- Problem mit Jack Russell Terrier Beitrag #1
ViviMali
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Hallo zusammen,
wie man an unserern vorigen Posts sehen kann, haben wir schon längere Zeit ziemlich Probleme mit unserem Jack Russell Terrier.
Das Problem noch mal kurz zusammengefasst: Wenn er seine Ruhe haben möchte oder gerade nicht angefasst werden will, knurrt er uns an und beißt sogar.
Außerdem hat er eine Futteraggression, die aber schon deutlich besser geworden ist und mit der wir auch gut umgehen können.
Ich habe immer noch die Hoffnung, dass wir jemanden finden, der genau so etwas erlebt hat und uns helfen kann. Wir hatten in der Zwischenzeit zwei Hundetrainerinnen hier. Die erste war der Meinung, dass unser Bommel ein Trauma aus dem Welpenstall hat, da er der kleinste war (wie man aus einem unserer ersten Beiträge lesen kann, hat er schon mit 8 Wochen nach mir gebissen (aggressiv, kein Spiel!)). Sie sagte er sei einfach unsicher und habe Angst und aus der Futteraggression vom Anfang, mit der wir nicht richtig umgegangen seien, habe sich diese andere Aggression entwickelt. Wir haben Übungen bekommen und homöopathische Mittel zur Traumabewältigung, haben uns an die Übungen gehalten und trotzdem ist es in der Zeit nicht besser geworden, wir hatten sogar einen ziemlich krassen Zwischenfall, bei dem er meinen Mann angegriffen hat, nur weil er ihm zu nahe kam. Daraufhin haben wir die Hundetrainerin nochmal kontaktiert, worauf sie meinte, dass das nicht normal sei und sie gerne noch mal ein paar Termine machen würde.
Da wir uns eine zweite Meinung einholen wollten, hatten wir dann eine weitere Hundetrainerin zu uns geholt, die sich bei uns im Tierheim um Problemhunde kümmert. Diese meinte, dass Bommel keine Frustrationstoleranz gelernt hat und uns anknurrt bzw. beißt, weil er in dem Moment einfach keine Lust darauf hat, gestreichelt zu werden. Sie sagte, er müsse lernen, Dinge zu ertragen, die er vllt. nicht so toll findet und hat uns auch Übungen dazu gezeigt-zB viele Sachen im Alltag wo er nicht sofort das bekommt was er will, oder er immer erst etwas tun muss, oder er warten muss usw. Auch das haben wir beherzigt, trotzdem haben wir keine Besserung festgestellt.
Man muss vllt noch dazu sagen, mein Mann ist den ganzen Tag zu Hause, ich bin arbeiten und daher weniger mit dem Hund zusammen. Zu meinem Mann ist er seit einiger Zeit nicht mehr so schlimm, ich bin eigentlich meistens die, die es abbekommt. Und ich muss auch gestehen, dass er von mir auch schon mal was auf den Po bekommen hat, nachdem er mich gebissen hat. (Bitte hierzu jetzt keine Kommentare, ich weiß, dass man das nicht machen soll, aber iwann weiß man sich in dem Moment, wenn er einen wieder beißt einfach nicht mehr zu helfen und denkt "Wenn ein Kind böse ist,bekommt es auch einen Klaps auf den Po). Mittlerweile habe ich kaum noch Freude an dem Hund, morgens zB wenn ich aufstehe, freut er sich zwar zuerst, wenn ich dann aber mit ihm draußen war, kommt er nicht mehr zu mir, legt sich ins Körbchen und will auch seine Ruhe haben, ich sehe dann schon an seinem Blick, dass ich jetzt besser nicht zu ihm hingehe. Ich bin es eigentlich gewöhnt, dass Hunde sich gerade morgens immer freuen und um einen rum wuseln, er will dann nicht mal bei mir sein :-(
Nun waren wir bei meinen Eltern, deren Hündin 4 Wochen vorher! läufig war. Unser Bommel war gar nicht wiederzuerkennen, wollte sie ständig besteigen, hat Fressen und Trinken verweigert, hat den anderen Hund (unkastrierter Rüde) von meinen Eltern blutig gebissen, hat mich gebissen, nur weil ich den Raum betreten habe. Er ist jetzt neun Monate alt und wir haben ihn gestern kastrieren lassen, natürlich auch mit der Hoffnung, dass sich sein allgemeines Problem bessert. Aber gestern abend ging es schon wieder los. Was das komische ist, er kommt zu mir woraufhin ich ihn streichle und in dem Moment knurrt er mich aber an. Gestern abend und eben auch. Klar kann man das jetzt auf evtl. Schmerzen oder Unwohlsein zurück führen, aber sonst macht er das ja auch.
