Hundefutter - Pressestimme

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  • Hundefutter - Pressestimme

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  • Hundefutter - Pressestimme Beitrag #2
Kenne ich schon, deswegen barfe ich weil mir so ein Müll nicht ins Haus kommt ;)
 
  • Hundefutter - Pressestimme Beitrag #3
Kenne ich schon, deswegen barfe ich weil mir so ein Müll nicht ins Haus kommt ;)

Das habe ich auch für unser zukünftiges Hundekind vor und bin gerade dabei, mich in das Thema einzulesen...
 
  • Hundefutter - Pressestimme Beitrag #4
Fertigfutter generell über einen Kamm zu scheren, finde ich allerdings auch nicht richtig. Gibt schon Hersteller, die sich Mühe geben und nicht nur Müll verarbeiten. Wobei sich das nicht unbedingt am Preis ablesen lässt...auch teure sind nicht immer gut. Bin immer noch ein Freund der TroFu-Liste hier im Forum.
 
  • Hundefutter - Pressestimme Beitrag #5
Kenne ich schon, deswegen barfe ich weil mir so ein Müll nicht ins Haus kommt ;)
Gibt ja noch mehr als Müll und BARF.

Wenn ich mir manchmal die Preise in den Barfshops ansehe, frage ich mich wirklich, wie toll damit ernährte Hunde wirklich leben. Ein Stück Fleisch kann genauso wenig pro Kilo 1,90€ kosten wie ein Kilo TroFu. Am allerliebsten sind mir dabei diese Fertigbarfmischungen...
 
  • Hundefutter - Pressestimme Beitrag #6
Auf fertigbarf verzichte ich genauso gerne. Ich hole frisch beim Schlachter mein Fleisch.
 
  • Hundefutter - Pressestimme Beitrag #7
Huhu,

Pressebeiträge zu sowas finde ich immer enorm schwierig. Ich erinnere mich noch an eine Reportage, bei der irgendeine C-Promi-Tussi-wasweißich als Tierschützerin zu dem Thema befragt wurde. Ihr Statement war, dass sich im Discounterfutter Reifenabrieb, medizinische Abfälle und Co. finden würden. Wie sie darauf kommt weiß ich nicht, aber es ist schlicht falsch. Sie meinte glaube ich sogar, das wäre legal, was es nicht im geringsten ist.

Hier schockt mich schon die BILD-artige Überschrift. Dieses Reißerische mag ich gar nicht, das gibt der Sache schon einen gewissen Dreh, bevor man den Text überhaupt gelesen hat. Im Text gehts dann nicht besser weiter, zumal gleich zu Beginn stark vereinfacht und verallgemeinert wird.
Zweitens, für Eilige, eine Faustregel: weniger Fertigfutter, dafür mehr Frisches vom Metzger. Innereien, Knochen, Pansen. Das ist billig und spart den Tierarzt.
Das sind immer solche Leitsätze zum Barfen. Doch dass es mit ein bisschen Frischem eben noch lange nicht gesund und ausgewogen ist schreibt man lieber erstmal nicht dazu.

Auch das hier halte ich für eine mutige Behauptung:
Richtig bekömmlich und gesund scheine das jedoch nicht zu sein. "Immer mehr Vierbeiner leiden an Krankheiten, die es unter Tieren eigentlich nicht gibt: Diabetes, Allergien, Krebs." Dass mit den Umsatzzahlen der Futterindustrie die Krebsrate bei Hunden und Katzen massiv angestiegen ist, behaupten inzwischen viele Tierärzte.

Ob ein Wolf irgendwann mal Alterszucker bekommen würde – Who knows? Zumal kaum einer in der Natur mit der Spritze und dem Urinbehälter rumrennt und Proben nimmt. Solche Vergleiche finde ich daher immer schwierig. Zumal da andere Faktoren wie Zucht, kleinere Genpools, fehlende natürliche Auslese, Umweltbelastung in der Stadt, längere Lebenszeiten durch bessere medizinische Diagnostik und Versorgung etc. gar nicht einbezogen werden. Das wird hier auch stark vereinfacht nur auf die Ernährung bezogen. Und der Anstieg der Umsatzzahlen muss nicht zwangsläufig in einem Verhältnis dazu stehen.

Sie beobachtet vor allem die Diät- und Trockenfutter der großen Hersteller mit Misstrauen: "Macht man sich die Mühe, den Inhalt zu entschlüsseln, sieht man, dass oft kein Fleisch drin ist". Trotzdem werde es als hochwertiges Diätfutter verkauft.
Dem hier stimme ich allerdings zu. Gerade Diätfutter werden oft mit Inulin und Getreide für einen möglichst hohen Rohfasergehalt und einen geringen Energiegehalt vollgestopft. Die Idee ist einfach: Ich kann viel füttern, hab aber wenig Kalorien. So umgeht der Mensch Rationsreduzierung und Bewegung.

