Hündin irgendwie komisch

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  • Hündin irgendwie komisch Beitrag #1
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Emily_Fia

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Hallo zusammen,

ich habe mich gerade registriert weil ich ein wenig am verzweifeln bin.

Zur Situation
Fia ist eine 2,5 jähriger Hündin (Labrador-Stafford Mix) die bei mir ist seit dem sie 3 Monate alt ist. Vorher war sie bei einer Familie die erst nachdem Sie sie genommen haben gemerkt haben, dass ein Hund Geld kostet :eusa_doh:
Damals war ich noch mit meiner Freund zusammen (wir lebten zusammen in meiner Wohnung) - alles war super, er total inkonsequent aber Fia ist der beste Hund den man sich vorstellen kann. Sie folgt, lernt sehr schnell, ist manchmal gemütlich meistens will sie laufen und unbedingt hinaus. Ich hab einen großen Fehler gemacht und habe, wenn wir unterwegs waren, sie immer beschäftigt also entweder Suchspiele, Ball werfen, neue Tricks lernen, usw. Wir machen bis heute tägliche Spaziergänge zwischen 1,5-3 Stunden, am Wochenende mehr, excl. Früh, Abends und Mittags kleines Gassi. Sie kann gut mit Mensch und Tier und ist bis auf ein paar kleine Ausnahmen (z.B. ein Rüde will sie bespringen) freundlich.

Das "Problem"
Im Winter, ich nehme an Februar (?), waren wir Bekannte besuchen, Fia freute sich unendlich, da dort ein anderer Hund wohnt mit dem sie im riesigen Garten alles erkunden kann. Sie spielten im Garten und vom Dach löste sich eine Lawine (klingt jetzt schlimmer als es war) und der Schnee landete neben ihr. Sie erschrak! Die Stunden und Tage danach waren unaufällig, ich habe nichts beobachtet. Bis wir einmal im Park unterwegs waren und es zu Regnen begann, ich stellte mich unter einen Baum und wollte ein wenig abwarten, Fia stand weiter weg und wollte auf keinen Fall unter diesen Baum und starrte immer wieder nach oben. Nach 10 min zogen wir weiter und ich machte mir kaum Gedanken.
Diese zwei "Ereignisse" sind mir erst beim Nachdenken wieder ins Gedächtnis gerutscht, wobei ich mir nicht sicher bin ob diese "Lawine" nun der Auslöser für alles ist.

Im Frühling erkannte ich, dass Fia immer wieder beim Gassi gehen (bei großen Spaziergängen bis gestern NIE) immer wieder den Schwanz zwischen die Beine klemmt, während sie am schnuffeln ist, ich wunderte mich, jedoch gab es bis dahin keine weiteren Anzeichen. Ich dachte zwar schon darüber nach, kam zum Schluss, dass sie vielleicht Mäuse oder ähnliches riecht.
Einige Wochen später kam es zu einem Erlebnis was mich zum Nachdenken und brachte. Wir gingen mal wieder Mittagsgassi, Fia wie immer am schnuffeln bis sie plötzlich in die Luft hüpft, wegläuft und es ersthaft geschafft hat sich auf ihrem Halsband zu befreien. Ich erstmal buff weil sowas noch nie passiert ist, sie blieb ca. 5 Meter von der "gruseligen" Stelle weg stehen und wartete auf mich, ich kam auf sie zu, leinte sie an und wir gingen nach Hause. (ich immer noch total buff)

Ich rief meine damalige Hundetrainerin an und erzählte ihr das, sie total buff und meinte, sie will jetzt keine Ferndiagnose stellen. Also trafen wir uns nur leider ist wenn sie dabei ist nie etwas ähnliches passiert. Auch bei mir kommt es auch nicht immer vor, es ist als würde sie nur an bestimmten Tagen Angst haben und an anderen nicht meist so plötzlich, dass ich es nicht schaffe es zu filmen (wegen herzeigen wenn schon nicht live) oder wirklich zu realiseren was da grad passiert ist. Manchmal waren es Taubenfedern, manchmal Steine, machmal Bäume, machmal Blätter, machmal eine liegengelassene Plastikflasche, usw. (ich nehme mal an es ist ein Geruch den ich nicht wahrnehmen kann)

Seit ca. 3 Monaten hat Fia auch Angst (Schwanz einklemmen, Nähe suchen) wenn ich die gegenüberliegenden Fenster in der Wohnung aufmache.

