Fellausfall an den Flanken

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  • Fellausfall an den Flanken Beitrag #1
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Hallo Ihr Lieben :D

Ich bräuchte mal bitte Eure Hilfe. Und vorweg: Sorry für den langen Text!

Bei meiner Goldidame habe ich im Alter von knapp 6 Monaten am 29.6. leichten Fellausfall an der rechten Flanke bemerkt. Zu diesem Zeitpunkt lebte nur dieser eine Hamster bei mir! Da sie schon fast hyperaktv war, dachte ich, sie hat viel markiert und habe es beobachtet. Es folgten schlagartig Inaktivität, langes Schlafen, das Fell-Loch wurde größer und eine Gewichtszunahme von 20g in 2 Wochen - Schock! Also bin ich mit ihr natürlich sofort zu meiner nagererfahrenen TÄ gefahren.

Am 15.7. zeigten aber Tastbefund und 1. Ultraschall weder Zysten, noch Tumore oder Auffälligkeiten an der Gebärmutter. Die Haut war rosig, das Fell glänzend und sie kratzte sich auch nicht. Trotzdem äußerte die TÄ einen Verdacht auf Gebärmutterentzündung (Hamster roch) und die Kleine bekam 10 Tage Baytril (ohne Besserung). Dann schaute sich die TÄ das Fell an der Flanke mit einer Lupe an und meinte, sie würde einen minimalen Haarlingsbefall im Larvenstadium sehen und gab ihr Advocate SpotOn. Das kam mir komisch vor, denn Haarlinge sind weiße Würmchen, und die wären mir im schwarzen Fell aufgefallen! Auch führt erst ein großer Befall zu Fellausfall und kein minimaler. Und wo bitte sind die adulten Tiere, wenn die TÄ nur Larven gesehen hat? Außerdem gehören Haarlinge zu den Läusen, so dass man auch Nissen im Fell hätte sehen müssen. Ferner kommt bei mir nichts ins Gehege, was nicht vorher tiefgefroren oder ausgebacken wurde. Also habe ich "Parasiten ad acta gelegt" und nicht nachgespottet. Inzwischen war ein zweiter Goldi bei mir eingezogen (Männchen, Jungtier) und es gab vorsorglich räumlich getrennten Auslauf. Aber das Männlein ist unauffällig, kratzt sich kaum (normal). Die Gehege stehen 2m voneinander entfernt. Da der Fellausfall schon vor Einzug des Männchens begann, schließe ich einen solchen Zusammenhang aus (Hormonterror).

Am 3.8. habe ich mir eine zweite Meinung in der Tierklinik eingeholt - ebenfalls nagererfahren. Erneut kein Ergebnis, bakterielle Untersuchung des Abstrichs ok, und ich habe vorsorglich auf einen DNA-Pilztest bestanden, der ebenfalls ok war. Die TÄ äußerte einen Verdacht auf Cushing und wir probierten 5 Wochen lang mit Mönchspfeffer (pflanzlich) Einfluss auf die Hormone zu nehmen. In diesem Zusammenhang habe ich vor Beginn der Therapie auch den Glucosewert über einen Comburtest überprüft - beste Werte! Aber wieder keine Besserung.

Am 1.9. bin ich erneut vorsorglich zu meiner Haus-TÄ gefahren und habe die Kleine ein 2. Mal schallen lassen. Die TÄ war sich unsicher, ob da etwas V-förmiges oberhalb der Gebärmutter ist (zum Bauchraum hin), ansonsten alles ok. Also erneut Verdacht auf GBE, erneut 10 Tage Baytril - keine Besserung. Allerdings war das Loch an der Flanke inzwischen größer, die andere Flanke auch löchrig, das Fell insgesamt etwas licht - insb. an der Seite zum Bauch hin.

Am 29.9. bin ich dann wieder in die Tierklinik, weil sie erneut roch (4 Tage lang) und ich den Eindruck hatte, dass sie Schmerzen hat (leichte Knickohren). 3. Ultraschall und bakterieller Abstrich erneut ok, aber dennoch Verdacht auf GBE (wegen Geruch). Die TÄ erklärte mir, dass es schwer ist, mit einem AB in die Gebärmutter rein zu kommen. Man müsse das AB über einen längeren Zeitraum geben. Also willigte ich in eine 15-Tages-Therapie mit Baytril ein und sie bekam Metacam, falls sie Schmerzen hat. Damit der Darm keine Probleme macht, bekam sie zusätzlich Rodicare akut (pflanzlich).

Insgesamt ist festzuhalten, dass sie jedes Mal nach ca. 1 Woche Baytril aktiver wurde und kurze Zeit nach Absetzen wieder inaktiv. So auch nach der 15-Tages-Kur. Sie endete am 13.10. und seit 2 Tagen ist sie wieder inaktiv. Eine Ausnahme ist der Auslauf! Da ist sie immer SEHR aktiv (sofern Schlafmützchen nicht erst nachts um 4 Uhr aufsteht).

Seit 10 Tagen wohnt direkt neben ihr ein männlicher Robo und sie hat seit 10 Tagen mit dem männlichen Goldi einen gemeinsamen Auslauf (in der Hoffnung, sie aktiv zu halten). KEIN Tier kratzt sich übermäßig. Nun breitet sich der Fellausfall bei der Kleinen weiter aus und ich bin rat- und hilflos. Ich kann die Kleine doch nicht auf Verdacht an der Gebärmutter operieren lassen oder ständig mit Baytril vollpumpen! Ich werde jetzt mal zur Stärkung der Immunabwehr eine Engystol-Kur mit ihr machen (homöopathisch), aber mehr fällt mir dann auch nicht mehr ein :(

Hattet Ihr so einen Fall schon mal oder noch Ideen?
Ich füge mal Fotos bei (Ansicht von oben und den Seiten).

