- Partner mit extremer Phobie helfen? (Alltag wird eingeschränkt , starke Angst,...) Beitrag #1
Hamster_Lover
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Hallo ihr Lieben,
vorweg möchte das ich hier über eine Nadelphobie schreibe, also wer damit Probleme hat bitte nicht weiter lesen. Ebenso geht es um Ärzte, Blut, Ohnmacht, ... etc
Ich bin im Moment einfach nurnoch Ratlos und weiß nichtmehr was ich tun soll, ich brauch wirklich Hilfe wegen meinem Freund und bin mit meinem Latein absolut am Ende. Das Internet ist ja zum Glück ein relativ anonymer Ort, also kann eventuell auch jemand anderes über seine Erfahrungen schreiben. Ich versuch mal die Situation zu schildern, bitte verzeiht mir wenn irgendwo Fehler sind, ich bin grad ziemlich durch den Wind.
Bereits bevor ich mit meinem Freund zusammen war (ca August 2014) und wir uns kennengelernt haben, hat er mir gesagt dass er eine starke Nadelphobie hat und ich hab ihm gesagt dass ich das verstehen kann, ich hab selbst große Probleme damit, weine jedes Mal beim Blutabnehmen und kann mir auch nur von einer Person Blut abnehmen lassen. Aber es soll ja nicht um mich gehen.
Ich wusste also von Anfang an dass er diese Ängste hat, aber ich wusste nicht welches Ausmaß das annehmen sollte.
Anfangs war bei uns alles schön. Wir waren ab und zu weg, aber eben viel daheim, da ja auch der Winter kam, es kuschelig wurde und wir beide Serien-Junkies sind war für mich alles normal. Er hat mir dann im Frühling auch gesagt dass er nie zum Arzt geht weil er so schrecklich Angst hat und auch muss er zwar ab und an zum Werksarzt (ich glaube alle 2 oder alle 4 Jahre) aber dort müsse er kein Blut abnehmen, da sein Stiefvater da mit den Ärzten gesprochen hat und das wegfällt, trotzdem macht er sich schon ein Jahr(!) bevor er zum Arzt muss mega Sorgen.
Mir wurde also bewusst dass er wirklich nicht nur bisschen Angst hat sondern da wirklich Panik bekommt. Ich hab ihm versprochen ich bin für ihn da und genau das versuche ich auch so gut ich kann.
So, also, der Kontakt zu Freunden von seiner Seite aus wurde einfach weniger. Er ist nie wirklich weg gegangen, besonders nicht in große Menschenmengen wie Disko, Bars etc, aber wenn ich mit unseren Freunden weggehen wollte hat er sich oft doch bereit erklärt oder ich bin alleine gegangen und er war so lieb mich zu holen. Ich hab mir garnicht soviel Gedanken gemacht, ich kannte ihn ja nur sehr aufgeschlossen.
Als er dann aber immer mehr Kontakte abbrach und wir ab Oktober 2015 kein einziges Mal(!) mehr weg waren hat er mir gestanden dass er mega Angst davor hat das jemand etwas von Ärzten oder Spitzen/ Nadeln erzählt. Er hat im Endeffekt nicht nur Angst vor Nadeln sondern auch dass ihm dann schlecht wird. Wenn ihm schlecht werden würde, würde er evtl. umfallen und DAS könnte zur Folge haben dass er ins Krankenhaus kommt und dann würde er sehr sicher einen Panikanfall bekommen und aus dem nächsten Fenster springen, das wäre für ihn der absolute worst case. Er hat auch seine Krebserkrankte Mutter nicht im KH besucht und auch mich nach einem Autounfall nicht! Er würde lieber totkrank daheim eingehen als zum Arzt zu gehen und das meine ich ernst! Das nimmt Ausmaße an die sich ein Außenstehender nicht vorstellen kann und es ist schrecklich für ihn.
