- Natur beobachten Beitrag #1
Elkecita
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Frühling ist einfach die wundervollste Zeit im Jahr. Vor allem, was die Natur angeht. In keiner anderen Jahreszeit ist die Landschaft bei uns hinterm Haus so grün, so übersät mit Blüten, so saftig und fruchtbar. Bald kommt die Hitze wieder und versengt alles zu einem einheitlichen Braun-Beige, weswegen meine Mutter es auch "die Wüste" getauft hatte.
ABer zur Zeit blüht die Wüste. Diese verschiedenen Grüntöne in Licht und Schatten, die bunten Flecken aus Blütenteppichen, es ist einfach herrlich. Ich könnte stundenlang umherstreifen, querfeldein, kreuz und quer, und Flora und Fauna erforschen. Jetzt ist die Zeit der wilden Orchideen. Dieses Jahr sind sie sogar recht spät dran. Was habe ich in den letzten Wochen schon die mir bekannten Standorte akribisch durchforstet und habe lediglich einige Pflänzchen, aber ohne Blüten, entdeckt. Aber letztes Wochenende war es endlich soweit. Habe unserer Pflegetochter stolz die erste magentafarbene stattliche Orchidee zeigen können, und daraufhin hat sie selber noch einige weitere Exemplare entdeckt. Sie wachsen meist in Symbiose mit wildem Thymian, oder in wilden Wiesen in der Nähe von Thymian und Ginster. Ich war - wie jedes Jahr wieder - ganz aus dem Häuschen.
Es gibt bei uns drei verschiedene Orchideentypen: Orchis Papilonacea (das ist die schöne grosse, magentafarbene), Ophris Speculum (klein, Insekten nachahmend, blau) und Ophris Lutea (wie Speculum, aber in Gelb). Die Ophris Speculum habe ich ebenfalls gesehen, aber die Blütenstängel waren noch mit geschlossenen Knospen, die sind jetzt bestimmt erst so richtig erblüht. Und Ophris Lutea, von der teilweise ganze Wiesen übersät sind, tja, von denen hab ich bisher noch keine einzige gesehen.
Ich wollte von der Orchis Papilonacea ein Bild hier reinstellen, krieg es aber weder vom Compi noch vom Telefon aus fertig. Werde ich aber weiter versuchen. Und wenn ich dieses Tage von den beiden Ophris noch Bilder mache, kommen sie auch hier rein.
Und dann die Tierwelt. Ich denke oft, wie schade, dass ich keine richtig gute Kamara mit Teleobjektiv habe, denn wir haben sooooo viele Raubvögel, dass es eine wahre Pracht ist. Vor allem haben es mir die Milane angetan, Rotmilane gibt es sehr sehr viele, aber in den letzten Wochen sehe ich immer öfter auch Schwarzmilane. Oft fliegen sie nur wenige Meter über unseren Köpfen hinweg. Daneben gibt es Falken (vor allem kommen die vom Flughafen her, das sind die Falken, die sie am Flughafen halten, um die Singvögel abzuhalten) und Geier. Ich glaube, die Geier haben auch wieder Nachwuchs bekommen, jedes Jahr sehen wir wieder junge Geier mit noch weissgeflecktem Gefieder.
Wie oft hab ich mich schon erschreckt, laufe ich Blumen suchend durch die Wildnis und mir nichts dir nichts flattert ein Rebhuhn vor mir auf. Es gibt sehr viele Rebhühner, einmal habe ich sogar ein winziges Rebhuhnküken am Boden kauernd gesehen (leider hatte ich mal wieder nichts zum Fotografieren dabei). Die Eltern waren hochgeflattert vor mir, um mich abzulenken. Bin dann auch sofort die andere Richtung wieder zurück, um sie nicht weiter zu stören.
Kaninchen gibt es in Hülle und Fülle. Leider haut die Myxomatosis wieder mit der Todeskeule zu, und das Feld ist übersät mit Kaninchenleichen. Letztens hoppelt ein junges Kaninchen vor mir her, so langsam, dass ich es hochnehmen konnte. Es hatte total verquollene Augen und war dem Tode geweiht. Es tat mir so leid. Ich suchte ein Versteck für das Tier und setzte es streichelnd ab. Es sollte wenigstens von Hunden geschützt friedlich sterben. Hasen sehe ich ganz selten, die gibt es aber auch. Vor einigen Monaten habe ich sogar einen Fuchs gesehen, obwohl ich eigentlich nie dachte, dass wir Füchse bei uns in der Nähe wohnen haben.
Ich bin auch immer aufmerksam am Schlangen suchen. Es gibt sehr viele wunderschöne Treppennattern, die aber sehr sehr scheu sind. Leider habe ich dummerweise nie mein Telefon dabei, wenn ich hie und da mal eine erspähe. Ansonsten habe ich noch eine andere Natter gesehen, mit grünschillerndem Leib.
