Zugelaufener Kater

Diskutiere Zugelaufener Kater im Katzen Verhalten Forum im Bereich Katzen Forum; Hallo liebes Tierforum! Ich lese hier schon eine ganze Weile mit und hab schon den ein oder anderen Tipp mitnehmen können. Leider fand ich für...
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Danii89

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Hallo liebes Tierforum!

Ich lese hier schon eine ganze Weile mit und hab schon den ein oder anderen Tipp mitnehmen können. Leider fand ich für meine Situation keine passenden Threads, darum frage ich hier nach, hoffentlich ist das in Ordnung. :angel:

Meinem Vater ist vor ca. 5 Wochen ein ca. 1-jähriger Kater zugelaufen, der wahrscheinlich ausgesetzt wurde. Da mein Vater schon 4 Katzen hat, wollte er diesen nicht noch dazunehmen, drum habe ich mich entschieden, ihn in meiner Wohnung aufzunehmen. Am Anfang hat er ausgesprochen viel geschnurrt und hat brav sein Katzenklo benutzt und das Futter gegessen ohne Probleme. Ich hab ihn dann vor anderthalb Wochen kastrieren lassen, da war er 2 Tage beleidigt, seither geht's aber wieder halbwegs. Er legt sich gern in meine Nähe, wenn ich ihn dann streicheln will, schaut er mich böse an und haut mit seiner Pfote - mittlerweile meistens ohne Krallen - hin und setzt sich dann 2 Meter weiter weg. Ich lass ihn dann in Ruhe, dann kommt er wieder, rollt sich am Rücken und wenn ich ihn streichle, beißt er mich und lauft wieder weg. Ich weiß nicht, ob das spielen sein soll oder ob er das als Kämpfen auffasst, weil seine Bisse teilweise schon sehr heftig sind.

Hab ihm auch viel Spielzeug gekauft, das er sehr gern annimmt und ich spiel auch täglich einige Stunden mit ihm, bis er müde wird. Trotzdem mag er nie gestreichelt werden und schnurrt - seit dem Tierarztbesuch - nie.

Heute morgen hat er sein Futter bekommen (wie immer), hat davon wirklich nur ganz wenig gegessen (was sehr unüblich ist für ihn, er schleckt normalerweise den ganzen Teller leer) und nachher herumgemaunzt. Kurz drauf ist er in sein Tierbett und hat reingepinkelt :shock:
Hab daraufhin dann laut "nein" gerufen und er hat sich gleich in eine Ecke verkrochen. Am Klo kann es nicht liegen, das mache ich mehrmals täglich sauber, das Streu ist immer dasselbe. Das Futter ist auch das gleiche und auch sonst wär mir nicht bewusst, was anders wär als sonst, außer dass er jetzt immer mehr drauf drängt, dass er aus der Wohnung rauswill (war allerdings auch schon ein paar Mal mit ihm draußen, er hört auf "komm her" und war nach ein paar Minuten auch immer total erschöpft).

Insgesamt bin ich schon verunsichert, ob er mich überhaupt mag, weil kein Kuscheln und nur beißen und hinhauen :| und heute dann das. Laut Tierarzt ist er gesund.

Ich hoffe, ihr könnt mir ein bisschen mit eurer Erfahrung helfen. Danke!
 
  • Zugelaufener Kater Beitrag #2
Hallo,

der Kater wohnt also nun bei dir allein in Wohnungshaltung? Darin könnte schon das Problem liegen. Am Anfang war noch alles tutti, er hatte ein neues Zuhause und die Eingewöhnungszeit - doch jetzt ist ihm langweilig, so ohne kätzischen Kumpel. Den kannst du nunmal leider nicht ersetzen, egal wie viele Stunden du am Tag mit ihm spielst. Ich würde mal die Tierheime in der Umgebung abklappern und schauen, ob du dort einen passenden Raufkumpanen im gleichen Alter findest.
 
  • Zugelaufener Kater Beitrag #3
Danke für deine Antwort! Daran hab ich eh auch schon gedacht, nur leider ist in meiner Wohnung kein Platz für eine 2. Katze.
Und bei meinem Vater hat er sich mit den anderen 4 Katzen angeblich auch nicht verstanden.
 