Er geht seit neuestem auch wieder mit zu Familienfeiern, nachdem aber das Thema Blutspenden aufkam halten sich unsere Besuche bei Festen sehr kurz, weshalb ich schon ziemlich Stress mit meinem geliebten Papa habe (man muss dazu sagen mein Papa ist für mich einer der wichtigsten Menschen, viel mehr noch als meine Mama....) und mich belastet das sehr meine Familie kaum zu sehen wegen ihm. Alleine hingehen tu ich meistens, aber das ist auch doof, ich steh immer total alleine da, manche Tanten haben ihn teilweise ein Jahr nicht gesehen und ich muss jedes Mal erklären dass ich nicht single bin und wir noch zusammen sind und uns gut verstehen.
Ich weiß dass er schon viele schlechte Erfahrungen gemacht hat. Das erste mal als er in Kontakt mit Nadeln war, war er noch im Bauch seiner Mama und hat davon auch eine Narbe am Kopf. Genauso schlimm ging es weiter. Er hatte als Kind Angst beim Impfen, anstatt dass ihn die Ärztin beruhigt packt sie seinen Arm und rammt(!) ihm die Spritze in den Arm. Er war total am Ende, abdrücke am Arm vom anpacken konnte man auch sehen. Seine Mama hat mit ihm dann natürlich den Arzt gewechselt. Dazu kommt dann dass seine Mutter mit ihm und seiner Schwester bei ihren eigenen Eltern wohnt, also bei Oma und Opa. Die sind auch nicht gerade förderlich. Sein Opa und seine Mama waren mal mit ihm im Schüler-Alter unterwegs zum Arzt. Er hatte so Angst dass er geweint hat und der Opa hat ihn zusammengeschrien, ihn mitten in der Pampa aussteigen lassen, gemeint er wird nie ein richtiger Mann werden und dass man sich als Mann nicht so dumm und weiblich verhält und ist weggefahren. Er musste also alles heim laufen (krank!) ich kenn die Strecke, ich denke das sind 45 Mins zu Fuß. Leider wohnt er aus finanziellen Gründen noch daheim, also stetig mit diesen Menschen unter einem Dach.
Genauso war er als Kind mit deiner Mutter in Kur, hatte so Angst dass er einen Angst- und Schock-Krampf hatte und umgekippt ist, gezittert hat (also ein richtiger Krampf, mit Schaum vorm Mund etc) und im Prinzip nur schlechte Erfahrungen hat. Seine Angst in Ohnmacht zu fallen ist also nichtmal ganz an den Haaren herbeigezogen, ihm haut bei Angst nämlich sofort der Kreislauf ab.
Also, jetzt saß ich da mit einem Häuflein Elend und hab beschlossen: so geht's natürlich nicht weiter! Ich musste ewig mit ihm sprechen um ihn zu überzeugen zu einem Therapeuten zu gehen. Zusammen mit seiner Heilpraktikerin ist es mir dann gelungen. Allerdings hat er im Internet gelesen dass manche Therapeuten wohl mit Konfrontations-Therapien arbeiten und dementsprechend hatte er Panik vor dem ersten Termin. Und nicht nur bisschen Angst, sondern mit Kaltschweiß, einem Blutdruck jenseits von gut und böse, zitter-Anfällen, etc. Also so richtig übel. Die Therapeutin war aber super lieb und meinte auch dass eine Konfrontationstherapie absolut nicht Zielführend wäre und er auch Abstand von solchen Therapeuten nehmen soll. Darauf hin ist er da regelmäßig hin, hat Übungen für daheim bekommen, etc und es hat absolut NULL gebracht, außer dass er immer mehr daran denkt.
