- Unser Bobi ist gestern verstorben - eine echte Familientragödie Beitrag #1
I
Ingo_Lang
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Die Geschichte eines außergewöhnlichen Zwergkaninchens
Es sollte nur eine Routineuntersuchung sein. Krallen schneiden, Impfung, Zähnchen nachgucken. Gestern
war er noch quicklebendig und vollkommen gesund ... jetzt ist er tot. Die Tierärztin hat angeblich
unter seiner Zunge einen Tumor gefunden und wollte ihn entfernen. Dabei kam es zu starken Blutungen
und er hat es nicht geschafft
Schrecklich! Wir sind im Moment vollkommen traumatisiert und total mit der Situation überfordert.
Ich hab mir heute frei genommen, meine Frau auch. Mein Sohn (14) ist ebenfalls heute Zuhause geblieben.
Den ganzen Morgen haben wir seine Sachen angeschaut und kollektiv geheult. Keiner traut sich irgendetwas
wegzuräumen. Ich dachte mir eben, ich muss irgendwo paar Worte Schreiben, sonst drehe ich durch.
Kein Mensch auf dieser Erde hat mir bisher mehr Liebe, Zuneigung und Aufmerksamkeit geschenkt wie
dieses kleine Kaninchen. Ich musste daher auch mit Erschrecken feststellen, dass mir der Verlust vieler
Menschen aus meinem Lebensumfeld beim Weiten nicht so weh getan hat, wie jetzt Bobis plötzlicher Tod
Er war ein volles Familienmitglied mit allen Rechten. Ein wahnsinnig treuer Freund, der uns Tag und Nacht
bei Laune hielt und immer für uns da war. Ich glaube, kein Hund und keine Katze würde das schaffen.
Zur Erklärung muss ich euch sagen, dass unser Kaninchen frei in unserem Haus lebte. Kein Stall, kein Käfig,
nur eine Schlafecke (wie beim Hund) und große offene Plastikschalle mit Toilette, Futternapf und
Wasserschalle. Natürlich schön gefüllt mit Heu, Stroh und Holzspänen usw.
Also Treppe hoch, runter, Schlafzimmer, Bad, Küche usw. Halt keine Beschränkungen. Nur in mein Arbeitszimmer
dürfte er nicht rein. Im ganzen Haus Fußbodenheizung und draußen im Garten riesen Auslauf, wenn
das Wetter schön war. In der Küche habe ich ihm ein Tunnelsystem mit mehreren Ein- und Ausgängen (ca. 2 x 2 m)
gebaut, damit er einen Ort zum Chillen, Ruhen und Verstecken hat. Seine Lieblingsstelle war aber
ein Fensterbrett im Wohnzimmer. Er lag darauf und schaute stundenlang neugierig aus dem Fenster.
Beim Autofahren saß er immer bei meinem Sohn oder bei mir auf der Schulter wie ein Papagei. Ihr müsstet
die Blicke anderer Autofahrer sehen, die uns verplext an der Ampel angeschaut haben. Häää ? Guck mal !
Da sitzt einem ein Kaninchen auf der Schulter !!!
Ist das nicht ein Traum eines jeden Kaninchens ? Da es ihm bei uns so gut ging, hat er fast neun (!) Jahre
das Heranwachsen meines Sohnes begleitet, war für uns alle der absolute König der Familie und begeisterte
mit seinem entzückendem Verhalten bekannte und Gäste. Fast alle dürften nach einer kurzen Angewönungszeit
ihn Kraulen und mit ihm kuscheln ... oder mal Fußball ... mal Fangen spielen (sein Lieblingsspiel).
Dies wird jetzt nie wieder möglich sein
Die tiefe Trauer, die mich gerade umfängt, macht mich richtig
krank. Seelisch und körperlich. Ich will mich nur heulend in irgendeine Ecke verkriechen. Wie soll ich nur
am Montag dann ganz normal wieder arbeiten ?
Ich glaube, keine Frau bisher in meinem Leben hat es geschafft, solchermaßen mein Herz zu brechen wie
dieser Hase.
