Hund aufpäppeln - wie viel?

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Hexe76

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Hallo da draussen.
Schwierige Situation kurz zusammen gefasst:
meine Nachbarin versorgt gerade einen jungen Hund, der bis gestern morgen ihrem Nachbarn gehört hat. Dieser hat sich null um den kleinen Kerl gekümmert.
Gestern war er mal wieder auf Futtersuche zusammen mit dem älteren Hund vom Nachbarn. Der ältere Hund hat den kleinen angegriffen und gebissen, weil er ans Futter wollte.
Nun hat meine Nachbarin ihn vorübergehend aufgenommen und der kleine wird auf keinen Fall zum Nachbarn zurück gebracht. :evil:
Sie war mit ihm beim TA:
Unterernährt (gute 2kg)
Verwurmt (hat gestern Wurmmittel gekriegt und kotzt und sch** die Dinger nun dutzendweise aus)
stinkt erbärmlich und die Pfoten sehen aus als hätte er Milben
Da er gestern Gummireste ausgeschieden hat (er hat alles gefressen was er gefunden hat), bekam er vom TA 3 Dosen Magenschonendes Futter mit.
Der Kleine sucht permanent nach Futter, als wäre er immer noch hungrig.
Wie viel Futter kann man ihm zumuten ohne dass er sich überfrisst oder der Magen perforiert?


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  • Hund aufpäppeln - wie viel? Beitrag #2
Hey,

bei so vielen Problemen das Zufüttern lieber mit dem TA besprechen. Ich würde ne Art Kur vorschlagen bei dem Wurmbefall und den Gummiresten, die da den Darm schädigen konnten.

Wart ihr beim VA oder der entsprechenden irischen Behörde? In Deutschland wäre es Diebstahl, den Hund zu behalten. Außerdem sollte sich jemand um den anderen Hund kümmern.
 
  • Hund aufpäppeln - wie viel? Beitrag #3
Nuja, der TA weiss von der besonderen Situation und wir haben sämtliche Tierschutz-Organisationen abgeklappert die hier im Umkreis sind. So richtig fühlt sich keiner zuständig.
Die Behörden sind bereits informiert seit Wochen, aber da es nur wenige Inspektoren hat für ein recht grosses Gebiet, kann das noch ne Weile dauern bis da mal einer auftaucht.
Der Kleine ist nicht gechippt, hat nicht mal ein Halsband getragen, also gehört er rein rechtlich mal niemanden und wir handeln ihn als Fundtier...
 
  • Hund aufpäppeln - wie viel? Beitrag #4
Oh je, er sieht wirklich schlecht aus :010:
Warum holt sich der Nachbar einen Welpen wenn er sich nicht um ihn kümmert und was wird jetzt aus dem anderen Hund? Bei solchen Zuständen würde ich in Erwägung ziehen das Vet-Amt einzuschalten, das geht doch einfach nicht :(

Dieser brillenförmige Haarausfall um die Augen rum kann übrigens auch durchaus von einem Hautpilz kommen. Allerdings ist zu erwarten, dass dies auch wieder weggeht wenn er einen besseren Allgemeinzustand erreicht, von daher gilt jetzt erstmal ihn zu Peppeln.

Was die Futtermengen angeht würde ich ihm wo so viel geben wie einem normalgewichtigen Welpen, so sollte er langsam ein vernünftiges Gewicht erhalten. Dass er ständig Hunger hat kann ich verstehen, aber ich würde es deswegen nicht übertreiben und ihm endlos Futter hinstellen.
Sicher fehlt ihm auch einiges an Muskelmasse und die kommt eh nicht schneller, bloß weil man weit über den Bedarf füttert. Lieber langsam und nachhaltig.

