Brutkästen , welche und wohin

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  • Brutkästen , welche und wohin Beitrag #1
Momole

Momole

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Ihr Lieben, wir sind am überlegen, ob wir in unseren Garten nicht ein paar Brutkästen aufhängen sollen. Die Frage ist, gibts da irgendwas worauf man achten muss? Gibt es Vogelarten, die bestimmte Bauten bevorzugen? Wohin hängt man sie am Besten?
 
  • Brutkästen , welche und wohin

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  • Brutkästen , welche und wohin Beitrag #2
Hallo Momole,

das ist eine sehr gute Idee. :) Die Anzahl unserer heimischen Singvögel wird immer geringer, da sie kaum noch Nistmöglichkeiten finden. Kürzlich gab es eine interessante Fernsehdokumentation mit Vorschlägen zur Abhilfe, die noch einige Tage in der Mediathek abrufbar ist:

Schau mal, hier findest du viele Informationen über Nistkästen für die unterschiedlichen Vogelarten und deren optimale Platzierung:

Ideal wäre es, wenn du die Nistkästen selbst bauen würdest, denn die im Handel erhältlichen weisen oft erhebliche Mängel auf. So habe ich schon Nistkästen für Meisen gesehen, die sich nicht zum Reinigen öffnen lassen oder ein Metalldach und Metallwände hatten, durch die bei Sonneneinstrahlung so große Hitze entsteht, dass die Küken darin geradezu kochen würden.

Ich habe mir im Baumarkt das Holz zuschneiden lassen, die Teile zusammengeschraubt und das Holz hinterher mit Leinöl bestrichen. Das war gar nicht schwer, obwohl ich nun wirklich nicht handwerklich begabt bin.
 
  • Brutkästen , welche und wohin Beitrag #3
Danke Mariama :058: Bis wann muss man die denn aufgehangen haben, denn ich schätze mal es geht ja sicher bald los mit Nisten und wie und wann muss man die auch mal sauber machen, oder muss man das garnicht. Du siehst , bei Kaninchen weiß ich viel, beim Federvieh bin ich noch blutiger Anfänger:uups:
 
  • Brutkästen , welche und wohin Beitrag #4
Was ich vlt noch machen würde ist aber eine Metallverstärkung am Einflugloch. Da du ja auch Spechte hast, wären die kleinen vor ihnen Geschützt, da Spechte gern die Höhlen bzw die Löcher, größer hacken.
Zu Mariama´s Seite würde ich die hier noch hinzufügen
Da kannst du ja auch mal rum Stöbern ;)
 
  • Brutkästen , welche und wohin Beitrag #5
Aufhängen solltest du sie so schnell wie möglich. Ideal ist es, sie schon im Herbst aufzuhängen damit sich die Vögel daran gewöhnen. ;)

Zum Thema "säubern" gibt es unterschiedliche Meinungen. Ich reinige meine sicherheitshalber nach der letzten Brut im Spätherbst.
 
  • Brutkästen , welche und wohin Beitrag #6
ja gern, finde die seite von Mariama schon total interessant und sehe gerade dass ich bei meinem Fütterangebot was ändern muss:( denn bislang schütte ich das ja immer einfach auf eine Schale die erhöht steht, so können kleine und große Vögel dran, aber wenn es regnet wird das Futter ach mal nass und das scheint auch für Krankheiten zu sorgen? Wenn ich es aber überdache können ja die großen nicht mehr ran und das ist das schöne hier, hier fressen Ringeltauben, Goldamern, Eichelhär und Rotkelchen friedlich nebeneinander

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Gleich noch ne Frage, wieso darf man Körnerfutter nicht einfach auf dem Boden verteilen? Hier gibts soiele Arten , die lieber direkt von Boden fressen und sie fressen es auch ausnahmslos weg?
Samen in der Natur , werden doch auch mal nass oder liegen auf dem Boden?:eusa_think:
 
  • Brutkästen , welche und wohin Beitrag #7
In der Natur liegen die Samen eher nicht auf dem Boden; zumindest nicht in größerer Anzahl. ;) Wo sehr viele Vögel futtern, breiten sich vorhandene Keime schnell aus. Kommt noch Feuchtigkeit hinzu, steigt die Gefahr. Außerdem sind die Vögel auf dem Boden eher durch unnatürliche Fressfeinde wie freilaufende Haustierkatzen gefährdet.

Habt ihr auch einen Balkon? Wir haben auf unseren Balkon ein großes überdachtes Futterhaus direkt vor die Balkonkästen gestellt. Die größeren Vögel wie Ringeltauben, Elstern, Krähen und Eichelhäher setzen sich auf den Balkonkasten und bedienen sich von dort aus im Futterhaus. Das funktioniert sehr gut.

Ein überdachtes Vogelhaus im Garten müsste dann noch größer sein damit die großen Vögel es anfliegen können.
 