Danke :049: und liebe Grüße vom Fellnasenfan und den 3 Plüschis

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  • Fellausfall an den Flanken Beitrag #2
Huhu!

Puh... all meine Ideen wurden an der Kleinen schon getestet. Hab eben mal im Buch nachgeschlagen.
Zysten an den Eierstöcken führen zu solch einem juckreizarmen Fellverlust, aber auch Veränderungen der Nebennieren.
Wenn durch geeignete Nachweise Parasiten und Pilze ausgeschlossen wurden, würde ich auf etwas organisches oder hormonelles tippen. An einer Gebärmutterentzündung, die nicht auf das Baytril ansprach, wäre sie in der Zwischenzeit schon längst gestorben (wobei ich Behandlungsversuche bei GBEs nur mit Alizin in Verbindung bringe).

Ist sie denn sehr eingeschränkt durch die Geschichte? Bei Hamstern sind den Behandlungsmöglichkeiten ja schneller mal Grenzen gesetzt. Wenn sie keine Schmerzen o.ä. hat, sollte man sich dann vielleicht einfach fragen, ob sie nicht damit leben kann, man es aber gut beobachtet um im Fall der Fälle schnell reagieren zu können. Wie alt ist sie denn?
 
  • Fellausfall an den Flanken Beitrag #3
Huhu!

Puh... all meine Ideen wurden an der Kleinen schon getestet. Hab eben mal im Buch nachgeschlagen.
Zysten an den Eierstöcken führen zu solch einem juckreizarmen Fellverlust, aber auch Veränderungen der Nebennieren.

So kenne ich das bei Meerschweinchen:eusa_think:
Vllt ist das bei Hamstern ja gar nicht unbedingt anders...
 
  • Fellausfall an den Flanken Beitrag #4
  • Fellausfall an den Flanken Beitrag #5
Lieben Dank für Eure Antworten :049:

Ja richtig, Zysten (auch an Leber oder Nieren) führen zu so einem Fellausfall. Deshalb wurde ich schon leicht panisch, als ich die 20g Gewichtszunahme bemerkte, denn Zysten sind ja mit Flüssigkeit gefüllt (das geht ganz schnell) und Flüssigkeit wiegt schwer. Aber Zysten jeder Art und Tumore wurden schon 3x durch Ultraschall ausgeschlossen.

Auch die Veränderung an den Nebennieren wurde in Betracht gezogen (Verdacht auf Cushing). Da die Nebennieren ja Hormone produzieren und diese mit dem Blutzucker in Verbindung stehen (auch wenn Goldis nicht diabetisgefährdet sind), wurde beides getestet und mit Mönchspfeffer behandelt (wird auch bei Frauen gegen Periodenschmerzen und Wechseljahrsbeschwerden eingesetzt). Leider auch ohne Erfolg :(

Alizin wurde bislang nicht gespritzt - wohl weil die GBE nie sicher nachgewiesen wurde, sondern immer nur aufgrund des Geruchs im Verdacht stand. Sämtliche Nachweise (Ultraschall, Abstrich) waren negativ und es floss auch kein Eiter ab. Das wäre dann also eher eine geschlossene GBE, und die würde man vermutlich beim Ultraschall sehen. Ich bin echt ratlos :( Das Einzige, was den beiden TÄ noch einfiel, war eine Schilddrüsenerkrankung (also hormonell), und die kann man bei Hamstern wohl nicht behandeln. Deshalb hatte ich mich auch schon damit abgefunden, dass sie dann halt einfach ein Loch im Fell hat. Aber der Fellausfall wird ja immer schlimmer. Deshalb hatte ich hier noch auf Ideen gehofft.

Eingeschränkt ist sie insofern, dass sie immer sehr lange schläft (mitunter ist aber auch ihr Rhythmus gestört), dadurch kaum Auslauf bekommt (WENN sie Auslauf hat, ist sie sehr aktiv), und wenn sie wirklich mal wach und im Gehege unterwegs ist, dann geht sie eigentlich nur von einer Ecke in die Andere, hockt da nur rum und starrt Löcher in die Luft. Manchmal buddelt sie etwas, radeln tut sie so gut wie nie (egal, welches Laufrad sie bekommt). Es ist so schade um sie - sie ist eine total liebe, menschenbezogene Kuschelmaus. Aber das ist doch auch keine Lebensqualität. Die Kleine ist knapp 10 Monate alt (geb. 9.1.2016).
 
  • Fellausfall an den Flanken Beitrag #6
Huhu!

Meines Wissens nach ist Cushing beim Hamster nicht behandel- und heilbar, was wohl an der Dosierung der Medis vs. geringem Gewicht der Tiere liegt. Ich kann dir diese Aussage aber nicht belegen, weiß nicht, welche Medis da eingesetzt werden (und es gibt ja so oder so kein einziges Medikament, welches für den Hamster ausgeschrieben ist).
Aber Cushing ist wohl gegen Ende auch mit Gewichtsverlust verbunden. Wiegst du sie denn regelmäßig?
Okay, vom nächsten Vorschlag bin ich kein Freund. Aber wenn es ihr nach AB erstmal besser ging, würde ich wohl mal ein anderes außer Baytril versuchen. Baytril hilft mittlerweile nicht immer wirklich gut, zu groß sind die Resistenzen geworden. Ich weiß nicht, ob ich es überlesen hab, aber bekam sie mal Schmerzmittel?
Diese zwei Sachen würde ich jetzt nochmal testen. Unsre Goldidame bekam gegen Ende auch täglich Schmerzmittel, das ging schon.

edit: Hast du den Combur- Test mehrmals wiederholt? Dort sind leider auch falsch negative Ergebnisse möglich.
 