Daraufhin haben wir viel geredet, da er ja täglich daran denkt, deswegen oft keinen Hunger hat, nicht schlafen kann, nicht weggeht, keine Freunde mehr hat, Streit mit der Familie hat, mich schlecht behandelt, .... eigentlich sein ganzes Leben ruiniert. Wir haben beschlossen dass er zu einer anderen Therapeutin geht und genau das hat er jetzt angefangen und müsste nun bald 3 Monate bei ihr sein. Allerdings sind die Fortschritte sehr minimal, fast gegen Null. Er kann inzwischen Panik etwas lindern bzw versuchen abzuhalten, aber wirklich klappt es noch nicht. Sich von den Gedanken ablenken kann er nicht.
Ich persönlich war selbst 3 Jahre in Behandlung, mitunter wegen Depressionen und Zwangsstörungen, aber ich hatte viel mehr Erfolgserlebnisse. Er hat davon kaum welche. Er hat keine Lust mehr zu leben, keine Freude mehr am leben und hasst sich selbst und die Welt. Mich persönlich macht das auch fertig, unsere Beziehung leidet wahnsinnig und ich versuch schon alles was ich nur kann. Nachdem er mehrfach geäußert hat er möchte nichtmehr leben, habe ich mir überlegt ob es nicht sinnvoll wäre wenn er sich einweisen lassen würde, aber ich weiß das wird er nicht tun, davor hat er zu sehr Angst. Er hat Angst das Dinge geschehen die gegen seinen Willen sind und dass er wieder so schlimme Erfahrungen machen muss und ich kann es ihm nicht verübeln.
Heute war es dann wieder ganz doof. Sein angeblicher Kumpel und Geschäftskollege (Nennen wir in einfach "Kollege") hat ihm auf Arbeit ein Bild von einer Frau beim Plasmaspenden gezeigt. Meinem Freund ging es daraufhin erstmal schlecht und meinte dass er sowas ekelig findet und nicht sehen mag und der Kollege hat ihn einfach nur ausgelacht... ich meine Hallo?! Ich kann ihn ja eh nicht leiden.... er schnorrt sich bei seiner Mutter durch und gibt sein ganzes Geld für Videospiele aus (mit 26/27... ahja...) ist ein Arsch zu seine Freundin, trinkt und ist einfach ein Arsch. Mein Freund nimmt sich leider voll das Beispiel an ihm. Einmal hatten wir sogar Streit deswegen. Er hat mich echt scheiße behandelt, ich sagte so gehts nicht und er fand es komisch und antwortete "Ja dem Kollege seine Freundin macht das und das auch, findet das okay,...." Und ich bin dann natürlich hochgegangen wie's HB-Männchen und hab ihm erstmal kräftig den Marsch geblasen und ihm gesagt dass er gern seinem Kollegen nacheifern kann wenn er als Versager ohne Freundin enden möchte (ja war evtl. nicht korrekt, aber einfach wahr) das fand er dann doch nicht so lustig und seitdem ist es auch besser. Er hat viele Freunde verloren weil er seinem Kollege ähnlicher wird und hat evtl. noch 1-2 Freunde+ den Kollegen der aber absolut kein wahrer Freund ist :evil:
Naja jedenfalls ist er dann heute noch vor Feierabend raus und hat mir geschrieben. Ich versuche ihn immer zu beruhigen, sage dass doch garnichts passiert ist, er seine Übungen machen soll, schicke ihm ruhige Sprachnachrichten wo ich ihm sage dass alles okay ist und ich ihn liebe. Das hat dann auch funktioniert, er hat beschlossen seinem Chef eine Mail zu schreiben (persönlich reden traut er sich nicht) und zu erkäutern dass er dieses Problem hat und man darauf ggf achten muss und seinem Kollegen hat er es auch gesagt, der hat sich zwar erstmal entschuldigt, aber ich bin relativ sicher morgen weiß es die halbe Firma und alle werden meinen Freund damit aufziehen- das fehlt uns gerade noch....
Ach liebe Leute, ich bin so am Ende mit meinem Latein und mir geht langsam die Kraft aus. Eventuell hat ja jemand außenstehendes einen Rat für mich, ich brauch ganz dringend Hilfe.