Gestern bei der großen Runde, gehen wir ein Waldweg entlang, ich mach mir überhaupt keine Sorgen, bin entspannt, denk eigentlich an nichts böses. Merke nur, dass sich die Schleppleine in meiner Hand locker lassen muss weil Fia stehen geblieben ist, bin noch 2 Schritte weiter, drehe mich um, Fia sieht aus als hätte sie gerade das schlimmste Monster auf der großen weiten Welt gesehen, geht rückwärts, schafft es mal wieder sich auf dem Halsband zu drehen, rennt einen Umweg und stellt sich neben mich. Diesmal war ich entschlossen, dass ich herausfinden will was es war ging nochmal zurück schaute mir jeden milimeter an und siehe da eine 1cm große Taubenfeder. Ich rief Fia die nicht kommen wollte, hob die Feder auf, legte sie woanders hin und plötzlich waren alle Geister weg.

Auch heute beim Morgengassi war sie voller Furcht (diesmal keine Feder) sie wollte nur noch nach Hause.

Ich kenn mich gar nicht aus, wie soll ich reagieren? Was ist so schreckliches passiert, dass sie nun Angst hat vor Federn (die immer schon da gelegen sind - jedes Jahr sind die dort), Steinen, Bäumen, usw. ? Die Trainerin ist leider überfragt, da sie keine spezielle Ausbildung in die Richtung hat.
Ich werd mich zwar umschauen nach einer speziellen Verhaltenspsychologin oder so leider wird das auch nicht von einem auf den anderen Tag gehen - wie reagiere ich bis dahin? ich möchte es jetzt auf keinen Fall schlimmer machen!
 
  • Hündin irgendwie komisch Beitrag #2
Hey,

ganz ehrlich:

Ich würde sie vermutlich erstmal beim TA durchchecken lassen, ob sie gesundheitlich fit ist.
Das sollte bei plötzlichen und unerklärlichen Verhaltensänderungen immer der erste Gang sein.

Schmerzen können z.B. durchaus Fehlverknüpfungen auslösen, die sich dann in Angstverhalten vor eig. neutralen Reizen äußern.

Ist da gesundheitlich irgendwie mal was gewesen?

Ansonsten sind solche variablen Angstreaktionen meistens ein Hinweis auf eine frei flottierende Angst, quasi eine permanente Grundangst, die sich dann in verschiedenen Situationen zeigt.

Ob und wie weit das der Fall sein könnte kann man aber leider wirklich nicht per Ferndiagnose in irgendeiner Form beurteilen.

Wie arbeitest du generell mit ihr?
Seit wann wird sie nicht mehr permanent beim Laufen beschäftigt?

Und kurz zur Schlepp: Das Ding sollte man nie am Halsband befestigen.
Wenn der Hund da mal rein knallt kann das ganz böse Verletzungen geben und gerade bei unvorhersehbaren Angstreaktionen würde ich unbedingt zum Geschirr wechseln.
 
  • Hündin irgendwie komisch Beitrag #3
Hallo,

danke für deine Antwort!

zur Schleppleine, ja hast du/haben Sie Recht, das hab ich gar nicht bedacht, vor allem nicht weil sie nie eine "stürmische" war oder ist bis auf dieses komisch Angst.

