Erziehung der Prinzessinnen

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Troublechen

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Ich muss mich heute mal an euch wenden, weil es bei den beiden Prinzessinnen noch ein paar Dinge gibt, die mich mehr oder weniger stören und von denen ich hoffe, dass wir sie vielleicht noch in den Griff bekommen.

Beide sind Wohnungskatzen und seit 27.10.14 kastriert. Elsa (~*23.4.14) habe ich als Findelkind mit zwei Wochen aufgenommen und groß gezogen. Frieda (4.3.14) kam mit 17 Wochen zu uns, als Elsa neun Wochen alt war. Sie war bis sie 13 Wochen alt war mit ihren Geschwistern, ihrer Mutter und zwei erwachsenen Katern zusammen, war dann ca. 1,5 Wochen vermittelt und kam zurück, weil sie in der neuen Familie in den Kinderwagen gestrullert hat (sie hat bis heute immer mal wieder Pipi-Unfälle) und war wieder bei ihrer ersten Familie, bis ich sie abgeholt habe.

Jetzt aber zu meinen Fragen. :)

1. Wie gewöhne ich ihnen an, dass Wohnungskatze bedeutet, dass man in der Wohnung bleibt?
Es ist zwar schon besser geworden, aber die beiden wollen schon noch recht oft nach draußen (wir wohnen im Dachgeschoss/2. Stock in einem Drei-Familien-Haus). Wenn wir die Wohnung verlassen, schauen sie uns zwar interessiert hinterher, stehen aber nicht wie die Presser an der Tür. Das heißt, verlassen können wir die Wohung ganz normal. Wenn wir aber wieder IN die Wohnung wollen, stehen sie schon an der Tür und warten nur darauf, rauszurennen. Ist erst mal nicht schlimm, weil sie dann nur im Treppenhaus sind, aber es kann ja auch passieren, dass in genau dem Moment einer der anderen Mieter zur Haustür rein kommt und sie dann rausrennen. Mal abgesehen davon, dass wir nicht ewig in dieser Wohnung wohnen bleiben, sondern irgendwann in ein Haus ziehen wollen. Und da gibt es dann ja kein Treppenhaus mehr. Fakt ist, dass beide definitiv Wohnungskatzen bleiben sollen/werden.

2. Wie mache ich Elsa klar, dass es weh tut, wenn sie sich an den Händen festkrallt und beißt?
Elsa ist ja meine Handaufzucht und wir haben von Anfang an aufgehört mit ihr zu spielen, wenn sie wieder beißen wollte. Aber bis heute macht sie es trotzdem. Manchmal einfach weil sie spielen möchte, aber auch, wenn ihr was nicht passt. Wenn ich sie z. B. vom Wäscheständer runterlipfe, weil ich die Wäsche aufhängen will, sie aber lieber auf dem Wäscheständer rumturnen will, oder wenn ich sie mal wieder im Treppenhaus eingefangen habe und sie nach oben trage.

3. Wie bringe ich Frieda bei, dass sie nichts auf der Arbeitsfläche in der Küche zu suchen hat, während einer von uns dort arbeitet?
Prinzipiell ist es mir wurscht, ob die Beiden auf der Arbeitsfläche rumturnen oder nicht. Die Wohnung ist leider kein Palast und so sollen sie den Platz meinetwegen haben. Aber die Küche ist eh schon klein und wenn ich da grade am schnibbeln bin und Madame springt hoch, sitzt sie in meinem Essen. Find ich ehrlich gesagt nicht so prickelnd... Und auch wenn ich ihr Futter richte, springt sie penetrant immer wieder hoch, versucht sich was zu klauen und macht dabei ne riesen Sauerei. Elsa steht zwar jammernd am Boden und stellt sich auf die Hinterbeine, kommt aber nicht hoch. Ich habe bei Frieda schon probiert, sie kommentarlos runterzulipfen und runterzuschieben. Außerdem hab ich sie auch schon mit dem Finger in die Seite gestupst, bis sie runter ist. Das Alles gab es dann auch in der Kombination mit einem klaren "Nein" oder einem wirklich sehr deutlichen "Runter". Außerdem hab ich auch schon das Futter fertig gerichtet und in der Mikrowelle versteckt und es nach 5-10 Minuten erst gegeben. Neulich als sie wieder geklaut hat, war ich so sauer, dass dann nur Elsa was bekommen hat. Das war aber sicher nicht meine gorreichste Idee... :uups:
Jedenfalls hat alles bisher nix gebracht, dabei hat es bis vor kurzem noch wunderbar funktioniert.