  • Fellausfall an den Flanken Beitrag #7
Huhu :) und danke Casimir!

ja genau, eine Heilung beim Hamster ist nicht möglich/bekannt. Für mich ist Cushing völliges Neuland, und deshalb hatte ich recherchiert. Das Hauptproblem bei Cushing ist, dass man beim Hamster die Ursache nicht beseitigen kann. Die Ursache ist ein (meist gutartiger) Tumor an der Hirnanhangdrüse (den man beim Menschen operativ entfernen würde), wodurch wohl das Gehirn einen Fehlimpuls an die Nebenniere gibt, vermehrt das Hormon Cortisol auszuschütten. Cortisol benötigt der Körper wohl zur Regulierung des Zuckerhaushalts, und wenn die Nebennieren zu viel Cortisol ausschütten, müßte Diabetis vorliegen. Soweit, wie ich die Zusammenhänge verstanden habe. Und daher auch der Comburtest. Durch die Medis wird dann lediglich versucht, die Ausschüttung des Hormons Cortisol zu reduzieren, und genau diese Regulierung haben wir mit Mönchspfeffer probiert (Agnus castus, 4mg-Tabletten). Die TÄ sagte, dass es bei einem pflanzlichen Produkt auch nicht das Problem der Überdosierung gibt (gemeint ist eine geringe Überdosierung, weil es ja keine Hamstermedis gibt). Bei einem Meeri hat sie positive Erfahrung damit gemacht, und so haben wir die Dosierung von einem Meeri (2mg für ein 1kg-Tier, d.h. 1/2 Tablette pro Tag) auf meinen Hamster runter gerechnet. Es war halt ein Versuch.

Zu Deinen Fragen und Tipps:
Ja, aufgrund der Erkrankung wiege ich sie wöchentlich (schwankt zwischen 185 und 195g, obwohl sie kaum Leckerchen bekommt).

Die Idee mit einem anderen AB ist auch super; ich spreche die TÄ mal darauf an. Ich bin bislang davon ausgegangen, dass bei Wirksamkeit AB dann ja auch eine Entzündung im Körper vorliegen müßte (z.B. GBE). Heute habe ich aber gelesen, dass wohl auch der erhöhte Cortisolwert Entzündungen im Körper verursacht. War das bei Deinem Hamster auch so - hat er auch AB bekommen? Ich habe auch den Eindruck, dass die Kleine sehr warm ist, als ob sie Fieber hat. Sie ist wärmer, als der andere Goldi. Das Schmerzmittel Metacam hat sie während der letzten 15-Tages-Kur mit AB bekommen. Den Comburtest habe ich nicht wiederholt, weil sie dann AB bekommen hat und das AB die Werte des Comburtests verfälschen kann.

Aber ich versuche jetzt mal, den Comburtest 2-3 Mal zu wiederholen (die AB-Therapie ist ja seit 13.10. beendet) und werde ihr in der Zeit mal 1 Woche Morsche Karottensuppe geben - die hat antibiotische Wirkung. Und dann fahren wir nochmal zur TÄ. Seit gestern unterstütze ich sie auch mit Engystol vet.

Danke auch für den Hinweis mit dem Gewichtsverlust zum Ende hin! Das ist dann vermutlich der Zeitpunkt, wo man sie erlösen lassen sollte? Was mich irritiert ist, dass sie keine Pergamenthaut hat - keine Falten (zumindest noch nicht bemerkt). Das ist doch eigentlich bei Cushing auch ein Zeichen, oder? Und weißt Du, wie lange in etwa noch die Lebenserwartung ist?

Ganz lieben Dank für Deine Hilfe!
 
  • Fellausfall an den Flanken Beitrag #8
Huhu!

Ich muss zugeben, dass ich das Cushing bei Hamstern immer nur am Rande mitbekomme und hier und dort mal mitlese. Meistens verlaufen diese Fälle aber irgendwann im Sand, weil die Leute entweder keinen gescheiten Tierarzt auftreiben können oder es aus anderen Gründen nicht mehr weiterführen. Für viele heißt es dann eben: nicht heilbar, also lass ich es und warte, wie lange der Hamster noch hat.

Danke für deine Erklärung, hab es selber gerade nochmal gegoogelt. Das Problem ist eben, dass Hamster auch im Normalzustand einen (im Vergleich zum Menschen) sehr hohen Blutzuckerwert besitzen können. Ich könnte mir also vorstellen, dass es sich noch im Rahmen bewegen und im Test nicht angezeigt werden könnte. Den genauen Blutzuckerwert kann man nur übers Blut bestimmen.
Wie lange habt ihr denn das homöopathische gegeben? Die brauchen ja auch eine gewisse Zeit, bis sie einen wirkungsvollen Pegel erreicht haben.

