Wie soll ich reagieren?

Diskutiere Wie soll ich reagieren? im Smalltalk Archiv Forum im Bereich Smalltalk; Hallo. 8-) Ich habe ein kleines Problem und weiß nicht so richtig, wie ich reagieren und mich verhalten soll. Dazu muss ich aber ein paar Worte...
  • Wie soll ich reagieren? Beitrag #1
Lissychan

Lissychan

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Hallo. :cool:

Ich habe ein kleines Problem und weiß nicht so richtig, wie ich reagieren und mich verhalten soll.

Dazu muss ich aber ein paar Worte zu meiner Vorgeschichte sagen:
Ich bin zu Hause bei meinen Eltern schon mit Tieren aufgewachsen - Wellensittiche. Bei meinen Großeltern hatte ich meine Kaninchen und Meerschweine.
Mit 16 Jahren habe ich dann Mäuse bekommen (mein Stiefvater hat eine Tierhaarallergie, Katzen etc waren also leider nicht möglich).
Nach meinem 18. Geburtstag bin ich von zu Hause ausgezogen. In meiner ersten eigenen Wohnung konnte ich nun also ein paar Tiere halten, die ich vorher nicht haben durfte.
Ich hatte wieder Wellensittiche, eine Schlange (Königspython), Mäuse, kurze Zeit zur Pflege eine Wasserschildkröte, ebenfalls zur Pflege für kurze Zeit eine Katze, später einen Zwerghamster, habe Erfahrung mit Hunden gemacht (während Urlaub aufgepasst) etc.
Auch in meiner zweiten eigenen Wohnung hatte ich wieder ein Zwerghamster und einen Kater zur Pflege.
(Kann sein, dass ich jetzt auch 1 - 2 Tierchen vergessen habe.)

Ich habe also immer Tiere gehabt und für sie gelebt.
Jetzt bin ich vor einem halben Jahr von Sachsen nach NRW gezogen - 600 km weg.
Hier habe ich mir einen neuen Freundeskreis aufgebaut, einen Freund gefunden und mir ein wirklich schönes Leben aufgebaut. Im Moment habe ich wieder einen Zwerghamster, denn ohne Tiere kann ich nicht leben. Am Freitag kommt eine Katze zu mir, die ich dann endlich auch mal behalten kann und nicht nur für kurze Zeit pflege.
Ich befasse mich viel und sehr ausführlich mit allen Tieren und Arten, lerne jeden Tag neue Dinge dazu.

Nun zu meinem Problem:
Auch in meinem neuen Freundeskreis gibt es einige Personen, die Tiere haben (vorwiegend Hamster).
Wenn ich dann aber sehe, in welchen Zuständen sie leben (viel zu kleiner Käfig, vielleicht ca 50 x 30 cm?!) oder welches ungesunde Futter sie bekommen... Ich bekomme dann einfach Mitleid. Ich will helfen und es verbessern. Aber wenn ich es dann anspreche und sage, dass z.B. das Futter nicht geeignet ist, werde ich nur schief angeschaut und teilweise runtergemacht. Es wird nicht verstanden. ("Wenn das Futter schlecht wäre, würde man es ja nicht verkaufen.")

Wie soll ich denn darauf reagieren? Mir tun einfach die kleinen wehrlosen Tiere leid.
Soll ich es einfach lassen und den Mund halten?

Danke an alle, die sich diesen Roman durchlesen und mir helfen wollen! :clap:
 
  • Wie soll ich reagieren? Beitrag #2
Huhu,

solche Bekannte habe ich auch. Zugenüge...
Ich gebe denen immer Internetseiten etc...
Mehr als aufklären geht wohl nicht.

Ich drücke dir die Daumen...:/
 
  • Wie soll ich reagieren? Beitrag #3
Danke. Ja, ich habe es schon mit verschiedenen Seiten versucht, die auch sehr oft hier im Forum genannt werden.
Ich habe auch versucht, es mit eigenen Worten zu erklären, warum man nicht grade Futter mit einer Menge Sonnenblumenkernen und Nüssen (dafür keine Kräuter und Blüten) nimmt.
Aber darauf hin bekomme ich dann nur Gelächter und Spott. V-Kraft würde den Hamstern ja schmecken. Klar, mir schmeckt zuckriges und ungesundes Zeug auch besser als eine Gurke :D

Es wird halt nicht ein Wort angenommen. Und da habe ich bisher nur das Futter angesprochen, weil das wohl noch das kleinere Übel war als der zu kleine Käfig. Auf das Thema wollte ich erst kommen, wenn das andere akzeptiert wird...
Da kann ich aber wohl lange warten.
 