4. Wie erkläre ich Elsa, dass sie nicht so schlingen muss und dass der Inhalt von Friedas Napf auch wirklich Frieda gehört?
Elsa ist wahnsinnig gierig und schlingt ihr Futter in Lichtgeschwindigkeit runter (ohne zu kotzen). Wenn ihr Napf dann leer ist, geht sie zu Frieda knurrt diese an, Frieda macht nen Rückzieher und Elsa verschlingt auch noch Friedas Portion. Ich bin froh, dass Frieda mittlerweile langsam isst, am Anfang hat sie arg geschlungen und ständig gekotzt, das passiert jetzt nicht mehr. Aber es kann ja nicht sein, dass sie sich vom Zwerg (Elsa ist ein gutes Stück kleiner, dabei ist Frieda schon relativ zierlich) auf der Nase rumtanzen und ihr Futter wegfressen lässt. Zumal Elsa ja eigentlich ein bisschen weniger bräuchte als Frieda, ich will ja nicht, dass ich die irgendwann durch die Gegend rollen kann.

5. Wie gewöhne ich den Beiden an, dass man die Leckerchen aus der Hand auch bekommt, wenn man nicht mit den Krallen danach hackt oder den Finger mit abbeißt?
Ich würde ihnen so gerne öfter Leckerchen aus der Hand geben, aber das ist kaum möglich, weil sie dermaßen giereig sind, dass es wirklich weh tut. Frieda ist eigentlich eine ganz liebe Katze, aber bei Leckerchen kennt selbst sie kein Halten mehr. Und Elsa ist ja sowieso der Rüpel der Beiden. Aber die Leckerchen immer hinwerfen find ich einfach doof.

So, das wars glaub ich mit meinem Roman. :lol: Ich hoffe, ihr könnt mir vielleicht mit der ein oder anderen Sache weiterhelfen, denn so wie es momentan ist, ist es einfach wahnsinnig anstrengend.
 
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  • Erziehung der Prinzessinnen Beitrag #2
Puh, die Frage ist nicht so einfach, weil es an sich bei Katzen ja kein Patentrezept gibt ausser Geduld und Konsequenz. Und man zudem sie ja auch nie im gleichen maß erziehen kann wie Hunde. Außerdem machst du ja auch schon ganz vieles richtig (Wenn man vielleicht von dem einen man absieht wo nur eine gefüttert wurde, sowas bringt mit Sicherheit nichts. Im Gegenteil, wenn sie vorher was ergattern konnte und dann am Boden nichts bekommt verstärkt es eher das unerwünschte Verhalten).
Was mir jetzt so ganz spontan eingefallen ist: die beiden müßten jetzt so ca. zwischen 6 und 10 monate alt sein oder? Damit dürften sie jetzt so richtig schön in der flegelphase sein, die gibts ja auch bei Katzen.
Ich kann mich gut daran errinern, dass unsere beiden Zicken damals von ziemlich braven miezen zu kleinen Terrorknaueln geworden sind.
Das gute daran ist, es verwächst sich wieder, hauptsache man bleibt konsequent.
Und gerade bei dem unerwünschten Verhalten was das Futterklauen auf der Arbeitsfläche angeht isses halt wichtig, dass sie dabei nicht erfolgreich ist.
In Ansätzen haben wir das verspätet nochmal mit Emil und Anton durchgemacht, die waren ja fast komplett im TH großgeworden und hatten dementsprechend überhaupt keine "Manieren". Wir mussten die ersten Monate unser Essen am Tisch wirklich übel verteidigen, vor allem vor Emil. Bei den Händen galt das gleiche Problem, als sie dann zutraulich waren, waren unsere Gliedmaßen in Gefahr. Es hat ca. 3-4 Monate gedauert...dann wurde es langsam besser.
Was das Futter angeht...ich weiß ja nicht wieviel du fütterst, aber als Faustregel gilt ja bis ca 1 Jahr dürfen sie soviel futtern wie sie wollen. Je nachdem wie die Mengen aussehen, ist die Frage ob man vielleicht auch einfach mal testet ob sie irgendwann auch satt ist und nicht mehr die Nachbarportion mitessen will.
 
