- Abszess, durch Zahnwurzel verursacht Beitrag #1
S
sonnenterrasse
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Hallo Ihr Lieben,
nachdem ich jetzt im Haltungsforum schon viele Fragen beantwortet bekommen habe,
mache ich jetzt hier einen neuen Thread für den Abszess meines neuen Mitbewohners auf.
Ganz kurz die Vorgeschichte: Ich habe Flecki (5 Jahre) vor ein paar Wochen aus ziemlich schlechter Haltung übernommen,
jetzt wohn er bei mir auf der Terasse (22qm) mit einem mardersicheren Nachtgehege.
Gesellschaft soll er auch bald bekommen, er ist allerdings noch nicht kastriert,
das wollten wir eigentlich bei der ZahnOP gleich mitmachen, hat der TA allerdings vergessen...
Jetzt warte ich erstmal ab, ob er nicht eh in nächster Zeit nochmal eine Vollnarkose braucht
Ich bin Neuling was Kaninchen angeht, leider habe ich inzwischen schon einiges an Wissen angesammelt, was Abszesse angeht...
Hier im Forum hab ich sehr viel dazu gelesen, aber da jeder Fall anders liegt, hier mal unser spezieller:
Flecki hatte einen Abszess am Unterkiefer, da beim Draufdrücken der Eiter am unteren Schneidezahn herauskam,
war es relativ klar, wo der herkam. Bei der OP letzte Woche wurde der Abszess geöffnet und der Zahn entfernt
(war auch bis in die unterste Wurzel "angefressen"). Der Zahn daneben sitzt allerdings bombenfest, und auch sonst
war im Kiefer kein weiterer Eiter zu sehen. Zwei Backenzähne fehlen allerdings, und anscheinend auch noch nicht so lange,
da noch die (eiterfreien) Löcher zu sehen sind. Die Vorbesitzer wissen davon nichts...
Flecki hat Antibiotikum bekommen (Rabixxin?), und ich habe den Abszess regelmäßig durchgespült.
(bzw. das mussten meine Nachbarn ein paar Tage übernehmen, da ich nicht da war...)
Beim Spülen kommt auch jetzt (eine Woche nach der OP) immer noch jede Menge Eiter raus,
und ich muss den Abszess immer wieder öffnen.
Der Kleine ist soweit putzmunter, frisst selbständig, gerne frisches Wiesengrün, Karotte nur geraspelt, Salate ohne Blatrippen
oder ganz klein geschnitten. Er macht Luftsprünge und Kapriolen, buddelt in seiner Sandkiste, putzt sich und scheint sich seines Lebens zu freuen.
Allerdings hat er anscheinend keine Lust mehr auf die täglichen Spülungen, er versteckt sich, sobald ich auf die Terasse komme,
und traut sich erst richtig raus, wenn er sieht dass ich kein Handtuch und keine Spritze dabei habe... am Anfang hat er noch gut mitgemacht, jetzt ist es jedesmal ein kleiner Kampf, und das stresst ihn glaube ich sehr.
Wie geht ihr damit um? Mir tut er total leid, aber es leuchtet mir auch ein, dass der Abszess nicht zuwachsen darf, solange da noch Eiter drin ist.
Ich war heute nochmal beim Tierarzt, der sich eigentlich auch bessere Ergebnisse erhofft hätte.
Jetzt hat er mir medizinischen Honig mitgegeben, den ich nur noch zweimal am Tag in den Abszess spritzen muss.
Da ja durch den Zahnwurzelkanal alles was ich unten reinspritze, im Maul rauskommt,
kann Flecki sich jetzt wenigstens über den süßen Geschmack freuen, mal sehen, ob es das einfacher macht.
Ich frage mich gerade, wie ich das Abheilen sonst noch unterstützen kann, vor allem mit Ernährung.
Getreide, das er bisher oft und viel bekommen hat, habe ich inzwischen auf nahezu Null reduziert,
nur manchmal muss ich ihn mit einem TL Haferflocken rauslocken, damit er sich behandeln lässt.
Weil Omega-3 Fettsäuren entzündungshemmend sind, gebe ich ihm jeden Tag ein bisschen Hanfsamen und Leinsamen.