  • Wie soll ich reagieren? Beitrag #4
Ich geb dir auch den Tipp noch mit. Nerve nicht. Weise ab und an dadrauf hin, aber nicht nerven:mrgreen: Das hat ne Freundin zur weißglut mal gebracht, gut das sie mich gut kannte:lol:
Oder schenk denen ein gebrauchtes Aqua zum B-day oder so:eusa_think:
 
  • Wie soll ich reagieren? Beitrag #5
Ich hatte es ja anfangs, als ich es gemerkt hatte (Bilder bei FB, Hamster beim Fressen...), nur angesprochen. Habe nur gefragt, was der frisst und meinte dann, dass es gesündere Alternativen gibt und ich gern etwas von meinem selbstgemischten Futter abgebe zum Probieren.
Aber das war wohl schon zu viel und es gingen deswegen Diskussionen los, in denen ich weiter ruhig meine Argumente gebracht habe. Mehr war bisher auch nicht. Aber es war schon heftig, dafür, dass ich nur darauf hinweisen wollte.
 
  • Wie soll ich reagieren? Beitrag #6
Off-Topic
wenn dir das wohl so wichtig ist, bedenke bitte das Katzen keine einzelhaltung wollen ;) außer es steht fest das sie absolut unverträglich ist
 
  • Wie soll ich reagieren? Beitrag #7
Off-Topic
Es wird auch noch eine weitere in nächster Zeit dazu kommen, keine Sorge :)
 
  • Wie soll ich reagieren? Beitrag #8
Huhu,
ja sowas ist leider wirklich schwer bei Freunden, weil man ihnen auf der einen Seite nicht vor den Kopf stoßen und auf der anderen Seite nur an deren Vernunft appellieren will. Wer es dann aber nicht hören will oder wirklich nicht versteht, der lenkt dann natürlich nicht sofort ein.

Ganz wichtig finde ich auch: nicht zu oft ansprechen, auch wenn es furchtbar auf der Zunge kribbelt. Das merkt man sehr schnell, wenn es wen nervt - dann wird es leider immer schwerer, doch noch was zu erreichen.

Ich handhabe das mittlerweile so, dass ich die Infos dezent in Fragen verpacke, um denjenigen langsam von selbst auf einen anderen Gedanken zu bringen. Zum Beispiel nicht "Du kannst doch nicht wissen, dass deine Katze keine anderen mag" sondern mehr "aber meinst du nicht, du könntest der Katze etwas mehr Zeit geben, sich an eine andere Katze erstmal in Ruhe zu gewöhnen?" (Mir fiel das gerade ein, da ich genau dieses Thema am Dienstag erst hatte ;) )

Ein anderer Weg wäre, einfach mal eine handvoll Informationen und Erklärungen zusammenzustellen mit Quellenangaben und einfach mal mit einem kurzem "Ich mag dir das mal ans Herz legen, mir ist das sehr wichtig, lies es dir einfach mal durch" in die Hand drücken und dann erstmal etwas später die Reaktion abwarten.

Ich denke, je vorsichtiger du das angehst, desto eher wird dir ernsthaft zugehört ;)
 
  • Wie soll ich reagieren? Beitrag #9
Schlimmer find ich wenn sie es besser wissen und sie trotzdem so halten -.- Meine Freundin ist so ein Fall. Hat von ihrem neuen Freund einen Zwerghamster mit sehr Schicken, aber lieder viel zu kleinem, Holzkäfig geschenkt bekommen. Nun meint sie dass sie den hamster darin auch halten muss, weil sie ihren Freund sonst damit verletzt.

Also wirklich helfen kann ich dir da auch nicht, weiß bei meiner Freundin auch nicht weiter. Bei unwissenden kann man einfach nur immer wieder aufklären oder Tipps geben.
 