  • Zugelaufener Kater Beitrag #4
In einer Wohnung sind immer Platz für 2 Katzen ;) &Katzen in Einzelhaltung geht gar nicht. Verhaltensauffälligkeitenwie sie doch hier schon vorliegen sind vorprogrammiert und können sich noch steigern.
Eine Vergesellschaftung braucht Zeit, man kann eine Katze nicht einfach zu 4 anderen setzen und sagen "los, liebt euch sofort"
 
  • Zugelaufener Kater Beitrag #5
Hast Du jemals in einer WG gelebt? Oder kennst jemanden der in einer WG lebt?
Auch Menschen müssen sich zusammenraufen, genauso wie Katzen. Wenn Du keine zweite holen willst (ich stimme hier übrigens omfgjen absolut zu -wo Platz für eine ist, ist Platz für zwei!), solltest Du den Kleinen abgeben. Er ist viel zu jung um nun in Einzelhaltung zu bleiben.
 
  • Zugelaufener Kater Beitrag #6
Ich wohne in keiner WG, ich wohne in einer 40qm Wohnung. Da ist es für einen Kater alleine schon recht eng, aber da er sowieso auch im Sommer raus darf (Innenhof), hielt ich das für kein Problem; handhabt die Nachbarin unter mir genauso.

Was mir in diesem Forum schon aufgefallen ist, ist, dass ihr immer schnell seit mit "gib die Katze her". Wenn das jeder machen würde, nur weil es mal Probleme gibt, wären die Tierheime noch viel voller. Und nicht jeder, der eine Katze hat, nimmt sich auch eine zweite und wo Platz für eine ist, ist nicht auch gleich Platz für eine zweite...
 
  • Zugelaufener Kater Beitrag #7
Hier wird nicht immer sofort zur Abgabe geraten - aber hier gibt es mMn nach nur zwei Optionen. 1. Katze artgerecht halten, indem man einen Spielgefährten holt oder 2. Abgeben, sodass er woanders ein artgerechtes Leben bekommt.
Nur weil andere es genauso machen, ist es nicht gut. Gut gemeint ist selten gut gemacht ;) Zwei Katzen brauchen doch nicht unbedingt mehr Platz. Im besten Fall liegen sie doch eh aufeinander und kuscheln :lol:
 
  • Zugelaufener Kater Beitrag #8
Und nicht jeder, der eine Katze hat, nimmt sich auch eine zweite und wo Platz für eine ist, ist nicht auch gleich Platz für eine zweite...
Ich hätte jetzt bei so einem jungen Tier auch unbedingt zur Zweitkatze geraten und alternativ - wenn das (aus welchen Gründen auch immer) nicht geht - die Abgabe empfohlen. Das hat nichts damit zu tun, dass man hier im Forum schnell mit solchen Ratschlägen ist, sondern damit, dass hier im Forum im Sinne der Tiere gedacht wird. Und es ist nicht im Sinne eines ca. 1jährigen Katers, alleine in einer kleinen Wohnung ohne Artgenossen zu leben. Ab und an im Sommer mal in den Innenhof gehen und dort vielleicht auf fremde Katzen zu treffen und damit eventuell auch direkt in Auseinandersetzungen zu geraten, ist sicherlich kein Ersatz für einen Partner in den eigenen vier Wänden. Katzen sind nun mal soziale Tiere und sollten nach Möglichkeit nicht alleine in der Wohnung gehalten werden. Es gibt sicher Ausnahmen, aber meist handelt es sich dabei um unverträgliche Tiere, die vom Menschen zum Einzelgänger gemacht wurden (übrigens durch so eine Einzelhaltung, wie du sie planst :eusa_shhh:).
Keiner meint das hier böse dir gegenüber, es geht schlicht um das Wohl des Katers. Wenn du das nicht leisten kannst oder möchtest, solltest du alternativ eine Abgabe in Betracht ziehen, denn dann hätte er vielleicht eine bessere Chance auf ein möglichst artgerechtes Leben.

Hier findest du übrigens noch einige andere Quellen, die besagen, dass Katzen so nicht gehalten werden sollen: .
 
  • Zugelaufener Kater Beitrag #9
Also ganz ehrlich, eine zweite Katze kommt für mich eher nicht in Frage. Ich mag Katzen gern, aber das wär mir schon zu viel...

