DIE Entscheidung vor der sich jeder Besi fürchtet

Diskutiere DIE Entscheidung vor der sich jeder Besi fürchtet im Hunde Gesundheit Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo ihr Lieben, Immer wieder mal hatte Silver ihre Baustellen. Dauerläufigkeit, Kastration, Allergien, Magenprobleme, Kreuzbandrisse, Herz...
  • DIE Entscheidung vor der sich jeder Besi fürchtet Beitrag #1
Dalia

Dalia

Beiträge
770
Punkte Reaktionen
0
Hallo ihr Lieben,

Immer wieder mal hatte Silver ihre Baustellen.
Dauerläufigkeit, Kastration, Allergien, Magenprobleme, Kreuzbandrisse, Herz, Lunge, Rücken und was ich noch vergessen habe.
Immer hat ihr Kämpferherz gezeigt wer der stärkere ist und gesiegt.
Jetzt steht sie einem Gegner gegenüber, gegen den ihr Herzchen machtlos ist.
Tumorartiges Gewebe hat sich innerhalb kürzester Zeit so massiv gebildet das ihre Luftröhre eingedrückt wird.
Am 1.7 wurde noch ein Röntgenbild gemacht um zu sehen wieviel Wasser noch in der Lunge ist. Sie hatte Husten aufgrund des Wassers, was durch Wassertabletten wunderbar wegging. Da war von Wucherungen noch rein garnichts zu sehen.
Seit ca 2 Wochen fing sie wieder an zu husten, wo wir noch davon ausgingen das es von der Grünlippmuschel kam, da es 1 tag nach der ersten Gabe der Tablette anfing.
Muschel abgesetzt und was gegen den Husten bekommen.
Doch der Husten wurde nicht besser.
Wir sind noch davon ausgegangen das es jetzt an Kehlkopfreizung liegt, ausgelöst durch den Husten.
Also Antibiotika, Mittel gegen Reizhusten ect pp.
Aber alle Versuche blieben erfolglos.
Heute dann nochmal zur Ärztin. Sie hat erneut ein Röntgenbild gemacht um zu gucken ob vielleicht doch wieder Wasser in der Lunge ist.
Wasser ja, aber sogar noch weniger als beim letzten Mal.
Dafür konnte selbst ich auf den ersten Blick erkennen das da was ist, was etwas anderes abquetscht.

:090:

Drei Ärztinnen haben sich das Bild angeguckt, lange hin und her überlegt und waren sich am Ende einig.
Zu machen ist da nichts mehr.
Man könnte den Husten mit Cortison unterdrücken, der hat aber üble Nebenwirkung in Form von Ausfällen der hinteren Gliedmaßen. Und man weiß auch nicht wie sie jetzt drauf reagiert. Vielleicht noch schlimmer.
Lindern könne man jetzt nur noch für den Moment.
Aber es lässt sich nicht mehr verhindern dass, das Gewebe immer weiter die Luftröhre zudrückt und sie am Ende erstickt.
Was bei der schnelligkeit des Wachstums sehr bald passieren würde.

Ich hatte so sehr gehofft das sie heute eine Spritze bekommt, neue Tabletten mitgegeben werden und sie sich wieder berappelt.
Doch nach all dem kämpfen, all den Torturen hat das Schicksal endgültig entschieden.
Die Ärztin meinte es wäre völlig ok wenn ich sie jetzt mit nach Hause nehme, den Schock verarbeite und mir alles durch den Kopf gehen lasse. Genauso ok wäre es sie heute zu erlösen.
Das konnte ich nicht.

Seit zwei Wochen schlagen wir uns mit dem wirklich grausamen Husten rum, und ich merke ja auch das Silver nur noch erschöpft ist. Sie ist ruhiger und apatischer geworden. Verkriecht sich in ihr Körbchen und ist nur noch froh wenn sie ne Liegestellung gefunden hat wo sie ruhig atmen kann.
Doch sobald sie aufsteht geht das husten wieder los. Und man merkt einfach das sie schwer atmet. Sie scheint nur noch erschöpft zu sein.

Und trotzdem...immer wenn sie so ruhig hier liegt frage ich mich, ob ich die richtige Entscheidung treffe. Gebe ich sie zu früh auf? Lasse ich sie im Stich?
Könnte ich noch etwas Zeit rausholen?
Dann guckt sie mich an und ich hab das Gefühl das sie genau weiß, das sie diesmal nicht gewinnen kann.

Ich erlebe grad ein Gefühlschaos, das kann ich nicht in Worte fassen.

Ich fühle mich wie ein mieser Verräter wenn ich sie am Donnerstag über die Regenbogenbrücke schicke.
Obwohl ich weiß das ich sie erlöse bevor das richtige Leiden beginnt oder das ihr Leben sehr leidvoll endet.

Ich bin heute im Minutentakt am heulen und hab schon Kopfschmerzen davon.:010:

Und jetzt hab ich hier nen halben Roman geschrrieben.
Entschuldigt, aber ich musste das jetzt alles einfach mal loswerden!