Gesundheit
Ich hab ganz vergessen reinzuschreiben, dass ich mit ihr auch beim TA war. Nachdem sie nach div. Stresssituationen also Angst immer wieder Durchfall hatte.
haben einen Bluttest machen lassen --> unauffällig, dann noch einen Giardientest --> negativ
Jetzt sollte ein Bakterientest aus dem Kot dran kommen jedoch meinte der Arzt, dass das keinen Sinn macht wenn sie normalen Kot hat, was sie seit dem letzten TA Besuch hat. Wir "warten" nun auf ein Durchfall (seit ca. 3 Wochen). Hab diese Angst auch mit dem TA besprochen, auch sie meinte, dass es wegen Bauchweh sein könnte. Also stand zur Überlegung ob sie Bauchweh hat dann Angst daraufhin dann Durchfall oder ob es umgekehrt ist also Angst dann Bauchweh und somit Durchfall.
Nachdem sie jedoch kein Durchfall hat in den letzten 2 Tage nach den beiden Zwischenfällen bin ich nun wieder ratlos.
Sie hatte als Welpe oft Beschwerden wegen Halsweh, Augenentzündungen und Durchfall, sie ist eine die das zeigt wenn was nicht passt. (Wobei mir durchaus bewusst ist, dass man das pauschal gar nicht sagen kann)
Ansonsten ist sie SUPER unauffällig, sie spielt, sie schläft normal, ist weder überdreht noch auffällg müde, sie frisst, usw.
Was vielleicht wichtig ist, Fia wurde schon mit ca. 2 Monaten von der Mama weggenommen grundsätzlich würde ich sagen ist es nicht zu früh sie war jedoch noch sehr sehr sehr "Baby" als ich sie mit 3 Monaten zu mir nahm (was zwischen dem 2. und 3. Monat passiert ist, weiß ich gar nicht). Das war damals so eine ungarische Straßenhundrettung (ich weiß leider nicht mehr wie sie heiß) die erst an die familie und nachdem die Familie nicht mehr wollte an mich vermittelt hat.

Ansonsten sind solche variablen Angstreaktionen meistens ein Hinweis auf eine frei flottierende Angst, quasi eine permanente Grundangst, die sich dann in verschiedenen Situationen zeigt.
hm... Grundangst bin jetzt kein Profi oder so zumindest nicht beim Hund. Kenne mich von meiner Ausbildung her jedoch mit psychischen Erkrankungen beim Mensch aus. Wenn ich das jetzt überhaupt vergleichen kann dann scheint es mir unwahrscheinlich. Fia ist super neugierig und muss alles erkunden, gleichzeitig hat sie keine "Kontrollsucht" also sie rennt mir jetzt nicht ständig hinterher um zu wissen was ich mache. Auch als Welpe war sie schrecklich mutig und hat viel Blödsinn gemacht wenn ich mal nicht hingeschaut habe :eek: wenn ich ehrlich bin musste ich nicht unbedingt nicht hinschauen
Wie zeigt sich das bei Hunden?

Beschäftigung
Je nachdem wie wir drauf sind.
Also grundsätzlich machen wir viele Tricks und lernen neue, viele Leckerli, kein Klicker (bin unfähig für sowas), gehen mittlerweile auch richtig Dog dancing also versuche mit ihr eine Art Chorografie zu machen. Was wir locker auch mal eine 3/4 Stunde machen können ohne, dass Fia die Nase voll hat
Außerdem versuche ich stark auf ihre Nase einzugehen, ich "verstecke" Gegenstände oder Leckerlis oder Menschen die sie dann finden muss. Also sie muss wo "Sitz" machen, ich geh und verstecke oder wenn wer zweiter dabei dann geht der andere und dann geht sie suchen (ich hab leider noch keinen Kurs gemacht, was nachzuholen ist), geht auch schon mehrere Male hineinander nachdem sie die Tricks mit z.B."es liegt auf einem Ast" schon herausgefunden hat
Beide gingen ohne Komplikationen, sie wusste und weiß innerhalb von küzerster Zeit was ich will und was sie machen soll.

Ball werfen geht eigentlich immer vor allem weil Fia narrisch ist danach, haben zwar LANG gebraucht um den "Ablauf" von werfen, holen, bringen zu manifestieren jedoch funktioniert es mittlerweile ganz gut (bei anderen nicht so, dann bringt sie den Ball dann trotzdem mir aber das wird auch noch werden)
Im Sommer sind wir eigentlich ständig Schwimmen gewesen

Sie wird zwar immer noch viel beschäftigt jedoch versuche ich seit ca. 3/4 Jahr ein bisschen weniger zu machen (Schritt für Schritt) da sie aufgehört hat mit anderen Hund zu spielen und nur bei mir gestanden ist und gewinselt hat, mittlerweile geht das ganz gut (hier und da mal Hoppalas)

Ich freue mich über eine Antwort

Liebe Grüße
Emily
 
  • Hündin irgendwie komisch Beitrag #4
Zur frei flottierenden Angst:

Ja, das ist übertragbar:)

Ich spinne mal ein bisschen rum:

Seit einem 3/4 Jahr reduzierst du das Pensum und im Januar war das mit der Lawine und seitdem hat sie immer wieder diese "Ausfälle", richtig?