Kann mir auch nicht vorstellen, dass er in einem Tierheim glücklicher wäre, denn das wär die Option gewesen, wenn ich ihn nicht zu mir genommen hätte. Aber ich kann ja nochmal darüber nachdenken
 
  • Zugelaufener Kater Beitrag #10
Also ganz ehrlich, eine zweite Katze kommt für mich eher nicht in Frage.
Was spricht denn genau für dich dagegen? Hast du dir mal meinen verlinkten Thread bzw. die Links darin genauer angeschaut?

Kann mir auch nicht vorstellen, dass er in einem Tierheim glücklicher wäre, denn das wär die Option gewesen, wenn ich ihn nicht zu mir genommen hätte.
Naja, direkt glücklicher vielleicht nicht, was die Gesamtsituation angeht. Aber er hätte direkt wieder soziale Kontakte und als junger und gesunder Kater vielleicht auch gute Chancen auf ein Zuhause mit dem so wichtigen kätzischen Partner.
 
  • Zugelaufener Kater Beitrag #11
Huhu Danii,
keiner meint es hier böse, wenn er Dir zur Zweitkatze oder alternativ zur Abgabe rät - die Gründe für beides wurden Dir ja schon vielfältig erläutert ;)

Und das mit der WG war auch nur als Beispiel dafür gemeint, dass Menschen in einer WG sich auch erstmal näher kennen lernen müssen und lernen, sich wortwörtlich "zusammenzuraufen", die Macken und Eigenarten des anderen kennen lernen etc... Genauso ist es bei Katzen, die sich noch nicht kennen und plötzlich zusammenleben sollen - manche sind sofort ein Herz und eine Seele, andere brauchen etwas länger um aufzutauen und das Partnertier zu akzeptieren - aber nur in seltenen, von Ina schon angeführten Ausnahmefällen klappt es gar nicht, weil entweder ein Tier schon zum Einzelgänger "verzogen" wurde oder aber die Chemie wirklich absolut nicht stimmt (letzteres ist aber wirklich extremst selten, meist spielt auch da dann Punkt 1 eine Rolle...)
Und ja, es stimmt tatsächlich: Wo eine Katze Platz hat, haben auch zwei Katzen Platz. Die nutzen die Wohnung dreidimensional, und auch aus 40qm kann man was Feines zaubern ;) 2 Katzen machen nicht automatisch mehr Arbeit - im Gegenteil. Sie haben sich gegenseitig zum Raufen, Toben, Putzen, Spielen, Kuscheln. Sie beschäftigen sich wunderbar miteinander, sodass Du auch guten Gewissens mal mehrere Stunden wegbleiben kannst oder auch einen ganzen Tag... Und selbst wenn Du bei einem Einzeltier rund um die Uhr zu Hause wärest - Du könntest nie mit ihm den Kratzbaum rauf und runter wetzen, Du könntest ihm nie die Öhrchen ausschlecken, Du könntest nie mit ihm nach Katerart auf dem Boden herumraufen...
Zwei Katzen kosten übrigens auch nicht automatisch doppelt so viel - Du kannst größere Futterdosen kaufen, die in Relation dann wieder billiger sind, und da auch eine Katze schon 2 Klos haben sollte (2 Katzen idealerweise dann eher 3 Klos, aber evtl. kommen die auch mit 2 Klos hin, muss man ausprobieren), wird auch das nicht gleich das Doppelte. Einzig Tierarztkosten für Impfungen / Kastra verdoppeln sich, aber Tierarztkosten sind eh immer unkalkulierbar - man kann für eine Katze Tausende Euro ausgeben müssen, wenn´s ganz extrem kommt, man kann aber auch Glück haben und bis auf das "Pflichtprogramm" den Tierarzt kaum zu Gesicht bekommen (wir haben z. B. seit fast 6 Jahren Katzen, erst 2, inzwischen seit knapp 3 Jahren 6... die einzigen größeren Ausgaben waren die beiden Kastras der 2 Kleinen und ansonsten mal eine Augenbehandlung wegen Katzenschnupfen bzw. ein entzündeter Kratzer - aber das hielt sich bisher in äußerst überschaubaren Grenzen...)