Um den Geschmack zu überdecken, würde dem Futter vor allem künstliche Geschmacksstoffe zugesetzt. "Die Tiere sind nicht dumm. Ohne Geschmackskorrekturen würden sie diesen Müll niemals anrühren."
Auch das ist so ein Mythos, der irgendwie nie recht bewiesen wird. Das meiste muss deklariert werden und wenn man sich mal so umschaut findet man von den angeblichen Lock- und Geschmacksstoffen gar nicht so viel. Man nennt die übrigens sensorische Zusatzstoffe, die sich meist hinter E-Nummern verbergen.

Das hier finde ich auch etwas fragwürdig:
Neben den Klassikern wie Glutamat, Hefeextrakt, Zucker, Karamell und Melasse hat die Industrie Leberspray, Fettgeschmack, Aromen und Gewürze im Angebot. Sie verstärken den Hunger, machen Zutaten schmackhaft, schmeicheln der menschlichen Nase und geben Tierfutter exotische Geschmacksnoten, die bis zur Erfindung des Fertigfutters kein Haustier je vor der Schnauze hatte.
Beim Zucker stimme ich zu, dass der keinen ernährungstechnischen Wert erfüllt. Aber Hefe ist gut für Haut und Fell, Kräuter können die Verdauung anregen, entgiften und sich positiv auf den gesamten Stoffwechsel auswirken. Eben deswegen sollte man da bei der Fütterung auch ein wenig aufpassen. Ich finde die teisl großen Mengen davon im Futter auch nicht unbedingt prickelnd, aber nicht, weil ich glaube, dass dem Hund damit eigentlich etwas ungesundes untergejubelt wird.

Ein Großteil der Hunde und Katzen in den Industrieländern ist inzwischen so grotesk fett, dass Forscher verzweifelt nach Gründen suchen – und sogar schon einen Virus als Ursache bemühen.
Warum einfach, wenns auch umständlich geht... Statt die Ursache in weiß Gott was zu suchen könnte man auch einfach die These vertreten, dass die Leute ihren Hunden viel zu viel füttern. Das fängt beim normalen Futter an, vll wirklich eines mit Zucker oder auch zu viel Energiegehalt, und geht über alle möglichen Knabbersachen. Dann kommt noch wenig Bewegung dazu (wie viele Leute gibt es, die glauben, ein gesunder Hund sei mit einer Stunde langsamem Laufen verteilt auf vier Spaziergänge doch voll ausgelastet? Zu viele.).

Es wird dann auch noch weiter verallgemeinert was die Zusammensetzungen angeht.

Und auch wenn ich kein Anhänger der "bei Barf hat der Hund jeden Monat Würmer"-Theorie bin:
"Die Tiere sind dann weniger verwurmt als die mit Industrienahrung gefütterten Artgenossen."
Da würden einige Tierärzte das genaue Gegenteil behaupten.

Das hier ist auch sehr einfach gesagt und stark verallgemeinert:
Wer drei Mal in der Woche Hund oder Katze fleischige Knochen anbiete (für Katzen auch durch den Fleischwolf gedreht), der müsse sich auch um den Calcium-Phosphorhaushalt seines Tieres keine Sorgen machen.
Lediglich in Bezug auf Bio wird vor falscher Ernährung gewarnt.

Und das hier:
Auch Gewürze und Kräuter können für Hunde und Katzen gefährlich werden, Bio hin oder her. So enthalten viele Belohnungen oder Futterergänzungen Knoblauch. In der Knolle finden sich Schwefelverbindungen, auf die Hunde und Katzen mit Vergiftungserscheinungen reagieren: Erbrechen, Durchfall, Schweratmigkeit und Blut im Urin. Für einen Hund können schon fünf Gramm toxisch wirken.
Das ärgert mich ein wenig. Angaben dieser Art werden normaler Weise pro Kilogramm Körpergewicht gemacht, denn 5g für einen Chi oder einen Bernhardiner sind ein Unterschied. Außerdem müsste eine entsprechende Menge auf einmal gefüttert werden. Über welchen Zeitraum sich das angeblich im Körper anreichert ist m.W. nicht bekannt. Ich kenne nur die Studie von Lee et. al. aus dem Jahr 2000, auf die sich hier wohl auch bezogen wird. Da sind es 5g pro Kilogramm Körpergewicht, die für eine reversible Veränderung der roten Blutkörperchen, aber nicht für eine Anämie sorgen. Eine Zehe wiegt 2-3g, je nach Größe. Für einen 10kg schweren Hund bräuchte es also schon 50g Knoblauch auf einmal, um eine Veränderung an den roten Blutkörperchen herbeizuführen. Das sind etwa 17 Zehen. Da kann kaum von "schon toxisch" die Rede sein. Mit Leckerlis wird man die Menge auch kaum zusammen bekommen.