Ich weiß mir wirklich nicht mehr zu helfen :-( Wir waren sogar schon so weit, ihn abzugeben, aber dann haben wir es doch nicht übers Herz gebracht. Er hat auch so viele gute Seiten. Er ist wirklich gehorsam, Spazierengehen macht so viel Spaß mit ihm (er holt liebend gerne immer sein Bällchen und spielt auch in der Wohnung ganz viel) und er hat auch schon so viel gelernt. Er ist teilweise auch iwie anhänglich, kommt oft zu einem und kuschelt sich an und dann kann man ihm einfach nicht mehr böse sein. Aber es belastet uns trotzdem sehr, unser Leben dreht sich nur noch um den Hund. Klar haben wir jetzt auch festgestellt, dass es vllt nicht die richtige Rasse für uns war und dass wir wohl überfordert sind. Trotzdem hängen wir so sehr an ihm, dass wir ihn nicht hergeben wollen. Wir haben uns das Buch "Aggressionsverhalten des Hundes" von James O'Heare geholt und so wie wir es sehen, hat er auf jeden Fall ein Dominanzproblem. Mittlerweile denken wir sogar darüber nach, ober vllt einen Hirntumor oder sowas hat :-(
Wir haben es auch mal versucht ihn komplett zu ignorieren, das hat sein Verhalten etwas besser gemacht, dass er zB öfter von sich aus kommt. Aber wie lange soll man ihn denn ignorieren um das Problem zu lösen? Und kann man das überhaupt damit? Ich habe doch kein Hund, um ihn sein ganzes Leben zu ignorieren :-(
Ich bitte um hilfreiche Tipps und evtl auch Erfahrungen. Vorwürfe brauchen wir keine! Konstruktive Kritik gerne. Und danke an jeden, der sich das alles durchgelesen hat.
LG,
Virginia & Manuel
wie man an unserern vorigen Posts sehen kann, haben wir schon längere Zeit ziemlich Probleme mit unserem Jack Russell Terrier.
Das Problem noch mal kurz zusammengefasst: Wenn er seine Ruhe haben möchte oder gerade nicht angefasst werden will, knurrt er uns an und beißt sogar.
Außerdem hat er eine Futteraggression, die aber schon deutlich besser geworden ist und mit der wir auch gut umgehen können.
Ich habe immer noch die Hoffnung, dass wir jemanden finden, der genau so etwas erlebt hat und uns helfen kann. Wir hatten in der Zwischenzeit zwei Hundetrainerinnen hier. Die erste war der Meinung, dass unser Bommel ein Trauma aus dem Welpenstall hat, da er der kleinste war (wie man aus einem unserer ersten Beiträge lesen kann, hat er schon mit 8 Wochen nach mir gebissen (aggressiv, kein Spiel!)). Sie sagte er sei einfach unsicher und habe Angst und aus der Futteraggression vom Anfang, mit der wir nicht richtig umgegangen seien, habe sich diese andere Aggression entwickelt. Wir haben Übungen bekommen und homöopathische Mittel zur Traumabewältigung, haben uns an die Übungen gehalten und trotzdem ist es in der Zeit nicht besser geworden, wir hatten sogar einen ziemlich krassen Zwischenfall, bei dem er meinen Mann angegriffen hat, nur weil er ihm zu nahe kam. Daraufhin haben wir die Hundetrainerin nochmal kontaktiert, worauf sie meinte, dass das nicht normal sei und sie gerne noch mal ein paar Termine machen würde.
Da wir uns eine zweite Meinung einholen wollten, hatten wir dann eine weitere Hundetrainerin zu uns geholt, die sich bei uns im Tierheim um Problemhunde kümmert. Diese meinte, dass Bommel keine Frustrationstoleranz gelernt hat und uns anknurrt bzw. beißt, weil er in dem Moment einfach keine Lust darauf hat, gestreichelt zu werden. Sie sagte, er müsse lernen, Dinge zu ertragen, die er vllt. nicht so toll findet und hat uns auch Übungen dazu gezeigt-zB viele Sachen im Alltag wo er nicht sofort das bekommt was er will, oder er immer erst etwas tun muss, oder er warten muss usw. Auch das haben wir beherzigt, trotzdem haben wir keine Besserung festgestellt.