  • Brutkästen , welche und wohin Beitrag #8
Ok danke, als erste Maßnahme werd ich morgen die Futterstelle mal mit kochendem Wasser behandeln und ab sofort nix mehr auf den Boden werfen:(
 
  • Brutkästen , welche und wohin Beitrag #9
Das klingt nach einer guten Maßnahme. ;) Und wenn du die Körner weiträumig verstreust, dürfte auch nicht passieren. Nur nicht direkt neben Sträuchern oder Gartenmöbeln, hinter denen sich Katzen verstecken können.

Wie ist denn euer Garten gestaltet? Wir lassen in allen Ecken und um Bäume und Sträucher herum das Gras wachsen bis sich Samen bilden. Das gibt ein beliebtes natürliches Futter für die Körnerfresser. Im Frühsommer schenkt uns die Natur Läuse auf fast allen Pflanzen, die Futter für Insektenfresser und Marienkäfer sind. Uns ist noch nie eine Pflanze eingegangen, obwohl wir nie zur bei den Nachbarn so beliebten Spraydose greifen. :roll:

Am späten Nachmittag wird regelmäßig gesprengt, weil Amseln und Stare danach besser ihre Würmchen aus dem Boden picken können. Außerdem können die Vögel dadurch auf ungefährliche Weise ihren Flüssigkeitsbedarf decken. Kleine Wasserschalen sind nämlich auch eine ganz gefährliche Quelle für Infektionen. Vor vier oder fünf Jahren gab es eine deutschlandweite Trichomonadenepidemie, der sehr viele Wildvögel zum Opfer gefallen sind. Besonders Grünfinken waren betroffen. Bei uns gibt es seitdem keine mehr. :?

Bin im Moment auch noch am überlegen, wie ich die Fütterung über den Sommer gestalte. Auf jeden Fall wird es die guten Ganzjahresmeisenbällchen geben.
 
  • Brutkästen , welche und wohin Beitrag #10
Ich wüsste auch gern wie ich weiterhin Ganzjährig füttern soll. Ich fütter auf den Balkon, aber im moment hab ich noch einen selbstgemachten Fettkuchen (der weg geht wie warme Semmeln)
Meisenbällchen, wo keiner mehr ran geht, Rosinen auf einem Tisch verteilt für Amsel, Star und Spatz und eine Futtersäule mit Erdnüssen.

Ich hab extra ein Vogelhäuschen zum aufhängen gekauft, für Kleinsämerein (Verschiedene Hirsearten, Negersaat ect.) Aber da gehen Tauben ran
(und das Häuschen ist wirklich mini [VERSTECK]
16742098jw.jpg
[/VERSTECK]

und da gehen die Tauben ran)

Dann hatte ich mir ein größeres stand Haus geholt, mit der Hoffnung das die Tauben dort nicht rein passen.
Falsch gedacht dort quetschen die sich alle zusammen rein.

Bitte nicht falsch verstehen, ich mag Tauben, aber hier in der Wohngegend gibt es viele Leute, wenn sich da mal einer Beschwerd das ich hier angeblich Tauben Füttere, dann kann ich gleich alles einpacken und das möchte ich nicht.

Eigendlich kam schon ein Anruf von der Hausverwaltung weil in der Regenrinne ein Paar Samen gekeimt haben und sie somit verstopf haben :uups:
Jetzt hab ich erstmal alles was noch keimen kann weggelassen.
Mir ein Gitter geholt für die Löcher die in dem Rohr drin sind, aber ich bekommt das nicht wirklich daran befestigt.

Ich würde gern etwas mehr anbieten als jetzt..., aber die ganzen Tauben und das Regenrohr sind das "Problem".
 
  • Brutkästen , welche und wohin Beitrag #11
also mein Garten ist recht weitläufig ein Teil davon wild wachsend, darauf einige Apfel, Kirsch und Birnbäume, die aber nicht geerntet werden, sondern komplett der Tierwelt zur Verfügung stehen, hab gestren noch Schmetterlingswiese gepflanzt und ein paar Sonnenblumen,

da wo ich jetzt füttere ist ein etwa 30 Meter und 2 Meter breiter Streifen mit wildwucherndem Gestrüpp in etwa zwei Metern entfernt. da fliegen sie wie die wilden rein und raus.:lol: der Futterbaum (abgesägter Baumstumpf ) ist etwa 1,50 hoch oben drauf eine Ablagefläche auf die ich das Futter streue, haben nun vor dort im Sommer eine Wasserschale hinzustellen, die ich täglich mit kochendem Wasser ausgießen und frisch auffüllen werde. Über dem Futterbaum etwas näher an der Wildwuchshecke haben wir noch ein Futtersilo für Meisenködel fest an einem anderen Baumstumpf auch auf etwa 1,50 angebracht. Während des Sommers haben wir uns nun überlegt, eine Überdachung für die offene Futterstelle zu konstruieren, die groß genug ist, dass auch Tauben, Eichelhär etc gut dran kommt.