Antibiotika helfen bei bakteriellen Infektionen. Eine Entzündung könnte dann eine Sekundärerkrankung sein, die verschwindet, wenn die Ursache beseitigt wurde.
Ich weiß nicht mehr, ob der oben genannte Hamster auch mal AB bekam, habe aber an anderen Tieren schon häufiger AB benutzt und wenn es wirkt, merkt man das wirklich innerhalb der sieben Tage Mindestgabe.
Metacam ist sowohl schmerz-, fieber- als auch entzündungshemmend. Wenn du es nur parallel zum AB gegeben hast, wirst du ja nicht wirklich wissen, ob es ihr durch das AB oder durchs Schmerzmittel besser wurde. Da würde ich auf jeden Fall ansetzen.

Ich würde sie noch nicht aufgeben. Wäre ich an deiner Stelle, würde ich es erstmal mit Metacam probieren. Beobachten, wie sie sich damit verhält. Wenn es ihr dadurch besser geht, ist es schön und dann würde ich das einfach so weiterführen.
Wenn das nicht klappt, wäre der letzte Weg ein anderes AB. Dann wieder beobachten, wobei ein AB als Dauergabe ja eigentlich nicht so prickelnd ist.
Du kennst die Kleine am besten und glaub mir, du wirst merken, wenn der Zeitpunkt gekommen ist. Den Punkt verfehlt man nicht. Man denkt zwar vorher schon immer dran und bangt und zweifelt und hofft- aber wenn DER Punkt erreicht ist, ist man sich sicher.
 
  • Fellausfall an den Flanken Beitrag #9
Danke Dir :049:

Auch durch Mitlesen lernt man sehr viel!!! Dafür sind m.E. Gruppen und Foren gut, damit man miteinander und voneinander lernen kann - GERADE weil es so wenige hamsterkompetente TÄ gibt. Meine TÄ sind beide gut. Die Haustierärztin operiert Kleinnager und die TÄ aus der Klinik (die mit der Mönchspfeffer-Idee) soll angeblich unter den TA-Kollegen als die Koriphäe bzgl. Hamsterwissen im Raum München gelten. Trotzdem weiß niemand alles, aber man probiert alles Mögliche, um zu heilen. Und wenn keine Heilung möglich ist, dann ist es m.E. wirklich besser, dem Tier keinen weiteren Stress anzutun und einfach nur noch ein schönes Leben bieten.

Das mit dem höheren Blutzuckerspiegel bei Hamstern ist mir neu. Bezog sich das auf ALLE Hamsterarten? Bei Dsungaren, Cambells und Hybriden, kann ich mir das sehr gut vorstellen - sie sind ja stark diabetisgefährdet (im Gegensatz zu Robos und Goldis). Und wenn ich meinen Hamster mit Joghurtdrops, Vita**** Knabberstangen und anderem Mist vollstopfe, dann natürlich auch ;) Aber da schlägt dann auch der Glucoswert beim Comburtest an. Aber kann ja sein, dass es da einen "Schwankungsbereich" gibt. Ist auf jeden Fall interessant - ich behalte das mal im Hinterkopf. Vielleicht hole ich auch mal diese speziellen Zuckerteststäbchen aus der Apotheke (komme gerade nicht auf den Namen, aber die sind noch genauer, als Combur).

Zu Deiner Frage, wie lange ich das homöopathische gegeben habe: Mönchspfeffer ist NICHT homöopathisch. Mönchspfeffer ist eine Pflanze, also Bereich Naturheilkunde. Die Wirkung sollte lt. TÄ nach 2 bis spätestens 4 Wochen sichtbar sein (Fellwuchs), gegeben hat ich es 5 Wochen, und das Fell wurde eher weniger.

Zum AB: Ja, ich mache auch immer die Erfahrung, dass in leichten Fällen nach 4 Tagen, in schlimmeren Fällen nach 7 Tagen eine Besserung bemerkbar ist. Deshalb gebe ich immer gern 10 Tage AB, damit die Entzündung nicht wieder aufkeimt. Aber ich bin aus bekannten Gründen überhaupt kein Freund von AB, nur wenn es unbedingt sein muss. Ansonsten versuche ich immer erst mit natürlichen Mitteln - eben das, was dem Hamster auch in freier Wildbahn zur Verfügung steht und ggf. helfen würde. Aber Dein Ansatz, es mal nur mit Metacam zu probieren, ist interessant. Vielleicht reicht das ja wirklich - ist ja entzündungshemmend. Wird zwar über die Nieren abgebaut und ist auf Dauer sicher auch nicht gut, aber die Nieren haben ja nichts mit den Nebennieren zu tun, und die Nieren kann ich vorbeugend mit Kürbis unterstützen. Gefällt mir, die Idee - das test ich, sobald ich die Zuckerwerte habe.

Und natürlich gebe ich sie noch nicht auf! Dafür ist sie viel zu süß. Aber mir ist auch wichtig, dass sie nicht leidet. Deshalb weiß ich, dass es nicht einfach ist, den richtigen Zeitpunkt zu finden - ich habe schon viele Hamster auf ihrer letzten Reise begleitet. Natürlich merkt man es, wenn es nicht mehr geht - spätestens, wenn das Tier das Fressen einstellt. Aber da Hamster Krankheiten nicht zeigen, kann man davon ausgehen, dass er schon leidet, wenn er zeigt, das es nicht mehr geht. Man müßte demnach früher erlösen, und DAS ist m.E. genau das Schwere am "richtigen Zeitpunkt". Aber wir werden ihn finden - ganz bestimmt :049:
 
  • Fellausfall an den Flanken Beitrag #10
Guten Morgen!

