Niereninsuffiziente Katze :(

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  • Niereninsuffiziente Katze :( Beitrag #1
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Sunsmile

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Hallo,

ich bin ganz neu hier....meine Katze (14 Jahre) war in ihrem ganzen Leben nie krank. Jetzt wissen wir seit August 2014 das sie eine chronische Niereninsuffizienz hat. Sie fiel auf, weil sie auf einmal unsauber wurde und in die Wohnung pinkelte. Der Tierarzt empfahl uns das Futter umzustellen und wir sind nun bei Royal Canin gelandet. Sie war schon immer sehr wählerisch und es musste daher ein Futter mit Soße sein. Anfangs fraß sie das auch gut. Es hat sich dann so weiter entwickelt, dass sie immer mehr unsauber wurde und inzwischen nicht nur überall hinpinkelt sondern auch kotet. Wenn sie das macht (koten), dann miaut sie sehr laut und dreht sich im Kreis, zum Teil kreist sie mir ein paar Mal um die Beine. Dann finde ich meist wieder was im Flur liegen... Inzwischen ist sie mit dem Pinkeln nicht mehr auf den Flur beschränkt sondern geht sogar ins Kinderzimmer. Sie liegt fast nur noch auf ihren zwei Plätzen herum. Sie kommt jedoch noch kuscheln, aber nur zu mir. Das ist auch immer mit großem Miauen verbunden und dann versucht sie auf meine Schulter zu klettern um sich dort hinzulegen. Ebenso abends und nachts, auch da miaut (schreit) sie viel, sie hat mich schon damit geweckt. Auch wenn jmd. morgens aufsteht, beginnt sie gleich lauthals zu miauen. Sie war jedoch schon immer sehr gesprächig. Sie will öfter Wasser aus dem Wasserhahn trinken, obwohl wir im ganzen Haus Wasserschüsseln für die Katzen haben. Ich sehe sie nicht oft am Futternapf...sie kommt nicht mehr, wenn ich sie morgens mit Nassfutter fülle...wenn sie mal dort ist dann leckt sie die Soße ab. Ob sie noch das Futter frisst weiß ich nicht (wir haben zwei Katzen, die andere frisst es auf jeden Fall). Sie ist mager geworden und hat verfilzetes Fell bekommen. Außerdem habe ich es öfter mal erlebt, dass sie nicht mehr richtig springt und zum Beispiel Entfernungen verschätzt. Der Tierarzt meint, dass sie taub wird und evt auch blind. Sie bekommt ab und zu Infusionen, anfangs war sie danach ruhiger. Letzte Woche war ich wieder mit ihr da, nach der Infusion war sie das erste Mal nicht ruhiger. Sie bekommt seitdem auch Schmerzmittel (Metacam), da ihr Bauch wohl hart war. Seit etwas längerer Zeit bekomme sie auch Pronefra. Jedoch finde ich nicht, dass es einen merkbaren Unterschied macht, zudem sie bereits vom Pronefra Geruch das Würgen bekommt.
Ich denke in letzter Zeit immer mal wieder über das Thema des Einschläferns nach. Aber ich kann so schlecht beurteilen ob es wirklich schon so weit ist. Ich habe Angst eine übereilte Entscheidung zu treffen. :(

Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und mag ein bisschen erzählen.
 
  • Niereninsuffiziente Katze :( Beitrag #2
Hallo Sunsmile,

und herzlich Willkommen im Forum - wenn auch aus einem nicht schönen Anlass.

Erfahrung mit Niereninsuffizienz hab ich nicht. Aber was ich Dir versprechen kann: Du wirst ganz sicher spüren, wenn es soweit ist, sie gehen zu lassen, wenn sie keinen Willen mehr hat! Taube und blinde Katzen können ganz wunderbar damit leben! Ich durfte ein blindes Kätzchen kennenlernen, die sogar Freigang hat. Ja sie bewegt sich vorsichtiger, aber wenn man es nicht weiß hätte man das nie gemerkt!