  • Erziehung der Prinzessinnen Beitrag #3
:lol::lol: Lag das Kind noch i dem Kinderwagen?


1. bei Schmuddel und Fetti halte ich es so, dass ich die Tür einen Spalt öffne und mein Bein davor stelle.
Würde ich es nicht machen, wären beide auch draussen.
Ne bessere Lösung habe ich für mich noch nicht gefunde-bin aber gespannt.

2. Spielt Schmuddel zu heftig mit mir (meiner Hand) wird er von mir "aggresiv" angepustet oder ich lasse ein "lauteres" ha von mir.

3. Da hilft nur konsequent runterheben.
Bei mir (immer dieses Fleckenviehtier) wird Schmuddel ggf. auch angepustet.
Was die machen wenn ich nicht da bin ist mir schnurz.

4. Mittlerweile füttere ich Schmuddel in der Küche (Tür zu) und Fetti im Wohnzimmer.
Sonst ist mein nimmersatter Staubsauger-seines Zeichens Kater- sofort an ihrem Napf und lässt sich auch nicht von Ihrem Knurren abhalten.

5. gute Frage-ich bin gespannt.
 
  • Erziehung der Prinzessinnen Beitrag #4
Hm, einige Dinge sind da aber wirklich knifflig befürchte ich :eusa_think:.

1) Wir wohnen mit unsere Bande ja in einem Haus und trotz meines anfänglichen Wunsches haben wir keinen kleinen "Vorflur" - das wäre nämlich mein Traum gewesen beim Türöffnen mit der ganzen Bande dahinter. aber es geht tatsächlich aus so: Die Tür wird vorsichtig geöffnet und die dahinter lauernde Katze mit der Handtasche / den Einkaufstüten / dem Fuß von der Tür weggeschoben. Bisher (3 Jahre nächsten Monat) ist so noch keine Katze entwischt. Allerdings wollen usnere uns auch bloß begrüßen und nicht gezielt raus schätze ich :eusa_think:.

2) Das Spiel abbrechen ist richtig, es schadet aber auch nichts, wenn du einfach mal das Ganze mit einem kläglichen Jammerlaut deinerseits unterstützt.

3) Wie gesagt: Konsequenz. Das nervt und kann total ermüdend und frustrierend sein, weiß ich. Aber was anderes wird kaum helfen, wenn sie die Fläche sonst nutzen dürfen. Deutlich nein sagen und Frieda dabei runterheben. Und das immer und immer wieder. Wir haben im Moment ein ähnliches Problem mit Ronja. Meine Mutter war vor Monaten mal nachmittags da und hatte durchgeputzt und uns Essen hingestellt (das macht sie öfter ;)), in dem Fall veg. Erbseneintopf. Für meinen Mann waren Würstchen dabei und sie hat die Tüte mit den Würstchen nur für 2 Sekunden aus den Augen gelassen. Ronja hat somit erfolgreich ein Würstchen erbeutet, meine Mutter hatte sich eine wilde, aber vergebliche Verfolgungsjagd mit ihr geliefert und wir leiden seitdem unter einer diebischen Elster :roll:.
Wir können wirklich NICHTS zubereiten oder gar essen, ohne dass sie jaulend um die Beine streicht, auf die Küchentheke springt oder einem fast den Bissen aus der Schnute klaut. Wir waren eigentlich schon weiter, aber dann hat sie vor zwei Wochen als ich mich kurz umgedreht habe, eine Scheibe Schinkenwurst in Rekordzeit aus der Packung gefriemelt. Mit der hockte sie knurrend unterm Wohnzimmertisch und hat sich verzweifelt gegen eine Abnahme ihrer Beute gewehrt. Erziehungstechnisch sind wir also wieder bei Null und Ronja fliegt weiterhin konsequent von der Küchentheke und dem Tisch - wir hoffen auf baldigen Erfolg ;).