Man muss vllt noch dazu sagen, mein Mann ist den ganzen Tag zu Hause, ich bin arbeiten und daher weniger mit dem Hund zusammen. Zu meinem Mann ist er seit einiger Zeit nicht mehr so schlimm, ich bin eigentlich meistens die, die es abbekommt. Und ich muss auch gestehen, dass er von mir auch schon mal was auf den Po bekommen hat, nachdem er mich gebissen hat. (Bitte hierzu jetzt keine Kommentare, ich weiß, dass man das nicht machen soll, aber iwann weiß man sich in dem Moment, wenn er einen wieder beißt einfach nicht mehr zu helfen und denkt "Wenn ein Kind böse ist,bekommt es auch einen Klaps auf den Po). Mittlerweile habe ich kaum noch Freude an dem Hund, morgens zB wenn ich aufstehe, freut er sich zwar zuerst, wenn ich dann aber mit ihm draußen war, kommt er nicht mehr zu mir, legt sich ins Körbchen und will auch seine Ruhe haben, ich sehe dann schon an seinem Blick, dass ich jetzt besser nicht zu ihm hingehe. Ich bin es eigentlich gewöhnt, dass Hunde sich gerade morgens immer freuen und um einen rum wuseln, er will dann nicht mal bei mir sein :-(
Nun waren wir bei meinen Eltern, deren Hündin 4 Wochen vorher! läufig war. Unser Bommel war gar nicht wiederzuerkennen, wollte sie ständig besteigen, hat Fressen und Trinken verweigert, hat den anderen Hund (unkastrierter Rüde) von meinen Eltern blutig gebissen, hat mich gebissen, nur weil ich den Raum betreten habe. Er ist jetzt neun Monate alt und wir haben ihn gestern kastrieren lassen, natürlich auch mit der Hoffnung, dass sich sein allgemeines Problem bessert. Aber gestern abend ging es schon wieder los. Was das komische ist, er kommt zu mir woraufhin ich ihn streichle und in dem Moment knurrt er mich aber an. Gestern abend und eben auch. Klar kann man das jetzt auf evtl. Schmerzen oder Unwohlsein zurück führen, aber sonst macht er das ja auch.
Ich weiß mir wirklich nicht mehr zu helfen :-( Wir waren sogar schon so weit, ihn abzugeben, aber dann haben wir es doch nicht übers Herz gebracht. Er hat auch so viele gute Seiten. Er ist wirklich gehorsam, Spazierengehen macht so viel Spaß mit ihm (er holt liebend gerne immer sein Bällchen und spielt auch in der Wohnung ganz viel) und er hat auch schon so viel gelernt. Er ist teilweise auch iwie anhänglich, kommt oft zu einem und kuschelt sich an und dann kann man ihm einfach nicht mehr böse sein. Aber es belastet uns trotzdem sehr, unser Leben dreht sich nur noch um den Hund. Klar haben wir jetzt auch festgestellt, dass es vllt nicht die richtige Rasse für uns war und dass wir wohl überfordert sind. Trotzdem hängen wir so sehr an ihm, dass wir ihn nicht hergeben wollen. Wir haben uns das Buch "Aggressionsverhalten des Hundes" von James O'Heare geholt und so wie wir es sehen, hat er auf jeden Fall ein Dominanzproblem. Mittlerweile denken wir sogar darüber nach, ober vllt einen Hirntumor oder sowas hat :-(
Wir haben es auch mal versucht ihn komplett zu ignorieren, das hat sein Verhalten etwas besser gemacht, dass er zB öfter von sich aus kommt. Aber wie lange soll man ihn denn ignorieren um das Problem zu lösen? Und kann man das überhaupt damit? Ich habe doch kein Hund, um ihn sein ganzes Leben zu ignorieren :-(
Ich bitte um hilfreiche Tipps und evtl auch Erfahrungen. Vorwürfe brauchen wir keine! Konstruktive Kritik gerne. Und danke an jeden, der sich das alles durchgelesen hat.
LG,
Virginia & Manuel