Ich habe einfach meine Freude daran, ich fühle mich wohl, wenn ich durch die Wiesen streife, den Wind über die Gräser streicheln sehe, die Farben, die Gerüche geniesse. Wir wohnen 20 Minuten vom Stadtkern einer Millionenstadt entfernt, haben aber ein richtiges Paradies hinterm Haus. Ein echtes Privileg.
ABer zur Zeit blüht die Wüste. Diese verschiedenen Grüntöne in Licht und Schatten, die bunten Flecken aus Blütenteppichen, es ist einfach herrlich. Ich könnte stundenlang umherstreifen, querfeldein, kreuz und quer, und Flora und Fauna erforschen. Jetzt ist die Zeit der wilden Orchideen. Dieses Jahr sind sie sogar recht spät dran. Was habe ich in den letzten Wochen schon die mir bekannten Standorte akribisch durchforstet und habe lediglich einige Pflänzchen, aber ohne Blüten, entdeckt. Aber letztes Wochenende war es endlich soweit. Habe unserer Pflegetochter stolz die erste magentafarbene stattliche Orchidee zeigen können, und daraufhin hat sie selber noch einige weitere Exemplare entdeckt. Sie wachsen meist in Symbiose mit wildem Thymian, oder in wilden Wiesen in der Nähe von Thymian und Ginster. Ich war - wie jedes Jahr wieder - ganz aus dem Häuschen.
Es gibt bei uns drei verschiedene Orchideentypen: Orchis Papilonacea (das ist die schöne grosse, magentafarbene), Ophris Speculum (klein, Insekten nachahmend, blau) und Ophris Lutea (wie Speculum, aber in Gelb). Die Ophris Speculum habe ich ebenfalls gesehen, aber die Blütenstängel waren noch mit geschlossenen Knospen, die sind jetzt bestimmt erst so richtig erblüht. Und Ophris Lutea, von der teilweise ganze Wiesen übersät sind, tja, von denen hab ich bisher noch keine einzige gesehen.
Ich wollte von der Orchis Papilonacea ein Bild hier reinstellen, krieg es aber weder vom Compi noch vom Telefon aus fertig. Werde ich aber weiter versuchen. Und wenn ich dieses Tage von den beiden Ophris noch Bilder mache, kommen sie auch hier rein.
Und dann die Tierwelt. Ich denke oft, wie schade, dass ich keine richtig gute Kamara mit Teleobjektiv habe, denn wir haben sooooo viele Raubvögel, dass es eine wahre Pracht ist. Vor allem haben es mir die Milane angetan, Rotmilane gibt es sehr sehr viele, aber in den letzten Wochen sehe ich immer öfter auch Schwarzmilane. Oft fliegen sie nur wenige Meter über unseren Köpfen hinweg. Daneben gibt es Falken (vor allem kommen die vom Flughafen her, das sind die Falken, die sie am Flughafen halten, um die Singvögel abzuhalten) und Geier. Ich glaube, die Geier haben auch wieder Nachwuchs bekommen, jedes Jahr sehen wir wieder junge Geier mit noch weissgeflecktem Gefieder.
Wie oft hab ich mich schon erschreckt, laufe ich Blumen suchend durch die Wildnis und mir nichts dir nichts flattert ein Rebhuhn vor mir auf. Es gibt sehr viele Rebhühner, einmal habe ich sogar ein winziges Rebhuhnküken am Boden kauernd gesehen (leider hatte ich mal wieder nichts zum Fotografieren dabei). Die Eltern waren hochgeflattert vor mir, um mich abzulenken. Bin dann auch sofort die andere Richtung wieder zurück, um sie nicht weiter zu stören.
Kaninchen gibt es in Hülle und Fülle. Leider haut die Myxomatosis wieder mit der Todeskeule zu, und das Feld ist übersät mit Kaninchenleichen. Letztens hoppelt ein junges Kaninchen vor mir her, so langsam, dass ich es hochnehmen konnte. Es hatte total verquollene Augen und war dem Tode geweiht. Es tat mir so leid. Ich suchte ein Versteck für das Tier und setzte es streichelnd ab. Es sollte wenigstens von Hunden geschützt friedlich sterben. Hasen sehe ich ganz selten, die gibt es aber auch. Vor einigen Monaten habe ich sogar einen Fuchs gesehen, obwohl ich eigentlich nie dachte, dass wir Füchse bei uns in der Nähe wohnen haben.
Ich bin auch immer aufmerksam am Schlangen suchen. Es gibt sehr viele wunderschöne Treppennattern, die aber sehr sehr scheu sind. Leider habe ich dummerweise nie mein Telefon dabei, wenn ich hie und da mal eine erspähe. Ansonsten habe ich noch eine andere Natter gesehen, mit grünschillerndem Leib.
Ich habe einfach meine Freude daran, ich fühle mich wohl, wenn ich durch die Wiesen streife, den Wind über die Gräser streicheln sehe, die Farben, die Gerüche geniesse. Wir wohnen 20 Minuten vom Stadtkern einer Millionenstadt entfernt, haben aber ein richtiges Paradies hinterm Haus. Ein echtes Privileg.