Ob er extra magenschonendes Futter braucht sei mal dahingestellt, ich würde ihm einen hochwertigen Fleischanteil geben und ein wenig tierisches Fett (z.B. Gänseschmalz) unterrühren. Bei Fertigfutter würde sich sicher ein gutes Nassfutter empfehlen. Mengenmäßig kann man sich bei Fertigfutter in der Regel an den Angaben auf der Dose orientieren (ein Löffel extra ist sicher erlaubt, aber eben nicht völlig überfüttern).
Auch würde ich die Gesamtmenge auf viele kleine Portionen am Tag verteilen, bei einem so jungen und noch dazu unterernährten Welpen können das gut und gerne 4-6 Einzelportionen sein.

Ich drücke ganz doll die Daumen für den armen Kleinen, bitte berichte uns wie es ihm geht und auch, ob ihr noch was für den anderen Hund tun könnt.
Der Kleine ist nicht gechippt, hat nicht mal ein Halsband getragen, also gehört er rein rechtlich mal niemanden und wir handeln ihn als Fundtier...
Nach deutschem Recht würde man nicht den Besitzanspruch verlieren, nur weil der Hund ohne Chip und Halsband rumläuft. Da ihr ja theoretisch auch den Besitzer kennt ist der Hund kein wirkliches Fundtier. Dennoch kann man ihn ja nicht dahin zurückgeben, dass würde ich auch nicht machen, Unterschlagung hin - Unterschlagung her.
 
  • Hund aufpäppeln - wie viel? Beitrag #5
Ok, dann mal die ganze Geschichte.
Besagter Nachbar hat einen betagten Labrador. 7-10 Jahre alt. Läuft langsam und hinkt, da er vor einigen Jahren angefahren wurde und der Bruch (oder ausgerenkt) nicht versorgt wurde. Wenn er das Bein belastet, sieht man wie es sich nach aussen dreht. Scheusslicher Anblick.
Dieser Hund heisst Robby.
Da der arme, arme Robby nicht alleine sein sollte, haben die freundlichen Besitzer vorletztes Jahr einen Welpen dazu geholt. Ein kleiner Beagle-irgendwas Mix. Ein Mädchen...
Ihr Name ist Candy.
Robby wandert täglich von Haus zu Haus und bettelt um Futter und Candy fing beizeiten an, mit ihm mitzuwandern und mitzubetteln. Da er aber sehr langsam ist und sie sehr jung, fing sie beizeiten an, alleine zu streunern. Sie war auch hier bei mir sehr oft, schlief manchmal für eine Weile vorm Ofen, wenn es draussen kalt war. Distanz von mir zum Nachbarn - ca 1km.
Insgesamt wanderte die Kleine über mehrere km jeden Tag, auf der Suche nach Futter und Beschäftigung.
Sie wurde läufig... Ich brachte sie heim zum Besitzer und fragte ihn ob er weiss, dass sie läufig ist. Ja, wusste er und meinte schulterzuckend, was er denn tun solle, er könne ihr ja nicht die Beine abhacken um sie am wegrennen zu hindern.
Sämtliche unkastrierte Rüden im Umkreis sind also auf Candy drauf gehüpft. Der Kleine hier auf den Bildern ist einer von 8 Welpen die Candy im Mai 2015 bekam. Sie akzeptierte die Welpen nicht und lief nach ca 14 Tagen bereits wieder von Haus zu Haus - mit einer fetten Mastitis.
Wir dachten ehrlich gesagt, dass er die Welpen kurzerhand ersäuft hat. Aber hat er nicht.
In der Zwischenzeit hatten wir (meine ebenfalls deutsche Nachbarin und ich) genug davon, wie Candy behandelt wurde und wir schalteten eine Tierschutz-Orga ein. Eine von deren Mitarbeiterinnen kam vorbei, schnappte sich Candy als diese mal wieder umherzog und nahm sie kurzerhand mit.
Candy lebt nun in England bei einer Familie mit einem weiteren Hund und es geht ihr sehr, sehr gut.
So, blieben noch die Welpen.
Die waren viel draussen in einem abgesperrten Bereich und wurden immer weniger mit der Zeit. Er vermittelte die meisten.
3 Welpen hat er behalten.
Nr 1, einen ganz schwarzen Rüden haben wir vor 3 Wochen weggefangen und zu einer Tierschutz-Orga gebracht, die mir sofort geglaubt haben, dass ich ihn herrenlos an einer Strasse aufgelesen habe, da er in einem genauso schrecklichen Zustand war, wie der Kleine um den es hier nun geht.
Nun haben wir als gestern Nr 2 einfangen können.
Und Nr 3 kriegen wir auch noch.
Für Robby ist es zu spät. Er ist es gewohnt wie es ist, kriegt Futter und Zuwendung ringsum und wenn wir ihn nun zu einer Tierschutz-Orga bringen, schläfern die ihn entweder ein, oder er bleibt als nicht vermittelbar wo er ist.