LG
vorweg möchte das ich hier über eine Nadelphobie schreibe, also wer damit Probleme hat bitte nicht weiter lesen. Ebenso geht es um Ärzte, Blut, Ohnmacht, ... etc
Ich bin im Moment einfach nurnoch Ratlos und weiß nichtmehr was ich tun soll, ich brauch wirklich Hilfe wegen meinem Freund und bin mit meinem Latein absolut am Ende. Das Internet ist ja zum Glück ein relativ anonymer Ort, also kann eventuell auch jemand anderes über seine Erfahrungen schreiben. Ich versuch mal die Situation zu schildern, bitte verzeiht mir wenn irgendwo Fehler sind, ich bin grad ziemlich durch den Wind.
Bereits bevor ich mit meinem Freund zusammen war (ca August 2014) und wir uns kennengelernt haben, hat er mir gesagt dass er eine starke Nadelphobie hat und ich hab ihm gesagt dass ich das verstehen kann, ich hab selbst große Probleme damit, weine jedes Mal beim Blutabnehmen und kann mir auch nur von einer Person Blut abnehmen lassen. Aber es soll ja nicht um mich gehen.
Ich wusste also von Anfang an dass er diese Ängste hat, aber ich wusste nicht welches Ausmaß das annehmen sollte.
Anfangs war bei uns alles schön. Wir waren ab und zu weg, aber eben viel daheim, da ja auch der Winter kam, es kuschelig wurde und wir beide Serien-Junkies sind war für mich alles normal. Er hat mir dann im Frühling auch gesagt dass er nie zum Arzt geht weil er so schrecklich Angst hat und auch muss er zwar ab und an zum Werksarzt (ich glaube alle 2 oder alle 4 Jahre) aber dort müsse er kein Blut abnehmen, da sein Stiefvater da mit den Ärzten gesprochen hat und das wegfällt, trotzdem macht er sich schon ein Jahr(!) bevor er zum Arzt muss mega Sorgen.
Mir wurde also bewusst dass er wirklich nicht nur bisschen Angst hat sondern da wirklich Panik bekommt. Ich hab ihm versprochen ich bin für ihn da und genau das versuche ich auch so gut ich kann.
So, also, der Kontakt zu Freunden von seiner Seite aus wurde einfach weniger. Er ist nie wirklich weg gegangen, besonders nicht in große Menschenmengen wie Disko, Bars etc, aber wenn ich mit unseren Freunden weggehen wollte hat er sich oft doch bereit erklärt oder ich bin alleine gegangen und er war so lieb mich zu holen. Ich hab mir garnicht soviel Gedanken gemacht, ich kannte ihn ja nur sehr aufgeschlossen.
Als er dann aber immer mehr Kontakte abbrach und wir ab Oktober 2015 kein einziges Mal(!) mehr weg waren hat er mir gestanden dass er mega Angst davor hat das jemand etwas von Ärzten oder Spitzen/ Nadeln erzählt. Er hat im Endeffekt nicht nur Angst vor Nadeln sondern auch dass ihm dann schlecht wird. Wenn ihm schlecht werden würde, würde er evtl. umfallen und DAS könnte zur Folge haben dass er ins Krankenhaus kommt und dann würde er sehr sicher einen Panikanfall bekommen und aus dem nächsten Fenster springen, das wäre für ihn der absolute worst case. Er hat auch seine Krebserkrankte Mutter nicht im KH besucht und auch mich nach einem Autounfall nicht! Er würde lieber totkrank daheim eingehen als zum Arzt zu gehen und das meine ich ernst! Das nimmt Ausmaße an die sich ein Außenstehender nicht vorstellen kann und es ist schrecklich für ihn.