4) Bekommen die beiden zu festen Zeiten eine feste Menge? Stehen lassen geht gar nicht? Getrennt füttern möglich? Oder vielleicht ist ein Anti-Schling-Napf eine Idee :eusa_think:?

5) Wie bei Punkt 2 würde ich mal behaupten - was anderes fällt mir da leider auch nicht ein :(.
 
  • Erziehung der Prinzessinnen Beitrag #5
Wie du ja weißt, die Grundpfeiler der Katzenerziehung sind ganz viel Geduld, Konsequenz, Ausdauer und ganz viel Liebe.

Bei der Wohnungstür solltest du am besten nicht zu vorsichtig öffnen und reingehen sonder eher "dominant" und die Katzen ignorieren bis du in der Mitte vom Flur bist oder zu mindestens ein paar Schritte weg vom Eingangsbereich, da erst begrüßen, damit die Tür nicht zu sehr fokussiert wird. Wenn sie allerdings wirklich probieren das Tür öffnen zum Entwischen zu nutzen, dann würde ich notfalls auch mal mit der Wasserspritze arbeiten, auch wenn ich von der sonst eher abrate, aber da wo es wichtig ist, dass die Respekt bekommen und es ist ja zu ihrem Schutz, würde ich je nach Situation schon mal drüber nachdenken.

Bei den Händen machst du es schon richtig, einfach sofort aufhören, Hand wegnehmen und ignorieren, wenn es nicht besser wird, ruhig auch mal "zurück fauchen". :D

Meine dürfen generell nicht auf die Küchentheken und daran halten sie sich auch, zumindestens während ich da bin. Da hilft wirklich nur konsequentes runtersetzen, bei manchen reichen 10 Ermahnungen andere muss man 100 mal runter setzen, manche Dosis hatten auch schon mit Alufolie oder Klebeband Erfolg, dass wollte ich aber nicht. Was ganz wichtig ist, die Tiere dürfen dort wo sie nicht hin sollen auch keine Erfolgserlebnisse haben, sie dürfen da also weder etwas Fressbares finden noch Dinge welche ein tolles Spielzeug abgeben, weil sonst ist der Drang zu groß, da immer wieder nachzuschauen, ob sich nicht etwas findet.

Ich habe hier auch einen Staubsauger der mir jeden Tag zeigt, was es heißt, dass Katzen zu den Schlingfressern gehören, er frisst oder besser schlingt, doppelt so schnell wie Sue und Murphy und will dann wenn er mit seiner Portion fertig ist natürlich bei Sue und Murphy mitfressen. Meine Katzen haben keinen Futterneid, die teilen, nur bei Felix ist halt nichts mehr im Napf zum teilen und wenn ich ihn ließe, könnte ich ihn über kurz oder lang durch die Wohnung rollen. Daher füttere ich die drei jetzt zwar schon zusammen, also es stehen drei Näpfe in kurzem Abstand zueinander in der Küche, aber sobald Felix mit seiner Portion fertig ist, schicke ich ihn aus der Küche und mache die Tür zu, damit Sue und Murphy in Ruhe fertig fressen können. Reine Trainingssache inzwischen geht Felix immer öfter schon ganz allein aus der Küche, ohne dass ich was sagen muss, aber die Tür muss ich schon schließen sonst schleicht er sich wieder rein.

Bei 5. ist gutes Timing gefragt, kommt bei meinem Gierschlund von Felix auch manchmal vor, dass er sich vergisst, konnte ich ihn aber mit clickern gut abtrainieren.