Das mit dem Blutzuckerspiegel hab ich aus einem recht aktuellen Buch (2012, "The laboratory rabbit, guinea pig, hamster and other rodents"). Dort steht, dass der Blutzuckerspiegel der Hamster zwischen 37 und 198mg/dl liegen kann.
Dann eben das übliche, dass er abhängig ist vom Futter, von der Uhrzeit, vom Mageninhalt etc pp. Auch, dass Stress den Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen lassen kann (deshalb bin ich kein wirklicher Freund von den Teststreifen, denn der Weg dorthin ist purer Stress für das Tier), dass manche Narkosen den Spiegel mehr und andere weniger beeinflussen (da nannten sie ein Beispiel von einem Goldi unter einer bestimmten Narkose: 300mg/dl, ohne Narkose hatte er lediglich 145). Sie schreiben auch, dass ein chinesischer Streifenhamster mit Diabetes bis zu 500mg/dl haben kann.
Wenn man es richtig machen will, müsste man den Test also mehrmals am Tag verteilt machen und das mindestens für drei Tage lang, sodass man dann einen gescheiten Mittelwert bilden kann. Wenn man jetzt, übertrieben gesagt, immer dann testet, wenn der Blutzuckerspiegel natürlicherweiße erniedrigt ist, ist das dann weniger aussagekräftig.
Oder (und ich weiß, dass ich damit jetzt viele Leute vor den Kopf stoße und mich noch mehr für einen Tierquäler halten, hatte ich schon durch), man geht zu einem Tierarzt mit einem modernen Blutzuckermessgerät und testet den Wert mit einem Tropfen Blut. Das überlebt der Hamster, es geht super schnell und man hat einen genauen Wert und nicht nur eine bunte Schattierung auf einem Papierstreifen.

Soviel dazu *räusper*
In dem Buch steht auch etwas zu einer Behandlungsmöglichkeit, die ich dort zum ersten Mal gelesen habe. Da wollte ich eigentlich nochmal weiter recherchieren, bin aber noch nicht dazu gekommen und hier will ich niemanden auf blöde Gedanken bringen. Wenn du also noch mehr zu dem Text wissen willst, kannst du mir ruhig eine PN schreiben.

So. Nun weiß ich allerdings nicht, inwieweit die Hypophyse beim Hamster in welchen Mengen das Cortisol steuert, wieviel normal ist, wie die Ausschüttung unter Tumoreinfluss aussieht und in welchem Rahmen dann der Blutzucker beeinflusst wird. Und ohne dieses Wissen ist eigentlich jegliche Diskussion sinnlos. Aber man kann spekulieren (mach ich suuper gerne :mrgreen:). Wenn ich dann dran denke, werd ich nach dem Frühstück mal in dem Buch schauen, da steht viel tolles Zeug drin.

Danke für die Aufklärung zum Mönchspfeffer. Ich muss zugeben, dass für mich alles, was nicht schulmedizinisch ist, eben schnell mal zur Homöopathie gesteckt wird :uups: Aber das meine ich nicht abwertend oder so, ich find das super, wende es selbst auch öfter bei mir und den Tieren an.

Zum Metacam: Ja, vor diesem Dilemma stand ich damals mit dem Hamster auch. Bei ihr lag der Verdacht auf einem Tumor im Kopf/ hinter dem Auge. Sie sonderte permanent viel von dem Drüsensekret ab und kurz vor Ende sah man auch sehr deutlich, dass dieser Tumor ihr Auge immer mehr hervorwölbte. Aber in dem Stadium, als sie nur verstärkt Sekret absonderte, bekam sie täglich Metacam. Ihre Nieren hätten da keine Probleme gemacht, denn der Tumor wuchs schneller. Also haben wir uns noch für ein paar schmerzlose Wochen entschieden statt für gesunde Nieren aber höllische Schmerzen im Kopf. Die Schmerzen waren an ihrem letzten Tag übrigens trotz Metacam so stark, dass sie mich angeschrien hat und beißen wollte- und sie war ein extrem zahmer, zugänglicher und anhänglicher Hamster.
Man muss immer abwägen. Sind die Nebenwirkungen schlimmer als die Krankheit an sich? Würde das Tier es ohne die Medis auch schaffen? Wenn ja, hat es dann Lebensqualität?

Ich werde jetzt frühstücken gehen und mir dann das Buch schnappen. Das interessiert mich jetzt.


edit: Das Buch spuckt leider nur Referenzwerte vom Cortisolspiegel bei Hamstern aus. Aber ich hab etwas zur Diagnose gefunden- man kann Cushing wohl auch über Urinproben zumindest eingrenzend feststellen.
Lies dir das hier mal durch:
Wurde denn die Diagnose jetzt nur rein an dem Fellverlust festgemacht? Denn egal wo ich lese, es treten meist noch eine Vielzahl anderer Symptome auf. Dann finde ich es etwas vage, "nur" wegen Fellverlust Cushing als Ursache zu bestimmen.
 