  • Wie soll ich reagieren? Beitrag #10
Erste Reaktionen kamen nun doch. Und zwar erfolgreiche.
"Du hattest recht. Habe dem Hamster Gurke und Salat gegeben und er liebt es." Ein Anfang.
Das Trockenfutter wird nicht geändert, aber nachdem ich stolz erzählt habe, dass ich bald ein größeres Gehege habe, da meins mit 80 x 40 x 40 cm mir zu klein erscheint, kam auch die Reaktion, dass man mal über was Größeres nachdenken kann, wenn man es günstig oder kostenlos bekommt. :D:angel:
 
  • Wie soll ich reagieren? Beitrag #11
Kein Mensch mag Klugscheißer. Fütter deinen Hamster wie du es für richtig hälst und lass die anderen ihr Ding machen. Fertig.
 
  • Wie soll ich reagieren? Beitrag #12
Kein Mensch mag Klugscheißer. Fütter deinen Hamster wie du es für richtig hälst und lass die anderen ihr Ding machen. Fertig.
Das hat nichts mit klugscheißen zu tun. Es geht schließlich um ein Lebewesen. Würdest du still daneben stehen, wenn ein Kind von den Eltern heftig geschlagen wird? Ist vielleicht ein krasses Beispiel, aber da kann man ja auch sagen: Joa, sollen die Eltern doch wissen, was sie machen.
 
  • Wie soll ich reagieren? Beitrag #13
Was das Thema Futter angeht, bin ich der Meinung, dass im Netz inzwischen ein Trend entstanden ist, bei vielen Tierarten das industriell hergestellte Supermarktfutter zu verteufeln. Dabei beruht vieles auf Vermutungen und Thesen, ob das alles was da so behauptet wird zutriffet (Zusammenhang mit Krankheiten/ verkürzter Lebenserwartung) kann oft nicht belegt werden.

Ich habe meinem ersten Hamster als Kind auch Futter aus dem Supermarkt gefüttert und er hat viel liegen gelassen.

Würdest du der Halterin eine Packung Futter schenken von dem du überzeugt bist und sie würde merken, dass ihr Hamster davon viel lieber frisst, dann würde sie das vielleicht zum Umdenken bewegen?


Was den Umgang mit der Tierhaltung der Mitmenschen angeht, das kenne ich aus eigener Erfahrung. Ich habe nicht mehr, wie noch mit Anfang Zwanzig die Vorsätze alle Mitmenschen zu "missioniern". ;)

Aber natürlich tut es mir auch immer noch leid, wenn Tiere nicht so gehalten werden wie das meinen Vorstellungen entspricht.
Allerdings hatte ich in den letzten Monaten zwei Beispiele bei denen es wirklich sehr gut gelaufen ist.

Einmal ein elfjähriger Junge der ein Aquarium bekommen hat. Mutter und Sohn ohne Ahnung und nach einem halben Jahr waren ungefähr 40 Fische "durchgewandert" vom Erstbesatz lebten noch zwei. Der Junge war total stolz auf sein Aquarium und sie haben es für relativ normal gehalten, das Fische wegsterben und günstig nachgekauft werden können. Ich erwähnte zwar, dass ich das schade finde und das Fische gewissen Ansprüche an ihre Umwelt haben, aber sie zeigten kein Interesse dazu zu lernen. Dann waren Mutter und Sohn bei mir, sahen meine dicht bepflanzten Becken und der Junge wollte auch keine Plastikpflanzen mehr sondern ein "echtes" Becken.
Wir haben sein Becken zusammen neu gestaltet, ich habe ihm ganz beiläufig erzählt, wie er seinen Tieren "gutes" tun kann und sein Interesse wurde immer größer. Inzwischen weiß er, welche Wasserwerte wichtig sind, er kann selbst Tröpfchentests durchführen, es wird regelmäßig Wasser gewechselt und gelegentlich helfe ich ihm bei der Pflanzenpflege. Sogar einen "Patenfisch", die Dori habe ich in seiem Becken :mrgreen:
Tja, es kam wie es kommen musste, auch die Mutter wurde vom Aquarienvirus befallen, sie bekam fürs Wohnzimmer ein eigenes Becken (ich durfte beim Einrichten helfen) und den Fischen geht es gut.