Der nette Nachbar hat übrigens bei keinem der verschwundenen Hunde irgendwelche Anstrengungen unternommen, diese zurück zu bekommen. Keine Flugblätter, kein rumfragen in der Nachbarschaft - nichts...

Ihr dürft uns gerne verurteilen für das "wie", aber wenn wir darauf warten, dass die hiesige Obrigkeit reagiert, mag es zu spät sein....
Informiert sind sie.... Wenn sie vorbeikommen und Robby mitnehmen, fein. Aber ich hätte bis dahin Welpe Nr. 3 auch noch gerne untergebracht.
Als ich wegen Nr. 2 rumtelefoniert habe, fühlte sich keiner zuständig und alle haben mich an einen Dog-Pound verwiesen, wo der Hund nach 1 Woche eingeschläfert worden wäre. Aber es wäre dann der offizielle Weg gewesen....

PS: klein Welpi wird am Samstag von mir nach Galway gebracht. Ca 220km entfernt von mir. Das sollte weit genug sein. Eine deutsche Familie wird ihn aufnehmen. :clap:
 
  • Hund aufpäppeln - wie viel? Beitrag #6
*schauerüberrücken* beim lesen dieser Geschichte und das in Irland,
hätte ich gar nicht für möglich gehalten.

Der süße Kleine hat ja alle Baustellen, die man so haben kann.

Ich würde erst einmal mehrere Mahlzeiten in kleinen Portionen
geben, zu Anfang aller 2/3 Stunden, 4 ist schon wieder zu viel Abstand.
Wenn er zu dünn ist, wird der Hund "genudelt", sprichwörtlich Nudeln
dem Futter beimischen. Man kann ja Nudeln vorkochen.
Ich würde der Maus u.a. mal ein Huhn mit Suppengrün abkochen,
dann Knochen weg und Fleisch und Nudeln mit dem Gemüse, Brühe
geben. Ansonsten kann man die Nudeln mit jedem anderen Fleisch,
Herzen, Leber, Rind aber auch mal zu einer Dose/Animonda mischen.
Brühe vom Selbstgekochten würde ich aufheben und an trockeneres
Futter mischen. Ansonsten bei Trockenfutter, ein Energy-Futter geben.
Bei zooplus.de mal nachschauen, ab 19.-€ fallen da keine Portokosten
in D an, Irland weiß ich jetzt nicht. Der Kleine kann auch jede Menge
Leckerlie vertragen, die etwas weicher und gut zu kauen sind.
Also vorerst kein Ochsenziemer, Büffelhaut u.ä.

An schneller Energie, kannst Du ein Eigelb mit Traubenzucker aufschlagen
und ein Gemisch aus Milch/Wasser drunter ziehen, so dass es gerade den
Boden einer kleinen Schüssel bedeckt.
Ansonsten ist Colostrum/Erstmilch die Nr.1 um das Immunsystem aufzubauen.
Aus der Apotheke würde ich Jubin/Glucose besorgen und es 2/3 ml jeweils
mit einer Einwegspritze ohne Nadel ins Mäulchen geben. Das braucht die
Bauchspeicheldrüse die erst ab vollendeten 4 Monat Glucose produziert.