Er geht seit neuestem auch wieder mit zu Familienfeiern, nachdem aber das Thema Blutspenden aufkam halten sich unsere Besuche bei Festen sehr kurz, weshalb ich schon ziemlich Stress mit meinem geliebten Papa habe (man muss dazu sagen mein Papa ist für mich einer der wichtigsten Menschen, viel mehr noch als meine Mama....) und mich belastet das sehr meine Familie kaum zu sehen wegen ihm. Alleine hingehen tu ich meistens, aber das ist auch doof, ich steh immer total alleine da, manche Tanten haben ihn teilweise ein Jahr nicht gesehen und ich muss jedes Mal erklären dass ich nicht single bin und wir noch zusammen sind und uns gut verstehen.
Ich weiß dass er schon viele schlechte Erfahrungen gemacht hat. Das erste mal als er in Kontakt mit Nadeln war, war er noch im Bauch seiner Mama und hat davon auch eine Narbe am Kopf. Genauso schlimm ging es weiter. Er hatte als Kind Angst beim Impfen, anstatt dass ihn die Ärztin beruhigt packt sie seinen Arm und rammt(!) ihm die Spritze in den Arm. Er war total am Ende, abdrücke am Arm vom anpacken konnte man auch sehen. Seine Mama hat mit ihm dann natürlich den Arzt gewechselt. Dazu kommt dann dass seine Mutter mit ihm und seiner Schwester bei ihren eigenen Eltern wohnt, also bei Oma und Opa. Die sind auch nicht gerade förderlich. Sein Opa und seine Mama waren mal mit ihm im Schüler-Alter unterwegs zum Arzt. Er hatte so Angst dass er geweint hat und der Opa hat ihn zusammengeschrien, ihn mitten in der Pampa aussteigen lassen, gemeint er wird nie ein richtiger Mann werden und dass man sich als Mann nicht so dumm und weiblich verhält und ist weggefahren. Er musste also alles heim laufen (krank!) ich kenn die Strecke, ich denke das sind 45 Mins zu Fuß. Leider wohnt er aus finanziellen Gründen noch daheim, also stetig mit diesen Menschen unter einem Dach.
Genauso war er als Kind mit deiner Mutter in Kur, hatte so Angst dass er einen Angst- und Schock-Krampf hatte und umgekippt ist, gezittert hat (also ein richtiger Krampf, mit Schaum vorm Mund etc) und im Prinzip nur schlechte Erfahrungen hat. Seine Angst in Ohnmacht zu fallen ist also nichtmal ganz an den Haaren herbeigezogen, ihm haut bei Angst nämlich sofort der Kreislauf ab.
Also, jetzt saß ich da mit einem Häuflein Elend und hab beschlossen: so geht's natürlich nicht weiter! Ich musste ewig mit ihm sprechen um ihn zu überzeugen zu einem Therapeuten zu gehen. Zusammen mit seiner Heilpraktikerin ist es mir dann gelungen. Allerdings hat er im Internet gelesen dass manche Therapeuten wohl mit Konfrontations-Therapien arbeiten und dementsprechend hatte er Panik vor dem ersten Termin. Und nicht nur bisschen Angst, sondern mit Kaltschweiß, einem Blutdruck jenseits von gut und böse, zitter-Anfällen, etc. Also so richtig übel. Die Therapeutin war aber super lieb und meinte auch dass eine Konfrontationstherapie absolut nicht Zielführend wäre und er auch Abstand von solchen Therapeuten nehmen soll. Darauf hin ist er da regelmäßig hin, hat Übungen für daheim bekommen, etc und es hat absolut NULL gebracht, außer dass er immer mehr daran denkt.