Als erstes einfach mal probieren, das Leckerli ganz offen von der offenen, flachen Hand zu geben, die Hand möglichst tief halten dabei.

Ansonsten wie schon gesagt clickern. Felix muss sich hinsetzen und vorsichtig den Target berühren und nur wenn er lieb ist gibt es ein Leckerli als Belohnung. Wenn es da bei ihm durchbricht beim Belohnung abholen, wird er geschimpft, bekommt keine Belohnung und ich mache erstmal mit Sue und Murphy weiter, danach ist er ganz lieb und vorsichtig und froh, dass er wieder mitmachen darf.
 
  • Erziehung der Prinzessinnen Beitrag #6
Bei der Wohnungstür hat mir anfangs geholfen, immer zuerst meine Tasche reinzuschieben und damit die Katze wegzuschieben. Inzwischen bleiben sie drin, auch wenn ich die Tür auflasse (ich selber hab das nie probiert, aber mein Papa hat mir das mal voll stolz erzählt "da hat deine Nachbarin geklingelt ob ich was helfen kann, und als ich wiedergekommen bin saß dein Kater immer noch in der offenen Tür". Gut zu wissen, aber freilich hat Papa trotzdem deutliche Anweisungen bekommen ;)). Ist natürlich doof, wenn sie das Treppenhaus jetzt schon kennen....

Bei der Küchenanrichte muß ich immer über das "runterheben" schmunzeln ;) - im ernst? Nehmt ihr eure Katzen echt auf den Arm und setzt sie weg? Bei mir wird die jeweilige Katze, begleitet von einem deutlichen "RUNTER", quasi "weggewischt". Lilly hört inzwischen aufs "Runter" und springt eh sehr selten rauf. Bei Ferdl ist es auch nach 10 Jahren noch ein Kampf gegen Windmühlen....

Beim Fressen war's hier anfangs ähnlich. Da bin ich dann echt dabei geblieben und hab den jeweiligen Katzenkopf in den jeweiligen Napf zurückgesteckt. Inzwischen reicht's daß ich dazu komm, daß jeder brav aus seinem Napf frisst.

Und aus der Hand fressen tut hier komischer Weise eh keiner, da kann ich also gar nix zu sagen, ist mir aber auch nicht so wichtig.
 
  • Erziehung der Prinzessinnen Beitrag #7
Ich kann hauptsächlich zu den Punkten 1 und 3 was sagen - die anderen Probleme haben wir zum Glück nicht ;)

Zu 1) Inzwischen fast 6 Jahre Katzenhaltung, und genau ein einziges Mal - ziemlich am Anfang - hat es die Dinah geschafft, in den Hausflur zu entwischen. Damals ließ sie sich noch so gut wie gar nicht anfassen - an einfangen war also nicht zu denken. Ich bin 5 Etagen runter hinter ihr hergelaufen - nix zu machen.... Daraufhin bin ich wieder zurück in die Wohnung und hab´ die Tür zugemacht. Keine 10 Sekunden später kratzte es an der Tür und die Dinah begehrte Einlass ;)
Von den anderen Katzen hat es bisher nur die Audrey mal versucht, auszubüchsen - ist ihr aber nicht gelungen, da ich meine Augen quasi immer überall habe - beim Reinkommen werden auch immer Tüten/Taschen/Getränkekästen als Hindernisse vorgeschoben, beim Rausgehen sehe ich zu, dass meine Beine im Weg sind. Inzwischen haben sie sich das aber auch komplett abgewöhnt - was sehr gut ist, denn unsere Wohnungstür ist nur einen Meter von der Haustür entfernt, und da wären sie auch ratzfatz draußen, wenn die Haustür halt mal aufstünde....
Wobei - da Katzen ja eigentlich erstmal sehr zögerlich ihre Umgebung erkunden, mache ich mir für den "Ernstfall" auch nicht die allergrößten Sorgen, sondern ich denke, dass sobald die Tür zuginge (so wie damals bei Dinah), dass sie dann ratzfatz wieder da wären. Ein anderes Hilfsmittel als inzwischen reflexartig antrainierte Vorsicht weiß ich da aber auch nicht.