Zweites Beispiel eine Freundin mit zwei Kaninchen die ihr Leben in einem zwar hübschen, aber kleinen Kaninchenstall verbringen. Im Sommer bekamen sie gelegentlich für einige Stunden in einem kleinen Gehege im Garten. Ich habe die Kaninchen immer besucht wenn ich bei ihr war und habe sie in einem guten Moment darauf angesprochen, dass wir zwar alle gegen Massentierhaltung sind, aber der Platz für die Kaninchen doch fast genau so eingeschränkt ist. Und das, obwohl sie ihre Tiere doch so gerne hat. Das hat sie nachdenklich gemacht.
Beim nächsten Besuch habe ich ihr Bilder von verschiedenen, leicht nachbaubaren Gehegen gezeigt die ich aus dem Netz auf mein Handy geladen habe. Sie war überrascht, sie kannte so eine Haltungsform gar nicht und war schnell davon überzeugt, dass auch ihre Tiere so etwas haben sollen. Wir haben dann einen Plan gemacht, sind zum Baumarkt und haben gemeinsam ein Gehege gebaut das vor dem Stall aufgestellt werden kann und so ständigen Auslauf ermöglicht. *hüstel* Na ja, ein bisschen männliche Hilfe mussten wir dann doch in Anspruch nehmen :lol:...
Das Gehege entspricht mit 4qm nicht den Wunschvorstellungen, aber gegenüber den vorherigen Gegebenheiten ein Ergebnis dass mich trotzdem sehr zufrieden macht.

Es gibt noch weitere, erfolgreiche Beispiele aus der Umgebung, ich mag jetzt nicht alle aufzählen. Grundsätzlich halte ich es für wichtig, dass man dem Gegenüber keine Vorwürfe macht. Die meisten Halter lieben ihre Tiere und sind durchaus bereit, etwas an der Haltung zu verbessern wenn man Denkanstöße gibt und auch zu erkennen gibt, dass man die vorhandenen Gegegbenheiten nicht nur als "schlecht" ansieht.
Auch wenn uns gewissen Hamsterkäfige zum Beispiel recht winzig vorkommen, so kann es doch sein, dass sie im Laden zu den größten Käfigen überhaupt gehört haben und auch verhältnismäßig viel Geld in den Käfig und die Einrichtung investiert wurden.
Da kann es sehr verletztend sein wenn man Sätze wie "das ist nicht artgerecht" oder gar "so ein Gehege ist Tierquälerei" vor den Latz geknallt bekommt.
 
  • Wie soll ich reagieren? Beitrag #14
Ich habe ihnen ja auch keine Vorwürfe gemacht. Oben hatte ich schon geschrieben, dass ich auch etwas von meinem Futter angeboten habe, damit sie mal schauen kann, wie ihr Hamster reagiert, da meiner total scharf darauf ist. :)
Und mit dem Gehege habe ich auch nur über mich gesprochen und meinte beiläufig, dass meines mit den Maßen der Mindestgröße entspricht und sie hat eingelenkt und denkt über ein Größeres nach.

Klar, wer schaltet denn auch erstmal nicht auf stur, wenn jemand ankommt und sagt: Du machst das falsch. Ich bin da auch so. Deswegen habe ich alles so beiläufig wie möglich gesagt und heute kamen nun auch schon viele Fragen ("Darf ich das füttern? Und geht das?"). Das wird schon alles. :)
 
  • Wie soll ich reagieren? Beitrag #15
Felix, ein Schelm der jetzt böses denkt *pfeif* .. zu deinem Problem: ich kenne es ebenfalls zu Genüge. Man wird schief angeschaut oder als völlig übertriebener Tierschützerfreak abgestempelt. Als eine Freundin meiner (14 Jahre älteren) Schwester mal ein Bild von ihrem super süßen Hamster auf FB postete und ich sie irgendwann darauf ansprach, dass der wirklich nicht auf Dauer in diesem winzigen Käfig mit den Plastikröhren leben kann, kam von meiner Schwester freundlicherweise ein "Ach, die übertreibts immer gern. Ich soll meine Kaninchen ja auch am besten im ganzen Garten halten und ihnen ein Schloss bauen" Es war nicht der genaue Wortlaut.. den habe ich aktiv verdrängt :roll: aber in diese Richtung ging es.. Die Haltungs und Erziehungsansichten meiner Schwester muss ich wirklich einfach mit zusammengekniffenen Arschbacken ignorieren. Bei Freunden habe ich angefangen auszusortieren. Ich bin nur noch mit Menschen befreundet, die entweder keine Haustiere haben, meine Ansichten teilen oder sich welche angeschafft haben und mich vorher um Rat gefragt haben...^^
 