Was das Wasser angeht - Wasser ist absolut geruchlos für Katzen. Insofern hört sie entweder das rinnende Wasser, oder sieht es noch. Vielleicht stellst Du einen Katzenbrunnen auf? Viele Katzen mögen außerdem eh lieber fließendes Wasser.

Ich wünsch euch noch eine möglichst lange, möglichst schöne Zeit miteinander. Wie gesagt, ich bin mir ganz sicher daß Du spürst, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, sie gehen zu lassen!
 
  • Niereninsuffiziente Katze :( Beitrag #3
Huhu,

wir haben letzte Woche die Katze meiner Mutter erlösen müssen. Sie wurde Ende 2014 mit chronischer Niereninsuffizienz diagnostiziert. Was du beschreibst kommt mir ziemlich bekannt vor. Sie hat auch nach und nach immer mehr das fressen eingestellt. Sie hatte Phasen wo ihr Appetit mal mehr und mal weniger groß war, aber insgesamt hat sie weniger gefressen und dadurch auch erheblich abgenommen.

Das "schreien" äusserte sich bei uns durch anschreien der Wand. Sie saß oft auf der Couchlehne und schrie einfach nur die Wand an. Wenn man sie dann angesprochen hat, hat sie öfters gar nicht mehr reagiert bzw. war orientierungslos was gerade vor sich geht. Sie hat vorher schon etwas schlecht gesehen, war aber trotzdem noch sehr mobil. In der letzten Zeit hat sie eigentlich fast nur geschlafen, ist nicht mehr auf den Kratzbaum gesprungen bzw. generell auf höhere Gegenstände. Man hatte auch das Gefühl, sie denkt über die Entfernung nach und ob sie das schafft ... da hat sie sich auch öfters verschätzt. Ihr Gleichgewichtssinn hat abgenommen, so ist sie beim trinken vom Waschbeckenrand öfters ins Waschbecken gerutscht, dann lief ihr das Wasser direkt über den Rücken und sie blieb einfach sitzen, bis man ihr aus der Patsche geholfen hat. Zweimal ist sie auch in die volle Badewanne gerutscht, weil sie sich nicht mehr auf dem Rand balancieren konnte.

Ein entscheidender Punkt für uns war, dass sie zum Schluss beinahe täglich ihr Nierendiätfutter erbrochen hatte und wir einfach keine andere Möglichkeit mehr hatten, sie mit Nahrung zu versorgen.

Liebe Grüße und noch eine hoffentlich lange Zeit zusammen!
 
  • Niereninsuffiziente Katze :( Beitrag #4
Hallo Sunsmile,

bei einer Niereninsuffizienz ist es sehr wichtig, dass die Tiere genügend trinken und auch fressen, damit sie bei kräften bleiben.
Wasser und auch Futter könnte man versuchen mithilfe von einem kleinen Schuss Hühnerbrühe oder mit was anderem schmackhafter zu machen oder auch das Nassfutter püriert anzubieten.

Die Tyrodelösung oder ein Präparat was dem Körper die verloren gehenden Mineralstoffe und Spurenelemente wieder zuführt, die durch das vermehrte Wasserlassen verursacht wird, könnte dem Körper wieder zu kräften verhelfen. Gleiches gilt auch für die zufuhr von Wärme.
Bei einer starken Niereninsuffizienz riet mir eine Tierärztin bei einem Tier (war keine Katze) von normalen Leitungswasser ab und empfahl statt dessen das Wasser von Vittel. Auch Löwenzahntee könnte man nach Absprache mit dem Tierarzt hin und wieder anbieten, insofern Katzen dies trinken dürfen.

Zur Nieren Unterstützung eignet sich unter anderem auch Renes/Viscum comp. von PlantaVet und bei Katzen stieß ich schon ein paar mal auf die SUC Therapie von Heel, bezüglich Nierenerkrankungen.
Wenn deine Katze das
Pronefra absolut gar nicht mag, würde ich mit dem Tierarzt über alternativ Präparate sprechen.

