- Andere Hundebesitzer sabotieren Training, da sie ihren Hund nicht anleinen möchten Beitrag #1
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Emmifinchen
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Hallo zusammen,
Ich habe eine 3,5-jährige Mischlingshündin die als Straßenhund in Rumänien geboren ist. Mit 3 Monaten habe ich sie schwer verletzt (Gebrochenes Becken und Nervenverletzung im Lendenwirbelbereich, aufgrund dessen hat sie mittlerweile eine gelähmte Rute die vor zwei Jahren amputiert werden musste) gefunden und als Zweithund bei mir aufgenommen.
Fina ist sehr ängstlich, sie erschreckt sich vor lauten Geräuschen, dunkel gekleideten Menschen, hastigen Bewegungen und vor allem auch vor anderen Hunden. Diese Angst war früher so stark ausgeprägt, dass sie, wenn andere Hunde auf uns zukamen und sie frei lief, lieber in den Fluss gesprungen und auf die andere Seite geschwommen ist, um dem anderen Hund auszuweichen. Da dieses Verhalten nicht gerade ungefährlich ist, sind wir dazu übergegangen sie mehr und mehr an der Schleppleine zu führen. Mittlerweile hat sich ihre Angst in Aggression gewandelt. Sie hat noch nie einen anderen Hund verletzt, aber es kommt eben u.U. zu einem Kampf. Wir haben leider den Zeitpunkt verpasst, an dem es noch möglich war das aggressive Verhalten von Anfang an zu unterbinden. Seit einiger Zeit arbeiten wir aber sehr intensiv mit ihr, haben uns umfangreich informiert und immer wieder Kontakt zu einer Hundetrainerin.
Nun zu meinem eigentlichen Problemen: Ich sehe mich zunehmend bei Spaziergängen mit dem Unverständnis anderer Hundebesitzer konfrontiert. Beispiel: Wir begegnen einer Gruppe von Hunden, davon sind zwei an der Leine, ein dritter kleiner Hund läuft frei und beginnt sofort wie verrückt zu bellen. Während ich versuche mit Fina an der kurzen Leine zügig in einem Bogen vorbeizulaufen, kommt der kleine Hund von hinten immer wieder zu Fina und kläfft sie an und „belästigt“ sie. Daraufhin gerät Fina in Panik, dreht sich um und geht auf den Hund los. Ich hatte keine Chance mehr. Schuld war am Ende ich – der arme kleine Hund. Aufgrund solcher Erlebnisse bin ich mittlerweile dazu übergegangen, schon von weitem darum zu bitten, dass freilaufende Hunde an die Leine genommen oder zumindest durch den Griff ans Halsband gesichert werden. Nicht immer stoße ich hierbei auf Verständnis. Es kommen i.d.R. Antworten wie: „Meiner macht aber nichts“ oder „Lassen sie ihren Hund doch frei, an der Leine ist immer schwierig“. Mir bleibt dann nichts anderes übrig, als zügig umzudrehen um die Situation zu entschärfen. Lange Erklärungen machen keinen Sinn, denn für Fina wird es zunehmend stressig wenn der andere Hund sich ungehindert auf sie zu bewegt. Ich frage mich, was so schwer ist den Hund an die Leine zu nehmen. Sicherlich gibt es sehr gut erzogenen Hunde, die sich tatsächlich auch ohne Leine kontrollieren lassen. Allerdings habe ich auch hier schon erlebt, dass ein Hund der zunächst brav ohne Leine bei Fuß ging, doch auf Fina losging als diese knurrte.