Liebe, traurige Grüße
Dalia
 
  • DIE Entscheidung vor der sich jeder Besi fürchtet Beitrag #2
Hey Dalia, ich kenn mich mit all dem nicht sehr viel aus, aber ich denke es ist die richtige Entscheidung sie einschläfern zu lassen.. es bringt ja nichts wenn sie sich von Tag zu Tag "rumquält" und dann irgendwann erstickt...

Fühl dich mal gaanz doll gedrückt... :056: du schaffst das
 
  • DIE Entscheidung vor der sich jeder Besi fürchtet Beitrag #3
Hallo.

Und trotzdem...immer wenn sie so ruhig hier liegt frage ich mich, ob ich die richtige Entscheidung treffe. Gebe ich sie zu früh auf? Lasse ich sie im Stich?
Könnte ich noch etwas Zeit rausholen?
Dann guckt sie mich an und ich hab das Gefühl das sie genau weiß, das sie diesmal nicht gewinnen kann.

Ich selber habe diese Situation bei Hunden glücklicherweise noch nicht erleben müssen, aber ich denke, das dein Gefühl richtig ist.
Sie wissen einfach, wann ihre Zeit ist... auch wenn es für "uns verantwortlichen" nicht einfach ist.
So oder so fühlt man sich schlecht :(

Ich wünsche euch beiden alles, alles gute.
 
  • DIE Entscheidung vor der sich jeder Besi fürchtet Beitrag #4
Hi Dalia,

ich denke immer, bei einem schwer kranken Hund, wo es keine Aussicht auf Heilung bzw. beschwerdefreiem Leben mehr gibt, ist ein "zu spät" sehr viel schlimmer, als ein "zu früh".

Ein Tier hat keine Vorstellung vom Tod oder vom letzten Gang zum Tierarzt, auch keine Vorstellung von Moral so wie wir. Es lebt im Moment, kann sich nicht erklären weshalb es z. B. seine Hinterbeine nicht mehr bewegen kann.

Spürt aber natürlich den Schmerz, ist verunsichert weil etwas nicht mehr so klappt wie sonst... auf vieles können sie sich einstellen, auf andere Dinge aber leider nicht. Das ist sicher von Tier zu Tier unterschiedlich.

Unser Hund wurde damals direkt eingeschläfert, als bekannt wurde dass sein Brustkorb voller Tumore ist. Er hätte vielleicht noch ein paar Wochen, vielleicht auch Monate mit Medikamenten leben können... wie diese ausgesehen hätten, weiß aber niemand genau. Er hatte noch einen schönen Tag und ist dann friedlich eingeschlafen.

Was ich damit sagen will: Nur weil etwas medizinisch möglich ist, ist es nicht unbedingt für den Einzelfall sinnvoll.

Ich wünsche euch alles Gute!
 
  • DIE Entscheidung vor der sich jeder Besi fürchtet Beitrag #5
Liebe Dalia,

Ich kann mich den Ausführungen von exe nur anschliessen.
Glaube mir, ich weiss, wie entsetzlich weh dieser Schritt tut....
Als wir unseren geliebten Hund erlösen lassen mussten, wollten wir es auch nicht wahrhaben.
Wir haben den TA angebettelt, er möge ihm doch helfen, es MUSS doch eine Möglichkeit geben....
Doch er schüttelte nur traurig den Kopf.
Als ich unserem Hund in die Augen sah, kam es mir vor, als wollte er mir zu verstehen geben:"Lass' mich gehen, ich habe keine Kraft mehr"
Du bist KEIN Verräter und lässt Deinen Schatz auch nicht im Stich....
Du erweist dem geliebten Tier den letzten großen Beweis Deiner Liebe....
Du lässt sie in Frieden und ohne Qualen einschlafen....
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und schicke Dir eine liebe Umarmung....
Herzlichst:
Brigitte
 
Thema:

DIE Entscheidung vor der sich jeder Besi fürchtet

DIE Entscheidung vor der sich jeder Besi fürchtet - Ähnliche Themen

Kater mit Lungenödem was tun?: Hallo meine lieben Tier Freunde! Ich bin momentan so am verzweifeln, mir geht’s schlecht weils meinem Schatzi so schlecht geht und ich weiß...
Wucherungen im Hals, Atemgeräusche etc.: Hallo ihr Lieben, da ich ziemlich verzweifelt bin, probiere ich es jetzt einmal hier. Vielleicht kann sich jemand von euch einen Reim daraus...
Junger Hund mit herzinsuffizienz: Hallo! Ich suche dringend Rat, da ich restlos überfordert bin und ich dachte, dass man mir hier vielleicht ein wenig helfen kann. Um es kurz zu...
Hilfe! Diagnose Endstadium Lungenkrebs: Hallo zusammen, ich bin hier neu und hoffe nichts falsch zu machen. Ich leg mal gleich los. Mein bester, treuster, liebster, schönster Hund...
Gute Ratschläge/Erfahrungen benötigt - Katze OP Kreuzband/Knie/Hüfte: Hallo meine Lieben, ich bräuchte ganz dringend ein offenes Ohr/gute Ratschläge/ Erfahrungsberichte von euch, da ich momentan ziemlich am...
Oben