Ich hoffe, dass euch noch etwas Zeit bleibt.


Liebe Grüße
Amber
 
  • Niereninsuffiziente Katze :( Beitrag #5
bei einer Niereninsuffizienz ist es sehr wichtig, dass die Tiere genügend trinken und auch fressen, damit sie bei kräften bleiben.
die durch das vermehrte Wasserlassen verursacht wird
"Insuffizienz" bedeutet wörtlich ungefähr so viel wie "ungenügend".
Bei einer Niereninsuffizienz arbeiten die Nieren nicht mehr im ausreichenden Leitungsbereich.

Die Filterung der Niere erfolgt aktiv. Aufgenommene Flüssigkeit gelangt über den Darm ins Blut, dieses wird von den Nieren gefiltert, kleineste Bestandteile werden in den Nierenbläßchen ausgefiltert, die Niere presst dem Blut überflüssiges Wasser und Abfallstoffe ab und beides wird als Harn ausgeschieden.

Ist die Niere insuffizient kann sie das Blut nicht mehr ausreichend filtern und überschüssiges Wasser sammelt sich schlimmstenfalls im Gewebe und bildet dort Ödeme. Urin wird in diesem Stadium gar nicht mehr, oder nur sehr veringert abgegeben.

Hohe Wasseraufnahme kannin der Regel nicht für eine Verbesserung der Nierenfunktion sorgen, im Gegenteil, es kann im schlimmsten Fall sogar gefährlich sein (Dialysepatienten z.B. dürfen in der Regel kaum mehr als 500ml Wasser am Tag trinken).
Deswegen den Grad der Insuffizenz und die Wassergabe bitte unbedingt mit dem Tierarzt absprechen.

Ansonsten kann ich leider nicht viel an Erfahrungen beitragen, ich drücke deiner Katze aber ganz doll die Daumen, dass es ihr bald wieder besser geht :(
 
  • Niereninsuffiziente Katze :( Beitrag #6
Hallo Sunsmile,
bin auch neu hier und möchte dir sage, dass ich bzw mein Bobby sehr schlechte Erfahrungen mit METACAM gemacht habe. Ich möchte dir dingend davon abraten. Mein Bobby war ca. 17 Jahre und hatte so manche gebrechen auch große Probleme mit den Nieren. Trotzdem, musste ich miterleben wie sehr er noch weiterleben wollte aber er durch das komplette Nierenversagen durch Metacam so schwach wurde dass er mir deutlich zeigte, ich will nicht mehr. Aber das war 12 Uhr Sonntag Nacht zum Montag. Auf dem Land. Da steht kein Tierarzt für nen alten Kater auf. Und meinem Armen die lange, stressige Fahrt in die nächste Tierklinik zu zumuten, hätte er wohl nicht mehr überlebt. Darum ist er in meinen armen um 4:48 Uhr gestorben. Hört sich sehr friedlich an, war es aber nicht ! Es wäre für Ihn " schön gewesen " wenn man ein Schmerzmittel gehabt hätte, dass es dem Tier ermöglicht schmerzfrei in seiner gewohnten Umgebung mit Würde zu sterben. So aber war es en sehr qualvoller Tod.
ich kann nur raten : Finger weg von METACAM bei Nierenproblemen. In vielen Staaten der USA ist Meloxicam ( Metacam) für Katzen verboten !!!
Erst puscht es auf und dann kommt der totale Zusammenbruch.
Deine Katze kann noch viele glückliche Jahre haben. Nur du musst schnell einen guten Tierarzt finden. Mit Spülinfusionen für die Nieren, Tabletten und richtiger Ernährung kann man da echt wunder verbringen. aber kaum ein Tierarzt macht es.
Schon mal darüber nachgedacht, dass das miauen und das um die Beine laufen eine Art Entschuldigung und schämen ist ??? es gibt für Katzen kaum was schlimmeres als sich oder das heim voll zu koten oder nass zu machen.
 
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