Das erscheint mir doch recht auffällig, dass miteinander einher geht insbesondere, wenn sie ein wirklich straffes Pensum hat.

Wie konkret spielt ihr Ball?
Impulskontrolle ein Thema?

Mit 2,5 Jahren ist sie ja noch im besten Alter für die entsprechenden altersgebundenen Angstphasen, die sich auch gern mal durch spontane und unerklärliche Angstreaktionen zeigen.

Ich werfe also mal die Vermutung in den Raum, dass da eben besagte Angstphase zum Tragen kommt und einen besonders guten Nährboden findet, da sie weniger durchgehend bespaßt und dadurch ja auch von ihrer Umwelt abgelenkt wird.

Ich hoffe du weißt wie ich das meine^^
 
  • Hündin irgendwie komisch Beitrag #5
Also "ihr ist fad"?
Also immer bespaßt worden jetzt merke ich den Fehler versuche ihn auszubügeln und sie kommt mit der Umwelt (welche auch mal komisch ist) in Kontakt? Verstehe ich das richtig?

Ja du hast recht, mit der Lawine hat es begonnen, ich kann mich an keinen einzigen "Anfall" davor erinnern.
Ich würde die Aktivitäten mit ihr nicht als "straff" empfinden aber ich könnnte mich irren, klingt das nach soviel?

Impulskontrolle ist kein Thema, das was nicht immer gut funktioniert hat war nie das einfach loslaufen und nicht mehr kontrollieren können sondern eher das "ah ich hab den Ball, ich würde ihn dir geben ich kann aber nicht, weil ich will den Ball behalten, wirfst du ihn dann nochmal?, ja ich geb ihn dir, ok nein doch nicht, usw. also eher ein wenig "ich hab meine Beute" wobei sie sich immer vor mich gestellt hat und auf dem Ball rumgekaut hat. Wenn ich mich runtergebeugt habe und den Ball aus ihrer Schnauze nahm war alles ok, ich habe/hatte immer die Vorstellung, dass sie mir den Ball vor die Füße wirft. Funktioniert halt nicht immer

Ich freue mich auf jedes "spinnen" vor allem weil ich einfach nicht von außen auf unser "System" schauen kann, ich versuche es aber es fällt mir sehr schwer
 
  • Hündin irgendwie komisch Beitrag #6
Ja, genau so meine ich das:)

"Straff" ist relativ.
Hunde brauchen zwischen 17 und 20 Stunden Schlaf (damit ist kein Tiefschlaf, sondern eben auch entspanntes Dösen usw. gemeint), da wäre es interessant, wenn du mal für dich zusammenfasst wie viele effektive Ruhephasen sie wirklich hat.

Man kann Hunde auf ein sehr hohes Pensum an Beschäftigung usw. aufbauen, erfahrungsgemäß werden diese Hunde aber auf Dauer sehr schnell sehr dünnhäutig.
Muss bei Fia nicht so sein, habe ich nur recht häufig so erlebt.

Ein bisschen wie ein permanenter leichter Schlafmangel bei Menschen, die dann irgendwann sehr schnell auf 180 sind (positiv und negativ).

Okay, bei Ballspiel hast du z.B. einfach ein sehr hohes Erregungslevel mit großem Suchtpotenzial (man "trainiert" quasi Jagdverhaltenssequenzen), daher frage ich da meist nochmal extra nach.
Bezüglich der Impulskontrolle meinte ich da dann eher, ob erst losläuft, wenn sie das Signal bekommt, aus dem Lauf heraus abrufbar ist usw.:)

Das kann jetzt auch total daneben geraten sein:p

Nur gerade vom Alter passt es eben auch mit der entsprechenden Angstphase:)
 
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