Dazu ein paar getrocknete Berberitzen, die haben nicht so viel Zucker wie anderes Obst, aber viele Antioxidantien,
und ich schätze sie gehören auch zum Speiseplan von Wildkaninchen.
Hat jemand sonst noch Vorschläge? Wie sieht es aus mit Wild- oder Küchenkräutern?
Bei Wiese ist er sehr wählerisch, ich bringe immer Auswahl mit, aber am liebsten würde er eh nur Löwenzahn fressen.
Wenn der weg ist, wird auch mal ein Spitzwegerich angeknabbert, Scharfgarbe wird ignoriert, und Gras ist dem Herrn, glaub ich, zu gewöhnlich...
Bei Menschen werden Entzündungsprozesse durch wenig Bewegung, Lichtmangel, und schlechte Ernährung begünstigt.
All das hatte er beim Vorbesitzer, kleiner Käfig im dunklen Flur, und Lieblingsessen "Multivitaminstangen",
also Getreide mit Zucker... Stress ist natürlich auch nicht gut, und den hat er jetzt hier leider auch, mit neuem Umfeld, mit dem täglichen
einfangen und behandeln, und den häufigen Ausflügen zum Tierarzt.
Was tun?
Doch schnell kastieren und vergesellschaften, damit eine Partnerin da ist, die ein bisschen Trost spenden kann?
Anderes Antibiotikum ausprobieren?
(Der Tierarzt hat mit diesem die bisher besten Erfahrungen gemacht, ist regelmäßig auf Fortbildungen,
und fragt jeden Kaninchenexperten, den er erwischen kann, ob sie endlich was haben, was bei Abszessen wirklich hilft...
er scheint sich wirklich gut auszukennen, hat mir allerdings von Anfang an gesagt, dass er keinen Erfolg garantieren kann.
Er hat schon ganze Kieferteile ausgefäst und Abszesse kamen wieder, und manche nur geöffnet und gespült, die blieben weg... und natürlich auch umgekehrt)
Schauen, ob es mit Schmerzmitteln besser geht?
Abwarten und Karottensaft trinken?
Ich bin einfach unsicher, weil ich keine Kaninchenerfahrung habe.
Danke fürs Lesen, ist jetzt doch ein langer Text geworden.
Und danke für jeden Tipp!
nachdem ich jetzt im Haltungsforum schon viele Fragen beantwortet bekommen habe,
mache ich jetzt hier einen neuen Thread für den Abszess meines neuen Mitbewohners auf.
Ganz kurz die Vorgeschichte: Ich habe Flecki (5 Jahre) vor ein paar Wochen aus ziemlich schlechter Haltung übernommen,
jetzt wohn er bei mir auf der Terasse (22qm) mit einem mardersicheren Nachtgehege.
Gesellschaft soll er auch bald bekommen, er ist allerdings noch nicht kastriert,
das wollten wir eigentlich bei der ZahnOP gleich mitmachen, hat der TA allerdings vergessen...
Jetzt warte ich erstmal ab, ob er nicht eh in nächster Zeit nochmal eine Vollnarkose braucht
Ich bin Neuling was Kaninchen angeht, leider habe ich inzwischen schon einiges an Wissen angesammelt, was Abszesse angeht...
Hier im Forum hab ich sehr viel dazu gelesen, aber da jeder Fall anders liegt, hier mal unser spezieller:
Flecki hatte einen Abszess am Unterkiefer, da beim Draufdrücken der Eiter am unteren Schneidezahn herauskam,
war es relativ klar, wo der herkam. Bei der OP letzte Woche wurde der Abszess geöffnet und der Zahn entfernt
(war auch bis in die unterste Wurzel "angefressen"). Der Zahn daneben sitzt allerdings bombenfest, und auch sonst
war im Kiefer kein weiterer Eiter zu sehen. Zwei Backenzähne fehlen allerdings, und anscheinend auch noch nicht so lange,
da noch die (eiterfreien) Löcher zu sehen sind. Die Vorbesitzer wissen davon nichts...
Flecki hat Antibiotikum bekommen (Rabixxin?), und ich habe den Abszess regelmäßig durchgespült.
(bzw. das mussten meine Nachbarn ein paar Tage übernehmen, da ich nicht da war...)
Beim Spülen kommt auch jetzt (eine Woche nach der OP) immer noch jede Menge Eiter raus,
und ich muss den Abszess immer wieder öffnen.