Auch im Stall wird es bei uns zunehmend schwierig. Ich bin seit fünf Jahren in diesem Stall und seit drei Jahren ist Fina mit dabei. Nun haben wir eine neue Einstellerin mit einer Hündin. Fina und die andere Hündin können sich nicht leiden. Gestern haben wir uns wieder getroffen und ich habe Fina angebunden. Die andere Person lässt ihre Hündin frei laufen. Zunächst mobbte diese meine ältere Hündin und verfolgte sie die ersten Minuten auf Schritt und Tritt. Meine Ältere lässt sich von sowas zum Glück nicht beeindrucken. Als ich gerade nicht aufgepasst habe, ist die Hündin dann allerdings zu Fina hin, die ja angebunden war. Fina ist daraufhin auf sie losgegangen. Schuld war wieder ich, denn laut Besitzerin sei ihre Hündin „bestimmt nicht zu Fina gegangen um sie anzugreifen“. Ja und? Warum musste sie überhaupt zu ihr gehen? Ich habe meinen Hund doch extra angeleint und erwarte dann von der anderen Besitzerinnen auch etwas mehr Verständnis. Sie hätte m.E. ihren Hund ebenfalls kontrollieren und vermeiden müssen, dass sie zu Fina hingeht. Außerdem kennt sie Finas Geschichte und weiß, dass sie schwierig ist. Nachdem ihr Hündin aber angegriffen wurde (Es ist nichts passiert, keine Verletzungen, Fina hat bisher noch nie richtig zugebissen) hat sie mich ziemlich angeschnauzt. Das Verhalten meines Hundes sei nicht entschuldbar und Fina sei ja „total heftig“. Ich war ehrlich gesagt stinksauer, habe aber um des Friedens willen nicht mehr viel dazu gesagt.
Dazu muss man auch sagen, dass sie mit ihrem Hund seit etwa 4 Monaten am Stall ist. Meine Hunde hingegen kommen seit 5 bzw. 3 Jahren mit. Sie sind es eigentlich gewohnt, dass sie dort frei laufen und toben dürfen (Das gesamte Gelände ist umzäunt). Nun muss ich wegen ihr meinen Hund anleinen, während sie anscheinend selbstverständlich davon ausgeht, dass ihr Hund weiter frei laufen darf (und dabei meine Hunde provoziert). Mit allen anderen Hunden die regelmäßig zum Stall kommen versteht Fina sich gut.
Wie würdet ihr mit so einer Situation umgehen? Ich habe mir vorgenommen, sie in Zukunft zu bitten ihren Hund ebenfalls anzuleinen. Für mich bedeuten solche Rückschläge immer wieder dass ich beim Training bei Null anfangen muss. Ich finde es unheimlich anstrengend, mich dauernd rechtfertigen zu müssen und dann trotzdem immer der Depp zu sein wenn etwas passiert.
Ich habe eine 3,5-jährige Mischlingshündin die als Straßenhund in Rumänien geboren ist. Mit 3 Monaten habe ich sie schwer verletzt (Gebrochenes Becken und Nervenverletzung im Lendenwirbelbereich, aufgrund dessen hat sie mittlerweile eine gelähmte Rute die vor zwei Jahren amputiert werden musste) gefunden und als Zweithund bei mir aufgenommen.
Fina ist sehr ängstlich, sie erschreckt sich vor lauten Geräuschen, dunkel gekleideten Menschen, hastigen Bewegungen und vor allem auch vor anderen Hunden. Diese Angst war früher so stark ausgeprägt, dass sie, wenn andere Hunde auf uns zukamen und sie frei lief, lieber in den Fluss gesprungen und auf die andere Seite geschwommen ist, um dem anderen Hund auszuweichen. Da dieses Verhalten nicht gerade ungefährlich ist, sind wir dazu übergegangen sie mehr und mehr an der Schleppleine zu führen. Mittlerweile hat sich ihre Angst in Aggression gewandelt. Sie hat noch nie einen anderen Hund verletzt, aber es kommt eben u.U. zu einem Kampf. Wir haben leider den Zeitpunkt verpasst, an dem es noch möglich war das aggressive Verhalten von Anfang an zu unterbinden. Seit einiger Zeit arbeiten wir aber sehr intensiv mit ihr, haben uns umfangreich informiert und immer wieder Kontakt zu einer Hundetrainerin.