Vielleicht gibt sich das Problem um die Augen von selbst, wobei ich glaube,
das der kleine Kerl eine Mischinfektion von allen hat. Pilze, Würmer, Milben.
Die Wurmkur muss sicher wiederholt werden.
Bei Milben sind es meist Demodexmilben, jede andere Art ist auch denkbar,
da muss der TA eine gesicherte Diagnose stellen und ein Medi bestimmen.

Für die Nase, scheint ja eine Wunde zu sein, kann man mit Wasserstoffperoxid 3%
aus der Apo oder anderen alternativen Mittel desinfizieren und dann Bepanthen
Wundsalbe drüber machen.

Erst mal bis hierhin. Wir drücken alle Pfötchen. Alles Gute.
 
  • Hund aufpäppeln - wie viel? Beitrag #7
danke Nadja. Ich leite alles fleissig weiter zur Nachbarin :D
Was fällt euch zu dem Bild ein?
Pilz? Milben? Alles zusammen? :roll:

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PS: die Wunde auf der Nase: das war Robby am Sonntag. Er hat den kleinen verbissen als der ans Futter wollte bei meiner Nachbarin. Der Kleine hat sich winselnd ins Gebüsch verkrochen und dort konnte meine Nachbarin ihn rausziehen und ins Haus tragen. Huch, noch ein Welpi verschwunden von der Bildfläche.... :mrgreen:
Ich hole ihn nachher ab und laufe ein bisschen mit ihm weit weg von unsrer Gegend. Er ist derzeit nur im Haus und das kann auch nicht gut sein.
 
  • Hund aufpäppeln - wie viel? Beitrag #8
  • Hund aufpäppeln - wie viel? Beitrag #9
Mit dem TA zu sprechen wäre aufjedenfall ratsam! Vielleicht eine Kur grade wegen dem Wurmbefall und den Gummi resten...

Viel Glück! :=)
 
  • Hund aufpäppeln - wie viel? Beitrag #10
Ich hab den Kleinen heut morgen zum TA geschleppt, bin jetzt knappe 100 Euro ärmer, aber ich fühle mich nun sicherer. Der Kleine hat eine Bronchitis, kriegt nun Antibiotika für ne Woche und Tabletten gegen den Juckreiz von den Milben - es sind Milben die ihn so zusetzen. Er ist total schuppig von oben bis unten und kratzt sich dauernd. Der TA hat sich viel Zeit für den Kleinen genommen, ihn genau untersucht und mir auch nochmal Futter mitgegeben.
Nun sind wir versorgt bis er am Samstag in sein neues Zuhause umzieht.
 
  • Hund aufpäppeln - wie viel? Beitrag #11
Der Kleine hat eine Bronchitis, kriegt nun Antibiotika für ne Woche und Tabletten gegen den Juckreiz von den Milben
Ich bin kein Mediziner, aber so aus der Ferne liest es sich als würde mal wieder unnötig mit dem liebsten Allheilmittel der Tierärzte (Antibiotika) um sich geschossen.
In 90% der Fälle wird eine Bronchitis nämlich von Viren verursacht und in seltenen Fällen (und bei schlechtem Allgemeinzustand) manchmal auch von Pilzen. Bakterielle Infektionen sind eher selten.

Der Kleine hat körperlich bereits nicht viel entgegenzusetzen und nun läuft er auch noch Gefahr von dem Antibiotikum noch nen richtig schönen (und langanhaltenden) Durchfall obendrauf zu bekommen.

Nun sind wir versorgt bis er am Samstag in sein neues Zuhause umzieht.
Was ist das für eine Stelle? Haben die Leute Erfahrung mit unterernährten/kranken Hunden? Ist denen bewusst, dass es nicht selbstverständlich ist, dass solche Welpen durchkommen? Sind sie bereit alle Kosten für ihn zu übernehmen, die aufgrund seines Zustandes mit sehr großer Sicherheit auf sie zukommen werden?
Wahrscheinlich ist er nicht geimpft, ist ihnen klar, dass in seinem geschwächten Zustand Kontakt zu anderen Hunden aktuell ein großes Risiko für ihn ist (selbst wenn er geimpft wäre, würde ich damit vorsichtig sein solange er so schlecht beieinander ist).
Wissen diese Leute, dass ihr den Hund im Grunde entwendet habt und sind bereit ihn dennoch zu übernehmen. Wie regelt ihr die Übergabe, eine Schutzgebühr könnt ihr ja irgendwie auch schlecht verlangen.


