Kragen nach Kastration: wie lang sinnvoll?

Diskutiere Kragen nach Kastration: wie lang sinnvoll? im Katzen Gesundheit Forum im Bereich Katzen Forum; Huhu, wir haben am Dienstag unsere beiden Katzendamen (beide ungefähr ein Jahr alt) kastrieren lassen. Nachdem sich die ältere Schwester Keike...
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wildwhisper

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Huhu,

wir haben am Dienstag unsere beiden Katzendamen (beide ungefähr ein Jahr alt) kastrieren lassen. Nachdem sich die ältere Schwester Keike sofort nach dem Aufwachen vor Panik beinahe die Fäden heraus geknabbert hatte mussten wir nun auch vorgestern der jüngeren Schwester Ayne eine Satellitenschüssel verpassen, da diese sich ständig von oben bis unten geputzt und somit die Narbe zum anschwellen gebracht hatte.

Die beiden kommen relativ gut mit dem Kragen klar. Sie haben von Anfang an gefressen und getrunken, und nach anfänglichem Anecken an den Möbeln haben sie langsam auch begriffen wo sie durchpassen und wo nicht. :p

Was mir die meisten Sorgen bereitet ist die Tatsache, dass die Armen sich einfach überhaupt nicht putzen können. Sie versuchen immer wieder sich nach dem Klogang den Hintern sauber zu machen, können sich nach dem Essen nicht mehr ordentlich sauber machen und, was mir die meisten Sorgen bereitet, beim normalen putzen drücken sie sich ab und zu den Plasteschirm direkt auf die Narbe beim Versuch an ihren Po zu kommen. Sie verbiegen sich regelrecht, um irgendwie an ein Stück von ihrem Fell zu kommen: ich putze sie selbst ab und zu mit einem warmen Waschlappen (natürlich kein durchnässter), vor allem hintenrum nach dem Geschäft, aber ich weiß natürlich, dass das auf Dauer nicht dasselbe ist. Ausserdem hat Keike die doofe Angewohnheit ihre Hinterlassenschaften zu kontrollieren, bevor sie sie vergräbt: ihr wollt gar nicht wissen, wie der Kragen ab und zu aussieht. x;

Die Tierärztin hatte mir empfohlen die Krausen bis zum Fädenziehen am 3. Juni anzulassen, damit keiner der Beiden auf blöde Ideen kommt. Ich habe selbst gesehen, dass die regelrechte Putzwut meiner kleinen Schwarzen nicht förderlich für die Wunde war, aber wäre es im Zweifelsfall möglich diese Krause ein paar Tage vorher abzunehmen? Wie lange dauert es denn ungefähr, bis die Wunde so abgeheilt ist, dass auch gelegentliches Putzen nicht mehr allzu viel ausmacht? Würde es sich lohnen, jetzt noch mal auf die Socken/Babybody-Methode auszuweichen? Ich hatte bis vor den Beiden nur Kater, aber bei denen ist der ganze Eingriff ja doch weniger dramatisch.

Vielen Dank für eure Zeit!
 
  • Kragen nach Kastration: wie lang sinnvoll? Beitrag #2
Erstmal herzlich willkommen im Forum ;)

Zu dem Kragen: Wir haben bislang nur eine Katze kastrieren lassen (alle anderen schon kastriert übernommen) - und die hatte ihren Kragen genau 17,34 Minuten, bevor wir ihn ihr wieder abgenommen haben. Die ist völlig panisch durch die Wohnung gerannt, überall hängengeblieben und kam überhaupt nicht zur Ruhe. Sobald der Kragen ab war, hat sie sich hingelegt und gepennt...
Natürlich hatten wir auch Sorge, dass sie an die Wunde geht - wir haben ihr dann einen Socken abgeschnitten und übergezogen (ich hab´ das schon öfter geschrieben, leider sind mir ausgerechnet die Fotos davon abhanden gekommen...) Sie hat ungefähr 3 Tage gebraucht, bis sie den Trick raushatte, wie sie sich den Socken ausziehen kann, sie ist dann aber auch nicht mehr an die Wunde gegangen.
(Ihr Zwillingsbruder wurde am gleichen Tag kastriert, der hat weder einen Kragen bekommen noch einen Socken benötigt, aber wie Du schon sagtest, ist das bei Kerlchen ja nochmal was anderes...)

LG seven
 
  • Kragen nach Kastration: wie lang sinnvoll? Beitrag #3
Alternativ zur Socke (die sich manche Katzen auch leicht wieder ausziehen) gibt es auch Kastrationsbodys (). Ich habe so einen tatsächlich hier, weil ich ihn beim Tierarzt nach der Kastration unserer jüngsten Katze mitbekommen habe. In Aktion war er noch nicht, aber er würde garantiert besser halten als eine Socke, falls das nicht funktioniert.
 