Denk´ nochmal in Ruhe nach - schau Dir den "Katzenschmusefoto-Thread" an (hier: ) - und überlege, ob Du Deinem Kater das gönnen oder verwehren möchtest ;)

LG seven
 
  • Zugelaufener Kater Beitrag #12
Ich bin noch dabei, mir deine Links anzuschauen. Danke euch für die Tipps jedenfalls und zu einem großen Teil versteh ich's schon.

Ich komm nur aus einem Haus mit zig Tieren, das immer dreckig war und wo Tiere einen höheren Stellenwert als jeder Mensch einnahmen. Drum genieße ich meine saubere Wohnung und möchte keine Vielzahl an Tieren daheim haben. Ich hab seit September überlegt, mir eine Katze zuzulegen und mich dann dagegen entschieden und den kleinen Leon nur aufgenommen, weil ich nicht wollte, dass der Arme ins Tierheim muss. Er hat vorher schon 2 Wochen bei meinem Vater gewohnt und da hat er sich mit den 4 Katzen (3 Katzen und 1 Kater) überhaupt nicht verstanden, die hatten am Ende schon Angst vor ihm. Kann natürlich sein, dass er sich erst hätte gewöhnen müssen, aber seine "Feindseligkeit" zeigt sich auch, wenn ich Besuch habe. Da geht er zum Besuch und haut mit Krallen hin, ohne dass jemand etwas gemacht hätte. Wenn ich hingehe und ihn streicheln möchte, zuckt er zusammen, wenn er meine Hand sieht und 'beruhigt' sich erst, wenn er merkt, dass ich ihm nicht wehtu.
Ich denk mal, er wurde nicht allzu gut behandelt dort, wo er herkommt und deshalb hab ich auch anfangs gar nicht über eine 2. Katze nachgedacht, weil ich wohl wollte, dass er mal zur Ruhe kommen kann.
Klar, Katzen wollen Gesellschaft, aber was, wenn sie sich wirklich nicht verstehen? Bei meinem Vater sind 1 Katze mit ihrem "Baby"kater (der mittlerweile auch schon 4 Jahre ist), die verstehen sich super und können gar nicht ohneeinander, aber mit den anderen beiden bzw. die anderen beiden untereinander - da gibts immer nur Krieg...

Werd mir eure Links mal anschauen und ein paar Tage darüber nachdenken.
 
  • Zugelaufener Kater Beitrag #13
Huhu Danii,
Deine Bedenken kann ich auch durchaus verstehen - aber jetzt kommt das große ABER ;) :

Im Grunde sind Katzen ja sehr reinliche Tiere, die im Prinzip keinen Eigengeruch haben (natürlich riecht jedes Tier nach Tier, aber im Vergleich zu Mäusen, Ratten oder nassem Hund riecht eine Katze eigentlich gar nicht, selbst wenn man die Nase ins Fell steckt ;) )
Dreck machen sie auch nicht - es sei denn, es geht mal eine Kloportion daneben oder jemand muss sich übergeben, aber das passiert ja nun auch nicht täglich, und gerade fürs Übergeben können sie ja rein gar nix... Dann wird evtl. noch Streu aus dem Klo geschaufelt - mit einer entsprechenden Streu lässt sich der sogenannte "Strandeffekt" aber gut minimieren (wir haben Cats Best Öko Plus, das hat schon einen ordentlichen Strandeffekt - wir haben aber auch 6 Klos (im Sommer noch eins draußen, macht 7) - da wird einmal am Tag kurz durch die Wohnung gefegt und gut ist.
Zwei Katzen sind in meinen Augen übrigens keine "Vielzahl" ;) - oder hast Du noch andere Tiere?
Was war der nächste Punkt - ach so... die 2 Wochen bei Deinem Vater. 2 Wochen sind bei einer Katzenzusammenführung noch gar nichts, da braucht es einfach Geduld. Und wenn dann so ein Streuner plötzlich in der Wohnung sitzt und gleich 4 fremde Katzen um sich hat, ist das natürlich erstmal ´ne Hausnummer, daher ist es kein Wunder, dass das nicht sofort innerhalb dieser Zeit perfekt geklappt hat. (Kommt z. B. auch noch darauf an, wie alt die Katzen Deines Vaters sind - Deiner ist mit einem Jahr ja gerade mal dem Kittenalter entwachsen, wenn er da z. B. 4-5jährige oder noch ältere Katzen angetroffen hat, erschwert das das Ganze nochmal.)
Auch bei Dir muss er sich erst eingewöhnen - ich würde anfangs gar nicht erst versuchen, ihn zu streicheln, wenn er nicht von sich aus auf Dich zukommt. Lass ihn kommen - halt ihm die Hand hin - und wenn er nicht will, dann eben nicht. Wir hatten hier auch ein paar schwierige Kandidaten in der Richtung. Dinah durfte man anfangs nur am Kopf streicheln, man bekam eine geklatscht, wenn man es am Rücken versucht hat. Inzwischen lässt sie sich überall kraulen. Jule durfte man noch nichtmal in die Nähe kommen, dann wurde gefaucht und geknallt - inzwischen fordert sie ihre Streicheleinheiten vehement ein. John-Boy, seit 6 Jahren als Findelkind bei uns, kann man bis heute nicht streicheln - nur nachts im Bett, wenn man unter der Bettdecke liegt, dann kommt er angetrampelt, denn dann wirken wir offenbar harmlos auf ihn. Tagsüber ist er weg wie ein geölter Blitz, und ich glaube nicht, dass wir das noch ändern können. So sind sie halt alle verschieden ;)
Und wie gesagt, das Aneinander-Gewöhnen kann seine Zeit dauern - von "sofort ein Herz und eine Seele" bis "mehrere Monate" ist alles drin, aber am Ende zahlt sich die Geduld wirklich aus und es klappt nur in den allerseltensten Fällen nicht. Dein Kerlchen ist noch so jung - je jünger sie sind, desto besser klappt´s in der Regel!
Denk wirklich drüber nach, es wird sich lohnen - für Dein Katerchen und für Dich!
LG seven
 