Aus der Apotheke würde ich Jubin/Glucose besorgen und es 2/3 ml jeweils
mit einer Einwegspritze ohne Nadel ins Mäulchen geben. Das braucht die
Bauchspeicheldrüse die erst ab vollendeten 4 Monat Glucose produziert.
So ein Quatsch.
Glucose ist ein Monosaccarid, es wird nicht von der Bauchspeicheldrüse produziert (die Bauchspeicheldrüse produziert das glucosespaltende Hormon Glucagon - als Gegenpart zum Insulin).
Der Begin der Hormonproduktion der Bauchspeicheldrüse beginnt noch vor der Geburt, das Wechselspiel der Verdauungshormone ist bereits nötig, damit die Muttermilch verdaut werden kann.

Ein Welpe - selbst ein unterernährter - braucht nicht mit allerhand Zuckern in Form von Traubenzucker oder Nudeln vollgestopft zu werden. Klar gibt das schnell Speck auf den Rippen und umbringen wirds ihn sicher auch nicht, aber wirklich Sinn macht es für mich trotzdem nicht. Hunde haben einen auf Proteine und Fette ausgelegten Stoffwechsel.
 
  • Hund aufpäppeln - wie viel? Beitrag #12
Bronchitis war meine Übersetzung. Er sagte "chest infection". Ich bin auch kein Freund von Antibiotika, aber in dem Fall halte ich es für notwendig. Der Kleine hat der Infektion nichts entgegenzusetzen. Ich glaube nicht, dass sein Immunsystem das alleine schafft. Die Infektion ist schon länger da.
Und ja, ich weiss, dass Antibiotika sein Immunsystem (was noch da ist) kaputt macht. Es wird hinterher aufgebaut werden müssen.
Die Familie die ihn übernehmen werden, haben Erfahrung mit Problemhunden. Und ja, sie wissen wo der Kleine herkommt und in welchem Zustand.

Beim Futter halten wir uns nun an das, was ich vom TA mitgekriegt habe und geben das abwechselnd mit normalem Dosenfutter und Frischfleisch. Er hat von Sonntag auf heute bereits 1kg zugenommen. Er muss also nur anständig gefüttert werden, dann klappt das mit dem zunehmen von alleine :)
 
  • Hund aufpäppeln - wie viel? Beitrag #13
Die Familie die ihn übernehmen werden, haben Erfahrung mit Problemhunden. Und ja, sie wissen wo der Kleine herkommt und in welchem Zustand.
Ist denen auch klar, dass dieser Hund rechtlich gesehen ihnen nicht gehört? Selbst wenn niemals jemand kommt um seinen Besitz an ihm in Anspruch zu nehmen so ist es letztendlich doch nicht ihrer. Ich gestehe, ich würde so einen Welpen wahrscheinlich auch "klauen" um ihn vor dem Tod zu retten. Von Dritten übernehmen - noch dazu in krankem Zustand - würde ich so einen Hund aber niemals, mit etwas Pech zahlt man sich erstmal dusselig an Tierarztkosten und der Welpe stirbt am Ende trotzdem, oder man hat im schlimmsten Fall noch die Polizei am Hals.

Wie ist es mit euch? Habt ihr irgendeine schriftliche Regelung mit denen? Nach der Übergabe gebt ihr jegliche Verantwortung für den Kleinen ab.