Es ist halt wie immer bei sowas: Der Autor muss sich auf die Statements der Interviewpartner verlassen. Dafür werden die Leute genommen, die gerade bekannt und anerkannt oder eben greifbar sind. Und er hat nur begrenzt Platz, um alle Seiten unter einen Hut zu bringen. Hier wurde aber m.E. zu reißerisch und hart formuliert, wenn man sich ansieht, wie grenzwertig manche der Schlussfolgerungen daraus sind, gerade z.B. das mit dem Knoblauch.
 
  • Hundefutter - Pressestimme Beitrag #8
Moin
Auf fertigbarf verzichte ich genauso gerne. Ich hole frisch beim Schlachter mein Fleisch.

Haben wir damals auch immer gemacht ist aber natürlich um einiges teurer als der fertig Frass.


MFG Dominic
 
  • Hundefutter - Pressestimme Beitrag #9
Off-Topic
Jup, das stimmt schon. Aber dadurch das Larry sein eigenes Geld verdient, kann ich da ruhig zuschlagen ;)/OT]
 
  • Hundefutter - Pressestimme Beitrag #10
Auch das ist so ein Mythos, der irgendwie nie recht bewiesen wird. Das meiste muss deklariert werden und wenn man sich mal so umschaut findet man von den angeblichen Lock- und Geschmacksstoffen gar nicht so viel. Man nennt die übrigens sensorische Zusatzstoffe, die sich meist hinter E-Nummern verbergen.
Das Problem dabei ist, dass Zusatzstoffe allerdings nicht mehr deklariert werden müssen, wenn sie bereits in einer angekauften Zutat/Rohstoff enthalten sind.
Diese Regelung gibt es sogar bei menschlicher Nahrung, so haben Tiefkühlpizzen z.B. besonders hohe Phosphatwerte was sehr wichtig zu wissen ist für z.B. Menschen mit einer Nierenerkrankungen.
Neben der Tatsache, dass die Menge der Phospahte soweit ich weiß ohnehin nicht zwingend deklarierungspflichtig in der Nährwerttabelle, besteht auch noch das Problem, dass der Hersteller sie nur dann angeben muss, wenn er sie selbst dem Produkt beigemischt hat, waren die Phospate z.B. in der angekauften Salami bereits enthalten muss er sie nicht mehr extra errechnen und angeben wenn er denn eine (freiwillige) Phosphatdeklaration auf die Packung schreibt.

Es ist davon auszugehen, dass solche Regelungen auch für Fertigfutter gelten, wie sonst kann es sein, dass auf Tüten mit hübsch gleichmäßig braunen TroFu-Brocken die außerdem praktisch endlos haltbar sind und kein Verfallsdatum aufgedruckt haben trotzdem dick und fett draußen drauf steht "ohne Zugabe von Farb- und Konservierungsstoffen".
Dass der Hersteller keine solche Stoffe zugesetzt hat heißt also nicht, dass sie nicht drin sind.

Ein Stück Fleisch kann genauso wenig pro Kilo 1,90€ kosten wie ein Kilo TroFu.
Ich finde jetzt 1,90 für ein Kilo Pansen einen absolut realistischen Preis (wenn man überlegt dass ein Kilo Hackfleisch vom gleichen Tier etwa 7€ kostet) :eusa_think:

Letztendlich stimme ich übrigens zu, dass dieser Artikel im Grunde keine verwertbaren Informationen enthält, da er recht polemisch daherkommt und es auch nicht danach aussieht als hätte der Autor auch nur ein paar Stunden in geeignete Recherchen gesteckt. Lernen kann man da nichts :102:
 
  • Hundefutter - Pressestimme Beitrag #11
Letztendlich stimme ich übrigens zu, dass dieser Artikel im Grunde keine verwertbaren Informationen enthält, da er recht polemisch daherkommt und es auch nicht danach aussieht als hätte der Autor auch nur ein paar Stunden in geeignete Recherchen gesteckt. Lernen kann man da nichts :102:

War auch eher als Diskussionsgrundlage gedacht...
 
  • Hundefutter - Pressestimme Beitrag #12
Off-Topic
War auch eher als Diskussionsgrundlage gedacht...
...und das hat doch auch geklappt, also keine Sorge, ist alles gut ;)
 
  • Hundefutter - Pressestimme Beitrag #13
Das Problem dabei ist, dass Zusatzstoffe allerdings nicht mehr deklariert werden müssen, wenn sie bereits in einer angekauften Zutat/Rohstoff enthalten sind.
Stimmt allerdings, das hatte ich nicht bedacht. Wobei ich da nicht weiß, wie es nach EU-Verordnung genau aussieht, ab wann das noch deklariert werden muss oder nicht. Wird ähnlich wie bei veganer Kosmetik sein, nehme ich an. Andererseits muss man halt davon ausgehen, dass in gewisser Weise konserviert wird, wenn man etwas kauft, das nach dem Öffnen noch jahrelang haltbar ist. Ist bei Lebensmitteln für den menschlichen Verzehr nicht anders und in gewisser Weise verständlich, bevor mir das Futter unter den Fingern wegschimmelt.
 
Thema:

Hundefutter - Pressestimme

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