Huhu,
Erstmal: herzlichen Glückwunsch zum Aquarienwundsch!
Generell würde ich empfehlen nicht mehr als drei, maximal vier Arten in einem Aquarium zu halten. Ausgenommen verschiedenen Barsch-Becken und Großanlagen.
Die Tiere, die Du dir ausgesucht hast sind recht unterschiedlich in ihren Ansprüchen:
Indische Glaswelse sind ohne Frage wunderschön, aber leider in Gefangenschaft bisher nicht gezüchtet. Alle Tiere im Handel sind Wildfänge aus einem durchaus bedrohten , kleinen Bestand in der Wildnis. Das bringt nicht nur das Problem mit sich, dass sie oft Probleme haben sich in der Aquarienhaltung ein zu gewöhnen, sondern auch, dass Du damit evtl. die Art weiter gefährdest. Die Tiere gehen nur an feines Lebend- und Frostfutter. Für einen Anfänger würde ich sie deswegen nicht unbedingt empfehlen. Außerdem brauchen sie eine starke Strömung im Becken und haben Garnelen zum fressen gerne

. Sie sind Gruppentiere, Du solltest also mindestens acht, besser mehr Tiere anschaffen. Die Preise sind aber auch zu berücksichtigen: Da es sich um Wildfänge handelt sprechen wir hier nicht von Pfennigbeträgen. Si ebenötigen ein Aquarium ab 100 cm.
Pferdekopfschmerlen sind scheinbar Einzelgänger. Auch diese Art lässt sich nicht in Gefangenschaft züchten. Ich vermute, sie wird - wie andere Schmerlenarten auch - deswegen in ihrem Ursprungsland "gefarmt" (Wildtiere fangen und in Gefangenschaft ablaichen lassen) oder ebenfalls wild für den Verkauf gefangen. Die Art ist vergleichsweise selten im Handel zu finden. Sie sollen sich wohl auch mit Zwerggarnelen verstehen, benötigt feinen Bodengrund zum wühlen und eingraben und brauchen aber recht große Becken von ca. 200 cm länge. Keine Beckengröße, die ich für das allererste Aquarium empfehlen würde. Deswegen würde ich dir auch von dieser Art eher abraten.
Fächergarnelen sind tolle Pfleglinge, brauchen aber auch eine entsprechend starke Strömung im Becken und wollen auch in kleinen Gruppen gepflegt werden. Ihre Fütterung ist etwas aufwändig, man muss mehrmals täglich mit einem feinen Futter füttern, was sie sich aus der Strömung fangen können. Ob diese Arten (Monsterfächergarnele, Zwergfächergarnele und Molukkenfächergarnele) inzwischen gezielt nachgezüchtet werden können weiß ich nicht. Sie brauchen nicht all zu große Aquarien (60-80 cm) mit ein paar Verstecken und sind ansonsten sehr ruhige Aquarienbewohner.
Neons werden auf jeden Fall haufenweise nachgezüchtet bzw. gibt es gute Biotoppflegeprogramme, so dass man mit dem Erwerb von Wildfängen auch ein Stückchen Tropen schützen kann. Sie kommen schon in kleinen Aquarien zurecht, wunderschönes Schwarmverhalten zeigen sie aber erst in großen Becken ab 120 cm. Dort setzt man am besten gleich 30 oder mehr Tiere ein. Sie sind Räuber, aber recht klein. Deswegen stellen sie für Garnelen und Krebse keine Gefahr dar. Allerdings sind sie die Leibspeise von Skalaren

. Wenn man also Neons mit Skalaren vergesellschaften möchte sollte man eher dem größeren verwandten, den roten Neon ins Auge fassen und die Skalare mit den Neons gemeinsam aufwachsen lassen.
Skalare sind fantastische Fische und werden auch in großen Massen gezüchtet. Sie brauchen sehr hohe Becken, 50 cm besser 60 oder 70 cm hoch sollte das Aquarium für einen Skalar sein. Lang sollte es mindestens 100 cm sein, wobei in meinen Augen für so große Tiere mehr Platz immer ein Gewinn ist. Man darf nicht vergessen, dass sie echte Raubfische sind. (siehe Neoons), entsprechend gerne Verzehren sie auch Garnelen und ärgern andere Fische, die zB. lange Flossen Ausläufer haben. Ein kleiner Nachteild er Art ist, dass sie sich als Jungfische im Schwarm wohl fühlen, mit der Geschlechtsreife aber bevorzugt als Pärchen leben, dass auch ein recht großes Revier besetzt. Da man dazu die Geschlechter bei Jungtieren kaum unterscheiden kann, muss man eigentlich immer einen kleinen Schwarm Jungfische anschaffen und abwarten wann sich ein Pärchen herauskristallisiert. Den Rest der Gruppe muss man dann abgeben oder ein zweites Aquarium aufstellen.
Ich würde dir empfehlen Skalare und rote Neons an zu schaffen. Vielleicht findet sich mit der Zeit ja noch ein Bodenbewohner. Als Aquarium würde ich mit einem Set um 300L anfangen.
Wenn dir das zu groß ist, dann würde ich dir zu einem Aquarium um 60 L raten, evtl. auch 112L. Dazu gibt es massenhaft Sets im Handel - und wir schauen nochmal, ob wir nicht einen Besatz finden (diverse Krebsarten, Zwerggarnelen, Lebendgebärende, kleine Salmler, kleine Welse, Zwergbuntbarsche,...) der dir gefällt und in einem kleinem Aquarium glücklich wird.
LG
Felis