Bronchitis war meine Übersetzung. Er sagte "chest infection". Ich bin auch kein Freund von Antibiotika, aber in dem Fall halte ich es für notwendig. Der Kleine hat der Infektion nichts entgegenzusetzen. Ich glaube nicht, dass sein Immunsystem das alleine schafft.
Ich kann das aus der Entfernung nicht beurteilen, aber mit jedweder Virusinfektion die er sich zugezogen haben könnte muss sein Immunsystem auch alleine fertig werden (deswegen ist jetzt gerade auch Hundekontakt so gefährlich für ihn).
Da ein durch das Antibiotikum verursachter Durchfall oder Appetitlosigkeit in diesem Zustand auch sein letzter sein könnte hätte ich AB nur geben lassen, wenn ein konkreter Erreger ermittelt wurde.
"Chest infection" könnte ja z.B. auch ein Zwingerhusten sein (in seinem Alter und seinem Zustand ja nun wirklich keine Seltenheit) und der wird durch ein Parainfluenza-Virus ausgelöst, also kann auch hier ein Antibiotikum nur gegen bakterielle Sekundärinfektionen helfen, allerdings glaube ich das Risiko der AB ist hier größer als der Nutzen.
 
  • Hund aufpäppeln - wie viel? Beitrag #14
Ich krieg das mit dem zitieren eh nicht hin, also greif ich so raus.
Ich hab mich nochmal schlau gemacht, wie die Gesetzeslage hier in Irland ist mit Hunden.
Ab März müssen Hunde gechipped sein und registriert. Der Kleine ist natürlich nicht gechipped, das haben wir überprüft.
Wenn ich einen Hund finde, wäre ich verpflichtet, dass der Polizei und der zuständigen Tierschutzbehörde zu melden, die den Hund dann auch übernehmen würden.
Das bringt mich zurück zum Dog-Pound - das ist nämlich hier in dem Gebiet die zuständige Behörde.
Und die schläfern ihn nach 1 Woche ein, wenn sie niemanden finden der ihn nimmt.

Mein mieser Nachbar wäre verpflichtet sicherzustellen, dass der Hund nur auf seinem Grundstück bleibt und nichts und niemand belästigt.
Und er müsste Tax zahlen für die Hunde. Was er garantiert nicht macht.

So oder so - wenn ich mich getreu ans Gesetz halte, verliert der Hund.
Der Nachbar kann nicht beweisen, dass es sein Hund ist. Er hat nichts in der Hand ausser seiner Aussage. Wir haben derweil diverse Tierarztrechnungen zusammen, ich habe einen Impfpass für ihn und wenn der Hund bei seinen zukünftigen neuen Besitzern dann gechipt wird, kräht kein Hahn mehr danach, wo er herkommt.
Ich lebe lange genug hier (genau so wie die zukünftigen Besitzer des Kleinen), um zu wissen wie das hier läuft mit streunenden Hunden. Wäre er nur ein paar Häuser weiter auf die nächste Wiese, hätte der dortige Farmer ihn ohne mit der Wimper zu zucken erschossen, weil er die dortigen Schafe vielleicht hätte belästigen können und das Recht wäre auf seiner Seite gewesen.

Der Hund WIRD rechtlich ihnen gehören, wenn er einen Microchip im Nacken hat und auf die Familie registriert ist. So sagt es das Gesetz.
Wo er herkommt, interessiert keine Sau.

Bilder anbei:

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Wegen Antibiotika: ich habe nochmal Rücksprache gehalten mit dem TA nachdem ich Deinen Beitrag gelesen habe. Wie schon gemeint, ich bin auch kein Fan von ATB, aber der TA hat mir nochmal dazu geraten und ich vertraue ihm.
Die Familie wo er hinkommt weiss Bescheid über die ganze Krankheitsgeschichte und Verlauf. Die werden den Kleinen baldmöglichst ihren TA vorstellen und auch sicherstellen, dass ihre Hündin up to date ist.
Mehr können wir nicht tun.

Bezüglich fressen:
der Kleine mag kein Dosenfutter und kein Trockenfutter, saugt aber alles was Frischfleisch ist oder sonstiges tierisches (Knochen, Pansen) regelrecht in sich rein. Ich vermute, er kennt weder Dosenfutter noch Trockenfutter und wurde wahrscheinlich bisher mit Küchenabfällen gefüttert.
 