Wie gesagt heute hab ich die Futterplatte, die aus Plastik besteht mit kochendem Wasser übergoßen, ebenso den Erdbereich , wo ich bislang immer mal was hingeworfen habe. Dann hab ich nur die Platte befüllt, aber ein bissl was wird schon immer noch runterfallen. Gerade die Goldammern (hier liebevoll die Goldmafia genannt) frisst eigentlich fast ausschließlich vom Boden und sie fressen auch alles immer sehr schnell weg, so dass ich nun eben immer mal en paar Körner auf den Weg werfen werde, weit genug von Büschen weg, dass falls doch mal eine Katze kommen sollte, man sie früh genug sieht.
Das Säuberungsritual mit dem kochendem Wasser hab ich nun für ein bis zweimal in der Woche machen, wäre das oft genug?
Katzen haben wir hier seit kurzem keine mehr.
 
  • Brutkästen , welche und wohin Beitrag #12
Nur mal am Rande, ich habe mich vor 2 Wochen mal versucht. Das Häuschen ist schief und es gab nur eine Stelle im Kleingarten, wo es hinpasste, ich bin wahnsinnig gespannt ob sich da ein Vogel reintraut trotz Hunde im Garten..
 
  • Brutkästen , welche und wohin Beitrag #13
ich denk mal wenn es groß genug und so hoch, dass da keine Hunde rankommen, werden die Vögel sicher bald merken, dass es da was zu futtern gibt:D
 
  • Brutkästen , welche und wohin Beitrag #14
Naja, da gibts nichts zu futtern, ist ein Nistkasten ;)
 
  • Brutkästen , welche und wohin Beitrag #15
achso sorry , ich dachte an ein Vogelhäuschen:uups:
 
  • Brutkästen , welche und wohin Beitrag #16
ich hab noch eine Frage, wie lange kann ich noch Meisenknödel füttern? Die Fressen die hier gerade wie die irren:shock:
 
  • Brutkästen , welche und wohin Beitrag #17
ich hab noch eine Frage, wie lange kann ich noch Meisenknödel füttern? Die Fressen die hier gerade wie die irren:shock:


Füttern kannst du das ganze Jahr, wenn du magst. Gerade jetzt wird die erste Brut gezogen, da sind die Altvögel sicher dankbar, wenn sie sich einen Energiehappen holen können, statt für den eigenen Schnabel auch noch was zu Futtern finden zu müssen. Bleiben mehr Insekten für die Jungen.
 
  • Brutkästen , welche und wohin Beitrag #18
aber es kann den jungen nicht schaden, wenn die Eltern sie womöglich mit Meisenködel füttern?
 
  • Brutkästen , welche und wohin Beitrag #19
Genau diese Frage bewegt mich auch, Momole. Von einer sehr guten und kompetenten Fachärztin für Ziervögel, die sich auch mit Wildvögeln bestens auskennt, habe ich mal als Argument gegen die Sommerfütterung diese Aussage gehört. Würden die Altvögel ihre Jungen mit Meisenknödeln füttern, wäre es auf jeden Fall schädlich.

Ich denke aber wie Farlo, dass sie ihre Jungen mit Insekten füttern werden und sich nur selbst an den Meisenknödeln bedienen. Auf jeden Fall werde ich noch gekaufte Futterinsekten anbieten sobald ich die Meisenbabies im Nistkasten piepen höre.
 
  • Brutkästen , welche und wohin Beitrag #20
Ich füttere schon einige Jahre durchgehend, sehe einige Nistkästen vom Küchenfenster aus mit meinem Spectiv ganz genau und kann sogar erkennen, was die Altvögel im Schnabel herangetragen haben. Bei den Meisen habe ich bis zum Flüggewerden nie, nie, niemals etwas anderes gesehen, als Insekten. Obgleich die Altvögel sich an den geschälten SB-Kernen bedienten, konnte ich nicht ein einziges Mal sehen, dass was davon zum Kasten gebracht wurde. Und verendete Küken habe ich bei der Reinigung der Kästen auch nicht gefunden, ausser mal ein vertrocknetes Etwas, was mal ein Küken war. Aber das ist nicht ungewöhnlich, dass mal ein schwächelndes Küken sich nicht durchsetzt.

Mariama, ich glaube, ich weiß, von welcher Tierärztin die Rede ist. Ihre Kompetenz will ich auch nicht in Abrede stellen, aber solange es keine Studie zu einem solchen Verhalten gibt, es keine nachgewiesenen Todesfälle der Küken durch falsche Ernährung der Altvögel gibt (und die Briten, die uns weit vorraus sind, was Wildvogelbeobachtungen und Ganzjahresfütterung angeht, keinen Alarm schlagen), denke ich eher an ein Ammenmärchen.

Mein Motto: Die tierischen Instinkte sind verlässlicher, als der menschliche Verstand;)
 
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