  • Wie soll ich reagieren? Beitrag #16
Bei Gesprächen zu solchen schwierigen Themen helfen ein paar Taktiken aus Verkaufsgesprächen.
Zum Beispiel ein paar Suggestivfragen (Fragen die dem anderen im Grunde schon eine bestimmte Antwort in den Mund schieben) und unablehnbare Angebote. Ungefähr so:

X: "Dein Hamster ist aber süß, den hast du sicher sehr gern, oder?"
Y: "Ja, (er ist mein ein und alles)."
X: "Hast du den Käfig und alles selbst eingerichtet?"
Y: "Ja, ich habe mich im Zooladen beraten lassen."
X: "Hatte ich am Anfang auch, aber dann habe ich im Internet Bilder von richtigen Abenteuerkäfigen gesehen, zum Teil sogar mit selbstgebauten Häusern und Brücken, die waren voll schön, jetzt bin ich selbst die ganze Zeit am überlegen wie und was ich noch tolles neues für meinen Hamster basteln oder kaufen kann. Hast du auch schon mal versucht den Käfig für deinen Hamster umzugestalten."
Y: "Nein, bisher noch nicht."
X: "Ist echt klasse und macht voll viel Spaß den Hammi dann beim Erkunden der neuen Sachen zu beobachten. Ich wette dein Kleiner würde auch gleich alles ausprobieren, zumindest sieht er ganz schön frech und klever aus."
Y: "..hmm."
X: "Ich kann dir gerne mal nen Link schicken mit Einrichtungstipps, gibt echt so richtig tolle Käfige, auf viele bin ich echt neidisch. Vielleicht können wir ja auch zusammen mal was basteln, du bist doch kreativ/handwerklich begabt."
Y: "Ja, okay."

Dann bei Zeiten ne Mail schicken mit Fotos von deinen Käfigen und/oder Links zu mega toll aussehenden Hamsterheimen und Bastelanleitungen und dem Hinweis, dass du dadurch auch schon "total viel über Hamster gelernt hast, z.B. auch über Ernährung etc."

Zwingen kannst du natürlich niemanden, aber wenn du das Gespräch so führst dass du dem Gegenüber ständig das Gefühl gibst er wird nicht belehrt sondern als wenn es für ihn hier was zu "gewinnen" gäbe (z.B. ein neues Bastel-Hobby, oder ein spannderer Anblick vom Hamster beim Erkunden, oder vielleicht einen tollen, neuen Blickfang im Zimmer) und außerdem alles positiv formulierst ist die Chance gleich viel höher, dass der andere darauf einsteigt anstatt wenn du einfach nur sagst "Dein Futter ist aber ungesund." ;)
 
  • Wie soll ich reagieren? Beitrag #17
Ich kenn das auch...

Nachbarn haben Kaninchen, dazu hatte ich hier im Forum auch ein Thema aufgemacht... Hatte der Tochter im Februar geraten die drei Impfen zu lassen... Im April waren sie mit einem zum Krallen schneiden beim TA (nach den Impftagen) und es wurde nicht geimpft... Aber Hauptsache die Mutter labert mich ne halbe Stunde im Wartezimmer voll (es endete mit der Frage: Haben eure Meerschweine auch Namen? :eusa_eh:) und will sich dann wundern, dass das Krallen schneiden und Zähne nachschauen (wieso auch immer...) auch noch Geld kostet, wie kann der TA sowas machen und auch noch Geld verlangen wollen :lol: (Krallen schneiden kostet bei meinem TA ganze 10 Euro +/- paar Cents).