Ich würde mich über paar gute Tipps zum "Überleben" freuen.
Danke vorab für eure netten Kommentare !
Liebe Grüße
Ingol
Es sollte nur eine Routineuntersuchung sein. Krallen schneiden, Impfung, Zähnchen nachgucken. Gestern
war er noch quicklebendig und vollkommen gesund ... jetzt ist er tot. Die Tierärztin hat angeblich
unter seiner Zunge einen Tumor gefunden und wollte ihn entfernen. Dabei kam es zu starken Blutungen
und er hat es nicht geschafft
Schrecklich! Wir sind im Moment vollkommen traumatisiert und total mit der Situation überfordert.
Ich hab mir heute frei genommen, meine Frau auch. Mein Sohn (14) ist ebenfalls heute Zuhause geblieben.
Den ganzen Morgen haben wir seine Sachen angeschaut und kollektiv geheult. Keiner traut sich irgendetwas
wegzuräumen. Ich dachte mir eben, ich muss irgendwo paar Worte Schreiben, sonst drehe ich durch.
Kein Mensch auf dieser Erde hat mir bisher mehr Liebe, Zuneigung und Aufmerksamkeit geschenkt wie
dieses kleine Kaninchen. Ich musste daher auch mit Erschrecken feststellen, dass mir der Verlust vieler
Menschen aus meinem Lebensumfeld beim Weiten nicht so weh getan hat, wie jetzt Bobis plötzlicher Tod
Er war ein volles Familienmitglied mit allen Rechten. Ein wahnsinnig treuer Freund, der uns Tag und Nacht
bei Laune hielt und immer für uns da war. Ich glaube, kein Hund und keine Katze würde das schaffen.
Zur Erklärung muss ich euch sagen, dass unser Kaninchen frei in unserem Haus lebte. Kein Stall, kein Käfig,
nur eine Schlafecke (wie beim Hund) und große offene Plastikschalle mit Toilette, Futternapf und
Wasserschalle. Natürlich schön gefüllt mit Heu, Stroh und Holzspänen usw.
Also Treppe hoch, runter, Schlafzimmer, Bad, Küche usw. Halt keine Beschränkungen. Nur in mein Arbeitszimmer
dürfte er nicht rein. Im ganzen Haus Fußbodenheizung und draußen im Garten riesen Auslauf, wenn
das Wetter schön war. In der Küche habe ich ihm ein Tunnelsystem mit mehreren Ein- und Ausgängen (ca. 2 x 2 m)
gebaut, damit er einen Ort zum Chillen, Ruhen und Verstecken hat. Seine Lieblingsstelle war aber
ein Fensterbrett im Wohnzimmer. Er lag darauf und schaute stundenlang neugierig aus dem Fenster.
Beim Autofahren saß er immer bei meinem Sohn oder bei mir auf der Schulter wie ein Papagei. Ihr müsstet
die Blicke anderer Autofahrer sehen, die uns verplext an der Ampel angeschaut haben. Häää ? Guck mal !
Da sitzt einem ein Kaninchen auf der Schulter !!!
Ist das nicht ein Traum eines jeden Kaninchens ? Da es ihm bei uns so gut ging, hat er fast neun (!) Jahre
das Heranwachsen meines Sohnes begleitet, war für uns alle der absolute König der Familie und begeisterte
mit seinem entzückendem Verhalten bekannte und Gäste. Fast alle dürften nach einer kurzen Angewönungszeit
ihn Kraulen und mit ihm kuscheln ... oder mal Fußball ... mal Fangen spielen (sein Lieblingsspiel).
Dies wird jetzt nie wieder möglich sein
krank. Seelisch und körperlich. Ich will mich nur heulend in irgendeine Ecke verkriechen. Wie soll ich nur
am Montag dann ganz normal wieder arbeiten ?
Ich glaube, keine Frau bisher in meinem Leben hat es geschafft, solchermaßen mein Herz zu brechen wie
dieser Hase.
Ich würde mich über paar gute Tipps zum "Überleben" freuen.
Danke vorab für eure netten Kommentare !
Liebe Grüße
Ingol