  • Zugelaufener Kater Beitrag #14
Was war der nächste Punkt - ach so... die 2 Wochen bei Deinem Vater. 2 Wochen sind bei einer Katzenzusammenführung noch gar nichts, da braucht es einfach Geduld. Und wenn dann so ein Streuner plötzlich in der Wohnung sitzt und gleich 4 fremde Katzen um sich hat, ist das natürlich erstmal ´ne Hausnummer, daher ist es kein Wunder, dass das nicht sofort innerhalb dieser Zeit perfekt geklappt hat.
Dazu kommt dann noch erschwerend, dass der Kleine zu dem Zeitpunkt noch gar nicht kastriert war. Einen fremden UND potenten Kater von draußen in eine bestehende Katzengruppe (in der sehr wahrscheinlich alle kastriert sind) zu integrieren ist schwierig bis unmöglich und sicherlich nicht in zwei Wochen zu bewältigen.
Jetzt ist er kastriert. Und bereits halbwegs eingewöhnt bei dir - ich würde drauf wetten, dass du mit der richtigen Wahl eines passenden (ebenfalls kastrierten) Artgenossen in kurzer Zeit ein glückliches Katzen-Team zu Hause hättest ;). Was auf lange Sicht auch dich glücklicher machen würde als ein Einzeltier.
 
  • Zugelaufener Kater Beitrag #15
Dazu kommt dann noch erschwerend, dass der Kleine zu dem Zeitpunkt noch gar nicht kastriert war. Einen fremden UND potenten Kater von draußen in eine bestehende Katzengruppe (in der sehr wahrscheinlich alle kastriert sind) zu integrieren ist schwierig bis unmöglich und sicherlich nicht in zwei Wochen zu bewältigen.
Irgendwas überlese ich immer :roll:;)

Jetzt ist er kastriert. Und bereits halbwegs eingewöhnt bei dir - ich würde drauf wetten, dass du mit der richtigen Wahl eines passenden (ebenfalls kastrierten) Artgenossen in kurzer Zeit ein glückliches Katzen-Team zu Hause hättest ;). Was auf lange Sicht auch dich glücklicher machen würde als ein Einzeltier.
Der Wette schließe ich mich umgehend an ;)
 
  • Zugelaufener Kater Beitrag #16
Hallo Danii,

ich hab ähnliches erlebt wie du, meine Nachbarin wollte ihren Kater ins Tierheim geben mit 3 Monaten und ich fand ihn so zucker, dass ich ihn bei mir aufgenommen habe. Er hat sich ganz gut eingelebt, wurde dann aber schon etwas aggressiver in seinem Spielversuchen obwohl ich mich wirklichen jeden Tag stundenlang mit ihm beschäftigt habe (ich studiere). Für meine Kinder war die Situation schwer zu ertragen.

