Fortschreitende Trigeminusparese - oder die Suche nach der Nadel im Heuhaufen

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Tompina

Tompina

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Hallo ihr Lieben,

lange hab ich jetzt überlegt, ob ich das Thema eröffne oder nicht. Zur Zeit habe ich nicht viel Zeit für das Forum und bin nicht oft hier...aber trotzdem würde ich das Ganze gerne mit euch teilen. Zum einen aus der wagen Hoffnung heraus, dass jemand Ähnliches erlebt hat bzw. eine Idee hat was man noch machen könnte. Und zum anderen weil ich selbst kaum Informationen zu bestimmten Teilen des Themas finden konnte und somit vielleicht anderen die Chance gebe auf etwas zu stoßen, was ihnen eventuell weiterhilft.

Um wen geht es?

Mal wieder um Sonny, DSH-Mix, weiblich-kastriert, inzwischen fast 12 Jahre alt.

Um was geht es?

Seit ca. 6 Monaten "gefällt" mir Sonny nicht mehr wirklich. Sie hat einen massiven Alterungsschub hingelegt (Muskelabbau z.B. am Kopf, leichte Hinterhandschwäche etc.) und mal dieses und mal jenes Problem gezeigt. Nie wirklich ein akutes Problem und auch immer nur zeitweise. Die erste Intention von allen Seiten war also "Sie wird einfach alt." - ja okay, sie ist 12 Jahre alt, aber sie ist auch Sonny. Gut bemuskelt für einen Hund diesen Alters, immer auf Achse, sehr gerne körperlich und geistig aktiv, kaum zu bremsen in ihrem Aktionismus und für jeden Mist zu haben. Sie zeigt keine Lethargie, sie hat guten Appetit, sie hat keine dauerhaften Lahmheiten oder sonstige Probleme mit dem Bewegungsapparat und ist auch immer noch die Erste die morgens aufsteht und die Letzte die abends ins Bett geht.

Warum mache ich dann Theater?

Sonny hat sich meiner Meinung nach - auch wenn sie zu großen Teilen noch einfach Sonny ist - verhaltenstechnisch verändert. Zwischenzeitlich hat sie immer wieder Phasen da scheint sie mehr Hunger zu haben als sonst und auch schneller abzunehmen, wenn sie nicht die entsprechende Menge bekommt - die Futtermenge insgesamt hat sich zeitweise verdreifacht, inzwischen sind wir bei etwas weniger als dem doppelten. (sie war eh schon als aktiver Hund kalkuliert und ihr Futter entsprechend angepasst - ich barfe) Hin und wieder war sie sehr schnell außer Atmen, bei ihr aber schwer zu erkennen, da sie weitermachen würde bis sie tot umfällt und schon immer recht schnell die Zunge auf halb acht hängen hat. Ihr Fell ist komisch geworden (rauer, struppiger und insgesamt stumpfer) und trotz versuchter Futteranpassung nicht wieder besser. - Ja okay, auch das sind keine untypischen Veränderungen für einen alten Hund, aber in meinen Augen für Sonny schon.

Also ab zum Tierarzt und den Hund auf links gedreht.

Was wurde gemacht?

- großes Blutbild + alle Organparameter + Mittelmeercheck + Borreliosetest
- Bauchspeicheldrüsentest
- Lungen- und Abdomenröntgen + Herzröntgen
- ausführlicher Abdomenschall + ausführlicher Herzultraschall mit EKG

Was haben wir gefunden?

Eine Bradykardie - also einen deutlich verlangsamten Herzschlag.
Massive Extrasystolen - also zusätzliche, heftige Herzschläge, die bei zu großer Belastung auch zu Ohnmacht führen können.
Eine vergrößerte Milz.

Erste Vermutung: Extrasystolen sind kein ungewöhnliches Problem für einen Hund dieser Größe und diesen Alters - erstmal nicht behandlungswürdig und bis dato hat sie auch bei Belastung keine Ausfallerscheinungen o.Ä. gezeigt. Bradykardie durch die vergrößerte Milz, da diese auf den Bauchnerv drückt, der das vegetative Nervensystem steuert und somit auch den Herzschlag beeinflusst. Fazit: sollte die Milz nicht wieder kleiner werden, Milz raus und gut.

Leider passt das so inzwischen gar nicht mehr.

Seit letzter Woche ist klar die Milz ist wieder fast normal groß - die Bradykardie eher schlimmer geworden.

Zudem hat Sonny seit gut 10 Tagen eine deutlich fortschreitende Trigeminusparese, d.h. ihr einer Kopfnerv funktioniert nicht mehr richtig, sodass ihr Unterkiefer herunter hängt (momentan im Ruhezustand mit ca. 4-5cm Abstand zum Oberkiefer - angefangen haben wir bei ca. 1cm), sie kann ihre Zunge nicht mehr komplett kontrollieren (sie hat massive Probleme Dinge (Futter, Wasser) aufzunehmen und nach hinten zu befördern) und ihre Nase und ihre Lefzen zeigen kaum noch reflektorische Reaktionen.

Was wurde unternommen?

- nochmal alle Blutwerte + alle Organwerte
- Test auf Toxoplasmose + Neosporose und drei weitere Sachen, deren Namen ich schon wieder vergessen hab (iwelche viralen Infektionen)
- Kopf- und Halswirbelsäulenröntgen + Bewegungstest (um auszuschließen das was verklemmt ist)

Ergebnis: Blutwerte top, Organwerte top, keine Infektionen/Entzündungen o.Ä. zu finden

Fazit: Symptombehandlung mit Vitamin B und Entzündungshemmer
Leider bis dato ohne wirklichen Erfolg - die Lähmung schreitet, wenn auch sehr langsam, voran.

Nächster Schritt: Termin in einer Tierklinik bei einem Neurologen nächsten Dienstag
Plan: Liquorpunktion, MRT etc.

Verdacht: Tumor im Kopf / an den Kopfnerven


Ich bin ziemlich fertig mit den Nerven, zumal ich grad eh einiges privat um die Ohren habe, und weiß nicht so recht, was ich von all dem halten soll.
Ich vertrauen meinen TÄs und genau deshalb macht es mich sehr, sehr panisch, dass sie so mit ihrem Latein am Ende sind und mich woanders hinschicken.

Dienstag werde ich dann hoffentlich Gewissheit haben...
 
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Hallo Tompina,

das hört sich kompliziert an und zum Thema selbst kann ich dir leider nicht weiterhelfen...
Das einzige, was mir in den Kopf kam, war ein Schlaganfall, aber nur wegen der Gesichtslähmung.

Ich wünsche aber Sonny und dir alles Gute. Hoffentlich findet ihr morgen mehr raus.

Liebe Grüße
 
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