Zu 3) Wir halten es da wie Audrey ;) Da wird nicht lange gefackelt, da wird einfach runtergeschoben. Wobei unsere Katzen ziemlich schnell gelernt haben, dass sie auf der Anrichte nichts verloren haben, wenn wir dort Essen zubereiten und das schon seit Jahren nicht mehr versuchen. Lediglich der Pold kommt morgens beim Katzenfuttermachen alle Jubeljahre noch mal vorbei und spielt den Vorkoster.... Da hilft also auch wirklich nur Konsequenz, Konsequenz, Konsequenz ;)
(Die Mühe, sie rund um die Uhr von der Küchenzeile fernzuhalten, haben wir uns gar nicht erst angetan, klappt ohnehin bestenfalls in Anwesenheit - und solange es keine heißen Herdplatten, scharfe Messer oder für Katzen ungeeignete Lebensmittel dort gibt, dürfen sie auch gern da rumturnen...)

Zum Futter kann ich nur anmerken, dass wir hier pro Mahlzeit 5 Näpfe mit 4 verschiedenen Nassuttersorten anbieten (dazu den leider nicht auszutreibenden Klecks TroFu), und jede Katze darf aus jedem Napf fressen. Anfangs gab´s bei der Dinah etwas Futterneid, die musste erstmal ihre Fettreserven wieder auffüllen - aber dann war alles gut und sie kommen wunderbar klar. Für jeden ist was dabei, geschlungen wird zum Glück auch nicht, und Gentleman Poldi wartet sogar immer geduldig, bis die Damen fertig sind und sucht sich dann die Reste zusammen. Wenn wir so einen Schlinger dabei hätten, wäre es schwierig, denn die Katzen hier räumlich zu trennen, gestaltet sich als mühsam... Wenn Du die Möglichkeit dazu hast, würde ich das auf jeden Fall erstmal probieren - kann man später ja vielleicht auch wieder aufheben, wenn Elsa gelernt hat, dass sie nicht hungern und darben muss ;)

Sorry, so wirklich hilfreich war ich jetzt nicht ;)
 
  • Erziehung der Prinzessinnen Beitrag #8
Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten. Ein bisschen was hab ich schon versucht umzusetzen. :)

Das mit der Wohnungstür klappt momentan ganz gut. Ich mache sie bewusst zügig auf, damit die ein oder andere Miez (so viele sinds ja nicht :lol:) schonmal "weggefegt" wird. Wer dann noch da sitzt, wird mit der Tasche auf die Seite geschoben. Bisher diese Woche keine Ausbrüche mehr. Mit dem großen Einkaufskorb ist das zwar ein bisschen unpraktisch, aber es klappt auch. Mit ein bisschen Übung schaffen wir das denke ich, dass sie die Tür als "Grenze" sehen und nicht mehr rausrennen. Das klappt manchmal in Ansätzen schon. Ich möchte nämlich ungern nochmal nachts um vier Uhr betrunken, mit Leckerchen werfend durchs Treppenhaus rennen und Katzen jagen. :uups:

Bei Elsas "Attacken" heißt es dann also weiterhin, Spiel einstellen. Ich werde das mit dem Jammern auch mal ausprobieren, vielleicht hat der Zwerg dann ja Mitleid. :D