  • Kragen nach Kastration: wie lang sinnvoll? Beitrag #4
Ich habe selbst gesehen, dass die regelrechte Putzwut meiner kleinen Schwarzen nicht förderlich für die Wunde war, aber wäre es im Zweifelsfall möglich diese Krause ein paar Tage vorher abzunehmen?
Also ich habe bisher auch nur eine Katze kastrieren lassen, dementsprechend nicht wirklich Erfahrung und will hier weder Tipps zur Unvorsicht geben, noch raten, das auf die leichte Schulter zu nehmen, aber: Meine Katze hat von der TÄ gar nichts bekommen, nur der Hinweis, nach 10-14 Tagen zum Fäden ziehen zu kommen und nach, ich glaube, 3 oder 4 Tagen, hatte sie sich die Fäden selbst rausgeknibbelt. Erst einer, dann der andere. Als ich also am vierten oder fünften Tag (bin mir nicht mehr ganz sicher) panisch zur TÄ bin, meinte die nur, "oh, schau an, besser hätten wir die auch nicht ziehen können! Da wusste sie sich ja prima selbst zu helfen, die kleine Maus."
Hab mir damals dann auch erklären lassen, dass es eigentlich "nur" um die Naht geht, mit der die Haut verschlossen wurde - die eigentliche Wunde im Inneren war seperat mit selbstauflösenden Fäden genäht, die nicht gezogen werden mussten. Dh, bei dem äußeren Schnitt ging es nur ums Zusammenwachsen der Haut, und die hatte sich bei meiner Katze bereits verschlossen, nachdem da also nichts klaffte war das gar nicht weiter tragisch.
Ich glaube also echt (wie gesagt, gefährliches Halbwissen bis Nichtwissen meinerseits! :mrgreen:), dass ein paar Tage früher den Bock nicht fett machen! Probiers doch einfach mit einer alten Socke, wie vorgeschlagen, um noch ein paar Tage zu gewinnen und ansonsten einfach mal wachsam beäugen.
 
  • Kragen nach Kastration: wie lang sinnvoll? Beitrag #5
Vielen Dank für eure Einsichten schon mal! c:

Die kleinen Kämpfer haben bis heute tapfer ihren Kragen spazieren geführt. Mittlerweile erkennt Keike ihre kleine Schwester sogar wieder und faucht sie nicht mehr an, wenn sie bloß kuscheln kommen will: trotzdem finden alle Beteiligten die Schüsseln immer noch unschön und sperrig. Die Sockentechnik wurde leider viel zu schnell zur Entfesslungskunst und so blieb ihnen die letzten Tage leider nichts anderes übrig, als weiterhin mit der Haube der Schande durch die Bude zu tapsen.

Wir haben uns mittlerweile dazu entschieden morgen mal einen Testlauf ganz ohne Kragen zu wagen: die Narben sind bei beiden Miezen gut zusammengewachsen und da ich morgen ausnahmsweise nicht arbeiten muss werde ich die ganze Sache mal genauestens beobachten.

Noch mal vielen lieben Dank für die schnellen Antworten! :) Wahrscheinlich mache ich mir viel zu viele Sorgen um meine Fellnasen, aber da bin ich sicherlich nicht alleine.
 
  • Kragen nach Kastration: wie lang sinnvoll? Beitrag #6
Wenn du nun die Kragen abnimmst, kann es trotzdem passieren, dass sie sich selbst noch Fäden ziehen. Generell ist das aber kein Weltuntergang, wenn die Naht schon so weit verheilt ist. Solange sich nichts entzündet, kann da eigentlich nicht mehr viel passieren. Meine Tierärztin war bei meiner Pine damals sehr erstaunt, dass sie noch alle Fäden ziehen musste, meistens wäre schon mehr als die Hälfte raus ;).
Trotzdem ist es natürlich sinnvoll, das gut zu beobachten und im Zweifel auch wieder den Kragen anzulegen.
 
  • Kragen nach Kastration: wie lang sinnvoll? Beitrag #7
Und noch einmal eine kurze Zwischenmeldung!

Nach dem Abnehmen der Kragen waren beide unglaublich glücklich. Keike hört gar nicht mehr das Gurren und Maunzen auf und ausgiebig geputzt wird sich auch: überall, nicht nur an der Narbe, aber morgen geht es dann ohnehin erstmal zum Fädenziehen: der eine Tag hätte das Kraut dann auch nicht mehr fett gemacht.

Beide Narben sehen gut aus, allerdings bildet sich bei der kleinen Ayne so etwas wie eine kleine Beule unter ihr, wenn sie sich zum Putzen auf den Hosenboden setzt. Da werde ich morgen gleich den Tierarzt konsultieren, aber ich hoffe einfach mal, dass sich da über die Zeit nicht noch etwas entzündet hat. >:

Uns ist über die Zeit auch aufgefallen, dass die beiden ganz schön hohl sein können: als nur Keike eine Schüssel hatte, wurde sie ständig von ihrer Schwester angefaucht - als beide eine hatten hat Keike dann den Spieß bis zur Versöhnung umgedreht und nun zickt wieder Ayne herum. Wahrscheinlich hat ihr die große Schwester mit dem Ding besser gefallen.. :roll:
 
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