  • Fellausfall an den Flanken Beitrag #11
Huhu Casimir :)

Danke für diese ausführliche Schilderung. Das ist ja super interessant mit dem Blutzuckerspiegel und eine enorme Schwankungsbreite! Dann lag ich mit dem „Super-Food“ ja gar nicht so verkehrt. Wenn beim Hamster in Narkose der Zuckerspiegel ansteigt, stellt sich mir zunächst die Frage, ob das Narkosemedikament selbst dazu geeignet ist, den Wert zu erhöhen. Wenn nicht, ist es möglicherweise eine Stressreaktion (z.B. Angst). Aber klar, wenn man es genau betrachtet, sind es dieselben Einflussfaktoren, wie beim Menschen. Ich bin auch nicht unbedingt ein Freund von den Teststreifen, aber viele Möglichkeiten haben wir ja nicht. Ich versuche immer Pipi entweder im Auslauf (wenn Hamster auf die Fliesen Pipi macht) oder sofort nach dem Aufwachen zu bekommen (da müssen wir ja auch erstmal auf die Toi). Natürlich ist es dann genau das, was Du schreibst - naturgemäß niedriger Zuckerspiegel (nach dem Aufwachen, wenn er ausgeschlafen ist). Aber ich denke, wenn der Zuckerwert auf dem Teststreifen stark erhöht ist, zu einem Zeitpunkt, wo er naturgemäß niedrig ist, dann ist das ein erster Indikator. Und als mehr können wir diese Tests ohnehin nicht werten. Man kann dann nur mit Medis versuchen, ob es dem Tier besser geht (also Verdachtsbehandlung). Von einem Hamster einen Mittelwert aus mehrmaligem Pipi pro Tag über 3 Tage zu bekommen, halte ich für schwierig. Selbst wenn ich die Nacht wach bleibe und der Hamster Freilauf hat, wird er so oft nicht Pipi machen. Was den Bluttest betrifft, keine Sorge. Ich halte Dich nicht für einen Tierquäler, nur weil Du offen für alternative Behandlungsansätze bist. Man muss dann halt Nutzen und Risiko abwägen. Ich bespreche auch diese Möglichkeit nächstes Mal mit der TÄ; danke :)

Zu Metacam: Das ist ja schlimm mit Deiner Maus damals. Ich kenne das. Ein früherer Hamster von mir hatte einen riesigen Hodentumor (zum Schluss Tischtennisball groß). Er bekam gut 3 Monate lang Metacam (ohne Nierenprobleme), weil es lt. TÄ auch eine tumorhemmende Wirkung hat. Als der Tumor zu platzen drohte, musste ich einen aktiven Hamster erlösen. Ihm brachte Metacam noch 3 schöne Monate. Ein anderer Hamster hatte wochenlang Durchfall, nichts half. Er hat auch nur noch geschrieen und ich überlegte schon, ihn zu erlösen. Ein 3-Tage-Kot-Test brachte dann endlich ein Ergebnis: Er hatte Hefepilze im Darm! Leider schlug die Behandlung mit Nystatin auch nicht an und ich setzte alle Medikamente ab, nur Metacam nicht. Er blühte nochmal richtig auf und hatte noch 3 super aktive Wochen und Lebensfreude. Dann ging es schlagartig bergab - es war Darmkrebs. Aber ich bin froh, dass er diese 3 Wochen noch hatte.

Und danke für den Link bzgl. Cushing. Lese ich mir morgen durch - ist schon spät.
Zu Deinen Fragen: Nein, nicht nur am Fellverlust wurde der Cushing-Verdacht festgemacht. Nachdem die anderen möglichen Ursachen (Milben, Pilz, Zysten, Tumore, GBE) ausgeschlossen werden konnten, blieb eigentlich nur noch der hormonelle Bereich. Die zusätzlichen Symptome waren ihre starke Gewichtszunahme und dass sie anfangs hyperaktiv war und nun fast nur noch schläft und im Gehege inaktiv ist. Es kann aber ebenso ein Problem mit der Schilddrüse sein - beides läßt sich wohl nicht behandeln. Schicke Dir mal ne PN.
 
  • Fellausfall an den Flanken Beitrag #12
Hallo Casimir,

ich wollte Dir nochmal Rückmeldung zu meiner Süßen geben :)
Heute hat mich die Klinik-TÄ zurückgerufen. Wir beide hatten uns ja noch via PN ausgetauscht und ich hatte Dir auch den Link zu der Diplomarbeit bzgl. Cushing beim Meerschweinchen geschickt, aus der u.a. Medikamente hervorgingen und auch ein Medi, mit dem Cushing bei einem Hamster erfolgreich behandelt wurde. Damit auch andere Tierhalter von Cushing-Hamstern das weiter verfolgen können, fahre ich hier im Post mal fort:

Zu Deiner Idee mit dem Zuckertestgerät erklärte sie mir, dass es Geräte gibt, die für die Werte von Hunden und Katzen ausgelegt sind. Theoretisch müßte das gehen, sie hat es aber noch nicht probiert. Man müßte dann halt ggf. auf die Werte vom Hamster runterrechnen. Außerdem müßte man dann an einen Tropfen Blut vom Hamster kommen, indem man ihn z.B. ins Ohr sticht oder eine Kralle extrem kürzt, und davon hält sie nicht viel, zumal dann immer noch die Frage offen wäre, wie man Cushing behandelt. Auch hat sie noch einmal darauf hingewiesen, dass Diabetes zwar eine Folge von Cushing sein KANN, aber nicht muss. Bedeutet, ein Tier kann Cushing haben und der Körper produziert zu viel Cortisol, aber trotzdem führt der erhöhte Cortisolwert nicht zwingend zu Diabetes, so dass der Zuckerwert normal bleiben kann.

Dann habe ich sie gefragt, ob es auch möglich ist, den Urin in einem Labor untersuchen zu lassen (Verhältnis Cortisol zu Kreatinin). Das hält sie für den besseren Weg (mit demselben Ergebnis, dass man nicht weiß, wie soll man Cushing therapieren). Sofern es geht, müßte es dann der Morgenurin sein (bzw. beim Hamster der erste Urin nach dem Aufstehen abends).