Bekannte von mir holen sich Meerschweine, die Tochter will unbedingt welche, hat heute Geburtstag. Vor 2 o. 3 Wochen waren sie hier, zum Schauen. Wollen zwar Außenhaltung und ich hab Innenhaltung, aber nunja.
Ich war echt "guter Dinge", dass der Tochter meine zu scheu sind. Manja hat ihr Erbsenflocken aus der Hand gefressen, die anderen sind alle geflüchtet und Honey hat sich, im Krankenkäfig (hatte den Abend vorher ne OP) streicheln lassen (sie wäre auch die Kandidatin gewesen, die sich im Gehege hätte streicheln lassen).
Nein, sie war begeistert... Und dann fing die Mutter an zu erzählen, dass sie ihres früher an der Leine hatte und Gassi gegangen ist - Oh, Mama, wir kaufen auch Leinen... Ich hab dazu natürlich was gesagt, der Mutter auch später noch geschrieben, dass sie die Leinen doch bitte lassen sollen, sie haben doch den Hund...
Im Wohnzimmer, wo da der Krankenkäfig mit Honey stand, kam dann die Frage: Wäre so ein Käfig geeignet? :shock: Hallo, wir waren grade im Keller, Gehege übersehen? (hab ich natürlich nicht gesagt...^^) - Ähm... ne zu klein - Mama, wir kaufen so einen doppelten, dann haben die oben Platz und unten können sie laufen.
Es wurde auch nach Futter gefragt, also eig. hätte man einen guten Eindruck haben können... Wäre da nicht die Frage nach dem Käfig, die Feststellung mit den Leinen und und und gewesen...

Ich hab dann noch der Mutter geschrieben, was die OP von Honey gekostet hat... Hätte ja sein können, dass das abschreckend wirkt...

Mehr als Internetseiten sagen, Flyer mitgeben etc. kann man nicht. Bin nur froh, dass die MeerschweinchenHilfe von der Gegend dort wohl keine hin vermittelt und sie hoffentlich auch keinen "Züchter" finden, der das macht. Gute Züchter achten bei Meerschweinen auf gute Haltung (finde ich übrigens Interessant... Viele Meerschweinzüchter halten ihre Tiere super gut, bei den Kaninchen macht das kaum einer... Vll. haben Meerschweine wirklich das "Glück" absolute Liebhabertiere zu sein und Kaninchen nunmal auch Nahrung...).
 
  • Wie soll ich reagieren? Beitrag #18
Off-Topic
Oder weil Meerschweinchen eh weniger Platz brauchen als Kaninchen:eusa_think:
 
  • Wie soll ich reagieren? Beitrag #19
Off-Topic
Dann wäre das ja aber trotzdem kein "Thema". Mein Opa hat es früher sogar geschafft, die Kaninchen zum Schlachten in Gruppen zu halten. Gibt ein Bild von meinem Cousin, wo er inmitten der Kaninchen in nem alten Kuhstall sitzt, im Verhältnis sicherlich eher wenig Platz für die Menge (ich schätzte das der Stall so 15 qm hat und das für drei, vier Häsinnen + Nachwuchs), aber besser als die Buchten, in denen auch die Zwergkaninchen bei den meisten Züchtern leben (müssen).

Auf jeden Fall "seltsam" dass Meerschweinzüchter es schaffen die Tiere artgerecht zu halten & zu ernähren, Kaninchenzüchter aber (meistens) nicht. Hier gibts nen Züchter, der hat soo ein großes Grundstück, da könnte er locker 5 artgerechte Außengehege drauf stellen. Die wären dann vll. zur "Nachwuchszeit" zu klein, aber besser als die Buchten & Ställe, die er so da verteilt hat.
 
  • Wie soll ich reagieren? Beitrag #20
Off-Topic
Ja, diese Selbstverständlichkeit, dass Zuchtkaninchen nunmal in Buchten gehalten werden, finde ich auch daneben.. Ich bin mit einem Gnadenhofbesitzer befreundet, der auch ein kleines Forum hat. Allen dort ist Tierschutz und Artgerechte Haltung ach so wichtig (und ich kann die Meisten Leute finde ich ja auch nett), aber dann wird stolz die neue Zuchtanlage gezeigt mit kleinen Buchten, die zueinander offen sind und einzelne Kaninchen drin hocken. Ansonsten leer. Nicht einmal ein Schutzhäusschen. Und wenn man dann Vorschläge macht, wie man diese Tiere Artgerecht halten könnte, kommt nur, dass das eh alles nicht geht. Tierschützer ist man aber trotzdem, da es schließlich eine bedrohte Rasse ist... Danke für's Gespräch. Was übrigens damit endete, dass ich schließlich einen Hund habe und berufstätig bin, was ja auch mal gar nicht geht und ich daher gut reden habe.
 
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