  • Hund aufpäppeln - wie viel? Beitrag #15
Bronchitis war meine Übersetzung. Er sagte "chest infection". Ich bin auch kein Freund von Antibiotika, aber in dem Fall halte ich es für notwendig. Der Kleine hat der Infektion nichts entgegenzusetzen. Ich glaube nicht, dass sein Immunsystem das alleine schafft. Die Infektion ist schon länger da.
Und ja, ich weiss, dass Antibiotika sein Immunsystem (was noch da ist) kaputt macht. Es wird hinterher aufgebaut werden müssen.
Die Familie die ihn übernehmen werden, haben Erfahrung mit Problemhunden. Und ja, sie wissen wo der Kleine herkommt und in welchem Zustand.

Beim Futter halten wir uns nun an das, was ich vom TA mitgekriegt habe und geben das abwechselnd mit normalem Dosenfutter und Frischfleisch. Er hat von Sonntag auf heute bereits 1kg zugenommen. Er muss also nur anständig gefüttert werden, dann klappt das mit dem zunehmen von alleine :)

Du hast alles toll und richtig gemacht und ich würde auch
meinen, dass der TA in erster Linie weiß, was zu tun ist
und Du besser weißt, was die Landesgepflogenheiten
bei Auffinden eines Hundes sind. :045: Einfach-TOP !

Ich züchte nun etwas über 30 J. Hunde und weiß in aller
Regel, wovon ich spreche und wollte mit Glucose, nicht
Traubenzucker, eine Unterzuckerung vermeiden.
In diesen Fällen wird landesweit hier Glucose genommen.
Auch die anderen Tipps, sind der Praxis entnommen und
stammen nicht aus angelesenen Internetwissen.

Der Welpe hat wahrscheinlich eine Mischinfektion und
braucht dringend Antibiotika, die Auffassung Deines TA
teile ich voll und ganz, ansonsten würde er jämmerlich
kaputt gehen.

Was die Milben angeht, wollte ich nochmal auf den Weg
mitgeben, das Kieselgur anzuwenden, nicht stäuben,
sondern vorsichtig den Körper einreiben, dort wo es
notwendig ist. Vor etlichen Jahren, hat eine TÄ hier
mir meinen damals privaten Hund, der über den Körper
auch Milben hatte, mit Cortison in höchster Stärke
behandelt und am Ende, dank ihrer tä-Kunst, eingeschläfert.
Das weiß ich heute, damals aber nicht. Kieselgur darf er auch
ablecken, nimmt man auch für Hühner und die will man ja nicht
umbringen.

Ansonsten sollte das neue zu Hause, das Immunsystem aufbauen
und auf eine gesunde Darmflora achten. Als Immunbooster Nr.1
gilt Kolostrum, aber zu den einzelnen Punkten kann man im Internet
nachschauen bzw. den TA befragen. Alles Gute dem kleinen Mann ! :039:
 
  • Hund aufpäppeln - wie viel? Beitrag #16
Der Kleine kriegt im Moment anti-inflammatorische Tabletten, einfach um den Juckreiz zu stillen und die Entzündung zu bekämpfen. Er fühlt sich heiss an, als hätte er Fieber - hat er aber nicht, wurde beim TA gemessen.
Ich werde das mit dem Kieselgur an die neuen Besitzer weiterleiten. Der ihre bereits vorhandene Hündin stammt aus Rumänien. Sie haben gewisse Erfahrungen mit Streunerhunden und deren gesundheitlichen Problemen.
Drückt einfach die Daumen, dass die Hündin sich mit dem Kleinen versteht, sonst ist alles für die Katz :?
Meine Hündin übersieht den Kleinen geflissentlich. Zweimal geschnuppert und das wars. Hoffe, dass es mit der anderen Hündin so ähnlich wird und da kein Krieg ausbricht.
 