Danach habe ich sie zu den Medikamenten aus der o.g. Diplomarbeit befragt, um auch das Thema "wie kann man Cushing behandeln" zu besprechen. Das eine Medi kannte sie (Trilostan - es gibt aber inzwischen ein besseres lt. ihrer Aussage), beim anderen Medi (Metyrapone), womit ein Hamster mal geheilt wurde, erklärte sie mir, das sei ihr bei lediglich einem Tier zu wenig aussagekräftig und sie kenne dazu auch keine Studien. Diese Medis würden alle die Nebenniere mind. zum Teil zerstören und das sei auch nicht ganz ohne, so dass sie diese Medikamente ohne GESICHERTE Diagnose (und die ist beim Hamster bei Cushing halt nur sehr schwer zu stellen) nicht unbedingt geben würde, zumal meine Kleine auch noch sehr jung ist.

Sie will sich jetzt mal im Labor erkundigen, wieviel Urin die benötigen und ob diese Untersuchung (Verhältnis Cortisol zu Kreatinin, um einen erhöhten Cortisolwert zu "erforschen") tatsächlich möglich ist. Das wäre evtl. ein Weg, Cushing ggf. zu bestätigen. Ob man es dann bei einem so jungen Tier mit dem neuen Medi behandeln sollte, bleibt fraglich (Verhältnis Risiko/Nutzen).

Wir haben ja auch immer wieder den Verdacht auf Gebärmutterentzündung gehabt und hatten vorsorglich 15 Tage Baytril gegeben und Metacam. Scheinbar ging es ihr damit besser, so dass ich nach einer Woche Pause mit ihr eine Kur mit Engystol vet. begonnen habe, um vorsorglich ihr Immunsystem zu stärken. Dann habe ich ihr erzählt, dass meine Kleine seit 1 Monat mit dem Goldimännchen einen gemeinsamen Auslauf hat (nacheinander) und bei ihr seit dem der Fellausfall etwas mehr geworden ist. Das spricht ihrer Meinung nach dann eher für einen hormonellen Fellausfall, der STIMULIERT werden kann, und das würde gegen Cushing sprechen, weil die Nebennieren (die bei Cushing ja "falsch" funktionieren) sich nicht durch Außenreize "stimulieren" lassen. Somit überdenken wir nun auch noch einmal die Möglichkeit, sie zu kastrieren (was aber auch nicht ungefährlich ist), auch wenn bei 3x Ultraschall keine Gebärmutterentzündung erkennbar war.

Auch über die Möglichkeit einer Demodikose haben wir nochmal kurz gesprochen. Das schließt sie aber aus, weil die Haut nicht danach aussieht und dann am Anfang der Behandlung das Spotten mit Advocate Wirkung gezeigt hätte.

Sollte ich bzw. meine TÄ bzgl. Cushing zu neuen Erkenntnissen gelangen (z.B. mit dem Urintest), dann berichte ich hier später mal weiter. Vielleicht hilft es ja anderen Hamsterhaltern.
 
  • Fellausfall an den Flanken Beitrag #13
Und noch eine Ergänzung:
Heute habe ich Rückmeldung von der TÄ erhalten. Laut Aussage vom Labor ist eine Urinüberprüfung bzgl. Cortisol/Kreatinin-Verhältnis nicht möglich, da man mind. 3ml Urin benötigt und auch keine zuverlässigen Referenzwerte eines Hamsters zum Vergleich bekannt sind :(
 
  • Fellausfall an den Flanken Beitrag #14
Huhu!

Nur ganz kurz heute, wir sind gerade im Urlaub: super, dass du nachgefragt hast!
Das mit dem Messgerät verwirrt mich nur gerade. Wir hatten in der Praxis immer welche, die einen schlichten Zahlenwert angezeigt haben. Inwieweit muss man diesen dann auf den Hamster runterrechnen? Oder hat sie andere Messgeräte?

Aber immerhin steht jetzt schonmal etwas anderes im Raum. Wie bist du denn mit der Medikation weiter verfah
 
  • Fellausfall an den Flanken Beitrag #15
Huhu :)
Nein, sie hat diese Geräte nicht, kennt sie aber. Wie genau sie das mit dem Runterrechnen meinte, weiß ich nicht. Ich denke, das ist auch zu technisch und zu speziell, aber eine gute Frage von Dir.

Deshalb habe ich nochmal schnell gegoogelt und erfahren, dass man theoretisch zwar ein Gerät für Menschen nehmen könnte, die gemessenen Werte dann aber meist zu niedrig sind, weil bei Tieren die Glucose zwischen Blutplasma und roten Blutzellen anders verteilt und auch die Größe der roten Blutkörperchen anders ist, als beim Menschen. Deshalb sollte man ein Testgerät für Tiere nehmen. Es gibt inzwischen wohl auch sog. Glucometer, die man für verschiedene Tierarten einstellen kann.

Ich zitiere mal aus dem Link, den ich beifüge - ich denke, das erklärt es sehr gut:
Zitat: "Die roten Blutkörperchen sind von stark unterschiedlicher Größe, weshalb die Glukose, die sich auf die Erythrozyten und das Blutplasma aufteilt, nur mit einem auf diese tierartspezifischen Besonderheiten kodierten Gerät bestimmt werden kann."