Nach dem Auskurieren seiner Bindehautentzündung hab ich dann einen 2. Kater aus dem Tierheim dazu geholt (zu dem Zeitpunkt 6 Monate alt) und hier folgen anfangs durchaus die Fetzen. Aber nach 2 Wochen haben sie sich zusammengerauft und das Leben hat sich für mich damit echt entspannt! Kein stundenlanges Spielen mehr, nicht mehr im Flur angesprochen werden weil mein Kater maunzt wenn ich mal eben für 2h in einer Vorlesung bin, kein aggressives angehen mehr.

Beide kommen gerne zum kuscheln, spielen auch mal mit meinen Füßen unter der Decke, aber ich kann auch problemlos nachts die Schlafzimmertür zumachen ohne ein schlechtes Gewissen zu haben dass das ein kleiner Kater vor der Tür sitzt und mich lieber wachhalten würde.

Ich komme auch keinem Tierhaushalt und ja, ich finde den Mehraufwand durch die Kater machmal schon anstrengend. Aber: den hätte ich auch bei einem Kater, Klos stehen ohnehin rum, den Papiermüll verteilen die beiden auch gerne mal einzelnd in der Wohnung und haaren tun auch beide gleich. Ich sehe hier keinen wirklichen Unterschied von einem Kater zu 2 Katern (außer den obengenannten Erleichterungen). Und ich bin was Sauberkeit angeht auch eher etwas pingelig, ich bekomme die Krise wenn ich rein komme und gerade einer eine Wurst gelegt hat und es deshalb erst mal riecht. :mrgreen: Aber, wie gesagt, der Unterschied von 0 Katzen zu 1 Katze ist viel größer als von 1 Katze zu 2 Katzen.
 
  • Zugelaufener Kater Beitrag #17
Huhu erstmal,

zum Thema "die haben sich ja auch nicht verstanden" kann ich auch nochmal gerne ein paar Erfahrungsberichte meinerseits geben:
Ich war einige Zeit Pflegestelle für Katzen und kenne auch einige anderen Pflegestellen. Da ich auch eigene Katzen habe und die PS Katzen ganz normal wie eigene Katzen im Haushalt gehalten wurden, gabs natürlich öfters mal eine Vergesellschaftung. Die erste Zeit ist es eigentlich fast immer so, das viel gekeife und gefauche ist und auch schonmal ein bisschen Fell fliegt. Unsere letzte "PS" Katze Pumi (ich bin Pflegestellen Versager x 3 direkt geworden als ich mit der Pflegestelle aufgehört habe, Pumi, Mo und Mini Me dürfen bei uns bleiben) musste am Anfang erstmal lernen das auch andere Katzen genau die gleichen Rechte haben wie sie, sie keine Prinzessin ist und das sie nicht der Nabel der Welt ist... Das hat viele Faucher gebraucht, und auch heute noch faucht Prinzessin Pumi sobald der nieder Pöbel nicht nach ihrer Pfeife tanzt :mrgreen: Aber genau so sehr mag sie die anderen eigentlich doch mit denen kann man nämlich spielen und meiner Katzenomi gibt sie immer mal Nasenküsschen. Mit Mini Me und Mo war es das gleiche. Beides Geschwister, die knapp 1 Jahr lang nur sich hatten und viel zu früh von der Mama weg waren. Die hatten bis dato eigentlich eher in ihrer eigenen kleinen Welt ohne andere Katzen und nur mit wenig Menschenkontakt gelebt... Erstmal war es eher ein "Oh Gott - Marsmenschen" wenn sie eine andere Katze gesehen haben. Mit der Zeit wurde Mini Me eher zur kleinen Mademoiselle - den ganzen Tag irgendwo dekorativ rumsitzen und sich putzen und ihr Bruder zum gefürchteten Räuber der Wohnung... So bekam Mo öfters eine gewatscht wenn er wieder versuchte mit Mini Me zu spielen. Dann kam mein Kater ins Spiel. Die beiden prügeln sich eigentlich seitdem den lieben langen Tag kreuz und quer durch die Wohnung - wie 2 voll pubertäre Kater eben :mrgreen: Ich denke bei ganz vielen Einzelkatzen ist es eben genau so, es wurde nur auf die Anfangszeit geguckt und davon ausgegangen das die nicht verträglich seien. Mir ist bis dato noch keine Wohnungskatze unter gekommen die wirklich eine Einzelkatze ist...
 