Nun zu meinem eigentlichen Problemen: Ich sehe mich zunehmend bei Spaziergängen mit dem Unverständnis anderer Hundebesitzer konfrontiert. Beispiel: Wir begegnen einer Gruppe von Hunden, davon sind zwei an der Leine, ein dritter kleiner Hund läuft frei und beginnt sofort wie verrückt zu bellen. Während ich versuche mit Fina an der kurzen Leine zügig in einem Bogen vorbeizulaufen, kommt der kleine Hund von hinten immer wieder zu Fina und kläfft sie an und „belästigt“ sie. Daraufhin gerät Fina in Panik, dreht sich um und geht auf den Hund los. Ich hatte keine Chance mehr. Schuld war am Ende ich – der arme kleine Hund. Aufgrund solcher Erlebnisse bin ich mittlerweile dazu übergegangen, schon von weitem darum zu bitten, dass freilaufende Hunde an die Leine genommen oder zumindest durch den Griff ans Halsband gesichert werden. Nicht immer stoße ich hierbei auf Verständnis. Es kommen i.d.R. Antworten wie: „Meiner macht aber nichts“ oder „Lassen sie ihren Hund doch frei, an der Leine ist immer schwierig“. Mir bleibt dann nichts anderes übrig, als zügig umzudrehen um die Situation zu entschärfen. Lange Erklärungen machen keinen Sinn, denn für Fina wird es zunehmend stressig wenn der andere Hund sich ungehindert auf sie zu bewegt. Ich frage mich, was so schwer ist den Hund an die Leine zu nehmen. Sicherlich gibt es sehr gut erzogenen Hunde, die sich tatsächlich auch ohne Leine kontrollieren lassen. Allerdings habe ich auch hier schon erlebt, dass ein Hund der zunächst brav ohne Leine bei Fuß ging, doch auf Fina losging als diese knurrte.
Auch im Stall wird es bei uns zunehmend schwierig. Ich bin seit fünf Jahren in diesem Stall und seit drei Jahren ist Fina mit dabei. Nun haben wir eine neue Einstellerin mit einer Hündin. Fina und die andere Hündin können sich nicht leiden. Gestern haben wir uns wieder getroffen und ich habe Fina angebunden. Die andere Person lässt ihre Hündin frei laufen. Zunächst mobbte diese meine ältere Hündin und verfolgte sie die ersten Minuten auf Schritt und Tritt. Meine Ältere lässt sich von sowas zum Glück nicht beeindrucken. Als ich gerade nicht aufgepasst habe, ist die Hündin dann allerdings zu Fina hin, die ja angebunden war. Fina ist daraufhin auf sie losgegangen. Schuld war wieder ich, denn laut Besitzerin sei ihre Hündin „bestimmt nicht zu Fina gegangen um sie anzugreifen“. Ja und? Warum musste sie überhaupt zu ihr gehen? Ich habe meinen Hund doch extra angeleint und erwarte dann von der anderen Besitzerinnen auch etwas mehr Verständnis. Sie hätte m.E. ihren Hund ebenfalls kontrollieren und vermeiden müssen, dass sie zu Fina hingeht. Außerdem kennt sie Finas Geschichte und weiß, dass sie schwierig ist. Nachdem ihr Hündin aber angegriffen wurde (Es ist nichts passiert, keine Verletzungen, Fina hat bisher noch nie richtig zugebissen) hat sie mich ziemlich angeschnauzt. Das Verhalten meines Hundes sei nicht entschuldbar und Fina sei ja „total heftig“. Ich war ehrlich gesagt stinksauer, habe aber um des Friedens willen nicht mehr viel dazu gesagt.
Dazu muss man auch sagen, dass sie mit ihrem Hund seit etwa 4 Monaten am Stall ist. Meine Hunde hingegen kommen seit 5 bzw. 3 Jahren mit. Sie sind es eigentlich gewohnt, dass sie dort frei laufen und toben dürfen (Das gesamte Gelände ist umzäunt). Nun muss ich wegen ihr meinen Hund anleinen, während sie anscheinend selbstverständlich davon ausgeht, dass ihr Hund weiter frei laufen darf (und dabei meine Hunde provoziert). Mit allen anderen Hunden die regelmäßig zum Stall kommen versteht Fina sich gut.
Wie würdet ihr mit so einer Situation umgehen? Ich habe mir vorgenommen, sie in Zukunft zu bitten ihren Hund ebenfalls anzuleinen. Für mich bedeuten solche Rückschläge immer wieder dass ich beim Training bei Null anfangen muss. Ich finde es unheimlich anstrengend, mich dauernd rechtfertigen zu müssen und dann trotzdem immer der Depp zu sein wenn etwas passiert.