Der Kampf mit Frieda an der Arbeitsfläche scheint noch schwierig zu werden. Die ist wirklich hartnäckig und manchmal möcht ich sie gerne an die Wand klatschen. :silence: Anfang der Woche (mir gings eh bescheiden dank Grippe, da bin ich dann schnell gereizt) hat sie es an mir vorbei geschafft, sich auf das Futter gestürzt und beim Gerangel als ich sie runtersetzzen wollte den gesamten Tellerinhalt auf der Arbeitsfläche, an der Wand und allem was an Küchenzeug rumstand zu verteilen. Da war ich dann schon sehr genervt. Aber seitdem hat sie es nicht mehr geschafft zu klauen. Ich stell mich immer ganz breit auf und komme mir vor wie ein Football-Spieler, wie ich die Teller verteidige. Ich lipfe sie auch nicht, dazu fehlt mir schlicht eine dritte Hand. Aber ich wische sie, wie einige von euch, einfach von der Arbeitsfläche runter mit einem lauten "Nein". Aber da heißt es wirklich geduldig sein.
Futter gibts nicht zu festen Uhrzeiten, aber immer nach dem Aufstehen morgens (zwischen 5 und 11 Uhr), irgendwann mittags (zwischen 13 und 17 Uhr, je nach Schicht) und abends vor dem Schlafen (zwischen 23 und 2 Uhr). Bis vor kurzem gab es noch vier Mal, aber ich will sie langsam an weniger Mahlzeiten gewöhnen. Aktuell bekommen sie zwischen 400 und 500g Nassfutter pro Tag. Zusätzlich dann noch Trockenfutter oder Leckerchen zur Beschäftigung. Die Futtermenge ist so "niedrig", weil Elsa zwischenzeitlich ein Bäuchlein bekommen hat, sonst würden sie auch noch mehr bekommen.


Getrennt füttern wird schwierig. Im Bad würde ich sie ungern füttern und da das Schlafzimmer tabu ist, bleibt nur noch unser Flur-Wohn-Ess-Koch-Zimmer. Momentan versuche ich immer daneben zu stehen und schiebe Elsa dann von Friedas Napf weg, falls sie ankommt. Immer kann ich aber natürlich nicht daneben stehen. Ich mache jetzt in Elsas Napf immer ein bisschen mehr Wasser (ich mach immer warmes Wasser in den Napf, wenn das Futter aus dem Kühlschrank kommt, damit es nicht zu kalt ist. :lol:) als in Friedas. Dadurch ist sie tatsächlich länger beschäftigt und meistens zeitgleich fertig mit Frieda. Passieren kann durch das Wasser ja nix, außer dass sie vielleicht einmal mehr Pipi muss.

Klickern hab ich noch nicht ausprobiert, das werd ich nächste Woche mal in Angriff nehmen, da hab ich Urlaub und Zeit sie darauf zu konditionieren. Vielleicht schafft das tatsächlich ein bisschen Linderung und ich kann sie bald gefahrlos aus der Hand füttern. Ich werde auf der Arbeit (ich arbeite beim Tierarzt) schon immer ganz mitleidig angesehen und gefragt, ob das eine Katze war. Wenn ich dann sage, dass es meine war, dann ist das Gelächter immer groß, weil alle denken, meine Hände sehen von der Arbeit so aus.
Die flache Hand ist sicher auch nicht verkehrt, da kann man zumindest schonmal nicht reinbeißen.

Ich hoffe, ich hab niemanden übergangen. Falls doch noch eine Frage offen ist, dann schreit.

Mir ist leider auch noch was eingefallen, auf das ich gestern schmerzlich hingewiesen wurde. Also:

6. Wie bekomme ich Elsa dazu nicht alles anzukauen?
Es ist fürchterlich, sie kaut wirklich auf allem rum. Auf Fingern sowieso, aber auch auf Klamotten, Kabeln, dem Wäscheständer, auf Taschen, dem Katzenklo... Einfach auf allem. Ein Handykabel hat sie schon auf dem Gewissen und auch das von der Wii-Sensorleiste hat sie gekillt. Dickere Kabel sind zum Glück relativ uninteressant und bleiben verschont. Am Katzenklo kann sie jetzt nicht so viel kaputt machen und wenn sie das Bedürfnis hat, auf dem Metall vom Wäscheständer rumzukauen: Bitte, tut mir nicht weh. Aber ich find es wirklich blöd, wenn ich mir nach Ewigkeuten mal wieder nen tollen Pulli kaufe, ihn einmal anzeihe und beim nächsten Mal entdecke, dass Madame da zwei Löcher reingebissen hat. Das geht einfach nicht. Erstens ist es total ärgerlich, weil ich sowieso selten mal was Schönes finde und zweitens wächst auch bei uns das Geld nicht auf Bäumen. Ich kann mir nicht jeden Monat zig neue Klamotten kaufen.
Hat jemand ne Idee, wie sie damit aufhört? Ich werd mein Zeug dann in Zukunft eben noch mehr wegräumen, aber sie kaut ja auch auf Klamotten rum, die ich anhabe. Neulich hat sie von einem Kapuzenpulli das Band durchgebissen, das hab ich leider erst zu spät bemerkt. :?