Der Kleine ist soweit putzmunter, frisst selbständig, gerne frisches Wiesengrün, Karotte nur geraspelt, Salate ohne Blatrippen
oder ganz klein geschnitten. Er macht Luftsprünge und Kapriolen, buddelt in seiner Sandkiste, putzt sich und scheint sich seines Lebens zu freuen.
Allerdings hat er anscheinend keine Lust mehr auf die täglichen Spülungen, er versteckt sich, sobald ich auf die Terasse komme,
und traut sich erst richtig raus, wenn er sieht dass ich kein Handtuch und keine Spritze dabei habe... am Anfang hat er noch gut mitgemacht, jetzt ist es jedesmal ein kleiner Kampf, und das stresst ihn glaube ich sehr.
Wie geht ihr damit um? Mir tut er total leid, aber es leuchtet mir auch ein, dass der Abszess nicht zuwachsen darf, solange da noch Eiter drin ist.
Ich war heute nochmal beim Tierarzt, der sich eigentlich auch bessere Ergebnisse erhofft hätte.
Jetzt hat er mir medizinischen Honig mitgegeben, den ich nur noch zweimal am Tag in den Abszess spritzen muss.
Da ja durch den Zahnwurzelkanal alles was ich unten reinspritze, im Maul rauskommt,
kann Flecki sich jetzt wenigstens über den süßen Geschmack freuen, mal sehen, ob es das einfacher macht.
Ich frage mich gerade, wie ich das Abheilen sonst noch unterstützen kann, vor allem mit Ernährung.
Getreide, das er bisher oft und viel bekommen hat, habe ich inzwischen auf nahezu Null reduziert,
nur manchmal muss ich ihn mit einem TL Haferflocken rauslocken, damit er sich behandeln lässt.
Weil Omega-3 Fettsäuren entzündungshemmend sind, gebe ich ihm jeden Tag ein bisschen Hanfsamen und Leinsamen.
Dazu ein paar getrocknete Berberitzen, die haben nicht so viel Zucker wie anderes Obst, aber viele Antioxidantien,
und ich schätze sie gehören auch zum Speiseplan von Wildkaninchen.
Hat jemand sonst noch Vorschläge? Wie sieht es aus mit Wild- oder Küchenkräutern?
Bei Wiese ist er sehr wählerisch, ich bringe immer Auswahl mit, aber am liebsten würde er eh nur Löwenzahn fressen.
Wenn der weg ist, wird auch mal ein Spitzwegerich angeknabbert, Scharfgarbe wird ignoriert, und Gras ist dem Herrn, glaub ich, zu gewöhnlich...
Bei Menschen werden Entzündungsprozesse durch wenig Bewegung, Lichtmangel, und schlechte Ernährung begünstigt.
All das hatte er beim Vorbesitzer, kleiner Käfig im dunklen Flur, und Lieblingsessen "Multivitaminstangen",
also Getreide mit Zucker... Stress ist natürlich auch nicht gut, und den hat er jetzt hier leider auch, mit neuem Umfeld, mit dem täglichen
einfangen und behandeln, und den häufigen Ausflügen zum Tierarzt.
Was tun?
Doch schnell kastieren und vergesellschaften, damit eine Partnerin da ist, die ein bisschen Trost spenden kann?
Anderes Antibiotikum ausprobieren?
(Der Tierarzt hat mit diesem die bisher besten Erfahrungen gemacht, ist regelmäßig auf Fortbildungen,
und fragt jeden Kaninchenexperten, den er erwischen kann, ob sie endlich was haben, was bei Abszessen wirklich hilft...
er scheint sich wirklich gut auszukennen, hat mir allerdings von Anfang an gesagt, dass er keinen Erfolg garantieren kann.
Er hat schon ganze Kieferteile ausgefäst und Abszesse kamen wieder, und manche nur geöffnet und gespült, die blieben weg... und natürlich auch umgekehrt)
Schauen, ob es mit Schmerzmitteln besser geht?
Abwarten und Karottensaft trinken?
Ich bin einfach unsicher, weil ich keine Kaninchenerfahrung habe.
Danke fürs Lesen, ist jetzt doch ein langer Text geworden.
Und danke für jeden Tipp!