  • Zugelaufener Kater Beitrag #18
Also mit 2 Katzen hast Du sicher weniger Aufwand als mit einer - wenn sie sich dann halt mal zusammengerauft haben. Die Zeit mußt Du durchstehen, aber die ist es wert. Erst gestern Vormittag: keine Katze weit und breit. Dann ein Blick ins Bad: ah, da sind beide, aneinander gekuschelt.Und das ist ein Anblick, da geht einem das Herz auf! Haare hast Du so oder so überall, ob jetzt mit einer oder mit 2 Katzen.
 
  • Zugelaufener Kater Beitrag #19
Wenn ich es nicht überlesen habe, hat es hier noch keiner erwähnt:
Meinem Vater ist vor ca. 5 Wochen ein ca. 1-jähriger Kater zugelaufen, der wahrscheinlich ausgesetzt wurde.
"..wahrscheinlich ausgesetzt", oder aber irgendwo weint sich gerade ein todtrauriger Katzenbesitzer die Augen aus dem Kopf.

Kater wandern gern, auch über mehrere Kilometer. Kastrierte tun es und unkastrierte erst Recht. Natürlich hätte der Kater kastriert werden müssen bevor er rausgelassen wurde, aber es gibt auch naive Leute die denken sie brauchen nicht kastrieren (das Tier aber trotzdem lieben). Er kann auch aus Wohnungshaltung abgehauen sein.

Ein zugelaufenes Tier ist immer erstmal eine Fundsache und ihr solltet unbedingt versuchen den Vorbesitzer ausfindig zu machen.
Wart ihr beim Tierarzt und habt nach einem Chip gucken lassen? Habt ihr eine Meldung bei Tasso gemacht und im örtlichen Tierheim Bescheid gegeben? Selbst wenn der Kater tatsächlich ausgesetzt wurde (was ihr ja nicht wissen könnt) droht dem Besitzer dann wenigstens eine Strafe wenn er ermittelt wird.
Den Kater einfach zu behalten ist Unterschlagung.

Jetzt lebt er allein bei dir in der Wohnung ohne Freigang und kann (falls er doch nur irgendwo in der Nähe ausgebüxt ist) auch nicht mehr selbstständig nach Hause laufen (was sich ja aber über eine weitere Strecke auch nicht empfehlen würde).

Bitte setze alles daran den vorherigen Besitzer zu finden, wenn ihr das nicht bereits getan habt.

Sollte bei der Suche nichts rauskommen könnte es auch sein, dass er halbwild gelebt hat, das könnte zu seinem etwas ungehobelten Verhalten und der Tatsache, dass er nicht kastriert war passen :eusa_think:
 
  • Zugelaufener Kater Beitrag #20
Also mit 2 Katzen hast Du sicher weniger Aufwand als mit einer - wenn sie sich dann halt mal zusammengerauft haben.
Das gleiche Spiel funktioniert sogar mit 6 Katzen :uups: Ich hatte ja meinen Malley kurze Zeit alleine bei mir da Elly und Sari noch in meiner alten WG waren und Leo, Mini Me & Mo noch gar nicht existent (geschweige denn geboren) waren. Eigentlich war es den ganzen Tag Malley hier, Malley da - Malley immer da! Ich hatte keine ruhige Minute aber seine Wünsche und Belange konnte ich trotzdem nicht erfüllen. Klar kann ich bis zu einem gewissen Maß mit ihm spielen und raufen... Aber ab einem gewissen Punkt ist es halt nicht mehr möglich. Seitdem damals Leo eingezogen war, hang Malley nicht mehr so an mir weil er eben den Partner zum raufen und co gefunden hatte aber gleichzeitig blieb er trotzdem immer noch Mamakind weil dann nur er abends an mir gekuschelt geschlafen hat. Aber das war mir dann egal, weil ich eben gesehen habe wie glücklich er ist.
 
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Zugelaufener Kater

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