Off-Topic
Ob das Kind noch im Wagen lag als Frieda ihn als Klo misbraucht hat, kann ich leider nicht sagen. Aber an die Möglichkeit hab ich noch gar nicht gedacht. :D
 
  • Erziehung der Prinzessinnen Beitrag #9
Also sie kaut nur auf den Dingen oder probiert sie auch lauter unmögliche Dinge zu fressen?

Elsa ist wenn ich es richtig gelesen habe, noch kein ganzes Jahr alt und war ein Findelkind. Kann natürlich daran liegen, dass sie nicht lange genug gesäugt wurde. Zahnwechsel ist schon ganz abgeschlossen? Hat sie sonst irgendwelche Probleme mit dem Zahnfleisch?

Mehr als konsequent verbieten und ihr eine Alternative anzubieten, fällt mir da auch nicht ein, wie wärs mit Kauspielzeug und/oder Kausticks von Hunden? Um es in eine andere Richtung zu lenken.
 
  • Erziehung der Prinzessinnen Beitrag #10
Der Kampf mit Frieda an der Arbeitsfläche scheint noch schwierig zu werden. Die ist wirklich hartnäckig und manchmal möcht ich sie gerne an die Wand klatschen. :silence: Anfang der Woche (mir gings eh bescheiden dank Grippe, da bin ich dann schnell gereizt) hat sie es an mir vorbei geschafft, sich auf das Futter gestürzt und beim Gerangel als ich sie runtersetzzen wollte den gesamten Tellerinhalt auf der Arbeitsfläche, an der Wand und allem was an Küchenzeug rumstand zu verteilen. Da war ich dann schon sehr genervt.

Ohhh das kenn ich. Wobei es bei mir eine Limo-Flasche war, die aber eh schon direkt an der Wand stand, eben wegen der Katzen. Ferdl hat sie beim "Kampf" trotzdem umgeworfen, es gab einen Megaknall, hunderttausend Scherben und eine unglaubliche Sauerei - eben weil es Limo war. ICH hab mich zu Tode erschreckt - Ferdl wollte nur zurück auf die Anrichte - die mit Scherben übersät war. Ich hätt ihn sowas von an die Wand klatschen können und hab ihn SO angebrüllt (das war natürlich v.a. der Schreck), daß ich fast heiser war. Also kein Grund für ein schlechtes Gewissen, das passiert auch echt erfahrenen Katzenhaltern :) (das war erst letztes Jahr im Sommer!). Ich wünsch Dir gute Nerven, wie gesagt, mit Ferdl kämpf ich da seit über 10 Jahren!
 
  • Erziehung der Prinzessinnen Beitrag #11
Zu 1) vllt. noch: Meine Katzen haben ein "Abrufsignal":mrgreen:
Soll heißen ich habe einen Futterpfiff ankonditioniert und bei unseren Fresssäcken bricht direkt die Hölle los, wenn sie den hören.

Wenn Clyde also mal auf den Trichter kommt an mir vorbei zu witschen (was nicht schlimm ist, weil er dann erst auf der Veranda steht und dann nochmal durch ne Tür müsste- theoretisch) kommt er direkt zurück gepfeffert.
Ansonsten wird auch zurück/weggeschoben, aber das hab ich so als doppelte Sicherung. Natürlich nicht so wie beim Hund im Sinne eines richtigen Rückrufs, sondern einfach als Lockmittel bzw. Ankündigung für Futter:)
 
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