Daraufhin haben wir viel geredet, da er ja täglich daran denkt, deswegen oft keinen Hunger hat, nicht schlafen kann, nicht weggeht, keine Freunde mehr hat, Streit mit der Familie hat, mich schlecht behandelt, .... eigentlich sein ganzes Leben ruiniert. Wir haben beschlossen dass er zu einer anderen Therapeutin geht und genau das hat er jetzt angefangen und müsste nun bald 3 Monate bei ihr sein. Allerdings sind die Fortschritte sehr minimal, fast gegen Null. Er kann inzwischen Panik etwas lindern bzw versuchen abzuhalten, aber wirklich klappt es noch nicht. Sich von den Gedanken ablenken kann er nicht.
Ich persönlich war selbst 3 Jahre in Behandlung, mitunter wegen Depressionen und Zwangsstörungen, aber ich hatte viel mehr Erfolgserlebnisse. Er hat davon kaum welche. Er hat keine Lust mehr zu leben, keine Freude mehr am leben und hasst sich selbst und die Welt. Mich persönlich macht das auch fertig, unsere Beziehung leidet wahnsinnig und ich versuch schon alles was ich nur kann. Nachdem er mehrfach geäußert hat er möchte nichtmehr leben, habe ich mir überlegt ob es nicht sinnvoll wäre wenn er sich einweisen lassen würde, aber ich weiß das wird er nicht tun, davor hat er zu sehr Angst. Er hat Angst das Dinge geschehen die gegen seinen Willen sind und dass er wieder so schlimme Erfahrungen machen muss und ich kann es ihm nicht verübeln.
Heute war es dann wieder ganz doof. Sein angeblicher Kumpel und Geschäftskollege (Nennen wir in einfach "Kollege") hat ihm auf Arbeit ein Bild von einer Frau beim Plasmaspenden gezeigt. Meinem Freund ging es daraufhin erstmal schlecht und meinte dass er sowas ekelig findet und nicht sehen mag und der Kollege hat ihn einfach nur ausgelacht... ich meine Hallo?! Ich kann ihn ja eh nicht leiden.... er schnorrt sich bei seiner Mutter durch und gibt sein ganzes Geld für Videospiele aus (mit 26/27... ahja...) ist ein Arsch zu seine Freundin, trinkt und ist einfach ein Arsch. Mein Freund nimmt sich leider voll das Beispiel an ihm. Einmal hatten wir sogar Streit deswegen. Er hat mich echt scheiße behandelt, ich sagte so gehts nicht und er fand es komisch und antwortete "Ja dem Kollege seine Freundin macht das und das auch, findet das okay,...." Und ich bin dann natürlich hochgegangen wie's HB-Männchen und hab ihm erstmal kräftig den Marsch geblasen und ihm gesagt dass er gern seinem Kollegen nacheifern kann wenn er als Versager ohne Freundin enden möchte (ja war evtl. nicht korrekt, aber einfach wahr) das fand er dann doch nicht so lustig und seitdem ist es auch besser. Er hat viele Freunde verloren weil er seinem Kollege ähnlicher wird und hat evtl. noch 1-2 Freunde+ den Kollegen der aber absolut kein wahrer Freund ist :evil:
Naja jedenfalls ist er dann heute noch vor Feierabend raus und hat mir geschrieben. Ich versuche ihn immer zu beruhigen, sage dass doch garnichts passiert ist, er seine Übungen machen soll, schicke ihm ruhige Sprachnachrichten wo ich ihm sage dass alles okay ist und ich ihn liebe. Das hat dann auch funktioniert, er hat beschlossen seinem Chef eine Mail zu schreiben (persönlich reden traut er sich nicht) und zu erkäutern dass er dieses Problem hat und man darauf ggf achten muss und seinem Kollegen hat er es auch gesagt, der hat sich zwar erstmal entschuldigt, aber ich bin relativ sicher morgen weiß es die halbe Firma und alle werden meinen Freund damit aufziehen- das fehlt uns gerade noch....
Ach liebe Leute, ich bin so am Ende mit meinem Latein und mir geht langsam die Kraft aus. Eventuell hat ja jemand außenstehendes einen Rat für mich, ich brauch ganz dringend Hilfe.
LG