Daraus entnehme ich, dass jede Tierart wieder andere Werte hat. Und das erscheint mir auch logisch, weil ein kleiner Hamster sicher kleinere rote Blutkörperchen hat, als ein Hund oder Mensch. Und da sind wir mal wieder an diesem Punkt, dass es keine Medikamente gibt, die speziell für Hamster entwickelt wurden und somit wohl auch keine Geräte, also wird runter gerechnet anhand anderer Parameter (z.B. Gewicht). Und da stellt sich mir dann die Frage (auch wenn ich die Werte runterrechnen kann - egal wie), ob so ein Messgerät dann wirklich noch genauer ist, als der herkömmtliche Comburtest.

Bezüglich Medikation:
Seit ca. dem 20. Oktober (1 Woche nach der Antibiotika-Behandlung) stärke ich vorsorglich ihr Immunsystem, da ja auch immer wieder der Verdacht auf Gebärmutterentzündung im Raum steht. Sie bekommt täglich ca. 5-7 Tropfen Engystol vet. (die Ampullen zum Spritzen) direkt in die Schnute, und es scheint ihr gut zu tun. Diese Kur mit dem homöopathischen Engystol vet. beende ich, wenn 1 Ampulle (5ml) leer ist. Ansonsten bekommt sie derzeit nichts und ich beobachte sie sehr genau, weil sie auch keine Schmerzen zeigt und im Auslauf aktiv ist (inzwischen auch im Gehege wieder etwas aktiver).

Und nun bin ich selbst etwas überrascht, weil ich gerade gelesen habe, dass beim Cushing das (zu hohe) Cortison die körpereigene Immunabwehr unterdrückt. Das würde ebenfalls erklären, warum ihr das Engystol vet. scheinbar gut tut. Also werde ich ggf. die Kur in regelmäßigen Abständen wiederholen.
 
  • Fellausfall an den Flanken Beitrag #16
Engystol soll man nicht länger als 10 Tage geben. Ich gebe das immer als 7 Tage Kur, mache Pause und bei Bedarf dann neu.
Sonst springt das Immunsystem irgendwann nicht mehr drauf an so hat es mir meine echt gute TA für Kleinsttiere erklärt und so wende ich es auch bei Hund und Katze als Vergleich an.

Für den Hormonhaushalt kannst du auch mal Ovarium compositum testen, das hab ich bei einer Maus damals bei ähnlichen Probleme benutzt.

Die offenen Ampullen sind geschlossen (verschlossene Spritze) im Kühlschrank 4 Woche haltbar, also 2 Kuren schafft man locker mit.
 
  • Fellausfall an den Flanken Beitrag #17
Huhu Tina :D

danke für den Hinweis mit Engystol. Mir hat ein TA damals gesagt, 1 Ampulle geben, die reicht ca. 2-3 Wochen, und dann eine längere Pause machen (2-3 Monate). So konnte ich bei einem anderen Hamster auch sehr gut seine Demodikose unter Kontrolle halten, ohne ihn so oft spotten zu müssen. Das war aber nicht mein "Haus-TA", sondern ich hatte mir bei ihm eine 2. Meinung eingeholt. Deshalb bespreche ich das auf jeden Fall nochmal mit meiner Haus-TÄ, weil Dein Argument sehr logisch klingt.

Ovarium compositum ist auch eine gute Idee! Bei HÖ kann man ja nicht so viel falsch machen. Allerdings würde es im Falle von Cushing vermutlich nicht helfen. Aber ich so auf jeden Fall das Thema GBE weiter eingrenzen. Das sind die 5ml-Ampullen zur Injektion, oder? Kennst Du die Dosierung und Anwendungsdauer? Ich schätze mal, das wird bei Goldis ebenso sein, wie bei Mäusen.

Auf jeden Fall super Hinweise - lieben Dank :D
 
  • Fellausfall an den Flanken Beitrag #18
Huhu!

Wieder was gelernt, klasse! Ich wusste nicht, dass selbst die "simplen" Zahlenwert- Messgeräte so tierspezifisch sind. Da muss ich mal weiter graben, das ist wirklich interessant!

Aber wirklich schön, dass es der Kleinen langsam wieder besser geht :D
 
  • Fellausfall an den Flanken Beitrag #19
Ich habe alles abgesucht, Notizen etc. aber ich find zwar wann ich es verabreicht habe aber leider nicht mehr die Dosierung, tut mir leid.
 
  • Fellausfall an den Flanken Beitrag #20
Huhu :D

@Casimir, ja ich war auch überrascht. Hängt wohl auch mit der Kalibrierung der Geräte zusammen.
@Tina, kein Problem - trotzdem lieben Dank :) Ich frage dann wegen der Dosierung mal die TÄ.

Weiterer Bericht in der Sache für alle Interessierten:
Am 11.11. habe ich nach Tinas Hinweis die Engystol-Kur beendet. Es tat meiner Kleinen sehr gut, so dass ich Engystol vet. auf jeden Fall empfehlen kann. Meine Kleine (10 Mon.) steht derzeit 2-3 Stunden früher auf, verlangt nach viel mehr Auslauf und wirkt auch im Gehege nicht mehr so teilnahmslos. Das lichte Fell und hohe Gewicht sind leider unverändert, die Haut leicht schuppig. Derzeit führe ich vorsorglich "Rolligkeitskalender" und beobachte sie weiter sehr genau.

Im nächsten Schritt werde ich wohl Ovarium compositum versuchen (mit TÄ besprechen). Ich berichte dann :D
 
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