Thema Tod und Abschied zu beschäftigen. Aber lass dich damit nicht so sehr runterziehen, schnapp dir deine Kleine, gib ihr einen Sonnenblumenkern und setz dich mit zu ihr in den Auslauf.

*knuddel*
 
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