  • Hund aufpäppeln - wie viel? Beitrag #17
Off-Topic
und weiß in aller
Regel, wovon ich spreche und wollte mit Glucose, nicht
Traubenzucker, eine Unterzuckerung vermeiden.
Dann ist dir sicher auch bewusst, dass "Traubenzucker" Glukose ist...?:eusa_eh: Wie sagte meine Bio-Tech-Lehrerin so schön: Auch wenn Fruchtzwerge mit der "Süße aus Früchten" Geld gemacht hat, Zucker ist und bleibt Zucker.
 
  • Hund aufpäppeln - wie viel? Beitrag #18
Wie alt ist der Kleine denn ? Wenn er aus schlechter Haltung kommt,
kann ich mir das Elend im Körper des Kleinen vorstellen. Um so besser
wenn die neuen Besitzer schon Erfahrung haben.
Im Post 8 habe ich Dir den Link zu Kieselgur gegeben. Kieselgur nimmt
im übrigen sofort den Juckreiz. In GB ist das als "in Lebensmittelqualiät"
gekennzeichnet:

http://www.amazon.co.uk/Diatomaceous-Earth-Food-Grade-300g/dp/B0083HO2MY/ref=pd_sim_sbs_199_2

Liegt vielleicht näher als Deutschland.

Auf jeden Fall drücken wir alle Pfötchen, und das ist eine Menge, dass
die Maus durchkommt.
Grüßchen und gib ruhig mal "Laut", wenn es Neuigkeiten gibt.
 
  • Hund aufpäppeln - wie viel? Beitrag #19
Der Kleine wurde im Mai 2015 geboren, also noch kein Jahr alt.
Meine Nachbarin erzählte mir, dass er heute morgen den alten Hund durch die Tür angebellt und angeknurrt hat - also der, der ihn gebissen hat. Es scheint, da kommt langsam wieder etwas Energie in den Kleinen ;) Nur laufen will er immer noch nicht so richtig. Er fühlt sich nicht sicher draussen. Im Haus meiner Nachbarin bewegt er sich mittlerweile recht sicher und frei. Am liebsten will er aber bitte ständig auf irgend einem Menschen drauf liegen und kuscheln. Dann fühlt er sich am wohlsten.
Hat viel Nachholbedarf.
 
  • Hund aufpäppeln - wie viel? Beitrag #20
Off-Topic

Dann ist dir sicher auch bewusst, dass "Traubenzucker" Glukose ist...?:eusa_eh: Wie sagte meine Bio-Tech-Lehrerin so schön: Auch wenn Fruchtzwerge mit der "Süße aus Früchten" Geld gemacht hat, Zucker ist und bleibt Zucker.


Ja, ist mir bewusst. Nur die "Sirupform plus Geschmack von Jubin"
bekommt man mit Traubenzucker nicht hin, außerdem ist es in dieser
Form sehr schnell verfügbar, ohne erst per Verdauung aufgespalten
werden zu müssen.



EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Der Kleine wurde im Mai 2015 geboren, also noch kein Jahr alt.
Meine Nachbarin erzählte mir, dass er heute morgen den alten Hund durch die Tür angebellt und angeknurrt hat - also der, der ihn gebissen hat. Es scheint, da kommt langsam wieder etwas Energie in den Kleinen ;) Nur laufen will er immer noch nicht so richtig. Er fühlt sich nicht sicher draussen. Im Haus meiner Nachbarin bewegt er sich mittlerweile recht sicher und frei. Am liebsten will er aber bitte ständig auf irgend einem Menschen drauf liegen und kuscheln. Dann fühlt er sich am wohlsten.
Hat viel Nachholbedarf.

Dann ist er ja gleich 9 Monate, schön. Wenn man die Augen sieht,
oben 1. /2.Bild, ist es schon traurig: er schaut so fragend und weiß
eigentlich gar nicht worum es geht. Hoffentlich kommt er nun in feste
Hände und hat es auch so gut. Die Nähe und Wärme baut ja auch auf.
Einfach Top. :023:
 
Thema:

Hund aufpäppeln - wie viel?

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