Jundhund - Traumatisches Erlebnis

Diskutiere Jundhund - Traumatisches Erlebnis im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo Zusammen, ich bin auf der Suche nach ein paar hilfreichen Tipps bezüglich eines kleinen, großen Problems. In meiner Familie lebt seit...
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Lea.L

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Hallo Zusammen,

ich bin auf der Suche nach ein paar hilfreichen Tipps bezüglich eines kleinen, großen Problems.
In meiner Familie lebt seit kurzem ein Schäferhund (jetzt 6 Monate alt) mit dem von Anfang an alles super lief. Hatten früher schon Schäferhunde und wussten sozusagen was auf uns zukommt.

Als wir den kleinen Racker dann ca. 4 Wochen bei uns hatten und mit ihm spazieren waren wurde er plötzlich von einem anderen Hund (welcher von zuhause ausgerissen war) angegangen. Das ganze ging so schnell das wir gar nicht reagieren konnten um den kleinen auf den Arm zu nehmen. Der andere Hund kam um die Straßenecke gerannt und zwickte unseren Hund in die Seite. Gott sei Dank wurde er dabei nicht verletzt, da der andere Hund gleich von der Besitzerin weggezogen wurde. Die Gott sei Dank gleich hinterhergerannt kam.

Und genau das ist jetzt das Problem. Der Hund war bis dato spitze sozialisiert. War 3 Monate bei seinen Geschwistern und hatte ein tolles Sozialverhalten. Selbstverständlich ist das jetzt hinüber.

Er hat sich seitdem Vorfall gegenüber Hunden nicht weiter auffällig gezeigt. BIS vor ein paar Tagen. Da ist bei ihm wohl die Sicherung durchgebrannt und er ist völlig durchgedreht als ein kleiner Mischlingshund ihn begrüßen wollte.

Bin selbst ein bisschen in Schockstarre verfallen da das zuvor nicht passiert ist. Das bellen war aber sehr hoch und fast schon ängstlich und wimmernd. Eben wie damals.

Werde aufjedenfall demnächst mit Ihm zu einem Trainer gehen um diesen Verhalten entgegenzuwirken. Aber vielleicht hat ja hier jemand einen hilfreichen Tipp wie ich ihm am besten Helfen kann.

Danke schon mal

Liebe Grüße
 
  • Jundhund - Traumatisches Erlebnis Beitrag #2
Das professionellste wäre in jedem Fall den Trainer zu rate zu ziehen. :eusa_shhh::eusa_shhh:
 
  • Jundhund - Traumatisches Erlebnis Beitrag #3
hi lea,

das tut mir leid, dass dein hund gebissen wurde, leider kommt das immer mal wieder vor. ich selbst zähl schon gar nicht mehr mit bei meinem kleinen. es geht ja auch so schnell und kommt so unerwartet, dass man kaum die möglichkeit hat zu reagieren

das erste was ich tun würde ist an der vertrauensbasis zwischen dir und dem hund zu arbeiten, damit der hund weiß dass er zu dir kommt und diese dinge nicht selbst regelt.

dazu zählt den hund an die leine zu nehmen sobald du einen hund siehst den du nicht kennst. alle hunde haben nichts bei deinem angeleinten hund zu suchen, d.h es ist deine aufgabe, diese zu vertreiben. das kann bedeuten die halter höflich zu bitten, zwischen die hunde zu gehen und deinen hinter dich zu bringen, oder gar die leine fallen zu lassen und den anderen hund am halsband packen um ihn wegzuschleudern (letzteres ist zb bei pubertierenden hunden der fall, die ungbremst auf einen zugerast kommen). dein hund lernt LEINE bedeutet SICHERHEIT. wenn du abgeklärt hast, dass der andere hund verträglich ist kannst du deinen ableinen. solange er unsicher ist nur hundekontakt zulassen wenn du ganz genau weißt die anderen sind ruhige, gelassene hunde.

außerdem solltest du deinen hund im kontakt mit anderen genau beobachten, und ihn aus der situation führen, sobald er oder du dich unwohl fühlst

ich persönlich geh mit meinem noch am selben tag wohin wo viele hunde sind um ihm möglichst viele positive erfahrungen machen zu lassen, damit er merkt, dass nichr alle hunde sch... sind, sondern die meisten ganz okay.
vlg eva mit louis
 
  • Jundhund - Traumatisches Erlebnis Beitrag #4
Hi Lea,

ich kann das Vorgehen von louiss nur bestätigen! Einer sehr guten Freundin von mir ist das auch vor kurzem passiert und besonders das Anleinen hat sehr gute Wirkung gezeigt. Trotzdem kann ein Trainer den Prozess natürlich gut unterstützen :)
 
  • Jundhund - Traumatisches Erlebnis Beitrag #5
Hallo Lea.L,
da der "Angriff" auf ihn ja schon 8 Wochen zurück liegt würde ich beide Vorfälle nicht unbedingt in einen Zusammenhang setzen. Mit 6 Monaten kommt er jetzt langsam in die ersten Phasen der Pubertät und da brennen einem jungen Hund auch schon mal ohne weiteren Grund die Sicherungen durch, das sollte man erstmal nicht überbewerten. Ich würde ihn jetzt beobachten, ob sowas nochmal vorkommt und dann schauen wie ihr weiter vorgeht. Vergessen darf man natürlich auch nicht, dass ein Schäferhund auch rassebedingt Unverträglichkeiten zeigen kann (und Rüde + Rüde sind ja z.B. generell nicht immer eine einfache Sache).
Ich würde jetzt am Grundgehorsam arbeiten, sowie an der Leinenführigkeit, freies Spiel mit Hunden die er nicht kennt würde ich erstmal eine zeitlang vermeiden und statt dessen auf Kontakt mit Hunden setzen mit denen du weißt, dass er gut verträglich ist. Kontakt an der Leine würde ich soweit es geht vermeiden, an der Leine sollte er auf dich achten und nicht mit anderen Hunden springend umherspielen.
Wenn ihr Gehorsam und Leinenführigkeit verbessert habt und es gerade gut läuft würde ich in ein paar Wochen dann mal wieder vorsichtig Kontakt mit ihm fremden Hunden versuchen.
 
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